Mein lieber M,
in diesem Monat wurde mir aufgrund unvorhergesehener Zusatzausgaben deutlich vor Augen geführt, dass L und ich in letzter Zeit ziemlich verschwenderisch gelebt haben. Aus diesem Grund möchte ich nach unserem Sommerurlaub damit beginnen, unsere Finanzen noch besser im Blick zu behalten, beispielsweise die Sparbuchrate erhöhen und überwiegend Freizeitaktivitäten wählen, die uns nicht schon Mitte des Monats in ein finanzielles Ungleichgewicht bringen.
Unseren Herbsturlaub habe ich bereits storniert. Da es L und mir ohnehin schwer fallen wird, Elli und Waltraud in die Tierpension zu geben, ist das überhaupt nicht schlimm. Wir machen es uns einfach zu Hause gemütlich und erkunden die sächsische Gegend. Auch im kommenden Jahr werde ich sehr genau abwägen, ob wir uns einen Urlaub leisten wollen.
Umso mehr werden wir den diesjährigen Sommerurlaub in vollen Zügen genießen, der ebenfalls auf der Kippe stand. Der rebellische Teil in mir sah es überhaupt nicht ein, den vor anderthalb Jahren geplanten Urlaub zu stornieren. Meine Vorfreude war einfach zu groß. Und Dank der unvorhergesehenen Großzügigkeit meines Umfelds ist es sogar möglich, dass wir ihn sorgenfrei antreten können. Ich wurde nämlich zum Geburtstag sehr reich beschenkt. Ein Großteil des Geldes ist zwar auf dem Sparbuch gelandet, ein kleiner Teil ermöglicht es uns aber nun, ein paar Tage in der Ferne auszuspannen und abzuschalten. Ich empfinde große Dankbarkeit und Demut und weiß, dass nichts hiervon selbstverständlich ist.
Von Ls Ergotherapiestunden und der Ergotherapeutin bin ich nach wie vor sehr begeistert. L geht auch gerne hin. Spielerisch und ohne dass L es merkt, wird ihr in so vielen Dingen geholfen, die ich in unserem Alltag gar nicht so fördern, geschweige denn mit einem professionellen Blick von Außen erkennen kann. Ich bin gespannt, wie sich alles entwickeln wird.
Deine Katja
Persönliches
Himmelspost an M
Dies & Das, PersönlichesMein lieber M,
ich habe mein jährliches Ziel, zehn Bücher zu lesen, Mitte des Monats erreicht. Ich hatte Ende letzten Jahres überlegt, die Anzahl zu erhöhen, mich allerdings dagegen entschieden. Ich möchte mich selbst ungern unter Druck setzen. Lesen soll weiterhin Spaß bereiten.
L und ich sind hinsichtlich ihrer diagnostizierten Lese-Rechtschreibschwäche auf einem guten Weg. Es kamen in den letzten Wochen einige (kleinere) Nebenbaustellen hinzu, die wir nun sukzessive teilweise mit fachmännischer Unterstützung angehen werden. Wir haben einen Plan, den wir verfolgen und gegebenenfalls immer wieder an die Umstände anpassen werden.
Das Sparbuch schrumpft unaufhörlich. Ungeplante, aber sehr wichtige Ausgaben (für L) kamen in den letzten Wochen vermehrt hinzu. Ich habe mich bereits dazu entschlossen, den im letzten Jahr gebuchten Herbsturlaub 2024 zu stornieren. L und ich werden stattdessen in der Region schöne Tagesausflüge unternehmen. Wer kein Geld hat, sollte auch keines für unnötigen Luxus ausgeben. Ein klein wenig hoffe ich in diesem Jahr auf Weihnachtsgeld. Das würde unsere aktuelle finanzielle Situation sicherlich etwas entspannen.
Deine Katja
Himmelspost an M
Dies & Das, PersönlichesMein lieber M,
wir haben jetzt Kaninchen! Seit Mitte April wohnen nun die beiden Zwergwidder-Mädels Elli und Waltraud bei uns.
Seit Prinzis Tod vor mittlerweile dreieinhalb Jahren überlegten L und ich immer mal wieder, ob wir Haustiere bei uns einziehen lassen wollen. Unsere Wahl ist nun auf zwei Kaninchen gefallen, denn diese ermöglichen es uns, dennoch problemlos die geliebten Freizeitaktivitäten wahrnehmen zu können.
Du weißt, dass ich ein Faible für Tiere aus dem Tierheim habe. Von daher stand für mich von vornherein fest, dass wir zunächst schauen, ob es Kleintiere in den umliegenden Tierheimen gibt. So sind wir auf Elli und Waltraud gestoßen.
Beide Kaninchen haben lediglich ein vom Tierarzt geschätztes Alter. Elli dürfte drei Jahre alt sein, Waltraud bereits sieben. L und ich haben im Vorfeld darüber gesprochen, was das mit Blick auf die Lebenserwartung bedeutet, und waren uns dennoch einig, die Tiere bei uns aufzunehmen. Waltraud macht bisher einen sehr fitten Eindruck. Bei ihr haben wir vermutlich sogar den Original-Impfpass des Ersthalters vorliegen. Dieser wirft aber einiges an Fragen auf. Zum Beispiel ist das Geburtsjahr nicht eindeutig zu lesen und hinsichtlich des Namens und Geschlechts sind Änderungen zu erkennen. Waltraud könnte somit auch erst fünf Jahre alt sein.
Ellis Geburtsdatum stand von vornherein fest. Sie wurde am 1. Juli 2020 geboren. Bei Waltraud durfte sich L einen Geburtstag ausdenken. Sie feiert nun ihren am 11. Oktober. Als Geburtsjahr haben wir dennoch 2016 genommen.
Die beiden Kaninchen erhalten bei uns ausschließlich Frischfutter. Ich habe eine wunderbare Auflistung von einem Tierarzt im Internet gefunden, die ich seitdem zu Rate ziehe. Auf dieser ist haarklein beschrieben, was Kaninchen permanent fressen dürfen, was lediglich hin und wieder als Snack gegeben werden darf, was zu kalziumreich und was sogar schädlich für sie ist.
Elli und Waltraud haben einen ganz unterschiedlichen Charakter. Waltraud ist sehr neugierig und erkundungsfreudig, lässt sich aber (noch) nicht gern streicheln. Elli kommt immer sofort angelaufen, futtert für ihr Leben gern und lässt sich streicheln und knuddeln, ist aber beim Erkunden ihrer neuen Umgebung noch recht zögerlich. Es macht Spaß, die beiden zu beobachten. L und ich freuen uns über jeden noch so kleinen Fortschritt.
Erinnerst du dich noch an den vor vier Jahren abgeschlossenen Kredit für unser Wohnmobil? In exakt einem Jahr werde ich endlich die letzte Rate zahlen und mich dann sehr glücklich von dem Strafkredit, wie ich ihn seit deinem Tod liebevoll nenne, verabschieden. Ich bin schon jetzt voller Vorfreude.
Sollte ich jemals wieder in die Verlegenheit kommen, mir einen Kredit anzulachen, wünsche ich mir, dass ich außer einer jahrelangen Rückzahlung auch etwas davon habe. Und sei es „nur“ ein schöner Urlaub.
Nachdem nun bei L eine mittelschwere Lese-Rechtschreibschwäche diagnostiziert wurde, habe ich mir zu ihrem Wohle für ihren weiteren Lebensweg einen ersten Plan überlegt. Dieser sieht auch nach Rücksprache mit ihrer Klassenlehrerin so aus, dass sie ganz normal mit in Klassenstufe drei gehen wird. Parallel dazu wird L ab Mai eine auf LRS spezialisierte Ergotherapie besuchen. Ich überlege, ob ich für L bereits einen Nachteilsausgleich bei der Schule beantrage. Sie könnte beispielsweise laut Ergotherapeutin in Lernzielkontrollen und Klassenarbeiten in derselben Zeit weniger Aufgaben erhalten, um so genügend Zeit zu haben, ihre Ergebnisse zu kontrollieren.
Unsere L hat bereits drei von vier Nächte im Schwimmlager (erfolgreich) überstanden. Ich kann dir gar nicht sagen, wie unglaublich stolz ich auf sie bin. Alle, die L kennen, wissen wie schwer es ihr fällt, von mir über Nacht getrennt zu sein. Dass sie so wunderbar durchhält, freut mich sehr. Für L bedeutet das einen riesengroßen Schritt in die richtige Richtung. Auf ihre Eindrücke und Erlebnisse bin ich schon sehr gespannt.
Deine Katja
Himmelspost an M
Dies & Das, PersönlichesMein lieber M,
im letzten Monat hatte ich meine Verwunderung hinsichtlich der Unlust heutiger Schüler*innen auf den Unterrichtsstoff geäußert und mich gefragt, weshalb den wenigsten das Bearbeiten der Aufgaben in den Schulheften Freude bereitet oder zumindest ansatzweise Spaß macht.
Dieses Thema besprach ich kürzlich während einer Autofahrt mit meinem Kollegen A, der dazu einen interessanten Punkt beleuchtete: Heutzutage wachsen die Kinder mit zahlreichen, permanent auf verschiedenen Plattformen zu erhaltenen Dopaminkicks auf. Diese waren in meiner Kindheit nicht so leicht und natürlich auch nur durch ganz andere Dinge erreichbar. Nun ist es keine große Überraschung, dass die Schulhefte der Kinder nicht so aufgebaut sind, dass regelmäßig Dopaminkicks erzielt werden können. Ich bin überzeugt, dass deshalb ein Großteil unserer heutigen Schüler*innen die Inhalte in den Heften und dadurch auch den zu vermittelten Unterrichtsstoff stinklangweilig finden. Die Aufbereitung ist nicht mehr zeitgemäß und holt die Kinder nicht mehr ab.
Für unsere liebe L liegt nun das Ergebnis nach dem umfangreichen LRS-Feststellungsverfahren vor: Ihr wurde eine mittelschwere Lese-Rechtschreibschwäche bescheinigt. Ein Wechsel in eine (nur in Sachsen eingerichtete) LRS-Klasse wird empfohlen, aber nicht dringend empfohlen. (Freie Plätze gibt es ohnehin nur für Kinder mit einer schweren LRS, der Rest fällt im Schulsystem hinten herunter. Deshalb werde ich auch keinen Antrag auf eine Weiterbeschulung an einer LRS-Schule stellen.)
Ls Klassenlehrerin wird nun ein Förderplan ausgehändigt, den ich mir in Kopie zeitnah von ihr geben lasse. Die beiden im Auswertungsgespräch anwesenden Lehrerinnen meinten, sie würden es nicht so wie jetzt weiterlaufen lassen. Ich rechne nicht damit, dass L eine Förderung im normalen Unterrichtsverlauf ermöglicht werden kann, sodass ich auf dem privaten Weg schaue, sie zu unterstützen.
L liest sehr schnell und gut, aber leider zu ungenau und fehlerhaft. (Das kann ich bestätigen.) Ihre Bild-zu-Wort-Schreibübungen waren im oberen Mittelbereich. Die Rechtschreibregeln hat sie derzeit noch nicht gut verstanden. Das sei aber generell erst in Klasse drei Thema des Unterrichts. Viele Wörter hat sie dennoch korrekt und unter Anwendung der richtigen Regeln aufgeschrieben. (Da L in den letzten drei Monaten unter meinen Fittichen bereits unfassbar viel hinzugelernt und Fortschritte erzielt hat, bleibe ich weiterhin entspannt und schaue, dass sie die nötige Förderung erhält. Das wird schon.)
Nach Ostern kommt das Ergebnis in schriftlicher Form vom Landesamt für Schule. Bis dahin muss ich nichts weiter entscheiden oder veranlassen.
Obwohl ich vom Charakter her so ticke, die Schuld immer bei mir zu suchen, spiele ich den Ball in diesem Fall in Richtung Schule. Ich gebe der Schule einen Großteil der Schuld an der Situation. Wie soll ein Kind etwas lernen, wenn die Schulhefte nahezu komplett leer sind?! Hätte ich mich in Klasse eins nicht darauf verlassen, dass alles wie im Schulkonzept angepriesen gut läuft, und schon eher einen Blick in (die in der Schule befindlichen) Arbeitshefte geworfen, wäre uns viel Leid erspart geblieben. Nun ist es aber wie es ist und alles Hätte, Wäre und Wenn bringt uns nicht weiter. An erster Stelle steht nun Ls Wohlergehen. Sie muss gefördert werden, ohne dabei überfordert zu werden. Dafür setze ich mich nun ein.
Gefühlt würde ich die letzten Grundschuljahre gern einfach nur hinter uns bringen. Mir gefällt aber die Wortwahl „hinter uns bringen“ überhaupt nicht. Schließlich rede ich hier von Ls und meiner Lebenszeit. Ich möchte nun versuchen, der kommenden Zeit, wie schwer und anstrengend sie auch sein mag, bestmöglich entgegenzusehen und uns schöne Erlebnisse zu bescheren.
Deine Katja
Himmelspost an M
Dies & Das, PersönlichesMein lieber M,
in wenigen Tagen endet bereits der zweite Monat im neuen Jahr und ich habe immer noch Husten, der ab und an einen nervigen Hustenreiz, vor allem in der Nacht, auslöst. Im letzten Jahr hatte es L so schlimm erwischt. Ich bin froh, dass ihr das in diesem Winter bisher erspart geblieben ist. Mein Husten ist locker, kommt eher aus dem Halsbereich, will aber trotz Literweise Hustensaft einfach nicht verschwinden. Ich sehne den Frühling und die damit verbundene Wärme herbei.
Nachdem ich mich sehr darüber geärgert hatte, dass L zu einem IQ-Test geschickt wurde, anstatt wie von ihrer Klassenlehrerin gesagt den Bundes-/Pisatest zu wiederholen, spürte ich eine sehr große Erleichterung nach dem LRS-Informationselternabend an der Grundschule, die LRS-Klassen und LRS-ausgebildetes Personal hat. Keine der dort genannten Dinge trifft auch nur ansatzweise auf L zu. Ich werde sie dennoch an der LRS-Testung teilnehmen lassen, gehe aber davon aus, dass ihre LRS eher leicht ausfallen wird oder sogar gar nicht vorhanden ist.
Wir hatten einen sehr tollen Urlaub im kinderfreundlichen Center Parcs Park Nordseeküste. Die meiste Zeit verbrachten wir im dortigen Spaßbad Aqua Mundo. L fand sehr schnell Gefallen am Tauchen und machte kaum etwas anderes.
In zwei Monaten wird sie mit ihrer Klasse ins Schwimmlager fahren. Ich freue mich für sie, dass sie nun auch ihre Bedenken und Ängste hinsichtlich des Tauchens und Springens ins Wasser überwinden konnte.
Weil uns der Park so gut gefiel, buchte ich uns direkt für die nächsten Winterferien wieder ein Appartement. Da wir Selbstversorger sind und keinerlei weiteren Schnickschnack benötigen, kostet uns eine Woche Urlaub inklusive freiem Eintritt im Aqua Mundo nur etwa dreihundert Euro. Das finde ich nach wie vor sehr günstig.
Obwohl ich grundsätzlich nichts mitbekomme, ist sogar an mir nicht vorbeigegangen, dass sich alle Welt über die Generation Z aufregt, die allmählich in den Arbeitsmarkt kommt.
Ich kann die ganze Aufregung ehrlich gesagt überhaupt nicht verstehen. Ich finde es sogar sehr gut, dass die jungen Leute mutig genug sind, Missstände bei den Arbeitgeber*innen aufzuzeigen, sich zu beschweren, nichts gefallen und sich vor allen Dingen nicht ausbeuten zu lassen.
Die Generation Z ist erst der Anfang eines großen Wandels. Ich nehme schon jetzt bei L und ihren Klassenkamerad*innen, die zur Generation alpha gehören, sehr starke Meinungen wahr, die hartnäckig vertreten werden, und eine Unlust und Demotivation an der Art und Weise der schulischen Bildung, die mich stellenweise selbst überfordert. Die Kinder wollen lernen und in die Schule gehen, aber eben nicht so, wie es derzeit gang und gäbe ist.
Ich glaube fest daran, dass die jüngeren Menschen auch in Zukunft ihren Teil zum gesellschaftlichen Leben beitragen werden. Dieser wird nur eben so ganz anders sein als wir es bisher gewohnt sind. Wir sollten mehr Vertrauen haben.
Deine Katja
Himmelspost an M
Dies & Das, PersönlichesMein lieber M,
allmählich geht der erste Monat des neuen Jahres seinem Ende entgegen. Wie auch in den Vorjahren war der Himmel oft grau und an einigen Tagen fiel es L und mir wirklich schwer, uns für den bevorstehenden Schul- und Arbeitstag zu motivieren. Aber es fiel auch Schnee, über den wir uns sehr freuten, und die Sonne ließ sich ab und an für kurze Zeit blicken.
Apropos Schnee … Du kannst wirklich stolz auf mich sein: Ich bin ohne Gemecker unfallfrei mit dem Auto auf stark verschneiten Straßen während Schneefalls gefahren und konnte meine Fahrskills auf eine neue Ebene heben. Nervös war ich natürlich dennoch und ein bisschen Angst hatte ich auch. Aber ich habe es geschafft.
L erinnert mich immer mehr an dich. Oft dachte ich in diesem Monat, wie ähnlich ihr euch seid. Zum einen seht ihr euch äußerlich wirklich sehr ähnlich und habt neben den gleichen Gesichtszügen auch oft dieselben -ausdrücke. Aber es werden zum anderen auch immer mehr Charaktereigenschaften sichtbar, die ich bereits von dir kenne. Es erwärmt mein Herz ungemein, dass ein großer Teil von dir in ihr weiterleben darf.
L ist ein unglaublich starkes Kind. Während ich an den kleinen und großen Herausforderungen des Lebens oft lange zu knabbern habe, findet sie für sich eine Lösung und setzt diese auch konsequent durch. Sie lässt sich nicht manipulieren oder unterbuttern. Und das mit gerade einmal sieben Jahren. Von ihr kann ich diesbezüglich noch einiges lernen.
Seit Mitte November letzten Jahres begleitet uns nun die LRS-Thematik. In Kürze wissen wir, ob L eine Rechtschreibschäche hat oder nicht und wenn ja, in welchem Ausmaß. Bis hierhin war es vor allem für mich ein langer und steiniger Weg. Nicht nur einmal habe ich mir deinen Beistand, deine Sicht auf die Thematik, deinen Rat und deine Fähigkeit der Kommunikation herbeigewünscht. Es fiel mir schwer, mich alleine damit auseinandersetzen und Entscheidungen treffen zu müssen. Ich habe aus der Situation dennoch viel gelernt und einiges für mich mitgenommen. Ich hoffe, es beim nächsten Mal besser machen zu können.
Von jetzt auf gleich hatte mich eine Corona-Infektion komplett lahmgelegt. Ich fühlte mich in etwa genauso krank wie im Dezember 2022. Vor einigen wenigen Jahren konnte ich guten Gewissens erzählen, dass ich mir etwa einmal pro Jahrzehnt einen stärkeren Infekt einfange. Jetzt häuft sich die Zahl der stärker verlaufenden Erkrankungen bei mir doch schon merklich.
Spannend fand ich meine Sorge oder Angst, plötzlich tot umzufallen und L alleine zurückzulassen. Je älter ich werde, desto deutlicher merke ich, wie sehr ich am Leben hänge, und wie wenig ich bereit bin, jetzt schon das Zeitliche zu segnen. Dabei bin ich ja erst fünfunddreißig Jahre alt. Wie soll das denn erst in ein paar Jahren werden?!
Aber dank Ruhe, die ich streng eingehalten habe, fühlte ich mich nach einer Woche zumindest wieder fit genug, um unseren Alltag ohne größere Anstrengungen bewältigen zu können. Für die restlichen Monate des Jahres wünsche ich mir Gesundheit.
Deine Katja
Drei Jahre ohne M
PersönlichesHeute ist Ms dritter Todestag. Es ist erschreckend, wie schnell mehr als eintausend Tage ohne ihn vergangen sind. Für mich ist diese Zeitspanne – gesehen auf meine fünfunddreißig Jahre – eher kurz, aber L hat fast ihr halbes Leben ohne ihren Papa verbringen müssen.
Wir haben gut in den Alltag und ins Leben zurückgefunden. L und ich haben unsere ganz eigene Meinung bezüglich Ms „Verbleib“. Das mag ich hier gar nicht ausführlicher beschreiben, da der oder die ein oder andere uns ansonsten für verrückt erklärt. Dennoch glauben wir beide daran, dass M über uns wacht und uns in schweren Situationen beisteht, zumindest aber hin und wieder „ein Auge“ auf uns hat. In unserer Vorstellung ist er selbstverständlich bei Prinzi.
In den letzten Jahren ist sehr viel passiert. Die größte Änderung war vermutlich unser Umzug von Erfurt nach Markkleeberg im letzten Juli.
L beispielsweise …
… ist nun kein Kindergartenkind mehr, sondern geht zur Schule
… hat die erste Klasse ganz toll gemeistert
… hat viele neue Freundinnen und einen Freund gefunden
… durfte sich im Malen und Kindertanz ausprobieren, um festzustellen, dass beides noch nicht das richtige Hobby für sie ist
… ist sehr emphatisch ihren Mitmenschen gegenüber.
Auch ich habe mich verändert. Zum Beispiel …
… fahre ich mittlerweile sehr viel Auto. Ohne zu meckern oder zu zögern, fahre ich über sämtliche Autobahnen des (Aus-)Landes. Das gab es zu Ms Lebzeiten nur unter großem Protest, weil ich einfach zu viel Angst hatte.
… manage ich unseren Alltag und die Freizeit nun komplett alleine. (Ich hatte aber schon immer die meiste Verantwortung.) Ich kümmere mich um nahezu alles, was so anfallen kann, alleine. Egal in welchem Bereich. Eine Ausnahme bildet aktuell das Aufhängen von Lampen und Anschließen elektrischer Geräte. Davor habe ich im Moment noch zu großen Respekt.
Auch wenn M vielleicht die ein oder andere Entscheidung, die ich beziehungsweise wir gefällt haben, nicht nachvollziehen könnte, bin ich überzeugt, dass er sehr stolz auf L und mich wäre, könnte er uns heute sehen.
Er fehlt mir nach wie vor in sämtlichen Lebenslagen. Ich mag nicht seit drei Jahren verwitwet sein, lieber wäre ich noch immer seine Ehefrau. Auch wenn ich im Alltag gut alleine zurechtkomme, gibt es immer wieder Momente, in denen ich mir wünschte, nicht alle Entscheidungen alleine treffen zu müssen. In der Nachbetrachtung ist es kein Wunder, dass mich vor allem 2021 und 2022 die psychosomatischen Schmerzen und Burnout-Symptome heimgesucht hatten. Es ist einfach ein Kraftakt, für alles verantwortlich zu sein.
Mit den Träumen, die M und ich im Laufe unserer Beziehung hatten und die mit seinem Tod geplatzt sind, komme ich immer besser klar. Ich habe viele davon begraben, akzeptiert, dass sie sich niemals erfüllen können, oder umgewandelt in für L und mich realistische Träume. Dennoch möchte ich nicht leugnen, dass ich ab und an in Selbstmitleid verfalle. Aber ich wäre nicht ich, wenn ich nicht nach kurzer Zeit aus meiner Trauer wieder herausfände. Das Leben ist immer noch lebenswert.
Ich habe gelernt, dass es unmöglich ist, L sowohl Mama als auch Papa zu sein. Ich habe gelernt, meine Trauer zuzulassen, egal wann und an welchen Orten sie kommt. Ich hatte vor einer Weile beispielsweise eine Phase, da überfiel mich auf der Fahrt ins Büro nach Erfurt der Schmerz, also weinte ich vor mich hin, während ich über die Autobahn fuhr. Im Moment triggert mich Musik sehr stark. Dieser Thematik fühle ich mich noch nicht gewachsen. So gern ich wieder im Orchester spielen würde, so sehr weiß ich, dass der Moment dafür noch nicht gekommen ist.
Egal was die Zukunft für L und mich noch bringen mag, M wird immer in unseren Herzen sein.
Die Erinnerung lebt weiter
Dies & Das, PersönlichesHeute vor zwei Jahren um vier Uhr morgens ist M gestorben.
Es ist unfassbar, wie schnell diese zwei Jahre vergangen sind und was in dieser Zeit alles passiert ist und sich verändert hat. Und trotzdem fühlt es sich an, als läge sein Tod nur wenige Wochen hinter uns.
In Ls und meinem Leben ist M in Erzählungen nach wie vor präsent. Ich berichte ihr in passenden Momenten lustige Erlebnisse, die ihrem Papa widerfahren sind, oder sage ihr, wie stolz er auf sie wäre. Er wäre auf jeden Fall sehr stolz auf L, wenn er wüsste, wie viel Spaß ihr der Schwimmkurs macht oder wie mutig sie zwei Nächte ohne mich mit ihren Kindergartenfreunden auf dem Possen übernachtet hat. Wir reden mehrmals wöchentlich über ihn oder lassen ihn zumindest in unsere Unterhaltung mit einfließen.
Ich habe den Eindruck, dass L das sehr freut. Sie zeigt es mal mehr, mal weniger. Sie selbst sagt, dass sie nicht traurig ist und auch mit mir allein eine glückliche Kindheit hat. Das beruhigt mich natürlich. Ihre Erzieherinnen im Kindergarten haben in den letzten zwei Jahren ebenfalls nichts Auffälliges an ihrem Verhalten entdecken können. Selbst die Kinderpsychologin, die ich ein halbes Dutzend Mal aufgesucht hatte, sieht aktuell keinen Therapiebedarf bei ihr.
Mir selbst geht es die allermeiste Zeit gut bis sehr gut. Es liegt sicherlich auch daran, dass ich sehr oft einen sehr vollen Alltag zu bewältigen habe und nicht immer die Zeit zum Trauern oder Nachdenken finde. Hin und wieder habe ich Flashbacks, zum Beispiel von dem Morgen vor zwei Jahren, als M starb. Diese Bilder werden für ewig in meinem Kopf sein. Auch die Tage und Wochen vor Ms Tod waren sehr intensiv. Ich spüre dann einen sehr stechenden und tiefen Schmerz in meinem Herzen, weil es mir immer noch so unendlich leid für ihn tut, wie sehr er zum Schluss leiden musste.
Mir hat wenige Monate nach Ms Tod J sehr geholfen, mich mit Ms Tod zu beschäftigen und aus meiner kleinen Katja-Blase herauszufinden. Nun ist er ein fester Teil meines und auch Ls Leben. Wie wichtig er für uns geworden ist, zeigt auch der bevorstehende Umzug nach Markkleeberg. Es ist richtig und wichtig, dass L und ich die Wohnung, die so viele traurige und schmerzhafte Erinnerungen bei uns hinterlassen hat, zu verlassen und einen kleinen Neustart zu wagen. Wir freuen uns beide wirklich sehr darauf.
Heute trafen L und ich uns am späten Nachmittag mit Ls Opa, Ls Oma, Ls Tante, Ls Onkel und Ls Cousin auf dem Erfurter Hauptfriedhof an Ms Grab. (Ich brachte eine verschnupfte Nase mit. Meine Schnelltests sind aber negativ.) Wir alle hatten Blumen dabei. Eine neue wunderschöne Laterne, auf der M und Prinzi zu sehen sind, ziert nun ebenso wie Ls Teddy das Grab. Alles sieht richtig schön sommerlich und farbenfroh aus.






Eintausend Fragen an mich selbst – Teil 14
PersönlichesEin Viertel der Fragen liegt nun hinter mir. Einige Fragen helfen mir dabei herauszufinden, wer ich bin und was ich wirklich will.
Ich genieße trotz kleiner Blogpause sehr, mich mit jeder einzelnen Frage auseinanderzusetzen. Hier kommen nun die Antworten auf die Fragen zweihunderteinundsechzig bis zweihundertachtzig.
Frage 261
Über welche Themen unterhältst du dich am liebsten?
Am liebsten unterhalte ich mich über Themen, die mich aktuell beschäftigen und die ich gern mit anderen diskutieren oder teilen will. Dauerbrenner sind allerdings das deutsche Schulsystem, Reisen und die Umsetzung von geschmiedeten Plänen.
Frage 262
Kannst du leicht Fehler eingestehen?
Ich bin gerade dabei, es wieder zu lernen. Fehler machen ist menschlich und nicht schlimm. Leider war der Umgang selbst mit den belanglosesten Fehlern bei meiner letzten Arbeitsstelle nicht richtig. Das hat bei mir deutliche Spuren hinterlassen und benötigt Zeit, um sich wieder zu normalisieren.
Frage 263
Was möchtest du nie mehr tun?
Ich will nie mehr für das Amtsgericht Gotha arbeiten.
Frage 264
Wie ist dein Gemütszustand üblicherweise?
Ich bin ein fröhlicher, lustiger und überwiegend ausgeglichener Mensch. Ich nehme das Leben mit Humor.
Frage 265
Sagst du immer die Wahrheit?
Grundsätzlich oder überwiegend ja. Unehrlichkeit bringt niemandem was und kommt früher oder später sowieso ans Tageslicht. Es gibt allerdings auch Menschen, da ist es zu deren eigenem Seelenfrieden besser, wenn sie nur die halbe Wahrheit kennen 😉
Frage 266
Was bedeutet Musik für dich?
Seit der ersten Grundschulklasse bin ich mit der Musik verbunden. Ich habe ein Jahr Notenlehre absolviert und spiele drei Instrumente: Blockflöte, Saxophon und Klavier. Musik ist deshalb so wichtig für mich, da durch sie alle Themen, die unsere Gesellschaft in den letzten Jahrhunderten bewegte, ausgedrückt werden können.
Frage 267
Hast du schon einmal einen Weinkrampf vorgetäuscht?
Nein.
Frage 268
Arbeitest du gern im Team oder lieber allein?
Ich arbeite lieber allein. Wenn das Team allerdings aus klugen, engagierten und kreativen Menschen besteht und ich das Gefühl habe, dass etwas Gutes daraus wird, arbeite ich auch gern mit anderen zusammen.
Frage 269
Welchen Fehler verzeihst du dir immer noch nicht?
Es war nichts so schwerwiegend, dass ich es mir nicht verzeihen könnte.
Frage 270
Welche Verliebtheit, die du empfindest, verstehst du selber nicht?
Da fällt mir nichts ein. Alle Verliebtheiten, die ich empfinde, haben ihre Berechtigung.
Frage 271
Denkst du intensiv genug über das Leben nach?
Oh ja. Seit August 2012 hat das Nachdenken noch mal zugenommen und hält bis jetzt an. Meine Gedanken sind aber größtenteils positiver Natur.
Frage 272
Fühlst du dich manchen Leuten gegenüber sehr unsicher?
Ja leider. Auch daran arbeite ich gerade, da es oftmals keinen Grund für diese Unsicherheit gibt.
Frage 273
Bist du autoritätsgläubig?
Nein. Jeder Mensch darf Fehler machen und macht auch welche.
Frage 274
Bist du gern allein?
Gelegentlich. Ich genieße es, Zeit mit mir und mit Dingen zu verbringen, die (nur) ich mag. Ich nenne das Pflege des eigenen Ichs. Wenn meine Akkus leer sind, nehme ich mir eine solche Auszeit, um wieder zu Kräften zu kommen.
Frage 275
Welche eigenen Interessen hast du durchgesetzt?
Ich habe meinen unliebsamen Job gekündigt und den Qualifizierungskurs zur Kindertagespflegeperson begonnen. Seit kurzem mache ich wieder regelmäßig Lauf- und Krafttraining.
Frage 276
Welchen guten Zweck förderst du?
Ich bemühe mich derzeit eine reformpädagogische Schule in Gründung zu unterstützen. Leider gab es noch keine Rückmeldung seitens der drei Gründer.
Frage 277
Wie sieht dein Traumhaus aus?
Mein Traumhaus sieht wie das große schöne Haus in Plumfield auf dem Lande aus 😉
Frage 278
Machst du leicht Versprechungen?
Vor Ls Geburt habe ich mich schon an meine gemachten Versprechungen gehalten, nach Ls Geburt achte ich darauf sogar noch mehr. Meine L merkt sich wirklich alles, was ich ihr erzähle. Ich gebe ihr nur die Versprechungen, die ich auch wirklich halte.
Frage 279
Wie weit gehst du für Geld?
Obwohl ich meinen unverschämt gutbezahlten Job gekündigt habe, ist mir Geld wichtig. Ich habe einen Geldbetrag im Kopf, den ich monatlich zum Überleben brauche. Ich will allerdings Geld nur noch mit Arbeit verdienen, die mir auch Spaß macht.
Frage 280
Bist du häufig eigensinnig, auch wenn es zu deinem Nachteil ist?
Eher nicht.
Eintausend Fragen an mich selbst – Teil 13
PersönlichesIch erkläre meine diesjährige Blogpause für beendet 😉
Das Jahr verläuft bisher positiv aufregend und spannend. Ich konzentriere mich derzeit voll und ganz auf die Absolvierung meines Qualifizierungskurses zur Kindertagespflegeperson, sodass nicht nur mein ILS-Fernlehrgang hintenansteht, sondern auch dieses Blog.
Ich habe jedoch nicht nur privat viel vor, sondern auch hier. Es wird demnächst (vermutlich erst Ende des Jahres/im nächsten Jahr) eine Umstrukturierung geben. Ich freue mich schon drauf 🙂
Hier kommen nun die Antworten auf die nächsten zwanzig Fragen.
Frage 241
Fühlst du dich im Leben zu etwas berufen?
Die Beantwortung dieser Frage fällt mir sehr schwer. Ich habe sehr viele verschiedene (berufliche) Interessen und Vorstellungen, die ich nun seit November letzten Jahres versuche, zu strukturieren und in die Tat umzusetzen. Ich weiß nicht, ob ich mich wirklich zu etwas „berufen“ fühle. Vielleicht finde ich es noch heraus 😉
Frage 242
Bist du nach etwas süchtig?
Da fällt mir sofort Sushi ein. Ich liebe Sushi und könnte es mehrmals wöchentlich essen. Besonders schlimm war für mich die Zeit der Schwangerschaft, als der Anblick von vegetarischem/veganem Sushi in mir Übelkeit hervorrief.
Frage 243
Wessen Tod hat dich am meisten berührt?
Ich habe glücklicherweise noch nicht viele mir nahestehende Menschen verloren. Bisher war das Ende des Lebens immer abzusehen, weshalb ich mich im Vorfeld darauf einstellen konnte.
Der Tod eines geliebten Tieres berührt mich jedenfalls immer sehr.
Frage 244
Wie würde der Titel deiner Autobiographie lauten?
Spontan fällt mir folgender Titel ein: „Katja – Im Wandel der Zeit“. Dieser Titel eignet sich hervorragend zur Unterteilung in entsprechende Kapitel, die alle andere Lebensphasen und Einstellungen zum Leben thematisieren würden.
Frage 245
In welchem Maße entsprichst du bereits der Person, die du sein willst?
Ich bin im Moment auf der Suche. Ich würde es sogar als Selbstfindungsphase bezeichnen. Ich befinde mich erst am Anfang des Weges, habe aber das Gefühl, in die richtige Richtung zu laufen. Vieles gelingt mir gut, an anderen Dingen muss ich noch an mir arbeiten.
Frage 246
Wann muss man eine Beziehung beenden?
Wenn man sich unglücklich fühlt, wenn man auf der Stelle tritt oder in seiner Entwicklung vom anderen gebremst wird und vor allen Dingen wenn einem der Kontakt zu jemandem nicht guttut, sollte eine Beziehung wenigstens hinterfragt werden.
Frage 247
Wie wichtig ist dir deine Arbeit?
Ich bin mit der Einstellung aufgewachsen, dass ein sicherer Job und ein geregeltes monatliches Einkommen sehr wichtig sind. Diesem Vorbild habe ich bis Mitte zwanzig nachgeeifert, obwohl ich seit Jahren unzufrieden und unglücklich mit meiner beruflichen Situation und einem Burnout sehr nahe war.
Seit April diesen Jahres bin ich frei. Ich arbeite ein paar Stunden die Woche für die Firmen meines Mannes, absolviere nebenbei den Qualifizierungskurs zur Kindertagespflegeperson und einen ILS-Fernlehrgang. Das alles habe ich mir freiwillig ausgesucht und bin dabei erstmals meinen beruflichen Wünschen und Neigungen gefolgt. Arbeit ist mir wichtig, aber für mich nur noch mit Freude und Spaß verbunden.
Frage 248
Was würdest du gern gut beherrschen?
Da gibt es so einiges, das ich gern gut beherrschen würde. Ich bin zuversichtlich, dass sich manches davon noch realisieren lässt. Klavier spielen fällt mit spontan ein.
Frage 249
Glaubst du, dass Geld glücklich macht?
Ich weiß, dass kein Geld haben unglücklich macht. Diese Erfahrung habe ich in meiner länger als einjährigen Elternzeit machen müssen. Es ist kein schönes Gefühl, auf Kosten eines anderen zu leben. Ich hätte monatlich gern so viel Geld, dass meine Ausgaben gedeckt sind und ein kleines Polster angelegt werden kann.
Frage 250
Würdest du dich heute wieder für deinen Partner entscheiden?
Ja. Wir passen wirklich gut zusammen, spornen uns immer wieder an, unterstützen den anderen bei jeder noch so verrückten Idee und halten uns ab und an den Spiegel vors Gesicht.
Frage 251
In welcher Sportart bist du deiner Meinung nach gut?
Aktuell jogge ich gern und will bis Ende des Jahres wieder problemlos zehn Kilometer laufen können. Volleyball spielen mag ich seit der Grundschule sehr gern, bin aber leider etwas eingerostet. In einigen Jahren würde ich gern einer Volleyballmannschaft beitreten.
Frage 252
Heuchelst du häufig Interesse?
Nein. Ich höre mit allerdings auch Themen an, die mich weniger interessieren, einfach weil mir die Person wichtig ist. Durch gezielte Nachfragen versuche ich mich mit dem Thema zu identifizieren.
Frage 253
Kannst du gut Geschichten erzählen?
Ich übe mich seit geraumer Zeit darin 🙂 Es gut und spannend zu können, ist mir jedenfalls ein großes Anliegen.
Frage 254
Wem gönnst du nur das Allerbeste?
Ich gönne jedem Menschen das Allerbeste. Jeder hat sein Säckchen zu schleppen und andere Gründe, weshalb so oder so gehandelt wurde. Es ist falsch zu sagen, jemand hätte etwas mehr verdient als andere.
Frage 255
Was hast du zu deinem eigenen Bedauern verpasst?
Mir fällt nichts ein, was ich jetzt – auch wenn der Weg schwieriger sein mag – nicht nachholen könnte.
Frage 256
Kannst du dich gut ablenken?
Es gibt nichts, wovon ich mich ablenken müsste. Ich versuche seit Ls Geburt vermehrt im Hier und Jetzt zu leben und Ablenkungen zu vermeiden.
Frage 257
In welcher Kleidung fühlst du dich am wohlsten?
Seit Juni trage ich nur noch Kleider, Röcke mit T-Shirt, darunter Leggins in unterschiedlichen Längen und meine Barfußschuhe ❤
Frage 258
Wovon hast du geglaubt, dass es dir nie passieren würde?
Ich hätte nie gedacht, dass ich jahrelang gemobbt werden könnte, ohne es zu merken. Ich hätte nie geglaubt, meinen sicheren und sehr gut bezahlten Job zu kündigen und einer ungewissen, aber äußerst spannenden beruflichen Zukunft entgegenzusehen.
Frage 259
Würdest du gern zum anderen Geschlecht gehören?
Nein. Ich fühle mich wohl so wie ich bin.
Frage 260
Wer nervt dich gelegentlich?
Prinz, L, M, Ms Mama, meine Eltern 😉 Ich denke aber, dass dies zum Familienleben dazugehört.
