Unser Winterurlaub – Musical

Reisen & Ausflüge

Heute wachte ich um acht auf. 
Nach einem gemeinsamen Frühstück mit L schnappte ich mir das Massagegerät und ließ mir etliche Verspannungen im Rücken und Schulterbereich lockern. Ich bin mir nach wie vor unsicher, ob meine Rückenschmerzen psychosomatischen oder normalen Ursprungs waren.

Ich packte unseren letzten Kram zusammen, brachte den Müll raus und fuhr das Auto zum Beladen vor unser Wohnhaus. 
Viertel nach zehn Uhr starteten L und ich schließlich mit viel Musik in unseren Winterurlaub.
Wir betankten das Auto in der Nähe von Plötzetal und aßen gefühlt mit allen Menschen der Welt Mittag bei McDonald‘s in Helmstedt. Das Essen war gar nicht mal so gut.
Insgesamt saßen wir viereinhalb Stunden im Auto, bis wir dieses im Parkhaus am Hauptbahnhof in Hamburg nach etlichen Extrarunden abstellen konnten.

L und ich checkten in unserem Hotel ein. Während L auf dem Hotelbett herumtobte und Stunts machte, ging ich duschen. 
Mit schicken Outfits verließen wir am frühen Abend das Hotelzimmer und machten uns auf die Suche nach etwas Essbarem. Wir betraten den Hauptbahnhof und entschieden uns recht schnell für ein asiatisches Abendessen. Danach teilten wir uns einen großen Smoothie.

Mit dem Taxi fuhren wir zum Stage Theater und schauten uns um zwanzig Uhr die Vorstellung des Musicals „Der König der Löwen“ an. Ich hatte im ersten Teil vor der Pause einen Hustenanfall, den ich einigermaßen schnell mit Husten, Trinken und einem Hustenbonbon wieder in den Griff bekam. Peinlich und unangenehm war es mir dennoch.
L war von der Aufführung begeistert. Ihr gefiel das Musical besser als die beiden Filme. Am liebsten würde sie sich die Aufführung noch mal ansehen.

Mit dem Schiffstransfer und Taxi fuhren wir sehr spät abends zurück in unser Hotel.
Während L bereits eingeschlafen war, machte ich noch Französischübungen. Kurz nach Mitternacht legte ich das Telefon weg und mich schlafen.

Was heute schön war:

– ausschlafen 
– Schulter-, Nacken- und Rückenmassage mit dem Massagegerät 
– unfall- und staufreie Autofahrt
– duschen
– Musical „Der König der Löwen“
– Französischübungen in der Duolingo App

Eindrücke des Tages: 



Unser verlängertes Wochenende

Alltagsschnipsel, Reisen & Ausflüge

Dank eines weiteren variablen Ferien- und Urlaubstages starteten L und ich bereits am Freitag in ein verlängertes Wochenende im Südharz. Nun konnte ich auch den letzten der beiden Gutscheine, die M und mir vor über vier Jahren zur Hochzeit geschenkt wurden, gegen ein warmes Hotelbett mit Frühstück einlösen. In Gedanken war M die ganze Zeit über bei uns.


Freitag, 24. November 2023


Ich schlief bis halb neun, las auf einigen Seiten im Internet und wünschte L, die um neun aufwachte, einen guten Morgen.

Wir starteten in den Tag mit einem leckeren Pfannkuchen-Frühstück. L bestrich ihre mit Marmelade, ich meine mit Spekulatiusaufstrich. Nach dem Essen spielte L, während ich mich meinem Terminkalender „Ein guter Plan“ widmete und darin den Abschluss des Monats November vorbereitete.

Ich packte anschließend Kleidung für zwei Tage in eine mittelgroße Reisetasche, ließ Handtücher, Badvorleger und Bettwäsche von der Waschmaschine waschen, nahm bereits getrocknete Wäsche ab und hing wenig später frisch gewaschene Wäsche auf den Wäscheständer auf. Nachdem ich unsere Betten frisch bezogen hatte (als Vorfreude für Sonntag), ließ ich mir Badewasser in die Wanne ein und entspannte wenig später für ein paar Minuten.

Vor unserer Abfahrt gegen halb zwei aß ich noch eine kleine Brotzeit. L und ich fuhren hörspielhörend über die wenig befahrene Autobahn und trudelten kurz vor fünfzehn Uhr im Hotel „5 Linden“ in Wickerode im Südharz ein.
Mit Betreten des Hotelzimmers überkam mich eine Müdigkeit, die ich sonst nur bei meinen Eltern oder im Urlaub verspüre. Ich schlief ein paar Minuten, während L über das mitgenommene iPad fernsehen durfte. Als ich wieder wach war, las ich ein paar Seiten in meinem aktuellen Buch.


Die einzige Möglichkeit, in Wickerode etwas Warmes zu essen zu bekommen, ist im hoteleigenen Restaurant. Aus diesem Grund ließ ich meinen Sparzwang Sparzwang sein, redete mir mantraartig ein, dass wir uns diesen Luxus verdient haben und es mir egal ist, dass wir uns Abendessen im Restaurant in diesem Monat eigentlich nicht mehr leisten können, und bestellte mir aus Trotz erst recht den alkoholfreien Cocktail Ipanema und eines der teuersten Gerichte auf der Speisekarte. Ich spürte sehr deutlich, wie unglaublich glücklich mich dieser Restaurantbesuch machte. Ich freute mich über das Getränk, das leckere Hauptgericht und das Dessert (Zimteis mit warmem Pflaumenkompott), das L und ich uns teilten.
L ist im Übrigen genauso komisch wie ich. Wir beide können es nicht leiden, die einzigen Gäste im Restaurant zu sein. Aus diesem Grund trauten wir uns eine Weile nicht, unser Hotelzimmer in Richtung Restaurant zu verlassen. Da irgendwann unser Hunger siegte, sprangen wir beide über unsere Schatten. Und siehe da: Unsere Sorgen waren völlig unbegründet. Das Restaurant war gut besucht und weit davon entfernt, uns als einzige Gäste zu bewirten.


Nach dem leckeren Essen machten wir es uns im Hotelbett gemütlich und schauten über mein MacBook gemeinsam den Film „Der Grinch“. Bevor es gegen zehn Uhr schlafen ging, las ich im Buch weiter und machte meine Italienischübungen in der Duolingo App.



Samstag, 25. November 2023


Der Wecker klingelte am Morgen um acht Uhr. Ich stellte ihn schnell aus, damit L noch etwas weiterschlafen konnte, und las noch eine halbe Stunde lang in meinem Buch. Ich hatte in der Nacht unendlich viel geträumt. So viele verschiedene Träume hatte ich wirklich lange nicht mehr. Ich erinnerte mich zwar nicht mehr an Einzelheiten, wusste aber noch, dass M und mein Kollege/Freund M vorkamen.

Nach dem Duschen und Anziehen gingen L und ich zum Frühstücksbuffet des Hotels. Es war bereits neun Uhr und wir waren die letzten Gäste. (Das Frühstück gibt es dort täglich „nur“ bis halb zehn.) Uns war es ein wenig unangenehm, aber wir waren tapfer und schlugen uns ordentlich die Bäuche voll.

Blick vom Frühstücksraum aus


Nach dem leckeren Frühstück ruhten wir uns noch eine halbe Stunde im Zimmer aus. Bevor wir mit dem Auto nach Nordhausen fuhren, durfte L ein paar Minuten auf dem zum Hotel gehörenden Spielplatz spielen. Es war im Vergleich zum Vortag sehr kalt. Ab und an gab es sogar kurze Schneeschauer.


Auf der Autobahn in Richtung Nordhausen stellten wir fest, dass in der höheren Region und im Gebirge (Harz) in Sachsen-Anhalt bereits Schnee lag. Wenige Kilometer weiter und mit Passieren des Bundeslands Thüringen fehlte vom Schnee plötzlich jede Spur.

Wir parkten das Auto auf dem Parkplatz vor der Südharz Galerie. L und ich hauten in den nächsten Stunden unseres Aufenthalts meine minus einhundert Euro Weihnachtsgeld ordentlich auf den Kopf. (Wir benötigten tatsächlich einige Dinge, weshalb sich mein schlechtes Gewissen in Grenzen hielt und ich etwas Geld vom Sparbuch aufs Girokonto umbuchte.)
Seit einigen Jahren ist es Tradition, dass wir an Heiligabend und den Weihnachtsfeiertagen kitschige Pullover mit Weihnachtsmotiven tragen. L ist aus ihren mittlerweile herausgewachsen und benötigte für das diesjährige Weihnachtsfest dringend neue. Wir wurden sehr schnell fündig. Ich freute mich zudem über den Black Friday Rabatt. In anderen Geschäften kauften wir unter anderem etwas Weihnachtsdekoration und kleine Geburtstagsgeschenke für die beiden Jungen, zu deren Geburtstagsfeier L in Kürze gehen wird. Ein absoluter Impulskauf waren je ein Paar Winterschuhe für L und mich. Ich sah die hellen Schuhe, stellte fest, dass ich seit Jahren nur schwarze trage und das doch ziemlich langweilig ist, und machte mir mit dem Kauf eine wirklich sehr große Freude.
Im Sitzbereich der Bäckerei Feist machten L und ich schließlich eine kleine Pause von unserer Shoppingtour und aßen und tranken eine Kleinigkeit.


Nachmittags waren wir zurück im Hotel und ruhten uns lesend, spielend und fernsehguckend eine Weile aus.

Nachdem ich frisch geduscht (diesmal mit gewaschenen Haaren) und angezogen aus dem Badezimmer kam, durfte mir L einige Male das Gedicht, welches sie am Montag auf Note vor der Klasse vortragen soll, aufsagen. Anschließend schrieb sie etliche Male die Überschrift des Gedichts in ihr Deutschheft. (Ich hatte immer etwas daran auszusetzen.) Die Kinder sollen die ersten beiden Strophen irgendwann in der kommenden Woche fehlerfrei abschreiben und bekommen darauf eine weitere Note.
L schreibt zwar schon wesentlich besser als noch vor einem halben Jahr, allerdings wurde mir deutlich vor Augen geführt, dass die Kinder im Unterricht kaum längere Texte am Stück schreiben. L fehlt es schlichtweg an Übung. Sie schreibt leserlich und relativ ordentlich, ist aber unfassbar langsam.

Die Wartezeit im Restaurant bis zum Eintreffen unserer bestellten Gerichte vertrieb sich L mit dem freiwilligen Lösen von einigen Matheaufgaben. Sie scheint das Heft „Zahlenfuchs“, das ich kürzlich zur Nachhilfe kaufte, sehr zu mögen. Nach dem leckeren Essen kuschelten wir uns wieder ins Hotelbett und schauten gemeinsam den Film „Feel The Beat“.

Etwa halb elf machte ich das Licht aus, nachdem ich meine Schwedischübungen in der Duolingo App absolviert und noch einige Seiten im Buch gelesen hatte.


Sonntag, 26. November 2023


Heute Morgen wachte ich halb acht und somit eine halbe Stunde vor dem Klingeln des Weckers auf. Viertel neun (Viertel nach acht) stand ich auf, um mich anzuziehen und im Bad fertigzumachen. L tat es mir ein wenig mürrisch gleich. (Das wird morgen lustig, wenn sie zwei Stunden zeitiger aufstehen muss.)

Sehr zu unserer Freude frühstückten im Frühstücksraum des Hotels etliche andere Hotelgäste mit uns. Wir aßen uns beide satt und verkrümelten uns anschließend wieder in unser Zimmer. Ich packte unsere Sachen zusammen und genoss danach mit L die letzte Stunde unseres Aufenthalts.

Nach dem Auschecken fuhren wir zurück nach Markkleeberg. Die Autobahn war nahezu leer. Auch heute hörten wir einige Hörspiele. Nur wenige Minuten vor der geplanten Ausfahrt verwarfen wir einvernehmlich unseren heutigen Tagesplan, ins Kino zu gehen, und fuhren stattdessen direkt nach Hause.

Auf Wunsch eines einzelnen Kindes holte ich direkt nach Ankunft sämtliche Kisten mit unserer Weihnachtsdekoration vom Keller in die Wohnung. L liebt seit jeher zwei Weihnachtsfiguren, einen Elch, den sie „Fenn“ getauft hat, und einen Aufsteller, der dem Weihnachtsmann ähnlich sieht und der seit mindestens drei Jahren den Namen „Thomas“ trägt. Während ich mich eine Stunde ausruhte, spielte L vergnügt mit diesen beiden Figuren.

Irgendwann war ich bereit, unsere Reisetasche, den Rucksack und den Einkaufsbeutel auszupacken. Nebenbei wusch ein großer Berg an Wäsche in der Waschmaschine. Parallel dazu kochte ich uns ein Mittagessen. Während ich weiter in der Wohnung herumwuselte, nahm L ein Bad in der Wanne.

Am späten Nachmittag übten wir unter leichtem Murren von L konzentriertes Abschreiben der ersten beiden Strophen des Gedichts.
Ich bin nach wie vor verwirrt über die Nachricht der Lehrerin. Erstens schreibt L leserlich und ordentlich. Zweitens hatte sie heute nur sehr wenige Fehler beim Abschreiben gemacht. Für eine Zwei hätte ihr heutiges Ergebnis locker gereicht. Ich bin sehr gespannt, wie sie sich nächste Woche im Unterricht schlägt. Jedenfalls weiß sie nun, dass zwischen Überschrift und erster Strophe sowie erster und zweiter Strophe eine ganze Zeile frei bleibt und dass jede neue Gedichtzeile auch im Deutschheft bei einer neuen Zeile beginnt.

L wollte und durfte sich Rührei für den morgigen Schultag zubereiten. Das machte sie sehr gut. Ihr scheint die Essenzubereitung derzeit wirklich großen Spaß zu machen.
Ich hatte große Lust, das Geschenk für den Schul-Adventskalender sowie die Geschenke für die beiden Jungen, zu deren Geburtstagsfeiern L in Kürze gehen wird, einzupacken. Danach bereitete ich L und mir Abendessen zu.
Ich fühlte mich irgendwie schon wieder erschöpft und entspannte den restlichen Abend gemütlich auf der Couch.


Auch wenn L und ich an diesem Wochenende in Wickerode im Südharz nichts anderes als sonst unternommen und keine regionale Sehenswürdigkeit mitgenommen haben, tat mir der kurze Tapetenwechsel sehr gut. Ich liebe und genieße es, wenn jemand anderes für das Frühstück und Abendessen sorgt. Ich konnte beide Mahlzeiten sehr genießen. Die Ruhepausen, die ich mir immer wieder im Hotelzimmer gönnte, waren ebenfalls wunderbar.

Unser Mama-L-Urlaub 6/6

Alltagsschnipsel, Reisen & Ausflüge

Das WLAN im Ferienbungalow funktionierte für ein paar Stunden! Yippie!
(Am frühen Abend war es wieder weg.)

L und ich probierten heute im Waldbad die blaue Rutsche aus, die vor allem in den Kurven ganz schön abging. L wurde sogar gedreht, was sie überhaupt nicht lustig fand. Uns gefiel beiden die gelbe Rutsche besser. So verbrachten wir auch die meiste Zeit auf dieser.

Schon vor ein paar Tagen entdeckte ich an einer Bushaltestelle in einem kleinen Dorf irgendwo in Brandenburg oder Sachsen eine Büchertelefonzelle. Ehe meine Chance vertan war, hielt ich heute dort an und stöberte gemeinsam mit L in den Büchern. Jede von uns fand ein spannend klingendes Buch und nahm es mit.

Was heute schön war:

– ausschlafen
– Schwimmen und viel Rutschen im Wald- und Strandbad Wittichenau
– barfuß laufen
– Buch im öffentlichen Bücherschrank finden
– zwei neue Kleider kaufen 
– Schwimmen im Pool
– Lesen im Liegestuhl 
– Filmabend mit L

Eindrücke des Tages:

Unser Mama-L-Urlaub 5/6

Alltagsschnipsel, Reisen & Ausflüge

Bis um vier Uhr morgens schlief ich gut, wurde dann aber von L geweckt, die auf die Toilette musste.
Ich träumte wieder von M. Wir befanden uns im Gartenbereich unserer Wohnung in Erfurt und unterhielten uns. Irgendwann merkte M an, er sei wegen seiner Krankheit sehr erschöpft und am Ende seiner Kräfte. Da war sie wieder. Die Krankheit. 
Mir fiel es schwer, zurück in den Schlaf zu finden. Irgendwann klappte es dann doch.

Von U erfuhr ich, dass mein geliebter Walnussbaum im Garten meiner ehemaligen Wohnung in Erfurt durch den Tornado, der vorgestern Abend sein Unwesen trieb, entwurzelt wurde und umgefallen ist. Auch auf der Straße davor ist ein Verlust mehrerer Bäume und einer Straßenlaterne zu verzeichnen.
Zum Glück ist keinem Menschen etwas passiert.


Es ist immer noch kein WLAN im Ferienbungalow in Sicht. (Von Internetempfang brauche ich gar nicht erst anfangen.)

Was heute schön war:

– Besichtigung der KRABAT-Mühle in Schwarzkollm
– schwarzes Eis essen
– Schwimmen im Pool
– Film “Elemental” in der Extra Kinowelt in Schwarzheide ansehen

Eindrücke des Tages:

Unser Mama-L-Urlaub 4/6

Alltagsschnipsel, Reisen & Ausflüge

Gestern Abend gab es ein heftiges Unwetter in Erfurt mit gefluteten Kellern, Unmengen an Wasser auf den Straßen und entwurzelten Bäumen. Auf Nachfrage bestätigten mir zum Glück alle, dass es ihnen gesundheitlich gut geht.


Seit dieser Woche liest mir L morgens wieder regelmäßig zehn Minuten vor. Und sie macht es trotz mehrwöchiger Pause immer noch wunderbar.

Bei unserer ausgedehnten Shoppingtour erstand ich endlich preiswerte und passende Sitzkissen für unsere Küchenstühle. Seit gut einem Jahr hielt ich diesbezüglich die Augen offen, fand aber bis heute nichts passendes. 

Seit dem Morgen funktioniert das WLAN im Ferienbungalow nicht mehr. Gerade als sich L erneut darüber beschweren wollte, klopfte der Vater des Vermieters an unsere Tür und lud uns zu einer Tierbesichtigung auf sein Grundstück ein. L und ich hatten somit die Möglichkeit, den Hund Pepe und den Bock zu streicheln, die Gänse, Enten und Truthennen aus nächster Nähe zu sehen, die Fische zu füttern, die Katze zu begrüßen und den Kaninchen und Hühnern einen Besuch abzustatten.
Geschenkt bekamen wir zum Abschied einige Birnen und sechs frische Eier.

Was heute schön war:

– ausschlafen 
– Vorlesen am Morgen durch L
– barfuß laufen
– Lesen im Liegestuhl mit Blick auf die Schafe
– mehrstündige Shoppingtour im Lausitz Center in Hoyerswerda
– Schwimmen im Pool
– Grundstücksbegehung mit Tierbesichtigung

Eindrücke des Tages:

Unser Mama-L-Urlaub 3/6

Alltagsschnipsel, Reisen & Ausflüge

Gestern Abend gab es noch ein heftiges Gewitter mit sehr viel Regen und perlengroßen Hagelkörnern. Ls und meine Augen wurden mit Blick nach draußen immer größer. Aber: Wir haben alles gut überstanden. Und unser Ferienbungalow auch.


Heute Morgen, als ich vor dem Frühstück die Terrasse kehrte und von den herabgefallenen Blättern und Zweigen befreite, spürte ich sehr deutlich, wie befreiend es ist, wenig zu besitzen. Plötzlich ist so viel Zeit für anderes da. 
Ich werde dieses Gefühl von Freiheit nutzen und die Dinge in unserer Wohnung noch mal auf ihren Wert für mich überprüfen. Vielleicht lässt sich ja einiges weggeben. Und da derzeit wieder viele Keller mit Wasser volllaufen, möchte ich die Sachen, die ich dort unten aufbewahre und die mir stellenweise sehr am Herzen liegen, besser schützen.

Was heute schön war:

– ausschlafen
– barfuß laufen 
– Lesen im Liegestuhl mit Blick auf die Schafe
– Rutschen und Schwimmen im Wald- und Strandbad Wittichenau
– Filmabend mit L

Eindrücke des Tages:

Unser Mama-L-Urlaub 2/6

Alltagsschnipsel, Reisen & Ausflüge

Ich lese derzeit ein Buch, das sich inhaltlich mit den Themen Freude und Leichtigkeit im Leben befasst. Die Autorin schreibt ganz wundervoll, sodass ich bereits mehr als ein Viertel in nur drei Tagen gelesen habe.
Auch wenn ich bereits auf dem richtigen Weg bin und sehr vieles in meinem Leben hinterfragt und verändert habe, merke ich beim Lesen sehr deutlich, dass noch viel mehr möglich ist. Und das ist super spannend. Immer wieder lege ich das Buch beiseite, mache mir Notizen und entwickle Ideen in meinem Kopf meine Zukunft betreffend. Hinzu kommt ein großer innerer Drang, viele meiner Gedanken in die Tat umzusetzen. Am liebsten gleich.

Aus einer Laune heraus machte ich heute einen Persönlichkeitstest. Ich beantwortete sechzehn Fragen, brauchte bei der ein oder anderen sehr lange und ging stellenweise sogar nicht super zufrieden mit meiner Antwort zur nächsten Frage über. Vom Ergebnis im Anschluss war ich dann aber positiv überrascht. Besser hätte ich mich selbst nicht analysieren und beschreiben können. Alles, was da stand, traf es haargenau. 

Da ich den größten Teil des Tages mit Lesen verbrachte, fühlte ich mit jeder Faser meines Körpers Entspannung pur. Diese viele Zeit für mich tat sehr gut. 
L schien es ähnlich ergangen zu sein. Sie war mit ihren Playmobil Figuren viele Stunden des Tages in ihr Spiel vertieft und wirkte glücklich und zufrieden.

Was heute schön war:

– ausschlafen
– Vorlesen am Morgen durch L
– barfuß laufen
– Lesen im Liegestuhl mit Blick auf Gänse, Truthennen und Schafe und umgeben von dörflicher Ruhe
– Rücken- und Beinübungen
– Lesen in der Hängematte unter einem Apfel- und Pflaumenbaum
– Schwimmen im Pool
– Grillen am Abend
– Kreidemalerei

Eindrücke des Tages:

Unser Mama-L-Urlaub 1/6

Reisen & Ausflüge

Beim Anblick des schönen, aber leerstehenden Schlosses in Hohenbocka wollte L wissen, ob ich mir vorstellen könnte, darin zu wohnen. Ich bejahte, gab aber zu bedenken, dass ich so viel Platz niemals für mich alleine benötigen oder in Anspruch nehmen würde. 
Schnell schlug unser Gespräch eine andere Richtung ein und wir überlegten gemeinsam, was wir mit so viel Platz anstellen könnten. Es gewann schließlich die Idee, einigen Obdachlosen ein Heim zu schaffen und zurück in ein normales Leben zu verhelfen.

Auf dem Kettenkarussell beim Hafenfest in Senftenberg beobachtete ich von unten ein älteres Ehepaar, das ein paar Reihen hinter L saß und mitfuhr. Die Frau versprühte während der Fahrt so viel kindliche Begeisterung und Lebensfreude, das mir beim Anblick ihres Strahlens ganz warm ums Herz wurde. Ihr Mann saß tapfer neben ihr, fühlte sich zu Beginn der Fahrt etwas unsicher, ließ sich aber von der Freude seiner Frau anstecken.

Ls persönlicher Horror waren heute die Aquafitbälle beim Hafenfest. Sie war das einzige Kind, das im Ball eingeschlossen weinte anstatt zu krabbeln, zu laufen und was auch immer auszuprobieren. 
Auch wenn sie mir leidtat, konnte sie eine neue Erfahrung für ihr weiteres Leben machen.

Beim Hafenfest trat die Band “Marquess” auf. Ich lebe weit hinter dem Mond, dennoch kam mir der Name irgendwie bekannt vor. Wikipedia sei Dank lernte ich schnell, dass es diese Band bereits seit 2006 gibt und sie vorrangig in Spanisch singen. Das ein oder andere Lied kannte ich sogar. L schien die Musik gefallen zu haben.

Was heute schön war:

– ausschlafen
– barfuß laufen
– Vorlesen am Morgen durch L
– Schwimmen und Entspannen im Pool
– Spaziergang zum Schloss in Hohenbocka mit tiefsinnigen Gesprächen 
– Lesen im Liegestuhl mit Blick auf die Schafe
– Besuch des Hafenfests in Senftenberg

Eindrücke des Tages:

Erstmal die Lage checken!



Unsere Zeit in Irland 6/6

Reisen & Ausflüge

Samstag, 22. Juli 2023


Durch das Vibrieren meines Telefons wachte ich am Morgen kurz vor um neun irischer Zeit auf. Da sich mein Onkel J und seine Frau, die ihre Nacht im Wohnmobil vor unserem Landhaus verbracht hatten, von uns verabschieden wollten, wurde L zwangsläufig mit wach. Sie war definitiv noch nicht ausgeschlafen und hatte entsprechende Laune.

Gemeinsam mit R, S, T und J frühstückten L und ich am Vormittag. 
Ohne S machten wir uns eine ganze Weile später mit dem Auto auf den Weg in die nordirische Hauptstadt Belfast. Dort ziert ein palastähnliches Gebäude neben dem anderen die Innenstadt. Schaut man allerdings in die Nebenstraßen, erkennt man viel Leerstand, zugemüllte Vorgärten oder heruntergekommene Häuser. Der Unterschied zu Dublin war für mich schon enorm.
R parkte das Auto in der Nähe von Botanic Gardens. Wir schauten uns diese sowie zwei Tropenhäuser an und fuhren mit dem Riesenrand. Danach suchten wir uns einen Subway für ein spätes Mittagessen. In der Innenstadt selbst bewunderten wir die City Hall von außen, die aufgrund einer Veranstaltung nicht betreten werden konnte, besuchten einen Warhammer Store und einen Souvenir Shop und beendeten unseren Tagesausflug mit einer Heißen Schokolade in einem Café.


Als wir halb acht am Abend zurück im Landhaus waren, packte ich unsere Tasche und die beiden Rucksäcke. Nach dem Abendessen – es gab selbstbelegte Pizzen – lief ich nochmals durch jedes Zimmer, um zu schauen, ob vor allem L Spielzeug hat liegen lassen.

Den Abend ließen wir mit Scharade und dem Spiel “Wer bin ich?” ausklingen. L hatte sehr gute Einfälle und machte es uns nicht leicht.


Sonntag, 23. Juli 2023


Zwei Minuten vor dem Klingeln des Weckers um halb fünf irischer Zeit wurde ich wach. Fünf Minuten später stand ich auf und weckte L. Wir waren beide noch todmüde und hatten nicht sonderlich tief geschlafen.

Um fünf Uhr morgens saßen L und ich mit R, der uns zum Flughafen in Dublin fuhr, im Auto. Eine Dreiviertelstunde später half er uns bei der Gepäckaufgabe und wünschte uns kurz darauf einen guten Flug.
Bei der Sicherheitskontrolle wurde Ls Mitbringsel, ein Marshmallow Aufstrich, genauestens unter die Lupe genommen. Es sah so aus, als dürfe er nicht mit. L war schon sehr traurig deswegen, doch dann wurde der Aufstrich wieder in meinen Rucksack gelegt. (Ich hatte den völlig vergessen, sonst hätte ich ihn in den Koffer gepackt.)
Nur zehn Minuten vor Schließung des Gates scannten wir unsere Bordkarten. Das war schon ein wenig knapp wie ich finde. Dafür mussten wir nicht lange warten und saßen um sieben bereits im Flugzeug. Wegen des hohen Flugaufkommens aufgrund der Ferienzeit durfte unser Flieger erst kurz vor acht Uhr abheben. Im Gegensatz zum Hinflug war das Fliegen diesmal sowohl für L als auch mich angenehm und ohne Schwindel oder Druck auf den Ohren. Wir hatten zudem einen sehr sympathischen deutschen Piloten, der uns anfangs und zwischendrin mitteilte, dass wir von Dublin aus über die Irische See, die Britischen Inseln, die Niederlande, Köln, Hannover, den Harz und schließlich Leipzig fliegen. Kurz vor elf Uhr deutscher Zeit landeten wir schließlich.


Die Passkontrolle und die Abholung des Koffers im Flughafen Leipzig/Halle ging super schnell. Wir liefen im Eiltempo zu den Gleisen und kamen eine Minute vor Abfahrt der S-Bahn am Bahnsteig an. Glück gehabt.

Mittags waren L und ich wieder zu Hause. L verkrümelte sich in ihr Zimmer, ich stellte die Waschmaschine an und räumte einen Teil aus dem Koffer. Dann musste ich erstmal ein bisschen Schlaf nachholen.
Da es zwar bewölkt war, aber nur windete und kein Regen vorhergesagt wurde, hing ich die frisch gewaschene Wäsche draußen auf. (Es tröpfelte wenig später dann doch. Die Wäsche war am Abend aber trocken.)

Spontan beschlossen L und ich, am späten Nachmittag in den Barbie-Kinofilm zu gehen. Der Film war sehr unterhaltsam, ist meines Erachtens aber noch nichts für Kinder unter zwölf Jahren. Es werden so viele Dinge angesprochen, die nur mit ein wenig Lebenserfahrung verstanden werden können. Kurzweilig ist der Film natürlich trotzdem.

Heute Abend geht es zeitig ins Bett.

Unsere Zeit in Irland 5/6

Reisen & Ausflüge

L und ich schliefen heute bis um neun. Ehe wir uns beide zum Aufstehen motivieren konnten, unsere Badrunde gedreht hatten und zu den anderen stießen, verging gut eine Stunde.

Wir frühstücken gemeinsam in aller Ruhe und machten uns gegen Mittag mit den Autos auf den Weg nach Carlingford in der County Louth. Dort aßen wir ein Eis und begaben uns auf eine kleine Wanderung mit herrlicher Aussicht auf die Stadt, die Bucht und das Meer sowie das Gebirge in Nordirland. Die Kinder durften anschließend noch eine Weile auf dem Spielplatz spielen.


Am späten Nachmittag besuchten wir die nordirische Stadt Newry (einzig und allein aus dem Grund, um das Vereinigte Königreich zu betreten). Wir kauften dort noch wenige Lebensmittel ein und gingen in ein Café in einem Einkaufszentrum. L brachte in einem Spielzeugladen einen Teil ihres Taschengelds unter die Leute und erstand ihre drölfzigste Tasche.

Als wir gegen sieben Uhr zurück in unserem Landhaus waren, kamen kurz darauf mein Onkel J, der jüngere Bruder meines Papas, und dessen Frau J zu Besuch. Die beiden reisen seit vier Wochen mit dem Wohnmobil durch Irland und waren zufällig zur selben Zeit am selben Ort. Wir unterhielten uns sehr lange. Erst gegen 23 Uhr machten L und ich uns auf den Weg ins Bett.