Tagebuch – 28. Juli 2023

Alltagsschnipsel

Gestern Abend schauten L, meine Schwiegermama M und ich den Familienfilm “Ente gut! Mädchen allein zu Haus”. Die Thematik war schon ernster als in den Filmen, die L sich sonst so ansieht. L schaute die ganze Zeit über aber interessiert zu.
Kurz nach 22 Uhr begaben wir uns ins Bett und schliefen mehr oder weniger direkt ein. (Erst absolvierte ich einige Französischübungen.)
In der Nacht träumte ich von M und Prinzi. Ich erzählte M alles Wichtige, was sich in den letzten drei Jahren in „seiner Firma“ verändert hat. Irgendwann kam er auf seinen Therapieplan zu sprechen, den wir unbedingt beachten müssen, und ich erkannte, dass seine Krankheit leider Bestandteil meines ansonsten sehr schönen Traumes war.

Gegen sieben Uhr wachte ich am Morgen auf. Ein Viertelstunde später drehte ich eine kurze Badrunde. Als ich kurz vor acht Uhr Ms Wohnung verließ, schlief L noch tief und fest. Ich ließ sie schlafen und machte mich auf den Weg ins Büro. Zuvor holte ich mir im Supermarkt noch ein kleines Frühstück und kaufte wenige Lebensmittel für das Wochenende ein.

L und ihre Oma fuhren vormittags mit dem Zug nach Bad Kösen, um dem dortigen Puppenmuseum einen Besuch abzustatten. L liebt Puppen sehr.  

Nach der Arbeit fuhr ich mit dem Auto zum Erfurter Hauptfriedhof. Ich hatte Friedhofsdienst, wollte Ms Grab aber sowieso mal wieder besuchen. Zwei für mich sehr schöne Blumensträuße brachte ich ihm mit. Gießen musste ich aufgrund der vielen Regenschauer der vergangenen Tage nicht, dafür lagen etliche Nadeln der umstehenden Bäume auf dem Grab, die ich entfernte. Zufrieden hinterließ ich eine halbe Stunde später ein ordentlich gepflegtes Grab.


Abends machten L und ich uns auf den Weg zurück nach Hause. Ein Hörspiel brauchte ich auch diesmal nicht heraussuchen. Stattdessen unterhielten L und ich uns die gesamte Fahrt über sehr tiefgründige Themen. Das war sehr schön.

Was heute schön war:

Büroanwesenheit.
Es war wunderbar, heute im Büro gewesen zu sein. Ich hatte endlich Zeit, um mich in aller Ruhe um unseren Papierkram zu kümmern. Verträge und Rechnungen wurden von mir gescannt und in die entsprechenden (elektronischen) Ordner gelegt. Für die Finanzbuchhaltung konnte ich am Nachmittag auch noch einiges erledigen. Bevor ich in das Wochenende verschwand, säuberte ich sogar noch meinen Schreibtisch.

Austausch.
Mit meinem Kollegen/Freund M unterhielt ich mich über drei Stunden über sämtliche arbeitsrelevanten Themen. Wir werteten die letzten Mitarbeitergespräche aus, gaben uns gegenseitig Feedback und Ratschläge und brachten erste Ideen für mögliche Verbesserungen/Veränderungen auf den Weg. Da werden wir in der nächsten Zeit gut beschäftigt sein.
Uns fiel vor wenigen Wochen auf, dass wir zwar etliche Gespräche im Jahr mit unseren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern führen, uns bisher jedoch komplett vergessen hatten. Der heutige Austausch war der Auftakt einer regelmäßigen Terminserie.
Ein leckeres indisches Essen ließen wir uns während der angeregten Unterhaltung schmecken.

Tagebuch – 27. Juli 2023

Alltagsschnipsel

Die Nacht war wieder gut. Ich hatte viele Träume, konnte mich nach dem Aufwachen um kurz vor halb acht jedoch an nichts mehr erinnern. L wurde von mir eine Viertelstunde später geweckt.

Ein paar Stunden meines Arbeitstages verbrachte L heute im Ferienhort. Geplant war ein Ausflug zum Wasserspielplatz. Wie ich nachmittags erfuhr, fand dieser (vermutlich aufgrund der vielen Regenschauer) nicht statt. Achtung Wortwitz: Er fiel quasi ins Wasser.

Als ich am Nachmittag eine glückliche L aus dem Hort abholte, machten wir uns gemeinsam mit dem Auto auf den Weg nach Erfurt. Diesmal wollte sie kein Hörspiel hören. Stattdessen schlief sie die Hälfte der Fahrt. So konnte ich meinen Gedanken nachhängen und in gemäßigtem Tempo durch das Aprilwetter fahren.

Was heute schön war:

Telefonat mit J.
Unser letztes Telefonat fand Mitte Juni statt. Aus verschiedenen Gründen klappte es in den vergangenen Wochen nicht mehr, uns zu hören. Es wurde somit Zeit, dass wir uns heute über die aktuellen Geschehnisse austauschten. Während wir über dies und das sprachen, arbeiteten wir beide vor uns hin. Ich mag das sehr. Ich habe sogar das Gefühl, dass ich dann produktiver und schneller bin und mehr schaffe.

Staubsaugen.
Meine Mittagspause nutzte ich zum Saugen der gesamten Wohnung. Ich rückte ein paar Möbelstücke umher, um auch den Staub dahinter zu beseitigen, und gab mir große Mühe, wirklich jede noch so kleine Ecke zu erwischen, an die unser Staubsaugerroboter Miro nicht herankommt. Ein bisschen erschöpft, aber glücklich und zufrieden mit dem Ergebnis, war ich eine halbe Stunde später fertig. 

Besuch.
Am frühen Abend trudelten L und ich bei meiner Schwägerin M und meinem Neffen M ein. Ls Oma M war ebenfalls zu Besuch dort. Während die beiden Kinder lieb miteinander spielten, forderte Geburtstagshündin Maya viele Streichel- und Knuddeleinheiten ein. Besonderes Highlight – vor allem für L – war die Fahrt im Auto ihres Cousins. Nach dem leckeren Abendessen machten wir uns gemeinsam mit Oma M auf den Weg zu ihr nach Hause.

Tagebuch – 26. Juli 2023

Alltagsschnipsel

Meine Nacht war gut. Ich schlief gestern Abend mindestens eine Stunde eher ein als am Tag zuvor und wachte am Morgen eine Viertelstunde vor dem Klingeln des Weckers kurz vor halb acht auf. L wurde von mir nur wenige Minuten später geweckt. Sie hätte gern etwas länger geschlafen, maulte aber nicht herum.

Heute war der erste Arbeitstag nach meinem fast zweiwöchigen Urlaub.
Ich konnte entspannt in den Tag starten und mir in Ruhe anschauen, wer was von mir wollte oder brauchte. Das war ganz nett. So wie es aussieht, wird es auch in den kommenden Tagen recht ruhig bleiben. Die meisten Kolleginnen und Kollegin sind derzeit entweder selbst im Urlaub oder treten diesen in Kürze an.

L brauchte nicht den Ferienhort besuchen, sondern verbrachte viele meiner Arbeitsstunden bei ihrer Schulfreundin E. Laut Es Mama A vertrugen sich die beiden Mädels sehr gut, spielten verschiedenste Spiele miteinander, gingen (trotz der frischen Außentemperaturen) im neunundzwanzig Grad warmen Pool baden und wollten sich am Nachmittag nicht voneinander trennen. Das werte ich mal als gutes Zeichen. L war bei der Abholung so erschöpft, dass sie auf dem Rückweg sogar für kurze Zeit im Auto einschlief.

Den Abend verbrachte ich mit Aufräumen. Wir bekommen am Samstag Besuch von meinen Eltern, sind aber von morgen Nachmittag bis Freitag Abend nicht zu Hause. Jetzt herrscht zumindest wieder Ordnung in der Wohnung. Säubern werde ich diese dann am Samstag Morgen.

Was heute schön war:

Massage.
Seit gestern Mittag habe ich Rückenschmerzen. Dieses Mal keine psychosomatischen, sondern richtige. Vermutlich hatte ich mich am Montag beim Ausmisten der Kleiderschränke verrenkt oder eine falsche Bewegung gemacht. Die heutige Massage tat dementsprechend nach dreiwöchiger Pause besonders gut, stellenweise sogar ein bisschen weh. Aber so mag ich das ja. Ich war definitiv wieder ordentlich verspannt und hoffe, dass die Masseurin die Verspannungen zumindest bei einigen Stellen lösen konnte.

Tagebuch – 25. Juli 2023

Alltagsschnipsel

Gestern Abend schaute ich zwei Folgen der Serie „Marie Antoinette“. Offenbar beschäftigte mich das Gesehene sehr, denn ich fand erst spät in den Schlaf. Zum Glück hatte ich heute noch Urlaub, sodass ich mich morgens um neun Uhr fit und ausgeschlafen fühlte. L wachte nur wenige Minuten nach mir auf.

Ich werde mit Blick auf die Wettervorhersage das Gefühl nicht los, dass L und ich das irische Wetter mit nach Markkleeberg gebracht haben. Wir waren beide am Nachmittag sehr überrascht, als das Thermometer lediglich sechzehn Grad Celsius anzeigte. Der auf uns herabfallende Regen war auch ziemlich frisch. Bisher stört mich der graue Himmel noch nicht, da L und ich gut beschäftigt sind.

Für morgen war ursprünglich geplant, dass L den Ferienhort besucht. Vor ein paar Minuten bestellte ich jedoch ihr Mittagessen ab und meldete sie im Hortportal ab. Der Grund hierfür ist sehr schön. Sie darf einen Großteil meines Arbeitstages bei ihrer Schulfreundin E verbringen. Ihre Mama hat noch frei und wird hin und wieder einen Blick auf die beiden Mädels werfen.

Was heute schön war:

Shoppingtour.
Nachdem ich gestern Ls und meinen Kleiderschrank gründlich ausgemistet hatte, zogen wir heute Vormittag los, um vor allem Ls wieder zu befüllen. Fokus lag vor allem auf dem bevorstehenden Herbst und Winter. Neue Turnschuhe für den Sportunterricht sowie die Freizeit benötigte sie auch.
Um viele Euros leichter und beladen mit allen Kleidungsstücken, die wir brauchten, verließen wir bereits eine Stunde später das Einkaufszentrum. Das ging fix und war ein voller Erfolg.

Sachsen-Therme.
Den Nachmittag verbrachten wir auf Ls Wunsch hin in der Sachsen-Therme. So voll wie heute hatte ich diese noch nie gesehen. Mir fiel dann schnell ein, dass ja gerade Ferien sind, bescheidenes Wetter und generell Urlaubszeit ist. Es war dennoch genügend Platz, um zu schwimmen, zu spielen und zu entspannen.

Tagebuch – 24. Juli 2023

Alltagsschnipsel

Herrlich und wunderbar geschlafen. Ich träumte allerdings wieder merkwürdige Sachen, die in Richtung Alb- oder zumindest Gruseltraum gehen.
Geweckt wurde ich heute Morgen kurz nach halb neun durch die melodischen Klänge einer Heckenschere direkt unter unserem Fenster. L ließ sich davon überhaupt nicht stören und ratzte bis halb elf weiter. (Was bin ich doch für eine Glücksmama.) Ich nutzte die gewonnenen zwei Stunden kindfrei zum Lesen.

Um die Mittagszeit schnappte ich mir meinen Laptop und plante ab Mittwoch bis einschließlich nächste Woche meine Arbeitstage, die ich mit bevorstehenden Terminen und in ihrer Erfüllung realistischen To-dos füllte.
Wegen der zeitnah bevorstehenden urlaubsbedingten Abwesenheit einer Kollegin von der Muttergesellschaft klärte ich für meine Kollegin S ein Lohnbuchhaltungsanliegen. Da die Juli-Gehälter bereits berechnet wurden, gab ich gleich die Sammelüberweisung in Auftrag. Schließlich hat ja jede*r gern frisches Geld auf dem Konto.

Abends fuhren L und ich endlich einkaufen. Das war die einzige Pflichtaufgabe des Tages. Unser Einkaufswagen war unglaublich voll, weshalb wir für unsere Verhältnisse auch ziemlich viel bezahlten, dafür ist aber wieder leckeres Essen in den (Kühl-)Schränken.
Das Abendessen machte uns beiden große Freude, da wir nur leckere Dinge verputzten.

Nach zwei Wochen Englischübungen in der Duolingo App startet nachher die Französischwoche. Lesen und/oder die Serie „Marie Antoinette“ schauen werde ich bestimmt auch noch.

Was heute schön war:

Bummelei.
Der heutige Urlaubstag war wunderbar. Super entspannt bummelten L und ich durch den Tag. Ich kochte mir nach über einer Woche eine Tasse Schokocappuccino, nahm mir viel Zeit für meinen Terminkalender „Ein guter Plan“, verräumte Ls und meine frisch gewaschene Wäsche in die Kleiderschränke und saß mit Ausnahme weniger Minuten nur privat vor dem Laptop, um Dinge zu planen. L durfte was auch immer auf dem iPad schauen. Irgendwann hatte sie genug und spielte stundenlang mit zig verschiedenen Spielsachen. (So sieht die Wohnung im Moment auch aus. Aber wen interessiert das schon.)

Ausmisten.
Während des Verräumens der Wäsche verspürte ich plötzlich große Lust, die Kleiderschränke auszumisten. Geplant hatte ich das schon sehr lange, kam nur bisher nicht dazu.
Ich begann zuerst mit Ls Kleiderschrank. Es flogen alle zu klein gewordenen, von Löchern zerstörten oder „peinlichen“ (L meint hier Peppa Wutz, Frozen, Micky Maus etc.) Kleidungsstücke hinaus. Im Keller befinden sich seit Jahren noch eingeschweißte Regalbretter. Diese holte ich herauf und montierte eines von beiden in Ls Kleiderschrank. (Das war ein Akt. Ich kam ganz schön ins Schwitzen.) Nun sieht es im Kleiderschrank endlich richtig ordentlich aus. L dürfte es in Zukunft nun sehr leicht möglich sein, ihre saubere Wäsche selbst zu verräumen.
Danach war mein Kleiderschrank fällig. Auch wenn ich die Kleidungsstücke nach wie vor liebe, trennte ich mich heute von sehr löchriger Kleidung oder solchen Teilen, die ich seit der Anschaffung noch nie getragen habe oder unbequem finde.
Um Ls und meine Schuhe kümmerte ich mich zum Schluss. Während ich lediglich zwei Paar Schuhe entsorgte, kam bei L sehr viel zusammen. Ihre Füße sind in den letzten Monaten sehr viel gewachsen.
Am Abend brachte ich fünf Tüten mit gut bis sehr gut erhaltener Kleidung in die Kleiderspende.

Unsere Zeit in Irland 6/6

Reisen & Ausflüge

Samstag, 22. Juli 2023


Durch das Vibrieren meines Telefons wachte ich am Morgen kurz vor um neun irischer Zeit auf. Da sich mein Onkel J und seine Frau, die ihre Nacht im Wohnmobil vor unserem Landhaus verbracht hatten, von uns verabschieden wollten, wurde L zwangsläufig mit wach. Sie war definitiv noch nicht ausgeschlafen und hatte entsprechende Laune.

Gemeinsam mit R, S, T und J frühstückten L und ich am Vormittag. 
Ohne S machten wir uns eine ganze Weile später mit dem Auto auf den Weg in die nordirische Hauptstadt Belfast. Dort ziert ein palastähnliches Gebäude neben dem anderen die Innenstadt. Schaut man allerdings in die Nebenstraßen, erkennt man viel Leerstand, zugemüllte Vorgärten oder heruntergekommene Häuser. Der Unterschied zu Dublin war für mich schon enorm.
R parkte das Auto in der Nähe von Botanic Gardens. Wir schauten uns diese sowie zwei Tropenhäuser an und fuhren mit dem Riesenrand. Danach suchten wir uns einen Subway für ein spätes Mittagessen. In der Innenstadt selbst bewunderten wir die City Hall von außen, die aufgrund einer Veranstaltung nicht betreten werden konnte, besuchten einen Warhammer Store und einen Souvenir Shop und beendeten unseren Tagesausflug mit einer Heißen Schokolade in einem Café.


Als wir halb acht am Abend zurück im Landhaus waren, packte ich unsere Tasche und die beiden Rucksäcke. Nach dem Abendessen – es gab selbstbelegte Pizzen – lief ich nochmals durch jedes Zimmer, um zu schauen, ob vor allem L Spielzeug hat liegen lassen.

Den Abend ließen wir mit Scharade und dem Spiel “Wer bin ich?” ausklingen. L hatte sehr gute Einfälle und machte es uns nicht leicht.


Sonntag, 23. Juli 2023


Zwei Minuten vor dem Klingeln des Weckers um halb fünf irischer Zeit wurde ich wach. Fünf Minuten später stand ich auf und weckte L. Wir waren beide noch todmüde und hatten nicht sonderlich tief geschlafen.

Um fünf Uhr morgens saßen L und ich mit R, der uns zum Flughafen in Dublin fuhr, im Auto. Eine Dreiviertelstunde später half er uns bei der Gepäckaufgabe und wünschte uns kurz darauf einen guten Flug.
Bei der Sicherheitskontrolle wurde Ls Mitbringsel, ein Marshmallow Aufstrich, genauestens unter die Lupe genommen. Es sah so aus, als dürfe er nicht mit. L war schon sehr traurig deswegen, doch dann wurde der Aufstrich wieder in meinen Rucksack gelegt. (Ich hatte den völlig vergessen, sonst hätte ich ihn in den Koffer gepackt.)
Nur zehn Minuten vor Schließung des Gates scannten wir unsere Bordkarten. Das war schon ein wenig knapp wie ich finde. Dafür mussten wir nicht lange warten und saßen um sieben bereits im Flugzeug. Wegen des hohen Flugaufkommens aufgrund der Ferienzeit durfte unser Flieger erst kurz vor acht Uhr abheben. Im Gegensatz zum Hinflug war das Fliegen diesmal sowohl für L als auch mich angenehm und ohne Schwindel oder Druck auf den Ohren. Wir hatten zudem einen sehr sympathischen deutschen Piloten, der uns anfangs und zwischendrin mitteilte, dass wir von Dublin aus über die Irische See, die Britischen Inseln, die Niederlande, Köln, Hannover, den Harz und schließlich Leipzig fliegen. Kurz vor elf Uhr deutscher Zeit landeten wir schließlich.


Die Passkontrolle und die Abholung des Koffers im Flughafen Leipzig/Halle ging super schnell. Wir liefen im Eiltempo zu den Gleisen und kamen eine Minute vor Abfahrt der S-Bahn am Bahnsteig an. Glück gehabt.

Mittags waren L und ich wieder zu Hause. L verkrümelte sich in ihr Zimmer, ich stellte die Waschmaschine an und räumte einen Teil aus dem Koffer. Dann musste ich erstmal ein bisschen Schlaf nachholen.
Da es zwar bewölkt war, aber nur windete und kein Regen vorhergesagt wurde, hing ich die frisch gewaschene Wäsche draußen auf. (Es tröpfelte wenig später dann doch. Die Wäsche war am Abend aber trocken.)

Spontan beschlossen L und ich, am späten Nachmittag in den Barbie-Kinofilm zu gehen. Der Film war sehr unterhaltsam, ist meines Erachtens aber noch nichts für Kinder unter zwölf Jahren. Es werden so viele Dinge angesprochen, die nur mit ein wenig Lebenserfahrung verstanden werden können. Kurzweilig ist der Film natürlich trotzdem.

Heute Abend geht es zeitig ins Bett.

Unsere Zeit in Irland 5/6

Reisen & Ausflüge

L und ich schliefen heute bis um neun. Ehe wir uns beide zum Aufstehen motivieren konnten, unsere Badrunde gedreht hatten und zu den anderen stießen, verging gut eine Stunde.

Wir frühstücken gemeinsam in aller Ruhe und machten uns gegen Mittag mit den Autos auf den Weg nach Carlingford in der County Louth. Dort aßen wir ein Eis und begaben uns auf eine kleine Wanderung mit herrlicher Aussicht auf die Stadt, die Bucht und das Meer sowie das Gebirge in Nordirland. Die Kinder durften anschließend noch eine Weile auf dem Spielplatz spielen.


Am späten Nachmittag besuchten wir die nordirische Stadt Newry (einzig und allein aus dem Grund, um das Vereinigte Königreich zu betreten). Wir kauften dort noch wenige Lebensmittel ein und gingen in ein Café in einem Einkaufszentrum. L brachte in einem Spielzeugladen einen Teil ihres Taschengelds unter die Leute und erstand ihre drölfzigste Tasche.

Als wir gegen sieben Uhr zurück in unserem Landhaus waren, kamen kurz darauf mein Onkel J, der jüngere Bruder meines Papas, und dessen Frau J zu Besuch. Die beiden reisen seit vier Wochen mit dem Wohnmobil durch Irland und waren zufällig zur selben Zeit am selben Ort. Wir unterhielten uns sehr lange. Erst gegen 23 Uhr machten L und ich uns auf den Weg ins Bett.

Unsere Zeit in Irland 4/6

Reisen & Ausflüge

Wieder ungestört und herrlich ausgeschlafen bis halb neun am Morgen. L wachte nur kurze Zeit später auf. Wir bummelten noch eine ganze Weile herum, ehe wir gegen halb elf geduscht und angezogen unser Zimmer verließen. 

S und R hatten heute Urlaub, sodass wir gemeinsam frühstücken konnten. Nach dem Essen packten wir unsere Koffer und Rucksäcke für unsere geplante Fahrt aufs Land, hatten bis zur Abfahrt aber noch genug Zeit zum Spielen (L) und Lesen (ich).

R und T verließen zuerst das Haus in Richtung Flughafen, um dort ein Mietfahrzeug abzuholen. S, L, J und ich fuhren etwa eine Stunde später los. Auf der Fahrt schlief L direkt ein.
Wir hielten eine Dreiviertelstunde später bei einem Lidl Markt, kauften Unmengen an Essen für die nächsten Tage ein und räumten die Einkäufe in den Kofferraum des Mietwagens, mit dem R und T genau in dem Moment eintrudelten, als wir den Markt verließen. Perfektes Timing.


Vom Lidl aus waren es nur noch zwanzig Minuten bis zu unserem über Airbnb gebuchten Landhaus in Castlebellingham. Nachdem wir alle Räume (es waren unzählige) bestaunt und unzählige Fotos gemacht hatten, machten wir es uns draußen vor dem Haus gemütlich und vesperten. 


Abends fuhren wir zum Ort Annagassan. Wir waren alle ganz überrascht, dass gerade Ebbe war. So eine Ebbe hatte ich bisher noch nie gesehen. Nicht mal an der Nordsee. Es dauerte etwa anderthalb Kilometer, um das Meer zu erreichen. Diese Wattwanderung mit Blick auf die Bucht bei Carlingford und das Gebirge in Nordirland weckte erneut meine kindliche Begeisterung. Ich machte wieder unzählige Fotos und freute mich über alles, was ich entdeckte. Für meine extra für Irland angeschafften Gummistiefel war dieses Abenteuer eine gute Zerreißprobe. Sie haben sehr gut bestanden.

Verschlammt und eingesaut kamen wir später am Abend zurück zur Unterkunft. L und J gingen in die Badewanne, alle anderen (außer mir) duschten. 

Nach dem Abendessen verkrümelten L und ich uns in unser Zimmer. Es war zu der Zeit aber auch schon halb elf.

Unsere Zeit in Irland 3/6

Reisen & Ausflüge

Um acht Uhr morgens brummte mein Telefon aufgrund einiger Textnachrichten. Da ich mich nach einer ruhigen und wunderbaren Nacht bereits ausgeschlafen fühlte, blieb ich gleich wach. L schlief nur wenige Minuten länger als ich. 
Wir hatten beide noch keine Lust aufzustehen und machten es uns erstmal im Bett gemütlich.

S und R waren bereits an der Arbeit, als L und ich gegen zehn Uhr nach unten in die Küche kamen. Gemeinsam mit T und J frühstückten wir, ehe wir alle weiter in den Tag hinein bummelten. Ich nutzte den Sonnenschein und widmete mich am Tisch auf der Terrasse meinem Terminkalender “Ein guter Plan” und kurz darauf meinem aktuellen Buch. Die Kinder spielten auf dem Trampolin oder waren anderweitig beschäftigt.

Gegen Mittag riefen mich T und J in die Küche. Sie waren gerade dabei, den Hamsterkäfig zu reinigen. Sie wollten L ihren Hamster Muffin unbedingt zeigen, stellten beim Berühren aber irritiert fest, dass dieser sich nicht mehr bewegte. Ich musste den beiden mitteilen, dass das Tier leider nicht mehr lebt.
Die beiden Jungen verzogen sich für eine Weile weinend in ihr Zimmer, während L und ich eine Schachtel suchten, in der wir Muffin aufbahren konnten. S und R informierte ich über den Verlust des kleinen Familienmitglieds.

Als die Kinder am Nachmittag von ihren Eltern getröstet und geknuddelt wurden, machten wir uns ohne T, der lieber zu Hause bleiben wollte, auf den Weg zu Smyths Toys. Eine Kleinigkeit bekam jedes kleine und große Kind.

Wir fuhren anschließend weiter bis zu dem herrlich grünen Shanganagh Park, ließen die Kinder eine Weile auf den Spielplätzen spielen und liefen etwa zwanzig Minuten bis zu einem Strand der Irischen See.
Das Meer roch so salzig-fischig, dass ich das Salz förmlich im Mund schmecken konnte. Wir suchten nach Hühnergöttern, sahen eine sich sonnende Robbe, einen Regenbogen und einen kindlich begeisterten Mann, der eine im Wasser badende Robbe für einen Hai hielt und deshalb jede Person am Meer darauf ansprach. So konnte ich heute ein paar englische Sätze sprechen.
Die kindliche Begeisterung war bei mir aber auch vorhanden und zeigte sich sehr deutlich beim Anblick der Robbe auf dem Felsen und dem gefundenen ersten Hühnergott.


Während S das Abendessen zubereitete und R mit den Jungs Muffin beerdigte, steckte ich L in die Badewanne und blieb bei ihr. 

Nach dem leckeren Essen war es bereits kurz nach halb zehn. L und ich verkrümelten uns in unser Zimmer, blieben aber noch knapp eine Stunde wach.

Unsere Zeit in Irland 2/6

Reisen & Ausflüge

Aufgewacht war ich heute um Viertel acht irischer Zeit nach einer wunderbaren Nacht. L schlief zwei Stunden länger.

Zum Frühstück probierten L und ich erstmals von R zubereitetes French Toast, das uns beiden ganz gut schmeckte. Ich glaube aber nicht, dass dieses Essen allzu oft Einzug bei uns zu Hause halten wird.

Mit der Straßenbahn fuhren wir am Vormittag in die Dubliner Innenstadt. Der Coffee to go hat in diesem Land einen sehr hohen Stellenwert. Jede*r zweite läuft den halben Tag lang mit einem Becher in der Hand durch die Gegend. 


R, die Jungs T und J sowie L und ich besuchten das Naturkundemuseum, dessen Eintritt offenbar immer frei ist. S musste leider arbeiten und konnte uns nicht begleiten. Es war interessant, Tiere zu sehen, die es bei uns nicht (mehr) gibt. 


Nach der Ausstellung snackten wir unser mitgebrachtes kleines Picknick und machten uns anschließend auf den Weg ins ebenfalls kostenlose Archäologiemuseum, bestaunten dort Sarkophage, mehrere tausend Jahre alte mumifizierte menschliche Körper sowie Waffen und Schmuck zur Wikingerzeit und aus dem alten Ägypten.


Ausgehungert (die Kinder) steuerten wir nach unserer Museumstour McDonald’s an. S hatte bereits Feierabend und stieß dazu. L suchte sich ein englisches Buch als Extra für ihr Happy Meal aus.

Weil R es den Kindern im Vorfeld versprochen und vor allem L sehr schmackhaft gemacht hatte, besuchten wir nach dem Essen den Disney Store, einen unfassbar großen, mehrstöckigen Laden voll mit Kuscheltieren, Kleidung und Spielzeug aus dem Hause Disney. Mit einem Nala-Kuscheltier für L verließen wir etliche Zeit später den Store.


L wollte unbedingt mit dem Doppeldeckerbus fahren. Da ein solcher Bus zufällig in unmittelbarer Nähe unseres Standortes in der Innenstadt abfuhr und nach mehr als einer Stunde Fahrt direkt vor der Haustür von R, S, T und J hielt, ließ sich der Wunsch schnell erfüllen.
Auf dem Weg zur Bushaltestelle schauten wir von einer Brücke auf den Fluss Liffey, der ins Meer mündet. Die Busfahrt war eine nette Sightseeingtour für mich.


Während die Jungs abends ihre Aufgaben im Haushalt erledigten, überlegten L und ich, wobei mir L ab sofort zu Hause helfen könnte. Wir kamen auf folgende drei Tätigkeiten: Staub wischen, Tisch abwischen und Schulranzen packen.

Nach einem leckeren Abendessen schauten wir alle gemeinsam den Film “Der König der Löwen”. S war allerdings sehr erschöpft und verkrümelte sich schon ins Bett.