Vier Wochen.
Wow! Die letzten vier Wochen sind wirklich unfassbar schnell vergangen. Es gab nach wie vor keinen Tag, an dem ich nicht an M dachte. Ich vermisse ihn sehr. Gleichzeitig bin ich aber auch dankbar. Dankbar, dass er keine Spielfigur mehr in diesem intriganten Spiel um seine Firma ist. Dankbar, dass er das ganze Drama um sein Erbe, ja um sein Lebenswerk nicht mehr (physisch) miterleben muss. Allmählich kann ich um ihn oder besser um uns/um unsere schöne, witzige, abenteuerreiche und kunterbunte Beziehung trauern. Der Verlust schmerzt jeden Tag ein bisschen mehr.
Auch wenn ich nicht in die Zukunft schauen kann, würde es mich nicht wundern, wenn ich mit M meine letzte Liebesbeziehung geführt habe. Natürlich wird mich der ein oder andere für diese Aussage belächeln. Ich bin zweiunddreißig und habe im besten Fall noch um die fünfzig Lebensjahre vor mir. Ich bin aber komisch, zumindest aber sehr altmodisch/konservativ. Es fühlt sich (im Moment) einfach nicht richtig an. Ich wurde zwar verlassen. Aber eben auf eine andere Art und Weise als die Durchschnittsfrau. Eines weiß ich heute aber mit Bestimmtheit: Wenn es jemals wieder einen Mann in meinem Leben gibt, dann hat es mich wirklich richtig heftig erwischt.
Telefonat.
Mit etwas Unbehagen telefonierte ich heute am späten Mittag mit unserem verbliebenen Geschäftsführer. Ich stellte mich auf alles ein, wurde zu meiner Überraschung aber weder entlassen noch durch das Telefon gezogen. (Mein Kollege M meinte im Nachhinein, dass keiner von uns in der nächsten Zeit entlassen werden kann.) Nächste Woche arbeite ich wieder. Ich werde mich meinen Kollegen zuliebe zusammenreißen und auf ein gutes Ende/einen sehr guten Neuanfang hinarbeiten.
Ausmisten.
Heute nahm ich mir das Schlafzimmer vor. Ich räumte einen Großteil von Ms Kleidung in Säcke und brachte sie anschließend mit Prinz und dem Bollerwagen zur Kleiderspende in der Nähe. Ich habe einige von Ms Kleidungsstücken/meinen Lieblingsklamotten behalten. Die befinden sich nach wie vor in seinem Schrank und werden dort auch noch seeeehr lange bleiben. Das Ausmisten fiel mir leicht. Ich hänge emotional einfach nicht an solchen Dingen. Das war schon immer so.
Was heute schön war:
Oma-Tag für L.
Es ist Dienstag. Dienstag ist Oma-Tag mit Übernachtung. Kurz nach halb zehn am Vormittag machte sich Ms Mama mit L auf den Weg zur Haltestelle am Gothaer Platz. Sie fuhren bis ins Rieth und trafen dort auf eine Freundin von Ms Mama nebst Enkelin. Gemeinsam spazierten sie auf dem Geraradweg. L hielt laut Aussage von Ms Mama gut durch.
Spaziergang.
Kurz nachdem L mit ihrer Oma das Haus verlassen hatte, spazierten Prinz und ich durch das Wohngebiet. Insgesamt war ich mit ihm heute dreimal draußen. Es erinnerte mich an unsere gemeinsame Zeit vor vier bzw. fünf Jahren. ❤
Telefonat mit J.
Mittags telefonierte ich fast zwei Stunden mit J (aus Dresden). Leider wird sie im August nicht noch mal nach Erfurt kommen. Allerdings werden wir uns sicherlich im September und/oder Oktober wiedersehen.
Telefonat mit meinem Bruder.
Gegen 16:30 Uhr telefonierte ich mit meinem Bruder. Er erzählte von seinem Workshop in Konstanz. Sobald mein Leben wieder „normal“ verläuft, werde ich ihn – vermutlich gemeinsam mit L – dorthin begleiten. Mal sehen was der Coach alles aus mir heraus kitzelt …
Netflix.
Ich konnte heute fünf (!!!) Folgen meiner Serie schauen. Ohne Störung. Unfassbar.
Autor: Katja
Tagebuch – Unser Leben ohne M – Tag 27
AlltagsschnipselDer frühe Vogel …
… hat mich heute um halb acht in Form eines Investors telefonisch wach geklingelt. Und L gleich mit. Da aber die Nachricht erfreulich, zumindest aber hoffnungsvoll klang, war das nicht schlimm. Endete die letzte Woche deprimierend/ernüchternd, begann nun diese weitaus optimistischer. Es bleibt spannend. (Ich freue mich dennoch, wenn diese ständige Achterbahnfahrt der Gefühle vorbei ist.) Mein Kollege M tauschte sich heute ebenfalls zwei (!) Stunden mit einem Investor aus und verbreitete anschließend seinen Optimismus. Vielleicht … vielleicht haben wir doch ein wenig Glück.
Ich räumte heute Mittag ein wenig in Ls Kinderzimmer um und auf und spielte anschließend mit ihr. Eventuell nehme ich mir morgen das Schlaf- und/oder Esszimmer vor. Da gibt es jeweils eine kleine Ecke, die ausgemistet werden muss.
Was heute schön war:
iPad.
Auch heute (Morgen) spielten L und ich mit einigen Apps auf dem iPad. Als Ls Laune kippte, legten wir eine Pause ein. Zum Frühstück aß L eine Erdbeermarmeladenbrotscheibe nach der anderen. Ich staunte nur.
Telefonat mit B.
Seit Monaten nehmen wir uns vor, miteinander zu telefonieren. Immer kam etwas dazwischen oder es passte gerade nicht. Am frühen Nachmittag schrieb mir meine ehemalige Kollegin B eine lange Whatsapp-Nachricht. Ich antwortete ihr mit der Frage, ob wir jetzt telefonieren wollen. Kurz darauf quatschten wir eine Dreiviertelstunde. Ich erzählte ihr von Ms Tod, sie mir von ihrer im Sterben liegenden Mutter (die Frau ist zweiundachtzig) und einem gebrochenen Handgelenk.
Tagebuch – Unser Leben ohne M – Tag 26
AlltagsschnipselIch nutzte das Regenwetter und mistete unseren Fernsehschrank aus. Nun ist das Wohnzimmer aufgeräumt und ordentlich. Bis auf ein Zimmer, das ich komplett zugestellt habe, trifft das sogar auf jedes unserer Zimmer zu. Ls Zimmer räumen wir morgen auf. Dazu hatten wir beide dann doch keine Lust mehr.
Ich packte auch meine Arbeitsutensilien in eine Kiste. Diese fahre ich bei Gelegenheit ins Office.
Ansonsten hing ich heute immer mal wieder meinen Gedanken nach und ließ Trauer zu. Ich überlegte auch, in welchen Jobs ich von zu Hause aus arbeiten könnte, sollten wir mit den Investoren nicht auf einen Nenner kommen. (Prinz kann nicht alleine zu Hause bleiben.) Ich sag mal so: Es sieht gar nicht mal so gut für mich aus …
Was heute schön war:
Nichtstun.
Das stimmt natürlich nur so mittel, aber im Vergleich zu den vorherigen Tagen haben L und ich heute nicht viel bis fast gar nichts (sinnvolles/produktives) gemacht. Das war notwendig und wichtig. Denn passend zur Bewölkung und zum Regenwetter schaltete mein Körper bereits nach dem Aufstehen in den Ruhemodus. Selbst wenn ich gewollt hätte, wäre ich heute zu nichts Wichtigem in der Lage gewesen.
iPad.
L und ich spielten heute diverse Lern-/Vorschulapps auf Ms iPad, das nun natürlich uns gehört. M hatte wirklich sehr schöne Apps für L heruntergeladen. Es war schön, sich gemeinsam eine nach der anderen anzuschauen.
Tagebuch – Unser Leben ohne M – Tag 25
AlltagsschnipselEin Umzug in eine kleinere/günstigere Wohnung ist der letzte Schritt, den ich für L und mich vorgesehen habe. Ich fühle mich hier zu Hause nicht nur sehr wohl, sondern komme hier auch zur Ruhe/kann abschalten. Meine Kreativität wird in dieser Umgebung gefördert. L kann jederzeit im Garten spielen, ohne dass ich Angst haben muss, dass ihr etwas passiert. Und für unseren Seniorhund Prinz ist diese Wohnung nebst Garten sowieso ein wahres Paradies. Ich würde in Zukunft lieber an einer anderen Stelle sparen. Vielleicht wird ja doch noch alles gut. Wenigstens dieses eine Mal.
Was heute schön war:
Frische Bettwäsche.
Unsere Waschmaschine lief heute circa fünfmal. Zuerst wusch ich unsere Bettwäsche. Heute Abend können L und ich wieder in frisch duftender, sonnengetrockneter Bettwäsche schlafen. ❤
Sport.
Pünktlich zum 1. August startete ich heute mein Sportprogramm. Ich freue mich schon auf den Muskelkater in den nächsten Tagen/Wochen. Heute waren die Übungen eher beinlastig.
Poolaction.
Gleich am Vormittag pumpte unsere Vermieterin C den großen Pool (das große Planschbecken) auf und ließ frisches Wasser hinein. Am frühen Nachmittag spielte ich mehrere Stunden gemeinsam mit L im Wasser. Wir spritzen uns gegenseitig nass, übten aber hin und wieder auch die Schwimmbewegungen. Zwischendurch machten wir es uns auf der Picknickdecke gemütlich und lasen einige Bücher.




Papa M kaufte L „vor Kurzem“ diesen Badeanzug ❤ 
Spaziergang.
Gegen 17:00 Uhr beschlossen L und ich, mit Prinzi im Park spazieren zu gehen. Die Sonne war bereits seit einiger Zeit von Wolken bedeckt und ein leichter Wind war aufgezogen. Ideales Spaziergang-Wetter für Prinzi. Wir schauten, ob der Eiswagen der Bäckerei Rüger im Park stand (nein), und liefen weiter zum Espachcafé. L bekam ein Schokoladeneis, durfte im Wasser planschen und auf dem Spielplatz spielen. Prinz lief recht gut mit. Die Fahrradfahrer im Park waren ein wenig nervig/anstrengend. Ansonsten war es überraschend leer. Ich fragte mich, wo die Leute heute alle waren.
Hallo August!
Dies & DasIm August werde ich …
… wissen, wie Ls und mein Leben in den nächsten Monaten weitergehen wird
… Investorengespräche führen
… und meine Kollegen diesbezüglich auf den neuesten Stand bringen
… zur Orchesterprobe gehen
… mit L zum Calisthenics-Probetraining gehen
… Spielverabredungen mit anderen Mamas und ihren Kindern wahrnehmen
… viel mit meinem Bruder telefonieren und mich über seinen Besuch freuen
… viel mit Dresden-J telefonieren und mich eventuell auch über ihren Besuch freuen
… weiter an meinem Kinderbuch schreiben
… Sport machen
… die Wohnung ausmisten und auf-/umräumen
… mit L ins Freibad gehen
Tagebuch – Unser Leben ohne M – Tag 24
AlltagsschnipselLs und meine Zukunft ist ungewisser denn je. L will nicht umziehen. Sie will bei unseren Vermietern bleiben und mit C weiterhin die Blumen gießen. Sie weinte deshalb gestern Abend vor dem Einschlafen ganz doll, obwohl ich das Wort Umzug seit Tagen nicht mehr erwähnt habe. Und obwohl ich allein Prinz wegen am liebsten weiterhin hier in unserer schönen Wohnung mit diesem wunderschönen Garten wohnen bleiben würde, ist das Thema Umzug so präsent wie nie. Meine aktuelle Arbeit hat sich durch die Insolvenz mehr oder weniger von selbst erledigt. (Ich könnte für diese Leute sowieso nicht mehr arbeiten.) Vier Monatsgehälter von M, die mir aufgrund seines Todes zustehen, werde ich höchstwahrscheinlich aus demselben Grund (Insolvenz) niemals sehen. Und die versprochene Rückerstattung vom Finanzamt für 2019 erhalte ich auch nur dann, wenn ich Ms Erbe annehme. (Ich schlage es aber aus.) L und ich gehen somit komplett leer aus und bekommen nichts. Das ist heftig und schmerzt, waren doch auch die Berater vergangene Woche noch so optimistisch. Ich bin es mittlerweile in Bezug auf noch zu erhaltenes Geld nicht mehr. Ich bin traurig, wütend, sauer und habe große (Existenz-)Angst.
Heute war nicht Ls Tag. Am Nachmittag wurde sie zweimal von Wespen gestochen, einmal in die Kniekehle und einmal in den kleinen Zeh. Sie war nach jedem Stich für mindestens eine Stunde unausstehlich, obwohl sie mit mir auf meinem Schoß kuschelte. Die arme J (aus Dresden) kam nur wenige Minuten vor dem ersten Stich und flüchtete kurz nach dem zweiten. Ich wäre gern mitgegangen … 😉
Was heute schön war:
Sommer. Sonne. Badespaß.
Nach dem Frühstück machte ich mich mit L und Prinzi auf den Weg in den Park. Dort trafen wir Ms Mama. Gemeinsam mit L ließ sie zwei selbstgebastelte Boote in den Flutgraben. (Die Idee ist toll, dennoch wünschte ich, dass das Boot nicht aus Müll bestanden hätte. Ich mag es nicht, wenn unsere Flüsse verschmutzt werden.) Wenig später gingen wir wieder runter an den Fluss. L warf Steine ins Wasser und Ms Mama und ich machten es uns auf der Picknickdecke gemütlich. Prinz war auch heute wieder lieb, aber nicht so entspannt wie gestern.
Tagebuch – Unser Leben ohne M – Tag 23
AlltagsschnipselMein Onkel O wurde gestern von der Intensivstation auf die Station Gefäßchirurgie verlegt. Er wird voraussichtlich noch den ganzen August im Helios Klinikum bleiben und weitere Operationen über sich ergehen lassen müssen. Nach diesem langen Krankenhausaufenthalt ist eine Reha geplant. Ich drücke ihm weiterhin fest die Daumen.
Am Nachmittag teilte unser zweiter und nunmehr einziger Geschäftsführer allen Mitarbeitern mit, dass er gestern einen Insolvenzantrag gestellt hat. Obwohl mich diese Information nicht sonderlich überraschte, stieg meine Wut oder vielmehr mein Hass auf die Muttergesellschaft weiter an. Die Muttergesellschaft kann sich auf die Schultern klopfen: Sie hat es geschafft, ein vormals gut laufendes/lukratives Einzelunternehmen binnen sechzehn Monaten in Insolvenz zu bringen. Sie gehen lieber diesen Weg, als L und mir die Anteile anzudienen. Ein Angebot meinerseits, die Anteile der Muttergesellschaft zurückzukaufen, lag vor. Ich glaube ganz ganz fest an ausgleichende Gerechtigkeit. Es rächt sich schließlich alles im Leben. Mit einer Gehaltszahlung brauche ich morgen erst mal nicht rechnen.
Was heute schön war:
Besuch.
Kurz nach dem Aufstehen kamen Ls Kindergartenfreund Y und seine Mama zu uns. Anfangs waren beide Kinder ein wenig schüchtern, doch das legte sich schnell. L führte Y zunächst in ihr Kinderzimmer, veranstaltete später mit ihm ein Wettrennen und zeigte ihm die Kniebombe im Planschbecken. Nach dem gemeinsamen Mittagessen (Nudeln mit viel zu scharfer Tomatensoße) machten wir uns auf den Weg zum Fluss. Dort sammelten und warfen beide Steine, während Ys Mama und ich uns weiter unterhielten und Prinzi seinen Mittagsschlaf fortsetzte. Fünfeinhalb Stunden später machten sich die beiden wieder auf den Heimweg. Das war ein schöner Tag. ❤
Tagebuch – Unser Leben ohne M – Tag 22
AlltagsschnipselKurz vor halb acht wachte ich heute auf und obwohl ich noch total müde war, konnte ich nicht wieder einschlafen. Ich las ein paar kurze Kapitel meines aktuellen und mittlerweile dreißigsten Buches dieses Jahr und stand eine Stunde später auf.
Gegen 10:00 Uhr verabschiedete ich U, E und K, die sich auf den Rückweg nach Tirana machten. In meinem Zwei-Jahres-Plan habe ich mir einen Besuch vorgemerkt. Zeit wird‘s!
Erinnerungen.
L erzählte mir am Abend, dass M sie einmal aus Versehen angekleidet in die volle Badewanne gehoben hat. Darüber mussten wir beide lachen. Ich erzählte L heute, was ihr Papa am liebsten aß: Pizza Funghi, Pistazien, Erdnussflips, Tortilla-Chips mit warmer Käsesoße, Schweden-Eisbecher, Nudelauflauf.
Wohnzimmer.
Nach der gestrigen Grundreinigung unserer Couch räumte ich heute in der nächsten Ecke des Wohnzimmers auf.
Was heute schön war:
Besuch.
Morgens 09:30 Uhr kam mein Grundschul-/Orchesterfreund B zu Besuch. Kurz darauf klingelte es erneut und meine Grundschul-/Orchesterfreundin J stand überraschend vor der Tür. (Die beiden hatten sich abgesprochen.) Ich freue mich sehr, dass wir uns in den letzten drei Wochen so oft gesehen haben. ❤ Irgendwann in den nächsten Wochen werde ich mit L zu einem Calisthenics-Probetraining gehen. B macht diesen Sport regelmäßig und fragte seinen Trainer, ob es in Ordnung geht, wenn ein vierjähriges Kind am Training teilnimmt. 😉 (Ich kann mir aber sehr gut vorstellen, auch einige Übungen auszuprobieren.)
Mama-L-Tag.
Nach dem Aufwachen beschloss ich, den heutigen Tag zum Mama-L-Tag zu machen. Schließlich habe ich L zuletzt am Montag Vormittag gesehen. Wir hatten heute eine sehr schöne Zeit zusammen. Wir spielten sechsmal Obstgarten (der Rabe besiegte uns dreimal), lasen Bücher, planschten im Pool (L mit Regenjacke), aßen Eis, gingen abends in die Badewanne und schauten gemeinsam einige Folgen „Little Princess“.
Tagebuch – Unser Leben ohne M – Tag 21
AlltagsschnipselM ist schon drei Wochen (!) nicht mehr bei L und mir. Ich hatte in den vergangenen Tagen bereits erwähnt, dass er mir von Tag zu Tag mehr fehlt. Ich laufe jeden Tag mit einem flauen Gefühl in der Herz- und Magengegend herum. L spricht nun auch wieder häufiger von ihm und erinnert sich vermehrt an ihren Papa. Diesen schönen Gedanken will ich nun aufgreifen und ab und an in meinem Blog festhalten, was M mochte, wie er war, wer er war etc.
Couch.
Eklig! Und das ist immer noch eine absolute Untertreibung. J (aus Dresden) und ich reinigten heute unsere Couch. (M kaufte diese circa 2009/2010 gebraucht.) Wir nahmen sie komplett auseinander und säuberten alles. Dabei machten J und ich eine Entdeckung, die ich noch nicht mal in meinem Blog verewigen will. Ich bin jedenfalls gespannt, ob J nicht doch den Kontakt zu mir abbricht. Es würde mich nicht wundern. Mich beruhigt jedoch die Tatsache, dass die Couch die letzte ranzige Stelle in unserer Wohnung war.
Deutsche Rentenversicherung.
Am Abend kam ein Mitarbeiter der Deutschen Rentenversicherung vorbei und stellte für mich einen Antrag auf große Witwenrente und für L auf Halbwaisenrente. (Ich gehe davon aus, dass weder L noch ich etwas bekommen werden, denn M hat keine fünf Jahre eingezahlt.) Gespannt auf das Ergebnis bin ich dennoch.
Was heute schön war:
Oma-Tag für L.
Auch heute befand sich L bei Ms Mama. Sie besuchten Ms Mamas Freundin und L konnte gemeinsam mit einem Mädchen ihres Alters im Planschbecken baden. Obwohl L Heimweh hatte, war sie mutig und schlief noch eine weitete Nacht bei ihrer Oma. L wird allmählich groß …
Fellpflege.
J und ich setzten unser gestern begonnenes Werk fort und verschönerten Prinzi. Sein Fell glänzt und er sieht unglaublich knuffig aus. ❤ Ich bin so froh, wieder Zeit für mein Hundi zu haben. Er hat es verdient.
Sushi.
Nach dem grauenhaften Couch-Schrecken belohnten J und ich uns mit einer Riesenportion Sushi. Es war wie immer super lecker.
Filmabend.
Mein zweiter kinderfreier Abend in Folge ermöglichte es J und mir, den zweiten Film „Der Herr der Ringe – Die zwei Türme“ zu schauen. Den dritten und letzten Teil können wir vermutlich erst am 11. August gucken.

Tagebuch – Unser Leben ohne M – Tag 20
AlltagsschnipselHaushalt.
Ich bin nach wie vor krankgeschrieben und L wurde gleich nach dem Aufstehen von ihrer Oma abgeholt. Es war somit an der Zeit, mich dem Haushalt zuzuwenden. Unsere Wohnung sieht bereits viel ordentlicher aus. Ein Zimmer ist derzeit vollends zur Rumpelkammer mutiert, ein zweites zeigt erste Anzeichen. Aber der Rest, der sieht gut/besser aus. 🙂
Verhandlungen.
Um 17:30 Uhr hatte mein Bruder einen Call mit dem Vorstand der Muttergesellschaft. Er nannte ihnen zwei mögliche Varianten. Angeblich wollen sie sich bis morgen für eine entschieden haben und sich wieder bei ihm melden. Ich hoffe immer noch auf ein zeitnahes Ende der Angelegenheit, damit wieder mehr Ruhe in unser Leben einkehrt. Andererseits stimmen mich auch die Worte/Gedanken meines Kollegen M optimistisch. Und mein Bruder ist sowieso der Auffassung, dass alles gut wird.
Was heute schön war:
Oma-Tag für L.
Heute Vormittag holte Ms Mama L ab. L wird erst am Mittwoch wieder nach Hause kommen und bleibt somit erstmals zwei Nächte bei ihrer Oma. Die beiden verbrachten einen schönen Tag auf der EGA.
Fellpflege.
Intensiv um Prinzis Fell kümmerte ich mich zuletzt vor drei oder sogar vier Monaten. J kämmte ihm heute sehr lange und ausgiebig das Fell. Er schien es sogar zu genießen, denn er schlief einfach weiter. Mit dem Trimmer kürzte ich später zusätzlich das sehr lang gewordene Fell. Die Fellpflege ist zwar noch nicht abgeschlossen, aber Prinzi sieht nun nicht mehr wie ein armes verwahrlostes Hundi aus.
Lembasbrot.
J und ich fuhren heute Mittag gemeinsam ins Real. Dort kaufte ich recht viel ein, denn unser Kühlschrank war komplett leer. Am Abend bereitete J ein super leckeres Abendessen für uns zu – passend zum Film. ❤

Filmabend.
Gegen 20:00 Uhr starteten J und ich den Film „Der Herr der Ringe – Die Gefährten“. Es ist so unglaublich lange her, seit ich den Film das letzte Mal sah. Ich konnte mich zwar noch an einiges erinnern, aber an vieles eben auch nicht mehr. Ich war überrascht, dass wir den Film komplett schauen konnten. (In der Vergangenheit bin ich früher oder später immer eingeschlafen.)

















