Tagebuch – 3. August 2023

Alltagsschnipsel

Geschlafen hatte ich wieder sehr gut. Ich erinnerte mich nach dem Aufwachen um kurz nach sieben Uhr an die Tatsache, viel geträumt zu haben. Was in der Nacht aber genau abging, weiß ich nicht mehr.

Den letzten Tag für diese Woche besuchte L den Ferienhort. Es wird in Kürze spannend werden, wenn das neue Schuljahr beginnt und wir morgens wieder viel zeitiger aufstehen müssen. L fällt das Aufwachen nämlich schon kurz nach halb acht schwer.

Meinen Arbeitstag füllte ich heute mit dem finanzbuchhalterischen Abschluss des Monats Juli. Ich schaute unseren Kontoauszug durch, übertrug die einzelnen Positionen in die Geschäftsjahr-Tabelle, suchte fehlende Belege heraus und stellte diese im Unternehmen online bereit. 
Als ich damit fertig war, erstellte ich im YouTrack ein neues Projekt mit einem neuen Board, um den Prozess der Rechnungslegung langfristig zu verbessern und transparenter zu gestalten.

Nachmittags sollte ich neben L auch ihren Klassenkameraden O vom Ferienhort abholen und mit zu Ls Party nehmen. Dummerweise vergaß seine Mama nicht nur ihr Mobiltelefon zu Hause, sondern auch eine Abholvollmacht für mich auszustellen. Nach zwanzigminütigem Hin und Her mit zwiegespaltenen Meinungen der Erzieher*innen vor Ort, erreichte ich glücklicherweise Os Papa, der mir und dem Hort bestätigte, dass alles in Ordnung gehe. 
Bevor ich mit L und O die Schule verließ, entdeckten wir einen Igel.


Was heute schön war:

Geburtstagsfeier.
S’ Tochter L wurde heute acht Jahre alt. Und was für ein großes Glück das strahlende Geburtstagskind doch hatte: Es windete zwar ununterbrochen und stellenweise sehr stark, aber es blieb den ganzen Tag über trocken.
Wir feierten in einer kleinen Gruppe bis zum Einbruch der Dunkelheit bei leckerem Essen zum Vesper und Abendbrot, mit einer interessanten Art, Geschenke auszupacken (würdigen trifft es vermutlich besser), mit Seifenblasen, Drachensteigen und Straßenkreide, mit einer voller schöner Dinge gefüllten Piñata, mit Marshmallows über dem Grill und einer Wasserrutsche als absolutes Highlight für die Kinder.
Die beiden süßen Rüden Sukhi und Gnocchi tobten viel umher und waren abends richtig knülle.

Tagebuch – 2. August 2023

Alltagsschnipsel

Bevor wir gestern Abend ins Bett gingen, musste L noch ihren Unmut und viele, viele Tränen loswerden. Das Kind war eindeutig übermüdet, stritt das aber natürlich ab. Sie sagte viele gemeine Dinge zu mir, die ich hier gar nicht festhalten mag. Noch bevor sie einschlief, entschuldigte sie sich für ihre Worte und kraulte sogar ein paar Minuten lang meinen Rücken. Da sie das niemals macht, egal wie sehr ich sie hin und wieder darum bitte, musste sie wirklich ein schlechtes Gewissen gehabt haben.
Unsere Nacht war sehr gut. An Träume kann ich mich nicht erinnern. Ich wachte noch nicht ganz ausgeschlafen kurz nach sieben Uhr auf. L fiel es heute Morgen ebenfalls schwerer als in den letzten Tagen, wach zu werden und sich für den Ferienhort anzuziehen.

Am Vormittag ging ich zur Zahnreinigung und verließ die Praxis eine Dreiviertelstunde später mit neuen Erkenntnissen. Beispielsweise wurde mir eine elektrische Zahnbürste empfohlen. Diese sind mittlerweile so weit entwickelt, dass sie sanfter zum Zahnschmelz und -fleisch sind und zudem die Zähne viel gründlicher reinigen. Diese Investition werde ich in den nächsten Wochen für mich tätigen.
Am Nachmittag direkt gekauft hatte ich allerdings gewachste Zahnseide. Ich muss gestehen, dass ich diese bisher noch kein einziges Mal in meinem Leben verwendet habe. Mir wurde allerdings sehr deutlich vor Augen geführt, wie wichtig es ist, einmal täglich Zahnseide für die Zahnzwischenräume zu benutzen. Morgen werde ich diese erstmals für die tägliche Zahnpflege benutzen.

Der heutige Arbeitstag war wieder sehr produktiv. Das freute mich zur Feierabendzeit am Abend.
Ich plante unter anderem meine nächste und die Arbeitswoche nach meinem Urlaub. Ansonsten kümmerte ich mich intensiv um die Rechnungslegung, zu tätigende Überweisungen und das Hochladen von zig Rechnungen und Quittungen im Unternehmen online für verschiedene Monate. Zwischendrin kümmerte ich mich um die Anliegen meiner Kolleginnen und Kollegen.

Was heute schön war:

Massage.
In meiner Mittagspause genoss ich eine wunderbare Massage. So verspannt wie letzte Woche war ich heute glücklicherweise nicht, dennoch taten die Berührungen im Nacken, an den Schultern und Armen sowie dem Rücken gut. Bevor ich die Räumlichkeiten verließ, durfte ich einen super leckeren Eistee probieren.

Poké Bowl.
Im Supermarkt lächelte mich eine Poké Bowl an. Ich hatte sowieso vor, mir etwas schönes für das Abendessen zu holen und so wurde es dieses Gericht. L suchte sich ein bisschen Sushi aus. So gab es für uns beide heute mal wieder etwas Besonderes zu essen.

Tagebuch – 1. August 2023

Alltagsschnipsel

Ls und meine Nacht war wieder gut. An (unsinnige) Träume konnte ich mich diesmal allerdings nicht erinnern.
Ich merke seit ein paar Tagen sehr deutlich, dass ich wieder schneller müde werde und mehr Schlaf benötige. Stellenweise laufe ich bereits ab mittags müde durch die Weltgeschichte. Vermutlich fehlt mir das Sonnenlicht.
Aufgewacht bin ich heute Morgen gegen sieben Uhr mit leichtem Muskelkater. Mein Körper sprach somit deutlich zu mir und wies auf seine Art auf den Umstand hin, dass die vierwöchige Laufpause keine allzu gute Sache war.

Mein Arbeitstag, den L größtenteils im Ferienhort verbrachte, war produktiv und wie immer stressfrei. (Der letzte Punkt ist mir seit einigen Jahren sehr wichtig geworden.) Ich schaffte wirklich etliche Aufgaben von meiner To-do-Liste. Mit einem guten Gefühl konnte ich am Abend in den Feierabend gehen.

Bis in den frühen Nachmittag hinein regnete es wie aus Kannen. Der Himmel war grau, die Temperaturen lagen bei unter zwanzig Grad und ich dachte mir beim Blick aus dem Fenster: Es ist Herbst.

Was heute schön war:

Pizza Kruste.
L, ihre Schulfreundin L, deren Mama S, Hund Sukhi und ich erwischten am Abend eine längere Regenpause und trafen uns bei leichter Bewölkung, gelegentlichem Sonnenschein, aber frischen Temperaturen zum Abendessen bei der beliebten Pizzeria in Connewitz. Zwei Stunden saßen wir dort, futterten leckere Pizzen, unterhielten uns und ließen die Mädels eine Weile zusammen spielen.

Hallo August!

Dies & Das

Im August werde ich …

… L an sechs Tagen in den Ferienhort bringen
… zur Zahnreinigung gehen 
… drei oder vier Thai Massagen genießen
… mit L den Geburtstag ihrer Schulfreundin L feiern
… das Dreschfest in Ostramondra besuchen
… und Ls ehemaligen Kindergartenfreund Y und seine Eltern K und X wiedersehen
… A, M und ihre Tochter A in Leipzig begrüßen
… mit L in den Urlaub fahren
… an der Schuleinführungsfeier von Ls ehemaligem Kindergartenfreund K teilnehmen
… meinen Bruder sehen
… U, S und R und die Kinder K, M, T und J besuchen
… mit L ins neue Schuljahr starten
… das Sommerfest unserer Muttergesellschaft besuchen
… einige Wünsche von Ls und meiner Sommerferien-Bucket-List erfüllen 
… den Sommer genießen 

Tagebuch – 31. Juli 2023

Alltagsschnipsel

Ls und meine Nacht war sehr gut und ich bekam wesentlich mehr Schlaf als in der Nacht zuvor.
Geträumt hatte ich aber großen Unsinn. Ich befand mich in einem Stuhlkreis. Auf meinem Schoß lag mein Saxophon. Um mich herum saßen teils unbekannte Personen, teils alte Schulfreunde. J, meine Grundschul-/Orchesterfreundin war ebenfalls dabei. Es war zunächst ein nettes Beisammensein – bis verkündet wurde, dass nun jede*r etwas zum Besten geben soll. Ein mir unbekannter Mann performte einen mir unbekannten Song, und zwar so gut, dass ich auf meinem Stuhl ganz schön ins Schwitzen kam. Denn ich fühlte mich von der Ankündigung, gleich etwas vorspielen zu müssen, überrumpelt und hatte dementsprechend auch nichts vorbereitet. (Das war genau das Gefühl, dass sicher fast jede*r kennt, wenn man in der Schule an die Tafel kommen und die (nicht oder falsch gemachten) Hausaufgaben vor der ganzen Klasse präsentieren soll.) Ich hatte schließlich die Eingebung, dass ich zu einer Comicgeschichte aus dem Micky Maus Magazin etwas auf dem Saxophon vorspielen könnte. Zunächst war ich von dieser Idee begeistert, merkte aber schnell, dass in der Geschichte natürlich nur Text und keine Noten stehen. Improvisieren ist nicht so meins. Bevor ich an der Reihe war, wachte ich glücklicherweise auf.

L besuchte für den Großteil meines Arbeitstages den Ferienhort. Ich nahm vormittags an drei Terminen teil und konnte mich die restliche Zeit um die anderen Aufgaben, die für heute auf meiner To-do-Liste standen, kümmern. Das war ein entspannter Start in die Woche. Zwischendrin telefonierte ich sogar noch ein paar Minuten mit meinem Bruder, den ich schon länger nicht mehr gesprochen hatte.

Am späten Nachmittag fuhren L und ich mit dem Auto ins Einkaufscenter nach Großpösna, um die Schulsachen für die zweite Klasse einzukaufen. Am Wochenende fiel mir nämlich auf, dass dafür nur diese oder nächste Woche Zeit ist. Problemlos bekamen wir die wenigen Dinge, die im neuen Schuljahr benötigt werden. Für Ls ehemalige Kindergartenfreunde K und Y kauften wir direkt ein paar Kleinigkeiten mit ein. Beide bekommen von uns nämlich auch eine kleine Zuckertüte.

Was heute schön war:

Joggen.
Meine Mittagspause nutzte ich nach vierwöchiger Laufpause zum Joggen einer kurzen Strecke. Nach ungefähr der Hälfte hatte ich mit meinem inneren Schweinehund zu kämpfen. Aber zum Glück nur ein bisschen. Ich beschloss, nicht aufzugeben, und drosselte stattdessen das Tempo ein wenig.

Eis essen.
Als ich L aus dem Ferienhort abholte, aßen wir ganz in der Nähe ihrer Schule mal wieder ein Eis. Die Sonne ließ sich auch genau dann blicken, als wir mit einer Eistüte für jede den Laden verließen. Es fühlte sich gleich wieder wie Sommer an.

Gedanken- und Alltagsschnipsel im Juli

Alltagsschnipsel, Dies & Das

Seit dem 16. Juli wohnen L und ich bereits ein Jahr in Markkleeberg. Wie schnell die Zeit doch vergangen ist.

Wir haben uns mittlerweile gut in unserer gemütlichen Dachgeschosswohnung eingelebt, einen Teil der schönen Umgebung rund um Leipzig und den Landkreis kennengelernt, uns an den neuen (Schul-)Alltag gewöhnt und etliche neue Kontakte geknüpft.

Neulich sah ich erstmals sogar die eine Nachbarin aus der Ferne, die mit in unserem Haus wohnt und uns in den letzten zwölf Monaten noch nicht über den Weg gelaufen war. Die anderen drei Nachbarn sind ebenfalls unauffällig und ruhig.

L sagte kürzlich von sich aus, dass sie gar nicht mehr zurück nach Erfurt ziehen möchte. Mir geht es genauso. Ich bin mit der Entscheidung umzuziehen nach wie vor sehr glücklich.


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Ich hinterfrage jeden Monat meine Geldausgaben und überlege mir sehr genau, für was ich das L und mir zur Verfügung stehende Geld ausgeben kann und möchte.

Mir wurde diesen Monat sehr deutlich klar, dass ich auch in Zukunft das meiste Geld für Urlaubsreisen ausgeben möchte. Ich selbst will unbedingt noch einige Länder besuchen. Und auch L soll durch Reisen die Welt entdecken dürfen. Großartigen Schnickschnack benötigen wir beide nicht, sodass sich sicherlich auch weiterhin Unterkünfte finden lassen, die wir uns leisten können.

Da ich den Sommerurlaub für nächstes Jahr schon komplett geplant habe, sammelte ich neulich ein paar Ideen für den Sommer 2025. Ich könnte mir beispielsweise gut vorstellen, mit dem Auto mehr oder weniger spontan in Richtung Frankreich aufzubrechen. Ich möchte nämlich so gern den Atlantik sehen.


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Auch wenn es nur ein paar Sätze mit einem ukrainischen (?) Mann in Dublin und eine Bestellung für L und mich bei Subway in Belfast waren, bin ich überglücklich, ein bisschen Englisch gesprochen zu haben. Ich war gar nicht so nervös wie sonst und hatte auch keine Panik, mich zu blamieren oder alles falsch zu machen. Das war sehr schön. Offenbar hilft mir die Duolingo App dabei, mich selbstbewusster und mutiger zu fühlen.

Tagebuch – 30. Juli 2023

Alltagsschnipsel

Meine Eltern verbrachten ihre Nacht in unserem Schlafzimmer. L und ich teilten uns den Platz in Ls Hochbett. (Das ist nicht weiter schlimm, denn ich habe auch in meinem großen Bett kaum mehr Platz zur Verfügung.) Ich schlief überraschend gut, wurde aber leider schon kurz nach sieben Uhr wach.
Dass ich viel zu wenig Schlaf hatte, spürte ich leider den gesamten Tag über. Ich war stellenweise richtig müde und hätte mich am liebsten noch mal hingelegt.

In aller Ruhe frühstückten wir vormittags mit meinen Eltern. Gegen elf Uhr brachten L und ich die beiden zum S-Bahnhof, verabschiedeten sie und wünschten ihnen eine gute Heimfahrt.

Die Mittagszeit nutze ich zum Wäsche waschen, Betten ab- und neu beziehen sowie Wäsche aufhängen. Mehr musste zum Glück nicht erledigt werden.

Wegen anhaltender und über den Tag stärker werdenden Rückenschmerzen schob ich am Abend ein paar Rückenübungen ein. Ich war mir allerdings nicht sicher, ob das heute nicht sogar wieder leichte psychosomatische Rückenschmerzen waren.

Was heute schön war:

Sachsen-Therme.
L liebt diese Therme und würde am liebsten so gut wie jeden Tag dort verbringen. Da wir eh nichts anderes geplant hatten, fuhren wir auf ihren Wunsch hin zum Baden.
So voll wie heute hatte ich die Therme bisher noch nicht gesehen. Ich dachte schon, vergangenen Sonntag wäre es voll gewesen, aber heute waren noch mal mehr Menschen da. Viel Platz zum Schwimmen hatten wir nur im Außenbereich und im Schwimmerbecken. Spaß machte uns der Aufenthalt aber trotzdem.

Lesen.
Einen Großteil des heutigen Tages verbrachte ich eingekuschelt auf dem Sofa mit Lesen, während sich Regen, Starkregen, Gewitter und Sonnenschein vor dem Fenster abwechselten. Das Buch dürfte ich mittlerweile zum dritten Mal lesen. Es gibt eben Bücher – so wie dieses, die es verdienen, öfter gelesen zu werden.

Tagebuch – 29. Juli 2023

Alltagsschnipsel

Gegen acht Uhr wachte ich heute Morgen auf. L wurde nur wenig später wach. Wir blieben noch eine Weile im Bett liegen, ehe ich mich irgendwann aufraffte, um noch die letzten Dinge vor Ankunft meiner Eltern in Angriff zu nehmen.

Nach dem Frühstück aktualisierte ich zunächst meinen Terminkalender „Ein guter Plan“, ehe ich im Anschluss daran die Pflanzen goss, hier und da aufräumte, etwas Staub von den Oberflächen wischte und das Bad säuberte. Während dieser Tätigkeiten lobte ich mich erneut dafür, bereits am Donnerstag in der gesamten Wohnung gesaugt zu haben.

Zur Mittagszeit trudelten meine Eltern in Markkleeberg ein. L und ich holten sie vom S-Bahnhof ab. Bei einem leckeren Mittagessen brachten wir uns alle auf den neuesten Stand.

Was heute schön war:

Schifffahrt.
Nachmittags unternahmen wir gemeinsam eine Schifffahrt auf dem Markkleeberger See. Seit einem Jahr liebäugle ich bereits damit und freute mich sehr, dass es heute klappte. Wir hatten großes Glück und offenbar die richtige Abfahrtszeit erwischt, denn es regnete während der gesamten Fahrt nicht. Gegen Ende ließ sich sogar die Sonne blicken. L spielte Kellnerin und tat so, als würde sie unsere Bestellung aufnehmen und anschließend die Getränke und den Kuchen bringen. An der kleinen Rutsche an Bord hatte sie ebenfalls Freude.
Kaum kamen wir am späten Nachmittag wieder zu Hause an, regnete es wie aus Kübeln und gewitterte.


Restaurantbesuch.
Abends fuhren L, meine Eltern und ich mit der S-Bahn in die Leipziger Innenstadt. Wir steuerten ein italienisches Restaurant an und ließen den Abend bei einem leckeren Essen ausklingen.

Tagebuch – 28. Juli 2023

Alltagsschnipsel

Gestern Abend schauten L, meine Schwiegermama M und ich den Familienfilm “Ente gut! Mädchen allein zu Haus”. Die Thematik war schon ernster als in den Filmen, die L sich sonst so ansieht. L schaute die ganze Zeit über aber interessiert zu.
Kurz nach 22 Uhr begaben wir uns ins Bett und schliefen mehr oder weniger direkt ein. (Erst absolvierte ich einige Französischübungen.)
In der Nacht träumte ich von M und Prinzi. Ich erzählte M alles Wichtige, was sich in den letzten drei Jahren in „seiner Firma“ verändert hat. Irgendwann kam er auf seinen Therapieplan zu sprechen, den wir unbedingt beachten müssen, und ich erkannte, dass seine Krankheit leider Bestandteil meines ansonsten sehr schönen Traumes war.

Gegen sieben Uhr wachte ich am Morgen auf. Ein Viertelstunde später drehte ich eine kurze Badrunde. Als ich kurz vor acht Uhr Ms Wohnung verließ, schlief L noch tief und fest. Ich ließ sie schlafen und machte mich auf den Weg ins Büro. Zuvor holte ich mir im Supermarkt noch ein kleines Frühstück und kaufte wenige Lebensmittel für das Wochenende ein.

L und ihre Oma fuhren vormittags mit dem Zug nach Bad Kösen, um dem dortigen Puppenmuseum einen Besuch abzustatten. L liebt Puppen sehr.  

Nach der Arbeit fuhr ich mit dem Auto zum Erfurter Hauptfriedhof. Ich hatte Friedhofsdienst, wollte Ms Grab aber sowieso mal wieder besuchen. Zwei für mich sehr schöne Blumensträuße brachte ich ihm mit. Gießen musste ich aufgrund der vielen Regenschauer der vergangenen Tage nicht, dafür lagen etliche Nadeln der umstehenden Bäume auf dem Grab, die ich entfernte. Zufrieden hinterließ ich eine halbe Stunde später ein ordentlich gepflegtes Grab.


Abends machten L und ich uns auf den Weg zurück nach Hause. Ein Hörspiel brauchte ich auch diesmal nicht heraussuchen. Stattdessen unterhielten L und ich uns die gesamte Fahrt über sehr tiefgründige Themen. Das war sehr schön.

Was heute schön war:

Büroanwesenheit.
Es war wunderbar, heute im Büro gewesen zu sein. Ich hatte endlich Zeit, um mich in aller Ruhe um unseren Papierkram zu kümmern. Verträge und Rechnungen wurden von mir gescannt und in die entsprechenden (elektronischen) Ordner gelegt. Für die Finanzbuchhaltung konnte ich am Nachmittag auch noch einiges erledigen. Bevor ich in das Wochenende verschwand, säuberte ich sogar noch meinen Schreibtisch.

Austausch.
Mit meinem Kollegen/Freund M unterhielt ich mich über drei Stunden über sämtliche arbeitsrelevanten Themen. Wir werteten die letzten Mitarbeitergespräche aus, gaben uns gegenseitig Feedback und Ratschläge und brachten erste Ideen für mögliche Verbesserungen/Veränderungen auf den Weg. Da werden wir in der nächsten Zeit gut beschäftigt sein.
Uns fiel vor wenigen Wochen auf, dass wir zwar etliche Gespräche im Jahr mit unseren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern führen, uns bisher jedoch komplett vergessen hatten. Der heutige Austausch war der Auftakt einer regelmäßigen Terminserie.
Ein leckeres indisches Essen ließen wir uns während der angeregten Unterhaltung schmecken.

Tagebuch – 27. Juli 2023

Alltagsschnipsel

Die Nacht war wieder gut. Ich hatte viele Träume, konnte mich nach dem Aufwachen um kurz vor halb acht jedoch an nichts mehr erinnern. L wurde von mir eine Viertelstunde später geweckt.

Ein paar Stunden meines Arbeitstages verbrachte L heute im Ferienhort. Geplant war ein Ausflug zum Wasserspielplatz. Wie ich nachmittags erfuhr, fand dieser (vermutlich aufgrund der vielen Regenschauer) nicht statt. Achtung Wortwitz: Er fiel quasi ins Wasser.

Als ich am Nachmittag eine glückliche L aus dem Hort abholte, machten wir uns gemeinsam mit dem Auto auf den Weg nach Erfurt. Diesmal wollte sie kein Hörspiel hören. Stattdessen schlief sie die Hälfte der Fahrt. So konnte ich meinen Gedanken nachhängen und in gemäßigtem Tempo durch das Aprilwetter fahren.

Was heute schön war:

Telefonat mit J.
Unser letztes Telefonat fand Mitte Juni statt. Aus verschiedenen Gründen klappte es in den vergangenen Wochen nicht mehr, uns zu hören. Es wurde somit Zeit, dass wir uns heute über die aktuellen Geschehnisse austauschten. Während wir über dies und das sprachen, arbeiteten wir beide vor uns hin. Ich mag das sehr. Ich habe sogar das Gefühl, dass ich dann produktiver und schneller bin und mehr schaffe.

Staubsaugen.
Meine Mittagspause nutzte ich zum Saugen der gesamten Wohnung. Ich rückte ein paar Möbelstücke umher, um auch den Staub dahinter zu beseitigen, und gab mir große Mühe, wirklich jede noch so kleine Ecke zu erwischen, an die unser Staubsaugerroboter Miro nicht herankommt. Ein bisschen erschöpft, aber glücklich und zufrieden mit dem Ergebnis, war ich eine halbe Stunde später fertig. 

Besuch.
Am frühen Abend trudelten L und ich bei meiner Schwägerin M und meinem Neffen M ein. Ls Oma M war ebenfalls zu Besuch dort. Während die beiden Kinder lieb miteinander spielten, forderte Geburtstagshündin Maya viele Streichel- und Knuddeleinheiten ein. Besonderes Highlight – vor allem für L – war die Fahrt im Auto ihres Cousins. Nach dem leckeren Abendessen machten wir uns gemeinsam mit Oma M auf den Weg zu ihr nach Hause.