Tagebuch – Unser Leben ohne M – Tag 78

Alltagsschnipsel

Erst kurz nach Mitternacht machte sich J (aus Dresden) auf den Weg zu ihren Schwiegereltern. Ich schlief recht schnell ein, wurde aber gegen drei Uhr morgens von Prinzi geweckt. Wegen des fehlenden Grundstückszaunes begleitete ich ihn angeleint nach draußen. Nach ein paar Minuten gingen wir zurück in die Wohnung und legten uns wieder schlafen. Leider wälzte ich mich bis zum Weckerklingeln mehr umher als dass ich schlief. 😦

Theorie und Praxis liegen glücklicherweise oft weit auseinander. Ich erzählte unserer Vermieterin C gestern, dass der Nachlassverwalter sie und A wegen der Rückzahlung von Ms Kaution kontaktieren wird. Sie ist sich jedoch ziemlich sicher, dass M vor zwölf Jahren keine Kaution leisten brauchte. Auch von mir werden sie keine verlangen.

Was heute schön war:

Malerarbeiten.
Die liebe J trug heute die zweite Farbe im Wohnzimmer auf, während ich mich um L und Prinzi kümmerte.

Leucht-Räder.
Einen Tag früher als angekündigt, trafen heute Vormittag Ls Leucht-Räder für ihren neuen Roller ein. Ms Papa kam uns abends kurz besuchen und tauschte die Räder aus. L ist nun total happy und saust freudig umher.


Telefonat mit meinem Bruder.
Trotz diverser Störungen während des Telefonats schafften es mein Bruder und ich, uns über die aktuellen Geschehnisse der letzten Tage auszutauschen. In München werden derzeit wieder verschärfte Corona-Maßnahmen umgesetzt. Er bleibt trotzdem optimistisch, dass er uns auch in der nächsten Zeit hin und wieder besuchen darf.

Tagebuch – Unser Leben ohne M – Tag 77

Alltagsschnipsel

Wir nähern uns allmählich dem Vierteljahr. M ist heute vor elf Wochen in den frühen Morgenstunden mehr oder weniger plötzlich, zumindest aber zur Überraschung aller einschließlich ihm verstorben. In diesen elf Wochen ist unglaublich viel passiert. Nach und nach kehrt wieder Ruhe in mein Leben ein und doch wird mich das Thema Nachlass noch einige Zeit beschäftigen. Das Familiengericht hat nun einen Nachlasspfleger bestellt, der gestern unsere Wohnung und Ms Fahrzeuge besichtigte. Er hat nun acht Wochen Zeit, ein Nachlassverzeichnis zu erstellen. Erst nach Vorlage dieses Verzeichnisses wird das Familiengericht entscheiden, ob auch für L das Erbe ausgeschlagen wird. So lange ist ihre Ausschlagungsfrist gehemmt.

Dass ich gelegentlich blauäugig durchs Leben gehe, merkte ich gestern wieder während des Besuchs des Nachlasspflegers. Die von M vor zwölf Jahren an unsere Vermieter entrichtete Kaution für die Wohnung wird nun von diesen an den Nachlasspfleger zurückgezahlt werden müssen. Das bedeutet für mich im Umkehrschluss natürlich, dass ich zeitnah eine neue Kaution bei den beiden hinterlegen muss. Da ich durch die Intrige der ehemaligen Muttergesellschaft gezwungen war, das Erbe auszuschlagen, erhalte ich logischerweise nicht einen einzigen Cent. Auch die Witwen- und Halbwaisenrente wurde von Seiten der Deutschen Rentenversicherung abgelehnt.

Heute Nacht schlief ich nicht sonderlich gut. Gegen halb zwölf wachte Prinz auf und war für einige Zeit im Garten verschwunden. Ich musste ihn sogar suchen. Dadurch wurde ich wieder richtig wach. Gegen halb vier träumte L schlecht und fing an zu weinen. Bis zum Weckerklingeln befand ich mich nur noch in einer Art Halbschlaf. Meine Gedanken kreisten unaufhörlich vor allem um die ehemalige Muttergesellschaft. Ich musste feststellen, dass mein Hass auf diese weiterhin in gleicher Intensität besteht. Zudem traf mich die Erkenntnis hart, dass sie mir nahezu alles Positive genommen haben.

Die Zaunarbeiten am Grundstück haben begonnen …


Was heute schön war:

Malerarbeiten.
Ich war heute nützlich(er). Da L ihren Dienstag wieder mit Ms Mama verbrachte, konnten J (aus Dresden) und ich gemeinsam das Wohnzimmer streichen. Wir sind sehr gut vorangekommen und werden diese Woche auch fertig. Zur Belohnung und Motivation gab es abends Sushi.

Vorher – Nachher

Tagebuch – Unser Leben ohne M – Tag 76

Alltagsschnipsel

Seit gestern hat L in einem Nasenloch leichten (farblosen) Schnupfen. Da sie weder Fieber hat noch ihr Verhalten auf eine ernsthafte Erkältung hindeutet, ging sie heute in den Kindergarten. Es rief auch niemand an.

Unsere Nacht war zum Glück ruhig. Ich stand Prinz zuliebe zweimal gegen 22:00 Uhr auf und ließ ihn kurz raus in den Garten. Er machte sich erst wieder heute Morgen halb sieben bemerkbar. Ich würde mich freuen, wenn es auch in den nächsten Tagen/Wochen so bliebe.

Am frühen Nachmittag stattete mir der vom Amtsgericht bestellte Nachlassverwalter zu Hause einen Besuch ab. Er ging durch alle Zimmer, machte Fotos und nahm Fahrzeugpapiere und -schlüssel der zwei wertvollen Autos mit. 
Ich darf das „Familienauto“, das vom bloßen Angucken schon halb auseinander fällt, kulanter Weise ab sofort gegen eine Nutzungsgebühr weiterfahren. (Ich hoffe, dass ich mein Dienstfahrzeug noch in diesem Jahr in Empfang nehmen kann.) 
Bei Ms und meinem Gemeinschaftskonto wird nun nach dem Kontostand zum Zeitpunk des Todes geschaut. Die Hälfte muss ich demnächst an den Nachlassverwalter abdrücken. (Ich bin dankbar, dass M nicht innerhalb der ersten vier Tage am Monatsanfang verstarb, wenn sich wegen der gemeinsamen Verbindlichen viel Geld auf dem Konto befindet, sonst hätte ich jetzt ein Problem.)
Einige Tränen verdrückte ich, als Ms geliebter Pontiac Trans Am mitgenommen wurde. Es hängen halt doch diverse Erinnerungen an dem weißen Sportflitzer. Dieser Moment brach mir vorhin erneut das Herz.

Was heute schön war:

Spielplatz.
Heute besuchten uns am Nachmittag nach dem Kindergarten M und seine Mama C. Wir spazierten nach einem kurzen Aufenthalt bei uns im Garten zum Spielplatz beim Kressepark, kauften den Kindern ein Eis und ließen sie Enten mit Haferflocken füttern.

Tagebuch – Unser Leben ohne M – Tage 73 bis 75

Alltagsschnipsel

Am späten Freitag Vormittag rief mich ein/der Nachlassverwalter an. Er wird sich am Montag unsere Wohnung und Ms Fahrzeug(e) anschauen, Fotos knipsen und Unterlagen einsehen. (Da das Amtsgericht nun einen solchen Verwalter bestellt hat, gehe ich davon aus, dass auch Ls Erbausschlagung vom Familiengericht genehmigt werden wird. Bisher habe ich nämlich nichts weiter gehört.)

Seit Mittwoch ist Prinz wieder aufmerksam und für sein Alter recht fit. Dennoch wird sich eine Tierärztin in Kürze einen Eindruck von seinem Gesamtzustand machen.
Als ich Prinz Samstag Morgen gegen um sieben zitternd in die Wohnung holte, war es beschlossene Sache: Die (kurze) Zeit des Draußenschlafens ist endgültig vorbei. Letzte Nacht war überraschend erholsam. Ich stand 23:00 Uhr und 03:30 Uhr für wenige Minuten auf, ließ Prinz zum Pinkeln raus in den Garten und freute mich, dass sowohl er als auch ich im Anschluss sofort wieder einschliefen.

In meiner rosaroten Traumwelt verbrachte ich am Samstag Vormittag einen entspannten und lustigen Einkaufsbummel gemeinsam mit L. In der Realität war diese jedoch nölig, quengelig und fordernd/unzufrieden. Ich musste am Samstag ziemlich oft mit ihr schimpfen. Die nächste Einkaufstour mit L wird definitiv erst in sehr ferner Zukunft stattfinden.

Was in den letzten drei Tagen schön war:

Malerarbeiten.
Am Freitag und Samstag strich J (aus Dresden) unseren Wintergarten und das Badezimmer. Ich kann mich seitdem an dem Anblick des strahlenden Weiß nicht satt sehen. ❤ (Ich besteche/motiviere J im Übrigen mit leckerem selbstgekauften Essen.) Nun fehlt „nur“ noch das Wohnzimmer, dann ist jeder Raum in unserer Wohnung frisch gestrichen. Das Wohnzimmer wird im Übrigen zweifarbig.


Decathlon.
Gestern trafen L und ich uns halb elf am Vormittag mit Ms Papa auf dem Parkplatz vor dem Decathlon. Wir suchten L gemeinsam einen neuen Roller aus und wurden schnell fündig. Da L unbedingt Leucht-Räder haben wollte, dieser Roller jedoch über keine verfügte, bestellte ich zwei über Amazon, die im Laufe der kommenden Woche eintrudeln sollen. Kinder sind so dankbar … 😉


Freie Zeit.
Heute Vormittag spazierten Prinzi, L und ich in Richtung Espachcafé. Dort trafen wir Ms Mama, die sogleich mit L zum Familienkonzert („Peter und der Wolf“) ins Theater lief. Ich machte mich mit Prinz wieder auf den Heimweg und nutzte die freie Zeit, um ein wenig in der Wohnung auf-/umzuräumen, in einem Bastelkatalog zu blättern und nichts zu tun.

Besuch.
Heute Nachmittag kamen meine Eltern mit leckerem Kuchen vorbei. Sie bestaunten die Fortschritte in der Wohnung und brachten die zwei neuen Lampen in der Küche an.

Tagebuch – Unser Leben ohne M – Tage 69 bis 72

Alltagsschnipsel

Seit der Nacht von Sonntag zu Montag schläft Prinz nun (angeleint) im Garten. Dies war nicht meine Idee, sondern vielmehr seine. Und ich liebe sie. Ich konnte seitdem wieder Schlaf finden und fühle mich morgens nicht mehr so gerädert. Nun muss ich mir nur überlegen, wie ich Prinz nachts wärmen kann, wenn die Temperaturen bald im unteren einstelligen Bereich liegen …
Seit Mittwoch geht es Prinz deutlich besser. Seine Wunde am Hinterbein hat sich verkleinert und scheint heilen zu wollen. Ich hatte auch den Eindruck, dass er seine Umgebung viel aufmerksamer wahrnahm als noch vorige Woche.

Am Montag kurz nach dem Mittag verabschiedeten wir mit kleinen Geschenken unseren Kollegen S. Aus der Welt wird er nicht sein, sodass wir hin und wieder erfahren werden, wie ihm seine neue berufliche Aufgabe gefällt.

Dienstag lag Ms Tod zehn Wochen zurück. Vergangene Woche (oder war es sogar noch die Woche davor?!) fühlte ich mich unglaublich verwirrt. Diese Woche war ich wieder die Alte und mein Verstand arbeitete (für meine Verhältnisse) normal. Ich spürte oft den Drang bzw. hatte vermehrt das Bedürfnis, M etwas zu sagen. Wir hielten uns über Jahre hinweg ja in allen Lebenslagen immer auf dem neuesten Stand und schrieben und quatschten über den Tag verteilt sehr viel. Dieser Austausch fehlt mir wirklich sehr. Es schmerzt, immer wieder festzustellen, dass ich ihm nie wieder etwas aus meinem Leben mitteilen kann.


Was in den letzten vier Tagen schön war:

Besuch.
Am Montag kam meine Dresden-Freundin J zu Besuch. Voller Elan und Motivation rührte sie den Tapetenkleister an und reparierte im Badezimmer die Stelle, an der seit mindestens achteinhalb Jahren Tapete herabhing.

Film- & Sushiabend.
L war am Dienstag Mittagskind. Ms Mama holte sie ab und ging mit ihr in den Zoopark. Dort waren sie mit Ms Schwester und Baby-M verabredet. Als ich nach der Arbeit nach Hause kam, gab es anlässlich des 65. Geburtstags unseres Vermieters A Kaffee und Kuchen im Garten. J (aus Dresden) kam wenig später dazu. Am Abend klebten wir den Wintergarten und das Bad ab, aßen selbst bestelltes Sushi und schauten bis Mitternacht den dritten und letzten Teil „Der Herr der Ringe – Die Rückkehr des Königs.“

Verabredung.
Direkt nach dem Kindergarten machte ich mich am Mittwoch Nachmittag mit L und Prinz auf den Weg zu meiner ehemaligen Kollegin A, ihrem Mann und ihrer nunmehr Kleinkind-Tochter A. Während A „Mittagsschlaf“ hielt, spielten L und ich mit so ziemlich allem was wir fanden. Als A schließlich erwachte, kümmerte sich L sehr liebevoll um sie. Abends gab es zur Abwechslung (selbstgemachtes) Sushi. 😉 Prinzi kam leider erst eine Viertelstunde vor Aufbruch zur Ruhe und lief mehrere Stunden unruhig in der Wohnung umher.

Malerarbeiten.
Die liebe J begann heute mit dem Streichen/Weißen unseres Wintergartens aka Esszimmers. Wenigstens beim Abkleben der Türen, Leisten und Fenster konnte ich mich ein wenig nützlich machen.

Vorher – Nachher

Tagebuch – Unser Leben ohne M – Tag 68

Alltagsschnipsel

Erneut liegt eine Nacht mit nur wenigen Stunden Schlaf hinter mir. Von 23:00 Uhr bis kurz vor drei Uhr morgens lief Prinzi unaufhörlich in der Wohnung umher und fand keine Ruhe. Ich bin froh, dass sich L von der nächtlichen Unruhe nicht stören lässt.

Was heute schön war:

Waldhaus.
Wir trudelten bereits kurz nach halb elf auf dem Parkplatz ein. L, Prinzi und ich gingen ein wenig spazieren. L sammelte auf dem Schotterweg etliche Steine, verlor plötzlich das Gleichgewicht, fiel hin und schürfte sich dabei ihren Unterarm leicht auf. Gegen elf Uhr trafen wir uns mit Ms Schwester, S und Baby-M zum Pizza essen. L fütterte ihren kleinen Cousin und spielte ein wenig auf dem Spielplatz. Für Prinz war der gewählte Tisch etwas ungeeignet, da er kaum bzw. immer nur kurz zur Ruhe kam.


Spielplatz.
Am Nachmittag schnappte ich mir den Bollerwagen, L und Prinzi und lief mit ihnen durch den Park. Wir strandeten am Espachcafé. L badete und spielte auf dem Spielplatz. Obwohl es unglaublich voll war und die Leute Schlange standen, wollte L ein Eis essen. Sie stellte sich mindestens zwanzig Minuten (!) an und bestellte und bezahlte ihr Eis erstmals ganz alleine. ❤


Haushalt & Gartenarbeit.
Am Abend swifferte ich noch ein wenig in der Wohnung herum, während L unserer Vermieterin C beim Blumen gießen half.

Tagebuch – Unser Leben ohne M – Tag 67

Alltagsschnipsel

In der Nacht träumte ich von M. Seit seinem Tod war das erst das zweite Mal. Leider handelte es sich um einen Albtraum, aus dem ich glücklicherweise nach wenigen Minuten erwachte. Ich erinnere mich, dass mir M etwas erzählte und seine Wunde am Hals plötzlich zu bluten begann. Ich stellte ihm daraufhin die Frage, ob er sich an die letzte Sickerblutung erinnern kann. Er verneinte. Ich überlegte, ob und wie ich ihm sagen sollte, dass er dabei gestorben ist. Entweder beschloss mein Unterbewusstsein daraufhin, mich seinen Tod nicht noch mal durchleben zu lassen, oder aber die Logikfehler im Traum ließen mich schließlich erwachen …

Was heute schön war:

OBI.
Am Mittag kam mein Bruder vorbei, um L (und Prinzi) zu bespaßen. Ich nutzte die Zeit, um ins Edeka zum Einkaufen und anschließend nach Marbach zu fahren, um meine Dresden-Freundin J einzusammeln. Gemeinsam fuhren wir zum OBI und kauften unter anderem einen zwanzig Liter Eimer weiße Farbe. Ich freue mich, dass wir den Einkauf heute erledigen konnten. ❤

Garten.
Am Nachmittag machte ich mich mit Prinzi und L auf den Weg zur alten Ziegelei. Ls Kindergartenfreund L und seine Eltern haben dort einen Garten. Wir waren heute zum Kaffee und Kuchen und Grillen eingeladen. Die Kinder hatten viel Spaß zusammen. Der Garten ist wirklich unglaublich schön. ❤ Ich durfte sogar Prinzi mitbringen, der sich fünf Stunden lang von seiner besten Seite zeigte und der liebste Hund der Welt war. Wir hatten eine tolle Zeit. 🙂

Tagebuch – Unser Leben ohne M – Tage 65 & 66

Alltagsschnipsel

Auch die beiden vergangenen Nächte waren unruhig und ich musste mehrmals Prinzi zuliebe aufstehen. 
Meine Dresden-Freundin J sprach nun das aus, was ich seit einigen Wochen selbst vermutete/befürchtete: Die „Wunde“ am Hinterbein wird nie heilen können. Da Prinz sehr viel abgenommen hat und jeder einzelne Knochen an seinem Körper spürbar ist, bezweifle ich mittlerweile auch, dass die offene Stelle, bei der bereits sein Hüftknochen durchscheint, wieder zuwächst. Wir suchten gestern seinen Hüftknochen am anderen Hinterbein und stellten fest, dass auch hier erste Anzeichen einer Aufscheuerung des Knochens zu sehen sind. Ich werde mich in den nächsten zwei Wochen beim Tierarzt zum Thema Einschläfern beraten lassen … 😦
Es fühlt sich so falsch an.

Was in den letzten zwei Tagen schön war:

Spaziergang.
Gemeinsam mit J spazierten wir am Donnerstag Nachmittag mit dem Bollerwagen im Schlepptau zum Spielplatz in der Tettaustraße. Dabei gaben wir sicherlich ein lustiges Bild ab, denn Prinz hatte überhaupt keine Lust zu laufen, sodass wir ihn kurzerhand in den Bollerwagen verfrachteten und hinter uns herzogen. Während L auf dem Spielplatz rutschte und hüpfte, kämmte J Prinz‘ Fell.


Entrümpelung.
Die heutige Arbeitszeit nach der Mittagspause nutzte ich fürs Auf-/Umräumen und Ausmisten. Jetzt sieht es in den Büroschränken wieder ordentlich aus und wir haben einen Überblick, was alles vorrätig ist.

Sushi-Party.
Mein Bruder, J, L und ich bestellten heute Abend gaaaaanz viel Sushi, das wie immer super lecker schmeckte. Eine Mahlzeit für eine Person blieb sogar noch übrig, sodass ich morgen gleich weiterfuttern kann. 🙂

Tagebuch – Unser Leben ohne M – Tag 64

Alltagsschnipsel

Ms Tod liegt nun über neun Wochen zurück … Diese Woche geht es mir schon viel besser als letzte. Vermutlich hat mein Körper/Geist eine Trauerpause eingelegt.

Ich kann nicht oft genug erwähnen, dass die Erziehung eines Kindes nicht nur von einer einzigen Person geleistet werden sollte. Da das in Deutschland die Regel ist, kann definitiv festgehalten werden, dass da grundlegend etwas falsch läuft. Und je mehr ich darüber nachdenke, desto mehr bin ich davon überzeugt, dass es weder für den Alleinerziehenden noch für das Kind gut sein kann.
Ich war bereits heute Morgen so dünnhäutig/gestresst, dass ich L anschrie. Ja, sie hat extrem gebummelt, aber trotzdem war sie nicht der Grund meiner Gereiztheit. Und so etwas darf nicht sein! Mir fehlt aktuell eine kleine Auszeit/Pause oder einfach mal nur Zeit für mich, um meine offensichtlich leeren Akkus wieder aufzufüllen. 

Allmählich habe ich mich mit dem Gedanken abgefunden, dass Prinzi in den nächsten Wochen/Monaten nicht mehr bei uns sein wird. Noch kann ich mich nicht großartig mit der Thematik Einschläfern beschäftigen, aber unser Zusammenleben und sein Allgemeinzustand haben sich in den letzten zwei Wochen so derart verschlechtert, dass dieses Thema immer öfter in meinen Gedanken aufploppt. Das Leben kann ein ganz schönes Arschloch sein!

Was heute schön war:

Arbeit.
Auf dem Weg zur Arbeit freute ich mich von jetzt auf gleich über die Tatsache, nicht mehr für die ehemalige Muttergesellschaft arbeiten zu müssen. Ich lief also eine Weile mit einem Grinsen im Gesicht durch die Gegend. Den heutigen Arbeitstag würde ich wieder als produktiv bezeichnen. Wir sind ein Stück in unseren internen Planungen vorangekommen und haben sogar für kommende Woche einen Folgetermin vereinbart. Zudemkonnten wir weitere Unklarheiten beseitigen/aus der Welt schaffen.

Spaziergang.
Am Nachmittag kam uns meine Dresden-Freundin J zu Hause besuchen. Wir spazierten in den Park und verbrachten eine Weile unten an der Gera. Während L Steine ins Wasser warf, wurde Prinzi von J gekämmt. ❤

Tagebuch – Unser Leben ohne M – Tag 63

Alltagsschnipsel

Wenn dir morgens nach dem Aufstehen der penetrante Geruch von Urin in die Nase steigt …
… warst du nachts vermutlich zu faul, nach dem Aufwischen der Pfütze noch mal den Fußboden zu swiffern. Als ich gegen halb vier in den Flur kam, entdeckte ich direkt vor der Wohnungstür eine kleine Pfütze. Ich ließ Prinz in den Garten und beseitigte das Malheur. Ich legte mich kurz darauf zurück ins Bett, fand aber wegen Prinz‘ Umherlaufen über anderthalb Stunden keinen Schlaf. Viertel nach fünf stand ich auf, legte ihn in seine Schlafposition und krabbelte zurück ins Bett. Dann war endlich Ruhe! (Armer Prinz. Ich weiß nicht, was das in den nächsten Tagen/Wochen/Monaten noch werden soll.)

Der Vergleich hinkt zwar ein wenig, aber ich fühle mich allmählich wie eine verrückte Katzenomi. Ja, ich habe keine Katzen, sondern einen alten Hund. Und ja, eine Omi bin ich auch noch nicht. Aber verrückt bin ich. Und mein Hund auch. Und mein Leben sowieso.

Was heute schön war:

Marbach.
Direkt nach dem Kindergarten fuhr ich mit L und Prinz nach Marbach zu Dresden-J, die sich aktuell bei ihren Schwiegereltern aufhält. L verstand sich auf Anhieb sehr gut mit den beiden und staubte zwei Eis und etliche Weintrauben ab. Wir besuchten im Laufe des Nachmittags/Abends zwei Spielplätze. Gegen 19:00 Uhr fuhren wir mit J zu uns nach Hause. L zeigte J ihr Kinderzimmer (und wer weiß was noch alles), ehe J sich von uns für heute verabschiedete.