Unsere Nacht war okay und verlief etwas ruhiger als die vorherige. Das frühe Aufstehen war dennoch nervig, vor allem wenn man wie ich seit Montag davon überzeugt ist, es sei bereits einen Tag später. L zog sehr gut mit, sodass wir pünktlich das Haus verlassen konnten.
Über den Tag verteilt hatte ich viiiiiel zu viel gegessen. Mittags bestellten wir Essen – ich aß gebratenes Gemüse mit Reis und Erdnusssauce – und abends gab es das restliche Sushi aus der am Vortag gekauften Rettertüte.
Selbst für nur eine einzige Sportübung war ich heute zu faul und zu müde.
Mit meinem Kollegen A fuhr ich morgens gemeinsam im Auto ins Büro nach Erfurt und am Nachmittag wieder zurück. Wir sahen sowohl den Sonnenauf- als auch den -untergang und waren zwischenzeitlich Regenschauern und/oder starkem Wind ausgesetzt. Die Autobahnen waren aber frei.
Im Büro selbst fand der erste Open Space Friday im neuen Jahr statt. Neben einem Finanz- und Projektupdate sprachen wir über einen möglichen KI-Einsatz bei der täglichen Arbeit und dachten über neuen Content für unseren Social Media Auftritt nach. Plakate gestalteten wir nach dem Mittagessen, um in einem kurz darauf abgedrehten Statement-Video für ein weltoffenes Thüringen einzustehen.
L teilte mir abends mit, dass ihr Schultag schön war. Dem Elternbrief der Lehrerin entnahm ich, dass die Kinder in ihren Projekten im Rahmen des wöchentlich stattfindenden Freidays versunken waren. L beschäftigt sich derzeit mit dem Thema Urwald.
L hatte nachmittags ein Playdate bei ihrer Schulfreundin LS. Beide Mädels wurden von Leipzig-M aus der Schule abgeholt. So brauchte ich auf der Rückfahrt nicht hetzen. Es stellte sich heraus, dass mein Kollege A, den ich nach Hause fuhr, nur einen Kilometer von LS’ Zuhause entfernt wohnt. Ich konnte L also schneller als erwartet von dort abholen.
Abends las ich in meinem aktuellen Buch weiter.
Vor dem Schlafengehen bekam L noch ein Medikament, um der Party, die seit Tagen in ihrem Körper stattfindet, Einhalt zu gebieten und uns wieder ruhige Nächte zu bescheren.
Was heute schön war:
– Sonnenauf- und -untergang
– unfall- und staufreie Autofahrten
– anregende Konversation mit Kollege A
– sehr viel leckeres Essen
– Playdate für L
– Französischübungen in der Duolingo App
– lesen
Autor: Martin
Himmelspost an M
Dies & Das, PersönlichesMein lieber M,
allmählich geht der erste Monat des neuen Jahres seinem Ende entgegen. Wie auch in den Vorjahren war der Himmel oft grau und an einigen Tagen fiel es L und mir wirklich schwer, uns für den bevorstehenden Schul- und Arbeitstag zu motivieren. Aber es fiel auch Schnee, über den wir uns sehr freuten, und die Sonne ließ sich ab und an für kurze Zeit blicken.
Apropos Schnee … Du kannst wirklich stolz auf mich sein: Ich bin ohne Gemecker unfallfrei mit dem Auto auf stark verschneiten Straßen während Schneefalls gefahren und konnte meine Fahrskills auf eine neue Ebene heben. Nervös war ich natürlich dennoch und ein bisschen Angst hatte ich auch. Aber ich habe es geschafft.
L erinnert mich immer mehr an dich. Oft dachte ich in diesem Monat, wie ähnlich ihr euch seid. Zum einen seht ihr euch äußerlich wirklich sehr ähnlich und habt neben den gleichen Gesichtszügen auch oft dieselben -ausdrücke. Aber es werden zum anderen auch immer mehr Charaktereigenschaften sichtbar, die ich bereits von dir kenne. Es erwärmt mein Herz ungemein, dass ein großer Teil von dir in ihr weiterleben darf.
L ist ein unglaublich starkes Kind. Während ich an den kleinen und großen Herausforderungen des Lebens oft lange zu knabbern habe, findet sie für sich eine Lösung und setzt diese auch konsequent durch. Sie lässt sich nicht manipulieren oder unterbuttern. Und das mit gerade einmal sieben Jahren. Von ihr kann ich diesbezüglich noch einiges lernen.
Seit Mitte November letzten Jahres begleitet uns nun die LRS-Thematik. In Kürze wissen wir, ob L eine Rechtschreibschäche hat oder nicht und wenn ja, in welchem Ausmaß. Bis hierhin war es vor allem für mich ein langer und steiniger Weg. Nicht nur einmal habe ich mir deinen Beistand, deine Sicht auf die Thematik, deinen Rat und deine Fähigkeit der Kommunikation herbeigewünscht. Es fiel mir schwer, mich alleine damit auseinandersetzen und Entscheidungen treffen zu müssen. Ich habe aus der Situation dennoch viel gelernt und einiges für mich mitgenommen. Ich hoffe, es beim nächsten Mal besser machen zu können.
Von jetzt auf gleich hatte mich eine Corona-Infektion komplett lahmgelegt. Ich fühlte mich in etwa genauso krank wie im Dezember 2022. Vor einigen wenigen Jahren konnte ich guten Gewissens erzählen, dass ich mir etwa einmal pro Jahrzehnt einen stärkeren Infekt einfange. Jetzt häuft sich die Zahl der stärker verlaufenden Erkrankungen bei mir doch schon merklich.
Spannend fand ich meine Sorge oder Angst, plötzlich tot umzufallen und L alleine zurückzulassen. Je älter ich werde, desto deutlicher merke ich, wie sehr ich am Leben hänge, und wie wenig ich bereit bin, jetzt schon das Zeitliche zu segnen. Dabei bin ich ja erst fünfunddreißig Jahre alt. Wie soll das denn erst in ein paar Jahren werden?!
Aber dank Ruhe, die ich streng eingehalten habe, fühlte ich mich nach einer Woche zumindest wieder fit genug, um unseren Alltag ohne größere Anstrengungen bewältigen zu können. Für die restlichen Monate des Jahres wünsche ich mir Gesundheit.
Deine Katja
Mittwoch, 24. Januar 2024 – Bestellung
AlltagsschnipselRichtig tief geschlafen hatte ich in dieser Nacht irgendwie nicht. Immerhin wurde ich so beim Weckerklingeln nicht aus einem Traum gerissen und das Aufstehen am Morgen fiel mir wesentlich leichter. Auch L kam gut aus dem Bett.
Gegessen habe ich heute eindeutig zu viel.
Abends konnte ich mich für eine kurze Beinübung motivieren.
Neben einigen Terminen am Vormittag verbrachte ich meinen Arbeitstag mit längst überfälligen finanzbuchhalterischen Aufgaben.
L teilte mir nachmittags mit, dass sie ein gutes Gefühl bezüglich der Lernzielkontrolle im Fach Sachunterricht hat.
Ich hätte heute gern die Füße hochgelegt und den Tag entspannt ausklingen lassen, doch L wollte unbedingt noch einige Aufgaben ihres schulischen Wochenplans vervollständigen. So saßen wir abends noch eine Weile zusammen und erledigten Aufgaben in Deutsch, Mathe und Sachunterricht. Morgen kann sie den nahezu vollständig erledigten Plan ihrer Lehrerin präsentieren.
Eine Folge „Star Trek: TNG“ konnte ich dennoch schauen.
Da unsere Bettlaken immer größere Löcher bekommen, allmählich auch die Bettwäsche kaputt geht und ich das irgendwie armselig finde, in uralter Wäsche zu schlafen, nutzte ich einige der in letzter Zeit erhaltenen Gutscheine, um uns etwas Neues zu bestellen. Überrascht bin ich, wie sehr sich ein Mensch über neue Bettlaken und -wäsche freuen kann. Aber so ist es. Ich freue mich sehr auf die bevorstehende Lieferung.
Was heute schön war:
– konzentriertes Arbeiten
– Bestellung von Bettwäsche und -laken
– Serie „Star Trek: TNG“
– Schwedischübungen in der Duolingo App
– Sportübung
Dienstag, 23. Januar 2024 – Indoorspielplatz
AlltagsschnipselHeute Morgen riss mich das Klingeln des Weckers mitten aus einem spannenden Traum. Ich hätte echt gern gewusst, wie es weitergeht. Ich brauchte ewig, um richtig wach zu werden. So dunkle Augenringe wie heute habe ich normalerweise nicht. Vielleicht war es gestern Abend doch nicht die beste Idee, zeitiger schlafen zu gehen. Dafür fiel es L ausnahmsweise mal leichter aufzustehen.
Abends machte ich eine Übung für die Beine und eine für den Bauch und schaffte genau dieselbe Anzahl an Wiederholungen wie vor meiner Corona-Infektion.
Mein Arbeitstag war produktiv. Ich habe in den unterschiedlichsten Bereichen sehr viel geschafft. Unter anderem bereitete ich einen Teil der Präsentation für den kommenden Open Space Friday sowie Inhalte der ersten Mitarbeitergespräche vor. Beschäftigt war ich zudem mit den Tools Commitly, StarMoney und Unternehmen online.
In ihrer Klassenarbeit in Deutsch hat L eine 1 geschrieben. Morgen folgt noch ein letzter Test im Fach Sachunterricht, dann dürften die Noten für das Halbjahreszeugnis vollständig sein.
Auf Wunsch zweier Kinderleins fuhr ich am späteren Nachmittag spontan mit L und ihrer Schulfreundin EB in den Indoorspielplatz.
Das heutige Gespräch mit Ls Lehrerin und der hinzugezogenen Schulcoach war sehr gut. Ich bleibe dennoch bei meiner kürzlich getroffenen Einschätzung: Ls Lehrerin hat kein Talent, sich ordentlich in ihren E-Mails auszudrücken. L wird weiterhin in ihrer Klasse bleiben, ist eine gute und fleißige Schülerin, strengt sich an, arbeitet mit, weiß viel und wird auch ein gutes Halbjahreszeugnis bekommen.
Ich werde nun lernen müssen, mich nicht immer so stark von Informationen jeglicher Art stressen zu lassen und entspannter durchs Leben zu gehen. (Wenn’s doch nur so einfach wäre.) In den meisten Fällen ist schließlich alles nur halb so wild.
Was heute schön war:
– positives und konstruktives Gespräch mit Ls Lehrerin
– Indoorspielplatz mit L und EB
– Sportübungen
– Italienischübungen in der Duolingo App
Montag, 22. Januar 2024 – Tauwetter
AlltagsschnipselGestern Abend fand ich nur schwer in den Schlaf und wachte in der Nacht auch mehrfach auf. Von Sonntag auf Montag habe ich das (so wie vermutlich viele andere Menschen auch) ziemlich oft. Trotzdem fühlte ich mich nach dem Weckerklingeln heute Morgen fit für den bevorstehenden Tag. Im Gegensatz zu L, die mit einer Mischung aus Jammern und Weinen ihren Unmut wegen des frühen Aufstehens kundtat.
Gegessen hatte ich nichts außergewöhnliches. Irgendwie rumorte es dennoch in meinem Körper.
Mein Sportprogramm bestand am späten Nachmittag aus einer Arm- und einer Beinübung. Jetzt heißt es wieder dranbleiben.
Ich war an der Arbeit sehr produktiv und zur Feierabendzeit zufrieden mit meinen Ergebnissen. Neben einigen montäglichen Meetings widmete ich mich erneut dem Tool Commitly, stellte zu meiner Überraschung fest, dass ich letzte Woche sehr weit gekommen war und beendete bis zum Mittag den ersten Cashflow Forecast bis zum Jahresende. Am Donnerstag präsentiere ich meinen ersten Arbeitsstand im Management Meeting. Ansonsten erledigte ich noch etliche kleine, aber wichtige Aufgaben und Zuarbeiten.
Laut L war der Schultag wohl ganz gut. Ihre Note auf die Klassenarbeit in Deutsch bekommt sie leider erst morgen. Dabei bin ich doch so aufgeregt.
Am späten Nachmittag hatte L wieder eine laut eigener Aussage tolle Ballettstunde. In den nächsten vier Wochen werden die Kinder von einer Vertretungslehrerin unterrichtet.
Neben Lesen verbrachte ich einen Teil des Abends mit einer weiteren Folge der Serie „Star Trek: TNG“.
In der kommenden Woche wird L den Bundes-/Pisatest im Beisein einer Schulpsychologin wiederholen. Ich bin sehr gespannt auf das Ergebnis. Unabhängig von den Erkenntnissen werde ich mich aber dafür einsetzen, dass L weiterhin an dieser Schule und auch in ihrer Klasse bleibt.
Nahezu der gesamte Schnee ist im Laufe des Tages geschmolzen. Ich bin so froh, dass L und ich rodeln waren.
L hat den Wunsch geäußert, richtig Theater zu spielen, also außerhalb ihrer AG in der Schule. Mal sehen, ob und was ich da für sie tun kann.
Was heute schön war:
– kurze Spaziergänge am Morgen und Nachmittag
– lesen
– Sportübungen
– Französischübungen in der Duolingo App
Sonntag, 21. Januar 2024 – Mariannenpark
AlltagsschnipselIch hatte bis in die frühen Morgenstunden gut geschlafen, musste dann nur einmal Nasenspray nehmen und bekam auch meine aufkommenden Gedanken relativ zügig wieder zur Ruhe. So konnte ich bis acht Uhr weiterschlafen. Geweckt wurde ich von L. Ich hätte sonst vermutlich noch eine ganze Weile länger geschlafen.
Zum Frühstück gab es für mich wieder ein Brötchen mit Erdbeermarmelade. Zum sehr späten Mittag bzw. sehr frühen Abendessen, sprich am Nachmittag, aßen L und ich unter anderem Süßkartoffelpommes.
Ich beendete meine tagelange Sportpause mit einigen Wiederholungen einer Beinübung. Das ging schon wieder ganz gut.
Mit L übte ich am Vormittag etwas Mathe. Das machte aufgrund ihres starken Widerwillens weder ihr noch mir Spaß. Dafür hatten wir abends beide große Freude bei einigen wenigen Deutschübungen. Wenn L Lust hat, geht das ganz fix.
Den vermutlich vorerst letzten schneereichen Wintertag verbrachten L und ich rodelnd im Mariannenpark. Wir nutzten abwechselnd den Schlitten und Poporutscher und hatten richtig viel Spaß. Ich bin sehr froh, dass wir in diesem Winter Schlitten gefahren sind.
Eine weitere Folge „Star Trek: TNG“ schaute ich in mehreren Etappen über den Tag verteilt.
Was heute schön war:
– länger schlafen
– zwei Tassen Schokocappuccino
– Sportübung
– Rodeln mit L
– lesen
– Schultermassage mit dem Massagegerät
– Englischübungen in der Duolingo App
Samstag, 20. Januar 2024 – Rodeln
AlltagsschnipselIch habe dazugelernt. Deshalb nahm ich gestern Abend vor dem Schlafengehen Nasenspray. Ich hatte dadurch eine wunderbare und erholsame Nacht und schlief hervorragend. Dennoch fühlte ich mich heute Morgen nach dem Aufwachen kurz vor um neun immer noch sehr müde.
Zum Frühstück gab es ein Brötchen mit Erdbeermarmelade, mittags aßen L und ich Kuchen und abends teilten wir uns eine Pizza.
Sportübungen machte ich keine. Ich bin aber mittlerweile wieder an einem Punkt angelangt, an dem ich überlege, mit leichten Übungen für Arme und Beine zu beginnen.
Spontan schnappten L und ich uns nachmittags unseren Schlitten und den Popo-Rutscher und suchten uns in der Nähe einen (sehr kleinen) Hang. Etwa eine Stunde lang rodelten wir im Sonnenschein und hatten großen Spaß. Morgen wollen wir wieder rodeln gehen, denn ab Montag soll das Tauwetter einsetzen.
Abends schaute ich nach einem kurzen gemeinsamen Filmabend mit L die ersten Folgen der Serie „Star Trek: TNG“.
Da D in zwei Wochen nach Berlin umziehen wird und in meinem Keller noch unzählige Umzugskartons auf einen erneuten Einsatz warten, lud ich diese mittags ins Auto und fuhr sie zu ihr. Als Dankeschön spendierte sie L und mir leckeren Kuchen. (Über den wiedergewonnenen Platz in meinem Keller bin ich sehr begeistert.)
Was heute schön war:
– ausschlafen
– Sonnenschein
– Schokocappuccino
– Zeit für meinen Terminkalender „Ein guter Plan“
– Treffen mit D
– Rodeln mit L
– Schwedischübungen in der Duolingo App
Freitag, 19. Januar 2024 – Beratung
AlltagsschnipselWeil ich ich bin und mich bei jeglicher Medizin anstelle, war meine Nacht aufgrund meiner verstopften Nase nicht ganz so erholsam wie sie hätte sein können, hätte ich Nasenspray genommen. Geschlafen hatte ich dennoch. Geträumt ebenfalls. Ich erinnere mich an das ein oder andere Raumschiff, das in meinen Träumen auftauchte. Keine Ahnung, wo die herkamen. 😉
Den gesamten Arbeitstag über beschäftigte ich mich mit der Neukategorisierung der Transaktionen im Tool Commitly. Ich achtete dabei darauf, die betriebswirtschaftliche Auswertung nicht zu kopieren, sondern Kategorien zu erstellen, die uns strategisch interessieren. Ich kam sehr gut voran. Vormittags leitete ich das erste Teammeeting in diesem Jahr. Im Vorfeld war ich stark verunsichert, ob es sich aufgrund von zahlreichen Krankmeldungen oder anderen Gründen für Abwesenheiten überhaupt lohnt, es stattfinden zu lassen. Hinterher war ich aber sehr zufrieden mit der Stimmung und dem Ergebnis.
L hatte nach der Schule wieder schlechte Laune, die sie an mir ausließ. Zum Glück legte sich das nach einer Weile wieder. Ich bin nämlich nicht gern ihr Fußabtreter.
Abends beendete ich die Serie „Star Trek: Picard“. Die drei Staffeln habe ich innerhalb weniger Tage durchgesuchtet. Schön war’s. Ich denke, ich werde jetzt mal wieder in „Star Trek: TNG“ reinschauen. Nach sehr langer Zeit kaufte ich mir heute mal wieder ein Magazin, in dem ich gleich las. Ich gehöre zwar nicht zur Zielgruppe, hatte aber trotzdem großen Spaß.
Nachmittags führte ich ein Telefonat mit einer Beraterin von LRS Deutschland. Auf der Suche nach Hilfe bezüglich der im Raum stehenden LRS bei L bin ich beim Googeln vor einiger Zeit auf die entsprechende Website gestoßen. Nachdem ich mich davon überzeugt hatte, nicht auf irgendwelche Betrüger hereinzufallen, nahm ich Kontakt auf.
Das Telefonat war sehr angenehm und endete so ganz anders als erwartet. Ich rechnete wirklich sehr fest damit, dass L ein Kurs nahegelegt wird und ich die nächsten Tage damit beschäftigt sein würde, das Geld dafür aufzutreiben.
Stattdessen teilte mir die Beraterin mit, dass sie im Moment überhaupt gar keinen Handlungsbedarf für L sieht und das ganze Thema für überzogen und übereilt hält. Immerhin sei L erst sieben Jahre alt und immer noch eine Zweitklässlerin. Die Zeit würde in den nächsten Monaten noch ganz viel richten. Sie meinte weiter, dass sie ausschließlich Kinder (und auch Erwachsene) bei sich sitzen habe, die wirklich große Probleme und schlechte Noten haben, nicht lesen und noch weniger schreiben können. L passt in keinen ihrer Kurse.
Sie riet mir, unbedingt bei Ls Klassenlehrerin anzusprechen, weshalb diese der Meinung ist, dass L die Klasse wiederholen soll. Ich soll mir nichts einreden lassen und schon gar nichts bewilligen, was sich für uns nicht gut und richtig anfühlt.
Sollte es irgendwann doch so kommen, dass L Nachhilfe braucht, kann ich mich jederzeit wieder bei ihr melden. Es ist nämlich nie zu spät dafür.
Auch eine E-Mail von Ls Klassenlehrerin erreichte mich heute Nachmittag. Diese hatte noch mal Rücksprache mit der Schulpsychologin gehalten. Die Schulpsychologin meinte, L sei nicht „qualifiziert“, an einer offiziellen LRS-Testung teilzunehmen. Mit anderen Worten: Ihr Pisa-Test Ende November war zu gut. Die Schulpsychologin ist eher der Auffassung, dass Ls Konzentration (und/oder Lust) gegen Ende des Pisa-Tests nachgelassen hatte. Ich nahm dennoch mit dieser Frau Kontakt auf und bin gespannt, was dabei herauskommen wird.
Ich bin jetzt noch verwirrter als ohnehin schon.
Was heute schön war:
– gute Stimmung im Teammeeting
– Magazin lesen
– Serie “Star Trek: Picard”
– Italienischübungen in der Duolingo App
Donnerstag, 18. Januar 2024 – Schnupfen
AlltagsschnipselIch hatte gut geschlafen. Da ich gestern Abend sehr früh sehr müde war, sind L und ich auch zeitig schlafen gegangen. Somit war das zeitige Aufstehen heute Morgen okay.
Auf Ls Wunsch hin bestellten wir abends Pizza. Für L gab es eine Pizza Funghi, für mich eine vegane BBQ Chicken.
Sport habe ich nicht gemacht.
Mein Arbeitstag lief gut an. Ich hatte einige Termine, darunter zwei Dailies, ein Management Meeting und einen Abstimmungstermin im HR Bereich. Den Großteil des Tages widmete ich mich dem Tool Commitly. Ich schaute mir ein halbstündiges Video dazu an und wusste danach, dass ich intuitiv mit der richtigen Aufgabe begonnen hatte. Nun weiß ich zudem, wie ich weitermachen muss, um die bestmöglichen Ergebnisse zu bekommen.
Als ich L am Nachmittag von der Schule abgeholt hatte, wurde ich mit ihrer schlechten Laune konfrontiert. Nachdem sie etwas gegessen hatte, war sie wieder erträglich. So konnte sie mir schließlich mitteilen, dass sie ein gutes Gefühl bezüglich ihrer Klassenarbeit in Deutsch hat. Zudem hat sie eine tägliche Übung in Mathe zur Benotung abgegeben. Nächste Woche gibt es noch ein oder zwei Noten im Fach Sachunterricht und dann dürfte es das für das erste Schulhalbjahr gewesen sein. Reicht auch.
Abends schaute ich die Serie „Star Trek: Picard“ weiter und half L dabei, drei Projektideen für den wöchentlichen Freiday in der Schule zu finden und in ihrem Logbuch aufzuschreiben.
Es war ganz schön anstrengend, wieder einen normalen Tagesablauf zu haben. Ich merkte ab mittags deutlich, dass ich noch nicht ganz fit bin. Über den Tag wurde mein Schnupfen auch immer stärker.
Was heute schön war:
– Vorankommen im Tool Commitly
– Serie “Star Trek: Picard”
– vegane Pizza zum Abendessen
– Französischübungen in der Duolingo App
Mittwoch, 17. Januar 2024 – Spaziergang
AlltagsschnipselNach einer weiteren verschwitzten Nacht klingelte heute Morgen um kurz nach sechs Uhr erstmals seit Freitag wieder der Wecker. L war überaus begeistert, zog aber gut mit.
Gegessen hatte ich gut und mit Appetit, aber noch nicht übermäßig viel.
Es fällt mir wieder leichter, Treppen zu steigen und mehr als nur ein paar Schritte in der Gegend herumzulaufen. Für Sportübungen reicht es allerdings noch nicht.
Heute war der letzte Tag meiner Krankschreibung. Ab morgen werde ich wieder langsam in den Arbeitsalltag starten. Ich freue mich.
L brachte ich am Morgen in die Schule. Sie freute sich auf den Sportunterricht und ihre AG Theater am Nachmittag. Im Auto erzählte sie mir L abends auf der Heimfahrt von ihrem schönen Schultag. Ich bin froh, dass sie wieder gerne hingeht.
Ich beendete im Laufe des Tages die zweite Staffel von „Star Trek: Picard“ … und startete natürlich gleich mit der dritten. Ein paar Aufgaben im Haushalt konnte ich auch erledigen. L wurde nach der Schule von Leipzig-A abgeholt und verbrachte den Nachmittag mit ihrer Schulfreundin EB auf der Eisfläche.
Heute war wieder ein Tag, an dem ich meine Autofahrskills verbessern konnte. (Meine Angst vor dem Fahren unbekannter Strecken oder unter für mich extremen Bedingungen war sehr oft ein Streitthema zwischen M und mir.) Damit ich L abends von EB abholen konnte, blieb mir nichts anderes übrig, als eine halbe Stunde lang auf verschneiten Straßen bis nach Leipzig Ost zu fahren. Glücklicherweise war es noch nicht sonderlich glatt, weshalb ich unversehrt hin- und später gemeinsam mit L auch wieder zurückkam.
Was heute schön war:
– Serie “Star Trek: Picard”
– Nachmittagsspaziergang
– Playdate für L
– Englischübungen in der Duolingo App
