Beim Anblick des schönen, aber leerstehenden Schlosses in Hohenbocka wollte L wissen, ob ich mir vorstellen könnte, darin zu wohnen. Ich bejahte, gab aber zu bedenken, dass ich so viel Platz niemals für mich alleine benötigen oder in Anspruch nehmen würde. Schnell schlug unser Gespräch eine andere Richtung ein und wir überlegten gemeinsam, was wir mit so viel Platz anstellen könnten. Es gewann schließlich die Idee, einigen Obdachlosen ein Heim zu schaffen und zurück in ein normales Leben zu verhelfen.
Auf dem Kettenkarussell beim Hafenfest in Senftenberg beobachtete ich von unten ein älteres Ehepaar, das ein paar Reihen hinter L saß und mitfuhr. Die Frau versprühte während der Fahrt so viel kindliche Begeisterung und Lebensfreude, das mir beim Anblick ihres Strahlens ganz warm ums Herz wurde. Ihr Mann saß tapfer neben ihr, fühlte sich zu Beginn der Fahrt etwas unsicher, ließ sich aber von der Freude seiner Frau anstecken.
Ls persönlicher Horror waren heute die Aquafitbälle beim Hafenfest. Sie war das einzige Kind, das im Ball eingeschlossen weinte anstatt zu krabbeln, zu laufen und was auch immer auszuprobieren. Auch wenn sie mir leidtat, konnte sie eine neue Erfahrung für ihr weiteres Leben machen.
Beim Hafenfest trat die Band “Marquess” auf. Ich lebe weit hinter dem Mond, dennoch kam mir der Name irgendwie bekannt vor. Wikipedia sei Dank lernte ich schnell, dass es diese Band bereits seit 2006 gibt und sie vorrangig in Spanisch singen. Das ein oder andere Lied kannte ich sogar. L schien die Musik gefallen zu haben.
Was heute schön war:
– ausschlafen – barfuß laufen – Vorlesen am Morgen durch L – Schwimmen und Entspannen im Pool – Spaziergang zum Schloss in Hohenbocka mit tiefsinnigen Gesprächen – Lesen im Liegestuhl mit Blick auf die Schafe – Besuch des Hafenfests in Senftenberg
Eindrücke des Tages:
Erstmal die Lage checken!
Schloss in Hohenbocka
Hafenfest in Senftenberg …… mit Rummelplatzund Blick auf den See
Heute ist der 12. August. (Würde mein Opa noch leben, würde er seinen vierundneunzigsten Geburtstag feiern.) Ich bin sehr stolz darauf, seit Januar diesen Jahres regelmäßig an jedem 12. eines Monats am Fotoprojekt „12 von 12“ teilzunehmen, bei dem im Verlauf des Tages zwölf Fotos gemacht und am Abend im Blog gezeigt werden.
Meine Nacht war unruhig. Erst nach Mitternacht fand ich in den Schlaf, wachte gegen sechs Uhr kurz und halb sieben schließlich richtig auf. Da ich trotz zu wenig Schlafs nicht allzu schlimm müde war, blieb ich gleich wach und las auf meinen Lieblingsseiten im Internet. Auch L schlief heute nur bis kurz vor halb acht.
Nach einem entspannten Restefrühstück mit einer Tasse leckeren Schokocappuccinos piepte die Waschmaschine, um mir zu signalisieren, dass die Wäsche sauber ist. Ich hing die wenigen Kleidungsstücke von L und mir auf den Wäscheständer und machte mir damit eine kleine Freude für unsere Urlaubsrückkehr am 20. August.
Da wir bis zur Abfahrt noch reichlich Zeit hatten, saugte ich Ls Schulranzen aus und machte ihn auch so gründlich wie möglich von innen sauber. Nun kann dieser in aller Ruhe trocknen und ist ab dem 21. August, wenn L die zweite Klasse besucht, wieder einsatzbereit.
Nein, wir ziehen nicht um. Wir fahren lediglich für eine Woche in den Urlaub. Es ist immer wieder erstaunlich, was sich alles so an Gepäck ansammelt. Einen Großteil der Sachen bekam ich im Kofferraum unter. Der Rest wurde auf der Rücksitzbank verteilt.
In Grimma machten wir nach etwa zwanzig Minuten Fahrt unsere Mittagspause. L sah von der Autobahn aus das Restaurant zur Goldenen Möwe und so stand schnell fest, was wir essen würden. Für mich gab es nur sechs vegane Nuggets und Ls Pommesreste. Ich möchte den Urlaub nämlich als Start für eine bewusstere und gesündere Ernährung nutzen. Das Essen bei McDonald’s war quasi eine Art Abschiedsessen.
Wegen einer Baustelle irgendwo vor Dresden und eines über Google Maps bereits angezeigten Staus fuhren wir viel Landstraße. Das hatte den Vorteil, dass ich viel von der Umgebung sehen konnte. An Riesa kamen wir beispielsweise auch vorbei. Bevor wir bei unserem Ziel ankamen, hielten wir noch bei einem Lidl Markt, um die restlichen fehlenden Lebensmittel einzukaufen.
In diesem Jahr bewohnen L und ich den größeren der beiden Bungalows, die sich in dem Ort Hohenbocka befinden. Der kleinere Bungalow wurde an eine Frau, die Hunde betreut, dauervermietet. Ab und an läuft in dem großen Garten ein kleiner lieber Wuschelhund herum.
Nach einem kurzen Smalltalk mit dem Vermieter nebst Geldübergabe machte ich mich an das Ausräumen des vollgepackten Autos. Während ich das Gepäck ins Haus trug, dieses in die jeweiligen Räume verteilte und die Betten bezog, hüpfte L schon mal in den Pool.
Abends ließ ich mich von L überreden, mit ihr gemeinsam im Pool zu baden. Die Wassertemperatur lag lediglich bei zwanzig Grad Celsius und war für mich wirklich sehr kalt. Ich brauchte ziemlich lange, um mich komplett in den Pool zu begeben. Aber: Ich habe es geschafft und bin sogar einige Runden im Kreis geschwommen.
Während ich es mir im Liegestuhl auf der großen Terrasse mit einem Buch bequem machte und L mit ihren Playmobil Figuren spielte, merkte ich, wie mein Blick immer wieder zu den Tieren hinter dem drei Meter entfernten Zaun huschte. Es machte so viel Freude, den Schafen, Gänsen und Truthennen beim Fressen, Spielen und Schnattern zuzuschauen.
Direkt vor unserer Nase befindet sich ein großes Maisfeld. Wegen aufziehender Gewitterwolken verschoben L und ich unseren Spaziergang durch das Dorf auf morgen.
Heute Abend werden wir es uns auf der Couch gemütlich machen und gemeinsam den Film „Aladdin“ über den Disney Channel, den wir zu Hause nicht empfangen, schauen.
Gegen vier Uhr morgens wurde ich wach und fand mindestens eine Stunde lang nicht zurück in den Schlaf. Meinen Kopf schien das aber überhaupt nicht zu stören. Er dachte über die Arbeit nach, formulierte erste Texte für E-Mails, die ich heute noch versenden wollte, und machte sich auch privat über dieses und jenes Gedanken. Irgendwann schlief ich wieder ein und hatte merkwürdige Träume, in denen schon wieder Kollegen vorkamen. Als ich am Morgen aufwachte, fühlte ich mich trotzdem ausgeschlafen.
L brauchte heute nicht in den Ferienhort gehen und verbrachte den halben Tag abwechselnd Youtube Videos auf dem iPad guckend und mit ihren Playmobil Figuren spielend. Ich hatte meinen letzten terminfreien Arbeitstag vor meinem einwöchigen Urlaub und konnte noch viele kleine To-dos abhaken.
Seit nunmehr einer Woche verwende ich täglich Zahnseide. Geschickt im Umgang mit dem Faden bin ich nach wie vor nicht, aber es gelingt mir immer öfter, wirklich jeden Zahnzwischenraum zu erwischen. Ich sollte aber vorsichtiger werden, wenn ich nicht wie der Joker aussehen möchte. Ich habe mir nämlich schon das ein oder andere mal in den Mundwinkel geschnitten.
Was heute schön war:
Telefonat mit J. Am Vormittag telefonierten meine Freundin J aus Dresden und ich. Sie hat es trotz ihrer Erkältung in dieser Woche geschafft, siebenundfünfzig von mindestens sechzig Seiten ihrer Diplomarbeit zu schreiben. Ich bin sehr optimistisch, dass sie diese in ein paar Wochen rechtzeitig abgeben kann.
Besuch in Erfurt. Nachmittags besuchten L und ich unsere ehemaligen Vermieter C und A sowie U und ihre Kinder K und M, die auch gerade da sind. Nach einem leckeren Kuchenstück genossen wir das Sommerwetter und schauten den Kindern beim Spielen und Baden zu. Zum Abendessen gab es von A zubereiteten Kartoffelauflauf. Halb zehn waren wir wieder zurück in Markkleeberg. Ich konnte mit Ausnahme der letzten fünf Minuten sogar im Hellen fahren. (Ich mag es nicht, im Dunkeln über die Autobahn zu fahren.)
Ich schlief sehr gut und fühlte mich heute Morgen ausgeschlafen und fit. Allerdings träumte ich wieder einigen Unsinn zusammen. In meinem Traum kam mein Kollege A, dessen Frau und Kinder sowie sein Hund vor. L und ich waren bei ihm zu Hause und wollten einen Ausflug mit seinem Kleinbus (in der Realität fährt er einen normalen Pkw) wohin auch immer machen. Aus irgendeinem Grund musste sein Hund mehrere hundert Meter von seinem Zuhause entfernt an einer stark befahrenen Straße auf uns warten. (Wir setzten ihn quasi für einige Minuten aus.) Plötzlich saß mein Papa am Steuer des Kleinbusses. Als er an eine rote Ampel heranrollte, funktionierte die Bremse nicht. Irgendwie schaffte er es aber trotzdem, das Fahrzeug ohne Auffahrunfall oder schlimmeres zum Stehen zu bekommen. Nach der geglückten Bremsung wachte ich auf.
L verspürte heute Morgen nicht sonderlich viel Lust, in den Ferienhort zu gehen, und wollte lieber weiterschlafen. Da wir zu keiner bestimmten Uhrzeit in der Schule sein mussten, hatten wir keinen Stress und konnten uns in aller Ruhe fertigmachen. In den Ferienhort ist sie trotz bestehender Unlust aber dennoch gegangen.
Mein Arbeitstag war irgendwie komisch. Ursprünglich war mein Vormittag voll mit wichtigen und seit längerem anberaumten Terminen. Im Laufe der ersten Arbeitsstunden verschwand ein Termin nach dem anderen, sodass letzten Endes nur zwei kleinere übrig blieben. Immerhin konnte ich dadurch einige organisatorische Aufgaben erledigen und To-dos für andere während meiner Urlaubsabwesenheit in der nächsten Woche planen.
Was heute schön war:
Treffen mit A, M und ihrer Tochter A. Die drei verbringen bis morgen ihren Sommerurlaub in Leipzig. So kam es, dass wir uns am Nachmittag auf dem Spielplatz im Clara-Zetkin-Park trafen. Dort aßen wir ein Eis und ließen die Kinder spielen, während wir uns über vieles, darunter auch Arbeitsthemen (Entwicklung der Gehälter in der IT-Branche), unterhielten. Das tat sehr gut und war unfassbar aufschlussreich für mich. Das Abendbrot nahmen wir gemeinsam in einem japanischen Ramen-Restaurant auf der Karl-Liebknecht-Straße ein. Meine Güte war das lecker.
Spielplatz im Clara-Zetkin-ParkMeine Poké BowlLs Poké Bowl
Zwei Minuten vor dem Klingeln des Weckers wachte ich heute Morgen auf. Sonderlich motiviert aufzustehen war ich irgendwie nicht. Ich blieb noch etwas liegen und las auf einigen meiner bevorzugten Seiten im Internet. L und ich schafften es dennoch rechtzeitig in den Ferienhort. L durfte mit anderen Kindern aus ihrer Schule in den Kletterpark Markkleeberg gehen. Bei Abholung am Nachmittag erzählte sie mir sehr viel über ihre Erfahrungen. Es schien ihr sehr gefallen zu haben.
Nachdem es am Morgen heftig regnete, schien ab dem Vormittag durchgängig die Sonne. Ein Blick in die Wetterapp zeigte, dass es nun für die nächsten Tage regenfrei bleiben soll. Zudem steigt täglich die Temperatur an. Ich erklärte beim Verlassen des Hauses am Nachmittag den Herbst für beendet. Ich ließ die Regenjacke zu Hause und zog meine Barfuß-Stoffschuhe an. (Als ich am Abend wieder zu Hause ankam, merkte ich deutlich, dass ich diese Schuhe länger nicht getragen hatte. Mir schmerzten ein wenig die Fußsohlen.)
Mein vorgestern Abend begonnenes Buch las ich heute aus. Es war wieder wunderbar. Der Schreibstil der Autorin ist so toll. Die Geschichte war zudem super spannend. Zum Glück soll Anfang Oktober Lesenachschub kommen.
Was heute schön war:
Eis essen. Nach der Schule aßen L und ich ein Eis. L wollte eine Kugel Joghurt in der Waffel, ich genehmigte mir ein kleines Schoko-Vanille-Softeis. Ihre Schulfreundin L nebst Mama S und Hund Sukhi, die laut L auch Eis essen gehen wollten, trafen wir allerdings nicht.
Spielplatzbesuch. Dafür trafen wir auf die drei kurze Zeit später in der Nähe der Schule. Da die beiden für den Nachmittag auch nichts weiter geplant hatten, gingen wir gemeinsam zu einem naheliegenden Spielplatz und ließen die Mädels eine Weile zusammen spielen. Sukhi bekam von mir ein paar Streicheleinheiten.
Badewanne. Den Abend ließ ich mit einem warmen Bad in der Wanne, einem neuen Buch und einer Folge einer letzte Woche begonnenen kurzen Serie ausklingen.
Unsere Nacht war sehr gut. Obwohl wir heute Morgen zeitiger aufstehen mussten, damit L pünktlich im Ferienhort eintraf, fühlte ich mich ausgeschlafen und fit für den bevorstehenden Tag.
Während L vormittags im Jump House in Leipzig herumhüpfte und mit anderen Kindern aus ihrer Schule spielte, ließ ich mich von meiner Kollegin S in das Thema Wartung und Frist-Level-Support einweisen. Vor einigen Jahren lag dieser Aufgabenbereich bei mir, ehe dieser irgendwann auf S überging. Nun wollen wir diesen wieder auf mehrere Personen verteilen, damit nicht alle Anfragen ausschließlich bei S liegen. Den restlichen Arbeitstag über kümmerte ich mich um den Datentransfer zu Personio (das zieht sich) und kleinere Anfragen meiner Kolleginnen und Kollegen.
Das Wetter war erneut sehr wechselhaft. Von Sonnenschein über starke Regenschauer bis hin zu heftigem Wind war wieder alles dabei. Übermorgen kehrt allmählich der Sommer zurück.
Was heute schön war:
Massage. Mittags entspannte ich auf der Massageliege. (Ich versuchte es zumindest. Es fällt mir jedes Mal ungeheuer schwer, die Gedanken für ein paar Minuten zum Schweigen zu bringen.) Wie auch in der letzten Woche begann die Masseurin die Massage mit dem Herumkrabbeln auf meinen Waden und Oberschenkeln. Das mag ich immer sehr. Die restliche Zeit widmete sie sich meinem Rücken und Nacken sowie den Armen und Schultern. Mit einem herrlichen Gefühl verließ ich ihre Räumlichkeiten.
Kartoffelbrei. Im Herbst esse ich sehr gerne und viel Kartoffeln. Seit Wochen erinnert das Wetter da draußen an diese Jahreszeit, sodass es für mich wenig verwunderlich war, dass ich heute unfassbar großen Appetit auf Kartoffelbrei hatte. Gemeinsam mit L kaufte ich am Nachmittag einen Sack Kartoffeln und bereitete eine mittelgroße Portion Kartoffelbrei im Thermomix zu, den ich das letzte Mal vor einem halben (?) Jahr für Smoothies verwendet hatte. Das war unglaublich lecker.
Lesen. Über vierzig Prozent des gestern begonnenen Buches habe ich bereits gelesen. Der Autorin gelingt es immer wieder, mich von der ersten Seite an in den Bann ihrer mehrere Bände umfassenden Geschichte zu ziehen. Die heutige Freizeit wurde wieder in das neue Buch gesteckt.
Ich schlief wieder sehr gut. Als ich kurz vor acht Uhr das Haus verließ, war es draußen sehr herbstlich und kalt mit gerade einmal dreizehn Grad Celsius. Im Tagesverlauf wurde es kaum merklich wärmer und es gab immer wieder starke Regenschauer.
Am späten Nachmittag fuhren L, die ihren Tag mit ihrer Oma M verbrachte, und ich zurück nach Markkleeberg. Wir hörten ein halbes Hörspiel. Mittendrin schlief L für den Rest der anderthalbstündigen Fahrt ein. So konnte ich meinen Gedanken nachhängen und in gemäßigtem Tempo über die angenehm gefüllten Autobahnen fahren.
Was heute schön war:
Büro. Meinen heutigen Arbeitstag verbrachte ich im Büro in Erfurt und freute mich über die Anwesenheit meiner Kolleginnen und Kollegen. Ich hatte einige Termine, darunter ein Vorstellungsgespräch mit einem potentiellen neuen Werkstudenten, das gut lief, sowie unser montägliches Product Owner Meeting und das Team Weekly. Die restliche Zeit nutzte ich für den Datentransfer zu unserem neuen Tool Personio und zur Erledigung büroorganisatorischer Dinge. Mein Kopf steckt nach wie vor voller neuer Ideen. Ich weiß momentan gar nicht, wann ich womit zuerst beginnen soll.
Lesen. Den Abend werde ich mit Lesen verbringen. Meine Lieblingsautorin hat vor einer Woche ein neues Buch herausgebracht, mit dem ich heute endlich beginnen möchte.
Ich schlief bis halb neun, L nur wenige Minuten länger. Das erste Mal seit einiger Zeit fühlte ich mich wieder richtig ausgeschlafen.
Seit nunmehr drei Tagen verwende ich Zahnseide. Da ich sehr eng aneinander stehende Zähne und zudem einen kleinen Mundraum habe, ist das eine ziemliche Tortur und sehr unangenehm. Ich will nicht sagen, dass ich mich wie der erste Mensch anstelle, aber weit entfernt bin ich womöglich nicht. Trotzdem wird es von Tag zu Tag besser. Heute schaffte ich es beispielsweise erstmals, wirklich jeden Zahnzwischenraum zu reinigen. (Über was ich mich alles freuen kann.)
Ich musste heute erneut feststellen, dass L ein Plappermaul ist. Wenn ich möchte, das eine Person ein Geheimnis unbedingt erfährt, sollte ich es zuerst L erzählen. Dann geht das schon seinen Gang. Ein bisschen schade finde ich das schon, kann mich in Zukunft aber darauf einstellen.
Es ist und bleibt auffällig, dass L sich abweisend und zickig verhält, sobald sich ihre Oma M in der Nähe befindet. Dummerweise müssen dann alle in ihrem Umfeld mit ihren Launen zurechtkommen. Sie giftet dann wirklich jede*n an.
Was heute schön war:
Possen. Am späten Vormittag fuhren wir mit dem Auto zum Freizeit- und Erholungspark Possen. L durfte sich dort auf den Hüpfburgen und im Kinderkletterwald austoben, während meine Schwiegermama und ich permanent damit beschäftigt waren, die Jacken aufgrund des sehr wechselhaften Wetters an- und wieder auszuziehen. Ein paar Tieren statteten wir ebenfalls einen Besuch ab. Wir hatten etwa dreieinhalb Stunden inklusive eines leckeren Mittagessens im Außenbereich Glück mit dem Wetter, ehe es sich zuzog und sehr starker Platzregen und Gewitter einsetzte.
Filmabend. Zum dritten Mal in diesem Jahr schauten wir am Abend den Familienfilm “Geschichten vom Franz”. L mag diesen Film sehr und auch ich muss immer wieder an den gleichen Stellen lachen.
Gestern Abend entschied ich mich für die erste Folge der vierteiligen Serie “Maria Theresia”, die interessant und vielversprechend war. Ich werde im Anschluss mit “Boston Public” weitermachen und mich im Herbst und Winter den fünf Staffeln der Serie “The Wire” widmen. So mein Plan. Lesen werde ich zwischendurch aber auch.
Ich wachte heute kurz nach sieben auf, war aber noch so müde, dass ich mir den Wecker stellte und bis nach acht Uhr weiterschlief. Ich blieb noch wenige Minuten im Bett liegen, las im Internet und rappelte mich schließlich auf. Für L und mich packte ich für zwei Tage Kleidung in eine kleine Reisetasche, was wesentlich schneller ging als erwartet, verstaute meinen Arbeitslaptop und Ladekabel im Rucksack, füllte die Getränkeflaschen auf und schmierte L ein Brötchen für die Autofahrt. Dann hüpfte ich unter die Dusche. Kurz nach halb zehn saßen L, zwei Puppen und ich im Auto und machten uns auf den Weg in das Dorf Ostramondra im Sömmerdaer Landkreis in Thüringen. Unterwegs hörten wir das Hörspiel “Conni geht zum Film”.
Als wir fünfundsiebzig Minuten später beim Haus von Y und seinen Eltern K und X ankamen, war zu Ls großer Freude auch ihr ehemaliger Kindergartenfreund K mit seinem Papa da. Gemeinsam schauten wir uns den Traktorumzug durch das Dorf an.
X und K zeigten mir anschließend sämtliche Veränderungen auf ihrem Grundstück. Da hat sich seit unserem letzten Besuch wirklich einiges getan.
ScheuneKatzeBesuchskatze
Während die Kinder miteinander spielten, machten wir Erwachsenen es uns draußen mit einem Heißgetränk gemütlich und unterhielten uns.
Nach dem Mittagessen begaben wir uns zum Sportplatz des Ortes, bei dem das Dreschfest stattfand. Mit einem Zuckerschock und großer Übelkeit wegen zwei getrunkener großer Eis-Slush (ich lerne aber auch einfach nicht dazu und unterschätze jedes Mal aufs Neue Ls Appetit) stieg ich gemeinsam mit den anderen in einen großen, offenen Wagen, der von einem der vielen Traktoren gezogen wurde, und ließ mich eine Runde durch das Dorf fahren. Die meiste Zeit verbrachten wir bei den Hüpfburgen. L ließ sich zudem zum Schmetterling verschönern (schminken).
SchlossteichOldtimer-TraktorenL, K und Y
Abends wurde draußen bei K und X gegrillt und zum Nachtisch leckeren Papageienkuchen im Wohnzimmer gegessen, weil es anfing zu regnen.
Gemeinsam mit K und seinem Papa verabschiedeten wir uns halb neun von Y und seinen Eltern und fuhren eine halbe Stunde mit dem Auto nach Erfurt, um bei Ls Oma M zu übernachten. Eine Stunde quatschten wir noch mit ihr, ehe wir uns bettfertig machten und ins Gästezimmer zurückzogen. Ich machte noch ein paar Kniebeuge und absolvierte aufgrund der fortgeschrittenen Stunde nur wenige Italienischübungen, ehe ich mich auch schlafen legte.
Bis kurz vor sechs Uhr durchgeschlafen. Irgendetwas holte mich allmählich aus meinem Traum und ließ mich im Halbschlaf zurück. Mit zwei oder drei Blicken auf die Uhrzeit schlief ich bis um sieben weiter. L wachte erst gegen halb neun langsam auf.
Der Sommer kehrt laut meiner Wetterapp Mitte nächster Woche und somit pünktlich zu Ls und meinem Urlaub am Senftenberger See zurück. Ich freue mich.
Meine Arbeitswoche war sehr produktiv. Ich freute mich zur Feierabendzeit rückblickend sehr über das Geschaffte. Heute bereitete ich die Retrospektive für das Projekt, in dem ich als Scrum Master tätig bin, vollständig vor. Da wir uns nun entschieden haben, unser bisheriges Tool zum Jahresende zu kündigen, steckte ich im Anschluss noch Energie in den Datenumzug zu Personio.
Ich weiß nicht, ob ich mit der Serie Boston Public oder The Wire starten soll. Beide Serien werde ich definitiv in nächster Zeit gucken, nur mit welcher beginnen?! Oder fange ich lieber an, im neuesten Buch meiner Lieblingsautorin zu lesen?! Schwierig.
Was heute schön war:
Telefonat mit J. Besonders schön war, dass L während des Telefonats selbstständig in der Wanne badete und anschließend ausgiebig mit ihren Puppen spielte. Nach mir fragte sie kaum.
Monkey Town. Spontan beschlossen wir am Nachmittag, in den Indoorspielplatz zu gehen. Monkey Town war im Gegensatz zu unserem ersten Besuch Anfang des Jahres (?) angenehm gefüllt. Ich hatte mit Eis-Slush in der Hand Zeit für Tagträumereien und Gedanken sortieren, während L herumtobte und nach kurzer Zeit eine Spielkameradin fand.