43. Erfurter Silvesterlauf

Sportveranstaltung

Das erste Mal seit vier Jahren verbringen M und ich den Jahreswechsel wieder in Erfurt. Normalerweise flüchten wir Prinzi zuliebe in knallarme Gegenden.

Da Ms Schwester und S Lust hatten, am 43. Erfurter Silvesterlauf teilzunehmen, meldeten M und ich uns auch an. Bereits wenige Wochen vorher hätte sich M am liebsten auf die 4-Kilometer-Strecke umgemeldet, da er seit Mitte November nicht mehr joggen war. Leider war dies nicht möglich, sodass er in den sauren Apfel beißen und sich der 10-Kilometer-Distanz stellen musste.

Viertel nach zehn trafen wir bei der Leichtathletikhalle ein, suchten Ms Schwester und S und befestigten unsere Startnummern. Halb elf ging es für Ms Schwester, S und mich auch schon los.

Ich lief die ganze Strecke, bestehend aus zwei 2-Kilometer-Runden mit Ms Schwester zusammen. Die ersten zwei Kilometer liefen bei mir sehr gut. Beim dritten bekam ich leichtes Seitenstechen und musste nach dem dreihundert Meter langen Anstieg für kurze Zeit etwas langsamer laufen, damit mein Puls wieder sank. Die letzten Meter ins Ziel liefen wir aber wieder schneller. Ich benötige 26 Minuten und 16 Sekunden für die 4-Kilometer-Distanz und belegte Platz 19 von 33 in meiner Altersklasse.

Um elf startete Ms 10-Kilometer-Lauf. Er musste dieselbe Strecke wie ich zurücklegen, allerdings gleich fünf (!) Mal. Bei einem Kinderpunch für mich und Glühwein für alle anderen feuerten Ms Schwester, ihre Mama, S, dessen Mama und ich M immer wieder lautstark an. Obwohl er seit mehreren Wochen nicht mehr trainiert hatte, erreichte er das Ziel nach 1 Stunde 2 Minuten und 59 Sekunden.

Ich wäre gern ein paar Minuten eher im Ziel gewesen, merkte aber während des Laufs, dass ich derzeit nicht schneller laufen kann. Ich bin trotzdem sehr zufrieden und hatte heute wieder viel Spaß. Für M und mich war es ein schöner Auftakt in ein sportliches Jahr 2017 🙂

Tagebuch – Besuch meiner Freundin J

Alltagsschnipsel

Als ich heute Morgen kurz vor halb neun aufwachte, war ich noch etwas müde. M und ich hatten bis halb eins ein paar Folgen Pastewka aus Staffel zwei gesehen. Ein Blick aus dem Fenster genügte, um festzustellen, dass heute mein Lieblingswinterwetter wird: Minusgrade, Frost auf Dächern, Bäumen und Rasen sowie Sonnenschein. Nur wenige Minuten nach mir war der Rest der Familie munter.

Da uns der entkoffeinierte Kaffee ausgegangen ist, konnte nur M seinen Kaffee am Morgen im Bett genießen. Während Prinz und L ihm dabei Gesellschaft leisteten, bereitete ich zwischenzeitlich unser Müsli sowie ein Glas LaVita-Saft für jeden vor.

Nachdem alle angezogen waren, spazierten wir gemütlich in die zweieinhalb Kilometer entfernte Drogerie, in der ich für L zwei Packungen Mini-Reiswaffeln und Fruchtsmoothie kaufte. Wir begegneten unterwegs wieder einigen Hunden. Prinz zeigte uns jedes Mal ein vorbildliches Verhalten ❤

Wieder zu Hause angekommen, sortierte ich meine restlichen Unterlagen in die dafür vorgesehenen Ordner. Ich hatte gestern bereits damit begonnen und bin sehr stolz auf mich, dass ich den Rest heute bzw. noch in diesem Jahr erledigt habe. Es hatten sich in den letzten sechs Monaten nämlich wieder etliche Rechnungen, Quittungen und Kontoauszüge angesammelt. M absolvierte in der Zwischenzeit ein Workout nach Mark Lauren, während ihm L vom Laufgitter aus dabei zusah.

Um eins machte sich M auf den Weg zur jährlich in seinem Büro stattfindenden LAN-Party. L aß zuvor ihren Kartoffel-Möhren-Brei, ich eine vegane Bratkartoffelpfanne. Dann wurde erst mal Mittagsschlaf abgehalten.

Am Nachmittag kam meine Freundin J zu Besuch. Wir unterhielten uns über dies und das und besprachen auch das erste Kapitel meines Kinderbuches. J teilte mir wirklich sehr gute und sinnvolle Änderungsvorschläge mit, die ich bald umsetzen werde. Da M auf der LAN-Party einen zweiten PS4-Controller benötigte, machten J, L, Prinzi und ich einen langen Spaziergang zum Büro und brachten ihm diesen vorbei. Auf dem Rückweg kaufte ich noch ein Wurzelbrot für mein heutiges Abendessen. Viertel vor acht machte sich J wieder auf den Heimweg.

Wenig später ließ ich sämtliche Rollos in unserer Wohnung runter, da dadurch die ersten Böller nur noch gedämpft zu hören sind und Prinz weniger Angst hat. Anschließend brachte ich L ins Bett und schaute zwei Folgen Magic Kaito.

Tagebuch – Jahresabschlussessen im Waldhaus

Alltagsschnipsel

Da M diese Woche nicht arbeiten muss, konnten wir vier heute wieder ausschlafen. Nachdem halb zehn alle wach waren, tranken M und ich unseren Morgenkaffee im Bett, während sich Prinz am unteren Bettende noch mal zusammenrollte und L zwischen uns spielte. Nebenher lief auf dem Mac eine Folge Pastewka aus dem Jahr 2005, die wir zwar schon mal geschaut haben, uns aber nicht mehr an den Inhalt erinnern konnten.

Anschließend sprang ich fix unter die Dusche, zog kurz darauf L an, ließ die Waschmaschine unsere Kleidung säubern und räumte die Wohnung auf. M bespaßte derzeit L und die zwei Kinder unserer in Irland lebenden Freunde, die über Weihnachten und Neujahr in Deutschland sind. Sie entschieden sich für ein Autorennspiel auf der Playstation.

Halb eins bekam L ihren Kartoffel-Möhren-Brei. Dann machten wir uns auch schon auf den Weg zum Waldeingang. Wir trafen uns mit Ms Schwester, S und der Hündin Amy und liefen im leichten Nieselregen die drei Kilometer bis zum Waldhaus. Obwohl erst Weihnachten war und die Leute noch satt sein müssten, war das italienische Restaurant gut besucht, weshalb wir heute viel länger als sonst auf unsere Getränke und das Essen warten mussten. Ich trank einen Kirschsaft und aß Bandnudeln in Steinpilzsoße, M einen Auflauf und die anderen beiden Pizza. Für L bestellten wir etwas Baguette zum Knabbern. Ein großes Lob bekommt Prinzi: Er war schon lange nicht mehr so lieb und entspannt in einem Restaurant wie heute ❤

Ms Schwester fiel auf, dass bei L die ersten Zähne sichtbar sind, und kündigte an, dass es nicht mehr lange dauern kann, bis diese gänzlich durchkommen.

Erst viertel vor vier traten wir den Rückweg an und kamen exakt mit Eintritt der Dunkelheit am Auto an. Auf der kurzen Fahrt zu unserer Wohnung schlief L, die heute keinen Mittagsschlaf machen konnte, ein.

Abends brachte M sein ausgeliehenes Game zurück in die Videothek. Als er kurz vor sieben zurückkehrte, gingen wir in die Wohnung über uns und leisteten den Kindern T und J sowie ihrer Mutter S Gesellschaft beim Abendessen. Da sich L mehrfach über die Augen rieb, ging ich mit ihr und Prinzi wenig später wieder runter, um L bettfertig zu machen und noch etwas auf der Wickelkommode spielen zu lassen. Derweil spielte M noch mit T und J, bis auch diese ins Bett mussten.

Zweiter Bloggeburtstag

Dies & Das

Wieder ist der Heiligabend gekommen und mein Blog feiert heute schon seinen zweiten Geburtstag!

In diesem Jahr ist für M, Prinz und mich viel passiert, das unser bisheriges Leben mit seinen gewohnten Abläufen völlig verändert hat: Ls Geburt ❤

War Prinz die ersten zwei Monate nach Ls Ankunft in unserem Zuhause Anfang April total desinteressiert an ihr, freut er sich mittlerweile immer, wenn er sie sieht. Zum Glück beruht das auf Gegenseitig. Natürlich ist er stellenweise ein wenig eifersüchtig, da er nicht mehr unsere unangefochtene Nummer eins ist. Besonders Besuchern teilt er in allen Einzelheiten sein Leid mit und lässt sich minutenlang streicheln. M und ich geben uns aber die allergrößte Mühe, ihm dennoch genug Aufmerksamkeit zu schenken.

Prinz zu Ehren habe ich im November begonnen, seine Lebensgeschichte und unsere gemeinsamen kleinen Abenteuer festzuhalten. Das erste Kapitel ist bereits verfasst und an dem zweiten arbeite ich derzeit. Mein Traum ist es schon seit längerer Zeit, ein kleines Kinderbuch über Prinz‘ Leben zu schreiben. Ich bin freudig überrascht, dass ich es in diesem Jahr tatsächlich geschafft habe, damit anzufangen. Die einzelnen Kapitel werde ich sukzessive auf diesem Blog veröffentlichen. Sind genug zusammengekommen, wird daraus ein kleines Buch für L erstellt 🙂

Ich habe in diesem Jahr so viele Bücher gelesen wie in den letzten drei Jahren zusammen. Meinen Vorsatz, mich weiterzubilden, konnte ich dadurch also erfüllen. In der Schwangerschaft und auch danach habe ich einige Bücher zum Thema Geburt, Kindererziehung, Impfen und zur Ernährung verschlungen. Leider bin ich noch nicht dazu gekommen, meinen Englischkurs zu absolvieren. M hatte mir letztes Jahr zu Weihnachten eine entsprechende Software geschenkt. Da U uns gestern ihren albanischen Freund, der auch englisch spricht, vorgestellt hat, war es mir besonders unangenehm, hier noch keine Fortschritte erzielt zu haben.

Sport habe ich nicht nur während der Schwangerschaft, sondern auch gleich wenige Wochen nach der Geburt gemacht. Das Krafttraining habe ich aber seit gut einem halben Jahr ein wenig vernachlässigt. Das merke ich vor allem in der Arm-, Bauch- und Rückenmuskulatur. Seit einigen Wochen gehe ich immer mal wieder mit Kind und Hund joggen. Auch hier erhoffe ich mir, dies in Zukunft regelmäßiger zu tun.

Schwangerschafts- und dadurch übelkeitsbedingt litt in diesem Jahr unsere gesunde Ernährung. Auch nach der Geburt ist es kaum besser geworden, da mir oft die Möglichkeit fehlte, uns etwas leckeres zu kochen. Meine Freundin J und ich wollen nächstes Jahr anfangen, Rezepte zu sammeln, sodass es auf M und meinem Teller nur besser werden kann 😉

Vegane Wok-Nudelpfanne

Rezepte

Vergangenes Wochenende habe ich beschlossen, dass ab sofort wieder mehr gekocht wird. In den letzten Wochen und Monaten haben wir unsere guten Vorsätze betreffend gesunde Ernährung schleifen lassen und nahezu täglich Essen bestellt oder auswärts gegessen. Von nun an soll fünf bis sechs Mal die Woche gekocht und nur noch ein bis zwei Mal Essen bestellt werden.

Den Auftakt machte heute eine vegane Wok-Nudelpfanne.

In den Wok kamen zuerst etwas Olivenöl, fünf zerkleinerte kleine Zwiebeln sowie in Würfel geschnittener Basilikum Tofu. Ich ließ das Ganze kurz anbraten und fügte nach einer Weile weiße und braune Champignons, Zucchini, Erbsen und veganes Pesto Rosso hinzu.

Zuletzt gab ich die Hartweizennudeln, die zwischenzeitlich in unserem geliebten Thermomix gekocht wurden, in den Wok und rührte den gesamten Inhalt kräftig um.

Ich danke meinen Eltern für das leckere vegane Pesto Rosso, das unserer Wok-Nudelpfanne eine leckere Würze verliehen hat 🙂

Unser erster Urlaub im Caravan – Teil 2/2

Reisen & Ausflüge

Am frühen Abend des 12. August standen wir erstmals auf unserer Reise vor einem Problem: Keiner der von uns angefragten Campingplätze hatte für die kommende Nacht noch einen Stellplatz frei. Gerade als wir uns mit dem Gedanken angefreundet hatten, die Nacht außerhalb eines Stellplatzes auf einem abgelegenen Parkplatz zu verbringen, teilte uns der Campingplatz in Sulzberg mit, dass noch eine Fläche für eine Nacht frei sei. Glücklicherweise waren wir nur zwanzig Autominuten von diesem entfernt. Bei unserer Ankunft stellten wir fest, dass der Campingplatz mit zahlreichen Caravans und Zelten übersät war. Entsprechend laut war – vor allem nachts – der Geräuschpegel, sodass wir froh waren, hier nur eine Nacht verbringen zu dürfen.

Den Abend konnten wir nicht genießen. Wir blickten mit besorgter Miene auf die noch verbleibenden Tage. Wir nutzten die Stunden am Abend und schrieben zahlreiche Campingplätze in der Nähe an. Einige reagierten sehr schnell, hatten jedoch keine positive Mitteilung für uns. Uns blieb somit nichts anderes übrig, als am nächsten Tag auf gut Glück nach einem freien Stellplatz zu suchen.

Und wir hatten Glück 🙂 Da wir bereits zur Mittagszeit am nächsten Tag ankamen, ergatterten wir einen der letzten freien Stellplätze auf dem Campingplatz in Blaichach. Der Ort lag nur knapp eine halbe Stunde von Sulzberg entfernt. Wir reservierten gleich für mehrere Tage, da keiner von uns große Lust verspürte, in den kommenden Tagen besorgt umherzufahren und freie Plätze zu suchen.

Mein Bruder traf am Mittag ebenfalls bei unserem neuen Campingplatz ein. Von München aus fährt man keine zwei Autostunden bis nach Blaichach. Wir spazierten an diesem wunderschönen Sommertag einfach drauflos und entdeckten nach kurzer Zeit den Inselsee Allgäu Wasserski- & Wakeboardpark. Bei einem leckeren Essen, Eis zum Nachtisch und kühlen Getränken schauten wir begeistert zu, wie ein Wasserski- bzw. Wakeboardfahrer nach dem anderen elegant über das Wasser glitt. Wir drei verspürten große Lust, irgendwann selbst einen Kurs zu belegen, und nahmen uns ein Prospekt mit 🙂 Mein Bruder bestaunte noch die Inneneinrichtung des Wohnanhängers, ehe er sich am frühen Abend auf den Rückweg nach München machte.

Am nächsten Tag unternahmen wir vier bei dreißig Grad eine Bergwanderung von Rohrmoos zum Piesenkopf über die Alte Piesenalpe. Kurz vor dem Gipfel stand eine Alm, bei der wir einen Kaffee, eine Limonade und eine Käsebrotmahlzeit kauften und neue Kräfte sammelten. L wurde gestillt und auch Prinzi bekam etwas zu trinken.
Auf dem Gipfel angekommen, bestaunten wir die herrliche Aussicht, hielten diese auf einigen Fotos fest und machten uns wieder an den Abstieg. Nach nur wenigen Metern hörte plötzlich der Wanderweg auf und wir standen unmittelbar vor Elektrostacheldrahtzäunen, hinter denen sich Kühe, Kälber und Bullen befanden. Der Wegweiser zeigte exakt in diese Richtung und wir fanden auch nach halbstündiger Suche keinen anderen Weg zurück zum Auto. Uns blieb nichts anderes übrig als unter den Elektrostacheldrahtzäunen hindurchzukriechen. Mit viel Abstand zu den Tieren liefen wir weiter und hofften, unseren Weg wiederzufinden. Ich konnte mit L im Tragetuch unter dem letzten Zaun hindurchkriechen und uns glücklicherweise vor den allmählich näher kommenden Kühen, die nun auch immer lauter werdende Rufe von sich gaben, in Sicherheit bringen. Offensichtlich fühlten sie sich durch uns und vor allem Prinzi bedroht. Ich hatte schreckliche Angst, von einer Kuh zertrampelt zu werden.

Wir mussten leider feststellen, dass unser Weg hinter den Elektrostacheldrahtzäunen nicht weiterging. Ein Umkehren kam für mich allein schon wegen der Kühe nicht in Frage. M suchte uns einen Weg durch das Dickicht – vergebens.
Am späten Nachmittag baten wir unseren Freund A, der über ein einwandfreies GPS-Gerät verfügt, um Hilfe. Glücklicherweise ist ein iPhone in der Lage, die eigenen GPS-Daten ziemlich genau anzuzeigen, weshalb wir ihm diese die nächsten drei Stunden immer wieder durchgaben, damit er uns sagen konnte, in welche Himmelsrichtung wir laufen müssen, um wieder auf einen Wanderweg zu kommen. Leider entpuppte sich der auf unserem iPhone mit spärlichem Netz sowie auf As GPS-Gerät angezeigte Weg als Fluss. Wir kamen nicht weiter und allmählich saß uns die Dämmerung im Nacken. Wir liefen noch eine Weile durch das Dickicht in der Hoffnung, einen Weg zu finden.

Um acht bat ich M, die Bergwacht zu rufen. Nun standen wir vor dem nächsten Problem: Wir hatten nur ab und an Netz. Obwohl ich nach Außen hin noch ruhig wirkte, schob ich bereits leichte Panik, bei zunehmender Kälte mit Baby in den Bergen übernachten zu müssen. Um 20:12 Uhr erreichte M jemanden vom Notruf in Österreich. Dank der GPS-Daten konnten wir unsere Position mitteilen. Der freundliche Mann in der Leitung gab unseren Notruf nach Deutschland weiter. Es dauerte gefühlt eine Ewigkeit, ehe uns jemand aus Deutschland zurückrufen konnte. Es war bereits dämmrig, als wir die erlösende Mitteilung erhielten, dort zu bleiben, wo wir sind, da ein Rettungstrupp mit dem Auto unterwegs sei. Zum Glück kam kein Hubschrauber, da ich mir Prinz in einem solchen nicht vorstellen konnte.

Als uns der vierköpfige Rettungstrupp erreichte, war es bereits stockdunkel. Wir liefen nur zweihundert Meter steil bergauf und kamen auf einen Wanderweg – der auch als Forstweg dient -, auf welchem die Autos der Bergwacht parkten. Nach einer zehnminütigen Fahrt kamen wir wieder zum Parkplatz, auf dem unser Auto stand. Unsere Personalien wurden wegen der Rechnung aufgenommen. Anschließend machten wir uns auf den Weg zum fünfundzwanzig Minuten entfernten Campingplatz. Wir säuberten uns oberflächlich und fielen erschöpft, aber froh und unendlich dankbar ins Bett.

Am 15. August unternahmen wir nur einen Spaziergang zum Inselsee Allgäu Wasserski- & Wakeboardpark, den wir zwei Tage zuvor mit meinem Bruder schon besucht hatten, aßen leckere Sachen und ruhten uns von dem Abenteuer vom Vortag aus.

Nur eine Stunde Autofahrt entfernt liegt die Lindau Insel am Bodensee, die wir am darauffolgenden Tag besuchten. Wir parkten etwas abseits vom Stadtinneren und machten einen gemütlichen Spaziergang. Es war wunderschönes sonniges Wetter und der Bodensee lag in seiner ganzen Pracht vor uns. M und ich beschlossen, irgendwann für längere Zeit noch mal wiederzukommen. Wir kauften nochmals einige Postkarten, die ich abends und am nächsten Morgen beschrieb.

Unsere letzte Nacht wollten wir auf einem Campingplatz in Würzburg verbringen. Allerdings lasen wir auf der Autobahn den Ort Rotenburg ob der Tauber und M teilte mir mit, dass er sich diese Stadt schon immer mal ansehen wollte. Wir hatten unglaubliches Glück, noch einen freien Stellplatz für die Nacht zu bekommen, denn nur wenige Stunden nach unserer Ankunft waren beide Campingplätze der Stadt ausgebucht. Am Nachmittag des 17. August suchten wir in der Innenstadt Melee Island von dem Game Monkey Island und wurden auch fündig 😉 Rotenburg ob der Tauber ist wirklich eine sehr schöne Stadt. M und ich wollen eines Tages um die Weihnachtszeit wiederkommen.

Leider endete unser Caravan-Urlaub am 18. August. Wir hielten auf der Rückfahrt in Bad Kissingen, bewunderten die kilometerlangen gepflegten Parkwege, die sich optimal zum Joggen eignen, und aßen eine Kleinigkeit, ehe wir die letzte Etappe nach Erfurt unternahmen.

Zu Hause angekommen, räumten wir den Caravan leer, säuberten und saugten ihn von innen und brachten ihn am nächsten Tag zum Vermieter zurück.

M und ich waren absolut begeistert ❤ Es wird in Zukunft auf jeden Fall weitere Urlaube mit Caravan oder Wohnmobil geben. Der eingeschränkte Platz und das Beisammensein auf engstem Raum hat uns nicht gestört. Wir brauchten zu Hause sogar eine Zeit lang, um uns wieder an den vielen Platz zu gewöhnen 😉

Unser erster Urlaub im Caravan – Teil 1/2

Reisen & Ausflüge

Da L ein so liebes und pflegeleichtes Baby ist, entschieden wir uns vor wenigen Wochen, doch noch in den Urlaub zu fahren. M und ich überlegen, nächstes Jahr mit einem Wohnmobil oder Caravan eine mehrwöchige Norwegen-Tour zu unternehmen. Aus diesem Grund mieteten wir uns für elf Tage einen Wohnanhänger, um zu sehen, ob wir uns auf engstem Raum überhaupt wohlfühlen.

Nachdem der Caravan gebucht wurde, machte ich mich sogleich an die Reisevorbereitungen. Ich schrieb in Deutschland, Frankreich und der Schweiz mehrere Campingplätze an und fragte nach deren Kapazitäten, denn schließlich wollten wir mit einem Baby und einem Hund in der Hochsaison durch die Ländereien fahren.

Am 8. August gegen 17:00 Uhr starteten wir unser kleines Abenteuer. Wir fuhren los … und kamen nur zehn Meter weit. Das Auto einer Nachbarin wurde leider so ungünstig geparkt, dass wir mit unserem großen Wohnanhänger nicht daran vorbeifahren konnten. Glücklicherweise kam M die Idee, unser Auto vom Caravan abzukoppeln und den Anhänger per Hand an dem geparkten Fahrzeug vorbeizuschieben. Das funktionierte sehr gut und eine halbe Stunde später ging die Fahrt weiter.

Wir wollten an diesem Abend auf einen Campingplatz in der Nähe von Frankfurt am Main fahren. Da die Rezeptionen jedoch zwischen 18:00 Uhr und 20:00 Uhr schließen und wir mit einem Wohnanhänger auf den Autobahnen nicht schneller als 100 km/h fahren dürfen, verwarfen wir dieses Vorhaben in den ersten zehn Minuten und entschieden uns für einen Campingplatz in Hünfeld Nahe Fulda. Hier blieben wir eine Nacht. Direkt bei diesem Campingplatz befindet sich ein See mit einem großen Waldgebiet, sodass wir nach unserer Ankunft am Abend sowie vor unserer Abfahrt am Vormittag einen ausgedehnten Spaziergang mit Prinzi machen konnten.

Da der von mir ausgewählte Campingplatz bei Frankfurt am Main nicht erreicht wurde, war nun auch der nächste in Lörrach zu weit von Hünfeld entfernt. Wir planten also erneut um und erreichten am späten Nachmittag des 9. August einen wesentlich größeren Campingplatz in Rastatt.

Gleich am nächsten Morgen joggte ich bei aufgehender Sonne drei Mal um den auf dem Campinggelände befindlichen See, der leider nicht mit Hunden betreten werden darf. Nach dem Frühstück liefen wir einen Rundwanderweg beginnend und endend am Alten Schloss zu den Battertfelsen und genossen die wunderbare Aussicht. Im Anschluss besuchten wir noch sämtliche sich an den Kurpark in Baden Baden anschließende Parkanlagen sowie einen liebevoll gestalteten Rosengarten. Letzteren mussten wir ebenfalls getrennt voneinander bewundern, da Hunde keinen Zutritt haben.

Spontan entschieden wir uns, auf dem Campingplatz in Rastatt noch eine weitere Nacht zu verbringen. Als M an der Rezeption unseren Entschluss verkünden wollte, war die Rechnung für zwei Nächte bereits gedruckt. Glücklicherweise war unser Stellplatz noch für eine weitere Übernachtung frei. Wir wurden dennoch darauf hingewiesen, dass wir nicht nochmals verlängern können.

Am nächsten Tag nutzten wir die Gelegenheit, Nahe der französischen Grenze zu kampieren, für einen Besuch in Straßburg. Trotz der gehäuften Vorfälle der letzten Wochen fand beim Passieren der Grenze keine Passkontrolle statt. Da wir durch das La Petite France zur Orangerie laufen wollten, parkten wir unser Auto in einer Tiefgarage direkt in der Innenstadt. Der arme Prinz war nach wenigen Metern von der großen Menschenmasse und dem damit verbundenen Lärm völlig durcheinander. Von daher war es ihm auch nicht zu verübeln, dass er auf den ein oder anderen Hund entsprechend reagierte. Ich habe jedenfalls lange nicht mehr so viele Hunde auf einem Fleck gesehen 😮 Befremdlich wirkten auf uns ebenfalls die bewaffneten Soldaten, die wir vor der Cathédrale Notre-Dame de Strasbourg antrafen.

Die Orangerie befindet sich am Stadtrand und ist wegen ihrer gepflegten, blumigen Erscheinung definitiv einen Besuch Wert. Hier habe ich das erste Mal seit Jahren wieder Störche gesehen. Auf dem Rückweg zum Auto kauften wir bei einer kleinen Buchhandlung ein paar Postkarten, die ich gleich am Abend im Caravan beschrieb.

Windelfrei

Kind

Mit windelfrei – ich bevorzuge nach wie vor windelarm – wollte ich unmittelbar nach Ls Geburt beginnen. Da diese allerdings sechs Wochen zu früh auf die Welt kam, verbrachten wir die ersten beiden Lebenswochen auf der Intensivstation im Krankenhaus, auf der ein solches Experiment unmöglich war. Nach unserer Entlassung nach Hause brauchte ich eine weitere Woche zur Eingewöhnung. Mir wäre es eindeutig zu stressig gewesen, sofort mit windelfrei zu beginnen, soll es doch für Mutter und Kind entspannt sein und ohne Druck vonstattengehen.

Exakt drei Wochen nach Ls Geburt wagte ich einen ersten Versuch. Bereits am ersten Tag waren wir erfolgreich. Dass es funktionieren soll, hatte ich nicht nur während des Kurses von einigen Teilnehmern gehört, sondern auch in verschiedenen Foren gelesen. Dass es allerdings so schnell klappt, hat uns überrascht.

Mittlerweile sind fünf Wochen vergangen, seit L jedes Mal direkt nach dem Aufwachen über einem Töpfchen abgehalten wird. Sie wird tagsüber etwa fünf bis sieben Mal abgehalten. Nachts praktizieren wir windelfrei (noch) nicht.

Da es auf Anhieb funktionierte, ist meine Begeisterung nach wie vor ungebremst. Das Abhalten über dem Töpfchen gehört schon längst zu unserem Alltag, macht keinen Aufwand und allen großen Spaß. Im Vorfeld habe ich lediglich ein IKEA Lockig-Töpfchen besorgt, von welchem ich bisher nur das grüne herausnehmbare Teil verwende.

Seit fünf Wochen beobachte ich nun, dass L bis auf sehr wenige Ausnahmen jedes Mal nach dem Öffnen der Windel ihr kleines Geschäft über dem Töpfchen verrichtet. Bis vor einer Woche war es mir nahezu unmöglich, jedes große Geschäft abzuhalten, da sie permanent Stuhlgang zu haben schien. Doch auch dies hat sich mittlerweile verändert. Jetzt befindet sich oft nur noch ein kleiner Klecks in der Windel, während der Rest im Töpfchen landet. Gelegentlich kommt es sogar vor, dass wir eine Windel wiederverwenden können, da weder das kleine noch das große Geschäft darin verrichtet wurde.

Ich kann windelfrei jedem empfehlen. Es stärkt definitiv die Bindung zwischen den Eltern und dem Kind, macht großen Spaß und spart auf lange Sicht gesehen viele Windeln. Für uns ist das beispielsweise Grund genug, Windeln der Marke Naty anstatt Pampers zu verwenden. Sie sind genauso dicht, wurden jedoch sehr umweltfreundlich hergestellt und brauchen keine fünfhundert Jahre, um zu verrotten.

Schwangerschaft und überraschende Geburt

Kind

Im Frühling letzten Jahres haben M und ich beschlossen, unsere Familie zu vergrößern. Damit eine Schwangerschaft möglichst schnell eintritt, probierte ich bereits einige Monate zuvor die Temperaturmessung aus. Dadurch konnte ich feststellen, wie viele Tage immer von der Periode bis zum Eisprung vergingen.

Um den 6. oder 7. August hatte ich meinen Eisprung. Als die Temperatur Ende des Monats immer noch erhöht war, und keine Anzeichen erkennen ließen, dass sie bald fällt und somit die Periode wieder einsetzt, wusste ich, dass es zu einer Befruchtung gekommen war. Um alle Zweifel zu beseitigen, kaufte ich mir in der Mittagspause in der Drogerie einen Schwangerschaftstest, der das Ergebnis mit „schwanger“ oder „nicht schwanger“ verkünden sollte.

Nur wenige Stunden später fragte mich M im Auto – wir waren gerade auf dem Heimweg von unserem Lauftraining im Wald – ob meine Temperatur noch genauso hoch sei wie am Vortag. Hätte er die zwei Minuten bis zur Ankunft in unserer Wohnung gewartet, hätte ich ihm das Ergebnis des Schwangerschaftstests vor Augen geführt 😉 So beichtete ich ihm meinen Kauf des Schwangerschaftstests und teilte ihm auch das eindeutige Ergebnis mit: schwanger. M war zunächst einige Minuten sprachlos, ehe er mich aufgeregt fragte, ob er es seinem besten Freund A schon erzählen dürfe.

Meine Schwangerschaft

Unser Baby sollte um den 5. Mai herum das Licht der Welt erblicken. Anfangs verging die Zeit für mich eher schleppend, da es mir nicht gut ging und ich jeden Tag auf Besserung hoffte. Bis in den fünften Monat hinein litt ich extrem unter Übelkeit. Mit Beginn der 8. Schwangerschaftswoche übergab ich mich vier Mal täglich, einige Wochen später nur noch alle zwei Tage, schließlich nur noch alle vierzehn Tage und am Ende der Schwangerschaft nur noch ein bis zwei Mal im Monat. Da es mir permanent so schlecht ging, bekam ich von meiner Frauenärztin ein Beschäftigungsverbot erteilt und brauchte während der Schwangerschaft nicht arbeiten.

Ich konnte mit Einsetzen der Übelkeit nur noch wenige Lebensmittel riechen, weshalb ich beim Öffnen des Kühlschranks immer die Luft anhielt, und noch weniger davon essen. Sogar mein geliebtes veganes Sushi blieb nicht im Magen. Zu Beginn der Schwangerschaft nahm ich deshalb fünf Kilo ab und hatte gegen Ende nur sechs Kilo wieder zugenommen. Das hatte zur Folge, dass ich nur einen kleinen Babybauch vorzeigen konnte, der zudem im Winter unter dem dicken Mantel verschwand 😉

Während der Schwangerschaft nahm ich an einem Schwangerenyogakurs teil und probierte Nordic Walking aus. Entsprechende Stöcke schenkte mir M zu Weihnachten 2015. Gelegentlich bin ich auch ins Hallenbad gegangen, um ein paar Bahnen zu schwimmen.

Die restliche Zeit vertrieb ich mir mit langen Spaziergängen mit unserem Prinzi sowie dem Ausmisten und Aufräumen unser Wohnung. Ich fand auch Gefallen am Stricken kleiner Schals und Mützen sowie dem Besticken von Lätzchen mit Weihnachtsmotiven. Erst zu Beginn dieses Jahres verspürte ich den Drang, entsprechende Fachliteratur zu lesen, um mich etwas auf das Bevorstehende vorzubereiten.

Gleich nachdem feststand, dass M und ich ein Baby erwarten, vereinbarte ich mit einer Hebamme des Geburtshauses den ersten Beratungstermin. Unser Baby sollte unbedingt in einer ruhigen und entspannten Umgebung, wie sie das Geburtshaus bieten kann, zur Welt kommen und nicht in einem Krankenhaus. Da bei einer Geburt im Geburtshaus zwei Hebammen anwesend sein müssen, lernten wir wenig später noch eine zweite kennen. Unsere Vorsorgetermine fanden nun also immer im Wechsel mit den beiden Frauen statt.

Da meine Frauenärztin einige Bedenken hinsichtlich unserer geplanten Geburt äußerte, die nichts mit der Gesundheit des Babys zu tun hatten, wechselte ich im dritten Trimester die Arztpraxis. Ich fand eine Frauenärztin, die unseren Vorstellungen offen und unterstützend gegenüberstand.

Ls Geburt

Am Abend des 16. März dürfte sich unser Baby ins Becken gedreht haben, denn seit diesem Tag verspürte ich einen permanenten Druck, hatte täglich stärker werdende Rückenschmerzen und fand liegen, stehen und gehen gleichermaßen unangenehm. Ich hatte mir die Wehen zwar von meiner Hebamme beschreiben lassen und fand auch, dass das irgendwie passte, dachte aber aufgrund der 34. Schwangerschaftswoche eher an einen eingeklemmten Ischiasnerv.

Am Morgen des 22. März fühlte ich mich ganz elend. Alles war unangenehm und mein Rücken schmerzte und brannte höllisch. Glücklicherweise erreichte ich telefonisch eine Naturheilpraxis, die auch bei Schwangeren Osteopathie anwendet, und freute mich riesig, als mir mitgeteilt wurde, dass um die Mittagszeit noch ein Termin frei wäre.

Die Behandlung brachte leider nichts. Da ich aufgrund der Schmerzen keinen Mittagsschlaf halten konnte, beschloss ich, mit Prinzi einen Spaziergang zu machen. Allerdings kam diesem Vorhaben ein Tritt gegen die Bauchdecke dazwischen, bei dem ich etwas Flüssigkeit verlor. Ich dachte nach wie vor, mit meinem Darm stimme etwas nicht und dass diesem gleich etwas schlimmes passiert. Als ich kurz darauf Blut im Urin feststellte, rief ich sofort M an und bat ihn, nach Hause zu kommen, damit er mich ins Krankenhaus fährt. Dieser befand sich gerade mit seinem Kollegen beim Maler, um Farben für das neue Büro auszusuchen.

Unsere Vermieterin arbeitet auf derselben Etage, auf der wir wohnen. Ich versuchte nach dem Telefonat die wenigen Meter unter starken Rückenschmerzen zu ihr zu gelangen, damit sie einen Krankenwagen für mich ruft.

Kaum hatte C den Anruf getätigt, setzten bei mir die Presswehen ein. Ich dachte immer noch an meinen Darm, war nun aber nicht mehr hundertprozentig überzeugt, dass dieser die Ursache meiner tagelangen Schmerzen war, und verspürte plötzlich Angst in mir aufsteigen, weil ich das Baby jetzt noch nicht bekommen wollte. Unsere Vermieterin und Prinzi waren die ganze Zeit über bei mir und haben versucht, mich zu beruhigen ❤

Wenig später trafen die Rettungssanitäter ein, nahmen meine „Das Baby kommt!“-Rufe aber nicht für voll. Ich quälte mich mit deren Hilfe die wenigen Treppen hinunter in den Hausflur zur Bahre, unterbrochen durch einige Presswehen. Ich wusste kaum, wie ich auf die Liegefläche kommen sollte, hatte ich doch das Gefühl, dass gleich irgendwo etwas rauskommt. M war inzwischen auch da.

Auf den zwanzig Metern von unserem Hausflur bis zum Krankenwagen habe ich immer wieder gesagt, dass das Baby gleich kommt. Ich wurde gerade in den Krankenwagen geschoben, als ich dies wiederholte. Einer der beiden Rettungssanitäter, der mir zuvor immer wieder mitteilte, dass jetzt noch kein Baby käme, schaute nun doch mal unter meinen Rock. Mit blassem Gesicht meinte er schließlich, er würde mir bei der Schulter helfen, da dies am schwersten sei. Da war Ls Kopf also schon sichtbar. Eine Presswehe später platzte meine Fruchtblase und L erblickte das Licht der Welt. Da sie sofort schrie, wurde sie nach kurzer Begutachtung auf meine Brust gelegt. Nachdem der zehn Minuten später eintreffende Notarzt seine Untersuchungen durchgeführt hatte, machten L und ich uns kuschelnd auf den Weg ins Krankenhaus. Unglücklicherweise funktionierte die Heizung im Krankenwagen nicht, sodass wir eine frostige Fahrt hatten.

Im Krankenhaus angekommen wurde L den Kinderärzten übergeben, während ich zur Behandlung in der Gynäkologie verblieb. Da die Plazenta nach einer Stunde noch nicht geboren wurde, meinten die Ärzte, sie mit Gewalt herausholen zu müssen und drückten mehrfach gegen meinen Bauch. Im Vergleich zur Geburt erlitt ich durch diese Methode, die noch nicht mal zum gewünschten Erfolg führte, wirklich starke Schmerzen. Eine halbe Stunde später wurde mir ein leichtes Wehenmittel injiziert. Leider fehlte meiner Plazenta ein kleines Stück – vermutlich verursacht durch das gewaltsame Eingreifen der Ärzte – weshalb ich eine 15-Minuten-Narkose bekam und ausgeschabt wurde.

M meinte am Abend, 15:05 Uhr war unser Baby da. Angerufen hatte ich ihn erst 14:40 Uhr. Unsere kleine L kam mit 43 cm und 1810 g circa sechs Wochen vor dem errechneten Geburtstermin auf die Welt.

L liegt nach wie vor zur Beobachtung auf der Neonatologie, einer Intensivstation für zu früh geborene Babys. Sie ist und war jedoch von Anfang an unauffällig. Wenn alles klappt, ziehen wir morgen in ein Eltern-Kind-Zimmer um und dürfen hoffentlich bald nach Hause 🙂

Veganer Nudel-Gemüse-Auflauf

Rezepte

Der Brokkoli, den ich erst vergangene Woche gekauft hatte, musste allmählich verarbeitet werden, da er bereits zu verwelken begann. Auf Suppe oder Gemüsepfanne hatte ich heute absolut keinen Appetit und auch eine Rezeptsuche im Internet lieferte mir keine passenden Treffer. Nach einer Weile kam mir die rettende Idee, mal wieder einen von Ms geliebten Aufläufen zuzubereiten.

Ich entschied mich dieses Mal für 250 Gramm Nudeln aus Hartweizengrieß und kochte diese auf dem Herd bis zur gewünschten Konsistenz. Nebenbei benutzte ich unseren geliebten Thermomix für die Zubereitung des Brokkoli. Auf Stufe 3,5 wurden die Röschen zehn Sekunden lang zerkleinert, ehe ich Wasser hinzugab und den Inhalt unter Betätigung der Linksdreh- und Varoma-Taste zwanzig Minuten garen ließ.

In der Zwischenzeit schnitt ich die Zucchini klein und gab die Stücke gemeinsam mit dem Mais in die Auflaufform. Anschließend bereitete ich aus 100 Millilitern Wasser, zwei Esslöffeln Soya Cuisine, zwei Esslöffeln Tomatenmark sowie Pfeffer, Paprikagewürz und etwas Salz die Soße zu.

Nachdem Nudeln und Brokkoli gar waren, gab ich beides nacheinander in die Auflaufform und verteilte die vegane Tomatensahnesoße.

Zuletzt bereitete ich den Käse, der schließlich bei keinem Auflauf fehlen darf, vor, indem ich 250 Gramm veganen Pizza-Schmelz, 100 Milliliter Soya Cuisine sowie 150 Milliliter Wasser in den Thermomix gab. Die Zutaten wurden auf Stufe sechs bei 100 Grad für sechs Minuten vermengt und zu einer cremig-flüssigen Masse erhitzt, welche ich im Anschluss über die Auflaufform ergoss.

Ich schob den veganen Nudel-Gemüse-Auflauf nur noch für fünfundzwanzig Minuten bei 180 Grad in den Backofen und konnte ihn anschließend servieren 🙂