Mit Ls ehemaligem Klassenkameraden LK und seiner Mama fuhren wir gemeinsam für zwei Nächte in Richtung Norden zum Serengeti-Park.
Donnerstag, 29. Mai 2025
Mittwochabend lagen wir zeitig im Bett. Obwohl ich morgens bis kurz nach halb acht geschlafen hatte, war ich immer noch müde.
Nach dem Frühstück packte ich die restlichen Sachen zusammen und hüpfte unter die Dusche. Anschließend reinigte ich das Kaninchenzimmer und bereitete alles für den Aufenthalt von meiner Schwägerin M, meinem Neffen M und meiner Schwiegermama in unserer Wohnung vor.
Elf Uhr dreißig wurden wir von Markkleeberg-C und LK abgeholt. Da mein Fahrzeug an den Schnellladesäulen oft ein Kommunikationsproblem hat und nicht lädt, fuhren wir mit Cs Auto. Auf ein unzuverlässiges Fahrzeug hatte ich nämlich keine Lust.
Vor uns lag eine etwa dreistündige Autofahrt, die stau- und unfallfrei verlief. Nach einer kurzen Mittagspause bei McDonald’s trudelten wir gegen fünfzehn Uhr im Serengeti-Park ein.
Da wir vierzig Minuten zu früh eingecheckt hatten, wurden leider alle unsere Tickets für den Folgetag für den Ankunftstag gezählt, sodass wir erneut je circa einhundert Euro für die Eintrittstickets für den Folgetag bezahlen durften. Hätten wir das nicht gemacht, hätten wir am Tag darauf das Gelände zwischen zehn und sechzehn Uhr verlassen müssen. Irgendwo auf der Webseite steht das vermerkt. Ich habe diese Information trotz mehrmaliger Recherche nicht entdeckt. C und ich waren nicht sehr begeistert, da uns das beiden finanziell schon weh getan hat und auch nicht eingeplant war. Es dauerte einige Stunden, ehe wir uns hiervon wieder erholt hatten. Ich spürte direkt leichte Stresssymptome aufkommen.
Wir stellten unser Gepäck in der gebuchten Tongasoa-Lodge ab und sahen uns kurz um. Wir waren sehr begeistert von der schönen Unterkunft und einigten uns schnell, wer in welchem Zimmer übernachten soll.





Im Nieselregen gingen wir für etwa anderthalb Stunden in den Park und fuhren unter anderem mit dem Fahrgeschäft Aqua-Safari. Die Kinder waren leider nur mittelgut gelaunt. Richtige Freude und Spaß kam nicht auf.




Im Mini-Markt holten L und ich uns eine Tütensuppe und zwei Terrinen für das Abendessen. Gerade als wir unsere Unterkunft kurz vor sechs Uhr wieder betraten, fing es stark an zu regnen und hörte den restlichen Tag auch nicht mehr auf.
Wir verkrümelten uns alle zeitig in die Betten. Mir war unendlich kalt. Ich absolvierte meine Englischübungen und las in meinem Buch weiter, ehe mir irgendwann die Augen zufielen.
Freitag, 30. Mai 2025
Gegen drei Uhr morgens hörte ich Geräusche vom Tonband aus dem Serengeti-Park. Ob das wirklich so sein soll, wage ich zu bezweifeln. Es war auf jeden Fall unheimlich.
Aufgewacht bin ich um Viertel nach sieben. Ich kümmerte mich um die Beantwortung einiger Textnachrichten und um die sieben Textfragmente des Freitagsfüllers.
Nach einer Dusche gingen wir zum Frühstücksbuffet. Der Frühstücksraum war maßlos überfüllt. Wir standen in einer endlos langen Schlange an und fanden mit Ach und Krach einen Sitzplatz. Das Buffet war sehr vielfältig. Für jeden Geschmack war etwas dabei. Gut gesättigt verließen wir eine halbe Stunde später das Restaurant.
Vormittags unternahmen wir eine etwa einstündige Bustour durch den Wildpark. Wir saßen ganz oben und hatten so einen sehr guten Blick auf alle Tiere. Es waren unglaublich viele Autos im Park. Mir taten die Tiere sehr leid, auch wenn sie dieses Verkehrsaufkommen bereits gewöhnt sind. Viele Tiere schauten direkt durch die heruntergelassenen Autofenster ins Wageninnere hinein.







Mittags betraten wir den Abenteuerpark und fuhren mit etlichen Fahrgeschäften. Sehr zu meiner Freude konnte ich mit nahezu jedem Fahrgeschäft mitfahren. So saß ich unter anderem auf der Wildwasserbahn, auf einem Jet- und Speedboot und in einem Monster Truck. Ich ließ nur die Fahrgeschäfte aus, bei denen ich ganz genau weiß, dass mir übel werden könnte. Anfangs war die Stimmung der Kinder nicht gut. Glücklicherweise fingen sie sich recht schnell wieder und wir hatten doch noch viel Spaß.




Meine Kopfschmerzen, die kurz nach dem Frühstück einsetzten, wurden im Laufe des Tages immer stärker. Ich versuchte, diese mit einer Flasche Coca Cola in den Griff zu bekommen. Ich trinke kaum Cola und hoffte, dass mir das Koffein Linderung verschafft. Leider half das genauso wenig wie eine einstündige Pause in der Unterkunft am Nachmittag.
Per E-Mail wurde ich darüber informiert, dass sich Ls Klavierstunden ab dem kommenden Schuljahr erhöhen werden. Bis Ende Juni können wir deshalb von einem Sonderkündigungsrecht Gebrauch machen. Ich bat L, intensiv darüber nachzudenken, ob sie in Zukunft weiter Unterricht nehmen möchte, denn meiner Ansicht nach besteht zwischen ihr und dem Klavier eher eine Art Hassliebe.
Etwas versöhnt von unserem gestrigen Fauxpas bei Ankunft im Serengeti-Park war ich beim Anblick der Rückzahlung vom Finanzamt auf meinem Konto aufgrund meiner Ende März abgegebenen Einkommenssteuererklärung für letztes Jahr.
Bis zur Schließung des Parks fuhren wir am späten Nachmittag mit weiteren Fahrgeschäften. Das Abendessen nahmen wir anschließend im Restaurant ein, in dem auch das Frühstücksbuffet angeboten wird.
C und LK gingen zeitig zurück in die Unterkunft. L und ich drehten noch eine Runde durch den immer leerer werdenden Park, nutzten die Spielplätze und telefonierten nebenbei mit meiner Schwiegermama und meinem Neffen M, die uns unter anderem ein Update über unsere Kaninchen gaben.
Ich machte abends meine Französischübungen, las in meinem Buch weiter und schlief mit leichten Hals- und stärkeren Kopfschmerzen ein.
Samstag, 31. Mai 2025
Gegen fünf Uhr morgens hörte ich erneut Geräusche eines Tonbands, die aus dem Abenteuerbereich des Serengeti-Parks kamen. Heute zog sich diese nächtliche Störung ganz schön in die Länge.
Mit leichten Halsschmerzen startete ich halb acht in den Tag.
C, LK, L und ich waren am Morgen zeitiger beim Frühstück. Wir mussten kaum anstehen und fanden sehr schnell einen schönen Sitzplatz. Die Stimmung beim Frühstück unter uns vieren war merkwürdig.
Über eine Stunde warteten wir anschließend, dass der Park öffnet und die Kinder noch mit zwei Fahrgeschäften fahren können, die sie bisher aus den verschiedensten Gründen ausgelassen hatten. Leider merkten wir erst gegen zehn Uhr, dass die meisten Fahrtgeschäfte erst elf Uhr ihre erste Fahrt starten. Da C am Nachmittag einen Termin in Markkleeberg hatte, fuhren wir deshalb halb elf zurück nach Hause.
Die Stimmung im Auto war komisch. Über drei Stunden lang, die glücklicherweise stau- und unfallfrei verliefen, unterhielt sich kaum jemand. Wir machten nur eine sehr kurze Pause, um für die Kinder ein belegtes Brötchen bei einer Tankstelle zu kaufen, und saßen ansonsten im unangenehm warmen Auto.
Gegen vierzehn Uhr betraten L und ich unsere Wohnung. Meine Schwiegermama, meine Schwägerin M und mein Neffe M waren bereits abgereist.
Wir begrüßten zuerst unsere süßen Kaninchen. Anschließend räumte ich unser Gepäck aus und hüpfte unter die Dusche.
Da wir von Ls Schulfreundin LK und ihrer Mama Leipzig-S in den Garten eingeladen wurden, bereitete ich ein kleines Picknick mit Knabbereien und Obst vor. Von halb vier an verbrachten wir etwa fünf Stunden dort. Die Mädels wurden mehrmals mit dem Wasserschlauch nass gespritzt und wir Erwachsenen tauschten uns über etliche Themen aus. Sämtliche angekündigte Gewittergebiete sind an uns vorbeigezogen. Wir hatten die ganze Zeit über bestes Wetter.
Als wir wieder zu Hause waren, gab es für L und mich noch ein kleines Abendessen. Die Kaninchen bekamen ebenfalls frisches Grünfutter.
Ich nahm aufgrund meiner Halsschmerzen etwas Medizin, machte meine Italienischübungen, las L ein Kapitel in einem Buch vor und ging zeitig schlafen.



















































































