Dinkelvollkornbrot mit Sonnenblumenkernen

Rezepte

Es sind bestimmt zwei Jahre vergangen, seit ich das letzte Mal ein Brot komplett selbst gebacken habe. Heute hatte ich große Lust darauf, es nochmals auszuprobieren. M und ich wollen uns in diesem Jahr wieder konsequent gesünder ernähren, weshalb Selbstgemachtes für dieses Vorhaben von großem Vorteil ist. Denn so wissen wir ganz genau, welche Zutaten sich in unserem Essen befinden.

In einen Messbecher gab ich 340 Milliliter warmes Wasser, drei Esslöffel Sonnenblumenöl und den Inhalt einer Packung veganer Backhefe. Ich rührte solange, bis sich alle Zutaten zu einem Ganzen vermischt hatten. In eine mittelgroße Schüssel kamen 400 Gramm Dinkelvollkornmehl, ein Teelöffel Meersalz, ein Teelöffel Vollrohrzucker sowie 100 Gramm Sonnenblumenkerne. Ich goss den Messbecher über der Schüssel aus und rührte mit einem großen Löffel den Inhalt sorgfältig um. Anschließend formte ich den Teig zu einer Kugel, legte diese in die Schüssel zurück und brachte sie mit einem Tuch abgedeckt in einen warmen Raum. Den Teig ließ ich dreißig Minuten gehen.

Nach Ablauf dieser Zeit knetete ich den Teig zehn Minuten lang immer von außen nach innen. Der Teig kam nun auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech und wurde in die von mir gewünschte Brotform gebracht. Das Backblech brachte ich erneut mit einem Tuch abgedeckt in einen warmen Raum und wartete neunzig Minuten.

Ich heizte den Backofen auf 220 Grad vor und schob das Backblech kurz darauf in die Röhre. Nach zehn, zwanzig und dreißig Minuten bestrich ich das Brot mit einem Pinsel mit Wasser. Nachdem die ersten zwanzig Minuten Backzeit vorüber waren, drehte ich die Temperatur auf 180 Grad herunter. Als weitere zwanzig Minuten verstrichen, holte ich mein Brot aus dem Ofen und ließ es auf einem Backgitter abkühlen.

Da ich neugierig war, ob mir das Dinkelvollkornbrot mit Sonnenblumenkernen gelungen ist, genehmigte ich mir gleich nach dem Abkühlen eine erste Scheibe … und bin begeistert und äußerst zufrieden 🙂 Dennoch probiere ich beim nächsten Mal statt der veganen Backhefe 20 Gramm Frischhefe aus.

Chili sin Carne mit Basmati-Reis

Rezepte

Bereits am späten Vormittag gelüstete es mir nach einer leckeren veganen Variante des beliebten Gerichts Chili con Carne. Da wir alle dafür notwendigen Zutaten im Haus hatten, stand somit meinem heutigen Abendessenswunsch nichts mehr im Wege.

Ausnahmsweise kam heute anstelle unseres geliebten Thermomix‘ der Wok für die Zubereitung des Essens zum Einsatz, der M und mir schon einige leckere Mahlzeiten beschert hat.

Zuerst gab ich einen Esslöffel Sonnenblumenöl in den Wok, füllte diesen sogleich mit veganem Hack sowie einer klein geschnittenen roten Zwiebel und briet die Zutaten kurz an. Anschließend gab ich jeweils in gewürfelter Form eine halbe Zucchini, eine kleine Möhre sowie eine halbe Paprika und 500 Gramm passierte Tomaten hinzu. Erneut ließ ich das Gemisch kurz anbraten, drehte die Temperatur etwas herunter und legte zum Garen den Deckel auf den Wok. Zuletzt gab ich die wichtigsten Zutaten, nämlich den Mais und die Kidneybohnen hinzu und würzte ordentlich mit Pfeffer, Paprika und Chili.

In einem mit einem halben Liter Wasser gefüllten Topf gab ich circa 170 Gramm Basmati-Reis, welchen ich kurz aufkochen und anschließend bei etwas geringerer Temperatur weitere sieben Minuten kochen ließ. Zu meiner großen Überraschung war der Reis nach dieser kurzen Kochzeit tatsächlich schon fertig 😮

Ein Chili sin Carne lässt sich wirklich unglaublich schnell zubereiten. Während des Kochens fragte ich mich, warum M und ich dieses Gericht nicht schon viel eher ausprobiert haben. Geschmeckt hat es im Übrigen sehr gut, hätte aber noch stärker gewürzt sein können 😉

Unser Jahreswechsel in Frankenau

Reisen & Ausflüge

Bereits im Januar des vergangenen Jahres kümmerte ich mich um eine Silvesterunterkunft, um erneut dem Feuerwerk entfliehen und Prinz einen entspannten Jahreswechsel bieten zu können. Meine Wahl fiel auf ein Ferienhaus im hessischen Frankenau, welches nur zwei Stunden Autofahrt von Erfurt entfernt liegt. Im Herbst fragte uns ein befreundetes Pärchen, ob sie uns ein paar Tage mit ihren beiden Kindern Gesellschaft leisten können. Das Ferienhaus war glücklicherweise groß genug für sechs Personen und auch von Vermieterseite her stand der Idee nichts im Wege.

Am 30. Dezember reisten M, Prinzi und ich in Frankenau an. Schnell stellten wir fest, dass wir in einem Feriendorf gelandet sind und so gut wie jedes der über einhundertfünfzig Häuser über Silvester und Neujahr belegt war. Auf Lärm durch Feuerwerkskörper mussten wir uns also einstellen.

Unser Ferienhaus bestand aus einem großen Bad mit Dusche und Fenster, einem gegenüberliegenden Schlafzimmer, einem kleinen Flur, einem sehr großen Küch-/Ess- und Wohnbereich mit Kamin sowie einem weiteren Schlafzimmer. In jedem der Schlafzimmer befand sich ein Beistellbett. Da unsere Freunde natürlich gern mit ihren Kindern in einem Zimmer schlafen wollten, räumten wir ein Schlafzimmer so um, dass alle vier dort einen Schlafplatz finden konnten.

Direkt hinter unserem Ferienhaus befand sich ein Wald mit unzähligen Wandermöglichkeiten. Da uns nur noch eine Stunde Helligkeit nach unserer Ankunft zur Verfügung stand, beschlossen M und ich, erst einmal einen Spaziergang mit Prinzi zu machen.

Gleich am nächsten Tag kauften wir beim Bäcker und in einer Kaufhalle, die sich direkt im Ort befanden, die letzten Zutaten für unser am Abend geplantes veganes Raclette ein. Unsere Freunde trafen mit ihren Kindern am späten Nachmittag ein, sodass wir gemeinsam das Abendessen vorbereiten, gemütlich verspeisen und das neue Jahr beginnen konnten. Zu unserer großen Überraschung hatte Prinz in diesem Jahr keine Angst vor dem Feuerwerk. Wir schlossen im Vorfeld die Rollos, zogen die Vorhänge vor die Fenster und ließen die ganze Zeit über Musik laufen. Dennoch gelangte gelegentlich ein lautes Geräusch in das Ferienhaus, doch Prinz bellte nur kurz, legte sich dann freiwillig hin und ließ sich mit ein paar Leckerlies davon überzeugen, dass ihm nichts passiert und wir bei ihm sind. Da ich irgendwann nicht mehr sitzen konnte, ging ich am Neujahrstag morgens halb vier ins Bett; M und R folgten halb sechs 😉

Da nun kleine Kinder im Haus waren, mussten M und ich uns für ein paar Tage vom Ausschlafen verabschieden. An einem Morgen war unser Prinzi ganz besonders niedlich. Ihm war es eindeutig zu früh, um acht schon aktiv zu sein, weshalb er sich in unser Schlafzimmer zurückzog und trotz des Kinderlärms und unserer Geräusche weiter schlief 😀

Am Neujahrstag beschlossen wir, den Wildpark Edersee, der nur eine gute halbe Stunde Autofahrt von unserem Ferienhaus entfernt lag, zu besuchen. Am besten ging es den Wildschweinen und Rehen, da diese Tiere über die größten Behausungen verfügten. Am meisten leid taten mir die zwei Luchse, die Wölfe und die Greifvögel, die in sehr kleinen Käfigen ein eher trostloses Bild abgaben. Die Kinder interessierten sich eher weniger für die Tiere und waren die meiste Zeit über beschäftigt, zu essen, herumzurennen, sich zu verstecken oder fangen zu spielen 😉

Da unsere Freunde in Dublin wohnen und dort aufgrund zu milder Temperaturen im Winter kaum Schnee fällt, war es für die Kinder eine große Freude, als zwei Tage später eine ordentliche Schneedecke liegen blieb. Leider hatte J Ohrenschmerzen, weshalb nur sein großer Bruder, seine Mama, M, Prinzi und ich nach Winterberg zum Rodeln fahren konnten. Während M und T über eine Stunde rodelten, gingen S, Prinz und ich in der Gegend spazieren. Zum Abschluss unseres Ausflugs kehrten wir im Panorama-Café ein, verspeisten einen veganen Burger mit Pommes und wärmten unsere tiefgefrorenen Hände und Füße wieder auf.

S, R, T und J verließen uns am 4. Januar wieder. Prinz ließ sich in den vergangenen Tagen wieder einiges von den Kindern gefallen und ertrug sein Schicksal überaus geduldig. Wenn ihm der Trubel doch zu viel wurde, gaben M und ich uns die allergrößte Mühe, die Kinder davon zu überzeugen, den Hund in Ruhe zu lassen. Ich bin wirklich dankbar, einen so kinderlieben Hund zu haben 🙂

Nach der Abreise unserer Freunde standen M, Prinz und mir noch drei volle Tage bis zur Abreise zur Verfügung. Da wir uns in den letzten Tagen kaum bewegt hatten, gingen wir zwei Mal in der Nähe von Schloss Waldeck wandern und ein Mal im AquaPark Baunatal schwimmen. Die beiden Wanderungen, die um einen Stausee herumführten, waren jedes Mal sehr schön. M und ich können diese Gegend für ausgedehnte Wanderungen nur weiterempfehlen. Ich konnte auch endlich meine zu Weihnachten geschenkt bekommenen Nordic Walking Stöcke ausprobieren und bin mit diesen überaus zufrieden 🙂

Unser Jahreswechsel war dieses Mal sehr abwechslungsreich und wird uns noch lange in guter Erinnerung bleiben.

Was ist mir 2016 besonders wichtig?

Persönliches

Und wieder steht ein neues Jahr vor der Tür, für welches sich der ein oder andere etwas vorgenommen hat. Bei mir ist es nicht anders. Jedoch ist meine Liste an guten Vorsätzen genau wie vergangenes Jahr übersichtlich und überschaubar geblieben, damit die einzelnen Punkte auch ihre Erfüllung finden.

„Möglichst viele sollten möglichst viel wissen.“
(Richard von Weizsäcker)

Der für mich wichtigste Punkt für 2016 ist Bildung. Es gibt in meinen Augen nichts schlimmeres, als sich nicht weiter- bzw. fortzubilden, selbstständig über spannende Ereignisse/Themen umfassend zu informieren und sein Allgemeinwissen zu erweitern. Leider haben sich bereits viel zu viele Leute nach ihrer schulischen und beruflichen Ausbildung mit einem gewissen Grad an Stillstand in ihrem Gehirn abgefunden.

Bei mir funktioniert (Weiter-)Bildung jedoch nur, wenn ein Interesse an der Thematik geweckt wurde. Ich bin leider nicht im Stande, irgendetwas für mich uninteressantes zu lernen und das dann auch noch zu behalten.

Bildung beginnt aus meiner Sicht in erster Linie mit dem Lesen von Büchern. Bereits seit 2013 nehme ich mir vor, jedes Jahr mindestens zehn Bücher zu lesen. Zu meiner Überraschung hat es bis heute auch einwandfrei funktioniert. Im letzten Jahr habe ich jedoch die Spielregeln verändert: Es sollten mehr Bücher gelesen werden, die mich im Leben weiterbringen, zum Nachdenken anregen und in festgefahrenen Ansichten verändern. Bis Ende 2015 habe ich fünf solcher Bücher verschlungen. Ich bin gespannt, ob ich das in diesem Jahr toppen kann.

Zu Weihnachten habe ich einen Englisch-CD-Kurs geschenkt bekommen, der mir verspricht, ohne stupides Auswendiglernen irgendwelcher Vokabeln besser Englisch sprechen und verstehen zu können. Obwohl ich elf Jahre lang Englischunterricht hatte, kann ich es weder gut sprechen noch leuchtet mir die Grammatik ein. Seit Jahren ist es mein größter Wunsch, dieses Manko sukzessive zu beheben, damit ich keine Angst mehr davor haben muss, mich mit englischsprachigen Leuten zu unterhalten.

Zuletzt habe ich bereits seit einigen Wochen große Lust darauf, die unglaublich vielen schriftlichen Aufzeichnungen aus meinen zwei Ausbildungen nochmals für mich logisch und verständlich durchzuarbeiten. Die Zeit dafür steht mir gerade zur Verfügung. Zudem weiß ich nicht, in welcher Abteilung ich nach Rückkehr ins Arbeitsleben wieder eingesetzt werde.

Wieder mit dabei: Sport 🙂

Mein guter alter Vorsatz Sport ist in diesem Jahr zweigeteilt.

Erstes Halbjahr

In der ersten Jahreshälfte wird es bei mir ruhiger und entspannter zugehen. Ich werde neue Sportarten testen, die den eigenen Körper zwar schonen, aber dennoch fordern.

Den Anfang macht schwimmen. Je nach Lust und Laune werde ich ein Hallenbad aufsuchen und zwei Durchgänge Ausdauerschwimmen von mindestens zwanzig Minuten absolvieren. Ende letzten Jahres funktionierte dies bereits einwandfrei und tat vor allem meinem Rücken gut.

Komplettes Neuland wird Nordic Walking sein. Zu Weihnachten bekam ich zwei schicke Nordic Walking Stöcke geschenkt, die bereits bei einer längeren Wanderung ausgiebig getestet und für gut befunden wurden. Ich erhoffe mir von dieser Sportart eine Verbesserung meiner Kondition und Stärkung der Rückenmuskulatur durch die Armbewegungen. Nordic Walking soll mich bereits jetzt wieder langsam auf das Joggen im zweiten Halbjahr vorbereiten.

Ab Mitte Januar belegen M und ich für sieben Wochen einen Anfänger-Tanzkurs in Standard/Latein. Hier werde ich nicht nur ein Mal wöchentlich in Bewegung sein, sondern nebenbei noch meine Tanzqualitäten auffrischen, die nach dreizehn Jahren sicherlich eingerostet sind 😉

Zuletzt werden mich im ersten halben Jahr hin und wieder ein paar einfache Workouts begleiten, die vor allem meine Rückenmuskulatur stärken sollen.

Zweites Halbjahr

In den ersten Monaten des zweiten Halbjahres möchte ich wieder mit dem Joggen beginnen. Meine Motivation soll der Erfurter Nachtlauf sein, der jährlich Anfang September stattfindet. Natürlich werde ich mit der kleinsten Strecke von fünf Kilometern beginnen. Sollte ich gut in das Training reinfinden, wäre auch der Weimarer Zwiebelmarktlauf mit einer Streckenlänge von zehn Kilometern eine Überlegung wert.

Neben den Joggingeinheiten werde ich meine einfachen Workouts nach und nach auf schwierigere Grade anpassen, um wieder mehr Muskeln aufzubauen.

Was nicht fehlen darf: Gesunde vegane Ernährung

M und ich haben die gesunde Ernährung in den letzten Monaten ganz schön schleifen lassen. Eine große Mitschuld daran trage leider ich, da ich auf so gut wie gar nichts Appetit hatte bzw. mit starker Übelkeit reagierte. Zudem war ich nicht in der Lage, den Kühlschrank zu öffnen oder etwas zu kochen.

Seit Ende letzten Jahres ist dieser Zustand viel besser geworden. Ich konnte mir wieder Gedanken über abwechslungsreiches gesundes Essen machen und dieses sogar selbst zubereiten. Diese Euphorie soll auf jeden Fall beibehalten werden, damit M und ich uns im Alltag wieder fitter fühlen und keinen Quatsch mehr in uns hineinfuttern. Sicherlich wird auch wieder das ein oder andere Rezept seinen Weg hierher finden 🙂

Prinz‘ Erlebnisse im Jahr 2015

Prinz

Unglaublich, aber wahr: Mein Blog feiert am heutigen Tag seinen ersten Geburtstag! Im vergangenen Jahr widmete ich den ersten Artikel unserem lieben Hund Prinz. Da es über ihn noch so einiges zu erzählen gibt, soll auch das zweite Blogjahr mit einem Bericht über ihn beginnen 🙂

Wer ist Prinz?

Unser mittlerweile siebenjähriger Hund ist im Großen und Ganzen ein wirklich sehr lieber Kerl. Er ist oft verschmust, liebevoll sowie voller freudiger Erwartung im Umgang mit Menschen jeden Alters und verfügt über eine Menge Empathie. Er ist der ideale Trostspender an schlechten Tagen.

Prinzi liebt Ball- und Zerrspiele über alles, weshalb jährlich so einige Bälle dran glauben und durch neue ersetzt werden müssen. Baut man in die täglichen Spaziergänge ab und an kleinere Spiele mit ein, erkennt und versteht er schnell die Situation und ist mit großem Spaß bei der Sache. Jedoch fordert er auch gern konsequent sein Leckerchen ein, wenn wir ihn für eine gute Leistung verbal loben 😉

Besonders niedlich an ihm ist sein kurz geschorenes Fell, welches er überwiegend in den milderen bzw. heißen Monaten des Jahres trägt. Er sieht nach dem Trimmen immer um Jahre jünger aus. Wenn er sich mit seinen Pfötchen am Kopf auf dem Boden freudig umherwälzt, verfalle vor allem ich in entzückende Lautäußerungen. Bei unseren Schneewanderungen sorgt ein theatralisches Hinlegen und demonstratives Knabbern der Eisbröckchen an den Pfoten ebenfalls für heitere Momente. Erstaunlich finden M und ich immer wieder, mit wie viel brutaler Gewalt unser lieber Prinz Gedulds- und Intelligenzspiele löst. Ob wir es je erleben werden, wie er diese kniffligen Spiele auch leise löst, steht noch in den Sternen 😉

Eine wirklich große Hilfe ist Prinzi beim Wegräumen von Socken oder kleineren Kleidungsstücken in den Wäschekorb. Diese Übung macht ihm nach wie vor großen Spaß. Es ist jedes Mal eine Freude, ihm dabei zuzusehen und anschließend dafür zu belohnen. Vor allem in den Herbst- und Wintermonaten hilft er aktiv beim Saubermachen der teils schlammigen oder vereisten Pfötchen mit, indem er ohne Aufforderung nur beim Hinhalten eines Handtuchs ein Pfötchen nach dem anderen reicht. Ebenso reicht er unaufgefordert sein linkes Pfötchen beim Anziehen seines Geschirrs.

Seit Mitte 2013 wird unser Hund gebarft. Es handelt sich hierbei um eine biologisch artgerechte Rohfütterung, das heißt er bekommt rohes Fleisch und verschiedene Obst- und Gemüsesorten zum fressen. Bis zum heutigen Tag können wir seine Verdauungsprobleme an einer Hand abzählen, sind mit seinem Kot äußerst zufrieden und freuen uns in regelmäßigen Abständen über seine sauberen und zahnsteinfreien Zähne.

Prinzis kranke Pfote

Im Sommer verbrachten wir spontan ein verlängertes Wochenende in Friedrichroda. Gleich nachdem wir wieder zu Hause waren, bemerkten M und ich, dass Prinz immer wieder nur auf drei Beinen lief, um das rechte Vorderpfötchen zu schonen. Da er sich an diesem Pfötchen an zwei Stellen schlimm wund geleckt hatte, dachten wir zunächst an eine Entzündung, die durch die Grasmilben ausgelöst wurde. Auch nach über einer Woche wurde es trotz diverser Hausmittelchen nicht besser, weshalb wir unsere Tierärztin aufsuchten. Diese tippte auf eine Verstauchung, wunderte sich aber dennoch über Prinz‘ Reaktion, da sie seine rechte Vorderpfote biegen und fester berühren konnte, ohne dass er vor Schmerzen jaulte. Dennoch war das Pfötchen angeschwollen.

Es dauerte insgesamt fünf Wochen, ehe unser armer Hund wieder auf allen Beinen laufen konnte. Ihm war richtig anzusehen, wie gerne er herumtollen und laufen wollte. Unter Prinz‘ krankem Pfötchen hatten auch M und ich zu leiden, da wir die Spaziergänge sehr kurz halten mussten und nur getrennt voneinander joggen gehen konnten.

Eine neue Erfahrung

In diesem Jahr ging endlich ein Wunsch von mir in Erfüllung. Wir konnten eine kleine Wanderung machen, an der auch ein weiterer Hund teilnahm. Prinz verhielt sich dem Rüden gegenüber in neun von zehn Fällen sehr vorbildlich. Ich bestärkte ihn so gut es ging, wenn die Distanz der beiden Tiere nur noch einen Meter betrug. Für mich war die Wanderung sehr entspannend. Diese schöne Erfahrung in Sachen Hundebegegnungen wird mir noch lange positiv in Erinnerung bleiben.

Der Zauberkünstler

Selbstverständlich ist in unserem Hundealltag nicht alles eitel Sonnenschein. Unser lieber Hund ist nämlich oft sehr ungeduldig und nörgelig. Dies bekommen M und ich vor allem dann zu spüren, wenn er sich langweilt, ihm etwas nicht schnell genug geht oder er den Sinn einer Sache nicht versteht. Wir haben bei Prinz ein Aufmerksamkeitssyndrom diagnostiziert, welches wir ihm im kommenden Jahr auf ein erträgliches Maß abtrainieren wollen.

Prinzi kann nur im Auto alleine bleiben. Leider hat er sich dieses Jahr angewöhnt, vom Kofferraum über die Rücksitzbank zu klettern, sodass er nach unserer Rückkehr zum Auto auf dem Fahrer- oder Beifahrersitz anzutreffen ist. Übergangsweise befestigten wir das Netz, welches den Kofferraum von der Rücksitzbank trennt, und legten dicke Yogamatten links und rechts in die Lücken. Doch leider hat auch dies nichts gebracht, denn mit Geschick und Gewalt schaffte Prinz es trotzdem, sich bis in den vorderen Autobereich durchzuschlagen. Es nützte alles nichts und wir bestellten wieder eine Box. In der Vergangenheit klappte dies einwandfrei und er kam für die Dauer unserer Abwesenheit zur Ruhe und schlief. Leider hatten wir auch hier die Rechnung ohne unseren Prinz gemacht. Bereits nach einer Woche entdeckte ich voller Entsetzen erste kleine Löcher in dem Netz der Box. Mit diesen Löchern war es ihm möglich, die nur von Außen zu bedienenden Reißverschlüsse von innen aufzumachen, sodass er wieder über die Rücksitzbank in den vorderen Bereich des Autos klettern und bei unserer Ankunft am Auto den Fahrer- bzw. Beifahrersitz einnahm. Wie es nun mit dem von uns bestellten durchgehenden Gitter anstelle des Netzes klappen wird, werden wir bald erfahren.

Was muss Prinz noch lernen?

M und ich sowie zwei von uns konsultierte Hundetrainer haben es bisher nicht geschafft, ihn entspannt allein zu Hause zu lassen. Glücklicherweise können wir unseren Alltag so organisieren, dass ein Alleinsein kaum notwendig wird. Dennoch gibt es gelegentlich Situationen, in denen es sehr schön wäre, könnte Prinz kurz zu Hause auf uns warten. So sind wir oft auf die Hilfe anderer angewiesen, die ihn für die Zeit unserer Abwesenheit bespaßen und betreuen.

In außergewöhnlichen Situationen, wie zum Beispiel bei Besuchen oder Begegnungen auf der Straße schafft es Prinz nicht, geduldig im Sitz oder Platz zu warten. Er ist es vermutlich von uns gewohnt, immer die volle Aufmerksamkeit zu bekommen, und fängt schnell an zu fieben oder laut zu bellen. Gern reagiert er auch mit einem Übersprungsverhalten und kramt sein selten genutztes Spielzeug aus irgendeiner Ecke hervor oder fängt an, den Leuten am Hosenbein herumzulecken. M und ich merken schnell, wie er hochfährt und unter großem Stress steht. Eine Idee, wie wir dieses Verhalten verbessern können, haben wir nun gefunden.

Was sind unsere Vorhaben für das Jahr 2016?

Da in diesem Jahr Agility zu kurz kam und wir über ein umfangreiches Set verfügen, soll dies wieder regelmäßiger zum Einsatz kommen. Prinzi hat die jeweiligen Übungen immer mit großer Aufmerksamkeit absolviert und sich anschließend über das ein oder andere Belohnungsleckerlie gefreut. Agility ist zudem hervorragend dafür geeignet, ein paar Grundkommandos wieder aufzufrischen.

Ebenso habe ich mir vorgenommen, einige Spaziergänge wieder spannender zu gestalten, indem ich an passenden Stellen kleinere Spiele mit einbaue. Auch dies ist sehr gut dafür geeignet, grundlegende Kommandos aufzufrischen und die Aufmerksamkeit des Hundes auf sich zu ziehen.

Ich habe von meinem Bruder ein wunderbares Buch geschenkt bekommen, in welchem ausführlich erläutert wird, wie Massagen und kurze Entspannungsübungen beim Hund durchzuführen sind. Ich erhoffe mir, Prinz in stressigen Momenten schneller in eine entspannte Haltung bringen zu können.

Neue Regeln für 2016

Bei M und mir hat sich im Umgang mit Prinz definitiv nicht nur positives eingeschlichen, weshalb im neuen Jahr ein paar Regeln antrainiert werden müssen. Einige sind sicherlich schnell und leicht umsetzbar, für andere hingegen werden wir viel Liebe und Geduld und noch mehr Konsequenz und Übung benötigen.

1.
Wir bestimmen, auf welcher Straßenseite gelaufen wird. Deutet Prinz an, dass er die Straßenseite gern wechseln würde, entscheiden wir schnellstmöglich darüber.

2.
Wir bestimmen, ob auf einem Weg rechts oder links gelaufen wird. Deutet Prinz an, dass er lieber auf der anderen Seite laufen möchte, entscheiden wir schnellstmöglich darüber.

3.
Entsteht ein Leinenzug, bleiben wir auf der Stelle stehen und kommandieren Prinz ins Sitz oder Platz. Schaut er uns nach einer Weile in die Augen, wird ihm mitgeteilt, dass es jetzt langsam weitergeht.

4.
Während einiger Spaziergänge wird Prinz gelegentlich ins Sitz oder Platz befördert, während M und ich ihn in dieser Zeit nicht beachten und uns kurz mit anderen Dingen beschäftigen.

5.
Hat Prinz sein Geschäft verrichtet, wird er ins Sitz abkommandiert. Erst wenn wir weitergehen und ihm das entsprechende Kommando hierfür geben, darf er aufstehen.

6.
Steht Prinz nörgelnd oder fiebend mit uns im selben Raum, wird er aus dem Zimmer geschickt und wir schließen die Tür hinter uns.

7.
Während M und ich uns für einen Spaziergang ankleiden, wird Prinz in sein Körbchen geschickt.

8.
In der Zeit, in der M und ich uns im Flur Jacke und Schuhe anziehen, hat Prinz vor der Tür im Sitz oder Platz zu warten.

Vegane Lebkuchen

Rezepte

Vier verschiedene Plätzchensorten habe ich in den letzten Wochen mit großer Freude bereits gebacken. Ein Großteil dieser Weihnachtsplätzchen wurde schon fleißig von uns und unseren Adventsgästen verspeist. Da M auch sehr gerne Lebkuchen isst, sollte es zur diesjährigen Weihnachtszeit nicht an einer selbstgemachten veganen Variante mangeln. Gefunden und leicht abgewandelt habe ich das folgende Rezept.

Zuerst wird der Backofen auf 200 Grad vorgeheizt.

In eine mittelgroße Schüssel gab ich 450 Gramm Weizenvollkornmehl, 300 Gramm Weicher Weizengrieß, drei Esslöffel Lebkuchengewürz, vier Teelöffel veganes Backpulver, 300 Gramm dunklen Bio-Zuckerrübensirup, 150 Gramm Vollrohrzucker sowie 250 Gramm vegane Butter.

Alle Zutaten wurden von mir sorgfältig zu einem Lebkuchenteig geknetet, aus welchem ich anschließend zwei große Kugeln formte und im Kühlschrank kalt stellte. In der Zwischenzeit holte ich aus dem Küchenschrank die vier Ausstechformen Herz und Stern sowie kleiner und großer Kreis.

Die Arbeitsplatte wird wie bei der Verarbeitung jedes anderen Plätzchenteiges auch mit etwas Mehl versehen. So lässt sich der Teig leichter ausrollen und kann mit den Förmchen ausgestochen werden. Jedes Backblech befand sich circa fünfzehn Minuten im Backofen.

Nachdem der gesamte Teig verarbeitet und gebacken war, schmolz ich etwas Zartbitterkuvertüre im Wasserbad und verzierte damit je ein Drittel einseitig bzw. komplett. Das letzte Drittel der Lebkuchen blieb ohne Verzierung, da M sie so am liebsten mag 🙂

Zwei vegane Plätzchenrezepte für die Weihnachtszeit

Rezepte

Mit der Zubereitung der leckeren Haferflockenplätzchen eröffnete ich in diesem Jahr noch vor dem ersten Advent die heimische Weihnachtsbäckerei 🙂 Heute ging es mit demselben Eifer erneut ans Werk. Da M und ich Zimt lieben, stand das erste vegane Rezept schnell fest. Auch Schokolade darf bei mir in der Weihnachtszeit nicht fehlen, weshalb das zweite vegane Rezept ebenfalls rasch gefunden wurde.

Ich heizte den Backofen auf 200 Grad vor und kramte aus dem Küchenschrank zwei große Schüsseln hervor.

Vegane Zimtplätzchen

Zuerst gab ich 400 Gramm Weizenvollkornmehl, zwei Teelöffel veganes Backpulver, 50 Gramm Vollrohrzucker, 200 Gramm Rohrohrzucker und eine Packung veganen Bourbon Vanillezucker in die Schüssel. Die beiden Rohrzuckersorten mische ich neuerdings sehr gern miteinander. Es handelt sich hierbei nicht nur um Zucker, der aus Zuckerrohr gewonnen wird, sondern auch um solchen, der schon sehr angenehm bei der Zubereitung des Teiges duftet. Zuletzt wurde die Schüssel mit zwei Teelöffeln Zimt, einem kleinen Schluck Zitronensaft, sechs Esslöffeln Hafermilch sowie 250 Gramm vegane Butter gefüllt.

Vegane Schokoladenplätzchen mit Mandelstückchen

In die zweite Schüssel gab ich 400 Gramm Dinkelvollkornmehl, zwei Teelöffel veganes Backpulver, 50 Gramm Vollrohrzucker, 200 Gramm Rohrohrzucker sowie eine Packung veganen Bourbon Vanillezucker. Da es Schokoladenplätzchen werden sollten, kamen zuletzt zwei Teelöffel Kakao, ein paar zerhackte Mandelstückchen, sechs Esslöffel Hafermilch und 250 Gramm vegane Butter hinzu.

Anschließend knetete ich das Gemisch in beiden Schüsseln zu einem lecker zimtig bzw. schokoladig duftenden Teig zusammen und stellte diese im Kühlschrank kühl. In der Zeit suchte ich die Ausstechformen heraus. Ich mochte schon immer die großen Plätzchen am liebsten. Natürlich sehen kleine Plätzchen wesentlich schöner aus, jedoch hat man bei einem großen Plätzchen mehr Knabberspaß 😉 Jedes Backblech voller Plätzchen kam für zehn Minuten in den Backofen.

Wie jedes Jahr wurde ein Teil der Plätzchen mit Zartbitter-Kuvertüre bemalt. Endlich fündig geworden bin ich bei veganer Lebensmittelfarbe, die aus den verschiedensten Naturprodukten gewonnen und nicht künstlich hergestellt wurde. Das Pulver der Wunschfarbe wird einfach in die Zitronenglasur geträufelt und bis zum gewünschten Farbton mit dieser vermischt. Ich entschied mich vorerst für rote, gelbe und grüne Plätzchen. Da M die Plätzchen am liebsten gänzlich ohne Glasur isst, ließ ich auch einige unbemalt.

Vegane Haferflockenplätzchen

Rezepte

Der erste Advent rückt näher und bisher fehlte es uns an leckeren Weihnachtsplätzchen. Vor einigen Tagen hatte ich mir schon ein paar verschiedene Rezepte herausgesucht, die ich in diesem Jahr unbedingt ausprobieren möchte. Den Anfang machten heute die in der Zubereitung schnell gehenden veganen Haferflockenplätzchen, für die relativ wenig Zutaten benötigt werden.

Zuerst heizte ich den Backofen auf 200 Grad vor und suchte mir eine mittelgroße Schüssel heraus. In diese kamen 150 Gramm Haferflocken, 100 Gramm Weizenvollkornmehl und ein Teelöffel veganes Backpulver. Hinzu kamen anderthalb Teelöffel gemahlene Flohsamenschalen, die in jedem Bioladen käuflich erworben werden können und für die nötige Klebekraft sorgen.

Zuletzt gab ich 50 Gramm Vollrohrzucker, 150 Gramm Rohrohrzucker sowie 150 Gramm vegane Butter und einen kleinen Schluck Hafermilch in die Schüssel.

Ich gebe zu, dass ich absolut kein Freund von Teig kneten bin. Jedoch ließen sich die Zutaten ganz schnell und wunderbar zu einem Teig kneten, ohne dass mir über die Hälfte an den Händen und Fingern kleben blieb. Ebenso positiv fiel mir auf, wie lecker der Teig bereits vor dem Backen roch 😉

Ich formte aus dem Teig kleine Kügelchen und verteilte sie mit sehr großem Abstand zueinander auf dem Backblech. Mit dem Zeige- und Mittelfinger drückte ich anschließend jedes Kügelchen platt. Der Abstand zwischen den einzelnen Kügelchen sollte wirklich groß sein, da die Plätzchen während des Backens noch richtig auseinander gehen. Die ersten zwei Bleche ließ ich circa zehn Minuten backen, ab dem dritten reichten acht Minuten völlig aus.

Die Haferflockenplätzchen müssen nach dem Backen unbedingt mindestens zwei Minuten abkühlen, ehe sie vom Backblech genommen werden, da sie sonst zerbrechen. Nach dieser kurzen Wartezeit lassen sie sich aber wirklich ohne Beschädigung ganz einfach herunternehmen. Den im Anschluss ans Backen durchgeführten Geschmackstest haben diese Plätzchen ebenfalls bestanden: Sie schmecken richtig lecker 🙂

Prinz‘ neue positive Erfahrung bei Hundebegegnungen

Prinz

Schon vor gut einem Monat verkündete mir M sein Interesse am 3. Rhön-Bier-Erlebnislauf in Kaltennordheim im Wartburgkreis. Es handelt sich hierbei um einen Spaßlauf mit entweder acht oder 15 Kilometern Länge. Im Vordergrund stehen nicht eine gute Platzierung oder eine neue Bestzeit, sondern Kontakte und Gespräche mit anderen Läufern. M hatte heute beispielsweise die Gelegenheit, sich während des 15-Kilometer-Laufs mit dem von der Lokalpresse eine Woche zuvor gekürten Sportler des Jahres zu unterhalten.

Für Angehörige, die sich nicht an einem der Läufe beteiligen wollten oder wie ich konnten, wurde sogar eine Wanderung von circa sieben Kilometern Länge angeboten. Somit stand nicht nur mir, sondern auch unserem lieben Prinzi, der mich selbstverständlich bei der Wanderung begleiten durfte, ein aufregender Tag an der kalten frischen Luft bevor 🙂

Allerdings machte ich mir im Vorfeld schon Gedanken über die Anzahl der Hunde bei der Wanderung. Obwohl Prinzi in den letzten Jahren wirklich große Fortschritte bei Hundebegegnungen gemacht hat, ist er im Umgang mit fremden Hunden, die ihm zu nahe kommen, immer noch sehr unsicher. Seine Reaktionen reichen von freudigem Schwanzwedeln bis hin zum Schnappen oder Beißen – und das oft innerhalb von Sekunden bei ein und demselben Hund. M sprach mir aber Mut zu und so sah ich dem bevorstehenden Ereignis nicht mehr ganz so ängstlich entgegen.

Zu meiner großen Erleichterung nahmen lediglich sieben Erwachsene und zwei Hunde an der Wanderung von Kaltennordheim in einen circa 3,5 Kilometer entfernten Nachbarort und zurück teil. Im Auge behalten musste ich somit nur einen vier Monate alten Welpen, welcher total knuffig aussah und super neugierig war. Der kleine Rüde gehört der Rasse der Alaskan Malimute an, die auch als Schlittenhunde bezeichnet werden. Erfreut war ich zudem, dass die Besitzerin ein ähnliches Erziehungskonzept an den Tag legte und ebenso mit positiver Verstärkung arbeitete.

Zu Beginn der Wanderung liefen die beiden gut fünf Meter vor Prinz und mir. Die beiden Hunde konnten sich somit erst mal in aller Ruhe aus der Ferne anschauen, nacheinander an denselben Stellen schnüffeln und gelegentlich auch markieren. Irgendwann lief ich neben der Besitzerin und wir kamen ins Gespräch. Für die Rüden schien das gar kein Problem darzustellen. Prinz schnüffelte auf dem links gelegenen Rasenstück, der Welpe auf dem rechten. Verringerte sich der Abstand zwischen den beiden Hunden auf nur noch einen Meter, wurden sie gleich gelobt und entsprechend für ihr gutes Verhalten dem anderen gegenüber belohnt. So merkten beide schnell, dass von dem anderen keine Gefahr ausgeht und nichts schlimmes passieren wird.

Nach der Wanderung war ich total glücklich und mega stolz auf unseren Prinzi. Ich hatte bereits seit vielen Monaten die Theorie und Hoffnung, dass er bei solchen Hundebegegnungen sozial und lieb ist, musste jedoch bis zum heutigen Tag auf die Bestätigung warten. Prinzi konnte endlich die positive Erfahrung machen, dass nichts schlimmes passiert, wenn ein anderer Hund mit ihm spazieren geht, man sich gelegentlich näher kommt oder an denselben Orten schnüffelt 🙂 Ich hoffe wirklich inständig, dass wir schon bald eine ähnliche Erfahrung mit einem fremden Hunden machen können, damit Prinz sicherer im Umgang mit anderen wird.

Veganer Schokoladen-Kirsch-Kuchen

Rezepte

Was wäre ein Geburtstag ohne einen leckeren Kuchen?! Da das morgige Geburtstagskind Kirschen über alles liebt, stand für mich schnell fest, dass diese auf gar keinen Fall fehlen dürfen. Gegen Schokolade hat sowieso so gut wie keiner etwas einzuwenden, weshalb die Idee des Schokoladen-Kirsch-Kuchens schnell geboren war 🙂

Vor circa zweieinhalb Jahren probierte ich aufgrund einer kurzfristigen Einladung und dem damit in Zusammenhang stehenden Zutatenmangels das erste Mal einen veganen Kuchen aus. Da dieser auf Anhieb gelang und keiner einen Unterschied zu einem Kuchen aus Butter, Milch und Eiern schmeckte, sind seitdem alle meine Kuchen vegan.

Nachdem ich eine große Schüssel aus dem Küchenschrank geholt hatte, heizte ich den Backofen auf 175 Grad vor. Zuerst gab ich 250 Gramm Vollrohrzucker, 450 Gramm Weizenvollkornmehl, je eine Packung veganes Backpulver und Bourbon Vanillezucker sowie vier gehäufte Esslöffel Kakaopulver in die Schüssel und vermischte den Inhalt kurz.

Hinzu kamen nun 75 g vegane Butter, welche ich bereits ein paar Stunden vor Backbeginn aus dem Kühlschrank holte, 200 Milliliter Sojamilch und etwa 100 Gramm Wasser. Das Gemisch in der Schüssel wurde nun ordentlich verrührt.

Da der Vollrohrzucker etwas gewöhnungsbedürftig roch, war ich verunsichert, ob der Kuchen überhaupt süß genug wird. Ich gab den letzten Rest Agavendicksaft – circa zehn Gramm – hinzu.

Leider ist die Kirschsaison bereits seit einigen Monaten vorbei, weshalb bereits entsteinte und gezuckerte Schattenmorellen aus dem Glas herhalten mussten. Ich ließ die Kirschen abtropfen und mischte die 175 Gramm mit unter den Teig.

Ich fettete die Backform ein und verteilte den Schüsselinhalt vorsichtig in ihr. Der Kuchen benötigte bei mir exakt sechzig Minuten Backzeit. Nach dem Abkühlen sowie der Befreiung aus der Backform ließ ich Zartbitterkuvertüre im Wasserbad schmelzen und verteilte diese mithilfe meines Backpinsels auf dem Kuchen.

Große Erleichterung verspürte ich bei der Feststellung, dass der gewöhnungsbedürftige Geruch des Vollrohrzuckers nach dem Backen komplett verschwunden war. Da beim Stürzen des Kuchens ein paar größere Krümel abfielen, konnte ich mich zudem vergewissern, dass auch geschmacklich alles in bester Ordnung ist 😉 Dank der Kirschen ist der Kuchen im Übrigen schön fluffig und saftig geworden.