Tagebuch – 26. Juni 2023

Alltagsschnipsel

Ich schlief sehr gut und wachte am Morgen fit und ausgeschlafen genug für den bevorstehenden Tag auf. Sogar L musste nicht so oft wie sonst gebeten werden, sich endlich anzuziehen.

Da wir nicht mehr allzu viel frische Lebensmittel im Haus hatten, ging ich gleich am frühen Morgen im Supermarkt einkaufen. Allzu viel brauchen L und ich ja nicht, sodass ich nach einer Viertelstunde schon wieder aus dem Laden raus war.
Erstmals seit einer Ewigkeit aß ich zum Frühstück Haferflocken mit Milch und ganz viel Obst drauf. Das war erfrischend und lecker.

Der heutige Arbeitstag hielt vor allen Dingen viele kleine To-Dos für mich bereit. Ich bereitete unter anderem die morgen stattfindenden Mitarbeitergespräche vor, überwies unsere Gehälter und aktualisierte verschiedene Tabellen. Zwischendrin fanden einige Termine statt.

Was heute schön war:

Joggen.
Mit Blick auf das Thermometer, soll heißen in die Wetter-App auf meinem iPhone plante ich meine kleine Laufrunde um. Ich wollte die Mittagspause dafür nutzen, die vorausgesagten siebenundzwanzig Grad Celsius schreckten mich allerdings ein wenig ab. So beschloss ich, direkt am Morgen zu joggen. Das war definitiv eine sehr gute Idee, war es auch zu dieser frühen Stunden schon ordentlich sonnig und warm.

Freibad Böhlen.
Etwas mehr als eine Stunde verbrachten L und ich am Nachmittag im Freibad. Gerutscht wurde heute wieder nicht, dafür viel geschwommen. L bekommt immer mehr Selbstvertrauen. Dank des angenehm kühlen Wassers wurde ich meine seit dem Joggen am Morgen vorhandenen leichten Kopfschmerzen wieder los. Gerade als eine dunkle Wolke aufzog und erste Regentropfen auf die Erde fielen, machten wir uns wieder auf den Nachhauseweg.

Popcorn-Maschine.
Vor einer Woche lieh mir S, die Mama von Ls Schulfreundin L, ihre Popcorn-Maschine aus. Nachdem ich einige Tage um dieses Objekt herumgetänzelt bin, war es heute Abend endlich soweit und ich probierte sie aus. Und was soll ich sagen?! Die Maschine macht genau das, was sie soll.
Aber meine Güte, bin ich ein Schisser. Anfangs machte die Popcorn-Maschine einen ganz schönen Lärm und fing dann plötzlich auch noch an zu dampfen, und zwar so stark, dass die Küche innerhalb kürzester Zeit ziemlich vernebelt war.
Ob ich L und mir auch so eine Maschine zulege, wage ich im Moment noch zu bezweifeln. Das Popcorn schmeckte L aber gut.

Ein Wochenende im Juni

Alltagsschnipsel

Dieses Wochenende verbrachten L und ich in Erfurt. Wir quartierten uns für zwei Nächte bei meinen Eltern ein.


Samstag, 24. Juni 2023


Am Freitagabend fielen mir während meiner Französisch-Übungen in der Duolingo-App die Augen zu. Es war zwar erst halb zehn, aber ich gab dem Verlangen meines Körpers nach Schlaf nach. Zu kurz und wenig erholsam waren einfach die vorherigen Nächte.

Ich wachte am Samstagmorgen nach einer ruhigen und störungsfreien Nacht gegen halb sieben auf. Draußen schien bereits die Sonne. Ich versuchte, noch mal einzuschlafen. Als mir das nicht gelang, nutzte ich die freie Zeit zum Lesen in meinem aktuellen Buch. Mit kurzem Blick auf die Fitbit-Uhr stellte ich fest, dass ich endlich wieder meine üblichen eineinhalb Stunden Tiefschlaf hatte. Das stimmte mich zufrieden.

Als L schließlich als Letzte von uns vieren kurz nach neun Uhr aufwachte, gab es leckeres Frühstück. Mir schmeckt das Essen immer gleich doppelt so gut, wenn ich den Tisch nicht selbst decken muss.
Nach dem Frühstück, bei dem auch mein heiß geliebter Schokocappuccino nicht fehlen durfte, ging ich unter die Dusche. Danach begleiteten L und ich meine Eltern in den zum Wohnhaus gehörenden Hof. Wir ernteten erste Himbeeren und Walderdbeeren. Großartig gießen mussten wir die vielen Pflanzen nicht, hatte es am Vortag doch nahezu ununterbrochen durchgeregnet.

Am späten Vormittag fuhren wir mit der Straßenbahn zum Egapark. Wir ließen L auf den schönen Spielplätzen spielen, bestaunten die bunten Blumen, tranken ein Getränk und aßen ein Eis.
Seit ein paar Tagen ist L ziemlich nölig und weinerlich. So hatte sie auch während unseres Aufenthalts in Erfurts Garten- und Freizeitpark immer mal wieder ein paar Minuten, in denen sie nicht mit uns sprach und vergnatzt in irgendeiner Ecke hockte. Was genau ihr Problem war, konnte sie weniger später nicht benennen.


Wieder zu Hause angekommen, gab es Mittagessen. Ich legte mich anschließend schlafen, während L ein wenig fernsehen durfte. Eine Stunde hielt ich Mittagsschlaf. Das war ein willkommener und seltener Luxus.

Weil es lange nichts zu essen gab, verputzten wir nachmittags ein Stück des leckeren Erdbeerkuchens, den meine Mama extra anlässlich meines Geburtstags für mich gebacken hatte.


Am späten Nachmittag machte ich mich auf den Weg zu meiner Grundschul-/Orchesterfreundin J, um gemeinsam mit ihr ihren fünfunddreißigsten Geburtstag zu feiern. Ich brachte ihr einen bunten Blumenstrauß und eine selbst gestaltete Geburtstagskarte mit. (Sie wollte keine Geschenke haben.)
Sehr zu meiner Freude war auch mein Grundschul-/Orchtesterfreund B eingeladen. Er brachte seine Freundin mit, die ich bisher nur einmal kurz gesehen hatte, obwohl die beiden schon sieben Jahre zusammen sind. Von den beiden bekam ich nachträglich zum Geburtstag einen schönen Blumenstrauß geschenkt.
J hatte eine Mojito-Bowle angesetzt, die unfassbar lecker war. Ein Glas trank ich, denn ich war mit dem Auto gekommen. Ihr Mann N verwöhnte uns Gäste mit seinen selbst gekochten Speisen. Es gab eine thailändische Suppe und zwei unglaublich leckere Hauptgerichte.
Bevor ich die kleine Feier (schon) gegen 21 Uhr verlassen musste, bekam ich noch eine Führung durch das Haus, in dem J und N seit einem Jahr mit ihren drei Frettchen leben.

Wieder in der Wohnung meiner Eltern angekommen, erwartete mich eine traurige L. Sie hatte offenbar Angst, ich käme nicht rechtzeitig nach Hause, um mit ihr gemeinsam schlafen zu gehen. Ich quatschte kurz mit meinen Eltern und kuschelte mich wenig später mit L unter die Bettdecke. Nach meinen Sprachübungen schlief ich schnell ein.


Sonntag, 25. Juni 2023


Gemeinsam mit L wachte ich heute kurz vor acht Uhr auf.
Ich hatte wieder herrlich geschlafen und zwei wilde Träume gehabt. In einem musste ich einer mir unbekannten Frau dabei helfen, knifflige Rätsel zu lösen, um dadurch gefangen gehaltene Kinder vor wem auch immer zu retten. Auf uns geschossen wurde hin und wieder auch.

Bevor es leckeres Frühstück gab, las ich noch ein paar Seiten in meinem Buch und ging duschen. Nach dem Essen packte ich schon mal unsere Tasche und räumte die Sachen, die wir mit zurücknehmen wollten, zusammen.

Während meine Eltern am Erfurter Hauptbahnhof einige Besorgungen zu erledigen hatten, gingen L und ich auf den schönen neuen Spielplatz in der Nähe der Wohnung. Dort blieben wir eine ganze Weile. L balancierte, übte Handstand und Rad, rutschte und spielte. Ich las und machte zwischendurch einige Wiederholungen von zwei Armübungen.


Mittags kehrten wir in die Wohnung meiner Eltern zurück. L schrieb drei Zeilen mit Buchstaben in ihrem Schreiblernheft, während ich in meinem Buch weiterlas und ein Sudoku-Rätsel löste.

Nach dem Mittagessen schlief ich eine halbe Stunde. (An diesem Wochenende bekam ich wirklich einiges an Schlaf ab.)
Gegen 15 Uhr brachen L und ich schließlich auf. Wir fuhren zuerst zum Friedhof, um meinen verstorbenen Mann und Ls Papa zu besuchen. Ich hatte zudem Friedhofsdienst und wollte schauen, ob alle Blumen und Pflanzen noch ausreichend Wasser hatten. Auf dem Weg zum Grab bekamen L und ich sogar ein Eichhörnchen zu sehen.


Die Rückfahrt nach Markkleeberg war im Gegensatz zu Freitag sehr angenehm. Die Sonne schien und wir kamen entspannt und stressfrei vorwärts. Wir hörten auf der Fahrt ein Conni-Hörspiel. Weil L immer noch großen Hunger hatte, obwohl sie die ganze Fahrt über schon viel gefuttert hatte, hielt ich noch bei einer Burger King Filiale.

Kurz nach halb sechs waren wir in unserer Wohnung in Markkleeberg. Ich räumte unsere Tasche und die Beutel aus. Nachdem Ls Ranzen gepackt war, spielte sie noch mit ihren Puppen, während ich ein paar Einträge in meinem Terminkalender „Ein guter Plan“ nachholte.

Den restlichen Abend werde ich in meinem Buch weiterlesen. Vor dem Einschlafen warten noch meine Französisch-Übungen auf mich.

Tagebuch – 23. Juni 2023

Alltagsschnipsel

Schlaf! Erholsamer Schlaf sogar! Diese Nacht war viel besser als die vier vorherigen. Laut Fitbit-Uhr bekam ich sogar eine Stunde Tiefschlaf ab. Das machte sich heute Morgen nach dem Aufwachen direkt bemerkbar. Ich fühlte mich nicht so gerädert.

Als ich L am Nachmittag von der Schule abholte, machten wir uns direkt auf den Weg nach Erfurt. Das Wochenende verbringen wir bei und mit meinen Eltern.
Die gesamte Fahrt über regnete es sehr stark, ich sah stellenweise keine fünf Meter weit und wir kamen nur langsam voran. Vier Kilometer vor dem Wechsel auf die letzte Autobahn A4 standen wir im Stau. Wie sich eine halbe Stunde später herausstellte wegen eines Auffahrunfalls. Drei Feuerwehrfahrzeuge kämpften sich im Slalom durch die nicht vorhandene Rettungsgasse. (Also Leute, echt echt?!) Jetzt weiß ich zumindest, weshalb alle paar Kilometer auf den Autobahnen das Bilden der Rettungsgasse mittels Banner erklärt wird. Es weiß offenbar wirklich nicht jede*r. Auf der linken Überholspur stand beispielsweise ein Lkw, direkt daneben auf der Mittelspur auch. Da passt natürlich kein Einsatzfahrzeug durch.


Was heute schön war:

Blumenmeer.
Von der Postfiliale holte ich eine Blumenlieferung ab und war überrascht, als mir nicht ein, sondern zwei Pakete ausgehändigt wurden. Nicht nur meine ehemaligen Vermieter C und A schickten mir einen wunderschönen Blumenstrauß, sondern auch mein Onkel O. 
In der Wohnung ist es nun dank der vielen Blumen richtig bunt. Das sieht toll aus.
Von meiner Freundin J aus Dresden bekam ich heute auch schöne Geburtstagspost geliefert.

Sushi.
Zum Mittagessen aß ich eine kleine Portion Eat Happy Sushi, die ich mir auf dem Rückweg von der Postfiliale nach Hause gekauft hatte.

Völlerei.
Als L und ich am späten Nachmittag bei meinen Eltern eintrudelten, gab es leckeren, von meiner Mama selbst gebackenen Erdbeerkuchen.
Aufgrund des starken Regens grillten wir abends nicht im Hof, sondern mithilfe des Barbecue-Grills in der Wohnung. Wir futterten uns in Ruhe durch das Grillgut und die leckeren Salate und hörten erst auf, als alle (ein bisschen zu) satt waren.

Tagebuch – 22. Juni 2023

Alltagsschnipsel

Heute war es soweit: Ich bin nun fünfunddreißig Jahre alt! Dass ich allmählich auf die vierzig zugehe und mehr und mehr graue Haare bekomme, stört mich nach wie vor nicht. Altern gehört zum Leben dazu und ich kann positiv auf meine letzten fünfunddreißig Lebensjahre zurückblicken.
Dennoch hatte ich vor dem heutigen Tag ein wenig Bammel. Die 35 triggert mich seit einigen Wochen mal mehr, mal weniger stark. Als M vor fünf Jahren fünfunddreißig Jahre alt geworden ist, feierten wir seinen Geburtstag mit sehr vielen Leuten im Espachcafé in Erfurt. Nur eineinhalb Monate später hatte er ein komisches Gefühl im Mundraum, konnte in der Zeit danach immer weniger essen und erhielt schließlich ein halbes Jahr nach seinem Geburtstag die Krebsdiagnose.
Dass ich nicht M bin, weiß ich. Dass ich nicht zwingend sein Schicksal teilen muss, ist mir ebenfalls klar. Und doch bin ich ein wenig ängstlich. Ich bin sicher, dass ich in einem halben Jahr entspannter sein werde. Zudem gehe ich seit Jahren regelmäßig bei sämtlichen Ärztinnen und Ärzten zu Vorsorgeuntersuchungen und tue alles nur erdenkliche, um meine physische und psychische Gesundheit zu stabilisieren. Es bleibt bestimmt alles gut.

Die vierte Nacht infolge schlief ich nicht gut. Ich konnte gestern Abend problemlos einschlafen, wachte aber mitten in der Nacht – diesmal gegen halb vier Uhr morgens – auf und hatte Probleme mit dem Weiterschlafen. Laut Fitbit-Uhr kam ich gerade mal auf dreißig Minuten Tiefschlaf. Entweder hat sich mein Körper mittlerweile an den Schlafmangel gewöhnt oder der heutige Tag war zu (positiv) aufregend für mich, jedenfalls fühlte ich mich wach und fit.

Nachdem ich L in die Schule gebracht hatte, kaufte ich beim Bäcker ein paar Stücke Kuchen und im Supermarkt eine Schale Erdbeeren. Dann fuhr ich ins Büro nach Erfurt. Auf der Hin- und Rückfahrt hörte ich wie immer je ein Hörspiel von „Die drei ???“ und anschließend etwas Musik. Die Autobahnen waren frei und das Wetter sonnig oder bewölkt. Ich musste also zum Glück nicht wieder durch ein Gewittergebiet fahren.

Mein Arbeitstag war voll von Terminen, die sich alle nahtlos aneinanderreihten.
Zum Beispiel versuchte ich heute Morgen gemeinsam mit meinen Kollegen H herauszufinden, ob sich einer unserer drei Schülerpraktikanten, der unfassbar introvertiert ist, bei uns wohlfühlt, ob wir ihm noch Einblicke in andere Bereiche geben sollen beziehungsweise in welchen Punkten wir sein Praktikum verbessern können. Zeitgleich spiegelten wir ihm unseren ersten Eindruck von ihm und seinem Verhalten. H und ich redeten und redeten und wiederholten stellenweise das bereits Gesagte mit anderen Worten wieder und wieder … doch von dem siebzehnjährigen Jungen kam GAR NICHTS an Feedback. Rein gar nichts. So einen merkwürdigen Schülerpraktikanten hatten wir bisher noch nicht.

Was heute schön war:

Anrufe, Textnachrichten und Post.
Auf vielen Wegen erreichten mich im Laufe des heutigen Tages zahlreiche Glückwünsche von allen mir wichtigen Personen. Über jeden einzelnen Gruß habe ich mich sehr gefreut.
Als ich am Morgen im Büro ankam, warteten bereits ein schöner Blumenstrauß und ein Gutschein für einen Sushi-Kochkurs auf mich. (Wie genial ist das denn?!)
Von meinem Bruder und seiner J bekam ich zwei Gutscheine für die Deutsche Bahn. Da wir in diesem Jahr noch zwei Mal nach München fahren wollen – im Idealfall mit dem Zug, sofern keine Streiks stattfinden -, kommt dieses Geschenk wie gerufen.


Freibad Böhlen.
In der Hoffnung auf Sonnenschein statt Gewitter packte ich gestern Abend einen Rucksack mit Ls und meinen Badesachen und legte ihn am Morgen in den Kofferraum. Wir hatten nachmittags tatsächlich Glück und konnten somit das dritte Mal in dieser Woche ins Freibad fahren.
Heute rutschten wir tatsächlich kein einziges Mal, stattdessen schwammen L und ich gemeinsam viele Bahnen. Damit ging ein lange bestehender, großer Wunsch für mich in Erfüllung. Zur Feier des Tages aßen wir auch im Freibad Abendbrot.

Tagebuch – 21. Juni 2023

Alltagsschnipsel

Meine Nacht war wieder nicht sonderlich gut. Gegen ein Uhr morgens wurde ich vom Donner und Starkregen geweckt und brauchte anschließend eine ganze Weile, ehe ich zurück in den Schlaf fand. Meine Fitbit-Uhr meldete nach dem Klingeln des Weckers nur fünfundvierzig Minuten Tiefschlaf für die gesamte Nacht. Das ist nicht sonderlich viel und genauso fühlte ich mich den halben Tag über auch.

L mag nicht mehr zum Kindertanz gehen. Das ist für mich okay. Ich werde sie somit in Kürze wieder abmelden. Stattdessen liebäugelt sie mit dem Turnen. Wir haben nun vereinbart, dass wir die Sommerferien und die erste Zeit im neuen Schuljahr abwarten werden, ehe wir uns auf die Suche nach einem entsprechenden Kurs begeben.

Was heute schön war:

Freibad Böhlen.
Den halben Tag über beobachtete ich die Gewitterbilder in der Wetter App. Als am Nachmittag klar wurde, dass es frühestens in der Nacht regnen und/oder gewittern würde, packte ich für L und mich die Badesachen zusammen. Da es uns im Freibad in Böhlen nach wie vor so gut gefällt, fuhren wir direkt nach der Schule wieder dorthin. Wir rutschten heute viel weniger als die letzten Male. Dafür konnte ich mit L ein paar Meter gemeinsam schwimmen.

Pizza Kruste.
Sehr spontan trafen L und ich uns am Abend mit Ls Schulfreundin L und ihrer Mama S nebst Hund Sukhi im Stadtteil Connewitz bei der „Kruste“. Auch die Schulkameradin K war mit ihrer Mama zum Abendessen dort. Nach der leckeren Pizza ließen wir L und L noch eine ganze Weile spielen. Erst halb neun machten wir uns allmählich auf den Heimweg.
Genauso fühlt sich für mich der Sommer (in Verbindung mit Ferien/Urlaub) an!

Tagebuch – 20. Juni 2023

Alltagsschnipsel

Meine Nacht war wieder nicht gut. Ich lag von halb zwei bis mindestens um drei (wenn nicht sogar länger) wach und schaffte es nicht einzuschlafen. Zum einen redete L ab und an im Schlaf, was mich immer wieder hochschrecken ließ, zum anderen ist es bei uns in der Dachgeschosswohnung mittlerweile wirklich viel zu warm. Beim Aufwachen am Morgen verspürte ich leichte körperliche Stresssymptome und war unglaublich müde und erschöpft. Wenigstens zog sich L zeitnah nach dem Wecken an, sodass wir die Wohnung pünktlich in Richtung Schule verlassen konnten.

Da die Tankstelle meines Vertrauens auch heute Morgen geschlossen war, fuhr ich einen kleinen Umweg, um das Auto vor meinem Fahrtantritt nach Erfurt volltanken zu können.
Auf der Hinfahrt ins Büro steuerte ich genau auf die Gewitterfront zu, sodass ich stellenweise ganz schön zu tun hatte, um auf der Autobahn wegen des Starkregens überhaupt etwas sehen zu können. Zum Glück kam ich gut in Erfurt an. Die Rückfahrt hingegen war völlig entspannt. Es waren mittlerweile wieder um die dreißig Grad Celsius und die Sonne schien. Je ein Hörspiel von „Die drei ???“ auf der Hin- und Rückfahrt durfte natürlich nicht fehlen.  

Heute standen wieder zwei Mitarbeitergespräche auf dem Plan. Ich merkte, dass ich ein wenig angespannt war, da M und ich auch diesen beiden Kollegen ein Gehaltsangebot unterbreiten wollten und ich ein wenig Angst vor den Reaktionen hatte. Sehr zu meiner Überraschung und Freude waren beide für den Moment mit dem neuen Bruttogehalt zufrieden. Es gab keinen Streit und keine hartnäckigen Nachverhandlungen.

Was heute schön war:

Kostenlose Autowäsche.
Dank des vielen Regens auf dem Weg ins Büro nach Erfurt ist mein Auto nun wieder sehr sauber. An der ein oder anderen Stelle hatten sich in den letzten Tagen und Wochen Insekten oder Spuren von Vogelkot angesammelt. Ein Großteil hiervon ist nun wieder verschwunden.

Teammeeting.
Nach einer langwöchigen Pause fand nach dem Mittagessen unser Teammeeting statt. Da wir aktuell drei Schülerpraktikanten betreuen, durften die Jungen auch daran teilnehmen. Dank der gewählten „Aufgaben“ oder Fragestellungen weiß ich nun wieder ein paar Dinge mehr über meine Kolleginnen und Kollegen.

Tagebuch – 19. Juni 2023

Alltagsschnipsel

Meine Nacht war bis kurz nach halb fünf am Morgen gut, ruhig und störungsfrei. Aus irgendeinem Grund lag ich dann aber fast eine Stunde lang wach. Ich fand zwar noch mal zurück in den Schlaf, fühlte mich aber mit dem Klingeln des Weckers nicht ausgeschlafen.

Ich spüre deutlich, dass meine Luft raus ist. Es fällt mir sehr schwer, mich in nahezu jedem Lebensbereich für irgendetwas zu motivieren. Es wird höchste Zeit, dass die Urlaubszeit und damit eine Pause vom Alltag kommt.

Was heute schön war:

Joggen.
Ich weiß nicht, was mich heute Mittag geritten hatte, in der größten Hitze laufen zu gehen. Vermutlich die Wolkendecke am Himmel und die leichte Brise, die um die Bäume wehte. Im Vorfeld beschloss ich bereits, dass heute lediglich der Weg das Ziel ist. Die Zeit war mir somit völlig egal. Das war auch gut so, musste ich beim letzten Kilometer noch mal ordentlich Tempo rausnehmen, da ich sonst umgeklappt wäre. Dennoch war ich nach dem kurzen Lauf sehr zufrieden, denn ich hatte Sport gemacht.

Freibad Böhlen.
Nach der Schule schnappte ich mir L und fuhr mit ihr noch mal nach Böhlen ins Freibad. Weil wir bereits zur Zeit des Abendtarifs eintrudelten, bezahlten wir nur insgesamt drei Euro. Wie gestern auch rutschten wir was das Zeug hielt. Heute waren mehr Kinder und Jugendliche und weniger Erwachsene anwesend. Es war somit noch mal ein wenig leerer als gestern, was mir persönlich sehr gut gefiel.

Tagebuch – 18. Juni 2023

Alltagsschnipsel

Ich schlief wieder wunderbar und wachte gemeinsam mit L kurz vor halb neun heute Morgen auf.

Wie gestern auch bummelten wir gemütlich und entspannt in den Vormittag hinein. So frühstückten wir beispielsweise erst nach zehn Uhr.
Nach dem Essen trank ich weiter von meinem geliebten Schokocappuccino und setzte mich vor den Laptop. Ich nahm eine Umbuchung vom Sparkonto auf das Girokonto vor und rechnete mir den ab Juli 2023 neuen Pflegeversicherungsbeitrag aus. Mein Nettogehalt wird zum Glück „nur“ um 6,45 Euro schrumpfen. Das geht ja noch. Zwei Besuche in der Eisdiele sind es dennoch.
Da L und ich gern im Bett snacken und sich dadurch schneller Krümel und Flecken ansammeln, bezog ich unser Bett frisch, ließ die Wäsche in der Waschmaschine waschen und hing diese wenig später im Freien zum Trocknen auf.
L war motiviert genug, die letzten drei Buchstaben in ihrem Deutschübungsheft zu schreiben, ihren Ranzen zu packen und anschließend ein bisschen Ordnung im Kinderzimmer zu schaffen.

Den Tag über dachte ich hin und wieder über eine Zirkusvorstellung ohne Tiere nach. Anlass hierfür war unser gestriger Zirkusbesuch. Ich sah den Tieren deutlich an, wie sehr sie der Lärm und die Kunststücke in der Manege stressten, auch wenn sie sonst alle sehr gepflegt und gesund auf mich wirkten. Die gestrige Zirkusfamilie bestand aus genug (jungen) Talenten, um eine Show auch ohne Tiere auf die Beine zu stellen. Da waren wirklich sehr gute und spannende Nummern dabei, die gegebenenfalls erweitert oder neu durchdacht werden müssten. Aber unmöglich wäre es definitiv nicht. Ich bin gespannt, welche Änderungen es in den nächsten Jahren diesbezüglich geben wird.

Was heute schön war:

Freibad Böhlen.
Mit Blick auf die sommerlichen Temperaturen verwarfen L und ich den heutigen Tagesplan, ins Hüpfburgenland zu gehen. Stattdessen fuhren wir erstmals ins Freibad nach Böhlen.
Wir kamen am späten Mittag dort an und waren zunächst von der angenehmen Fülle an Menschen begeistert. Es war für meinen Geschmack genau die richtige Menge an Leuten da. Wir fanden schnell einen Platz im Halbschatten, ohne wie Sardinen eng beieinander beziehungsweise schon halb auf der Decke der Nachbarn liegen zu müssen.
Das Wasser war herrlich kühl und wir gingen mit Pausen zwischendrin drei Mal hinein.
Sehr stolz bin ich auf L, weil sie mutig war, mehrmals mit der ultracoolen Wasserrutsche zu rutschen. Bevor sie es selbst probierte, rutschte ich zwei Mal ohne sie hinunter. Danach gab es kein Halten mehr für uns. Das letzte Mal bin ich vor vier Jahren auf einer Wasserrutsche gerutscht. Hach, war das heute wieder herrlich.
Zu essen und zu trinken hatten wir größtenteils dabei. Wir teilten uns lediglich eine Portion Pommes, weil wir Appetit darauf hatten.
In den kommenden Sommerwochen werden wir öfter zum Baden hierher kommen.

Tagebuch – 17. Juni 2023

Alltagsschnipsel

Acht Stunden Schlaf bekam ich in dieser Nacht. Ich war zwar bereits halb acht wach, fühlte mich aber wesentlich ausgeschlafener und fitter als die Tage zuvor. L schlief noch über eine Stunde länger, sodass ich die freie Zeit zum Lesen nutzte.

L und ich bummelten in den Vormittag hinein. Wir machten es uns zwischenzeitlich draußen (mit Eis) gemütlich, da sie Handstand und Radschlag üben wollte.


Ich mag es überhaupt nicht, wenn ich für Ls Bespaßung viel Geld ausgebe und sie aus verschiedensten Gründen den halben Ausflug lang mies drauf ist. Das fand ich nachmittags sehr schade.

Was heute schön war:

Circus Atlantik.
Am Nachmittag trafen wir uns mit S und L vor dem Zirkuszelt. 
Die Vorführung lief noch keine zehn Minuten, als die beiden Mädels ihre Schulfreundin Y entdeckten. Das war eine schöne Überraschung.
Neben kleinen Snacks durften sich die Mädchen in der Pause die Tiere anschauen und am Ende der Veranstaltung auf dem Pony reiten.


Abendessen.
Mit Ls Klassenkameradin Y und ihrer Mama W machten wir uns am Abend auf die Suche nach etwas Essbarem und landeten in der Filiale eines Markkleeberger Lieferservices, in der es auch Tische und Sitzmöglichkeiten im Innenbereich gab. 
Die Mädels waren schon ziemlich durch, sprachen lauter als nötig und hörten auch nicht mehr allzu gut auf uns. Das war ein wenig anstrengend. Die Bedienung war zudem leider von allem genervt: von uns als Gästen, von den Kindern, vom Einpacken der Pizzareste und von der von uns gewählten Bezahlmethode. 
Dennoch war es sehr schön, mit W und Y etwas außerhalb der Schule gemacht zu haben. Und das Essen schmeckte ebenfalls.

Tagebuch – 16. Juni 2023

Alltagsschnipsel

Ich schlief wieder wunderbar und wachte erst mit dem Klingeln des Weckers auf. Ich erinnerte mich daran, wieder viel geträumt zu haben, aber an nichts konkretes mehr. Auch L ließ sich relativ schnell wecken. Wir konnten somit entspannt, stress- und streitfrei in den Freitag starten.

Den Arbeitstag ließ ich etwas ruhiger angehen. Seit Mittwoch fühle ich mich nämlich unfassbar müde und ein bisschen ausgelaugt.
Für einen studentischen Praktikanten, der im August vier Wochen freiwillig in einige Bereiche unseres Unternehmens reinschnuppern will, fertigte ich den Praktikumsvertrag. Zwischenzeitlich teilte ich einer Kollegin unserer Muttergesellschaft per E-Mail mit, dass ich seit gestern Nachmittag keine Möglichkeit habe, in unser gemeinsames Online-Banking-Tool hereinzukommen. Sie ließ mich wissen, dass sich dieser Problematik am Montag jemand annehmen wird. An einer kleinen (längst überfälligen) Präsentation, die ich in zwei Wochen dem Team zeigen möchte, arbeitete ich ebenfalls.

Da L keine Lust hatte, heute das zweite Mal in dieser Woche zum Kindertanz zu gehen, fuhren wir nach dem Eiscafé zum Einkauf und hielten uns im Anschluss eine Dreiviertelstunde vor unserer Tür auf. L schlug ein Rad nach dem anderen und zeigte mir ihren Handstand, während ich es mir auf der Bank gemütlich machte.

Was heute schön war:

Morgenspaziergang.
Im Moment gefällt mir der Weg durch die in der Nähe von Ls Schule befindliche Kleingartenanlage am besten. Auch mein heutiger zehnminütiger Spaziergang als Start in den neuen Tag führte mich dorthin. Als ich an der Stelle ankam, bei der ich gestern den Mann hab weinen sehen, blieb ich stehen und schaute mich um. Es waren wirklich keine Anzeichen getrockneten Blutes zu sehen. Der Mann hatte vermutlich andere Probleme.

Thai Massage.
Die Massage war großartig. Ich war seit Tagen im Schulter- und Rückenbereich unfassbar verspannt und schwebte nach der heutigen Anwendung ein paar Meter über dem Boden. Die Masseurin schaffte es nämlich wieder, neben meinem Körper auch meine Seele glücklich zu machen. Ich spürte während der Massage sehr deutlich, wie mein Stresslevel sank und ich entspannte.

Eiscafé.
Nach dem Abholen aus der Schule fuhr ich mit L in ein Eiscafé. Wir hatten beide so unglaublich großen Appetit auf Eis. Ich gönnte mir einen Erdbeer-Schoko-Cup. L ließ es auch richtig krachen: Sie bestellte sich eine Waffel, auf der sich Spaghettieis befand. Als zusätzliches Topping wählte sie noch warme Kirschen. Zwei Drittel ihrer Portion schaffte sie problemlos. Beim letzten Drittel musste ich „leider“ unterstützen.