Tagebuch – Unser Leben ohne M – Tag 33

Alltagsschnipsel

Wie gestern angekündigt, nahm ich mir heute Vormittag direkt nach dem Frühstück den Sicherungstausch beim Auto vor. Da Laura mir wegen ihrer Wespenhysterie jammernd in den Ohren lag, machte ich ihr in der Wohnung und somit weit weg von den Wespen den Fernseher an. So musste ich nur Prinzis Bellen ertragen, während ich versuchte, die richtige Sicherung zu tauschen. Die Prozedur dauerte nur wenige Minuten … und brachte nichts. Schade. Da das Fahrzeug hinten wirklich sehr tief hängt, kann ich es nicht mehr nutzen. 
Ich bat unsere Vermieterin C, mir für heute und morgen ihr Auto zu leihen. Mein Bruder schaute nach einem Mietwagen und teilte mir am Abend das günstigste Angebot mit: 600 Euro/Monat. Puh! 
Als ich am Nachmittag den Kindersitz von unserem Auto holte, um ihn in Cs Auto zu verfrachten, hörte ich ein sehr vertrautes Geräusch: Das Auto fuhr hinten hoch. Mein Tausch der Sicherung hatte also doch funktioniert. Wir sind trotzdem mit Cs Auto gefahren und werden das auch morgen tun. Am Dienstag fahren wir dann wieder mit unserem. Sobald es mir jedoch möglich ist, kümmere ich mich um ein zuverlässigeres Fahrzeug.


Was heute schön war:

Langeweile.
Entspannter Start in den Tag trifft es auch. L und ich spielten gemeinsam im Kinderzimmer mit Lego, den Puppenoder den Kuscheltieren. Nebenbei/Zwischendrin wischte ich das Bad und die Küche, klebte Haken an die Küchenschränke und ließ eine Ladung Wäsche in der Waschmaschine waschen.

Geburtstag.
Heute ist L, die Tochter meiner Cousine J, zwei Jahre alt geworden. Am Nachmittag besuchten L und ich ihre Party. L spielte mal mit, mal ohne dem Geburtstagskind, fuhr Dreirad, planschte im süßen Planschbecken, freute sich über Seifenblasen und Luftballons und ließ sich die leckeren Kuchen schmecken. Geburtstags-L bekam einen wunderschönen Luftballon geschenkt, der die Form ihres Alters (2) hatte. Dieser wurde am Dreirad befestigt … hatte sich irgendwann in den Wäscheleinen verheddert, wurde abgetrennt und flog davon. (J, es tut mir soooo leid!)

Tagebuch – Unser Leben ohne M – Tag 32

Alltagsschnipsel

Das einzige der fünf Fahrzeuge, das ich fahre, ist auch genau das verkehrsuntauglichste/-unsicherste. (Die erste Amtshandlung mit meinem neuen Anstellungsvertrag ist die Anschaffung eines neuen (Leasing?-)Fahrzeugs.) Seit gestern blinkt in einem nicht übersehbaren Rotton der Hinweis/Fehler „Niveauregulierung inaktiv“. Zum Glück hatte M mir „vor Kurzem“ gezeigt, wie ich diese Fehlermeldung selbst beheben kann, ohne in die Werkstatt fahren zu müssen. Morgen nehme ich mir diese Problematik vor … das kann doch nicht so schwer sein?!

Was heute schön war:

Planschbecken.
Gleich am Vormittag pumpte ich neue Luft in unser großes Planschbecken, ließ frisches Wasser hinein und planschte … nur ein paar Minuten lang mit L. Dann hatte sie keine Lust mehr. Anschließend pflückten wir die ersten reifen Brombeeren und ein paar schöne Blumen, die nun in zwei Vasen direkt am Fenster in unserer Küche stehen.


Besuch. 
Nachmittags schaltete ich Prinz den Fernseher ein (heute bekam er den Film „Grindelwalds Verbrechen“ zu sehen) und fuhr mit L ins Büro. Dort traf ich eine halbe Stunde später auf meine Eltern, die wir mit dem Auto zu uns nach Hause fuhren. Als wir die Wohnung betraten, schlief Prinz friedlich vor dem TV. ❤ Aufgrund der sehr hohen Außentemperaturen blieben wir diesmal in der Wohnung. Meine Mama spielte viel mit L. Am frühen Abend bestellten wir eine große Portion Sushi. Es blieb tatsächlich ein wenig für morgen übrig.

Tagebuch – Unser Leben ohne M – Tag 31

Alltagsschnipsel

Heute vor einem Monat starb M. Erst vor wenigen Tagen konnte ich aktiv mit der Trauerphase beginnen. So komisch wie das klingen mag, aber vorher war dafür keine/kaum Zeit. Mein Kollege M und ich haben in diesen wenigen Wochen so unglaublich viel (positives) erreicht. Ich habe manchmal das Gefühl, als seien schon Monate vergangen. Es gab (vor allem für mich) Höhen und Tiefen sowie einen ständigen Wechsel zwischen Hoffnung und Enttäuschung verbunden mit Tränen. Doch nun wird es besser. Wir haben sehr liebe Menschen kennengelernt, die in Bälde unsere neuen Partner sein werden. Ich freue mich sehr auf den (beruflichen) Neuanfang.

Obwohl ich gefühlt den ganzen Tag futtere, habe ich weiter abgenommen. Nun bin ich bis auf wenige Gramm bei meinem Wunschgewicht. Ich werde mich bemühen, das Gewicht zu halten und Körperfett in Muskelmasse umzuwandeln.

Was heute schön war:

Oma-Tag für L.
Mittags holte Ms Mama L ab. Gemeinsam mit Ms Onkel, dessen Frau und Enkelsohn nahm L heute erstmals an einer Greifvögel-Flugvorführung auf der Niederburg bei Kranichfeld teil. Es gefiel ihr gut. Auch mit dem Enkelsohn verstand sie sich sehr gut.

Friseur.
Kurz nachdem ich mir am Vormittag die Haare gewaschen (und geduscht) hatte, rief ich wegen eines Termins beim Friseur an. Ich wollte am kommenden Dienstag gehen. Jedoch teilte mir die Friseurin mit, dass derzeit kaum Kunden kommen. Und so fragte ich, ob sie auch heute noch einen Termin für mich frei hätte. Da das bejaht wurde, machte ich mich am Mittag mit dem Fahrrad (!) auf in die Stadt. (Danke noch mal an E für den Reifenwechsel.) Die erste Hälfte meines Friseurbesuchs wurde ich mit Beleidigungen bezüglich des Zustandes meiner Haare übersät. Es dauerte nicht lange und mir dämmerte der Grund dafür: Durch die Schließung der Salons während des Corona-Lockdowns brachen Umsätze weg. Nun haben die Mitarbeiter vermutlich die Anweisung, die (überteuerten) Produkte an die Frau/den Mann zu bringen. Aber ob Beleidigungen der richtige Weg sind … Als ich zwei Stunden später mit einer Frisur ähnlich wie Baby aus Dirty Dancing nach Hause kam, schlief Prinz friedlich vor dem Fernseher. (Ich hatte ihm den Film „Twilight“ angestellt.)

Videocall.
Heute um 16:00 Uhr stellte sich D, ein Vertreter unseres zukünftigen Partners, dem Team vor und beantwortete sehr ausführlich alle Fragen. Mein Kollege M und ich befanden uns vor Ort. Der Rest nahm per Google Meet an dem Kennenlernen teil. Der Termin lief wirklich gut. ❤

Verabredung.
Über eine halbe Stunde musste Ms Papa auf mich warten, da der Videocall länger als geplant andauerte. Wir fuhren mit den Fahrrädern in Richtung Theater und setzten uns in den Außenbereich eines Restaurants. Wir haben uns wirklich sehr gut unterhalten. Es war ein schöner Abend.

Tagebuch – Unser Leben ohne M – Tag 30

Alltagsschnipsel

L glaubt seit gestern Abend, alle fliegenden Insekten seien Pupsfliegen (ich gehe darauf nicht weiter ein). Ihre hysterische/panische Angst vor Wespen hat sich deshalb über Nacht in Luft aufgelöst. Sie kichert mittlerweile sogar, wenn ich die ein oder andere Wespe, die sich in unsere Wohnung verirrt hat, wieder (lebend) nach draußen befördere. Verstehe einer die Kinder … 

Was heute schön war:

Es nimmt an Fahrt auf!
Der Insolvenzverwalter hat sich heute den Deal angehört. Vor Ort waren mein Kollege M, ein Anwalt und ein Vertreter des Investors. Vermutlich morgen wird der Insolvenzverwalter diesen Deal mit der Muttergesellschaft besprechen, denn diese hat ebenfalls ein (lächerliches) Angebot abgegeben. Die Muttergesellschaft versucht nun auch aktiv, die Mitarbeiter für sich zu gewinnen. Welcher Deal der bessere ist bzw. wer besser für das Forbestehen unserer Firma ist, entscheidet am Ende der Insolvenzverwalter.Mittags haben wir unser Team auf den aktuellen Stand gebracht und auch erstmals den Namen des Investors genannt. Die Mehrheit war begeistert und geht diesen neuen Weg mit. ❤

Besuch.
Am Nachmittag besuchten uns J und ihre kleine Tochter L, die am Sonntag schon zwei Jahre alt wird. Die beiden Mädels spielten von Anfang an sehr lieb miteinander und planschten hin und wieder glücklich und zufrieden im Pool. L teilte sogar freiwillig ihr Spielzeug mit ihrer kleinen Urgroßcousine. J brachte eine super leckere Torte (Kalorienbombe) mit. ❤

Tagebuch – Unser Leben ohne M – Tag 29

Alltagsschnipsel

Gestern Abend konnte ich ewig nicht einschlafen. Ich hörte mir deshalb auf Youtube (M würde den Kopf schütteln, weil ich nicht Spotify nutze) die Songs an, die ich im Herbst 2011, als ich merkte, mich allmählich in M zu verlieben, in Dauerschleife gehört hatte. Dazu zählten unter anderem die Ärzte-Songs „Ich will dich“, „Geh mit mir“ und „Vermissen, Baby“, aber auch so ziemlich jedes Lied des Albums „Im Schatten der Ärzte“. M teilte mir Anfang 2012 mit, dass er zu dieser Zeit gern „It Must Have Been Love“ von Roxette hörte.

Was heute schön war:

Spaziergang.
Kurz nach um acht ging ich mit Prinz über eine Dreiviertelstunde im Park spazieren. Die Ruhe um diese Zeit war wirklich wunderbar. Ich konnte ein wenig zur Ruhe kommen.


Licht am Ende des Tunnels.
Wegen eines Gesprächs mit unserem Investor (Eine Zusammenarbeit kommt definitiv zustande!!!) musste Prinz erstmals sechs (!) Stunden alleine zu Hause bleiben. Unsere Vermieterin C hatte ein Ohr auf ihn. Von diesen sechs Stunden war er „nur“ circa eine Stunde gestresst/aufgeregt. Das ist echt super. ❤ Wir besprachen heute schon nicht mehr das Ob, sondern bereits das Wie. Im besten Fall können wir schon zum 1. September neu durchstarten, im „schlechtesten“ zum 1. Oktober. Mein Kollege M war Stunden später (wie ich) sprachlos vor Glück. Morgen findet nochmal ein wichtiger/spannender Termin statt. Mittlerweile bin ich von einem positiven Ergebnis überzeugt, da die richtigen Leute an diesem Termin teilnehmen. Wie es auch kommt, arbeitssuchend bin ich in Zukunft erst mal nicht. Uff! Was für eine unglaubliche Last, die von mir fällt! Jetzt ein Schnäpschen, das wäre was! 😉

Besuch.
Ich hatte am Nachmittag zehn Minuten Zeit, kleinere Vorbereitungen im Garten zu treffen, ehe uns C mit ihrem Sohn M besuchte. M „bekochte“ uns eine Weile in der Kinderküche im Garten, da L und Ms Mama noch nicht da waren. L war noch keine fünf Minuten zu Hause, als sich ihr eine erste Wespe näherte. Sie bekam einen (lauten) hysterischen Anfall und wollte sich nicht mehr beruhigen. Wir gingen alle in ihr Kinderzimmer und ließen M und L erstmal drinnen spielen. Am Abend traute sich L wieder nach draußen und die beiden Kinder planschten doch noch vergnügt im Planschbecken.

Tagebuch – Unser Leben ohne M – Tag 28

Alltagsschnipsel

Vier Wochen.
Wow! Die letzten vier Wochen sind wirklich unfassbar schnell vergangen. Es gab nach wie vor keinen Tag, an dem ich nicht an M dachte. Ich vermisse ihn sehr. Gleichzeitig bin ich aber auch dankbar. Dankbar, dass er keine Spielfigur mehr in diesem intriganten Spiel um seine Firma ist. Dankbar, dass er das ganze Drama um sein Erbe, ja um sein Lebenswerk nicht mehr (physisch) miterleben muss. Allmählich kann ich um ihn oder besser um uns/um unsere schöne, witzige, abenteuerreiche und kunterbunte Beziehung trauern. Der Verlust schmerzt jeden Tag ein bisschen mehr. 
Auch wenn ich nicht in die Zukunft schauen kann, würde es mich nicht wundern, wenn ich mit M meine letzte Liebesbeziehung geführt habe. Natürlich wird mich der ein oder andere für diese Aussage belächeln. Ich bin zweiunddreißig und habe im besten Fall noch um die fünfzig Lebensjahre vor mir. Ich bin aber komisch, zumindest aber sehr altmodisch/konservativ. Es fühlt sich (im Moment) einfach nicht richtig an. Ich wurde zwar verlassen. Aber eben auf eine andere Art und Weise als die Durchschnittsfrau. Eines weiß ich heute aber mit Bestimmtheit: Wenn es jemals wieder einen Mann in meinem Leben gibt, dann hat es mich wirklich richtig heftig erwischt.

Telefonat.
Mit etwas Unbehagen telefonierte ich heute am späten Mittag mit unserem verbliebenen Geschäftsführer. Ich stellte mich auf alles ein, wurde zu meiner Überraschung aber weder entlassen noch durch das Telefon gezogen. (Mein Kollege M meinte im Nachhinein, dass keiner von uns in der nächsten Zeit entlassen werden kann.) Nächste Woche arbeite ich wieder. Ich werde mich meinen Kollegen zuliebe zusammenreißen und auf ein gutes Ende/einen sehr guten Neuanfang hinarbeiten.

Ausmisten.
Heute nahm ich mir das Schlafzimmer vor. Ich räumte einen Großteil von Ms Kleidung in Säcke und brachte sie anschließend mit Prinz und dem Bollerwagen zur Kleiderspende in der Nähe. Ich habe einige von Ms Kleidungsstücken/meinen Lieblingsklamotten behalten. Die befinden sich nach wie vor in seinem Schrank und werden dort auch noch seeeehr lange bleiben. Das Ausmisten fiel mir leicht. Ich hänge emotional einfach nicht an solchen Dingen. Das war schon immer so.

Was heute schön war:

Oma-Tag für L.
Es ist Dienstag. Dienstag ist Oma-Tag mit Übernachtung. Kurz nach halb zehn am Vormittag machte sich Ms Mama mit L auf den Weg zur Haltestelle am Gothaer Platz. Sie fuhren bis ins Rieth und trafen dort auf eine Freundin von Ms Mama nebst Enkelin. Gemeinsam spazierten sie auf dem Geraradweg. L hielt laut Aussage von Ms Mama gut durch.

Spaziergang.
Kurz nachdem L mit ihrer Oma das Haus verlassen hatte, spazierten Prinz und ich durch das Wohngebiet. Insgesamt war ich mit ihm heute dreimal draußen. Es erinnerte mich an unsere gemeinsame Zeit vor vier bzw. fünf Jahren. ❤

Telefonat mit J.
Mittags telefonierte ich fast zwei Stunden mit J (aus Dresden). Leider wird sie im August nicht noch mal nach Erfurt kommen. Allerdings werden wir uns sicherlich im September und/oder Oktober wiedersehen.

Telefonat mit meinem Bruder.
Gegen 16:30 Uhr telefonierte ich mit meinem Bruder. Er erzählte von seinem Workshop in Konstanz. Sobald mein Leben wieder „normal“ verläuft, werde ich ihn – vermutlich gemeinsam mit L – dorthin begleiten. Mal sehen was der Coach alles aus mir heraus kitzelt …

Netflix.
Ich konnte heute fünf (!!!) Folgen meiner Serie schauen. Ohne Störung. Unfassbar.

Tagebuch – Unser Leben ohne M – Tag 27

Alltagsschnipsel

Der frühe Vogel …
… hat mich heute um halb acht in Form eines Investors telefonisch wach geklingelt. Und L gleich mit. Da aber die Nachricht erfreulich, zumindest aber hoffnungsvoll klang, war das nicht schlimm. Endete die letzte Woche deprimierend/ernüchternd, begann nun diese weitaus optimistischer. Es bleibt spannend. (Ich freue mich dennoch, wenn diese ständige Achterbahnfahrt der Gefühle vorbei ist.) Mein Kollege M tauschte sich heute ebenfalls zwei (!) Stunden mit einem Investor aus und verbreitete anschließend seinen Optimismus. Vielleicht … vielleicht haben wir doch ein wenig Glück.

Ich räumte heute Mittag ein wenig in Ls Kinderzimmer um und auf und spielte anschließend mit ihr. Eventuell nehme ich mir morgen das Schlaf- und/oder Esszimmer vor. Da gibt es jeweils eine kleine Ecke, die ausgemistet werden muss.

Was heute schön war:

iPad.
Auch heute (Morgen) spielten L und ich mit einigen Apps auf dem iPad. Als Ls Laune kippte, legten wir eine Pause ein. Zum Frühstück aß L eine Erdbeermarmeladenbrotscheibe nach der anderen. Ich staunte nur.

Telefonat mit B.
Seit Monaten nehmen wir uns vor, miteinander zu telefonieren. Immer kam etwas dazwischen oder es passte gerade nicht. Am frühen Nachmittag schrieb mir meine ehemalige Kollegin B eine lange Whatsapp-Nachricht. Ich antwortete ihr mit der Frage, ob wir jetzt telefonieren wollen. Kurz darauf quatschten wir eine Dreiviertelstunde. Ich erzählte ihr von Ms Tod, sie mir von ihrer im Sterben liegenden Mutter (die Frau ist zweiundachtzig) und einem gebrochenen Handgelenk.

Tagebuch – Unser Leben ohne M – Tag 26

Alltagsschnipsel

Ich nutzte das Regenwetter und mistete unseren Fernsehschrank aus. Nun ist das Wohnzimmer aufgeräumt und ordentlich. Bis auf ein Zimmer, das ich komplett zugestellt habe, trifft das sogar auf jedes unserer Zimmer zu. Ls Zimmer räumen wir morgen auf. Dazu hatten wir beide dann doch keine Lust mehr.

Ich packte auch meine Arbeitsutensilien in eine Kiste. Diese fahre ich bei Gelegenheit ins Office.

Ansonsten hing ich heute immer mal wieder meinen Gedanken nach und ließ Trauer zu. Ich überlegte auch, in welchen Jobs ich von zu Hause aus arbeiten könnte, sollten wir mit den Investoren nicht auf einen Nenner kommen. (Prinz kann nicht alleine zu Hause bleiben.) Ich sag mal so: Es sieht gar nicht mal so gut für mich aus …

Was heute schön war:

Nichtstun.
Das stimmt natürlich nur so mittel, aber im Vergleich zu den vorherigen Tagen haben L und ich heute nicht viel bis fast gar nichts (sinnvolles/produktives) gemacht. Das war notwendig und wichtig. Denn passend zur Bewölkung und zum Regenwetter schaltete mein Körper bereits nach dem Aufstehen in den Ruhemodus. Selbst wenn ich gewollt hätte, wäre ich heute zu nichts Wichtigem in der Lage gewesen.

iPad.
L und ich spielten heute diverse Lern-/Vorschulapps auf Ms iPad, das nun natürlich uns gehört. M hatte wirklich sehr schöne Apps für L heruntergeladen. Es war schön, sich gemeinsam eine nach der anderen anzuschauen.

Tagebuch – Unser Leben ohne M – Tag 25

Alltagsschnipsel

Ein Umzug in eine kleinere/günstigere Wohnung ist der letzte Schritt, den ich für L und mich vorgesehen habe. Ich fühle mich hier zu Hause nicht nur sehr wohl, sondern komme hier auch zur Ruhe/kann abschalten. Meine Kreativität wird in dieser Umgebung gefördert. L kann jederzeit im Garten spielen, ohne dass ich Angst haben muss, dass ihr etwas passiert. Und für unseren Seniorhund Prinz ist diese Wohnung nebst Garten sowieso ein wahres Paradies. Ich würde in Zukunft lieber an einer anderen Stelle sparen. Vielleicht wird ja doch noch alles gut. Wenigstens dieses eine Mal.

Was heute schön war:

Frische Bettwäsche.
Unsere Waschmaschine lief heute circa fünfmal. Zuerst wusch ich unsere Bettwäsche. Heute Abend können L und ich wieder in frisch duftender, sonnengetrockneter Bettwäsche schlafen. ❤

Sport.
Pünktlich zum 1. August startete ich heute mein Sportprogramm. Ich freue mich schon auf den Muskelkater in den nächsten Tagen/Wochen. Heute waren die Übungen eher beinlastig.

Poolaction.
Gleich am Vormittag pumpte unsere Vermieterin C den großen Pool (das große Planschbecken) auf und ließ frisches Wasser hinein. Am frühen Nachmittag spielte ich mehrere Stunden gemeinsam mit L im Wasser. Wir spritzen uns gegenseitig nass, übten aber hin und wieder auch die Schwimmbewegungen. Zwischendurch machten wir es uns auf der Picknickdecke gemütlich und lasen einige Bücher. 


Spaziergang.
Gegen 17:00 Uhr beschlossen L und ich, mit Prinzi im Park spazieren zu gehen. Die Sonne war bereits seit einiger Zeit von Wolken bedeckt und ein leichter Wind war aufgezogen. Ideales Spaziergang-Wetter für Prinzi. Wir schauten, ob der Eiswagen der Bäckerei Rüger im Park stand (nein), und liefen weiter zum Espachcafé. L bekam ein Schokoladeneis, durfte im Wasser planschen und auf dem Spielplatz spielen. Prinz lief recht gut mit. Die Fahrradfahrer im Park waren ein wenig nervig/anstrengend. Ansonsten war es überraschend leer. Ich fragte mich, wo die Leute heute alle waren.

Hallo August!

Dies & Das

Im August werde ich …

… wissen, wie Ls und mein Leben in den nächsten Monaten weitergehen wird
… Investorengespräche führen
… und meine Kollegen diesbezüglich auf den neuesten Stand bringen
… zur Orchesterprobe gehen
… mit L zum Calisthenics-Probetraining gehen
… Spielverabredungen mit anderen Mamas und ihren Kindern wahrnehmen 
… viel mit meinem Bruder telefonieren und mich über seinen Besuch freuen
… viel mit Dresden-J telefonieren und mich eventuell auch über ihren Besuch freuen
… weiter an meinem Kinderbuch schreiben 
… Sport machen
… die Wohnung ausmisten und auf-/umräumen
… mit L ins Freibad gehen