L und ich hatten in der Nacht wunderbar geschlafen.
Relativ diszipliniert legte ich gestern Abend kurz vor 22:30 Uhr das Telefon zur Seite. Natürlich hätte ich am liebsten noch eine weitere Folge der ersten Staffel „Game of Thrones“ geschaut. Aber ich bin ja ein vernünftiger Mensch.
Mit dem Klingeln des Telefonweckers wachte ich heute Morgen auf. Ich brauchte wieder ein paar Minuten, um die Augen richtig öffnen zu können. Ich las noch ein wenig im Internet, ehe ich irgendwann beschloss, aufzustehen. L brauchte ein wenig länger und wurde mindestens zehn Mal von mir gebeten, sich nun endlich anzuziehen. Sie ist einfach kein Morgenmensch.
Endlich Regen! Mitte April regnete es zuletzt. Entsprechend sahen die Böden auch aus. Die Regenschauer, die über den gesamten Tag mal mehr, mal weniger stark herunterkamen, taten nicht nur den Pflanzen und Bäumen gut. Ich mag es auch sehr, wenn es ab und an im (Früh-)Sommer Tage gibt, an denen es (durch)regnet.


Mein heutiger Arbeitstag war komplett terminfrei. Unser tägliches Daily absolvierten wir aufgrund einiger Urlaube schriftlich.
Ich hatte somit Zeit für Überweisungen und das Hochladen und Bearbeiten von Rechnungen für die Mai-Finanzbuchhaltung. Die beiden Tools, die gestern Fehlermeldungen anzeigten, waren mir heute wohlgesonnen(er).
Was heute schön war:
Bestandsaufnahme.
Nach einer Wartezeit von etwa vier Monaten fand heute mein Erstgespräch bei einer Psychotherapeutin statt. Ich erzählte ihr sehr viel von meiner Kindheit, meiner Familie und meinen Freunden, meinem Berufsleben und Werdegang und natürlich von den Ereignissen der letzten vier Jahre.
Da ich ab und an körperliche Stresssymptome habe, bin ich definitiv „geeignet“ für eine Therapie.
Ich durfte zwischen einer Verhaltens- und tiefenpsychologischen Therapie wählen. Da ich mir von ersterer allein nicht allzu viel Erfolg verspreche, fiel meine Wahl eindeutig auf die letztgenannte.
Nun heißt es wieder warten. In sechs bis neun Monaten bekomme ich einen Therapieplatz.

Sushi essen.
Zum Mittagessen gab es endlich mal wieder eine Portion Sushi von Eat Happy. Die war unglaublich lecker.
Massage.
Schon an körperliche Gewalt grenzend, wurde ich heute wieder wunderbar massiert. Ich mag es ja sehr, wenn es schmerzt. Nur so habe ich das Gefühl, dass die Verspannungen sich allmählich lösen und mir langfristig wirklich geholfen werden kann.
Die Masseurin fand anscheinend einen Ausschalter an meinem Rücken. Den restlichen Tag lief ich müde, super entspannt und irgendwie ein bisschen neben mir stehend durch die Weltgeschichte.
Nachmittagsspaziergang.
Während L beim Kindertanz war, spazierte ich in einer mir unbekannten Gegend umher und entdeckte dabei das Torhaus und Schloss Markkleeberg, das – genauso wie die nähere Umgebung – vor über zweihundert Jahren Kampfplatz der Schlacht bei Wachau war. Solche historischen Ereignisse finde ich sehr faszinierend. Ich blieb nahezu an jeder Informationstafel stehen, um mir den Text durchzulesen.
Nun kenne ich eine weitere schöne Ecke in Markkleeberg.



