Unsere Zeit in Irland 1/6

Reisen & Ausflüge

Sonntag, 16. Juli 2023


Um sieben Uhr klingelte am Morgen der Wecker. L und ich machten uns fertig für unsere bevorstehende Reise und verließen eine Stunde später mit zwei Rucksäcken und einem großen Koffer die Wohnung.
Mit dem Auto fuhren wir ins Zentrum von Markkleeberg. Die Suche nach einem Parkplatz gestaltete sich schwieriger als erwartet und zog sich gefühlt ewig in die Länge. Vier Minuten vor Abfahrt unserer S-Bahn standen wir am Gleis. Das war knapp.

Die Linie 5 brachte L und mich in einer halben Stunde zum Flughafen Leipzig/Halle. 
Wie ich bereits im vergangenen Oktober feststellte, ist im Flughafen selbst alles idiotensicher erklärt und total unkompliziert. Wir gaben unser Gepäck auf, passierten die Sicherheitskontrolle und zeigten unsere Pässe vor. Der zuständige Polizist fragte mich, ob ich mit L alleine reise und das alleinige Sorgerecht habe. Da ich nunmal ich bin befand sich in meinem Handgepäck Ms Sterbeurkunde. Die hatte ich auch schon im letzten Jahr mit dabei. Der Polizist wollte sie letztendlich aber nicht sehen, vertraute meiner Aussage, dass der Vater meines Kindes verstorben ist, und wünschte uns einen schönen Urlaub.


Ich mag das Gefühl im Kopf- und Brustbereich überhaupt nicht, wenn das Flugzeug startet und an Höhe gewinnt. Ich brauchte ein paar Minuten bis der enorme Schwindel vorbeiging. Wenn ein Flug nicht so unfassbar viel Zeit sparen würde, würde ich lieber mit dem Auto fahren. Auch L fand das Fliegen diesmal nicht so toll und hatte Probleme mit dem Druckausgleich. Sie klagte über Druck auf den Ohren.
Der Flug selbst ging schnell vorbei und erinnerte mich erneut an eine Kaffeefahrt. Erst sorgte das Personal für das leibliche Wohl der Gäste, dann wurden Rubbellose für einen guten Zweck verkauft und zum Schluss fuhr der Wagen gefüllt mit Parfums und Kosmetik durch den Gang.

Am Dubliner Flughafen abgeholt wurden L und ich am Mittag von R und den Jungs T und J. Mit dem Auto fuhren wir etwa eine halbe Stunde bis zum Haus der vier. L war überhaupt nicht schüchtern und plauderte gleich munter drauflos.
Wir aßen erst mal gemeinsam Crêpes. Während die Kinder danach auf das Trampolin gingen, unterhielt ich mich mit S und R. Wir schauten uns zudem die Miet- und Kaufpreise in der näheren Umgebung an. Dublin ist eine unfassbare teure Stadt. Benötigt eine Familie beispielsweise drei Schlafzimmer, liegt der aktuelle Mietpreis im Moment bei 3.500 Euro. Kaufen ist tatsächlich „günstiger“ und sinnvoller als mieten. Rechte haben im Übrigen ausschließlich die Vermieter.


Mit Wechsel aus Regenschauer und Sonnenschein spazierten wir am Nachmittag (bei herbstlichen Temperaturen) zu einer großen Rutsche und liefen kurz darauf weiter zum Pub „The Blue Light“. Dort gab es Live Musik, ein Bulmers für mich und Pizza, Pommes und Chips ohne Ende für uns alle. Pure Völlerei quasi.


Abends durften sich die Kinder einen Film ansehen, während wir Erwachsenen uns weiter unterhielten.
Gegen 22 Uhr irischer Zeit – das heißt 23 Uhr in Deutschland (GTM+2) – verschwanden L und ich schließlich müde ins Bett.


Montag, 17. Juli 2023


Um Viertel nach sieben irischer Zeit, das heißt GMT+1, wachte ich heute Morgen auf. Ich hatte wunderbar geschlafen und viel geträumt, konnte mich aber an nichts Konkretes mehr erinnern. L ratzte noch über eine Stunde länger.

Nach meiner Morgendusche und einem Kornflakes-Frühstück machten sich S und R für ein paar Stunden auf den Weg zur Arbeit. Ich blieb mit den drei Kindern L, J und T daheim. 
T und J haben vor Kurzem die Warhammer-Welt für sich entdeckt. Vor allem T macht das Bemalen der einzelnen Figuren großen Spaß. Während L und J auf dem Trampolin spielten, durfte ich die Haut eines Orks bemalen. Das war witzig.
Da die Sonne schien und ich mir gern die Gegend anschauen wollte, machten wir uns gegen Mittag nach dem Kehren einzelner Räume durch J und dem Ausräumen des Geschirrspülers durch T auf den Weg zum Park mit Bachlauf und zwei Spielplätzen. Die Wohngegend ist wirklich sehr sauber und ruhig und die Häuser gefallen mir auch optisch sehr.


Als wir irgendwann ins Haus zurückkehrten, ruhte ich mich ein wenig aus und las. L und J verzogen sich direkt wieder auf das Trampolin.

Nachmittags waren S und R wieder zurück und wir machten uns allesamt auf den Weg in Richtung Ts und Js Schule. Dort gibt es in der Nähe nämlich einen Bubble Waffle Shop. Ich wollte unbedingt eine Waffel essen und entschied mich für „Death by Chocolate“, während L eine „Unicorn Magic“ futterte.


Der Knocksink Wood, den wir anschließend besuchten, war so unfassbar grün und dicht bewachsen, dass ich gar nicht mehr aufhören wollte, Fotos zu machen. Der Fluss enthielt Katzengold (Pyrit) und schimmerte (vermutlich wegen eines hohen Eisengehalts) rötlich. L und J wateten ein wenig durch ihn hindurch, J barfuß und L in ihren Gummistiefeln. Gegen Ende des Weges kletterten die Kinder noch einen sehr steilen Hügel hinauf.


Zum Abendessen gab es gegrilltes Gemüse, Chicken Wings und vegane Burger Patties. L war aus unerfindlichen Gründen ausgehungert und futterte unglaublich viel. 

Nach dem Essen war es bereits kurz nach um neun. L und ich verkrümelten uns ins Zimmer, schauten noch ein wenig fern und gingen dann schlafen.

Tagebuch – 15. Juli 2023

Alltagsschnipsel

Nach einem gemütlichen Abend zu dritt, gingen wir halb elf rum ins Bett. Die Kinder M und L schliefen bereits. Trotz einer Mücke, die genau dann auf sich aufmerksam machte, als ich das Telefon ausschaltete, schlief ich wunderbar bis kurz vor acht Uhr.

Am Mittag fuhren L und ich zurück nach Markkleeberg. (Die anderen fuhren nach Erfurt.) Die Fahrt über die drei Autobahnen war unspektakulär. Es war glücklicherweise nicht allzu viel los, sodass wir gut und staufrei vorankamen. Ein Conni-Hörspiel begleitete uns zwischendurch, ehe L etwa dreißig Minuten vor Ankunft doch noch einschlief.

Zu Hause angekommen, suchte ich für unsere morgen beginnende Irland-Reise Herbstkleidung aus den Schränken und packte anschließend unseren großen Koffer. Ich bekam alle warmen und regenfesten Kleidungsstücke sowie kleinere Extras problemlos hinein und war kurz darauf erleichtert, als die Waage weniger als zwanzig Kilogramm Gewicht anzeigte. Pässe und die Flugtickets sind auch griffbereit. Es kann also losgehen.

Seit Tagen wünscht sich L Kinetic Sand. In Thale klapperten wir über die Zeit unseres Aufenthalts verteilt erfolglos vier Geschäfte auf der Suche nach diesem Knetsand ab. Da ich mit den Reisevorbereitungen schneller fertig war als gedacht, fuhren L und ich am späten Nachmittag ins Paunsdorf Center und wurden endlich fündig. Nicht nur L freute sich, als sie von ihrem Taschengeld den begehrten Sand kaufen konnte. Auch meine Nerven waren überglücklich, dass wir nun nicht mehr weitersuchen müssen.
Vor dem Center wurde der Aquafun Park aufgebaut. Es handelt sich hierbei um eine Art Hüpfburgenland mit Wasser. Die Kinder, die dort spielten, trugen allesamt Badesachen. Nach unserem Urlaub in Irland wollen L und ich hierherkommen.

Was heute schön war:

DDR-Museum.
An jeder Ecke wird in Thale Werbung für das dortige DDR-Museum gemacht, sodass bereits am Tag unserer Anreise Interesse geweckt wurde.
Heute Vormittag schauten wir uns die liebevoll gestaltete und umfangreiche Ausstellung an. Viele Einrichtungsgegenstände gerade aus den 60er und 70er Jahren waren mir stellenweise noch sehr vertraut, standen sie doch auch Jahrzehnte später noch bei meinen Großeltern in den Wohnungen.


Spaßinsel.
M und L durften am späten Vormittag nochmals auf den Trampolinen hüpfen und mit den Kleinkindfahrzeugen ihre Runden drehen. Als unsere gestern mit Punkten aufgeladenen Karten schließlich leer waren, machten wir uns auf den Weg zurück nach Hause.

Eisbecher.
Abends ließen L und ich uns je einen hübsch dekorierten Eisbecher in einem der vielen Eiscafés im Paunsdorf Center schmecken. Am Boden meines Eisbecherglases befand sich Schokoladensoße, die so unglaublich lecker war, dass ich mich arg zusammenreißen musste, um nicht nach mehr zu fragen.

Sushi.
Zum Abendessen gab es für jede eine kleine Portion Sushi. Selbst kochen hätte sich heute einfach nicht gelohnt.

Unser Kurzurlaub im Harz 2/2

Reisen & Ausflüge

Gestern schliefen die Kinder etwa eine Stunde eher ein als am Abend zuvor, sodass wir drei Frauen wieder Zeit für ein nettes Plauderstündchen hatten. Gegen halb elf gingen aber auch wir in die Betten.
Ich hatte wunderbar geschlafen. Es gab nachts weder großartigen Autolärm noch auf der Brücke herumhüpfende Menschen. Bis kurz vor acht Uhr morgens ließ uns Ls kleiner Cousin M schlafen.

Nach unserem Tagesausflug legten meine Schwägerin, mein Neffe, L und ich eine kleine Shoppingtour ein. Für mich fand ich eine Jeansshorts, L bekam einen schicken Badeanzug und ein bauchfreies Top.

Zum Abendessen kochten wir heute nichts, sondern holten uns auswärts etwas Leckeres zu futtern.

Was heute schön war:

Rosstrappe.
Mit dem Sessellift fuhren wir am späten Vormittag vom Bodetal hinauf auf den Granitfelsen Rosstrappe, liefen dort etwa einen Kilometer bis zum Aussichtspunkt, picknickten und fuhren mehr als zwei Stunden später zurück ins Tal.
Beim Aussichtspunkt ist ein riesiger Hufabdruck zu sehen. Der Sage nach floh Prinzessin Brunhilde auf ihrem Pferd vor dem Riesen (einer anderen Erzählung nach vor einem Ritter) Bodo, der in sie verliebt war. Vor der großen Felsschlucht nahm sie all ihren Mut zusammen und wagte auf ihrem Pferd den waghalsigen Sprung, der besagten Hufabdruck hinterließ. Der Riese (oder Ritter) war mitsamt seinem Pferd zu schwer, stürzte in die Schlucht und fiel in den Fluss, der fortan „Bode“ genannt wurde. Als Hund soll Bodo noch heute am Ufer über die Krone der Prinzessin, die in den Tiefen des Flusses liegt, wachen.

Spaßinsel.
Am Nachmittag durften sich die beiden Kinder M und L bei den Fahrgeschäften austoben. Am meisten Spaß hatte L tatsächlich auf einem Karussell für Kleinkinder. Das hatte ich nicht erwartet. Zum Abschluss bekam jede und jeder noch ein Eis.

Eindrücke des Tages:


Unser Kurzurlaub im Harz 1/2

Reisen & Ausflüge

Meine Nacht war etwas kurz, aber von den erhaltenen Schlafstunden dennoch ausreichend. 
Halb zwölf ging ich gestern Abend nach einer netten Plauderrunde ins Bett. Immer mal wieder weckten mich laut krakeelende Stimmen und/oder Schritte auf der hinter unserer Unterkunft befindlichen Brücke oder der Autolärm. Dass wir alle genug geschlafen haben, beschloss schließlich Ls kleiner Cousin M kurz vor halb acht.

Nach einer belebenden Dusche deckte ich für uns alle den Frühstückstisch auf der Terrasse. Bei angenehmen Temperaturen und Sonnenschein ließen wir uns das Essen (und den Schokocappuccino) schmecken.

Mit immer noch leicht vor Erschöpfung schmerzenden Füßen begleitete ich L, ihre Tante M und ihren Cousin M am Abend zum Kaufland, um noch einige wenige Lebensmittel zu kaufen. 

Was heute schön war:

Hexentanzplatz.
Ich war als Kind und Jahrzehnte später mit M schon mal hier. Bekannt kam mir allerdings überhaupt nichts vor. Rein gar nichts vom heute Gesehenen weckte meine Erinnerungen. Eventuell lag es an den zahlreichen Baumaßnahmen, die aktuell in vollem Gange sind. Ein Besuch wird sich in einigen Jahren bestimmt wieder lohnen.
Heute schauten wir uns das Hexenhaus, das verkehrt herum steht, an und holten uns zur späten Mittagszeit eine Portion Pommes, nachdem unser mitgebrachter Proviant vollständig verzehrt war.

Tierpark.
Die meiste Zeit des Tages verbrachten wir im Tierpark auf dem Hexentanzplatz. L kaufte sich von ihrem Taschengeld einen schönen Schlüsselanhänger.
Ich liebe es, in Tierparks kaum oder sogar keine Tiere zu sehen. Das zeigt mir, dass die Tiere genug Möglichkeiten haben, sich vor den Besucherinnen und Besuchern zu verstecken, und die Gehege groß sind. Dass sich uns aber drei Wölfe zeigten, freute mich sehr. 
Besonders begeistert war L vom Streichelzoo und dem wunderschönen Spielplatz.

Sommerrodelbahn.
Bevor es am frühen Abend zur Unterkunft zurückging, fuhren L und ich zwei Mal mit der Sommerrodelbahn. Bei der ersten Fahrt war ich relativ langsam unterwegs, bei der zweiten wesentlich mutiger und schneller. Gern wären wir noch einige Male gefahren, aber es war zu teuer. Ein Eis futterten wir auch.

Eindrücke des Tages:



Und ab geht die Post!

12 von 12 im Juli

Alltagsschnipsel

Gestern legte ich erst Viertel zwölf (Viertel nach elf) das Telefon beiseite und mich schlafen. Irgendwann in der Nacht wurde ich durch das Zuknallen des Fensters im Schlafzimmer wach. Draußen windete es sehr, blieb aber regen- und gewitterfrei.
Kurz nach um sieben am Morgen wurde ich wieder wach. Da heute mein letzter Arbeitstag vor dem Urlaub war, blieb ich trotz (extremer) Müdigkeit wach.


L ließ ich noch weiter schlafen. Ich schnappte mir meinen Laptop und startete im Bett in den Arbeitstag.
Unsere Finanzbuchhalterin lud sämtliche Rechnungen für Juli im Unternehmen online hoch, sodass ich mit der Bearbeitung der Belege und dem anschließenden Bereitstellen der Unterlagen weitermachen konnte.

L wachte mit mäßig guter Laune auf. Nach ein paar Minuten war mir das Gemotze zu viel und ich machte ihr eine Ansage. Dann wurde über den Vormittag abwechselnd genölt, geweint und wieder vertragen. Ich dachte, wir hätten die Wackelzahn-Pubertät hinter uns.


Um meine Nerven zu besänftigen, machte ich mir ein leckeres Frühstück, bei dem auch mein Schokocappuccino nicht fehlen durfte. Sogar L fand etwas, das sie gern essen wollte.

An einigen Videocalls hatte ich bis zum Mittag noch teilzunehmen. Nachdem ich auch die letzten wichtigen E-Mails versendet hatte, widmete ich mich dem Packen unserer Reisetasche und Rucksäcke.


Ich dachte, es sei eine gute Idee, zur späten Mittagszeit in Richtung Harz aufzubrechen. Ich hatte nicht mit so viel Verkehr auf den Autobahnen gerechnet. Vor allem auf der A14 war heute einiges los. Es waren viele Idioten unterwegs, die andere Verkehrsteilnehmer*innen mit der Fahrweise in Gefahr brachten.


Nachmittags kamen L und ich gut in unserer Unterkunft in Thale an. Meine Schwägerin und Schwiegermama und mein Neffe waren auch schon da.

Wir bestaunten die moderne und geschmackvolle Einrichtung in unserer Ferienwohnung, verteilten die Zimmer und setzten uns auf die Terrasse, um Kaffee zu trinken und Waffeln zu essen.

Danach arbeitete ich noch die restlichen kleineren To-dos ab und verabschiedete mich in meinen lang ersehnten Sommerurlaub. Uff. Endlich.


Am Abend liefen wir zum nahegelegenen Supermarkt und kauften die wenigen noch fehlenden Lebensmittel ein. Auf dem Rückweg entdeckte ich dieses lustige Schild.


Zum Abendessen gab es eine sehr leckere Tiefkühlpizza. Die Marke hatte ich schon oft gesehen, konnte mich bisher aber nicht zum Kauf durchringen. Das wird sich in Zukunft aber ändern.

Nach dem Essen purzelte Ls Cousin M ein paar Treppenstufen herunter. Kurz darauf rannte L mit vollem Karacho vor die Glasscheibe auf dem Weg zur Terrasse. Es wurde geweint und viel getröstet. Dann ging es beiden Kindern wieder besser.


Den Abend nutzten wir für einen Spaziergang durch den Ort. M und L meckerten nicht ein einziges Mal und hatten unterwegs großen Spaß. 

Bevor die Kinder ins Bett gehen, werden sie gemeinsam ein Bad in der Badewanne nehmen. Mal sehen, was wir Erwachsenen später noch machen werden.

Tagebuch – 11. Juli 2023

Alltagsschnipsel

Gegen 23 Uhr schlief ich gestern ein, kurz nach sieben Uhr wachte ich heute Morgen wieder auf und fühlte mich wunderbar ausgeschlafen.

L fand erneut nichts leckeres für sich zum Frühstück. Ich kann das wirklich so gar nicht verstehen, weil für jeden Geschmack etwas im Haus ist.
Mit Pudding, Johannisbeeren und Pizzastreu verzog sie sich schließlich irgendwann zurück ins Bett, um auf ihrem iPad Serien zu schauen.

Besagter Pizzastreu verteilte sich ausgerechnet dann zuhauf auf dem Bettlaken, als ich mir von mehreren Kollegen der Muttergesellschaft die VPN-Verbindung neu einrichten ließ. L durfte das Malheur somit selbst beseitigen (und bekam das auch sehr gut hin.)

Mein heutiger Arbeitstag bestand aus einem kurzen Daily in dem Projekt, das ich als Scrum Master begleite, und einer Absprache mit unserem neuen Kollegen D. Diesen werde ich mir nach meinem Urlaub schnappen, um sämtliche Onboardingprozesse in unserem Unternehmen voranzutreiben. Endlich scheine ich jemanden gefunden zu haben, der mit der gleichen Begeisterung und einem großen Ideenreichtum an die Sache herangeht wie ich. 
Nachdem ich wieder eine stabile VPN-Verbindung hatte, konnte ich wichtige Überweisungen tätigen. Parallel stellte ich die Belege unserer Finanzbuchhalterin zur Verfügung.
Der Tag im Home Office gemeinsam mit L war heute wesentlich angenehmer als gestern. Es gab keinen Streit.

Was heute schön war:

Störmthaler See.
Um die Mittagszeit trudelte die von mir bestellte Hängematte ein, die L und ich am Nachmittag an einer geeigneten Stelle beim See ausprobierten. Das Aufhängen klappte auf Anhieb. (Ich bin offenbar gar nicht so dumm wie ich aussehe.) Als wir vom zweiten Mal Baden zurück zu unserem Liegeplatz kamen, liefen Ls Schulfreundin L, ihre Mama S und Hund Sukhi an uns vorbei. Das war ein wunderbarer Zufall. Die Mädels freuten sich sehr und waren für die nächste Zeit unzertrennlich.

Gartenbesuch.
Sie waren sogar so unzertrennlich, dass ich nach dem Aufenthalt am See mit beiden Ls zu McDonald‘s fuhr und jeder ein Happy Meal kaufte. Mit dem Essen im Gepäck machten wir uns auf den Weg in den Garten von S und L. Dort aßen wir gemeinsam Abendbrot. Während die Mädels miteinander spielten, unterhielten S und ich uns lange und intensiv über ein unfassbar krasses Thema aus S‘ und Ls Vergangenheit. Erst nach 22 Uhr verließen wir den Garten und machten uns auf den Weg nach Hause.

Tagebuch – 10. Juli 2023

Alltagsschnipsel

Geschlafen hatte ich in dieser Nacht nur so mittel gut. Ich wurde durch das zuknallende Fenster im Schlafzimmer kurz vor zwei Uhr morgens geweckt. Draußen wehte ein heftiger Wind. Irgendwo in weiter Ferne muss es gewittert haben. Ich sah viele Blitze am Himmel, hörte aber keinen einzigen Donner. Bis in die Morgenstunden hinein träumte ich merkwürdige Sachen und hatte vor dem Aufwachen um kurz nach sieben Uhr einen Albtraum. Ich bin froh, dass gerade Ferien sind. So konnte ich knapp eine Stunde länger schlafen als sonst. Dieser Luxus machte sich beim Aufwachen bemerkbar.

Den Arbeitstag verbrachte ich im Home Office. L blieb bei mir zu Hause und musste nicht den Ferienhort besuchen. Wir beide müssen definitiv noch unseren Rhythmus finden. L langweilte sich und wollte meine Aufmerksamkeit, die ich ihr allerdings nicht sofort geben konnte, da ich mich bis zum Mittag in (zum Glück nur) internen Meetings befand. Für morgen werde ich mir eine andere Strategie überlegen müssen. Ich hatte wirklich geglaubt, dass Home Office und L zu Hause mittlerweile besser funktioniert. Aber vermutlich klappt das nur, wenn L krank im Bett liegt.

Was heute schön war:

Sachsen-Therme.
Als am Nachmittag plötzlich viele Wolken am Himmel waren und es ordentlich windete, kam L auf die Idee, zum Baden in die Sachsen-Therme zu fahren. Ursprünglich geplant hatten wir wieder einen Ausflug zum Störmthaler See. Die Therme war angenehm leer, sodass wir viel Platz zum Schwimmen (L und ich) und Herumtoben (L) hatten. Ein frühzeitiges Abendessen gab es für L und mich dort auch.

Tagebuch – 9. Juli 2023

Alltagsschnipsel

Meine Nacht war wieder sehr gut. Noch können L und ich bei den aktuellen Außentemperaturen problemlos schlafen. Es ist nämlich noch nicht zu warm in unserer Dachgeschosswohnung. Ich hatte viel geträumt, konnte mich am Morgen aber an nichts konkretes mehr erinnern. Ich weiß aber, dass ich im Laufe der Nacht mehrmals Ls Füße im Gesicht hatte.
Kurz nach halb acht wurde ich heute von L geweckt. Ich hätte gern noch ein bisschen weiter geschlafen.

Nach einem kleinen Frühstück mit einer Tasse meines heiß geliebten Schokocappuccinos bereitete ich unser Picknick für den See vor. Wir hatten für heute nur das geplant, sodass ich Proviant für einen mehrstündigen Aufenthalt einpackte.

Am späten Vormittag telefonierte ich kurz mit meiner Mama und ließ mir den aktuellen Familien-Gossip erzählen.

Was heute schön war:

Störmthaler See.
Über fünf Stunden verbrachten L und ich heute am Störmthaler See. Wir hatten Glück und konnten unsere Picknickdecke genau an derselben Stelle wie gestern ausbreiten. L ging sechs Mal ins angenehm warme Wasser, ich fünf Mal. Ls neuer Delfin war die meiste Zeit an ihrer Seite. Die Badepausen verbrachten wir mit Trinken, Essen und UNO oder Double spielen.
Als ich abends unter die Dusche hüpfte, spülte ich den halben See aus meinen Haaren.

McDonald’s.
Auf Ls Wunsch hin fuhren wir nach dem Baden nicht direkt nach Hause, sondern zu McDonald’s. Da gibt es derzeit süße Kuscheltiere (oder was auch immer) für die Kinder. Ich bestellte mir als zeitiges Abendessen einen vegetarischen Burger und einen super leckeren McFlurry.

Tagebuch – 8. Juli 2023

Alltagsschnipsel

Ich hatte wieder super gut geschlafen und viel geträumt, an das ich mich aber nicht mehr erinnern konnte. Gemeinsam mit L erwachte ich heute Morgen erst gegen acht Uhr.  

Ein Blick auf Ls Ohrläppchen zeigte mir, dass alles in bester Ordnung ist. Ich bin sehr zufrieden und L ist nach wie vor mega glücklich.

Wir starteten in den Samstag mit bestem Sommerwetter. Bevor wir nahezu den gesamten Tag draußen verbrachten, telefonierte ich beim und nach dem Frühstück mit meinen Eltern und meiner Schiegermama (Ls Oma M).

Was heute schön war:

Bummelei.
Ganz entspannt starteten L und ich in den Vormittag. Nach den Telefonaten widmete ich mich meinem Terminkalender „Ein guter Plan“, der in den vergangenen Tagen ein wenig zu kurz kam. Es war einfach zu viel zu tun. Aufgrund bestehender Unordnung räumte ich einen Großteil der Wohnung auf, ließ den geliebten Staubsaugerroboter Miro das ein oder andere Zimmer säubern und kümmerte mich parallel dazu um die Wäsche. Mittags fuhren L und ich einkaufen. Ich gehe besondern gern einkaufen, wenn nahezu nichts (leckeres) mehr im Kühlschrank ist. Das Gefühl hinterher ist nämlich unbeschreiblich schön.

Baden.
Nachmittags machten wir uns mit einem leckeren Picknick im Gepäck auf den Weg zum Störmthaler See. Wir hatten Glück und konnten unsere Picknickdecke genau an derselben Stelle wie gestern ausbreiten. Zweimal badeten L und ich gemeinsam im angenehm warmen Wasser.
Da L beim Einkauf einen aufblasbaren Delfin bekam, fuhren wir am Abend zum Markkleeberger See, um ihn im Wasser auszuprobieren. Während ich neben L her schwamm, saß sie glücklich auf ihrem Delfin und konnte ihn kurze Zeit später in alle gewünschten Richtungen lenken und bewegen.

Tagebuch – 7. Juli 2023

Alltagsschnipsel

Meine Nacht war sehr gut. Ich hatte wieder viel geträumt, wusste allerdings nicht mehr, ob ich den Verbrechern auf den Fersen oder selbst eine Verbrecherin auf der Flucht war. Es ging in meinem Traum jedenfalls ordentlich ab.

Seit langer Zeit hatte ich mal wieder einen komplett terminfreien Arbeitstag. Das war auch gut so, denn ich hatte einige wichtige Zuarbeiten für meinen Kollegen A zu erledigen. Normalerweise eilt bei uns nichts, aber die Urlaubszeit steht unmittelbar bevor und so musste ich zusehen, die wichtigsten Aufgaben abzuarbeiten.
Das Tool „Unternehmen online“ funktionierte heute nur teilweise. Ich konnte unserer Finanzbuchhalterin lediglich unsere Rechnungsausgänge hochladen und zur Verfügung stellen. Beim Hochladen der Rechnungseingänge erhielt ich jedesmal eine Fehlermeldung. Ein wenig verzweifelt, packte ich alle Rechnungen in eine E-Mail und sendete ihr diese zu. Sie konnte die Belege problemlos hochladen. Als sie mich kurz darauf anrief und mir dies mitteilte, stellte ich fest, dass ich die Rechnungen wenigstens bearbeiten kann. Das machte ich auch und fühlte mich gleich nützlich. Ich habe somit „nur“ Probleme beim Hochladen von Belegen. Nach meinem Urlaub werden wir gemeinsam schauen, warum es Schwierigkeiten gibt.

Was heute schön war:

Ls Zeugnis.
Das erste Schuljahr ist geschafft. Ls Zeugnis las sich wunderbar. Im Vergleich zum Halbjahreszeugnis, das ehrlich offenlegte, was noch verbesserungswürdig ist, konnte sie sich in jedem Fach deutlich verbessern. Mit der Schreibschrift hat L noch Probleme, aber daran soll in der zweiten Klasse gearbeitet werden. Sie hat sich ihre Ferien auf jeden Fall verdient. Ich bin sehr stolz auf sie.

Ohrläppchen-Piercings.
Seit Wochen wünscht sich L Ohrlöcher. Ich versprach ihr, mit ihr am letzten Schultag vor den langen Ferien in ein entsprechendes Geschäft zu gehen, und vereinbarte direkt einen Termin. Ich hätte nicht gedacht, dass sie es heute tatsächlich durchzieht, wurde aber eines besseren belehrt. Kurz und schmerzlos und ohne die Miene zu verziehen hatte L am Nachmittag Ohrringe. Die stehen ihr wirklich wunderbar und sie sieht gleich viel älter aus. Nach ihr waren noch zwei andere Mädels in ihrem Alter da, die sich ebenfalls Ohrlöcher stechen lassen wollten. L schaute den beiden dabei zu und drückte ihnen ganz doll die Daumen.

Störmthaler See.
Am späten Nachmittag trafen wir uns mit S, ihrer Tochter L, der Klassenkameradin H und Hund Sukhi am Störmthaler See zum Baden. Es war bestes Wetter, wir hatten zwischen den Bäumen einen wunderbaren Platz und das Wasser im See war angenehm warm. Ich konnte problemlos darin baden. Wir aßen dort Abendbrot und machten uns erst am Abend wieder auf den Heimweg. Das war eine gelungene kleine Feier zum Ende des ersten Schuljahres.