Unser Pfingstwochenende 2/3

Alltagsschnipsel

Meine erste Nacht auf der neuen Schlafcouch im Gästezimmer meiner Eltern war okay. Ich habe viel geträumt, bin aber durch Geräusche von außen wie Unterhaltungen der Nachbarn oder Vogelgezwitscher immer mal wieder kurz aufgewacht. L hingegen ratzte elf Stunden durch. 
Gegen halb acht waren wir beide heute Morgen wach. Ich nutzte das Herumliegen im Bett zum Weiterlesen in meinem neuen Buch, das eine Mischung aus Fantasy und Crime zu sein scheint.

Bevor wir mit einem reichlich gefüllten Frühstückstisch verwöhnt wurden, duschte ich ausgiebig und machte mich ausgehbereit für den Tag. Neben einer Tasse Schokocappuccino gab es ein Croissant und Frischkäse. Mmh lecker.
L nutzte die Zeit nach dem Essen, um zu malen und zu schreiben. Mir fiel schon vor einiger Zeit auf, dass ihr beides mittlerweile große Freude bereitet.

Am Vormittag machten sich meine Eltern mit uns auf den Weg zum Waldhaus. Das war auch in meiner Kindheit immer ein sehr beliebtes Ausflugsziel von uns gewesen. 
Wir liefen in die Innenstadt, stiegen dort in den Bus ein und fuhren die Hälfte der Strecke bis zum Waldhaus. Den restlichen Weg liefen wir durch den Wald. 
Leider war L von jetzt auf gleich schlecht gelaunt und redete nicht mehr mit uns. Sie hielt diesen Zustand sehr lange durch. Irgendwann fand sie aus ihrer Krise heraus und war wieder ansprechbar. Sie wusste selbst nicht mehr, warum sie so schlecht drauf war. Verstehe einer die Kinder.
L und ich teilten uns mittags im Waldhaus, einem italienischen Restaurant, eine Pizza Margherita. Ich trank zudem zwei kleine Himbeerbrausen. 


Wir ließen L noch eine Weile auf dem dazugehörigen Spielplatz spielen, ehe wir durch den Wald zurück in die Stadt und zur Wohnung meiner Eltern liefen. 

Wieder zu Hause angekommen, las ich in meinem Buch weiter und hielt eine halbe Stunde Mittagsschlaf. L durfte ein bisschen fernsehen.

Wir teilten uns am Nachmittag zu viert einen Eiskuchen. (Spätestens nach dem Eis war mir klar, dass ich heutige viel zu viel gefuttert hatte.)

L und ich gingen zum neuen, in der Nähe der Wohnung meiner Eltern befindlichen Spielplatz. Ich sonnte mich und las im Buch weiter. L probierte allerhand akrobatische Kunststücke aus. Ich fände es gut, würde sie im nächsten Schuljahr in die Zirkus-AG ihrer Schule eintreten … oder wenigstens mal reinschnuppern.


Als wir halb sieben wieder bei meinen Eltern waren, gab es eine Kleinigkeit zum Abendbrot. Gemeinsam mit meiner Mama schauten wir danach das Märchen „Rumpelstilzchen“.

Kurz vor 21 Uhr schlief L schon tief und fest. 
Ich werde jetzt noch in meinem Buch weiterlesen. Ich hoffe so sehr, dass es weiterhin so spannend und gut geschrieben bleibt. Meine Französischübungen auf Duolingo werde ich auch noch machen.

Unser Pfingstwochenende 1/3

Alltagsschnipsel

Halb acht wachten L und ich heute Morgen nach einer störungsfreien und erholsamen Nacht auf. 

Allzu lange hielt es uns nicht im Bett. Während L ihre Spielsachen für unser Wochenende bei meinen Eltern in Erfurt zusammensuchte, packte ich unsere Reisetasche. Parallel dazu bereitete ich das Frühstück vor. Mein heiß geliebter Schokocappuccino durfte genauso wenig fehlen wie ein Brötchen mit Margarine und Kirschmarmelade für L.

Nach dem Essen hüpfte ich unter die Dusche und machte mich ausgehfertig. L ruhte sich derweil wegen leichter Bauchschmerzen im Bett aus. Das half glücklicherweise.

Nachdem ich (endlich) einige Nachrichten beantwortet hatte, brachten L und ich den Müll raus, warfen einen Brief in den gelben Postkasten ein und beluden das Auto. 
Auf der Fahrt nach Erfurt hörten wir zuerst ein Hörspiel von „Die drei ???“ und anschließend von Conni.

Keine neunzig Minuten später parkten wir das Auto in der Nähe der Wohnung von Ls Oma M. Diese war wie angekündigt nicht zu Hause. Ich legte ihr meine drei Fahrradtaschen auf die Couch, fand Gefallen an zwei Oberteilen, die sie ausgesondert hatte, schnappte mir die kleine Aufmerksamkeit für L zum Kindertag am kommenden Donnerstag und machte mich mit L wieder auf den Weg zum Auto.

Kurz nach um zwölf trudelten wir bei meinen Eltern ein. Bevor es zum Mittagessen selbst gemachte Kartoffelsuppe gab, malten L und ich noch ein bisschen.

Meinem Papa hatte ich versprochen, ihn noch mal in den Gartenmarkt zu begleiten. Wir machten uns direkt nach dem Mittagessen auf den Weg zu Dehner. Mein Bruder und ich schenkten ihm zum Vatertag einen Dehner-Gutschein, den er heute einlösen konnte. Für meine Zimmerpflanzen kaufte ich einen Sack Blumenerde. Ich hatte es ihnen versprochen.
L war währenddessen mit meiner Mama auf dem Spielplatz.

Am Nachmittag gingen wir vier hinunter in den zum Wohnhaus gehörenden Hof und Garten. Es war bestes Wetter, um den Grill anzuheizen. Während mein Papa sich um das Grillen und meine Mama um das Ambiente kümmerte, spielten L und ich vor und nach dem Essen mit dem Ball.


Abends schauten wir die Hälfte einer Komödie über Disney+, ehe L den Wunsch äußerte, ins Bett gehen zu wollen. Kurz nach halb neun war sie bereits eingeschlafen. 
Meine Eltern haben vor wenigen Wochen das Gästezimmer neu gestaltet. L und ich sind nun die ersten, die  in den nächsten zwei Nächten auf der neuen Schlafcouch schlafen dürfen.


Bevor ich gegen 22 Uhr schlafen gehen werde, absolviere ich meine Französisch-Übungen auf Duolingo und lese ein paar Seiten in einem neuen Buch.

Tagebuch – 26. Mai 2023

Alltagsschnipsel

Obwohl ich mich gestern am späten Abend ein wenig über die Schwester von Ls Oma M geärgert hatte, schlief ich in der Nacht ruhig und ungestört. L machte am Morgen nach dem Aufwachen sehr gut mit. Ich musste gar nicht sooft dieselben Bitten wiederholen wie sonst. Wir hatten also einen wirklich entspannten Start in den Morgen.
Mit Ls Großtante konnten wir am heutigen Abend das Missverständnis aus der Welt schaffen. Sie hat sich bei mir entschuldigt und ich ihr versichert, dass ich ihr natürlich jederzeit helfen werde, spät abends aber viel besser per Nachricht erreichbar bin als per Anruf. (Ich hatte gestern siebzehn Anrufe in Abwesenheit und dachte schon, mit Ls Oma M sei etwas nicht in Ordnung. Ab 19 Uhr habe ich den „Nicht stören“-Modus aktiviert. Es gehen also keine Anrufe mehr durch.)

Die Hinfahrt ins Büro nach Erfurt war super entspannt. Es waren kaum Pkws und Lkws unterwegs. Ich hatte beide Autobahnen fast für mich alleine. So konnte ich ein bisschen vor mich hin träumen, dem dreiundzwanzigsten Hörspiel von „Die drei ???“ lauschen und anschließend bei meiner Musik mitsingen.
Die Rückfahrt hingegen war anstrengend. Viele Pkws waren auf dem Weg ins Pfingstwochenende oder nach Leipzig zum Wave-Gotik-Treffen. Ich kam nur langsam voran, musste oft abbremsen oder mit Tempo achtzig hinter den anderen Fahrzeugen hinterher fahren. Das nächste Hörspiel von „Die drei ???“ hörte ich trotzdem, genauso auch Musik im Anschluss. Ein Glück wurde L heute von einer Mama von einer von Ls Schulfreundinnen abgeholt. Ehe ich nämlich zu ihnen stieß, war es bereits kurz vor 18 Uhr.

Was heute schön war:

Workshop.
Unsere Firma, repräsentiert durch ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, ist immer noch auf der Suche nach ihrem Leitbild. Heute fand von morgens bis nachmittags der dritte Teil unseres internen Workshops statt. Wir beschäftigten uns mit den Stärken, Schwächen, Risiken und Chancen – zunächst in vier Gruppen, anschließend in großer Runde. Ausgewertet hatten wir lediglich die ersten beiden Punkte. Es wird somit definitiv noch ein vierter Workshop folgen.
Zum Mittagessen, gesponsert von der Firma, gab es für mich Sushi und Edamame.

Wave-Gotik-Treffen (aus der Ferne).
Seit über zwanzig Jahren hege ich den Wunsch, einmal am WGT in Leipzig teilzunehmen. Aus verschiedensten Gründen hatte es bisher nicht geklappt.
Sehr kurzfristig war es nun L und mir gemeinsam mit zwei von Ls Schulfreundinnen und deren Mamas möglich, heute im Clara-Zetkin-Park einen Blick auf die wunderschön gekleideten und gestylten Männer, Frauen und Kinder zu werfen. Ich selbst schmiss mich heute Morgen auch in Schale: Ich zog ein passendes schwarzes Kleid mit Verzierungen und schwarze Stiefel an. L und die anderen beiden Mädchen ließen sich abends von den beiden anderen Mamas passend schminken.
Ich war positiv überrascht, wie viele Menschen ihre Kinder zu diesem Treffen mitnehmen. Als familienfreundlich hatte ich das WGT bisher nicht eingestuft. Außer vielen schick gekleideten Menschen bekam ich zwar nicht viel mit, aber für das nächste Pfingstfest kann ich mir gut vorstellen, an einem Tag für längere Zeit vorbeizuschauen. Es gibt ja auch Bühnen mit Musik.

Tagebuch – 25. Mai 2023

Alltagsschnipsel

Mein Schlafrhythmus passt sich gerade der Sommerzeit an. Ich merke seit einigen Tagen, dass ich abends gegen 22 Uhr noch nicht müde genug bin, um gut einschlafen zu können. Im Gegenzug bin ich morgens beim Klingeln des Weckers noch nicht ausgeschlafen. Mir fällt es aktuell sehr schwer, die Augen offenzuhalten.
Heute Morgen erging es mir genauso, obwohl Ls und meine Nacht ruhig und störungsfrei war.
Ich freue mich sehr auf den Juli und August, wenn L Sommerferien hat. In diesen sechs Wochen wird es an unseren Morgen wesentlich entspannter zugehen.

Auch der heutige Arbeitstag war produktiv. Ich kann somit guten Gewissens sagen, dass ich in dieser Arbeitswoche wirklich sehr viel erledigen konnte – auch Altlasten waren in meinen To-dos enthalten.
Ich bereitete die ersten Mitarbeitergespräche, die mein Kollege/Freund M und ich ab nächste Woche durchführen werden, vor. Es handelt sich um die Zwischengespräche des Jahres. Vor der Vorbereitung war ich mir unsicher, genug Themen zusammenzubekommen, über die wir uns eine Stunde lang austauschen können. Umso überraschter war ich, wie voll die Agenda bei jeder Einzelnen/jedem Einzelnen allein schon von unserer Arbeitgeberseite her geworden ist. Ich bin zuversichtlich, dass die Gespräche im Juni und Juli sehr gut laufen werden.
Aus meiner fast dreijährigen Erfahrung im Führen von Mitarbeitergesprächen muss ich eindeutig festhalten, dass ein einmal im Jahr stattfindendes Gespräch definitiv nicht ausreichend ist. Unsere Firma möchte an ihren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern dran bleiben, wirklich wissen, was sie beschäftigt, und Probleme möglichst früh erkennen und diese mit für alle passenden Lösungen im Keim ersticken. Deshalb führen wir seit dem Jahr 2020 mit jeder bzw. jedem drei Gespräche pro Jahr.
Am wenigsten macht mir die Nachbereitung dieser Gespräche Spaß. Dennoch würde ich unseren Turnus um nichts in der Welt ändern wollen.

Was heute schön war:

Spaziergänge.
Insgesamt eine Viertelstunde Zeit investierte ich heute in einen kleinen Morgen- und Nachmittagsspaziergang. Ich lief im strahlenden Sonnenschein jeweils durch eine Kleingartenanlage, die sich in der Nähe von Ls Schule befindet. Diese paar Minuten bringen mir so viel. Morgens nutze ich die Zeit, um gedanklich den Arbeitstag zu planen. Wenn ich nachmittags Zeit für ein paar Schritte habe, hilft mir die Bewegung, um zu entspannten.


Telefonat mit meinem Bruder.
Wir hatten lange nicht mehr telefoniert. Heute tauschten wir uns über seine und Js bevorstehende Hochzeit mit allem was dazu gehört aus.

Thai Massage.
Meine verspannten Schultern freuten sich nachmittags über eine wunderbare Massage. Es knirschte und knackte, während die Masseurin mit ihren Ellbogen oder Fingern immer wieder über dieselben Stellen fuhr. Sie verwendete wieder eine ins Massageöl gemischte wärmende Salbe, die nach der Behandlung noch eine ganze Weile nachwirkte.

Autowäsche.
Ich bereitete meinem Auto eine riesengroße Freude, als ich in die Autowäsche fuhr. Während die Anlage das Auto gründlich von allen Seiten säuberte, dachte ich darüber nach, wann ich das letzte Mal in der Waschanlage war. Ich wusste es nicht mehr. Es ist durchaus möglich, dass es im Juni oder Juli des vergangenen Jahres war. Oh je, oh je. (Dieses Jahr war ich vor dem heutigen Tag definitiv noch nicht mit ihm dort.)

Abgabe der Steuererklärung.
Euphorisch begann ich im Februar mit der Einkommenssteuererklärung für das Jahr 2022. Ich nutze seit letztem Jahr das Programm „WISO Steuer“ dafür. Dieses wies im ersten Quartal darauf hin, dass mit der Abgabe ans Finanzamt am besten bis April gewartet werden sollte, da bis einschließlich 31. März automatisch Daten hinzugefügt werden.
In den letzten Wochen hatte ich aber weder Lust noch Zeit, mich wieder damit zu beschäftigen. Doch heute Abend nahm ich mir eine Stunde Zeit und schaute alle Daten und Eingaben durch. (Viel gibt es in Ls und meinem Leben zum Glück nicht.) Und dann drückte ich auf den Button „Ans Finanzamt schicken“. Ich bin gespannt, ob ich die von WISO Steuer errechnete kleine Erstattung vom Finanzamt erhalten werde oder ob eine Nachzahlung auf mich zukommt.

Tagebuch – 24. Mai 2023

Alltagsschnipsel

Meine Nacht war gut. Ich bin gestern Abend etwas später ins Bett gegangen, weshalb es mir heute Morgen kurz vor dem Klingeln des Weckers schwer(er) fiel, richtig wachzuwerden. Das Müdigkeitsgefühl verflüchtigte sich zum Glück sehr schnell.

Der Arbeitstag war wie gestern auch sehr produktiv. Ich konnte viele Dinge meiner To-do-Liste abhaken. Es handelte sich hierbei auch um einige Punkte, die ich schon ein paar Tage mit mir herumschleppe. Das war zum Feierabend ein wunderbar befreiendes Gefühl.

Was heute schön war:

Nachmittagsspaziergang.
Bevor ich L von der Schule abholte, lief ich den vorgestern entdeckten Waldweg entlang. Ich kam heute aus der anderen Richtung, bog von der Straße kommend in den Waldweg ab und stellte schnell fest, dass ich beim letzten Mal schon fast bis zum Ende gelaufen war. Von der Schönheit meiner Umgebung war ich wieder sehr begeistert. Was für ein herrlich ruhig gelegener Weg inmitten der Stadt.


Friseurbesuch.
Vor elf Monaten war ich das letzte Mal beim Friseur. Grundsätzlich hätten auch noch weitere Monate vergehen können. Allerdings schaute ich mir vor einigen Wochen meine Haarspitzen an und stellte fest, dass nahezu jedes einzelne Haar Spliss hat. Vor einem Monat rief ich in einem Friseursalon an und vereinbarte einen Termin für den heutigen Tag.
Eine halbe Stunde lang wusch, schnitt und föhnte die Friseurmeisterin an meinen Haaren herum. (Ich ließ mir die Haare etwa fünf Zentimeter kürzen.) So schnell war ich noch nie fertig. Mit einem großzügigen Trinkgeld zahlte ich für meine langen Haare sechzig Euro. Auch dieser Preis überraschte mich positiv, zahle ich normalerweise über achtzig Euro.
Auch wenn es nicht offensichtlich ist, dass ich heute beim Friseur war, merke ich den Unterschied sehr deutlich. Meine Haare glänzen wieder und fühlen sich alles in allem gesünder an.

Spontaneinladung.
L und ich fuhren am späten Nachmittag in ein Einkaufscenter. Dort wollten wir eine Pizza essen. Auf dem Weg zur Pizzeria stolperten wir in eine Buchhandlung und versackten ein wenig. Als L kurz darauf ihre Schulfreundin E mit ihrer Mama A entdeckte, wurde aus unserem „Wir wollen nur mal gucken“-Aufenthalt ein sehr langer. Während die Mädchen durch die Buchreihen stromerten, unterhielt ich mich sehr nett mit Es Mama.
Irgendwann verließen wir nach vorheriger Einladung von A gemeinsam das Einkaufscenter und gingen mit zu den beiden nach Hause, die ganz in der Nähe wohnen. Die Mädchen spielten im Kinderzimmer, tanzten uns wenig später zu mehreren Liedern vor und hatten viel Spaß zusammen. A und ich unterhielten uns derweil in der Küche weiter. A spendierte uns zwei Tiefkühlpizzen, die wir am Abend gemeinsam aßen.
Was für ein toller Abend. Und komplett spontan und zufällig. Es war wunderbar, mich so lange ungestört mit A über alle möglichen Themen unterhalten zu können. Sie bot mir sogar von sich aus an, L hin und wieder von der Schule mitzunehmen, damit die Mädchen nachmittags gemeinsam spielen können.

Tagebuch – 23. Mai 2023

Alltagsschnipsel

Geschlafen hatten L und ich in dieser Nacht sehr gut. Erstmals seit Wochen ließ ich über Nacht das Fenster im Schlafzimmer geöffnet. Am Morgen war der Raum angenehm herunter gekühlt.
Aufgewacht bin ich heute bereits kurz nach fünf Uhr. Ich schlief nach einer Weile wieder ein und fühlte mich beim Klingeln des Weckers leicht gerädert, da ich mitten aus einer Traumphase gerissen wurde. Zum Glück hielt dieser Zustand nicht lange an.

Der heutige Arbeitstag war unglaublich produktiv. Ich schaffte sehr viel von meiner To-do-Liste. Wenn es doch immer so wäre …

Für meinen Geschmack war es mir heute zu kalt. Während in der Wohnung angenehm warme, kreislauffreundliche Temperaturen herrschten, wehte draußen ein eisiger Wind bei grauer bis schwarzer Bewölkung. Ab und an nieselte es. Wenn ich gestern und vorgestern nicht bei den Frühsommertagen dabei gewesen wäre, würde ich die warmen Tage nicht glauben.

Was heute schön war:

Joggen.
Die Mittagspause nutzte ich für einen kleinen Lauf. Ich lief erstmals eine komplett andere Strecke. Diese gefiel mir so gut, dass ich beim nächsten Mal wieder diesen Weg entlanglaufen möchte. Mir half die heutige Sporteinheit sehr beim Sammeln und Verarbeiten meiner Gedanken. Laufen macht wirklich den Kopf frei!

Einkaufsbummel.
L benötigt am Donnerstag einen Schuhkarton für den Kunstunterricht. Da wir so etwas nicht zu Hause haben und L ohnehin neue Schuhe für das Frühjahr und den Sommer benötigte, fuhren wir nach der Schule in ein Einkaufscenter und holten ihr ein Paar Sandalen für den (Schul-)Alltag und ein Paar goldene Lackschuhe für die Hochzeit meines Bruders und J. Ich bin sehr zuversichtlich, dass ihr die Schuhe im Oktober noch passen werden.
Zum Abendessen nahmen wir uns Gebratenen Reis mit nach Hause.

Saxophon spielen.
Eine halbe Stunde widmete ich mich dem Stück „How Far I’ll Go“ aus dem Disneyfilm „Vaiana“. Ich druckte mir die Noten erneut aus, da ich auf dem ersten Ausdruck zu viele Änderungen/Notizen hinterlassen hatte und es allmählich unübersichtlich wurde. Diesen Song werde ich auf der Hochzeit meines Bruders und J spielen, wenn J zum Altar schreiten wird.
Ich merkte heute sehr deutlich, dass mein Ansatz besser geworden ist. Mir fiel es leichter, leise zu spielen. (Ich will die Nachbarn hier ja nach wie vor nicht stören.) Dabei kam mir eine brillante Idee: Wenn L und ich im August gemeinsam in den Urlaub fahren, nehme ich mein Saxophon mit. Dort wo wir hinfahren, stört es nämlich niemanden, wenn ich an drei oder vier Tagen für ein paar Minuten laut übe.

Tagebuch – 22. Mai 2023

Alltagsschnipsel

Die Nacht war ruhig und erholsam. Etwa zehn Minuten vor dem Klingeln des Weckers wachte ich auf. L fiel es deutlich schwerer, aus dem Bett zu kommen und sich für die Schule fertig zu machen.
Ab heute Nacht wird L wie ich kurze Schlafkleidung tragen. Durch die wärmer gewordenen Tage hat sich unsere Dachgeschosswohnung aufgeheizt. Gestern hatte sie ganz schön geschwitzt.

Da für morgen Regen vorausgesagt wurde, nutzte ich den warmen Tag, um Handtücher zu waschen und diese draußen aufzuhängen. Nur zwei Stunden später musste und wollte ich die Wäsche wieder abnehmen, denn es wurde Rasen gemäht und ich hatte wenig Lust, die Handtücher deswegen erneut waschen zu müssen. Es war mittags schon so warm, dass alles vollständig in der Sonne getrocknet war.

Beim Wäsche aufhängen und abnehmen war es wieder da: mein Ostseegefühl. Es war sonnig-bewölkt, warm, aber nicht zu warm und eine leichte Brise wehte. Diese wunderbare Konstellation verbinde ich mit der Ostsee im Sommer.
Ich glaube, L und ich sollten der Ostsee in diesem Jahr wohl doch noch mal einen Besuch abstatten – und wenn es nur für ein Wochenende ist.

Mein heutiger Arbeitstag war angenehm. Ich beantwortete zahlreiche E-Mails, die in den letzten freien Tagen eingetrudelt waren. Zwischen und nach meinen Terminen kümmerte ich mich um das Organisatorische für zwei Schülerpraktikanten, die in Kürze bei uns sein werden. Als das Tool Personio wieder Urlaubsanträge zuließ, denn das ging seit Freitag Mittag nicht mehr, übertrug ich bei einigen unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bereits beantragten und genehmigten Urlaub für dieses Jahr. Ich mache drei Kreuze, wenn alle Daten umgezogen sind.

Was heute schön war:

Morgen- und Nachmittagspaziergang.
Nachdem ich L heute Morgen an der Ampel verabschiedet hatte, lief ich noch eine kleine Runde durch die Gegend. Es ist wirklich unfassbar grün geworden.
Einen längeren Spaziergang machte ich am Nachmittag, als L neue Tanzschritte während ihrer Kindertanzstunde lernte. Dabei entdeckte ich einen mir noch unbekannten Waldabschnitt. Unendlich viel Zeit hatte ich leider nicht. Irgendwann möchte ich aber herausfinden, wohin der Waldweg führt.


Rückenübungen.
Statt laufen zu gehen, machte ich in meiner Mittagspause sechs Rückenübungen à fünfzehn Wiederholungen. Das tat meinem Rücken sehr gut. In dieser Woche werde ich aber eine Runde laufen. Kreislaufbedingt war mir das heute aber leider nicht möglich.

Markkleeberger See.
Abends nach der Tanzstunde liefen L und ich von der Tanzschule aus zu einem Strandbereich des Markkleeberger Sees. Mit je einer Kugel Eis in der Waffel suchten wir uns kurz darauf einen halbschattigen Platz direkt am Wasser. L spielte in Unterwäsche in und am See und ich genoss es, mit dabei zu sein. (Mir ist das Wasser noch viel zu kalt.) Frisbee spielten wir zwischendurch auch.

Tagebuch – 21. Mai 2023

Alltagsschnipsel

Gestern suchte ich mein Blogarchiv nach einem Beitrag über einen längst vergangenen Ausflug zum Pfaffenstein ab. Ich wurde leider nicht fündig. Entweder war ich vor Dezember 2014, als es diesen Blog noch nicht gab, schon einmal dort oder ich hatte nicht darüber berichtet. Oder aber ich verwechsle den Pfaffenstein mit einem ähnlich aussehenden Ausflugsziel im Elbsandsteingebirge. Ich werde es vermutlich nie erfahren.

Ls und meine Nacht war sehr ruhig, erholsam und lang. Ich schlief bis halb acht durch, L wachte kurz vor acht Uhr auf.
Wir trödelten gemeinsam entspannt durch den Vormittag. Vor und während unserer kurzen Reise sammelte sich einiges an schmutziger Wäsche an, die ich heute von der Waschmaschine waschen ließ und anschließend aufhing. Nun können wir in die kommende Woche mit unserer Lieblingskleidung starten.

Was heute schön war:

Sachsen-Therme.
Kurz vor 13 Uhr kamen L und ich in der Sachsen-Therme an. Wir aßen dort zunächst eine Kleinigkeit zum Mittag, ehe wir den Whirlpool und das Erlebnisbecken unsicher machten. Auch heute war wieder genug Platz zum Schwimmen. Im Außenbereich konnten wir Dank der Wärme und der strahlenden Sonne länger als die letzten Male verweilen. Unser Aufenthalt war für mich wieder sehr erholsam.

Cospudener See.
Am Nachmittag fuhren wir an einen der Strandbereiche des Cospudener Sees. Während ich den Blick auf den See, den warmen Sand und die mich wärmende Sonne genoss, spielte L mit ihrem Sandspielzeug im und vor dem Wasser.


Eis essen.
Auf dem Weg zum Auto kamen uns einige Menschen mit Eistüten entgegen. Wir liefen die Straße weiter und sahen, dass bei „Brot & Kees“ leckeres Eis verkauft wurde. Jede von uns aß ein kleines Softeis, ehe es schließlich nach Hause ging.

Unsere Zeit in der Sächsischen Schweiz 3/3

Reisen & Ausflüge

Wunderbar und über acht Stunden haben L und ich in dieser Nacht in unserem Himmelbett geschlafen. Ich verzichtete gestern Abend aufs Fernsehen und schlief direkt nach meinen Englischübungen in der Duolingo App ein. Das war die richtige Entscheidung.

Nach dem Frühstück packten wir in Ruhe unsere Sachen zusammen. Nach einem angenehmen letzten Plausch mit dem Vermieterehepaar verließen Ls Oma M, L und ich das kleine ruhig gelegene Dorf Kleingießhübel. Bevor wir am Nachmittag den Heimweg ansteuerten, fuhren wir in den Ort Pfaffendorf, um ein letztes Mal ein paar Kilometer zu wandern.

Im Gegensatz zur Hinfahrt am Mittwoch Nachmittag war die heutige Rückfahrt super entspannt. Die Autobahnen waren komplett frei. Weder gab es Unfälle noch Baustellen. Wir kamen nach anderthalbstündiger Fahrt am Leipziger Hauptbahnhof an. Ls Oma M stieg dort in eine Regionalbahn in Richtung Erfurt, L und ich fuhren die letzten Meter nach Markkleeberg.

Was heute schön war:

Pfaffenstein mit Barbarine.
Während der gesamten etwa fünf Kilometer langen Wanderung nölte L heute nicht ein einziges Mal. Im Gegenteil. Der abenteuerliche Wanderweg, bestehend aus Steinstufen, Wurzeln und kleinen Felsen zum Hochklettern machte ihr sehr viel Spaß. Sie gab unserem Ausflug zehn von möglichen zehn Punkten.
Als wir am späten Vormittag oben auf dem Pfaffenstein ankamen, hatte ich beim Anblick des Aussichtsturms und der sich davor befindlichen Gastronomie das Gefühl, vor einigen Jahren schon einmal mit Prinzi und Ls Papa M hier gewesen zu sein. Ich werde hier im Blog recherchieren, ob dem so war und ich unsere damalige Tour vielleicht sogar schriftlich verewigt hatte.

Eis essen.
Bevor wir uns am Nachmittag auf den Heimweg machten, spendierte Ls Oma M jeder ein oder zwei Kugeln Eis.

Eindrücke des Tages:


Unsere Zeit in der Sächsischen Schweiz 2/3

Reisen & Ausflüge

Gestern Abend schaute ich trotz Müdigkeit noch zwei Folgen einer Serie. Das war nur eine mittelgute Idee, wie sich hinterher herausstellte, hatte ich nach dem Fernsehen doch einige Probleme einzuschlafen. Ich schlief in dieser Nacht leider auch nicht so tief und fest wie in der vergangenen. Aufgewacht bin ich zudem bereits gegen sieben Uhr.

Kurz vor halb zehn verließen wir unsere Unterkunft und machten uns auf den Weg nach Bad Schandau. Erst 18 Uhr kehrten wir wieder zurück. Den ganzen Tag über war es deutlich frischer als gestern. Vor allem Ls Oma M fror stellenweise ganz schön. Über das Wetter können wir uns ansonsten aber wieder nicht beschweren. Es war sonnig und/oder bewölkt und die meiste Zeit windstill.

Durch Bad Schandau fuhr ich im Jahr 2015 gemeinsam mit M mit dem Fahrrad. Wir waren damals auf dem Weg nach Prag. Ich erinnere mich, dass uns die Stadt gut gefiel und wir irgendwann noch mal für längere Zeit vorbeischauen wollten. Nun habe ich es acht Jahre später mit L und ihrer Oma M gemacht.

Auch wenn ich hier überwiegend die schönen Ausflugsfotos zeige, ist das Ausmaß an kranker und toter Bäume auch in der sächsischen Schweiz enorm. Der Borkenkäfer hat auch in diesem Teil Deutschlands bereits eine Menge zerstört. Ich mag mir gar nicht ausmalen, wie es in wenigen Jahren hier aussehen wird.

Was heute schön war:

Fahrt mit der Fähre und Kirnitzschtalbahn.
Um vom Bahnhof in Bad Schandau bis zur Innenstadt zu kommen, kann mit der Fähre übergesetzt werden. Das machten wir drei sowohl hin- als auch rückwärts. L hatte sehr viel Freude auf dem Boot und genoss die Fahrten sichtlich.
Von Bad Schandau aus fuhren wir bis zum Lichtenhainer Wasserfall mit der Kirnitzschtalbahn. Dank unserer 49-Euro-Tickets brauchten wir die Fahrten nicht extra zu bezahlen. Auf der Rückfahrt war es nicht so voll wie auf der Hinfahrt, sodass wir die Fahrt richtig genießen konnten. L schlief sogar für ein paar Minuten ein.

Wanderung zum Kuhstall.
Nachdem wir uns den Lichtenhainer Wasserfall angeschaut hatten, wanderten wir zum Kuhstall, einem sehr bekannten Felsentor. Dort angekommen, machten wir ein kleines Picknick, genossen den herrlichen Ausblick und bestiegen wenig später die Himmelsleiter. Dieser Aufstieg direkt in einer Felsspalte war so eng und steil, dass L im ersten Drittel ein wenig Panik verspürte. Gemeinsam schafften wir es aber, heil oben anzukommen und wurden mit einer weiteren wunderbaren Aussicht belohnt. Bevor wir einen anderen Weg zurück zum Lichtenhainer Wasserfall nahmen, aßen L und ich je noch ein kleines Softeis.

Pizzeria.
In Bad Schandau kehrten wir am Nachmittag in eine Pizzeria ein. L hatte großen Appetit auf eine Pizza Funghi, die sie sich sehr schmecken ließ. Viel genölt und gejammert hatte sie heute während der Wanderung wieder nicht. Sie hatte sich ihre Pizza somit redlich verdient.

Eindrücke des Tages: