Unser Mama-L-Urlaub 4/6

Alltagsschnipsel, Reisen & Ausflüge

Gestern Abend gab es ein heftiges Unwetter in Erfurt mit gefluteten Kellern, Unmengen an Wasser auf den Straßen und entwurzelten Bäumen. Auf Nachfrage bestätigten mir zum Glück alle, dass es ihnen gesundheitlich gut geht.


Seit dieser Woche liest mir L morgens wieder regelmäßig zehn Minuten vor. Und sie macht es trotz mehrwöchiger Pause immer noch wunderbar.

Bei unserer ausgedehnten Shoppingtour erstand ich endlich preiswerte und passende Sitzkissen für unsere Küchenstühle. Seit gut einem Jahr hielt ich diesbezüglich die Augen offen, fand aber bis heute nichts passendes. 

Seit dem Morgen funktioniert das WLAN im Ferienbungalow nicht mehr. Gerade als sich L erneut darüber beschweren wollte, klopfte der Vater des Vermieters an unsere Tür und lud uns zu einer Tierbesichtigung auf sein Grundstück ein. L und ich hatten somit die Möglichkeit, den Hund Pepe und den Bock zu streicheln, die Gänse, Enten und Truthennen aus nächster Nähe zu sehen, die Fische zu füttern, die Katze zu begrüßen und den Kaninchen und Hühnern einen Besuch abzustatten.
Geschenkt bekamen wir zum Abschied einige Birnen und sechs frische Eier.

Was heute schön war:

– ausschlafen 
– Vorlesen am Morgen durch L
– barfuß laufen
– Lesen im Liegestuhl mit Blick auf die Schafe
– mehrstündige Shoppingtour im Lausitz Center in Hoyerswerda
– Schwimmen im Pool
– Grundstücksbegehung mit Tierbesichtigung

Eindrücke des Tages:

Unser Mama-L-Urlaub 3/6

Alltagsschnipsel, Reisen & Ausflüge

Gestern Abend gab es noch ein heftiges Gewitter mit sehr viel Regen und perlengroßen Hagelkörnern. Ls und meine Augen wurden mit Blick nach draußen immer größer. Aber: Wir haben alles gut überstanden. Und unser Ferienbungalow auch.


Heute Morgen, als ich vor dem Frühstück die Terrasse kehrte und von den herabgefallenen Blättern und Zweigen befreite, spürte ich sehr deutlich, wie befreiend es ist, wenig zu besitzen. Plötzlich ist so viel Zeit für anderes da. 
Ich werde dieses Gefühl von Freiheit nutzen und die Dinge in unserer Wohnung noch mal auf ihren Wert für mich überprüfen. Vielleicht lässt sich ja einiges weggeben. Und da derzeit wieder viele Keller mit Wasser volllaufen, möchte ich die Sachen, die ich dort unten aufbewahre und die mir stellenweise sehr am Herzen liegen, besser schützen.

Was heute schön war:

– ausschlafen
– barfuß laufen 
– Lesen im Liegestuhl mit Blick auf die Schafe
– Rutschen und Schwimmen im Wald- und Strandbad Wittichenau
– Filmabend mit L

Eindrücke des Tages:

Unser Mama-L-Urlaub 2/6

Alltagsschnipsel, Reisen & Ausflüge

Ich lese derzeit ein Buch, das sich inhaltlich mit den Themen Freude und Leichtigkeit im Leben befasst. Die Autorin schreibt ganz wundervoll, sodass ich bereits mehr als ein Viertel in nur drei Tagen gelesen habe.
Auch wenn ich bereits auf dem richtigen Weg bin und sehr vieles in meinem Leben hinterfragt und verändert habe, merke ich beim Lesen sehr deutlich, dass noch viel mehr möglich ist. Und das ist super spannend. Immer wieder lege ich das Buch beiseite, mache mir Notizen und entwickle Ideen in meinem Kopf meine Zukunft betreffend. Hinzu kommt ein großer innerer Drang, viele meiner Gedanken in die Tat umzusetzen. Am liebsten gleich.

Aus einer Laune heraus machte ich heute einen Persönlichkeitstest. Ich beantwortete sechzehn Fragen, brauchte bei der ein oder anderen sehr lange und ging stellenweise sogar nicht super zufrieden mit meiner Antwort zur nächsten Frage über. Vom Ergebnis im Anschluss war ich dann aber positiv überrascht. Besser hätte ich mich selbst nicht analysieren und beschreiben können. Alles, was da stand, traf es haargenau. 

Da ich den größten Teil des Tages mit Lesen verbrachte, fühlte ich mit jeder Faser meines Körpers Entspannung pur. Diese viele Zeit für mich tat sehr gut. 
L schien es ähnlich ergangen zu sein. Sie war mit ihren Playmobil Figuren viele Stunden des Tages in ihr Spiel vertieft und wirkte glücklich und zufrieden.

Was heute schön war:

– ausschlafen
– Vorlesen am Morgen durch L
– barfuß laufen
– Lesen im Liegestuhl mit Blick auf Gänse, Truthennen und Schafe und umgeben von dörflicher Ruhe
– Rücken- und Beinübungen
– Lesen in der Hängematte unter einem Apfel- und Pflaumenbaum
– Schwimmen im Pool
– Grillen am Abend
– Kreidemalerei

Eindrücke des Tages:

Unser Mama-L-Urlaub 1/6

Reisen & Ausflüge

Beim Anblick des schönen, aber leerstehenden Schlosses in Hohenbocka wollte L wissen, ob ich mir vorstellen könnte, darin zu wohnen. Ich bejahte, gab aber zu bedenken, dass ich so viel Platz niemals für mich alleine benötigen oder in Anspruch nehmen würde. 
Schnell schlug unser Gespräch eine andere Richtung ein und wir überlegten gemeinsam, was wir mit so viel Platz anstellen könnten. Es gewann schließlich die Idee, einigen Obdachlosen ein Heim zu schaffen und zurück in ein normales Leben zu verhelfen.

Auf dem Kettenkarussell beim Hafenfest in Senftenberg beobachtete ich von unten ein älteres Ehepaar, das ein paar Reihen hinter L saß und mitfuhr. Die Frau versprühte während der Fahrt so viel kindliche Begeisterung und Lebensfreude, das mir beim Anblick ihres Strahlens ganz warm ums Herz wurde. Ihr Mann saß tapfer neben ihr, fühlte sich zu Beginn der Fahrt etwas unsicher, ließ sich aber von der Freude seiner Frau anstecken.

Ls persönlicher Horror waren heute die Aquafitbälle beim Hafenfest. Sie war das einzige Kind, das im Ball eingeschlossen weinte anstatt zu krabbeln, zu laufen und was auch immer auszuprobieren. 
Auch wenn sie mir leidtat, konnte sie eine neue Erfahrung für ihr weiteres Leben machen.

Beim Hafenfest trat die Band “Marquess” auf. Ich lebe weit hinter dem Mond, dennoch kam mir der Name irgendwie bekannt vor. Wikipedia sei Dank lernte ich schnell, dass es diese Band bereits seit 2006 gibt und sie vorrangig in Spanisch singen. Das ein oder andere Lied kannte ich sogar. L schien die Musik gefallen zu haben.

Was heute schön war:

– ausschlafen
– barfuß laufen
– Vorlesen am Morgen durch L
– Schwimmen und Entspannen im Pool
– Spaziergang zum Schloss in Hohenbocka mit tiefsinnigen Gesprächen 
– Lesen im Liegestuhl mit Blick auf die Schafe
– Besuch des Hafenfests in Senftenberg

Eindrücke des Tages:

Erstmal die Lage checken!



Unsere Zeit in Irland 6/6

Reisen & Ausflüge

Samstag, 22. Juli 2023


Durch das Vibrieren meines Telefons wachte ich am Morgen kurz vor um neun irischer Zeit auf. Da sich mein Onkel J und seine Frau, die ihre Nacht im Wohnmobil vor unserem Landhaus verbracht hatten, von uns verabschieden wollten, wurde L zwangsläufig mit wach. Sie war definitiv noch nicht ausgeschlafen und hatte entsprechende Laune.

Gemeinsam mit R, S, T und J frühstückten L und ich am Vormittag. 
Ohne S machten wir uns eine ganze Weile später mit dem Auto auf den Weg in die nordirische Hauptstadt Belfast. Dort ziert ein palastähnliches Gebäude neben dem anderen die Innenstadt. Schaut man allerdings in die Nebenstraßen, erkennt man viel Leerstand, zugemüllte Vorgärten oder heruntergekommene Häuser. Der Unterschied zu Dublin war für mich schon enorm.
R parkte das Auto in der Nähe von Botanic Gardens. Wir schauten uns diese sowie zwei Tropenhäuser an und fuhren mit dem Riesenrand. Danach suchten wir uns einen Subway für ein spätes Mittagessen. In der Innenstadt selbst bewunderten wir die City Hall von außen, die aufgrund einer Veranstaltung nicht betreten werden konnte, besuchten einen Warhammer Store und einen Souvenir Shop und beendeten unseren Tagesausflug mit einer Heißen Schokolade in einem Café.


Als wir halb acht am Abend zurück im Landhaus waren, packte ich unsere Tasche und die beiden Rucksäcke. Nach dem Abendessen – es gab selbstbelegte Pizzen – lief ich nochmals durch jedes Zimmer, um zu schauen, ob vor allem L Spielzeug hat liegen lassen.

Den Abend ließen wir mit Scharade und dem Spiel “Wer bin ich?” ausklingen. L hatte sehr gute Einfälle und machte es uns nicht leicht.


Sonntag, 23. Juli 2023


Zwei Minuten vor dem Klingeln des Weckers um halb fünf irischer Zeit wurde ich wach. Fünf Minuten später stand ich auf und weckte L. Wir waren beide noch todmüde und hatten nicht sonderlich tief geschlafen.

Um fünf Uhr morgens saßen L und ich mit R, der uns zum Flughafen in Dublin fuhr, im Auto. Eine Dreiviertelstunde später half er uns bei der Gepäckaufgabe und wünschte uns kurz darauf einen guten Flug.
Bei der Sicherheitskontrolle wurde Ls Mitbringsel, ein Marshmallow Aufstrich, genauestens unter die Lupe genommen. Es sah so aus, als dürfe er nicht mit. L war schon sehr traurig deswegen, doch dann wurde der Aufstrich wieder in meinen Rucksack gelegt. (Ich hatte den völlig vergessen, sonst hätte ich ihn in den Koffer gepackt.)
Nur zehn Minuten vor Schließung des Gates scannten wir unsere Bordkarten. Das war schon ein wenig knapp wie ich finde. Dafür mussten wir nicht lange warten und saßen um sieben bereits im Flugzeug. Wegen des hohen Flugaufkommens aufgrund der Ferienzeit durfte unser Flieger erst kurz vor acht Uhr abheben. Im Gegensatz zum Hinflug war das Fliegen diesmal sowohl für L als auch mich angenehm und ohne Schwindel oder Druck auf den Ohren. Wir hatten zudem einen sehr sympathischen deutschen Piloten, der uns anfangs und zwischendrin mitteilte, dass wir von Dublin aus über die Irische See, die Britischen Inseln, die Niederlande, Köln, Hannover, den Harz und schließlich Leipzig fliegen. Kurz vor elf Uhr deutscher Zeit landeten wir schließlich.


Die Passkontrolle und die Abholung des Koffers im Flughafen Leipzig/Halle ging super schnell. Wir liefen im Eiltempo zu den Gleisen und kamen eine Minute vor Abfahrt der S-Bahn am Bahnsteig an. Glück gehabt.

Mittags waren L und ich wieder zu Hause. L verkrümelte sich in ihr Zimmer, ich stellte die Waschmaschine an und räumte einen Teil aus dem Koffer. Dann musste ich erstmal ein bisschen Schlaf nachholen.
Da es zwar bewölkt war, aber nur windete und kein Regen vorhergesagt wurde, hing ich die frisch gewaschene Wäsche draußen auf. (Es tröpfelte wenig später dann doch. Die Wäsche war am Abend aber trocken.)

Spontan beschlossen L und ich, am späten Nachmittag in den Barbie-Kinofilm zu gehen. Der Film war sehr unterhaltsam, ist meines Erachtens aber noch nichts für Kinder unter zwölf Jahren. Es werden so viele Dinge angesprochen, die nur mit ein wenig Lebenserfahrung verstanden werden können. Kurzweilig ist der Film natürlich trotzdem.

Heute Abend geht es zeitig ins Bett.

Unsere Zeit in Irland 5/6

Reisen & Ausflüge

L und ich schliefen heute bis um neun. Ehe wir uns beide zum Aufstehen motivieren konnten, unsere Badrunde gedreht hatten und zu den anderen stießen, verging gut eine Stunde.

Wir frühstücken gemeinsam in aller Ruhe und machten uns gegen Mittag mit den Autos auf den Weg nach Carlingford in der County Louth. Dort aßen wir ein Eis und begaben uns auf eine kleine Wanderung mit herrlicher Aussicht auf die Stadt, die Bucht und das Meer sowie das Gebirge in Nordirland. Die Kinder durften anschließend noch eine Weile auf dem Spielplatz spielen.


Am späten Nachmittag besuchten wir die nordirische Stadt Newry (einzig und allein aus dem Grund, um das Vereinigte Königreich zu betreten). Wir kauften dort noch wenige Lebensmittel ein und gingen in ein Café in einem Einkaufszentrum. L brachte in einem Spielzeugladen einen Teil ihres Taschengelds unter die Leute und erstand ihre drölfzigste Tasche.

Als wir gegen sieben Uhr zurück in unserem Landhaus waren, kamen kurz darauf mein Onkel J, der jüngere Bruder meines Papas, und dessen Frau J zu Besuch. Die beiden reisen seit vier Wochen mit dem Wohnmobil durch Irland und waren zufällig zur selben Zeit am selben Ort. Wir unterhielten uns sehr lange. Erst gegen 23 Uhr machten L und ich uns auf den Weg ins Bett.

Unsere Zeit in Irland 4/6

Reisen & Ausflüge

Wieder ungestört und herrlich ausgeschlafen bis halb neun am Morgen. L wachte nur kurze Zeit später auf. Wir bummelten noch eine ganze Weile herum, ehe wir gegen halb elf geduscht und angezogen unser Zimmer verließen. 

S und R hatten heute Urlaub, sodass wir gemeinsam frühstücken konnten. Nach dem Essen packten wir unsere Koffer und Rucksäcke für unsere geplante Fahrt aufs Land, hatten bis zur Abfahrt aber noch genug Zeit zum Spielen (L) und Lesen (ich).

R und T verließen zuerst das Haus in Richtung Flughafen, um dort ein Mietfahrzeug abzuholen. S, L, J und ich fuhren etwa eine Stunde später los. Auf der Fahrt schlief L direkt ein.
Wir hielten eine Dreiviertelstunde später bei einem Lidl Markt, kauften Unmengen an Essen für die nächsten Tage ein und räumten die Einkäufe in den Kofferraum des Mietwagens, mit dem R und T genau in dem Moment eintrudelten, als wir den Markt verließen. Perfektes Timing.


Vom Lidl aus waren es nur noch zwanzig Minuten bis zu unserem über Airbnb gebuchten Landhaus in Castlebellingham. Nachdem wir alle Räume (es waren unzählige) bestaunt und unzählige Fotos gemacht hatten, machten wir es uns draußen vor dem Haus gemütlich und vesperten. 


Abends fuhren wir zum Ort Annagassan. Wir waren alle ganz überrascht, dass gerade Ebbe war. So eine Ebbe hatte ich bisher noch nie gesehen. Nicht mal an der Nordsee. Es dauerte etwa anderthalb Kilometer, um das Meer zu erreichen. Diese Wattwanderung mit Blick auf die Bucht bei Carlingford und das Gebirge in Nordirland weckte erneut meine kindliche Begeisterung. Ich machte wieder unzählige Fotos und freute mich über alles, was ich entdeckte. Für meine extra für Irland angeschafften Gummistiefel war dieses Abenteuer eine gute Zerreißprobe. Sie haben sehr gut bestanden.

Verschlammt und eingesaut kamen wir später am Abend zurück zur Unterkunft. L und J gingen in die Badewanne, alle anderen (außer mir) duschten. 

Nach dem Abendessen verkrümelten L und ich uns in unser Zimmer. Es war zu der Zeit aber auch schon halb elf.

Unsere Zeit in Irland 3/6

Reisen & Ausflüge

Um acht Uhr morgens brummte mein Telefon aufgrund einiger Textnachrichten. Da ich mich nach einer ruhigen und wunderbaren Nacht bereits ausgeschlafen fühlte, blieb ich gleich wach. L schlief nur wenige Minuten länger als ich. 
Wir hatten beide noch keine Lust aufzustehen und machten es uns erstmal im Bett gemütlich.

S und R waren bereits an der Arbeit, als L und ich gegen zehn Uhr nach unten in die Küche kamen. Gemeinsam mit T und J frühstückten wir, ehe wir alle weiter in den Tag hinein bummelten. Ich nutzte den Sonnenschein und widmete mich am Tisch auf der Terrasse meinem Terminkalender “Ein guter Plan” und kurz darauf meinem aktuellen Buch. Die Kinder spielten auf dem Trampolin oder waren anderweitig beschäftigt.

Gegen Mittag riefen mich T und J in die Küche. Sie waren gerade dabei, den Hamsterkäfig zu reinigen. Sie wollten L ihren Hamster Muffin unbedingt zeigen, stellten beim Berühren aber irritiert fest, dass dieser sich nicht mehr bewegte. Ich musste den beiden mitteilen, dass das Tier leider nicht mehr lebt.
Die beiden Jungen verzogen sich für eine Weile weinend in ihr Zimmer, während L und ich eine Schachtel suchten, in der wir Muffin aufbahren konnten. S und R informierte ich über den Verlust des kleinen Familienmitglieds.

Als die Kinder am Nachmittag von ihren Eltern getröstet und geknuddelt wurden, machten wir uns ohne T, der lieber zu Hause bleiben wollte, auf den Weg zu Smyths Toys. Eine Kleinigkeit bekam jedes kleine und große Kind.

Wir fuhren anschließend weiter bis zu dem herrlich grünen Shanganagh Park, ließen die Kinder eine Weile auf den Spielplätzen spielen und liefen etwa zwanzig Minuten bis zu einem Strand der Irischen See.
Das Meer roch so salzig-fischig, dass ich das Salz förmlich im Mund schmecken konnte. Wir suchten nach Hühnergöttern, sahen eine sich sonnende Robbe, einen Regenbogen und einen kindlich begeisterten Mann, der eine im Wasser badende Robbe für einen Hai hielt und deshalb jede Person am Meer darauf ansprach. So konnte ich heute ein paar englische Sätze sprechen.
Die kindliche Begeisterung war bei mir aber auch vorhanden und zeigte sich sehr deutlich beim Anblick der Robbe auf dem Felsen und dem gefundenen ersten Hühnergott.


Während S das Abendessen zubereitete und R mit den Jungs Muffin beerdigte, steckte ich L in die Badewanne und blieb bei ihr. 

Nach dem leckeren Essen war es bereits kurz nach halb zehn. L und ich verkrümelten uns in unser Zimmer, blieben aber noch knapp eine Stunde wach.

Unsere Zeit in Irland 2/6

Reisen & Ausflüge

Aufgewacht war ich heute um Viertel acht irischer Zeit nach einer wunderbaren Nacht. L schlief zwei Stunden länger.

Zum Frühstück probierten L und ich erstmals von R zubereitetes French Toast, das uns beiden ganz gut schmeckte. Ich glaube aber nicht, dass dieses Essen allzu oft Einzug bei uns zu Hause halten wird.

Mit der Straßenbahn fuhren wir am Vormittag in die Dubliner Innenstadt. Der Coffee to go hat in diesem Land einen sehr hohen Stellenwert. Jede*r zweite läuft den halben Tag lang mit einem Becher in der Hand durch die Gegend. 


R, die Jungs T und J sowie L und ich besuchten das Naturkundemuseum, dessen Eintritt offenbar immer frei ist. S musste leider arbeiten und konnte uns nicht begleiten. Es war interessant, Tiere zu sehen, die es bei uns nicht (mehr) gibt. 


Nach der Ausstellung snackten wir unser mitgebrachtes kleines Picknick und machten uns anschließend auf den Weg ins ebenfalls kostenlose Archäologiemuseum, bestaunten dort Sarkophage, mehrere tausend Jahre alte mumifizierte menschliche Körper sowie Waffen und Schmuck zur Wikingerzeit und aus dem alten Ägypten.


Ausgehungert (die Kinder) steuerten wir nach unserer Museumstour McDonald’s an. S hatte bereits Feierabend und stieß dazu. L suchte sich ein englisches Buch als Extra für ihr Happy Meal aus.

Weil R es den Kindern im Vorfeld versprochen und vor allem L sehr schmackhaft gemacht hatte, besuchten wir nach dem Essen den Disney Store, einen unfassbar großen, mehrstöckigen Laden voll mit Kuscheltieren, Kleidung und Spielzeug aus dem Hause Disney. Mit einem Nala-Kuscheltier für L verließen wir etliche Zeit später den Store.


L wollte unbedingt mit dem Doppeldeckerbus fahren. Da ein solcher Bus zufällig in unmittelbarer Nähe unseres Standortes in der Innenstadt abfuhr und nach mehr als einer Stunde Fahrt direkt vor der Haustür von R, S, T und J hielt, ließ sich der Wunsch schnell erfüllen.
Auf dem Weg zur Bushaltestelle schauten wir von einer Brücke auf den Fluss Liffey, der ins Meer mündet. Die Busfahrt war eine nette Sightseeingtour für mich.


Während die Jungs abends ihre Aufgaben im Haushalt erledigten, überlegten L und ich, wobei mir L ab sofort zu Hause helfen könnte. Wir kamen auf folgende drei Tätigkeiten: Staub wischen, Tisch abwischen und Schulranzen packen.

Nach einem leckeren Abendessen schauten wir alle gemeinsam den Film “Der König der Löwen”. S war allerdings sehr erschöpft und verkrümelte sich schon ins Bett.

Unsere Zeit in Irland 1/6

Reisen & Ausflüge

Sonntag, 16. Juli 2023


Um sieben Uhr klingelte am Morgen der Wecker. L und ich machten uns fertig für unsere bevorstehende Reise und verließen eine Stunde später mit zwei Rucksäcken und einem großen Koffer die Wohnung.
Mit dem Auto fuhren wir ins Zentrum von Markkleeberg. Die Suche nach einem Parkplatz gestaltete sich schwieriger als erwartet und zog sich gefühlt ewig in die Länge. Vier Minuten vor Abfahrt unserer S-Bahn standen wir am Gleis. Das war knapp.

Die Linie 5 brachte L und mich in einer halben Stunde zum Flughafen Leipzig/Halle. 
Wie ich bereits im vergangenen Oktober feststellte, ist im Flughafen selbst alles idiotensicher erklärt und total unkompliziert. Wir gaben unser Gepäck auf, passierten die Sicherheitskontrolle und zeigten unsere Pässe vor. Der zuständige Polizist fragte mich, ob ich mit L alleine reise und das alleinige Sorgerecht habe. Da ich nunmal ich bin befand sich in meinem Handgepäck Ms Sterbeurkunde. Die hatte ich auch schon im letzten Jahr mit dabei. Der Polizist wollte sie letztendlich aber nicht sehen, vertraute meiner Aussage, dass der Vater meines Kindes verstorben ist, und wünschte uns einen schönen Urlaub.


Ich mag das Gefühl im Kopf- und Brustbereich überhaupt nicht, wenn das Flugzeug startet und an Höhe gewinnt. Ich brauchte ein paar Minuten bis der enorme Schwindel vorbeiging. Wenn ein Flug nicht so unfassbar viel Zeit sparen würde, würde ich lieber mit dem Auto fahren. Auch L fand das Fliegen diesmal nicht so toll und hatte Probleme mit dem Druckausgleich. Sie klagte über Druck auf den Ohren.
Der Flug selbst ging schnell vorbei und erinnerte mich erneut an eine Kaffeefahrt. Erst sorgte das Personal für das leibliche Wohl der Gäste, dann wurden Rubbellose für einen guten Zweck verkauft und zum Schluss fuhr der Wagen gefüllt mit Parfums und Kosmetik durch den Gang.

Am Dubliner Flughafen abgeholt wurden L und ich am Mittag von R und den Jungs T und J. Mit dem Auto fuhren wir etwa eine halbe Stunde bis zum Haus der vier. L war überhaupt nicht schüchtern und plauderte gleich munter drauflos.
Wir aßen erst mal gemeinsam Crêpes. Während die Kinder danach auf das Trampolin gingen, unterhielt ich mich mit S und R. Wir schauten uns zudem die Miet- und Kaufpreise in der näheren Umgebung an. Dublin ist eine unfassbare teure Stadt. Benötigt eine Familie beispielsweise drei Schlafzimmer, liegt der aktuelle Mietpreis im Moment bei 3.500 Euro. Kaufen ist tatsächlich „günstiger“ und sinnvoller als mieten. Rechte haben im Übrigen ausschließlich die Vermieter.


Mit Wechsel aus Regenschauer und Sonnenschein spazierten wir am Nachmittag (bei herbstlichen Temperaturen) zu einer großen Rutsche und liefen kurz darauf weiter zum Pub „The Blue Light“. Dort gab es Live Musik, ein Bulmers für mich und Pizza, Pommes und Chips ohne Ende für uns alle. Pure Völlerei quasi.


Abends durften sich die Kinder einen Film ansehen, während wir Erwachsenen uns weiter unterhielten.
Gegen 22 Uhr irischer Zeit – das heißt 23 Uhr in Deutschland (GTM+2) – verschwanden L und ich schließlich müde ins Bett.


Montag, 17. Juli 2023


Um Viertel nach sieben irischer Zeit, das heißt GMT+1, wachte ich heute Morgen auf. Ich hatte wunderbar geschlafen und viel geträumt, konnte mich aber an nichts Konkretes mehr erinnern. L ratzte noch über eine Stunde länger.

Nach meiner Morgendusche und einem Kornflakes-Frühstück machten sich S und R für ein paar Stunden auf den Weg zur Arbeit. Ich blieb mit den drei Kindern L, J und T daheim. 
T und J haben vor Kurzem die Warhammer-Welt für sich entdeckt. Vor allem T macht das Bemalen der einzelnen Figuren großen Spaß. Während L und J auf dem Trampolin spielten, durfte ich die Haut eines Orks bemalen. Das war witzig.
Da die Sonne schien und ich mir gern die Gegend anschauen wollte, machten wir uns gegen Mittag nach dem Kehren einzelner Räume durch J und dem Ausräumen des Geschirrspülers durch T auf den Weg zum Park mit Bachlauf und zwei Spielplätzen. Die Wohngegend ist wirklich sehr sauber und ruhig und die Häuser gefallen mir auch optisch sehr.


Als wir irgendwann ins Haus zurückkehrten, ruhte ich mich ein wenig aus und las. L und J verzogen sich direkt wieder auf das Trampolin.

Nachmittags waren S und R wieder zurück und wir machten uns allesamt auf den Weg in Richtung Ts und Js Schule. Dort gibt es in der Nähe nämlich einen Bubble Waffle Shop. Ich wollte unbedingt eine Waffel essen und entschied mich für „Death by Chocolate“, während L eine „Unicorn Magic“ futterte.


Der Knocksink Wood, den wir anschließend besuchten, war so unfassbar grün und dicht bewachsen, dass ich gar nicht mehr aufhören wollte, Fotos zu machen. Der Fluss enthielt Katzengold (Pyrit) und schimmerte (vermutlich wegen eines hohen Eisengehalts) rötlich. L und J wateten ein wenig durch ihn hindurch, J barfuß und L in ihren Gummistiefeln. Gegen Ende des Weges kletterten die Kinder noch einen sehr steilen Hügel hinauf.


Zum Abendessen gab es gegrilltes Gemüse, Chicken Wings und vegane Burger Patties. L war aus unerfindlichen Gründen ausgehungert und futterte unglaublich viel. 

Nach dem Essen war es bereits kurz nach um neun. L und ich verkrümelten uns ins Zimmer, schauten noch ein wenig fern und gingen dann schlafen.