Tagebuch – 13. September 2023

Alltagsschnipsel

In den frühen Morgenstunden zog ein Gewitter auf, von dem L und ich geweckt wurden. Ich hätte gern weitergeschlafen, aber L hatte große Angst und kommentierte jeden Blitz und/oder Donner. Erst als Regen und Donner allmählich nachließen, fand L zurück in den Schlaf (und somit auch ich).
Als einige Stunden später der Wecker klingelte, fühlte ich mich nicht ganz so ausgeschlafen wie am Morgen zuvor. Dennoch kam ich gut durch den Tag.

Trotz erneutem Stau auf dem Weg zur Schule, kam L pünktlich im Schulgebäude an. Mittlerweile haben wir unseren Rhythmus gefunden und wissen, wann wir spätestens die Wohnung verlassen sollten, um rechtzeitig irgendwo anzukommen.

Mein Arbeitstag lief gut. Ich hatte vormittags einige Termine und konnte mich davor, zwischendrin und danach um die Vorbereitung für den kommende Woche stattfindenden Workshop kümmern.

Im Laufe der nächsten sechsundzwanzig Unterrichtswochen – Ferien- und durch Feiertage kürzere Wochen herausgerechnet – wird L einundzwanzig Schulnoten in insgesamt drei Fächern bekommen. Das bedeutet also grob eine Note pro Schulwoche.
Um ihr ein wenig unter die Arme zu greifen und weil sie mich darum bat, werden wir nun mehrmals wöchentlich für ein paar Minuten Matheaufgaben rechnen. Zudem möchte ich, dass L mir wieder regelmäßig aus irgendeinem schönen Kinderbuch vorliest.  

Was heute schön war:

Joggen.
Meine Mittagspause nutzte ich nach eineinhalbmonatiger Pause für eine Laufrunde. Bei angenehmer Temperatur lief ich in gemächlichem Tempo vier Kilometer. Mein Kopf war mit den Ereignissen der letzten Wochen so beschäftigt, dass ich überhaupt keine Zeit hatte, mich um meinen inneren Schweinehund zu kümmern. Der war komplett still. Und der Lauf super toll und nötig.

Playdate.
Sehr spontan fragte mich S, die Mama von Ls Schulfreundin L, ob ich ihre Tochter mit von der Schule abholen könne, da sie kurzfristig noch einen Termin am Nachmittag wahrnehmen möchte. L und ich hatten für den restlichen Tag nichts weiter geplant, sodass ich zusagte.
Die Mädels bekamen beide ein Eis. L schlug vor, zu uns nach Hause zu fahren. Sie wünscht sich seit vielen Wochen, dass ab und an eine Klassenkameradin mit zu uns kommt. Ich hatte ihr versprochen, dass wir das ab Herbst vermehrt realisieren können. Beide Ls verbrachten somit einen schönen Nachmittag bei uns zu Hause.

Pizza essen.
Ls Mama S trafen wir am Abend vor der Pizzeria Kruste im Leipziger Ortsteil Connewitz wieder. Gemeinsam futterten wir leckere Pizzen und werteten den gestrigen Elternabend aus.

12 von 12 im September

Alltagsschnipsel

Meine Nacht war ruhig und ich bekam genug Schlaf. Ich wachte sogar drei Minuten vor dem Klingeln meines Telefonweckers auf. Diesen stellte ich sofort aus. Den Paw Patrol Wecker ließ ich um Viertel nach sechs allerdings bellen. Durch dieses sehr sanfte Geräusch (keine Ironie) weiß L, dass ihre Nacht nun auch vorbei ist.



Guten Morgen Markkleeberg! Mein erster Gang des Tages führte mich in die Küche, um das Dachfenster zu öffnen und frische Luft hereinzulassen. Auf dem Bild ist es zwar nicht gut erkennbar, aber es ist deutlich dunkler als noch vor wenigen Wochen. Die Sonne ist um Viertel nach sechs noch nicht zu sehen.



Nach meiner morgendlichen Runde durch das Badezimmer kümmerte ich mich um Ls Frühstück und Vesper. Sie bekam heute mehr Essen mit, da sie bis in den Abend hinein im Hort bleiben musste.
Als auch L im Bad fertig war und sich anschließend im Kinderzimmer ein Kuscheltier für den Tag ausgesucht hatte, machten wir uns auf den Weg in die Schule. Der Stau am Morgen war heute nicht allzu lang, dafür ging es nur zäh und langsam vorwärts. L schaffte es aber pünktlich in den Unterricht.



Bevor ich mich ins Homeoffice begab, kaufte ich im nahezu komplett leeren Rewe Markt in der Nähe von Ls Schule ein paar Lebensmittel ein. Unter diesen befand sich beispielsweise auch mein heutiges Mittagessen.



Da ich es gestern total versäumt hatte, Wäsche zu waschen, holte ich das heute nach. Zuerst wusch ich Ls und meine Kleidung und hing diese in unserem Extraraum in der Wohnung auf. Das Bett bezog ich neu und ließ die vorherige Bettwäsche draußen im Freien sonnentrocknen. Wer weiß, wie oft das in diesem Jahr noch möglich sein wird.



Während meiner Mittagspause blätterte ich im aktuellen Stadtjournal. Ich mag die Beiträge rund um die Ereignisse in und um Markkleeberg immer sehr. Den Tag für einen Kindersachenflohmarkt trug ich mir gleich in meinen Kalender auf dem Telefon ein. Für meinen Terminkalender „Ein guter Plan“ nahm ich mir ebenfalls ein paar Minuten Zeit.


Nach meinem terminreichen Arbeitstag machte ich mich auf den Weg in Ls Schule, stand mit dem Auto länger als am Morgen im Stau und beschloss kurz vor der mäßig besuchten Tankstelle, das Auto zu betanken. So brauche ich das morgen nicht mehr machen.



Mir blieben nachmittags noch einige Minuten Zeit, ehe der Elterninformationsnachmittag in der Schule begann. Diese Zeit nutzte ich für einen kleinen Spaziergang durch eine Kleingartenanlage in der Nähe von Ls Schule.

Beim Elternabend selbst prasselten wenig später viele Informationen auf mich ein. Großartige Diskussionen seitens der Anwesenden wie im Schuljahr davor blieben heute sehr zu meiner Freude aus.



Kurz nach achtzehn Uhr verließen L und ich die Schule. Wir kauften uns je ein leckeres Abendessen und fuhren mit dem Auto nach Hause. Wir räumten den Ranzen aus, packten ihn für den morgigen Unterrichtstag, rechneten gemeinsam ein paar Matheaufgaben und aßen unser Essen.



Den Abend werde ich mit meinen Italienischübungen auf Duolingo, ein oder zwei Folgen der Serie „Superstore“ und ein paar Zeilen in meinem aktuellen (nur mäßig fesselnden) Buch ausklingen lassen.

Tagebuch – 11. September 2023

Alltagsschnipsel

Meine Nacht war gut, ruhig und vermutlich traumlos. Jedenfalls erinnerte ich mich nach dem Aufwachen an nichts Konkretes mehr.

L und ich waren heute Morgen gut in der Zeit. Das lag vor allen Dingen daran, dass L gut aus dem Bett kam. Pünktlich konnten wir die Wohnung in Richtung Schule verlassen und standen nicht allzu lange im Stau. Allmählich frage ich mich, wann die Baustelle im Nachbarort abgebaut wird. Ich sehne mich förmlich danach, denn das dürfte unseren Alltag wieder entschleunigen.

Mein Arbeitstag lief sehr gut. Ich beschäftigte mich vormittags neben den montäglichen Terminen mit der Aktualisierung und Übersichtlichkeit der am Freitag mit meinem Kollegen/Freund M erarbeiteten Kapazitätsplanung. Nach dem Mittag kümmerte ich mich um die Rechnungslegung, das Bereitstellen von Unterlagen im Unternehmen online und viele organisatorische Tätigkeiten.

Was heute schön war:

Mittagessen mit D.
Recht kurzfristig fragte mich D, ob ich Zeit und Lust für ein gemeinsames Mittagessen hätte. Da der Tag lang werden würde, stimmte ich zu. Unser vietnamesisches Lieblingsrestaurant hat im Moment Urlaub, weshalb wir uns auf der Karli ein anderes der zahlreichen Restaurants aussuchten.
Das von mir gewählte Gericht war unglaublich lecker. D und ich kommen sicherlich nochmals hierher.
Bevor es für mich wieder an die Arbeit ging, aßen wir jede noch eine Kugel Eis.


Abendspaziergang.
S, die Mama von Ls Schulfreundin L, war so lieb und holte L heute Nachmittag von der Schule ab. So hatte ich überhaupt keinen Stress mit meinem Termin ab fünfzehn Uhr.
Bevor ich L abends in S‘ Garten abholte, machte ich noch einen kleinen Abendspaziergang und genoss die sommerliche Wärme.

Tagebuch – 10. September 2023

Alltagsschnipsel

Bevor es gestern Abend schlafen ging, herrschte eine Weile großes Drama. Sehr zu meinem Nervenleiden wackelte Ls zweiter Schneidemilchzahn sehr doll. Aber leider nicht doll genug, um sofort herauszufallen. Irgendwie gelang es mir aber doch, L zu beruhigen und ins Bett zu bringen.

Geschlafen hatte ich bis heute Morgen halb acht. L wachte etwa dreißig Minuten nach mir auf.
Lange blieb ich nicht im Bett liegen, denn ich bereitete erneut ein leckeres Picknick für unseren geplanten Tagesausflug vor. Kurz nach neun Uhr verließen wir die Wohnung.

Gegen zwanzig Uhr tat mir Ls Milchzahn einen großen Gefallen: Er fiel heraus. Endlich! L glücklich. Ich glücklich. Herrlich. (Leider sind bisher nur fünf Milchzähne ausgefallen.)

Was heute schön war:

Zoopark.
Den Großteil des Tages verbrachten wir im Leipziger Zoopark. (Nächste Woche läuft Ls und meine Jahreskarte aus und ich wollte vorher unbedingt noch einmal hingehen.)
Heute hatten wir Glück und konnten bei der Fütterung der Robben mit dabei sein. Wir entdeckten zahlreiche Tiere in ihren großzügigen Gehegen und statteten natürlich auch dem Gondwanaland wieder einen Besuch ab.


Kinobesuch.
Nachmittags fuhren wir ins Cineplex in Leipzig, um den Film „Neue Geschichten vom Franz“ anzuschauen. Da dieser Film nur in diesem Kino, von dem ich bis vor wenigen Tagen nicht einmal wusste, dass es überhaupt existiert, lief, hatten wir die Möglichkeit, eine neue Gegend kennenzulernen.
Die Kino- und vor allem Snackpreise sind im Cineplex wesentlich günstiger als im Cinestar. Zudem war das Kino sauber, gemütlich und machte auf uns einen sehr guten Eindruck. Ich kann mir sehr gut vorstellen, hier nun öfter einen Film anzuschauen.

Tagebuch – 9. September 2023

Alltagsschnipsel

Heute Morgen wachte ich halb acht auf und war ausgeschlafen. L wurde kurze Zeit nach mir wach.

Bevor ich mit L frühstückte, bereitete ich unseren Anteil für das Gemeinschaftspicknick vor. Ich nahm mir nach dem Essen ein paar Minuten Zeit für die Aktualisierung meines Terminkalenders “Ein guter Plan”, ging duschen, hielt wenig später für frische Brötchen beim Bäcker an und war mit L gegen zehn Uhr auf den Autobahnen unterwegs.
Abends fuhren wir wieder zurück nach Hause.

Was heute schön war:

Hochzeitsfeier.
Meine Freundin (und ehemalige Kollegin) A und ihr Mann M feierten ihren zehnten Hochzeitstag.
Bei Temperaturen um die dreißig Grad Celsius trafen wir uns mit vielen anderen Gästen bei der Bienstädter Warte im Landkreis Gotha in Thüringen. Sehr viele Gäste trugen hübsch anzusehende Wikingergewänder. (L und ich sind mit solcher Kleidung nicht ausgestattet und fielen optisch etwas aus der Reihe.) 
Es wurde ein großes Buffet, zu dem jede*r etwas beisteuerte, aufgebaut. Ich verbrachte die sechs Stunden meines Aufenthaltes gefühlt nur mit essen, da so unglaublich viele leckere Sachen auf dem Tisch standen.
Damit den anwesenden Kindern nicht langweilig wurde, fanden in regelmäßigen Abständen Spiele wie eine Schatzsuche, Boule oder Laufen mit Topfstelzen statt, bei denen sie Münzen gewinnen und später beim Händler gegen etwas Tolles eintauschen konnten.

Tagebuch – 8. September 2023

Alltagsschnipsel

Gestern Abend vor dem Schlafengehen hatte L (vermutlich vor Müdigkeit) einen langanhaltenden Heulanfall. (Meine Güte war das laut, nervig und anstrengend.) Irgendwann beruhigte sie sich wieder und schlief ein. Ich verwarf meinen Plan, entspannt noch ein paar Zeilen zu lesen und legte mich kurz nach einundzwanzig Uhr ebenfalls schlafen.
Bis heute Morgen viertel nach vier, also viertel fünf, schlief ich durch. Die letzten zwei Stunden bis zum Bellen des Paw Patrol Weckers und Klingelns meines Telefonweckers träumte ich wirres Zeug, in denen einige Kolleginnen und Kollegen, die offenbar mit irgendetwas unzufrieden sind, ihren Unmut aber nicht direkt an uns äußern, vorkamen.

L verbrachte ein paar Stunden ihres heutigen Schultages im Pongoland im Leipziger Zoo. Dort erhielt sie gemeinsam mit einigen anderen Klassenkameradinnen und -kameraden eine Art „Blick hinter die Kulissen“ und lernte so einiges über Menschenaffen. Geführt und geleitet wurde diese Exkursion von einer Biologin. Ihr Projekt wird wohl noch an drei oder vier weiteren Freitagen fortgesetzt werden, ehe sie in eine andere Thematik reinschnuppern darf. Tolle Sache.

Was heute schön war:

Lagebesprechung.
Mein Kollege/Freund M kam heute Vormittag zu mir nach Markkleeberg. Gemeinsam arbeiteten wir an einer (schriftlichen) Kapazitätsplanung, besprachen detailliert unser Vorgehen bezüglich einiger Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und sammelten Punkte, die wir D, dem zweiten Geschäftsführer, am Montag präsentieren werden. Danach fühlte ich mich besser und motivierter. Je ein leckeres Mittagessen ließen wir uns liefern.

Sommerbad Südost.
Nachmittags fuhren L und ich direkt von der Schule zum Freibad. Es waren erneut Temperaturen um die dreißig Grad Celsius. Perfektes Badewetter also. In der Nähe des Kleinkindbeckens warteten bereits Ls Schulfreundin L, ihr Bruder J und ihre Mama M auf uns. Zweimal ging ich im kalten Wasser baden. Die Kinder schafften es öfter und spielten die restliche Zeit auf dem nahegelegenen Spielplatz. Ein Eis durfte auch nicht fehlen.

Tagebuch – 7. September 2023

Alltagsschnipsel

Nach einer erholsamen Nacht mit vielen Stunden Schlaf wachte ich heute Morgen gegen sechs Uhr auf, stöberte noch auf einigen Internetseiten herum, ließ den Paw Patrol Wecker bellen, weckte L und stand schließlich selbst auf, um mich für den Tag fertigzumachen.

L und ich verließen wenig später ohne Streit die Wohnung und fuhren mit einiger Wartezeit aufgrund des immer noch bestehenden morgendlichen Staus wegen der Sperrung der Straße im Nachbardorf in Richtung Schule. L lief die letzten Meter bis zum Schultor zügiger, um Abstand von mir zu gewinnen und so zu tun, als kenne sie mich nicht. Ich musste heute nämlich ins Sekretariat, um ihren Schülerausweis verlängern zu lassen. Meine Anwesenheit war ihr offenbar unangenehm.

Im Matheunterricht schrieb L einen Probetest, der mit einer Probezensur benotet wurde. Die Kinder sollten dadurch erfahren, wie ein Test abläuft und was es zu beachten gibt. Zudem sollte allen die Nervosität für zukünftige Arbeiten genommen werden.
Laut der Klassenlehrerin war L die ganze Zeit über konzentriert und fokussiert dabei. Ich stellte beim Blick auf ihren Test zudem fest, dass sie die Zahlen sehr leserlich geschrieben hatte. Mehr war mir persönlich nicht wichtig. Ihre Probenote war okay. Ich entdeckte auf Anhieb einige Schusselfehler. Bei zwei Aufgabenblöcken bestätigte mir L meine Vermutung, dass sie überhaupt nicht wusste, was zu tun war und wo bzw. wie sie die errechneten Ergebnisse notieren sollte. Letzteres werde ich als kurzes Feedback an die Lehrerin weitergeben. Sie hat sie Kinder erst mit Start der zweiten Klasse übernommen und wollte sich mit dem Probetest ein Bild machen, wo die Kinder aktuell stehen.

Nachmittags ging ich mit L zur Hautärztin. Seit vielen Jahren hat L auf dem Rücken ein großes Leberfleck, das angeschaut werden sollte. Die Ärztin miss dieses aus, hatte vorerst keinen Grund zur Beunruhigung, bat uns aber, in einem Vierteljahr erneut vorbeizukommen. So vereinbarte ich einen Folgetermin kurz vor Heiligabend.

Was heute schön war:

Klarheit.
Abends stellten L und ich uns dem Vorstand der Kleingartenanlage vor. Die ältere Frau, die das Sagen hat, war nicht sonderlich sympathisch und hatte eindeutig Haare auf den Zähnen. Sie bestätigte mehr oder weniger deutlich, dass mit ihr nicht gut Kirschen essen sei, wenn gegen die Auflagen der Satzung verstoßen wird. Von Spaß im eigenen Garten scheint sie auch nichts zu halten. Einem Trampolin, das ich L gern aufgebaut hätte, würde sie niemals zustimmen. Sie meinte, bei einem Sturm seien diese nicht sicher und zudem verursachen sie zu viel Lärm.
Ich werde mir nun in Ruhe die Satzung der Kleingartenanlage durchlesen. Da L während des Kennenlernens bereits signalisierte, dass sie gehen will, gehe ich davon aus, dass unser privates Projekt mit diesem Verein nicht zustandekommen wird. Wir haben zum Glück keine Eile.

Tagebuch – 6. September 2023

Alltagsschnipsel

Ich hatte sehr gut geschlafen und konnte mich am Morgen nach dem Aufwachen an einen Traum erinnern, in dem mein ehemaliger Oberstufen-Geschichtslehrer vorkam. Ihn mochte ich immer besonders gern. Er hatte einen tollen Charakter und verstand es, seine Schülerinnen und Schüler für den Unterrichtsstoff zu begeistern. Den Tag über dachte ich einige Male an ihn und schwelgte in schönen Erinnerungen.

L und ich gerieten morgens nicht in einen Streit, verließen die Wohnung zu einer okayen Zeit, standen nur wenige Minuten im Stau und kamen somit pünktlich in der Nähe der Schule an.
Dennoch ist mir aufgefallen, dass L seit ein paar Tagen streitlustiger ist als sonst. Ich vermute, sie hat einen (geistigen) Wachstumsschub und ist deshalb sooft auf einhundertachtzig.

Mein heutiger Arbeitstag war gut. Ich hatte nur einen Termin, der wenige Minuten dauerte. Ansonsten konnte ich in Ruhe meine Dinge abarbeiten, die auf meiner persönlichen Agenda standen.

Was heute schön war:

Massage.
Mittags ließ ich mich massieren. Vor allem im Schulterbereich war ich unfassbar verspannt. Dass ich mir die letzten Tage vermehrt Sorgen über meine Gesundheit machte, hinterließ offenbar einige körperlichen Verspannungen. Nach der Massage fühlte ich mich gleich besser.

Eisbecher essen.
Spontan fuhren L und ich nach der Schule ins Paunsdorf Center. Dort trafen wir Ls Schulfreundin L mit ihrem Bruder J und ihrer Mama M. Gemeinsam aßen wir in einem der Eiscafés je einen leckeren Eisbecher. Die Kinder spielten davor und danach im Kinderbereich und M und ich konnten uns in Ruhe unterhalten.

#WMDEDGT September 2023

Alltagsschnipsel

Gestern Abend fielen L und mir bereits halb zehn die Augen zu. Seitdem es wieder zeitiger dunkel wird, fordert mein Körper mehr Schlaf ein und reagiert mit verstärkter Müdigkeit ab zwanzig Uhr.
Ausgeschlafen hatte ich heute Morgen bereits Viertel vor sechs, sprich Dreiviertel sechs. Ich las noch ein wenig im Internet herum und fühlte mich zum Hundegebell des Paw Patrol Weckers fit genug um aufzustehen.

Zuerst holte ich einige Kleidungsstücke aus Ls Schrank in ihrem Kinderzimmer, weckte sie anschließend auf, holte dann meine Kleidung aus meinem Schrank und lief mit dieser ins Bad. Während ich Zähne putzte, mich duschte, mein Gesicht wusch, mich anzog und die Haare kämmte, zog sich L im Tempo eines Faultieres an.
Wegen einer blöden Rechenaufgabe gerieten wir wenig später in einen Streit. L fährt bei kleinsten Kleinigkeiten mega schnell hoch und teilt ihren Unmut nölend mit Piepsstimme kund. Es gibt Tage, da kann ich das gut ab. Leider war heute nicht so ein Tag. Mir war das Gemecker schnell zu viel. Ich sagte ihr ein paar Takte und wir schwiegen uns danach eine Weile an.
Ich spürte deutlich, wie sehr mich diese negative Energie stresste und mir Kraft für den neuen Tag nahm. Traurig stellte ich fest, dass es noch nicht einmal sieben Uhr war. Das lief nicht gut. So stelle ich mir jedenfalls meinen Start in den Tag nicht vor.

Meine schlechte Laune wurde durch einen langen Stau am Morgen verschärft. Ich stellte L und mir ein Conni-Hörspiel an und stellte kurz darauf glücklich fest, dass es zügig und kontinuierlich voranging. Unter großem Zeitdruck standen wir zwar nicht, dennoch seufzte ich, als mir das Auto anzeigte, dass ich den Reifendruck überprüfen solle. Auf dem Weg zu Ls Schule kommen wir täglich an einer Tankstelle vorbei. Die Warnung kam glücklicherweise genau zur richtigen Zeit, sodass ich fix an der Tankstelle halten, mich nett mit einem Mann, der ebenfalls seinen Reifendruck überprüfte, unterhalten und anschließend alle vier Reifen mit Luft auffüllen konnte. Ich war überrascht, wie wenig Luft auf jedem der vier Räder noch war.

Als L in der Schule war, machte ich mich auf den Weg ins Büro nach Erfurt. Ein Hörspiel von „Die drei ???“ und mein heiß geliebter Schokocappuccino verbesserten meine Laune schlagartig. Und als auf der ersten von drei Autobahnen die Warnung „Reifendruck überprüfen“ verschwand, das Fahrzeug offenbar verstanden hatte, dass ich das bereits erledigt hatte, konnte ich etwas entspannen.

Im Büro traf ich dennoch erst kurz vor halb zehn ein. Ich nahm an einem kurzen Daily in dem Projekt, das ich als Scrum Master betreue, teil, erledigte davor und danach einige büroorganisatorische Aufgaben und machte mich wenig später auf den Weg zu meinem Arzttermin, auf den ich bereits seit fünf Wochen wartete.

Als ich eine Stunde später mit einem Rezept wieder draußen war, hatte ich mich nicht nur im Wartezimmer nett mit einem Mann unterhalten (und mich über einen anderen amüsiert), sondern auch von der behandelnden Ärztin etwas sehr Harmloses und schnell Behandelbares diagnostiziert bekommen. Mit der mir verordneten Salbe dürften meine Beschwerden, die ich in unterschiedlicher Intensität seit Mitte Juni verspüre, schnell abklingen.
Mir fiel innerhalb von Minuten ein großer, schwerer Stein vom Herzen. Ich hatte vor Wochen nämlich den Fehler begangen und nach meinen Symptomen gegoogelt. Und wie das sooft ist, wenn Doktor Google um Rat ersucht wird, landen die Ergebnisse recht schnell bei einer Krebserkrankung. Dieses Schreckensszenario malte ich mir in allen Einzelheiten über Wochen aus. Ich hatte ja viel Zeit bis zu dem heutigen Arzttermin. Ich spürte nach der harmlosen Diagnose, dass noch ordentlich Luft nach oben ist bezüglich meines Vertrauens in meine Gesundheit. Ms schlimmes Schicksal hin oder her.

Bevor ich ins Büro zurückkehrte, machte ich einen Abstecher ins Tegut, um mir mein Mittagessen zu kaufen. Danach arbeitete ich weiter. Ich war mit meinen büroorganisatorischen Aufgaben am Vormittag nicht fertig geworden.

Die Mittagspause mit einigen im Büro anwesenden Kolleginnen und Kollegen genoss ich sehr. Es ist schön, über lustige, merkwürdige und manchmal auch traurige Dinge zu sprechen.

Bevor ich mich am frühen Nachmittag auf den Weg zurück nach Leipzig machte, begann ich, für zwei unserer ehemaligen Praktikanten ein Praktikumszeugnis zu schreiben. Meine nächsten Arbeitstage plante ich ebenfalls. Mit Zimtschnecken-Tee, einem weiteren Abenteuer von „Die drei ???“ und Musik fuhr ich schließlich gemütlich über die Autobahnen.

Kurz bevor ich das Auto in der Nähe der Schule parkte, rief mich S, die Mama von Ls Schulfreundin L, an und teilte mir mit, dass die Mädels gern noch ein Eis essen gehen würden. Gegen Eis habe ich sowieso nie etwas einzuwenden. Ich stimmte dem tollen Vorschlag zu. Bei einer Kugel Pampelmusen- und Nougateis für mich machten wir es uns im Halbschatten Nahe der Eisdiele gemütlich und quatschten über die ersten zweieinhalb Schulwochen.
Nachdem wir uns verabschiedet hatten, löste ich mein Rezept in der Apotheke ein und ging mit L im Rewe einkaufen. L selbst konnte sich in der Eisdiele nicht entscheiden und hatte noch kein Eis gegessen. Sie suchte sich eines im Laden aus.

Kaum waren wir zu Hause angekommen, rief Ls Oma M bei uns an. Ich erzählte ihr von unseren Erlebnissen der letzten Wochen und L zeigte ihr parallel das halbe Kinderzimmer. Nach dem kurzen Telefonat verräumte ich unseren Einkauf, leerte die Rucksäcke und half L dabei, den Ranzen zu packen.

Vor und nach dem Abendessen, für das ich mir heute besonders große Mühe gab, arbeitete ich. Ich schaute die Kreditkartenabrechnungen und den Kontoauszug des Geschäftskontos durch und übertrug die einzelnen Positionen in unserer Geschäftsjahres-Tabelle.

Den Abend werde ich mit Lesen und einigen Englischübungen in der Duolingo App ausklingen lassen, während L die restliche Zeit bis zum Schlafengehen mit dem iPad hantiert.

Tagebuch – 4. September 2023

Alltagsschnipsel

Ich schlief gut und träumte definitiv irgendetwas. Ich hatte morgens jedoch keine Erinnerungen mehr daran, wer mir im Traum so alles begegnete.

Sehr zeitig verließen L und ich am Morgen die Wohnung, reihten uns mit einem Conni-Hörspiel beim überschaubaren Stau ein, kamen gut vorwärts und somit auch pünktlich in der Schule an.

Der heutige Arbeitstag war sehr produktiv. Ich erledigte etliche To-dos, die am Anfang eines neuen Monats bei uns anstehen. Tolles Gefühl zur Feierabendzeit.
Einige Termine hatte ich auch. Unter anderem eine Abstimmung mit einem Entwicklungsteam, um abzuklären, in welchem zeitlichen Umfang eine Scrum Master in Zukunft benötigt wird.

Kurzer Schreck am Mittag, als die Arztpraxis, bei der ich morgen nach wochenlangem Warten einen Termin habe, anrief. Zum Glück wurde nicht abgesagt. Mich wird lediglich eine andere Ärztin behandeln. 

Was heute schön war:

Altweibersommer.
Die Wärme und angenehmen Temperaturen des heutigen Tages genoss ich morgens und nachmittags jeweils bei einem kurzen Spaziergang in der Nähe von Ls Schule.
Eine Ladung frisch gewaschener Handtücher ließ ich im Freien trocknen. Letztes Jahr um diese Zeit war das wetterbedingt schon nicht mehr möglich.

Fahrradtour.
Wenn ich Ls pausenloses Gemecker wegen schmerzender Beine auf der Hin- und Rückfahrt ausblende, war die von ihr vorgeschlagene Fahrradtour am Nachmittag eine wunderbare Idee. Denn so war ich angehalten, vor unserer Tour Luft auf die Reifen zu bringen, was ich das gesamte Frühjahr über erfolgreich prokrastiniert hatte, und konnte zudem noch mehr vom schönen Wetter genießen.
Wir radelten zu einem nur wenige Kilometer von unserem Zuhause entfernten Spielplatz und holten uns auf dem Rückweg Abendessen beim asiatischen Imbiss.