Gestern Abend fand ich schlecht in den Schlaf. Irgendwie hatte ich ein Beklemmungsgefühl auf der Brust und konnte nicht so richtig tief Luft holen. Als ich Viertel nach sechs heute Morgen aufwachte, war ich nicht sonderlich ausgeschlafen. Ich fühle eine große Aufgeregtheit in mir, die sicherlich im Zusammenhang mit den Kaninchen steht. Leider kann (m)ein Körper nicht zwischen positivem und negativem Stress unterscheiden, denn über unsere beiden neuen Mitbewohnerinnen freue ich mich nach wie vor sehr. Diese waren in der Nacht übrigens erstaunlich ruhig.
Zum Frühstück gab es ein leckeres Schokomüsli mit Erdbeeren und Pflanzenmilch, mittags aß ich eine asiatische Gemüsepfanne mit Falafelbällchen und abends gab es nach sehr langer Zeit mal wieder zwei Scheiben Zwiebelbrot mit Spiegeleiern.
Einige büroorganisatorische Aufgaben konnte ich heute abschließend erledigen. Im Nachgang zu unserem Management Weekly ergab sich noch eine notwendige Aufgabe, die ich nach Vorliegen sämtlicher Informationen zur weiteren Planung des Geschäftsjahres angehen werde.
Die für heute geplante Klassenarbeit in Mathematik fand wegen eines unangekündigten Probealarms nicht statt. Die Klassenlehrerin wusste selbst nichts davon und nutzte die Zeit lieber, um die aufgeregten Kinder zu beruhigen. Da war wohl ordentlich was los. Die Arbeit wird Anfang Mai nachgeholt. Für L bedeutet das mehr Zeit zu üben, um (noch) mehr Selbstvertrauen zu bekommen.
Gemeinsam mit L säuberte ich nachmittags den Bereich des Käfigs, in dem sich die beiden Kaninchen ausschließlich aufgehalten haben. Die heute gelieferte Ecktoilette stellte ich an einem der beiden bevorzugten Orte für die kleinen und großen Geschäfte auf. Ich bin gespannt, ob sie angenommen wird. Ansonsten machte ich nichts.
Gestern Abend war ich erstmals überrascht, heute Morgen nach dem Aufstehen dann ein zweites Mal, als ich beim Blick in den Käfig feststellte, dass all das angebotene Futter komplett verschwunden war. Das von mir organisierte Grünfutter reichte somit keine vierundzwanzig Stunden. Naiv wie ich war, glaubte ich doch, wir kämen damit zwei Tage hin. Ich kaufte somit am Morgen eine ganz große Menge an Grünfutter ein. Das dürfte nun wirklich bis Freitagabend oder Samstagmorgen reichen.
Was heute schön war:
– zutrauliche Kaninchen
– lesen
– Schwedischübungen in der Duolingo App
– Eis essen
– Serie „The Wire“
Autor: Katja
Mittwoch, 17. April 2024 – Willkommen Elli und Waltraud!
AlltagsschnipselIch habe nachts etwas unruhig geschlafen. Dennoch wurde ich Viertel nach sechs wach und fühlte mich erholt genug, um den heutigen Tag zu bestreiten. Geträumt hatte ich einiges, jedoch war nichts mehr davon greifbar.
Zum Frühstück aß ich wie immer Schokomüsli, Erdbeeren und Pflanzenmilch, mittags gab es das restliche Sushi und abends bereitete ich für L und mich ein Nudelgericht zu. Letzteres ist eine nette Umschreibung für Nudeln mit Ketchup.
Gemeinsam mit unserem Mutterkonzern nähern wir uns dem Ende des Bürokratiewahnsinns in den unendlichen Weiten des Förderuniversums. Leider sagt mir mein Bauchgefühl, dass uns vermutlich keine der im ersten Anlauf beantragten drei Förderungen bewilligt werden wird. Wir werden sehen.
Ls Schultag war unspektakulär. Die Erzieherin, die auch die AG Theater leitet, soll wohl kürzlich gekündigt haben. Das wäre wirklich sehr schade. Einen anderen Erzieher habe ich ebenfalls schon auffallend lange nicht mehr gesehen.
Nachmittags machte ich mich auf den Weg ins Tierheim, um Elli und Waltraud, zwei super niedliche Zwergwiddermädchen abzuholen. Nach Zahlung der Schutzgebühr, die sich pro Tier auf fünfzig Euro belief, fuhr ich mit den beiden im Auto zu uns nach Hause. Während der Fahrt konnte ich einen ersten Eindruck vom Charakter der Kaninchen gewinnen: Waltraud teilte mir sehr genau mit, was sie von der ganzen Situation hält, während Elli keinen Mucks von sich gab.
Heute bat mich Ls Schulfreundin EB, mit zu uns nach Hause kommen zu dürfen. Ich hatte nichts dagegen. Die beiden Mädels saßen aufgeregt vor dem Gehege und beobachteten jede Regung der beiden neuen Mitbewohnerinnen.


Morgens bekam ich einen riesengroßen Schreck, als plötzlich direkt über den Autos ein ADAC Helikopter zur Landung auf dem Parkplatz des Gartenmarkts, der von der Ampel aus keine zweihundert Meter entfernt liegt, ansetzte. Mein Puls schoss sofort auf einhundertachtzig und ich hatte ein flaues Gefühl in der Magengegend. Vermutlich gab es einen Notfall. Anhand meiner Reaktion merke ich, dass ich noch einiges an Weg vor mir habe in Bezug auf meine Trauerbewältigung.
Was heute schön war:
– Herrichten des Geheges
– zwei neue Mitbewohnerinnen
– Playdate für L
– Italienischübungen in der Duolingo App
– lesen
Dienstag, 16. April 2024 – Werken ist doof!
AlltagsschnipselWas für ein furchtbarer Start in den Morgen. Dabei begann er für mich ganz entspannt. Schon sechs Uhr und damit eine ganze Weile vor dem Weckerklingeln wachte ich auf und hatte noch Zeit, ein bisschen im Internet zu lesen. Als ich L weckte, hatte sie von Sekunde eins an ultra miese Laune, vorrangig aus dem Grund, weil sie heute nicht am Werkenunterricht teilnehmen wollte und das Fach und den Lehrer obendrein nicht mag. Diese negative Energie prasselte komplett auf mich ein. Es dauerte nicht lange und ich wurde von ihrer schlechten Laune angesteckt. Auf dem Weg zur Schule sprachen wir kein einziges Wort miteinander. Uff.
Gefrühstückt hatte ich Schokomüsli, Erdbeeren und Pflanzenmilch, mittags gab es den restlichen Salat, den ich bereits gestern zum Mittagessen gegessen hatte, und für das Abendessen ergatterte ich tatsächlich eine der seltenen Sushi-Rettertüten.
Mit meiner Retrospektivevorbereitung wurde ich im Laufe des heutigen Arbeitstages fertig. Ich bin zufrieden und sehr gespannt, ob die Inhalte und Methoden dem Team gefallen werden. Eine zweite Runde im Gehaltsverhandlungsgespräch mit einer Mitarbeiterin nahm einen überraschend guten Ausgang.
Als ob L am Morgen erhört wurde, fand kein Werkenunterricht statt. Der Lehrer hatte sich krankgemeldet. Stattdessen machten alle Kinder Kunstunterricht. Wenn man das nur manchmal schon vorher wüsste …
Für die morgen bei uns einziehenden Kaninchen kaufte ich Spielsand, Kräuter und Gemüse ein. L und ich sind beide sehr aufgeregt und freuen uns schon sehr.
Beim Abholprozess aus der Schule klimperten zwei Kinderaugenpaare in meine Richtung. Nach einem kurzen Telefonat mit der Mama nahm ich nicht nur L, sondern auch ihre Klassenkameradin YW mit zu uns nach Hause. Den späten Nachmittag über spielten die beiden Mädchen friedlich miteinander und ich hatte meine Ruhe. Es ist faszinierend mitzuerleben, welch unterschiedliche Charaktere die Kinder aus Ls Klasse sind. YW gehört eher mit zu den ruhigen und unschuldigeren Mädchen.
Was heute schön war:
– Vorbereitung der Retrospektive
– lesen
– Playdate für L
– Sushi
– Französischübungen in der Duolingo App
Montag, 15. April 2024 – Ruhiger Start in die Woche
AlltagsschnipselGeschlafen habe ich sehr gut. Die Nacht war definitiv traumreich, jedoch fehlt mir jegliche Erinnerung an die Geschehnisse. Geweckt wurde ich mit dem Weckerklingeln.
Zum Frühstück gab es Schokomüsli mit Apfel und Pflanzenmilch, mittags einen aus Tomaten, Gurke, Möhren, Paprika, Kichererbsen und einer Handvoll Nüssen bestehenden Salat und abends eine Dreiviertel Pizza Funghi.
Es war weder zu warm noch zu kalt. Somit hatte ich keine Ausrede, heute nicht laufen zu gehen. Diese brauchte ich aber ohnehin nicht, da ich große Lust hatte, mich zu bewegen. (Seit Prinzi nicht mehr bei uns ist, bewege ich mich leider sehr viel weniger.) Meine kurze Laufrunde tat vor allem meinem Kopf sehr gut.
Neben einigen wenigen montäglichen Abstimmungsterminen startete die neue Arbeitswoche ruhig. Ich sichtete und beantwortete E-Mails und Slack-Nachrichten, klärte Finanzbuchhalterisches und kümmerte mich um die Vorbereitung der am Freitag anstehenden Retrospektive in einem Projekt, das ich als Scrum Master begleite.
Im Voraus groß angekündigt wurde vergangene Woche das Holi Fest, welches als Nachmittagsprogramm heute im Hort stattfinden sollte. Aus Zeitgründen und sehr zum Verdruss der Kinder, die sich darauf schon sehr freuten, fand es schließlich nicht statt. Erst nach dem Schwimmlager wird es nachgeholt. Auf eine tägliche Übung bekam L in Mathe die Note eins. Jetzt dürften bis Schuljahresende tatsächlich nur noch je eine Klassenarbeit in Deutsch, Sachunterricht und Mathe geschrieben werden. Reicht auch.
Den späten Nachmittag verbrachten L und ich mit einem Lebensmitteleinkauf. Zudem brachte ich meine Momox-Pakete zur Post.
Abends setzten wir uns gemeinsam hin, um Matheaufgaben für die am Donnerstag anstehende Klassenarbeit zu besprechen und zu lösen. Es kam leider mal wieder zu einem kurzen Streit. Ich bin es so leid.
Was heute schön war:
– Morgenspaziergang
– Laufrunde
– Telefonat mit Dresden-J
– Englischübungen in der Duolingo App
– Serie „The Wire“
– lesen
Sonntag, 14. April 2024 – Besuch im Tierheim
AlltagsschnipselAusgeschlafen hatte ich kurz nach halb acht. Ich fühlte mich wesentlich erholter als gestern Morgen. Die Nacht über hatte L etwas erhöhte Temperatur. Kurz nach dem Einschlafen sah sie im Fieber wieder Gestalten im Schlafzimmer. Das finde ich nach wie vor gruselig. Zum Glück konnte ich sie schnell beruhigen. Als sie morgens aufwachte, war die Körpertemperatur wieder im Normalbereich und blieb es auch den restlichen Tag über.
Gefrühstückt hatte ich Schokomüsli mit Bananenstückchen und Pflanzenmilch, mittags gab es einen selbstgemachten Kartoffelsalat, zum Vesper mithilfe des Thermomix’ selbst hergestelltes Himbeereis und abends Brötchen mit Hummus-Dip.
Eine Arm- und Beinübung machte ich abends. Immerhin.
Wegen hartnäckigen Verspannungen im mittleren Rückenbereich rechtsseitig holte ich nach dem Frühstück das Massagegerät hervor. Nebenbei las ich in meinem Buch weiter.
Im Anschluss an meine Massage übten L und ich ein paar Matheaufgaben in Vorbereitung auf ihre Klassenarbeit.
Nachmittags durften wir im Tierheim vorbeischauen. Die beiden Zwergwiddermädchen Oreo und Bounty sind mittlerweile vermittelt worden, sodass wir da waren, um die beiden Kaninchen Elli und Waltraud, die wir zukünftig Walli rufen werden, zu besuchen. Offenbar war der Eindruck von uns ein guter, denn am Mittwoch dürfen die beiden bei uns einziehen.

Was heute schön war:
– ausschlafen
– lesen
– Rückenmassage mit dem Massagegerät
– Telefonat mit meinen Eltern
– Besuch im Tierheim
– Schwedischübungen in der Duolingo App
Samstag, 13. April 2024 – L kränkelt
AlltagsschnipselSchon Viertel vor sieben wachte ich am Morgen auf. Ich probierte, weiterzuschlafen. Das klappte leider nicht. Auch L wurde bereits kurz nach um sieben wach. So hatten wir beide einen zeitigen Start in den Samstag.
Gefrühstückt habe ich Schokomüsli mit Banane und Pflanzenmilch. Mittags teilten L und ich uns ein Reisgericht beim vietnamesischen Imbiss und abends packte ich zwei tiefgefrorene Stockbrotbrötchen in den Ofen, die ich anschließend mit Ketchup und Senf aß.
Ich startete lesend in den Tag. Das Buch, das ich gestern fand, ist sehr spannend und lustig geschrieben. Ich beendete es am späten Nachmittag. Glücklicherweise handelt es sich um eine Reihe, sodass ich mir direkt das nächste Buch auf die Kindle App ziehen und mit dem (Weiter-)Lesen beginnen konnte.
Um für das näherrückende Schwimmlager die letzten fehlenden Dinge zu kaufen, fuhren L und ich um die Mittagszeit ins Paunsdorf Center. Nun haben wir wirklich alles beisammen. Nächstes Wochenende packen wir gemeinsam den Koffer.
Schon während unseres Einkaufsbummels klagte L über Schmerzen im Bein. Zudem hat sie seit Donnerstag einen starken Husten. Ich packte sie erstmal ins Bett und ließ sie ausruhen. Abends hatte sie Lust und Energie, um ein paar Runden auf ihren Rollschuhen zu drehen.
Abends kuschelten L und ich uns gemeinsam ins Bett und schauten den Film „Coco“. L bekam während des Films leicht erhöhte Temperatur.
Am Vormittag rief ich im Tierheim an und erkundigte mich nach unseren Chancen für die beiden Kaninchen. Diese stehen wohl kurz vor einer Vermittlung. Allerdings dürfen wir morgen vorbeischauen, um die beiden anderen Kaninchendamen kennenzulernen.
Eine Frau aus der Nachbarschaft, die uns ihre Unterstützung bei einer gelegentlichen Kaninchenfütterung angeboten hat, meldete sich gestern Abend bei mir. Wir tauschten einige Nachrichten aus und können uns vermutlich in Zukunft mit Katzensitting bei ihr revanchieren. Nun haben wir bereits drei Frauen gefunden. Das ist wirklich wunderbar.
Was heute schön war:
– Sonnenschein
– lesen
– Telefonat mit dem Tierheim
– Einkaufsbummel
– Mittagsschlaf
– Italienischübungen in der Duolingo App
– Filmabend
12 von 12 im April
AlltagsschnipselWillkommen im zweiten Quartal des Jahres! Heute ist der 12. Tag des Monats. Es heißt somit wieder 12 von 12. Im Verlauf des Tages werden viele Bilder gemacht, von denen zwölf abends im Blog präsentiert werden.
Aufgeweckt wurde ich vom Klingeln des Weckers, der es erneut schaffte, mich mitten aus dem Traum zu holen. Ganz so schlimm war das allerdings nicht, träumte ich doch gerade, ich hätte mein Mathebuch vergessen und sollte, ohne die Aufgabe zuvor rechnen zu können, das Ergebnis an der Tafel präsentieren. Bevor es allerdings dazu kommen konnte, fand ich mich mit L und ihrer Schulfreundin EB plötzlich im Kino wieder. Die Mädels konnten sich ewig nicht für einen Film entscheiden, sodass die Leute, die hinter uns warteten, allmählich genervt waren.

Nachdem ich L an der letzten Ampel vor der Schule verabschiedet hatte, spazierte ich ein paar Minuten lang in der Gegend umher und besuchte mal wieder die in der Nähe befindliche Kleingartenanlage. Ich mag den Blick in die Gärten sehr, vor allem, wenn die Tulpen wie hier auf dem Bild so schön blühen.

Auf der kurzen Fahrt zurück nach Hause hörte ich unter anderem „Die Prinzen“. Seit L ein großer Fan des Liedes „Alles nur geklaut“ (als Remake gemeinsam mit „Deine Freunde“) ist, erscheinen in meiner Spotify-Playlist immer öfter neue Bands und Songs. Ich finde es generell großartig, dass wir mittlerweile beim Musikgeschmack von Tweenies angekommen sind.

Um während des Arbeitstags nicht zu verdursten, kochte ich mir eine große Kanne Tee. (Die reicht meist bis zum Mittagessen.) Mein Frühstück, bestehend aus dem LaVita Saft, einer Tasse Schokocappuccino und einer Schüssel mit Schokomüsli, Bananenstückchen und Pflanzenmilch, bereitete ich gleich mit zu und aß beziehungsweise trank vor dem Rechner am Arbeitsplatz.

Da heute den ganzen Tag über die Sonne schien, konnte ich unsere Kleidung draußen aufhängen und vom Wind und den Sonnenstrahlen trocknen lassen. Ich liebe den Geruch frisch gewaschener und draußen getrockneter Wäsche.


Zum Mittagessen bereitete ich mir Nudeln mit Tomatensoße zu. Ich hatte großen Hunger und überhaupt keinen Appetit auf Salat. Das gestern im Briefkasten angekommene Stadtjournal, das die Einwohner*innen alle zwei Wochen über News rund um Markkleeberg, anstehende Veranstaltungen oder geplante Änderungen informiert, schnappte ich mir als Leselektüre beim Essen.


Das letzte Mal hatte ich vor drei Jahren über Momox Bücher verkauft. Ich lud mir nachmittags die App herunter, scannte eines der bereits herausgesuchten Bücher nach dem anderen und verpackte sie anschließend in diese zwei Kartons. Wenn es nach dem Versand keine Beanstandungen gibt, erhalte ich fünfzig Euro.
Bevor ich L von der Schule abholte, warf ich meinen zuvor ausgefüllten Stimmzettel in den Briefkasten. Gewählt wird im Mai die Vertreterversammlung der Genossenschaft, bei der ich Anteile habe. Statt einer Kaution zahlte ich vor dem Einzug in die Wohnung Genossenschaftsanteile. Das witzige an diesen Wahlunterlagen war, dass ich vierundsechzig Stimmen hatte. Zufälligerweise gab es exakt dieselbe Anzahl an Kandidat*innen. Ich verteilte meine Stimmen gleichmäßig. Ich kenne ohnehin niemanden von den aufgelisteten Menschen. Meine Stimmen verfallen lassen wollte ich aber auch nicht.

Spontan besuchten L und ich in Begleitung zweier Mitschülerinnen und Mamas die Eisdiele bei der Schule. Heute probierte ich die Sorte Holunder.

Zu Hause angekommen, schaute ich in Ls Mathearbeitsheft nach, welche Seiten wir am Wochenende in Vorbereitung auf die in der kommenden Woche anstehende Klassenarbeit durcharbeiten können. Vorrang werden vor allem die Aufgaben haben, bei denen L noch etwas Schwierigkeiten hat.

Abends fuhr L mit ihren Rollschuhen um die Häuser. Ich nahm derweil die Wäsche ab und sortierte und faltete sie direkt an Ort und Stelle. So wie ich die Wäsche im Wäschekorb nach Personen sortiere, hänge ich sie übrigens auch auf. Das erleichtert es mir im Nachhinein, Kleidung schneller zu finden. Natürlich sind L und ich nur noch zu zweit, aber auch als M noch lebte, hatte jede*r einen eigenen Platz auf dem Wäscheständer.

Bevor wir nach über einer Stunde wieder in die Wohnung zurückkehren und Abendbrot essen wollten, warf ich vorsichtig einen Blick in den Briefkasten, in dem sich eine Kohlmeise eingenistet hat. Nach wie vor liegt nur ein Ei versteckt im Nest.
Nach dem Abendessen werde ich in einem neuen, hoffentlich fesselnderen Buch lesen. Eventuell schaue ich auch eine weitere (halbe) Folge meiner aktuellen Serie „The Wire“. Ich befinde mich nun in der Mitte der dritten Staffel. Ein paar Übungen in Französisch stehen vor dem Schlafengehen definitiv noch auf dem Plan.
Donnerstag, 11. April 2024 – Rundum zufrieden
AlltagsschnipselHeute war ein schöner Tag.
Geweckt wurde ich kurz vor halb sieben durch den Wecker, der mich mitten aus einem Traum riss. L sprang zwar nicht so schnell wie die letzten drei Tage aus dem Bett, bummelte aber auch nicht herum.
Gefrühstückt hatte ich einen Beeren-/Schokomüsli-Mix mit Erdbeeren und Pflanzenmilch, mittags aß ich eine Brotzeit und zum Vesper gab es sehr viel Eis. Abends futterte ich nochmal Brot, das ich erst frisch gekauft hatte, mit leckeren Hummusaufstrichen.

Mein Arbeitstag war dreigeteilt. Ich las mich einerseits in die Thematik „Agiles Arbeiten in Agenturen“ ein. Ich will herausfinden, warum vor allem das Framework Scrum nur so mittelgut für uns funktioniert. Sobald ich genug Erkenntnisse und vor allem Lösungsansätze zur Verbesserung unserer Prozesse gesammelt habe, werde ich diese dem gesamten Team präsentieren. Denn so wie es derzeit läuft, kann es weder richtig sein noch weitergehen. Parallel dazu bereitete ich die nächste Woche stattfindende Retrospektive in einem der Projekte, die ich als Scrum Master betreue, vor. Den Vormittag verbrachte ich in den unendlichen Weiten des Förderportals. Ich stellte einen ersten Antrag, bearbeitete und lud einen Teil der Unterlagen hoch und sandte zwei Dokumente, die unser Mutterkonzern ausfüllen darf, per Mail dorthin. Wenn diese Unterlagen erst einmal vorliegen, kann ich sie beliebig oft für alle weiteren Anträge verwenden. Der erste Schritt ist also gemacht.
L erzählte mir nachmittags ganz stolz, dass sie im Matheunterricht einer ihrer Freundinnen eine Aufgabe erklären konnte und durfte. Dafür schaffte sie selbst zwar nicht die Bearbeitung der entsprechenden Seite im Arbeitsheft – die werden wir dann am Wochenende lösen -, aber ihr Selbstvertrauen hat enorm davon profitiert. Auf ein „Mein bisheriges Leben“-Projekt im Fach Sachunterricht, das vor allem künstlerisches Geschick benötigte, hat L eine 2- bekommen. Wir sind beide zufrieden, wissen wir ja, dass ihre Skills im Ausschneiden und Gestalten ausbaufähig sind.
Abends fuhren L und ich in den Pösna Park, um im Fressnapf das letzte Equipment für die hoffentlich bald einziehenden Kaninchen zu kaufen.
Als wir zu Hause ankamen, baute ich den vormittags gelieferten Kaninchenstall auf, machte einige Fotos und sendete diese per Mail an das Tierheim. Nun hoffen wir auf eine Einladung zum persönlichen Kennenlernen.

Ls Klassenlehrerin führt ab dieser Woche mit allen Eltern Entwicklungsgespräche. Ich hatte bereits heute Nachmittag einen halbstündigen Termin mit ihr. Es steht nicht nur bei mir, sondern auch bei ihr völlig außer Frage, dass L in der Klasse verbleiben und ganz normal mit in Klassenstufe drei versetzt wird. Sie meinte, dass sich L im letzten halben Jahr sehr sichtbar verbessert hat. Sie hat absolut keine Bedenken mehr diesbezüglich. Wir besprachen auch die schulischen und privaten Fördermöglichkeiten bezüglich Ls LRS-Diagnose. Ich denke, jetzt ist wirklich alles zur Zufriedenheit und Erleichterung aller geklärt und unser (vor allem mein) Leben kann unbeschwerter weitergehen.
Was heute schön war:
– positives Entwicklungsgespräch
– Lieferung und Aufbau des Kaninchenstalls
– Eis essen
– Einkauf bei Fressnapf
– Englischübungen in der Duolingo App
– Serie „The Wire“
– Unterhaltungsserie „LOL“
Mittwoch, 10. April 2024 – Wochenplan
AlltagsschnipselAuch heute Morgen wurden L und ich fast zur selben Zeit und über eine Viertelstunde vor dem Klingeln des Weckers wach. Seit drei Tagen steht L mit guter Laune und ohne Gemecker auf. Das ist mir fast schon ein wenig unheimlich.
In mein Beerenmüsli mit Pflanzenmilch zum Frühstück schnippelte ich mir frisch gekaufte Erdbeeren hinein, mittags aß ich zwei vegane Burger Patties mit Erbsen- und Möhrengemüse und zum Abendessen wünschte sich L Kartoffeln mit Spinat.
Ich machte einige Wiederholungen von je einer Übung für die Arme und Beine.
Ich hatte trotz einiger Meetings einen überaus produktiven Arbeitstag. Es gab hier und da Organisatorisches zu tun mit viel inhaltlichem Wechsel, der meiner vollen Konzentration bedurfte. Starke Nerven bewies ich auch bei der Registrierung in einem Förderportal.
L hat im Mathetest zum Thema Multiplikation die Note zwei geschrieben. Die Lernzielkontrolle im Fach Sachunterricht über die Thematik Kalender lief wohl ganz okay. Schauen wir mal, was herauskommt.
Während unserer morgendlichen Badrunde fragte ich L fünf Minuten lang über das Thema Kalender aus und wiederholte so mit ihr den Stoff für den heute anstehenden Test. Danach stellte ich ihr noch drei Minusaufgaben im Zahlenraum bis zehn. Die Nennung des richtigen Ergebnisses dauert nun nicht mehr so lange wie noch letzte Woche. Es geht voran. Das tägliche kurze Üben hat sich bereits bezahlt gemacht.
Am späten Nachmittag nutzte ich den Hauch von Motivation und schaute unseren Süßigkeitenschrank durch. Da konnte so einiges weg. Jetzt herrscht wieder Ordnung im Fach.
Fünf Kinder wurden heute laut Aussage der Klassenlehrerin mit ihrem Wochenplan fertig. L gehört nicht zu ihnen, weshalb wir abends gemeinsam (und freiwillig) die fehlenden Aufgaben bearbeiteten. So schön das Konzept des Wochenplans st, so ausbaufähig ist die Umsetzung. Es gab bisher noch keinen Wochenplan, an dessen Fertigstellung wir nicht bis spät abends saßen.
Im gestrigen Gespräch mit Leipzig-A erfuhr ich detaillierter ihre Herausforderungen im Zusammenleben mit ihrer Tochter. Sie hat mit EB so ganz andere Hürden zu überwinden als L und ich, die aber nicht weniger intensiv und kräftezehrend sind. Es war spannend, von ihrem Aufgabenpäckchen zu hören. Ich möchte jedenfalls nicht tauschen.
Gestern wurde das Freigehege, das ich gleich zweimal bestellt hatte, geliefert. Gleich als L und ich zu Hause ankamen, bauten wir eines davon auf. Dieses bietet den beiden Kaninchen, die hoffentlich im Laufe des Aprils bei uns einziehen werden, bereits viel Platz. Ich bin zufrieden. Die für morgen angekündigten Transportboxen kamen heute schon an. Jetzt fehlt uns nur noch der Käfig.
Was heute schön war:
– Ls gute Laune am Morgen
– erkennbare Fortschritte beim Kopfrechnen
– produktiver Arbeitstag
– Thai Massage
– Sportübungen
– Schwedischübungen in der Duolingo App
– Vorankommen im eigenen Projekt
– Serie “The Wire”
– lesen
Dienstag, 9. April 2024 – Bowling
AlltagsschnipselHeute Morgen wurde ich bereits um sechs Uhr und somit über eine Viertelstunde vor dem Klingeln des Weckers wach. Das passiert auch nicht alle Tage.
Zum Frühstück gab es eine Brotzeit während der Autofahrt, mittags aß ich den Salat, den es bereits gestern zum Mittagessen gab, und abends lud uns Leipzig-A zum Essen ein. Ich entschied mich für eine Gnocchipfanne.
Den halben Arbeitstag verbrachte ich im Erfurter Büro. Heute starteten wir in die Gehaltsverhandlungen mit allen Mitarbeitenden. Nach dem Mittag fand unser Teammeeting statt. Da am kommenden Samstag das Entenrennen stattfindet, durfte sich das Team kreativ ausleben und die fünf Enten, die für unsere Firma ins Rennen gehen werden, bemalen.


Ein wenig Bauchschmerzen bekam ich beim Anblick der vielen Streckeneinschränkungen und Baustellen auf den Autobahnen. Ich finde es einerseits sehr gut, dass die Straßen erneuert werden, befürchte andererseits aber, in den nächsten Wochen ewig im Stau zu stehen.
L arbeitete im Unterricht weiter an ihrem Wochenplan, den wir sicherlich morgen zu Hause fertigstellen werden. Diesmal halten sich die unterschiedlichen Aufgaben in Grenzen. Ansonsten teilte sie mir mit, im letzten Unterrichtsblock keine Luft mehr durch die Nase bekommen zu haben. Der leichte Schnupfen, den ich seit dem Wochenende habe, hat nun also auch sie erreicht.
Eines von Ls Geschenken zur Kindergeburtstagsfeier war eine Stunde Bowling. So machten L, ihre Schulfreundin EB, deren Mama und ich uns am Nachmittag auf den Weg zur Bowling Bar. Ich habe das letzte Mal im Jahr 2017 eine Bowlingkugel in der Hand gehalten, L noch nie. Da Leipzig-A so clever war und für die Kinder Bumper hinzugebucht hatte, blieb der Frust, nicht einen Kegel umzuwerfen, glücklicherweise aus. Wir hätten sonst vermutlich nach der ersten Runde wieder gehen können. So hatten die Mädels aber sehr viel Spaß. Ich erzielte bei unserem ersten und einzigen Spiel den ersten Platz von hinten.
Abends setzten L und ich uns noch ein paar Minuten hin und übten stichprobenartig für die morgen anstehende Lernzielkontrolle im Fach Sachunterricht zum Thema Kalender. Ich konnte Ls letztes Verständnisproblem bezüglich des Schreibens des Datums aus der Welt schaffen. Ich denke, sie ist gut vorbereitet.
Wegen drei aufeinanderfolgenden Tagen mit Temperaturen um die dreißig Grad Celsius ist es in unserer Dachgeschosswohnung bereits so warm wie im Juli. L und ich schlafen schon in kurzen Schlafsachen, was vor allem bei mir, die immer friert, was heißt.
Was heute schön war:
– Bemalung einer Rennente
– Hörspiele 71 und 72 der Reihe „Die drei ???“
– unfall- und staufreie Autofahrten
– Bowling
– Italienischübungen in der Duolingo App
