Montag, 29. April 2024 – Telefontag

Alltagsschnipsel

Ich habe gut geschlafen, einiges zusammengeträumt und wurde am Morgen vom klingelnden Wecker aus einem Traum gerissen. Ls Begeisterung hinsichtlich des frühen Aufstehens hielt sich in Grenzen.
Gefrühstückt habe ich Beeren-Schokomüsli mit Erdbeeren und Pflanzenmilch, mittags aß ich eine Gemüsepfanne mit Linsen und Falafel und abends gab es eine sehr kleine Brotzeit und Ls Reisreste.
Meinem Fuß geht es seit Tagen gut, das Wetter war optimal und es war weder zu kalt noch zu heiß. Somit gab es keine Ausrede für eine Laufrunde entlang des Flusses.

Die Arbeitswoche startete ruhig. Neben den montäglichen Abstimmungsterminen lief ich den gesamten Tag unserer Payroll für die Gehaltszahlung hinterher. Am späten Nachmittag erhielt ich diese und konnte die Sammelüberweisung einstellen.
Die Klasse wertete heute gemeinsam die Zeit im Schwimmlager aus. Ansonsten trugen sich die Kinder zwei Klassenarbeiten im Hausaufgabenheft ein. Ich denke, eine wird dann Anfang Juni noch folgen. Dann dürften alle Noten vergeben sein und die Zeugnisse können geschrieben werden.

Übliches Szenario beim Abholen: Die halbe Klasse möchte gern mit zu uns nach Hause kommen. YWs Mama war es zu spontan, aber EB hatte Glück. Also nahmen wir sie mit und hörten auf der Fahrt im Auto unter anderem einen Song von Milli Vanilli. Die Mädels spielten die meiste Zeit draußen, sodass ich in der Wohnung Zeit zum Durchatmen hatte. 

Einen Großteil des Tages verbrachte ich am Telefon. Ich telefonierte mir die Finger wund wegen eines Datenschutzvorfalls bezüglich des LRS-Feststellungsverfahrens. Zudem brauche ich dringend ein Rezept für die Ergotherapie, habe hier in Markkleeberg und Umgebung aber noch keine Kinderarztpraxis gefunden. Ich wählte somit die Nummer des Kassenärztlichen Notdienstes und wurde an eine Praxis in Zwenkau verwiesen, die ich sogleich anschrieb.

Was heute schön war:

– Sonnenschein 
– Laufrunde
– Playdate für L
– sonnen- und windgetrocknete Wäsche
– Italienischübungen in der Duolingo App
– lesen

Sonntag, 28. April 2024 – Rückenschwimmen 

Alltagsschnipsel

Gestern Abend bin ich todmüde und mit etwas Sonnenbrand im Gesicht sowie Anzeichen, die mich doch sehr an einen leichten Sonnenstich erinnerten, ins Bett gegangen. Ich habe in dieser Nacht viel besser geschlafen und wachte heute Morgen halb acht auf. L schlief zehn Stunden. 
Gefrühstückt hatte ich wieder mein Beeren-Schokomüsli mit Banane und Pflanzenmilch, nachmittags gab es einen leckeren Veggieburger.
Das erste Mal nach fünfundzwanzig Jahren übte ich Rückenschwimmen. Ich konnte die Schwimmtechnik noch, erinnerte mich aber wieder daran, warum ich es nicht mag, in dieser Position zu schwimmen. Ich mag es nicht, wenn meine Ohren komplett unter Wasser sind.

Vier Stunden lang verbrachten L und ich in der Sachsentherme. Lose verabredet waren wir mit Leipzig-S und ihrer Tochter LK, die etwa eineinhalb Stunden nach uns eintrudelten. L übte wie eine Besessene das Rückenschwimmen, das ihr im Schwimmlager so gar keinen Spaß gemacht hatte. Nach kurzem Zögern legte sie ihre Schwimmhilfe beiseite, überwand ihre Angst und schwamm auf dem Rücken. Von Mal zu Mal gelang ihr das besser. Sogar ein anwesender Schwimmmeister bestätigte unaufgefordert, dass sie die korrekte Technik anwendet. Ich bin froh, dass L ihre Lust am Schwimmen nicht verloren hat.

Was heute schön war: 

– ausschlafen
– Sonnenschein
– lesen
– Telefonat mit meinen Eltern
– Sachsentherme
– sonnen- und windgetrocknete Wäsche
– Französischübungen in der Duolingo App

Samstag, 27. April 2024 – Belantis

Alltagsschnipsel, Reisen & Ausflüge

In der Nacht oder den frühen Morgenstunden wurde ich mehrmals wach, denn unsere beiden Kaninchen im Nebenzimmer waren sehr laut. Ich vermute, eine von beiden, sehr wahrscheinlich Waltraud, hatte nun den Sandkasten, den wir als Buddelmöglichkeit im Gehege aufgestellt haben, entdeckt und ausgiebig genutzt. Halb acht wurde ich erneut wach und blieb es. L schlief insgesamt elf Stunden. 
Zum Frühstück aß ich Beeren-Schokomüsli mit Banane und Pflanzenmilch, mittags und nachmittags gab es viele Muffins und eine halbe Portion Pommes und abends futterte ich Leckeres vom Grill. Kurzum: Viel zu viel gegessen heute.

Fünf Stunden verbrachten L und ich im Freizeitpark Belantis bei Leipzig. Mit dabei waren meine Schwägerin M, die ihren heutigen Geburtstag dort feierte, mein Neffe M, mein Schwippschwager S und zwei befreundete Pärchen der beiden. Eines brachte auch ihre kleine Tochter mit. So war es möglich, dass L alle Karussells, die sie fahren wollte, auch fahren konnte. Mir wird nämlich bei nahezu allem, was sich im Kreis dreht, übel. L war glücklich, dass wir nun endlich den Freizeitpark besucht haben. Schließlich wohnen wir bald zwei Jahre ganz in der Nähe und hatten es bisher nicht geschafft. 
Spontan fuhren L und ich am späten Nachmittag in den Garten von Leipzig-S. Ich half ihr ein wenig bei der Gartenarbeit, während die Mädels gemeinsam spielten. Zum Abendessen schmissen wir den Grill an.
Als wir spät abends wieder zu Hause waren, kümmerte ich mich um die zwei Kaninchen, deren Gehege noch gereinigt werden musste. Gleich verkrümele ich mich ziemlich fertig vom schönen Tag ins Bett.

Elli und Waltraud werden von Tag zu Tag mutiger. Waltraud hat mittlerweile alle Zimmer, in denen sie Freilauf von uns erhält, erkundet. Elli kribbelt es auch in den Pfoten, aber sie hat sich bisher noch nicht getraut, das sichere Gehege zu verlassen.

Was heute schön war: 

– Sonnenschein
– lesen
– Freizeitpark Belantis
– Gartenarbeit 
– Playdate für L
– grillen 
– Englischübungen in der Duolingo App

Eindrücke des Tages:

Freitag, 26. April 2024 – Ls Rückkehr

Alltagsschnipsel

Ich habe sehr gut geschlafen und wurde kurz vor dem Klingeln des Weckers um Viertel nach sieben wach. 
Gefrühstückt hatte ich einen Vanillequark mit Heidelbeeren, den ich mir zuvor im Tegut gekauft hatte, mittags aß ich ein fünfzehn Zentimeter langes (kurzes?) vegetarisches Sub von Subway und abends hatten L und ich Appetit auf Nudeln mit Tomatensoße.
Beim Zähneputzen machte ich eine Übung für die Beine.

Den halben Arbeitstag verbrachte ich im Büro in Erfurt. Wir hatten heute wieder unseren Open Space Friday. Neben dem Finanz- und Projektupdate nebst Akquise, das am Anfang eines solchen Tages immer auf dem Programmpunkt steht, stellte sich ein neuer Kollege, der im Mai bei uns anfangen wird, vor. Ein leckeres Mittagessen gab es ebenfalls wieder. Dieses musste ich leider im Auto essen, da …
… L am Nachmittag aus dem Schwimmlager zurückkehrte und ich keinesfalls zu spät oder als Letzte am Bus ankommen wollte. Ich war pünktlich und konnte eine erschöpfte L in die Arme schließen. Im Laufe des Abends teilte sie mir mit, dass es ihr geholfen hätte, wäre ein kurzer Kontakt zu den Eltern in irgendeiner Form erlaubt gewesen. Sie hatte sehr starkes Heimweh und hat nicht nur abends vor dem Einschlafen, sondern auch tagsüber immer mal wieder geweint. Tagsüber vor allem deshalb, weil ihr der Schwimmunterricht so gar keine Freude bereitet hat. Sie hatte stellenweise richtig Angst, vor allem vorm Rückenschwimmen und hasste die Stunden von Mal zu Mal mehr. Wenn sie nochmal entscheiden dürfte, würde sie nicht mit ins Schwimmlager fahren.  
Ich bin dennoch sehr stolz auf sie. Die Fahrt hat ihr zumindest gezeigt, was sie will oder eben auch nicht und wozu sie schon bereit ist oder eben auch nicht.

Zu Hause angekommen, bereitete ich L erstmal etwas zu essen zu.
Nebenher räumte ich ihren Koffer und Rucksack aus, ließ die Kleidung von der Waschmaschine waschen, nahm trockene Wäsche vom Wäscheständer ab und hing später frisch gewaschene wieder auf. 
Abends beschlossen L und ich, dass wir einen Filmabend machen. So konnte sie mit mir kuscheln und nebenbei einen Film schauen. Dabei sagte sie immer wieder, wie froh sie ist, wieder zu Hause zu sein.

Schon wieder ist ein Jahr vergangen: Nun ist der Amoklauf am Gutenberggymnasium in Erfurt schon zweiundzwanzig Jahre her. Dennoch bleiben die Erinnerungen.

Was heute schön war:

– länger schlafen
– Telefonat mit meinem Bruder
– Hörspiel 78 der Reihe „Die drei ???“
– unfall- und staufreie Autofahrt
– Ls Rückkehr
– Filmabend
– Sportübung
– Schwedischübungen in der Duolingo App 

Himmelspost an M

Dies & Das, Persönliches

Mein lieber M,

wir haben jetzt Kaninchen! Seit Mitte April wohnen nun die beiden Zwergwidder-Mädels Elli und Waltraud bei uns. 
Seit Prinzis Tod vor mittlerweile dreieinhalb Jahren überlegten L und ich immer mal wieder, ob wir Haustiere bei uns einziehen lassen wollen. Unsere Wahl ist nun auf zwei Kaninchen gefallen, denn diese ermöglichen es uns, dennoch problemlos die geliebten Freizeitaktivitäten wahrnehmen zu können.
Du weißt, dass ich ein Faible für Tiere aus dem Tierheim habe. Von daher stand für mich von vornherein fest, dass wir zunächst schauen, ob es Kleintiere in den umliegenden Tierheimen gibt. So sind wir auf Elli und Waltraud gestoßen. 
Beide Kaninchen haben lediglich ein vom Tierarzt geschätztes Alter. Elli dürfte drei Jahre alt sein, Waltraud bereits sieben. L und ich haben im Vorfeld darüber gesprochen, was das mit Blick auf die Lebenserwartung bedeutet, und waren uns dennoch einig, die Tiere bei uns aufzunehmen. Waltraud macht bisher einen sehr fitten Eindruck. Bei ihr haben wir vermutlich sogar den Original-Impfpass des Ersthalters vorliegen. Dieser wirft aber einiges an Fragen auf. Zum Beispiel ist das Geburtsjahr nicht eindeutig zu lesen und hinsichtlich des Namens und Geschlechts sind Änderungen zu erkennen. Waltraud könnte somit auch erst fünf Jahre alt sein.
Ellis Geburtsdatum stand von vornherein fest. Sie wurde am 1. Juli 2020 geboren. Bei Waltraud durfte sich L einen Geburtstag ausdenken. Sie feiert nun ihren am 11. Oktober. Als Geburtsjahr haben wir dennoch 2016 genommen.
Die beiden Kaninchen erhalten bei uns ausschließlich Frischfutter. Ich habe eine wunderbare Auflistung von einem Tierarzt im Internet gefunden, die ich seitdem zu Rate ziehe. Auf dieser ist haarklein beschrieben, was Kaninchen permanent fressen dürfen, was lediglich hin und wieder als Snack gegeben werden darf, was zu kalziumreich und was sogar schädlich für sie ist.
Elli und Waltraud haben einen ganz unterschiedlichen Charakter. Waltraud ist sehr neugierig und erkundungsfreudig, lässt sich aber (noch) nicht gern streicheln. Elli kommt immer sofort angelaufen, futtert für ihr Leben gern und lässt sich streicheln und knuddeln, ist aber beim Erkunden ihrer neuen Umgebung noch recht zögerlich. Es macht Spaß, die beiden zu beobachten. L und ich freuen uns über jeden noch so kleinen Fortschritt. 

Erinnerst du dich noch an den vor vier Jahren abgeschlossenen Kredit für unser Wohnmobil? In exakt einem Jahr werde ich endlich die letzte Rate zahlen und mich dann sehr glücklich von dem Strafkredit, wie ich ihn seit deinem Tod liebevoll nenne, verabschieden. Ich bin schon jetzt voller Vorfreude. 
Sollte ich jemals wieder in die Verlegenheit kommen, mir einen Kredit anzulachen, wünsche ich mir, dass ich außer einer jahrelangen Rückzahlung auch etwas davon habe. Und sei es „nur“ ein schöner Urlaub.

Nachdem nun bei L eine mittelschwere Lese-Rechtschreibschwäche diagnostiziert wurde, habe ich mir zu ihrem Wohle für ihren weiteren Lebensweg einen ersten Plan überlegt. Dieser sieht auch nach Rücksprache mit ihrer Klassenlehrerin so aus, dass sie ganz normal mit in Klassenstufe drei gehen wird. Parallel dazu wird L ab Mai eine auf LRS spezialisierte Ergotherapie besuchen. Ich überlege, ob ich für L bereits einen Nachteilsausgleich bei der Schule beantrage. Sie könnte beispielsweise laut Ergotherapeutin in Lernzielkontrollen und Klassenarbeiten in derselben Zeit weniger Aufgaben erhalten, um so genügend Zeit zu haben, ihre Ergebnisse zu kontrollieren.

Unsere L hat bereits drei von vier Nächte im Schwimmlager (erfolgreich) überstanden. Ich kann dir gar nicht sagen, wie unglaublich stolz ich auf sie bin. Alle, die L kennen, wissen wie schwer es ihr fällt, von mir über Nacht getrennt zu sein. Dass sie so wunderbar durchhält, freut mich sehr. Für L bedeutet das einen riesengroßen Schritt in die richtige Richtung. Auf ihre Eindrücke und Erlebnisse bin ich schon sehr gespannt. 

Deine Katja

Mittwoch, 24. April 2024 – Start der Ergotherapie

Alltagsschnipsel

Gestern Abend bin ich todmüde ins Bett gegangen und auch sofort eingeschlafen. Das bedeutete über neun Stunden Schlaf für mich. Diesmal konnte das Fenster die ganze Nacht offen bleiben, da ich nicht einmal zwischendrin aufgewacht bin. Dafür bin ich im Moment aber dermaßen verspannt, dass mir einige Male meine Arme und Hände eingeschlafen sind.
Zum Frühstück gab es Schokomüsli mit Banane und Erdbeeren und Pflanzenmilch, mittags bereitete ich mir einen Salat aus Gurke, Paprika, Tomaten und Linsen zu und für das Abendessen erstand ich erneut eine Rettertüte voll mit Sushi.
Kurz vor dem Schlafengehen machte ich eine Übung für die Beine.

Seit ein paar Tagen trudeln an der Arbeit ziemlich viele Krankmeldungen beziehungsweise Mitteilungen über Unwohlsein ein. Demzufolge ist es gerade ein wenig ruhiger. 
L hat die zweite von insgesamt vier Nächten im Schwimmlager überstanden. Ich hatte am Morgen wieder keinen Anruf auf dem Telefon. Ich muss gestehen, dass ich sie ganz doll vermisse. Dennoch tut uns beiden der Abstand ganz gut. Ich bin wahnsinnig neugierig, was sie mir am Freitag alles erzählen wird. 

Den Nachmittag verbrachte ich bei der Thai Massage. Die Masseurin fand ziemlich schnell die Verhärtungen im Schulterbereich. Ihr gelang es sogar, mir einige Verspannungen zu lösen.
Abends schaute ich das Staffelfinale der dritten Staffel der Serie „The Wire“ und startete kurz darauf mit Folge eins der vierten Staffel. 

Das Erstgespräch in der auf LRS spezialisierten Ergotherapiepraxis verlief überaus vielversprechend. Die Therapeutin machte einen sehr guten ersten Eindruck auf mich. L wird bereits am 8. Mai ihre erste Stunde dort verbringen und sogar in den Genuss des Therapiehundes Rosa kommen. Die Dinge, welche die Therapeutin mit L vorhat, klingen ebenfalls logisch. Spannend war die Aussage der Therapeutin, dass bei allen Kindern, die sie in den letzten Wochen neu aufgenommen hat, eine LRS diagnostiziert wurde. Sie vermutet als Grund dahinter die fehlende Vorschule in der Corona-Zeit. Auf L trifft das definitiv zu. Im Kindergarten gab es leider so gut wie gar keine Vorschule.  

Was heute schön war:

– länger schlafen
– erfolgreiches Anamnesegespräch
– Thai Massage
– Sushi zum Abendessen
– Serie „The Wire“
– Französischübungen in der Duolingo App
– Sportübung

Dienstag, 23. April 2024 – Bürotag

Alltagsschnipsel

In der Nacht wurde ich mehrmals wach. Ich warf jedes Mal einen kurzen Blick auf mein iPhone und war erleichtert, als keine eingegangenen Anrufe zu sehen waren. Gegen vier Uhr stand ich kurz auf, um das Fenster in der Küche zu schließen. Es war nämlich ziemlich kalt in der Wohnung.
Im Auto auf dem Weg nach Erfurt aß ich ein Sandwich und eine Möhre, mittags gab es eine kleine Portion Sushi und ein Onigiri und für das Abendessen holte ich mir ein leckeres Reisgericht vom asiatischen Imbiss.
Kurz vor dem Schlafengehen machte ich eine Übung für die Beine und dehnte und streckte meinen Oberkörper, der dabei knackende und generell interessante Geräusche von sich gab.

Den heutigen Arbeitstag verbrachte ich ohne Zeitdruck nach hinten raus im Büro. Die mit drei Mitarbeitenden geführten Gehaltsgespräche waren sehr angenehm. Die Stimmung war bei allen im Büro Anwesenden sehr gut. Das merkte man auch an unserer lustigen Mittagsrunde. Insgesamt war es eine sehr schöne Zeit. 
L hat die erste Nacht im Schwimmlager gut geschafft. Jedenfalls gehe ich davon aus, denn es gab keine Anrufe seitens ihrer Klassenlehrerin oder Erzieherin. Leipzig-S fuhr ihre Tochter LK erst heute Vormittag ins Erzgebirge zu den anderen Kindern und konnte sich so einen Eindruck von der Gegend verschaffen. Sie meinte, die Unterkünfte erinnern sie an Hotels auf Mallorca und das Außengelände ist sehr kinderfreundlich. Mit der Klassenlehrerin konnte sie auch kurz sprechen. Diese war gestern Abend zwei Stunden mit Kuscheln, Trösten und Vorlesen beschäftigt. Irgendwann sind dann aber wohl alle Kinder eingeschlafen.

Meinen Abend verbrachte ich neben arbeiten mit Sudoku-Rätseln, der Säuberung des Kaninchenstalls und -geheges, in der Badewanne und telefonierend. 

Gestern gab ich dem Tierheim ein kurzes Update bezüglich der Eingewöhnung von Elli und Waltraud und schickte auch ein süßes Foto mit. Ich fragte gleich mit an, ob die beiden im Sommer dort Urlaub machen können, während L und ich in Italien sind. Heute kam eine liebe Antwort zurück. Und die beiden Kaninchen dürfen wir ebenfalls in gut zwei Monaten in die Tierpension bringen. Ich bin darüber sehr erleichtert, hätte unseren vor über einem Jahr geplanten Sommerurlaub aber den Tieren zuliebe auch umgeplant und verkürzt.

Was heute schön war: 

– unfall- und staufreie Autofahrten
– Hörspiele 75 und 76 der Reihe „Die drei ???“
– schöner Bürotag
– Badewannenzeit
– Telefonat mit Dresden-J
– Englischübungen in der Duolingo App
– Sportübung

Montag, 22. April 2024 – L im Schwimmlager

Alltagsschnipsel

Trotz Ls Vorfreude wegen der bevorstehenden Klassenfahrt schliefen wir beide in der Nacht sehr gut. Ich hatte definitiv einiges geträumt, an das ich mich leider nicht mehr erinnere. Geweckt wurde ich vom Klingeln des Weckers um zehn vor sechs.  
Zum Frühstück gab es Schokomüsli, Erdbeeren und Pflanzenmilch, mittags aß ich eine französische Gemüsepfanne und abends kaufte ich mir zum Abendessen eine kleine Portion Sushi.
Vor dem Schlafengehen machte ich zwei Übungen für die Beine und eine für die Arme.

Mein Arbeitstag bestand aus den üblichen montäglichen Meetings wie beispielsweise der Abstimmungsrunde mit den Product Owner. Neben der Vorbereitung für den in dieser Woche stattfindenden Open Space Friday kümmerte ich mich heute vorrangig um die Rechnungslegung sowie der daraus resultierenden Anpassung des Cashflow- und Umsatzforecasts.  
Alle zweiten Klassen fuhren am Morgen ins Schwimmlager ins Erzgebirge nahe der tschechischen Grenze. Um sieben war Treff. Da der Bus Verspätung hatte und deshalb nicht wie geplant halb acht abfahren konnte, sollten sich die Eltern bereits Viertel nach sieben von ihren Kindern verabschieden. Am späten Vormittag wurde allen Eltern via Buschfunk mitgeteilt, dass die Kinder gut angekommen sind und bereits ihre erste Schwimmeinheit hatten.

Nach der Arbeit nutzte ich das sonnige Wetter für einen Spaziergang. Ich lief einen Teil meiner Joggingstrecke.
Nach der Reinigung des Kaninchengeheges und -stalls machte ich es mir abends auf der Couch gemütlich. Leider bekam ich keinen weiteren Hasenbesuch. Die beiden schliefen den Tag über sehr viel.

Das erste Mal dieses Jahr suchte ich am frühen Abend den Friseursalon auf. Nach kurzem Blick auf meine Haare entschieden die Friseurin und ich, dass etwa sieben oder acht Zentimeter abgeschnitten werden sollten. Da meine Haare ohnehin wie Unkraut wachsen, war das kein Problem. Trotz der gelassenen Zentimeter sehe ich wie immer keinen Unterschied zu vorher, dafür fühlen sich meine Haare weich und gepflegt(er) an. 

Was heute schön war: 

– Nachmittagsspaziergang
– Friseurbesuch
– Sushi zum Abendessen
– Serie „The Wire“
– Schwedisch in der Duolingo App
– Sportübungen

Ein Wochenende im April

Alltagsschnipsel

L und ich hatten ein wunderbar ereignisloses und entspanntes Wochenende.


Samstag, 20. April 2024


Aufgewacht bin ich am Morgen kurz nach halb acht und fühlte mich ausgeschlafen genug, um gleich wach zu bleiben. L wurde nur wenige Minuten später wach.
Wir kuschelten noch eine Weile im Bett, ehe ich aufstand und erstmal das Fenster in der Küche schloss. Es war so kalt in der Wohnung, dass ich warme Luft in Küche und Wohnzimmer ließ. (Wir haben eine Nachtspeicherheizung.) Das funktionierte sehr gut und schnell.

Ich bereitete Frühstück für Elli, Waltraud, L und mich zu. Nach dem Essen war es erst Viertel nach neun. Ich machte es mir mit meinem Sudoku-Rätselblock auf der Couch gemütlich und hoffte, dass die beiden Kaninchen neugierig genug sein würden, um aus dem Gehege, das ich ein Stück weit geöffnet hatte, zu kommen und sich im Wohnzimmer umzusehen. (Spoiler: Auch Stunden später traute oder wollte keine der beiden Damen das Gehege für eine Erkundungstour verlassen.)

Seit meiner Laufrunde am Montag schmerzt mein linker Fußballen. Es ist äußerlich nichts zu sehen, keine Schwellung oder ähnliches, dennoch humple ich ein wenig beim Gehen. Aus diesem Grund und um meinem Körper zu signalisieren, dass ich wirklich kürzertreten will, ruhte ich mich bis zum Mittag aus.   

Irgendwann verlangte L nach einem Mittagessen. Das war schnell zubereitet, da sie lediglich Appetit auf Reis hatte. Ehe ich für den Rest des Tages komplett auf der Couch versackt wäre, ging ich duschen und fuhr anschließend mit L ins Paunsdorf Center in Leipzig. 
Dort erstanden wir eine schickere Badekappe für L und holten aus dem Zoogeschäft noch ein paar coole Dinge für das Kaninchengehege. 

Als wir nachmittags wieder zu Hause waren, telefonierte ich mit meinen Eltern.
Danach säuberte ich das Gehege. Ich finde es sehr schön, dass Elli und Waltraud keine Angst haben, obwohl ich den beiden natürlich bei der Reinigung sehr nahe komme. Man merkt, dass sie bereits mit Menschen zusammengelebt haben. Es bereitete mir neben dem Säubern des Stalls große Freude, ihr Gehege umzuräumen und neue Beschäftigungsmöglichkeiten anzubieten. Waltraud war sehr neugierig und erkundete gleich, was ich gemacht hatte. Ich saß derweil wieder auf dem Sofa und schaute den Kaninchen beim Fressen, Schlafen oder Hoppeln zu. 

Auch zum Abendessen wollte L lediglich Reis haben. Den Gefallen tat ich ihr gerne. Danach schaute ich die neunte Folge der dritten Staffel der Serie „The Wire“.
Gegen halb acht machten L und ich es uns mit Knabbereien im Bett gemütlich und starteten unseren Filmabend. Wir hatten uns für den Film „Yes Day“ entschieden. Bevor es irgendwann gegen halb elf schlafen ging, machte ich meine Französischübungen in der Duolingo App und las noch einige Seiten in meinem Buch.


Sonntag, 21. April 2024


Heute Morgen wurde ich Viertel vor acht wach, L etwa zwanzig Minuten später. Begrüßt wurde ich kurz darauf von Ellis stummer Frage nach frischem Salat, die ich natürlich nicht ignorieren konnte.

Ich bereitete für uns vier das Frühstück vor. Die Kaninchen stürzten sich sofort auf ihre Fressnäpfe. L und ich frühstückten ausnahmsweise im Bett und schauten im Rahmen eines spontan ausgemachten Filmmorgens dabei den ersten Teil der Reihe „Ich, einfach unverbesserlich“. Schließlich kommt in Kürze Teil vier in die Kinos.

Am Vormittag packten L und ich gemeinsam ihren Koffer und Rucksack für das Schwimmlager. Ich bin meiner Schwiegermama immer noch sehr dankbar für den kleinen Koffer, den sie nicht mehr benötigt und L überlassen hat. Es passte alles für die bevorstehende Woche hinein. Die Temperaturen im Erzgebirge werden irgendwo zwischen zwei und neun Grad Celsius liegen. Zudem habe ich gehört, dass es dort Neuschnee gab. Demzufolge beinhaltet Ls Koffer sehr warme Kleidung neben den Schwimmsachen.
Seit zwei Jahren hat L nun ihr Seepferdchen-Abzeichen. Heute schaffte ich es endlich, dieses Abzeichen an einen der Badeanzüge, die sie mitnehmen wird, zu nähen.

Nachdem ich L asiatische Nudeln mit Gemüsebrühe zubereitet hatte, machte ich es mir auf der Couch gemütlich, las ein paar Seiten in meinem Buch, aktualisierte meinen Terminkalender „Ein guter Plan“ und rätselte in meinem Sudoku-Block.

Meinem Fußballen geht es seit gestern Abend schon sehr viel besser. Ich humple nicht mehr und kann die Zehen wieder krümmen und strecken, ohne vor Schmerz das Gesicht zu verziehen. Meinen Plan, morgen eine Laufrunde einzulegen, werde ich sicherheitshalber auf Mitte nächster Woche verschieben.

Sehr zu Ls und meiner Freude war Waltraud neugierig und mutig genug, um mehrmals zaghafte Versuche zu unternehmen, das Gehege zu verlassen, um Küche und Wohnzimmer zu erkunden. Elli schaute ihr dabei aufmerksam zu, traute sich aber noch nicht, ihrer Freundin zu folgen.

Weil ich schon wieder so unglaublich verspannte Schultern hatte, ließ ich mich nachmittags vom Massagegerät massieren.
Danach machte ich mich daran, Ls Frühstück und Mittagessen für den morgigen Tag vorzubereiten. Ich wählte die größte ihrer Brotdosen und packte sie ordentlich voll. Das wird sicherlich reichen, bis die Kinder zur späten Mittagszeit etwas Warmes zu essen bekommen. Weil ich einmal in der Küche stand, machte ich auch gleich L und mir Abendessen. Nebenbei machte ich ein paar Kniebeuge.

Am Abend war es Zeit, den Stall und das Gehege zu reinigen. Ich freue mich immer sehr, wenn danach alles wieder sauber und ordentlich ist. Kaum standen die beiden Fressnäpfe im Käfig, stürzten sich Elli und Waltraud wie zwei halb verhungerte Kaninchen auf das Futter. Spannend. 


Den restlichen Tag ließ ich gemütlich auf der Couch ausklingen. Ich schaute eine weitere Folge der Serie „The Wire“, machte meine Italienischübungen in der Duolingo App und las in meinem Buch weiter. L wechselte zwischen ihrem iPad und dem Playmobilhaus hin und her und wurde immer aufgeregter. Sie freut sich schon sehr auf die morgige Fahrt ins Schwimmlager. 

Freitag, 19. April 2024 – Ernüchterung 

Alltagsschnipsel

Ich hatte zum Glück wieder gut geschlafen. Die ersten Anzeichen der Stresssymptome vom vorangegangenen Tag waren verschwunden. Ich bin froh, mittlerweile gut einschätzen zu können, wann es Zeit ist, der eigenen Verfassung zuliebe einfach mal nichts zu tun und die Seele baumeln zu lassen.
Auf der Autobahn gab es morgens eine Brotzeit, mittags aß ich eine sehr leckere Dinkelpizza mit Champignons und Blattspinat und abends gab es nur eine Kleinigkeit. 
Aufgrund meines schmerzenden Fußes verzichtete ich auf eine Sporteinheit. 

Mein Arbeitstag im Büro in Erfurt verlief ganz anders als geplant und erwartet und war ehrlich gesagt sogar ein wenig ernüchternd und deprimierend. Ein kleiner Trost waren die zahlreich anwesenden Kolleg*innen, mit denen ich Austausch hatte. Dass meine Retrospektive in einem der Projekte, die ich als Scrum Master begleite, sehr kurzfristig wegen einer Deadline in einem anderen Projekt ausfallen musste, ärgerte mich den Tag über sehr. Mit einer zuvor ordentlichen Kommunikation hätte das Chaos nämlich vermieden werden können. Ich merkte mal wieder, welchen Stellenwert bei uns ein ordentlicher Prozess in den jeweiligen Projekten hat. Offensichtlich nämlich keinen.  
L hatte am Morgen keine Lust auf den Freiday beziehungsweise auf das Projekt, dem sie zugeteilt wurde. Sie schien es bei der Lehrerin angesprochen zu haben, denn sie berichtete mir abends, dass sie in ein anderes Projekt wechseln konnte und darüber sehr happy war. Der Schultag war somit nicht ansatzweise so schlimm wie befürchtet.

Leipzig-S war so lieb und holte L am Nachmittag von der Schule ab. So brauchte ich mich auf der Rückfahrt nicht zu stressen und hatte sogar noch Zeit, zu Hause die Kaninchen zu füttern und das Gehege zu reinigen, bevor ich L von ihrer Schulfreundin LK abholte.

Was heute schön war:

– unfall- und staufreie Autofahrten
– Hörspiele 73 und 74 der Reihe „Die drei ???“
– Pizza zum Mittagessen 
– Playdate für L
– Serie „The Wire“
– Englischübungen in der Duolingo App
– lesen