#WMDEDGT Juni 2023

Alltagsschnipsel

Fünf Minuten vor dem Klingeln des Telefonweckers wachte ich heute Morgen auf. Ich bekam die Augen kaum auf, so müde war ich noch. Um gemütlich in den Tag zu starten, las ich ein wenig im Internet und tippelte auf dem Telefon herum. Seit langer Zeit hatte ich gestern Abend in der Duolingo App die Woche in meiner Liga mal wieder auf Platz eins abgeschlossen. Darüber freute ich mich sehr. Die neunundzwanzig Mitspieler*innen machten es mir dieses Mal aber auch leicht. Ich warf noch einen Blick auf die aktuelle Temperatur und die zu erwartende, stand endlich auf und legte für L und mich Kleidung zurecht.

Ich weckte L, die sich relativ schnell zum Anziehen motivieren ließ, und drehte meine morgendliche kleine Badrunde. Während des Zähneputzens machte ich einen Squat Hold. Anschließend wusch ich mein Gesicht mit Seife, trocknete es ab und ölte es mit einem Pflegeöl ein. Ich zog meine Kleidung an, kämmte die Haare und begab mich in die Küche. Auf dem Weg dorthin kam mir L entgegen, die nun ihrerseits ins Bad verschwand. Für Ls Schultag füllte ich ihre Brotbüchse und die Trinkflasche.

Gegen sieben Uhr verließen wir die Wohnung und liefen umgeben von herrlich duftender Natur zum Auto. Den Weg zur Schule nutzten wir auf Ls Wunsch hin für Matheaufgaben. So rechnete sie während der Fahrt Plus- und Minusaufgaben und übte mit mir das Halbieren und Verdoppeln. Nachdem ich sie an der Ampel vor der Schule verabschiedet hatte, lief ich wenige Minuten in der näheren Umgebung umher und genoss dabei die morgendliche Ruhe und den Sonnenschein. Anschließend fuhr ich nach Hause zurück.

Mein heutiger Arbeitstag bestand aus sehr vielen To-dos. Es ist schließlich Monatsanfang und da sind Zuarbeiten für die Buchhaltung fällig. Ebenso wollen Rechnungen an unsere Kunden geschrieben werden.
Bevor ich allerdings konzentriert dazu kam, schrieb mir mein Kollege/Freund M, dass D, unser zweiter Geschäftsführer, bei ihm angerufen hatte, um mitzuteilen, dass in fünf Minuten ein Schülerpraktikant zu uns ins Büro kommt, dessen Praktikumsanmeldung für einen Zeitraum von vier Wochen er in den letzten Monaten verbummelt hatte. Somit waren wir den Vormittag über beschäftigt, um eine geeignete Betreuungsperson zu bestimmen und den Jungen mit sinnvollen Aufgaben zu versorgen. Unser Anspruch ist, dass (Schüler-)Praktikanten bei uns etwas lernen und einen umfassenden Einblick in die IT-Berufe erhalten sollen. Zumindest für die kommenden zwei Wochen fanden wir To-dos für ihn.
Neben meinen drei Meetings am Vormittag und einigen Anfragen von Mitarbeiter*innen, weil dieses und jenes nicht so funktionierte wie es sollte, sah ich Ms und meine Firmenkreditkartenabrechnungen durch und suchte die noch fehlenden Belege zusammen. Parallel dazu kaufte ich Tickets für den Kongress WeAreDevelopers, zu der einige Kolleginnen und Kollegen Ende Juli fahren wollen.

Meine Mittagspause nutzte ich für eine kleine Laufrunde. Obwohl es sehr warm war, sorgte der Wind gepaart mit einigen Wolken dafür, dass ich eine wunderbare Laufatmosphäre hatte. Im Gegensatz zu letzter Woche konnte ich das Joggen mehr genießen. Ein paar harmlose Gedanken gingen mir durch den Kopf, die ich nebenbei verarbeitete. Ich konnte sogar mein Tempo ein wenig erhöhen, wie ich nach dem Lauf in der Zusammenfassung bemerkte.
Während eine Gemüsemischung in der Bratpfanne auf dem Herd aufgetaut und erwärmt wurde, ging ich unter die Dusche. Es gibt für mich nichts motivierenderes, als mit ungewaschenen Haaren Laufen zu gehen. Denn die erfrischende Dusche nach dem Sport ist einfach jedes Mal unbezahlbar. Und sauber werde ich auch noch.
Während des Mittagessens stellte ich fest, dass L heute Nachmittag gar nicht zum Kindertanz angemeldet ist, sondern erst morgen. Wegen des schönen Wetters packte ich deshalb vorsorglich einen Rucksack mit Badesachen.

Mit meiner ehemaligen Kollegin B aus der Zeit, als ich beim Amtsgericht in Gotha arbeitete, telefonierte ich am frühen Nachmittag. Nebenbei erledigte ich weitere Arbeits-To-dos. In einer halben Stunde brachten wir uns auf den aktuellen Stand im Leben der jeweils anderen. Das war sehr schön. Ich hoffe sehr, dass wir es dieses Jahr schaffen, uns endlich mal wieder zu treffen.
Als mir weder die Tools Unternehmen online noch StarMoney Einlass gewährten, beschloss ich, Feierabend zu machen und L von der Schule abzuholen. Überweisungen tätigen und weitere buchhalterische Unterlagen hochladen und bearbeiten kann ich genauso gut auch noch morgen erledigen.

Als ich in der Schule eintraf, begegnete ich S, der Mama von Ls Schulfreundin L. Die beiden Mädchen hatten große Lust, noch ein wenig Zeit miteinander zu verbringen. Auch wir Mamas hatten für den Nachmittag nichts weiter geplant. So fuhren wir zur etwas weiter entfernten Eisdiele in der Schulgegend. Für mich gab es ein kleines Softeis. L holte sich zwei Kugeln Vanilleeis. Danach gingen wir gemeinsam auf den in der Nähe befindlichen Spielplatz. Die Mädchen baten eine halbe Stunde später, noch zu einem See zu fahren. So kam es, dass uns S ihre jetzt nicht mehr so geheime Lieblingsstelle am Störmthaler See zeigte. Vom Ausblick war ich sehr begeistert. L und ich wohnen wirklich in einer Gegend, in der andere Urlaub machen. Das ist so toll. L und L waren mutig und schwammen im (eis)kalten Wasser herum. S und ich saßen am Ufer und unterhielten uns.


Gegen neunzehn Uhr waren L und ich wieder zu Hause. Wir packten den Ranzen für den morgigen Schultag und aßen danach Reis mit Soße zum Abendessen. L wollte unbedingt noch duschen, ehe sie sich mit dem iPad ins Bett zurückzog.

Heute Abend werde ich die dritte Folge der ersten Staffel „Game of Thrones“ schauen. Gestern habe ich mit der Serie begonnen. (Ich weiß, dass ich zwölf Jahre in Verzug bin.) Wenn L allmählich ins Land der Träume entschwindet, werde ich meine Schwedischübungen auf Duolingo absolvieren, ehe auch ich schlafen gehe.

Tagebuch – 4. Juni 2023

Alltagsschnipsel

Eine wunderbare und erholsame Nacht lag hinter mir. Geweckt wurde ich heute Morgen allerdings bereits um halb acht von L. Ich hätte liebend gern noch ein wenig weiter geschlafen. Völlig ausgeschlafen startete ich somit nicht in meinen Sonntag. Ein Vergleich zur Nacht davor war es aber definitiv nicht.

Nach dem Frühstück mit Toast und Schokocappuccino für mich goss ich unsere Zimmerpflanzen, die sich vermutlich sehr über das frische Wasser gefreut haben. Anschließend räumte ich das saubere Geschirr vom Geschirrspüler in die Schränke und stellte schmutziges wieder in die Maschine hinein. Für unterwegs bereitete ich noch ein kleines Picknick vor. Mehr Hausarbeit gab es heute (mal wieder) nicht. Sei’s drum. Die Arbeit läuft nicht davon.

Was heute schön war:

Badewanne.
Während das lauwarme Badewasser in die Badewanne einlief, machte ich drei Rückenübungen mit je fünfzehn Wiederholungen. Morgen würde ich nämlich gern Laufen gehen. Ich hielt es deshalb für sinnvoll, wenn der untere Rücken im Vorfeld wenigstens ein wenig gestärkt wurde. Das Badezimmer hatte ich am Vormittag für mich allein. L war anderweitig beschäftigt. Das war wunderbar.

Mathematik.
Bisher mochte L den Mathematikunterricht in der Schule nicht so sehr. Ich fand über die letzten Wochen zumindest heraus, dass sie den Unterrichtsstoff verstanden hat und die Aufgaben lösen kann.
Nach dem Aufwachen hatte sie große Lust, ein paar Aufgaben in der Anton App zu absolvieren. (Ich bin da natürlich die Letzte, die ihr das verbietet.)
Damit war es für heute aber noch lange nicht genug mit Rechenaufgaben. Auf unseren Fahrrädern auf dem Weg zum See stellte ich ihr hin- und rückwärts eine Aufgabe nach der anderen, die sie mit großer Freude löste. Auf dem Spielplatz machten wir ähnlich weiter. Ich stellte ihr eine Aufgabe und sie schlug nach deren Lösung entweder ein Rad oder machte einen Handstand.
Ich vermute, dass es L schwerfällt, den von der Lehrerin aufgezeigten Rechenweg zu verstehen. Ich habe mittlerweile gehört, dass es anderen Kindern in ihrer Klasse ebenso ergeht. Als ich letztens einen Blick auf ein Aufgabenblatt zur Addition im Zahlenraum bis zwanzig warf, brauchte sogar ich eine Weile, um genau zu verstehen, was für ein Rechenweg mir hier eigentlich skizziert werden soll. Ich fand diesen total umständlich. Mich wundert es nicht, dass einige Kinder im Unterricht aufgegeben haben.

Cospudener See.
Den für heute geplanten Kinobesuch ersetzten wir durch einen mehrstündigen Aufenthalt am Cospudener See. Wir fuhren mit den Fahrrädern hin und zurück. Wir hatten genug Zeit, um uns zu sonnen, den Ausblick zu genießen und die Füße im Sand zu wärmen. L und ich waren sogar zweimal im See baden. Das Wasser war zwar noch ziemlich kalt, aber zumindest bereits so angenehm, dass wir nach kurzer Überwindung darin schwammen. Ein Eis für jede und lange Aufenthalte auf zwei Spielplätzen durften heute auch nicht fehlen.
Ein Teil des Cospudener Sees ist sehr touristisch. In diesem Bereich hatte heute beispielsweise ein Laden geöffnet, in dem ich für L einen neuen Bikini kaufte, da ihr der Badeanzug aus dem letzten Jahr mittlerweile zu klein geworden war und bisher nur noch mit Mühe und Not getragen werden konnte. Einen großen Biergarten direkt am Wasser und einige Restaurants entdeckten wir auch. Wenn meine Eltern das nächste Mal in Markkleeberg zu Besuch sind, gehen wir bestimmt hierher.

Tagebuch – 3. Juni 2023

Alltagsschnipsel

Die Nacht war störungsfrei und ruhig. Leider wachte ich bereits kurz nach sechs Uhr am Morgen auf und fand nicht noch einmal zurück in den Schlaf. Ausschlafen war mir somit nicht vergönnt. Ich nutzte die Zeit zum Lesen in meinem aktuellen Buch. L schlief bis kurz vor halb neun.

Kurz nach zehn Uhr trudelte Ls Oma M bei uns ein. Sie fuhr mit der Regionalbahn von Erfurt nach Leipzig und mit der S-Bahn bis nach Markkleeberg. Gemeinsam machten wir uns auf den Weg ins Erzgebirge, um meine Schwägerin/Ls Tante M und ihren kleinen Sohn M während ihres Kuraufenthalts zu besuchen.
Auf dem Hin- und Rückweg waren die Autobahnen leer, allerdings kam uns jedesmal ein Großaufgebot an Polizeieinsatzfahrzeugen entgegen. Ich sage nur Tag X. Ich war sehr froh, dass wir den heutigen Tag fernab von Leipzig verbrachten. Als wir Ls Oma am Abend zum Leipziger Hauptbahnhof fuhren, kamen wir glücklicherweise problemlos durch den Stadtverkehr.

Was heute schön war:

Amerikanisches Restaurant.
Mit Ls Tante und dem kleinen M trafen wir uns in einem amerikanischen Restaurant. So stelle ich mir tatsächlich die Diner in den Staaten vor. Die Einrichtung und die Musik waren wirklich gut gewählt. Während ich ein Omelett zum Mittag aß, ließen sich die anderen Burger und Fritten schmecken.


Gemeinsamer Nachmittag.
Nach dem Essen fuhren wir zum Spielplatz am Walkteich. So einen wunderschönen Spielplatz hatte ich wirklich schon lange nicht mehr gesehen. Die Kinder und wir hatten viel Spaß dort.
Einige Zeit später fuhren wir mit den Fahrzeugen weiter nach Grünhain-Beierfeld und liefen zum Teich in der Nähe des Kurhauses. Die Kinder kneippten durchs Wasser und sammelten in ihren Keschern Kaulquappen, die sie zwischenzeitlich in einem Eimer voller Wasser sammelten und anschließend wieder freiließen. L zeigte allen, wie gut sie mittlerweile ein Rad schlagen kann.
Nach der Besichtigung des Zimmers von M und M und einigen Räumen im Kurhaus verbrachten wir die restliche Zeit bis zu unserer Heimfahrt auf dem zum Gelände gehörenden, ebenfalls liebevoll gestalteten Spielplatz. Es war ein wunderbar sonniger und entspannter Tag. Es war schön, M und M mal wieder gesehen zu haben.

Tagebuch – 2. Juni 2023

Alltagsschnipsel

In dieser Nacht schlief ich wieder wunderbar. Ich legte gestern Abend direkt nach meinen Italienischübungen über die App Duolingo das Telefon beiseite und fand aufgrund großer Müdigkeit sehr schnell in den Schlaf. Gegen halb vier morgens wurde ich wegen eines Plumpsgeräuschs kurzzeitig aus einem Traum gerissen. L hatte sich offenbar so gedreht und von der Bettmitte wegbewegt, dass sie aus dem Bett gefallen war. Das ist wirklich schon lange nicht mehr passiert. Wir kuschelten schnell und trockneten die Tränen, ehe wir beide bis zum Klingeln des Weckers störungsfrei weiterschliefen.

Den Großteil des heutigen Tages über war es bewölkt. Dadurch war es auch deutlich frischer als in den letzten Tagen. Die Bettwäsche hing ich trotz fehlender Sonne draußen zum Trocknen auf. Regen gab es leider wieder keinen. Die Böden sind bereits rissig vor Trockenheit.

Mein heutiger Arbeitstag war sehr produktiv. Ich musste am Morgen allerdings kurz durchatmen und die vielen, vor allen Dingen sehr kleinen, aber enorm wichtigen To-dos sortieren und aufschreiben, damit ich wirklich nichts vergesse. Anschließend arbeitete ich fast alles davon ab. Ein wunderbares Gefühl und ein toller Start in das Wochenende.

Was heute schön war:

Telefonat mit J.
Mit meiner Freundin J aus Dresden telefonierte ich zuletzt vor fünf Wochen. Irgendwie passte es nie oder es kam irgendetwas dazwischen. Heute aber nicht. Und so tauschten wir uns endlich wieder über die Dinge, die in den letzten Wochen so passiert waren, aus. J schreibt beispielsweise schon an ihrer Diplomarbeit. Ich erinnere mich nach wie vor sehr gut an die Zeit, als sie vor fünf Jahren mit dem Studium begann. Und diese fünf Jahre sind nun fast vorbei. Wahnsinn. 

Entspannung.
Um Ls und meinen Alltag mal wieder etwas zu entschleunigen, kauften wir nach dem Abholen aus der Schule nur ein paar Kleinigkeiten im Supermarkt ein und fuhren anschließend nach Hause.
Während L spielte und irgendwann hinter ihrem Tablet verschwand, schaute ich ihre Schulsachen durch und stieß dabei auf zwei vollständig und korrekt ausgefüllte Aufgabenblätter in Mathematik, auf die ihre Lehrerin sogar jeweils ein Lob hinterlassen hatte. Das freute mich sehr, findet L Mathe doch nur so mittel. Über ihr Schriftbild war ich ebenfalls positiv überrascht, als ich eines der Deutschhefte aufschlug. Es war deutlich erkennbar, dass sie sich beim Schreiben sehr viel Mühe gegeben hatte. Das hatte ich schon oft ganz anders gesehen.
Meinen Abend werde ich mit Lesen verbringen. Die vor wenigen Tagen entdeckte dreiteilige Buchreihe ist nach wie vor spannend und kurzweilig geschrieben und ich will wissen, wie es weitergeht.

Tagebuch – 1. Juni 2023

Alltagsschnipsel

Ich schlief heute Nacht unruhig und nicht tief genug. L und ich waren gestern Abend so spät zu Hause, dass es mir schwerfiel, zur Ruhe zu kommen und herunterzufahren. Ich war auch kurz vor 23 Uhr nicht müde genug, um schnell einschlafen zu können. Zu allem Übel wachte ich heute Morgen bereits halb sechs auf.

Mit meinem Kollegen A fuhr ich am Morgen, nachdem ich L kurz vor der Ampel in der Nähe ihrer Schule verabschiedet hatte, ins Büro nach Erfurt. Die gesamte Hinfahrt über unterhielten wir uns sehr angenehm über verschiedenste Themen. Auf der Fahrt zurück nach Leipzig nutzte ich die anderthalb Stunden für das dreißigste Hörspiel von „Die drei ???“ und Musik. Die Autobahnen war nur mäßig befahren, sodass ich jeweils gut vorankam.

Drei Minuten vor meinem ersten Termin kam ich am Vormittag im Büro an. Eine Viertelstunde später war der gestern als Angebot unterbreitete Aufhebungsvertrag nach zwei kleineren Anpassungen von beiden Vertragsparteien unterzeichnet. Ich hätte nicht geglaubt, dass es mir heute nochmals das Herz zerreißen würde, doch beim Anblick meines traurigen Kollegen, der nun nicht mehr länger Teil unseres Teams ist, war mir sehr flau in der Magengegend.
Nach meinem Daily in dem Projekt, das ich als Scrum Master betreue, führten mein Kollege/Freund M und ich das erste von zahlreich folgenden Mitarbeitergesprächen. Das ist nun Runde zwei von drei in diesem Jahr. Glücklicherweise verlief dieses sehr positiv, sodass sich meine Stimmung deutlich verbesserte.
Um zukünftig (noch) mehr Datenschutz und Sicherheit in unserem Büro zu gewährleisten, räumte ich nach dem Mittag die Inhalte der sich hinter meinem Schreibtisch befindlichen Schränke um. Es gibt nun einen Schrank, in dem sich sämtliche Ordner des Unternehmens befinden. Diesen habe ich beim Verlassen des Arbeitsplatzes abgeschlossen. Nur mein Kollege/Freund M und ich haben für diesen Schrank einen Schlüssel. In dem anderen Schrank befinden sich für alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter frei zugänglich verschiedene Büromaterialien.

Was heute schön war:

Kindertag.
Am Morgen überraschte ich L mit einer kleinen Süßigkeit, die ich auf ihren Kleiderstapel legte. Das war offenbar Motivation genug, denn in Windeseile war sie angezogen im Bad, um ihre Zähne zu putzen und die Haare zu kämmen.
Seit Wochen war sie voller Vorfreude auf den heutigen Tag, der vor allem in der DDR und später in den neuen Bundesländern als Kindertag gefeiert wird. Mehr als rechtzeitig für meine persönliche Monatsfinanzplanung teilte sie mir Anfang des Frühlings mit, dass sie an diesem Tag gern mit mir shoppen gehen würde. So kam es, dass wir nach der Schule in ein großes Einkaufscenter fuhren, zuerst ein Eis aßen und in der Buchhandlung einer der Ferienbände der Reihe „Die Schule der magischen Tiere“ kauften. L durfte sich anschließend eine Kleinigkeit aussuchen und entschied sich für ein Kuscheltier.
Da wir einmal im Einkaufscenter waren, gingen wir auch in ein Bekleidungsgeschäft und kauften für L zwei Kleidungsstücke. Sie ist in den letzten Wochen so viel gewachsen, dass einige Sachen nicht mehr passen. Bevor wir uns auf den Nachhauseweg machten, holten wir uns für das Abendessen eine Box To Go bei einem asiatischen Restaurant.

Hallo Juni!

Dies & Das

Im Juni werde ich …

… mit L etwas Schönes zum Kindertag machen
… mit meinem Kollegen/Freund M Mitarbeitergespräche führen 
… endlich wieder mit meiner Freundin J aus Dresden telefonieren 
… Ls Tante M und ihren Cousin M während der Kur besuchen 
… mit L ins Kino gehen
… L einmal wöchentlich zum Kindertanz bringen
… ein Erstgespräch bei einer Psychotherapeutin wahrnehmen 
… drei Thai Massagen genießen
… das Jahresfest in Ls Schule besuchen
… L zu zwei Kindergeburtstagsfeiern bringen
… mit L in den Zirkus gehen
… meinen 35. Geburtstag feiern 
… ein Wochenende in Erfurt verbringen 
… zur Geburtstagsfeier meiner Freundin J aus Erfurt gehen
… viel draußen sein
… vielleicht erstmals in einem der Seen baden
… und Eis essen

Tagebuch – 31. Mai 2023

Alltagsschnipsel

Eine wunderbar erholsame und ruhige Nacht lag hinter L und mir. Diesmal schlief ich am Abend zuvor zeitiger ein und bekam somit genug Schlaf ab.
Auch heute Morgen zog sich L ohne ständiges Bitten meinerseits an und machte sich fertig für ihren Schultag. So konnten wir pünktlich und ohne Streitereien die Wohnung verlassen. Es geschehen noch Zeichen und Wunder.

Nachdem ich L und ihren Kindersitz in die Schule gebracht hatte, fuhr ich ins Büro nach Erfurt. 
Während der Fahrten auf angenehm gefüllten bis halb leeren Autobahnen hörte ich je ein Hörspiel von „Die drei ???“ und anschließend Musik. Das war quasi meine dreistündige Auszeit des Tages bzw. Zeit für mich. Das mag ich mittlerweile sehr.

Vor dem heutigen Arbeitstag graute es mir ein wenig, denn um 13 Uhr mussten mein Kollege/Freund M und ich erstmals ein sehr unangenehmes Gespräch mit einem Mitarbeiter führen. 
Aus Arbeitgebersicht hatten wir definitiv die richtige Entscheidung getroffen. Der Mitarbeiter und das Unternehmen werden den Arbeitsvertrag aufheben und künftig getrennte Wege gehen.
Aus kollegialer und freundschaftlicher Sicht brach mir beim Anblick meines traurigen Kollegen, der den Tränen sehr nahe war, das Herz. Er tut mir unendlich leid, gerade weil ich weiß, dass wir ihm heute den vermutlich letzten stabilen Anker in seinem Leben weggerissen haben. Ich fürchte, bei ihm liegt nun jeder Bereich seines Lebens in Trümmern. 
Ich wünsche mir sehr, dass wir solche Gespräche so schnell nicht wieder führen müssen.

Was heute schön war:

Gartentreff.
S, die Mama von Ls Schulfreundin L, war heute Nachmittag so lieb und holte L mit von der Schule ab. Die drei fuhren in den Garten, den S seit einem Monat hat.
Nach meinem Arbeitstag fuhr ich ebenfalls in den wunderschönen, liebevoll gestalteten Garten. Ich kam aus dem Staunen nicht mehr heraus. Wir blieben bis abends halb neun dort, aßen gemeinsam Abendbrot, quatschen und lachten. Die beiden Mädchen spielten ganz wundervoll zusammen. Es war ein sehr schöner (Sommer)Abend.

Gedanken- und Alltagsschnipsel im Mai

Alltagsschnipsel, Dies & Das

Anfang des Monats legte ich in unserer Wohnung den Sicherungsschalter für die Nachtspeicherheizung um und beendete damit offiziell die Heizsaison. Ausgestellt hatte ich sämtliche Heizkörper und Thermostate bereits einen Monat zuvor. 
Nun heißt es abwarten. Im Webportal meines Stromanbieters konnte ich sehen, dass die beiden Stromzähler zwischen Mitte Juni und Mitte Juli abgelesen und zwei Wochen später die Rechnungen erstellt werden. Das heißt ich weiß spätestens Anfang August, welche Nachzahlungen auf mich zukommen werden. Ich rechne nach wie vor mit einem großen Betrag und lege seit September so gut es geht Geld dafür zurück.
Ich werde den Sommer nutzen und mich intensiver mit dem richtigen Heizen mit solch einer Heizungsanlage beschäftigen, denn L und ich hatten im Winter in unserer Wohnung teilweise ganz schön gefroren.


***


Ich glaube, ich habe in diesem Monat meine „Gabe“ erkannt. Ob dieses nun das richtige Wort dafür ist, weiß ich nicht. Es klingt etwas sehr hochtrabend. 
Jedenfalls fiel mir beim Gespräch mit A, der Mama von Ls Schulfreundin E, wieder einmal auf, dass sich mir Menschen sehr schnell anvertrauen und von sich aus beginnen, ihre Lebensgeschichte zu erzählen oder (tiefe) Gedanken mit mir zu teilen. Das trifft auch auf verschlossene oder von Grund auf misstrauische Personen zu. Mit einer Mischung aus (unendlicher) Geduld und den richtigen Rückfragen an der richtigen Stelle oder zur richtigen Zeit war es mir bisher immer möglich, an alle (wichtigen) Informationen, die mich interessieren, heranzukommen. Immer.
Wenn ich so darüber nachdenke, ist das schon eine interessante „Fähigkeit“ …
Für mich ist und war es immer schon selbstverständlich, die erhaltenen Informationen für mich zu behalten und nicht nach Außen zu tragen.


***


Der aufmerksamen Leserschaft mag vielleicht aufgefallen sein, dass J seit geraumer Zeit keine Erwähnung mehr im Blog findet. Das liegt daran, dass wir seit Mitte April getrennte Wege gehen und nun wieder ausschließlich „nur“ Arbeitskollegen sind.

Tagebuch – 30. Mai 2023

Alltagsschnipsel

Meine Nacht war gut. Ich hatte viel geträumt. Ich erinnerte mich nach dem Aufwachen unter anderem daran, dass Menschen aus meiner (schulischen) Vergangenheit und aus der Gegenwart gemeinsam darin vorkamen.
Da ich gestern viel zu spät einschlief, war ich heute Morgen todmüde. Mir fiel es den halben Vormittag sehr schwer, die Augen offenzuhalten. Ich lief ziemlich gerädert durch die Gegend.
Obwohl L nach dem Klingeln des Weckers auch nicht begeistert war, schon aufstehen zu müssen, zog sie sich schnell an und drehte ihre Runde im Bad. Wir konnten unsere Wohnung somit pünktlich stress- und streitfrei verlassen.

Ich verabschiedete L an der letzten Ampel vor ihrer Schule und lief ein paar Minuten durch die Gegend. Der Himmel mit den wunderschönen Wolken gefiel mir heute besonders gut.
Im Rewe Supermarkt wollte ich einige Kleinigkeiten kaufen. Der Anblick der Regale war nach dem Feiertag jedoch ein Trauerspiel. Mit nur ungefähr einem Drittel der Lebensmittel auf meiner Einkaufsliste traf ich kurze Zeit später zu Hause ein.

Als produktiv würde ich meinen heutigen Arbeitstag eher nicht beschreiben. Ich schnappte mir kleinere Aufgaben, die auch erledigt werden wollten. An drei kleineren Terminen nahm ich ebenfalls teil, darunter war ein kurzes Bewerberinterview mit einem möglichen neuen Praktikanten.

Was heute schön war:

Joggen.
Die Mittagspause nutzte ich für eine kleine Laufrunde. Das Wetter war optimal: Die Sonne schien, es war nicht zu heiß und ein angenehm warmer Wind wehte. Über allzu viel musste mein Kopf nicht nachdenken. So konnte ich mich an der Schönheit der Natur erfreuen. Nach dem Lauf fühlte ich mich deutlich wacher.

Eis essen.
Bevor L am Abend zum Kindertanz ging, kauften wir uns in einer Eisdiele je zwei Kugeln Eis in einer Eistüte. Ich wählte die Sorten weiße Schokolade und Wassermelone. Letztere ist eine meiner absoluten Lieblingssorten.

Unser Pfingstwochenende 3/3

Alltagsschnipsel

Ich habe sehr gut auf der neuen Schlafcouch im Gästezimmer meiner Eltern geschlafen. Das war diesmal gar kein Vergleich zur Nacht davor.
Um kurz vor acht Uhr wachte ich heute Morgen gleichzeitig mit L auf, die wieder elf Stunden geschlafen hatte. Ehe ich aufstand, las ich noch einige Seiten in meinem aktuellen Buch.

Zum Frühstück gab es wieder ein Croissant und meinen geliebten Schokocappuccino.
Direkt im Anschluss bestellte ich gemeinsam mit L Schulmittagessen für die kommenden drei Wochen. Ich bin froh, rechtzeitig daran gedacht zu haben. L hätte morgen zwar ein Mittagessen erhalten, aber so ist es mir doch lieber.
Da meine Eltern am Erfurter Hauptbahnhof noch ein paar Besorgungen zu erledigen hatten, nutzten L und ich die Zeit und gingen auf den in der Nähe zur Wohnung befindlichen Spielplatz.

Am späten Vormittag fuhren wir vier mit der Straßenbahn bis zum Gothaer Platz. Von dort aus gingen wir zum (Wirtschafts-)Eingang des EGAparks und liefen über den kleinen Wald hoch in Richtung der zahlreichen Blumenbeete.


L wollte unbedingt ins Danakil, ein Wüsten- und Urwaldhaus, gehen. Ich begleitete sie, während meine Eltern in einem der Cafés Platz nahmen und etwas tranken. Für mich war es heute erst der zweite Besuch. L war schon einige Male dort. Mir gefiel der Rundweg sehr gut.


Wir verbrachten einige Zeit auf dem Spielplatz, ehe es für L und mich je eine Eistüte mit zwei Kugeln Eis gab. Bevor wir den EGApark wieder verließen, besuchten wir in Halle 1 noch die Blumenausstellung.

Am Nachmittag gab es ein spätes Mittagessen für uns alle, bei dem vor allem L ordentlich zulangte.
Leider war es für uns dann an der Zeit, unsere Tasche zu nehmen und uns bei meinen Eltern zu verabschieden und für die schönen Tage zu danken. Wir steuerten zuerst die Tankstelle an und tankten das Auto voll. Anschließend fuhren wir zum Erfurter Hauptfriedhof. Wir hatten Friedhofsdienst und statteten Ms Grab einen Besuch ab. Wir säuberten das Grab, entfernten verwelkte Blumen und gossen die restlichen Pflanzen.


Auf der Heimfahrt hörten wir ein Hörspiel von „Die drei ???“ und im Anschluss eines von Conni. Die Autobahnen waren leer. Wir kamen gut und entspannt voran. Auf der Gegenfahrbahn sah das allerdings anders aus. Es muss dort wohl einen Unfall gegeben haben, der dazu führte, dass es sich einige Kilometer staute. Da hatten L und ich wirklich Glück. Eine Viertelstunde, bevor wir zu Hause ankamen, schlief L ein, war aber nach dem Abstellen des Fahrzeugs auf unserem zur Wohnung gehörenden Parkplatz gleich wieder wach und gut drauf.

Wieder in der Wohnung angekommen, räumte ich unsere Reisetausche aus. Den restlichen Abend werden L und ich gemütlich ausklingen lassen. Ich möchte unbedingt in meinem spannenden Buch weiterlesen. Und meine Italienischübungen wollen auch noch erledigt werden.