Ich habe wunderbar geschlafen. Durch Ls variablen Ferientag konnte ich sogar über eine Stunde länger schlafen als sonst. L wachte sogar zwei Stunden später als üblich auf.
Gefrühstückt hatte ich erneut Beerenmüsli mit Kiwi, Mandarine und Pflanzenmilch. Mittags aßen L und ich Nudeln mit Tomatensoße, zum Vesper je einen Eisbecher und abends gab es eine kleine Brotzeit.
Um meinem Körper wieder eine Freude zu bereiten, machte ich nachmittags einige Liegestütze und Kniebeuge. Meine Routine ist leider komplett eingeschlafen. Das möchte ich ändern.
Trotz meines Ferienkindes zu Hause schaffte ich an der Arbeit viel. Einen Großteil der Arbeitszeit leistete ich am Stück. Abends setzte ich mich nochmal für eine Stunde an den Rechner. Vormittags hatte ich drei Meetings. Zwischendrin versendete ich zahlreiche E-Mails, erledigte unverzüglich eine Rückmeldung von einer der gestern abgearbeiteten Altlasten und kümmerte mich überwiegend um die Messeplanung und den Forecast für unseren Cashflow des Geschäftskontos.
Alle Kinder der Klasse haben Unmengen an „freiwilligen“ Aufgaben über die Ferien mit nach Hause bekommen. L bearbeitete mittags eine Seite im Schreibschriftheft und abends noch ein Aufgabenblatt in Mathe.
Nachmittags trafen wir uns mit ihrer Schulfreundin LS sowie ihrem Bruder und ihrer Mama im Paunsdorf Center und aßen Eis.
Um für die Osterfeiertage möglichst schick zu sein, nahmen sowohl L als auch ich heute ein Bad.
Was heute schön war:
– länger schlafen
– Sonnenschein
– Sportübungen
– Badewannenzeit
– Eis essen
– Italienischübungen in der Duolingo App
Autor: Martin
Dienstag, 26. März 2024 – Endlose Bürokratie
AlltagsschnipselL und ich waren gestern Abend sehr müde und schliefen sofort ein, kaum dass unsere Köpfe die Kissen berührten. Ich habe in der Nacht viel geträumt. Ich erinnere mich, dass L und ich in einem meiner Träume bis kurz nach halb elf geschlafen hatten, obwohl ein normaler Schul- und Arbeitstag war. Grund hierfür war Unterrichtsausfall des ersten Blocks, der aus zwei Stunden à fünfundvierzig Minuten besteht. Noch in meinem Traum merkte ich, dass L dennoch spätestens zehn Uhr in der Schule hätte auftauchen müssen. Wegen dieser Feststellung wurde ich wach und mein Traum endete.
Gefrühstückt hatte ich Beerenmüsli mit Kiwi, Mandarine und Pflanzenmilch. Mittags aß ich eine asiatische Gemüsepfanne mit Räuchertofu, zum Vesper ein Stück Donauwelle und abends eine Handvoll Süßkartoffelpommes, die L nicht mehr wollte.
Eine Beinübung machte ich beim Zähneputzen.
Neben meinen zwei Dailys kümmerte ich mich am Morgen um das Anliegen einer Mitarbeiterin. Sehr zu meiner Freude fand ich heute Gelegenheit, zwei Altlasten, die ich schon eine Weile vor mir hergeschoben hatte, zu erledigen. Ich wurde im Anschluss daran nicht nur mit einem befreienden Gefühl belohnt, sondern stellte wie immer fest, dass die Aufgaben nicht so eklig und lästig wie befürchtet und auch schneller erledigt waren als gedacht.
L hatte heute ihren letzten Schultag vor den Osterferien. Dieser Tag war dem Buch gewidmet. L wurde für das Genre Fantasy ausgelost und verbrachte den Tag bei ihrer Bezugserzieherin, die diesen Bereich mit Leben füllte. Unter anderem konnte L zwei Eier bemalen. Eines davon ist ein Drachenei.
Ich telefonierte mir den Tag über die Finger wund, um für L entsprechende Fördermaßnahmen in die Wege zu leiten und vor allen Dingen nicht (vollständig) auf den Kosten der privaten Förderung sitzen zu bleiben. Ich habe leider kein gutes Gefühl hinsichtlich einer Kostenübernahme, da die Voraussetzungen sehr hart klingen und ich stark bezweifle, dass L darunter fällt. Probieren werde ich es aber dennoch. Ansonsten heißt es, Geld sparen und meine Finanztabelle nochmals durchschauen, um die eventuell monatlich neu hinzukommenden 250 Euro bezahlen zu können.
Normalerweise mag L meine Musik nicht. Als ich ihr allerdings zwei Lieder von „Die Prinzen“ vorspielte, blieb sie am Remake des Liedes „Alles nur geklaut“ in Kooperation mit „Deine Freunde“ hängen und hört es seitdem in Dauerschleife.
Bei meiner Kellerumräumaktion machte ich am Abend weiter. Ich räumte hierfür vier kleinere Kisten aus und verteilte sie auf die großen.
Mit einem Projekt, das mir schon sehr lange am Herzen liegt, startete ich heute. Ich bin gespannt, ob und was daraus wird. Zumindest ist der Anfang gemacht.
Ich bin unfassbar gerührt, dass mich gleich drei Mamas, deren Töchter mit L dieselbe Klasse besuchen, mit Informationen rund um das Antragsverfahren bezüglich LRS und Tipps für geeignete Lerntherapie- und Ergotherapie-Praxen unterstützen. Das hilft mir wirklich sehr, um Herrin über diesen bürokratischen Wahnsinn zu werden.
Was heute schön war:
– Sonnenschein
– Kuchen zum Vesper
– Französischübungen in der Duolingo App
– Start eines privaten Projekts
– Serie „The Wire“
– Sportübung
Himmelspost an M
Dies & Das, PersönlichesMein lieber M,
im letzten Monat hatte ich meine Verwunderung hinsichtlich der Unlust heutiger Schüler*innen auf den Unterrichtsstoff geäußert und mich gefragt, weshalb den wenigsten das Bearbeiten der Aufgaben in den Schulheften Freude bereitet oder zumindest ansatzweise Spaß macht.
Dieses Thema besprach ich kürzlich während einer Autofahrt mit meinem Kollegen A, der dazu einen interessanten Punkt beleuchtete: Heutzutage wachsen die Kinder mit zahlreichen, permanent auf verschiedenen Plattformen zu erhaltenen Dopaminkicks auf. Diese waren in meiner Kindheit nicht so leicht und natürlich auch nur durch ganz andere Dinge erreichbar. Nun ist es keine große Überraschung, dass die Schulhefte der Kinder nicht so aufgebaut sind, dass regelmäßig Dopaminkicks erzielt werden können. Ich bin überzeugt, dass deshalb ein Großteil unserer heutigen Schüler*innen die Inhalte in den Heften und dadurch auch den zu vermittelten Unterrichtsstoff stinklangweilig finden. Die Aufbereitung ist nicht mehr zeitgemäß und holt die Kinder nicht mehr ab.
Für unsere liebe L liegt nun das Ergebnis nach dem umfangreichen LRS-Feststellungsverfahren vor: Ihr wurde eine mittelschwere Lese-Rechtschreibschwäche bescheinigt. Ein Wechsel in eine (nur in Sachsen eingerichtete) LRS-Klasse wird empfohlen, aber nicht dringend empfohlen. (Freie Plätze gibt es ohnehin nur für Kinder mit einer schweren LRS, der Rest fällt im Schulsystem hinten herunter. Deshalb werde ich auch keinen Antrag auf eine Weiterbeschulung an einer LRS-Schule stellen.)
Ls Klassenlehrerin wird nun ein Förderplan ausgehändigt, den ich mir in Kopie zeitnah von ihr geben lasse. Die beiden im Auswertungsgespräch anwesenden Lehrerinnen meinten, sie würden es nicht so wie jetzt weiterlaufen lassen. Ich rechne nicht damit, dass L eine Förderung im normalen Unterrichtsverlauf ermöglicht werden kann, sodass ich auf dem privaten Weg schaue, sie zu unterstützen.
L liest sehr schnell und gut, aber leider zu ungenau und fehlerhaft. (Das kann ich bestätigen.) Ihre Bild-zu-Wort-Schreibübungen waren im oberen Mittelbereich. Die Rechtschreibregeln hat sie derzeit noch nicht gut verstanden. Das sei aber generell erst in Klasse drei Thema des Unterrichts. Viele Wörter hat sie dennoch korrekt und unter Anwendung der richtigen Regeln aufgeschrieben. (Da L in den letzten drei Monaten unter meinen Fittichen bereits unfassbar viel hinzugelernt und Fortschritte erzielt hat, bleibe ich weiterhin entspannt und schaue, dass sie die nötige Förderung erhält. Das wird schon.)
Nach Ostern kommt das Ergebnis in schriftlicher Form vom Landesamt für Schule. Bis dahin muss ich nichts weiter entscheiden oder veranlassen.
Obwohl ich vom Charakter her so ticke, die Schuld immer bei mir zu suchen, spiele ich den Ball in diesem Fall in Richtung Schule. Ich gebe der Schule einen Großteil der Schuld an der Situation. Wie soll ein Kind etwas lernen, wenn die Schulhefte nahezu komplett leer sind?! Hätte ich mich in Klasse eins nicht darauf verlassen, dass alles wie im Schulkonzept angepriesen gut läuft, und schon eher einen Blick in (die in der Schule befindlichen) Arbeitshefte geworfen, wäre uns viel Leid erspart geblieben. Nun ist es aber wie es ist und alles Hätte, Wäre und Wenn bringt uns nicht weiter. An erster Stelle steht nun Ls Wohlergehen. Sie muss gefördert werden, ohne dabei überfordert zu werden. Dafür setze ich mich nun ein.
Gefühlt würde ich die letzten Grundschuljahre gern einfach nur hinter uns bringen. Mir gefällt aber die Wortwahl „hinter uns bringen“ überhaupt nicht. Schließlich rede ich hier von Ls und meiner Lebenszeit. Ich möchte nun versuchen, der kommenden Zeit, wie schwer und anstrengend sie auch sein mag, bestmöglich entgegenzusehen und uns schöne Erlebnisse zu bescheren.
Deine Katja
Ein Wochenende im März
AlltagsschnipselDiese letzten beiden Tage der Woche standen voll und ganz im Zeichen von Ls Geburtstag. Wir verbrachten ein schönes Geburtstagswochenende.
Samstag, 23. März 2024
L und ich wachten am Morgen beide gegen halb acht auf. Wir sind gleich aufgestanden, da L mit ihren Geschenken spielen wollte.
Ich integrierte ein kleines Frühstück in den vormittäglichen Wohnungsputz, bei dem ich tatkräftige Unterstützung von Miro, unserem Staubsaugerroboter erhielt. Ich machte Wäsche, räumte Ls Kinderzimmer auf, baute einige ihrer Geschenke auf und verräumte diese im Kinderzimmer. Ein paar Stunden später war es in unserer Wohnung wieder weitestgehend ordentlich und sauber.
Um die Mittagszeit herum machte L ein paar Deutschübungen zum Thema Verben. Am Montag schreibt die Klasse darüber einen Test. Ganz ohne zu murren arbeitete L in zwei Heften und war eine Viertelstunde später mit allen für den Tag vorgesehenen Aufgaben fertig. Es geht doch!
Bis vierzehn Uhr machten wir Pause mit Medienzeit, spielen und unserer Badrunde.
Danach begaben wir uns auf den Weg zu Ls Schulfreundin LK, die wir von zu Hause abholten. Gemeinsam fuhren wir ins Kinderland Taucha und warteten auf weitere sieben Kinder, die L zu ihrer Geburtstagsfeier eingeladen hatte. Zum Glück hatte ich diesmal einen Geburtstagstisch reserviert, denn als wir kurz nach um drei am Nachmittag den Indoorspielplatz betraten, war Einlassstopp.
Gemeinsam mit Leipzig-M achteten wir bis zum Abend darauf, dass die Kinder, wenn sie an den Tisch kamen, genug tranken. Zum Abendessen gab es eine große Schüssel mit Pommes und eine etwas kleinere mit Chicken Nuggets. Die Zeit verging wie im Fluge.


Als wir abends wieder zu Hause waren, überprüfte ich nochmal unseren Briefkasten. Ich klopfte vorsichtig an, hörte nichts und schloss auf. Der sich darin befindliche Vogel und ich erschreckten uns beide beim Anblick des anderen dermaßen, dass ich sogar noch Minuten später Herzrasen hatte. Nun ist es wirklich offiziell: In unserem Briefkasten wird gebrütet. Wir werden jetzt ungefähr einen Monat lang nicht mehr in den Briefkasten schauen und den Vogel in Ruhe lassen.
Wir sichteten noch gemeinsam Ls Geschenke von ihren Schulfreund*innen. Danach spielte L und schaute fern. Ich machte ein paar Italienischübungen und sah mir die aktuellste Folge der Heute Show an.
Sonntag, 24. März 2024
Auch heute wachte ich bereits halb acht nach einer sehr traumreichen Nacht auf. L schlief noch eine halbe Stunde länger.
Noch vor dem Frühstück baute ich Ls neuen Haarreifenständer auf und holte mir direkt an der rechten Hand drei fette Blasen. Immerhin herrscht nun Ordnung im ehemaligen Haarreifenchaos im dafür vorgesehen Bereich des Regals im Badezimmer.
Nach dem Frühstück machten wir es uns noch eine Weile gemütlich, ehe wir unsere Badrunde drehten und mittags meine Schwiegermama vom S-Bahnhof abholten.
Gemeinsam aßen wir den von ihr mitgebrachten Kuchen. L bekam auch ein Geburtstagsgeschenk überreicht.

Nach weiteren Deutschübungen zum Thema Verben in zwei Heften, bei denen L heute nicht allzu motiviert war, machten wir uns in einer Regenpause mit dem Auto auf den Weg in den Tierpark Lützen.
In diesem kleinen Tierpark im Großraum Leipzig arbeitet so gut wie kein Mensch mehr, alles vom Eintritt bis hin zu den Getränken und Snacks läuft über bereitgestellte Automaten. Beim Füttern der Tiere hatten wir drei sehr große Freude, da diese das Futter sehr vorsichtig von unseren Handflächen schleckten. Von den liebevoll gestalteten Spielplätzen war L begeistert. Wir entdeckten sogar eine kleine Bäckerei, die unter anderem frisches Brot verkaufte. Ich nahm eines mit, da dies ohnehin auf meinem Einkaufszettel stand. Mit einem Stück Kuchen setzten wir uns für ein paar Minuten in den gemütlichen Innenraum.






Gerade als wir mit dem Auto zum zur Wohnung gehörenden Parkplatz fuhren, fing es wieder an zu regnen. Wir hatten wirklich großes Glück gehabt.
Bevor es Nudeln mit Tomatensoße für alle und Badewannenzeit für L gab, in der ich Schwedischübungen in der Duolingo App machte, erledigte L innerhalb von fünfzehn Minuten die letzten Aufgaben für Deutsch. Ich denke, für den morgigen Test ist sie nun gut vorbereitet. Ihren Brief an den Osterhasen hat sie auch fertiggeschrieben.
Abends spielten wir zwei Runden Zicke Zacke Hühnerkacke und Dobble. Danach zeigte L ihrer Oma noch lustige Videos eines YouTubers, bei denen wir uns gemeinsam bekringelten. L las mir sogar kurz vor dem Schlafengehen noch eine Seite in einem ihrer aktuellen Bücher vor. Das Lesen klappt immer flüssiger und schneller.
Ls achter Geburtstag
AlltagsschnipselL konnte gestern wegen ihrer Aufgeregtheit nicht sofort einschlafen und quasselte und quasselte. Irgendwann war dann aber abrupt Ruhe und sie schlief ohne Unterbrechung durch. Und ich auch.
Kurz wach wurde ich heute Morgen gegen 05:40 Uhr. Nur wenige Minuten, nachdem ich auf die Uhr geschielt hatte, wurde auch L wach. Peinlich berührt ließ sie meine Glückwünsche zu ihrem Geburtstag über sich ergehen. Zitat: „Mama, mach es kurz und schmerzlos.“ Da unser Wecker sowieso um sechs Uhr geklingelt hätte, standen wir direkt auf.
Ich führte eine aufgeregte und neugierige L zu ihrem Geburtstagstisch, den ich diesmal in der Küche und nicht wie sonst im Wohnzimmer vorbereitet hatte. Das Geburtstagskind begann sogleich, ihre Geschenke, die insgesamt von sechs Familien/Haushalten vor ihr lagen, auszupacken. Viele ihrer Wünsche wurden erfüllt. Sie freute sich über jedes einzelne Geschenk sehr.



Danach begaben wir uns für die übliche Morgenrunde ins Badezimmer. Wir nutzten den heutigen Tag, um L nach langer Zeit mal wieder zu wiegen und zu messen.
Auf die Waage bringt L lediglich etwas mehr als zwanzig Kilogramm. Sie liegt somit nur knapp über der untersten Perzentile.
Mit 1,24 m Körpergröße befindet sie sich hingegen nicht nur im Intervall für Achtjährige, sondern auch zwischen der zweit- und drittletzten Perzentile.
M und ich waren und sind beide nicht die größten Menschen. Von daher ist Ls Körpergröße perfekt. Hinsichtlich des Gewichts kommt die definitiv nach M und seiner Familie. M hatte als Kind und Teenager oft Untergewicht und auch Ls Tante M ist sehr zierlich und schlank. Ich habe somit keinen Grund, mir Sorgen zu machen, zumal L nicht abgemagert, sondern sportlich und muskulös aussieht.
Mitsamt der Schokoladenmuffins und einer Schüssel voller Süßigkeiten kam L überpünktlich und sehr aufgeregt in der Schule an und wurde gleich von ihren Freundinnen in Beschlag genommen.
Ich begab mich zurück nach Hause ins Home Office und startete in meinen Arbeitstag.
Am Nachmittag holte ich L etwas zeitiger als sonst von der Schule ab. Die Kinder hatten Ls Geburtstag in der Hortzeit gefeiert, alle Muffins und mitgegebenen Süßigkeiten gegessen und zur Musik getanzt.
Wir fuhren auf direktem Weg nach Hause und blieben bis zum späten Nachmittag dort, um Geburtstagskuchen zu essen, Anrufe entgegenzunehmen, mit den geschenkten Spielsachen zu spielen (L) und zu entspannen (ich).
Zum Abendessen gingen wir auf Ls Wunsch hin in ein japanisches Sushi-Restaurant. Dort hatte ich uns zwei Plätze an der Bar direkt beim Fließband beziehungsweise beim Fluss, auf dem Boote vorbeifuhren, reserviert. Auch wenn mich die Rechnung am Ende ein wenig umgehauen hat, habe ich schon lange nicht mehr so gutes und frisches Sushi gegessen. Von der Kinderfreundlichkeit eines jeden Mitarbeitenden war ich ebenfalls positiv überrascht. Gut gesättigt und kurz vor dem Moment, indem das Schlemmen in Völlerei ausartet, verließen wir das Restaurant und telefonierten im Auto noch ein paar Minuten mit Ls Schulfreundin LK, ehe wir zurück nach Hause fuhren.




Kaum waren wir in der Wohnung angekommen, spielte L weiter mit ihren Geschenken.
L hatte laut eigener Aussage einen sehr schönen Geburtstag und ist ein rundum zufriedenes Kind.
Donnerstag, 21. März 2024 – Geburtstagsvorbereitungen
AlltagsschnipselIch habe sehr gut geschlafen. L und ich sind gestern Abend auch ein wenig zeitiger ins Bett gegangen als sonst. Nicht so erfreulich war hingegen mein Traum, in dem ich L wegen irgendetwas, das mich aufregte, eine ordentliche Backpfeife verpasste. Noch immer träumend fühlte ich mich direkt nach meiner Tat unendlich schlecht. Vermutlich war dieses Gefühl auch der Grund, weshalb ich acht Minuten vor dem Weckerklingeln aufwachte.
Gefrühstückt hatte ich im Auto eine Brotmahlzeit mit Gemüse, mittags aß ich im Beisein einiger Kolleg*innen den gestern Abend zubereiteten Salat mit einem Hirtenkäse-Ersatz, Paprika, Gurke, Tomaten und Edamame. Abends gab es erneut Brot.
Die Hälfte des heutigen Arbeitstages verbrachte ich aufgrund der letzten beiden Mitarbeiterinnengespräche im Büro in Erfurt. Davor und danach konnte ich noch einige büroorganisatorische Aufgaben erledigen. Am späten Nachmittag, als ich wieder zu Hause war, setzte ich mich nochmal für zwei Stunden an den Rechner.
L schrieb im Laufe des Schultags die Lernzielkontrolle in Mathematik zum Thema Multiplikation nach. Damit ist dieser Test vor Beginn der Osterferien in der kommenden Woche auch vom Tisch. Montag steht dann nur noch ein Test in Deutsch an.
Abends buken L und ich einige Schokoladenmuffins für ihre Klassenkamerad*innen und einen Schokoladenkuchen für uns. Neben den Muffins wird L morgen auch eine kleine Schüssel voller Süßigkeiten mit in die Schule nehmen. Im Vergleich zum letzten Jahr betrieb ich diesmal viel weniger Aufwand. L meinte, es sei dennoch zu viel.
Während L es sich mit ihrem iPad später im Bett gemütlich machte, bereitete ich den Geburtstagstisch für sie vor.



Für die erste Folge der dritten Staffel der Serie „The Wire“ reichte meine Zeit sogar auch noch. Nun nähere ich mich allmählich den Folgen, die M und ich irgendwann nicht mehr geschaut hatten. Mal sehen, wann mir eine Folge inhaltlich nicht mehr bekannt vorkommt.
Im Großraum Leipzig fand den ganzen Tag lang eine Polizei-Kennzeichenüberprüfung statt. Diese sorgte für endlos lange Staus und Verkehrschaos. Als ich am Nachmittag aus Erfurt zurückkehrte, war ich unendlich dankbar, nicht im Stau gestanden zu haben und pünktlich bei L an der Schule eingetroffen zu sein.
Das Vogelnest im Briefkasten wird immer größer.
Was heute schön war:
– unfall- und staufreie Autofahrten
– Hörspiele 69 und 70 der Reihe „Die drei ???“
– Geburtstagsvorbereitungen
– Serie “The Wire”
– Englischübungen in der Duolingo App
Mittwoch, 20. März 2024 – Brutstätte
AlltagsschnipselL und ich hatten gut geschlafen. Ich träumte sehr viel und behaupte, es ging in meinen Träumen spannend zu, doch leider bekomme ich keine Einzelheiten mehr zusammen.
Gefrühstückt hatte ich Beerenmüsli mit Erdbeer- und Apfelstücken und dazu Pflanzenmilch, mittags holte ich mir eine kleine Sushibox und abends wünschte sich L Kartoffeln mit Spinat.
Neben vormittäglichen Meetings verbrachte ich meinen Arbeitstag mit Ergänzungswünschen und weiteren Recherchen bezüglich unserer Messeauftritte. Nachmittags machte ich mir erste schriftliche Gedanken dazu, wie ich unserem neuen Werkstudenten in Kürze das Thema Scrum näher bringen möchte. Der Termin hierfür steht bereits fest.
Ls Schultag war gut. Im Fach Ethik machten die Kinder heute einen Ausflug zu einem Spielplatz und ließen die zuvor im Unterricht bemalten Eier gegeneinander antreten.
Während L am frühen Abend draußen mit ihrem Fahrrad herumfuhr, dessen Reifen ich zuvor mit Luft aufgepumpt hatte, schaffte ich einige Kisten in den Keller und holte den letzten Schwung noch durchzusehender Kartons in die Wohnung. Danach statteten wir unserer Eisdiele ums Eck nach anderthalb jähriger Pause einen Besuch ab. Sehr zu meiner Freude wurde beim Eisautomaten auf Kartenzahlung umgestellt. Es ist schön zu sehen, dass wenigstens einige Firmen in 2024 angekommen sind. (Ich bin absolut kein Bargeldmensch.)
Seit ein paar Tagen finde ich jedes Mal, wenn ich unseren Briefkasten öffne, getrocknetes Gras, das sich fast schon als Heu bezeichnen lässt, vor. Anfangs dachte ich an einen Kinderstreich. Sogar L hatte ich einige Zeit lang im Verdacht, doch sie schwor mir ehrlich, es nicht gewesen zu sein. Seit dem Wochenende glaubte ich, das regelmäßige Einwerfen einer Handvoll Gras ist ein subtiles Zeichen an uns, dass wir laute, nervige und unangenehme Mieter sind, und man uns loswerden möchte. (Ich bin gut im Suchen solcher Gründe.)
Heute erwischte ich den Verantwortlichen auf frischer Tat: Eine kleine Kohlmeise hat unseren Briefkasten offenbar als künftige Brutstätte auserkoren und bereitet gerade sehr fleißig alles Notwendige dafür vor.
Ich habe den halben Tag überlegt, ob und was ich nun tun soll. Da der Briefkasten und ich seit Ms Tod aufgrund einer über ein Jahr lang andauernden Schreckensbriefe-Serie kein allzu gutes Verhältnis mehr haben und ich auch immer noch Furcht beim Herausholen der Post verspüre, habe ich beschlossen, das Vogelnest im Briefkasten zu belassen. Wenn etwas Gutes passiert, möchte ich nicht diejenige sein, die es zerstört. Und wer weiß? Vielleicht freunden der Briefkasten und ich uns auch wieder an, wenn ein paar Kohlmeisen-Küken darin schlüpfen dürfen.

Was heute schön war:
– Sonnenschein
– Morgenspaziergang
– Aufklärung im Briefkasten-Fall
– Sushi zum Mittag
– Geburtstagsvorbereitungen
– Eis essen
– Schwedischübungen in der Duolingo App
Dienstag, 19. März 2024 – Sachsentherme
AlltagsschnipselGestern Abend ging ich sehr müde ins Bett und schlief schnell ein. In der Nacht bearbeitete ich etliche Akten in meiner alten Familiengeschäftsstelle des Amtsgerichts in Gotha. Offenbar hatte ich mich dazu entschieden, erneut für die Thüringer Justiz zu arbeiten. Immerhin kam in meinem Traum wenigstens meine ehemalige Kollegin B vor und brachte mich auf den aktuellen Stand. In der Realität ist sie aber bereits seit einiger Zeit in Pension. Durch das Weckerklingeln wurde ich von diesem Traum erlöst, brauchte aber ein paar Minuten, um richtig wachzuwerden.
Gefrühstückt hatte ich dasselbe wie gestern. Mittags gab es lediglich eine kleine Brotzeit. Abendessen kaufte ich L und mir im Restaurant der Sachsentherme.
Im Büro in Erfurt fand heute ein Erste-Hilfe-Kurs statt, an dem ich leider wegen Ls Teilnahme am LRS-Feststellungsverfahren und den dadurch zeitigen Abholzeiten nicht teilnehmen konnte. Da ich diesen Kurs bereits im Herbst letzten Jahres organisiert hatte, bin ich schon ein wenig traurig, dass ich nicht daran teilnehmen konnte. Allerdings lag ein Arbeitstag komplett ohne Termine vor mir. Die Zeit nutzte ich sehr intensiv und fokussiert für unsere Messeplanung und kämpfte mich einmal durch den Fördermitteldschungel.
Für L fand heute der zweite und letzte Tag des LRS-Feststellungsverfahrens statt. Beim Abholen teilte sie mir mit, dass sie die Matheaufgaben mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit verhauen hat, da Aufgaben drankamen, die in ihrer Grundschule entweder noch nie oder nur unzureichend behandelt wurden. Ein wenig geknickt und wütend war sie deshalb schon. Morgen darf sie wieder normal am Unterricht in ihrer Grundschule teilnehmen.
Nachmittags ließ ich L einige Multiplikations- und Divisionsaufgaben lösen. Ich bin gespannt, wann sie den Mathetest nachschreiben wird.
Nach Feierabend steuerten wir erneut auf Wunsch eines einzelnen Kindes die Sachsentherme an. L tauchte und schwamm ohne Unterlass und hatte genauso viel Spaß wie ich. Abends beendete ich die zweite Staffel meiner aktuellen Serie „The Wire“.
Was heute schön war:
– Sonnenschein
– fokussiertes Arbeiten
– Sachsentherme
– Italienischübungen in der Duolingo App
– Serie „The Wire“
Montag, 18. März 2024 – Tierpark Eilenburg
AlltagsschnipselIch habe sehr gut geschlafen und bin am Morgen mit dem Klingeln des Weckers aufgewacht. Ich war erstaunt, wie hell es bereits um Viertel nach sechs war. Es geht nun deutlich auf die längeren Tage zu.
Zum Frühstück gab es wie nahezu jeden Morgen Beerenmüsli mit Pflanzenmilch. Heute schnippelte ich eine Banane in Stücke und gab sie mit hinzu. Das Mittagessen ließ ich ausfallen, dafür gab es ein sehr frühes Abendessen im Tierpark.
Meine Mittagspause nutzte ich für eine Laufrunde. Ich lief dieselbe Strecke und dieselbe Kilometeranzahl wie vergangene Woche, war aber anderthalb Minuten schneller unterwegs.
An der Arbeit warteten die üblichen montäglichen Termine wie Dailys, die PO Runde und ein Team Weekly auf mich. Davor und danach widmete ich mich den finanzbuchhalterischen Aufgaben. Sehr zu meiner Freude funktioniert das Unternehmen online wieder problemlos, sodass ich einen großen Schwung Rechnungen hochladen und bearbeiten konnte. Am späten Mittag legte ich eine längere Pause ein und holte die restliche Arbeitszeit am frühen Abend nach.
L hatte heute keinen normalen Schultag. Ich begleitete sie am Morgen bis zum Tor einer anderen Grundschule, vor dem schon einige aufgeregte Zweitklässer*innen warteten. L nahm heute am ersten Tag des LRS-Feststellungsverfahrens teil. Einen Termin zur Auswertung habe ich mir gleich für kommenden Montag geben lassen. Auf das Ergebnis bin ich gespannt wie ein Flitzebogen.
Am frühen Nachmittag nutzte ich die durch Ls verfrühtes Schulende gewonnene freie Zeit und fuhr mit ihr bei strahlendem Sonnenschein in den Tierpark Eilenburg, den wir kürzlich erst besucht hatten. Es war nicht viel los, sodass wir in Ruhe durch den Park schlendern und Tiere beobachten konnten.
Am Abend erklärte ich L anhand von einigen Aufgaben in ihrem Matheheft die Division, denn leider wird ihre Klasse in den zwei Tagen, an denen sie nicht am normalen Unterricht teilnehmen kann, auch im Stoff weitergehen. Mittlerweile weiß ich, dass die Wahrscheinlichkeit sehr gering ist, dass L nach ihrer Rückkehr am Mittwoch das Thema noch mal erklärt wird. Deshalb erledigte ich es lieber gleich selbst. Da sind wir auf der sicheren Seite. Eine Seite im Schreibschriftheft ließ ich sie auch noch bearbeiten.
Seit einigen wenigen Tagen verfügt L nun über eine eigene Playlist auf Spotify (in meinem Account). Diese hörten wir zum drölfzigsten Male während der heutigen Autofahrten. Es ist unfassbar witzig, dass L im Auto zum Song „Macarena“ abhottet und ich das dreißig Jahre zuvor auf dem Grundschulhof mit meinen Freundinnen ebenfalls schon tat.
Was heute schön war:
– Sonnenschein
– Laufrunde
– Tierpark Eilenburg
– Französischübungen in der Duolingo App
– Serie „The Wire“
Eindrücke des Tages:









Sonntag, 17. März 2024 – Schnorcheln
AlltagsschnipselL und ich hatten erneut eine ruhige Nacht. Was auch immer sie von Donnerstag auf Freitag quälte, scheint verschwunden zu sein. Aufgewacht bin ich heute Morgen kurz nach halb acht. L schlief noch knapp eine Stunde länger.
Gefrühstückt hatten wir Pfannkuchen mit Marmelade und Schokoladenaufstrich. Das Mittagessen ließen wir ausfallen, dafür futterten wir am späten Nachmittag in der Sachsentherme je einen Burger.
Vormittags las ich in meinem Buch weiter oder löste Sudoku Rätsel. Beziehungsweise nutzte ich das Rätseln wieder, um mir zu einer bestimmten Idee, die seit Tagen in mir heranreift, Gedanken und im Nachgang erste Notizen anzufertigen.
Ich lies L anderthalb Seiten in ihrem Schreibschriftheft ausfüllen und die letzten Multiplikationsaufgaben im Matheheft lösen. Ich hoffe, sie kann am Donnerstag den Mathetest nachschreiben, den der Rest der Klasse bereits am Dienstag schreiben wird.
Nachmittags fuhren L und ich in die Sachsentherme. L probierte dort erstmals auch den Schnorchel zur Taucherbrille aus und war somit die meiste Zeit unseres Aufenthalts eher unter als über Wasser. Bedenken brauche ich defitiniv keine haben wegen des bevorstehenden Schwimmlagers Ende April. L macht das ganz großartig.
Was heute schön war:
– ausschlafen
– lesen
– Pfannkuchen zum Frühstück
– Sachsentherme
– Englischübungen in der Duolingo App
