Gestern Abend verhielt sich Elli plötzlich ganz anders als sonst, fraß nichts mehr und lag nur herum. Nach kurzem Überlegen, was geschehen sein könnte, fiel mir ein, dass sie vermutlich Bauchschmerzen hat. Während das Zwergkaninchen Bommy, das mein Bruder und ich als Kinder hatten, einen Karton in zahlreiche Einzelteile zerlegte, OHNE diese zu fressen, finden sich nun im Käfig trotz sichtbarer Bissspuren am Karton keine heruntergefallenen Stücke. Elli frisst somit den Karton auf.
Demzufolge schlief ich in der Nacht sehr schlecht, da ich mir große Sorgen um Ellis Gesundheitszustand machte. Mit starkem Herzklopfen ging ich morgens um fünf Uhr ins Wohnzimmer, um zu schauen, wie es ihr geht. Glücklicherweise und zu meiner großen Erleichterung hatte sie das Gehege verlassen und wirkte wesentlich fideler. Ich legte mich wieder zurück ins Bett und konnte nun deutlich besser schlafen. Halb neun wurde ich erneut wach und blieb es auch.
Zum Frühstück aß ich wie immer ein Beeren-Schokomüsli mit Banane und Pflanzenmilch, mittags hatten L und ich Appetit auf Nudeln mit Tomatensoße und abends packte ich uns einige Minipizzen in den Backofen.
Nachdem ich mir gestern bis spät abends drei der vier zur Verfügung stehenden Folgen der dritten Staffel der Serie „Bridgerton“ angesehen hatte, schaute ich mir nach dem Frühstück die vierte Folge an. Danach versackte ich bis mittags auf dem Sofa, löste Sudoku-Rätsel und telefonierte mit meiner Schwiegermama.
Nachmittags besuchten L und ich ihre Schulfreundin EB zu Hause. Gemeinsam ließen wir die Kinder an ihrem Wochenplan arbeiten. Zwischendrin bummelten wir im Paunsdorf Center, um L einen ergonomischen Bleistift und Füllfederhalter zu kaufen.
Als wir abends nach einem Einkauf wieder zu Hause waren, freute ich mich nach dem Reinigen des Kaninchenstalls und -geheges sehr über Elli, die wieder normal fraß und keinerlei Anzeichen von Unwohlsein zeigte.
Über L konnte ich heute wieder sehr viel lernen. Überhaupt habe ich derzeit das Gefühl, dass ganz viele kleine Baustellen sichtbar werden.
Gemeinsam mit Leipzig-A konnten wir feststellen, dass im Rahmen der Ergotherapie auf jeden Fall Ls Selbstvertrauen gestärkt werden muss. Obwohl sie weiß, was bei den Aufgaben zu tun ist, hinterfragt sie sich permanent und ist sehr unsicher.
Weiterhin werde ich einen Händigkeitstest anstoßen. Als L noch ein Kleinkind war, hat sie nämlich zuerst alles mit der linken Hand gemacht. Im Kindergarten nutzte sie dann irgendwann ausschließlich die rechte Hand. Da ihr Schriftbild mit beiden Händen nahezu identisch aussieht, möchte ich gern wissen, ob sie nach wie vor Linkshänderin ist. Sollte dem so sein, würde das ebenfalls sehr viel erklären. Denn dann nutzt sie derzeit nämlich die falsche Hirnhälfte zum Schreiben. Dadurch ist diese Seite so überfordert, dass sie sich auf andere Sachen gar nicht mehr konzentrieren kann, wie beispielsweise die Korrektheit des Schreibens.
Es fiel ebenfalls auf, dass L den Stift falsch hält. Mir ist das bis dato tatsächlich nicht aufgefallen.
Was heute schön war:
– Serie “Bridgerton”
– Telefonat mit meiner Schwiegermama
– Französischübungen in der Duolingo App
– Playdate für L
– Einkaufsbummel
– Eis essen
Autor: Katja
Freitag, 17. Mai 2024 – Das etwas andere WGT
AlltagsschnipselIch habe sehr gut geschlafen, wurde aber erneut mitten aus einem Traum gerissen. Ich war mit meiner Grundschulfreundin J, die vor fünf Jahren gestorben ist, verabredet. Unsere Kinder waren ebenfalls mit dabei. Gerade als wir uns in der Menschenmenge entdeckt hatten und begrüßen wollten, klingelte der Wecker.
Zum Frühstück gab es Beeren-Schokomüsli mit Himbeeren, Banane und Pflanzenmilch, mittags aß ich Reis mit Edamame und Naturtofu und abends bereitete ich für L, EB und mich vegane Waffeln zu, die ich mit Schokoaufstrich aß.
Neben Supportanfragen, um die ich mich kümmerte, erledigte ich am heutigen Arbeitstag auch einige finanzbuchhalterische Aufgaben. Den Großteil des Tages verbrachte ich aber mit der Messeplanung. Ich mag die Aufgabe zwar nicht sonderlich, kam aber ein sehr großes Stück voran. Nun sind alle Förderanträge zur Entscheidungsfindung eingereicht und unser Board in YouTrack wurde auf Vordermann gebracht. Das war ein wunderbares Gefühl zur Feierabendzeit.
Auf den FREIday hatte L erneut keine allzu große Lust. Schade, dass ihr das Konzept so gar nicht zusagt. Nachmittags holte ich auch EB mit von der Schule ab.
EB wollte mit YK zum Wave-Gotik-Treffen gehen. Allerdings musste YK vorzeitig aus dem Unterricht abgeholt werden, sodass aus dieser Verabredung nichts wurde. So kam es, dass L und EB bei uns im Wohngebiet ihr eigenes WGT veranstalteten. Sie zogen sich schicke schwarze Kleider an und stolzierten draußen in der Gegend herum.
Während die Mädels abwechselnd draußen oder bei geschlossener Tür in Ls Zimmer waren, konnte ich mich für einige Zeit meinem kleinen Privatprojekt widmen.
Abends kam Leipzig-A, mit der ich mich noch eine ganze Weile unterhalten konnte, ehe sie ihre Tochter EB mit nach Hause nahm. Wir verabredeten uns lose für das verlängerte Wochenende.
Was heute schön war:
– Telefonat mit Dresden-J
– Playdate für L
– Waffeln zum Abendessen
– Serie “Bridgerton”
– Englischübungen in der Duolingo App
Donnerstag, 16. Mai 2024 – Aufräumaktion
AlltagsschnipselGeschlafen habe ich nur bis halb sechs. Ich war plötzlich hellwach und konnte einfach nicht mehr einschlafen. Ich nutzte die Dreiviertelstunde bis zum Aufstehen, um auf einigen Seiten im Internet zu lesen. Eingeschlafen bin ich gestern Abend übrigens mit sehr starken Unterleibsschmerzen, die bis in den Rücken strahlten und erst in den frühen Morgenstunden allmählich verschwanden. Sowas hatte ich auch noch nicht erlebt. Der Grund hierfür ist allerdings nicht besorgniserregend.
Gefrühstückt habe ich Beeren-Schokomüsli mit Apfel, Banane und Pflanzenmilch, mittags aß ich eine französische Gemüsepfanne mit Naturtofu und abends bereitete ich uns Nudeln mit Tomatensoße zu.
Nach kurzem Hin und Her absolvierte ich eine kurze, aber knackige Einheit im Fitnessstudio. Ich startete mit dem Crosstrainer, den ich wirklich sehr lieben gelernt habe, und machte danach an zahlreichen Geräten Übungen für sämtliche Muskelgruppen. Heute wurde jede Übung solange gemacht, bis der jeweilige Muskel erschlaffte.
Gefühlt der halbe Arbeitstag stand im Zeichen des Umbruchs. In dem Projekt, das ich als Scrum Master begleite, wird nun sukzessive aufgeräumt. Ich spürte richtig, wie in mir neue Motivation aufkam, die das Gefühl des monatelangen Stillstands oder Stagnierens verdrängte. Es ist gut, dass nun alle an einem Strang ziehen. Mit unseren Erkenntnissen aus zwei Meetings konnten wir im darauffolgenden Management Weekly zeigen, dass wir die Situation ernst nehmen und bereit sind, daran etwas zu ändern. Die für nächste Woche angesetzte Retro steht dennoch schon wieder so halb auf der Kippe, aber ich habe bereits eine (für mich) tolle Idee, wie sie dennoch stattfinden wird. So schnell gebe ich nicht auf.
In der Mathematikklassenarbeit hat L eine Drei bekommen. Eine gute Drei. Es fehlen nur 1,5 Punkte bis zur Zwei. Ich kann anhand der Arbeit sehr gut erkennen, dass L alle Themen der zweiten Klassenstufe verstanden hat und anwenden kann. Hätte sie nicht die komplette super leichte erste Aufgabe übersehen, hätte sie definitiv eine Zwei bekommen. Sei’s drum. Auf dem Endjahreszeugnis wird dennoch die Note 2 stehen.
Ls Schulfreundin CE holte ich am Nachmittag mit von der Schule ab. Dass ab morgen das Wave-Gotik-Treffen stattfindet, spürte ich heute am zunehmenden Verkehr. Wir drei Mädels brauchten sehr lange, um von der Schule bis zu uns nach Hause zu kommen. Die beiden Kinder waren die gesamte Zeit über beschäftigt, sodass ich Zeit hatte, um einfach mal die Füße hochzulegen und neben den üblichen zig anfallenden To-dos am Abend nichts weiter weltbewegendes machen brauchte.
Was heute schön war:
– Vorwärtsbewegung im Projekt
– Telefonat mit meinem Bruder
– Fitnessstudio
– Playdate für L
– Schwedischübungen in der Duolingo App
Mittwoch, 15. Mai 2024 – Viel Hoffnung
AlltagsschnipselDer Wecker riss mich heute Morgen mitten aus einem Traum. Ich brauchte ewig, um richtig wachzuwerden, und fühlte mich die erste halbe Stunde des Tages ein wenig neben der Spur.
Meine Lebensgeister erwecken konnte ein leckeres Beeren-Schokomüsli mit Banane und Pflanzenmilch zum Frühstück. Mittags aß ich eine italienische Gemüsepfanne mit Falafel und abends bereitete ich L und mir vegane Waffeln mit veganem Schokoaufstrich zu.
Neben etlichen büroorganisatorischen und finanzbuchhalterischen Aufgaben verbrachte ich meinen Arbeitstag in zwei Meetings. Im ersten besprachen wir neuen Content für den Social Media Auftritt des Unternehmens, im zweiten bereiteten wir das morgen stattfindende Management Weekly vor.
Ls Schultag war laut eigener Aussage gut. L und ihre Freundin YW sind von sich aus auf die Erzieherin zugegangen, um gemeinsam zu besprechen, ob die zu verrichtende Strafarbeit aufgrund eines Regelverstoßes nicht an einem anderen Tag stattfinden könne als am kommenden Freitag. Übermorgen ist YW nämlich nicht in der Schule. Die Erzieherin lenkte ein und stimmte dem Vorschlag der Mädels zu. L, die mir seit ein paar Tagen deshalb weinend in den Ohren lag, war darüber überaus glücklich. Ich freue mich für sie, dass sie erneut lernen konnte, dass der Mut, ein unangenehmes Thema anzusprechen, ab und an auch belohnt wird. Das Hortzimmer dürfen die beiden Mädels nun Ende Mai alleine aufräumen und säubern.
Eine Viertelstunde meiner Mittagspause verbrachte ich bei Ls neuer Kinderärztin. Dort informierte mich die Arzthelferin über anstehende mögliche Impfungen. Nächste Woche Dienstag bekommt L eine Auffrischungsimpfung. Einen guten Monat später und somit kurz vor Antritt unseres Italienurlaubs wird sie noch gegen Hepatitis A geimpft. Im weiteren Jahresverlauf wird nun ab und an eine Impfung anstehen.
Nachmittags hatte L ihre zweite Stunde Ergotherapie. Der Junge vom letzten Mal war nicht anwesend, dafür hospitierten diesmal gleich drei Hunde. L fand die Zeit wieder sehr schön, weiß aber nicht, wie ihr die Stunden weiterhelfen sollen. Parallel dazu wurde mir bereits mitgeteilt, was letzte Woche beim ersten Aufeinandertreffen mit L aufgefallen ist. So unterschiedlich ist unsere Wahrnehmung. 😉
Mit Betreten des Musikzimmers am späten Nachmittag triggerte mich ein perfektes Klavierspiel eines Jungen, der vor L Unterricht hat. Er spielte die für mich traurige, aber wunderschöne Melodie des Stücks „Comptine d’un autre été: L’après-midi“, die mir vor allem durch den Pianisten Einaudi bekannt ist. M mochte seine Interpretationen sehr und schenkte mir vor zwölf Jahren eine CD. Seit Ms Tod versuche ich weitestgehend, diese Musik zu vermeiden, da ein Klavierstück von Einaudi auch auf Ms Beerdigung gespielt wurde. Ich bin noch nicht bereit, mich mit Ms Lieblingskünstler*innen auseinanderzusetzen.
Mit halbem Ohr verfolgte ich den Klavierunterricht und muss feststellen, dass L sich gut schlägt. Und nebenbei ahnt sie nicht einmal, dass sie ihr Gehirn trainiert.
Abends saß L noch eine Stunde am Wochenplan und löste Aufgaben in den Fächern Deutsch und Mathematik. Der Plan ist wieder so voll, dass wir ihn auch zu Hause nicht fertiggestellt bekommen haben. Das erledigen wir sukzessive in den nächsten Tagen.
Mein Bruder schenkte mir heute Morgen bezüglich meines ETFs, der als Altersvorsorge dient, sehr viel Hoffnung. Er zeigte mir eine aktuelle Prognose für das Jahr 2049. (Da bin ich noch nicht in Rente.) Der Betrag lässt sich sehen und könnte durchaus reichen, um mir bis zu meinem Tod ein angenehmes Leben zu machen. Ich hatte bei meiner laienhaften Hochrechnung die Zinsen und die lange Laufzeit komplett vernachlässigt.
Mit der Ergotherapeutin bin ich so verblieben, dass ich die ersten drei Stunden selbst bezahlen werde. Sie macht mir einen fairen Preis, sodass ich insgesamt Kosten von einhundertzwanzig Euro haben werde. Es handelt sich zwar um eine außerplanmäßige Ausgabe, allerdings ist diese zu verschmerzen. Nächste Woche macht sie mit L einen Test, auf dessen Grundlage sie mir ein paar Zeilen für die Kinderarztpraxis schreiben wird. Sie geht davon aus, dass ich dann endlich ein Kassenrezept erhalten werde.
Schon nächste Woche unterziehe ich L einer umfassenden Augenüberprüfung. Bei dieser werden neben der Sehkraft unter anderem die Augachse und die räumliche Wahrnehmung untersucht. Ich bin sehr auf das Ergebnis gespannt, zumal sich L eine Brille wünscht.
Was heute schön war:
– lesen
– Vereinbarung von zahlreichen Privatterminen
– sonnen- und windgetrocknete Wäsche
– Waffeln zum Abendessen
– Italienischübungen in der Duolingo App
Dienstag, 14. Mai 2024 – Markkleeberger See
AlltagsschnipselIn dieser Nacht konnten L und ich wunderbar schlafen. Wir waren abends müde genug und machten beim Zubettgehen gleich die Schlafzimmertür zu, um die Geräusche der Kaninchen auszuschließen. Morgens fühlte zumindest ich mich ziemlich ausgeschlafen. Bei L ist das frühe Aufstehen ja immer so eine Sache.
Mein Frühstück in Form einer Brotzeit nahm ich während der Autofahrt ein, mittags aß ich eine Süßkartoffelsuppe mit veganen Würstchen und abends gab es eine Portion Pommes.
Den halben Arbeitstag verbrachte ich im Büro in Erfurt, um an den letzten beiden Gehaltsgesprächen mit zwei Kolleg*innen teilzunehmen. Im Anschluss daran fand das Teammeeting statt. In dieser einen Stunde geht es um spaßige Themen fernab der Arbeit und/oder Teambuilding. Wir erstellten heute gemeinsam eine firmeninterne Playlist, auf der sehr unterschiedliche Lieder gelandet sind. Danach schrieben wir mithilfe von ChatGPT an einer lustigen fiktiven Geschichte mit Bezug zum Unternehmen.
Drama am Morgen bei L. Es ging erneut um den für sie blöden Werkenunterricht. Nachmittags beim Abholen war dann aber alles halb so wild. Ihren Wochenplan, an dem die Kinder seit gestern arbeiten, hat L leider vergessen mitzubringen. Den werden wir also frühestens morgen beenden können.
Ls Schulfreundin YW holten wir ebenfalls mit von der Schule ab. Wir gingen zur Eisdiele um die Ecke und fuhren anschließend erstmal zu uns nach Hause. Während die Kinder drinnen und draußen spielten, konnte ich weiterarbeiten.
Gegen Abend fuhren wir gemeinsam zum Markkleeberger See. Die beiden Mädels gingen baden, während ich die Sonne genoss. YWs Mama kam später ebenfalls hinzu.

Was heute schön war:
– unfall- und staufreie Autofahrten
– Hörspiele 80 und 81 der Reihe „Die drei ???“
– Eis essen
– Playdate für L
– Sonnenbad am Markkleeberger See
– Französischübungen in der Duolingo App
Montag, 13. Mai 2024 – Anbaden
AlltagsschnipselGestern Abend war ich mal wieder nicht müde genug, um zeitig einzuschlafen. Zudem waren die beiden Kaninchen sehr laut. Ich musste irgendwann die Schlafzimmertür schließen, damit es L und mir gelang, endlich in den Schlaf zu finden. Beim Klingeln des Weckers am Morgen fühlte ich mich ziemlich gerädert.
Zum Frühstück aß ich Beeren-Schokomüsli mit Himbeeren, Erdbeeren und Pflanzenmilch, mittags bereitete ich mir eine italienische Gemüsepfanne mit Falafel zu und abends gab es ein Fischbrötchen.
Einige Übungen für die Schulter-, Nacken-, Arm, Rücken-, Bauch- und Beinmuskulatur machte ich im Fitnessstudio. Mit mir trainierten in dem kleinen Studio drei weitere Personen.
Am Vormittag fanden die Abstimmungs- und Updatetermine wie jeden Montag statt. Mit einem Kollegen plante ich nochmals das morgen stattfindende Teammeeting. Auf meiner To-do-Liste standen für heute zahlreiche organisatorische Aufgaben, die ich sukzessive abarbeiten und schmälern konnte.
Ls Schultag war okay. Im Mathematikunterricht wurde das Dividieren geübt. Es ist schön zu sehen, wie L allmählich den Zusammenhang zwischen den Multiplikations- und Divisionsaufgaben erkennt.
Nach der Schule aßen L und ich ein Eis. Gegen späten Nachmittag machten wir uns auf den Weg zum Markkleeberger See. Während ich es lediglich schaffte, meine Füße ins sehr kalte Wasser zu halten und schnell wieder wegzuziehen, war L mutig und badete fröhlich vor sich hin.
Was heute schön war:
– Fitnessstudio
– Sonnenbad am Markkleeberger See
– Eis esssn
– Englischübungen in der Duolingo App
– lesen
12 von 12 im Mai
AlltagsschnipselHeute ist der 12. Tag des Monats. Es heißt somit wieder 12 von 12. Im Verlauf des Tages werden viele Bilder gemacht, von denen zwölf abends im Blog präsentiert werden.
Geweckt wurde ich gegen acht Uhr von den beiden Rosellasittichen meiner Eltern, die fröhlich singend das Ende der Nacht verkündeten. Einzig L ließ sich davon nicht stören und schlief weiter. Weil ich neugierig war, schaute ich als erstes nach, wer den Eurovision Song Contest gewonnen hat. Über den zwölften Platz für Deutschland freute ich mich ebenfalls.

Als L schließlich aufwachte, holte sie direkt ihr Muttertagsgeschenk für mich hervor. Im Englischunterricht gestalteten die Kinder kürzlich eine tolle Karte. Ein kleines Pralinenherz bekam ich von ihr ebenfalls. Danke liebe L!


Gemeinsam mit meinen Eltern saßen L und ich kurz nach neun Uhr am liebevoll gedeckten Frühstückstisch. Neben meinem geliebten Schokocappuccino gab es auch ein leckeres Croissant.
Nach dem Essen träumte ich beim Lösen einiger Sudoku-Rätsel vor mich hin. L durfte etwas auf ihrem iPad gucken, ließ sich aber auch überreden, einige Aufgaben mit dieser tollen Multiplikationstafel, die uns ihre Schulfreundin EB ausgeliehen hat, zu üben.

Zu viert machten wir uns am Vormittag auf den kurzen Weg zu meinen Großeltern. Mein Papa hatte einen schönen Blumenstrauß für meine Oma ausgesucht, den er ihr heute anlässlich des Muttertags überreichen wollte. Meine Oma war allerdings auf dem Sprung, da sie den Tag mit meiner Tante A im Egapark Erfurt verbringen wollte, freute sich aber über unser aller Erscheinen und die bunten Blumen. So konnten wir sehr zu Ls Freude nach wenigen Minuten wieder gehen.


Meine Eltern machten sich direkt auf den Weg in die Wohnung. L und ich blieben noch eine Dreiviertelstunde auf dem Spielplatz. Abwechselnd stellten wir uns Parcours-Aufgaben, welche die andere nachmachen sollte. Ich genoss zwischendurch die warmen Sonnenstrahlen und entspannte kurz auf der Netzhängematte. Als wir zu meinen Eltern zurückkehrten, war gerade mein Bruder am Telefon, mit dem ich ebenfalls noch ein paar Minuten sprechen konnte.

Zum Mittagessen bereitete meine Mama auf Ls Wunsch hin Nudeln mit Tomatensoße zu. Ich durfte auch ein Schälchen Blumenkohlsalat kosten, den meine Eltern voraussichtlich am Abend essen werden.
Sogar ein paar Minuten Mittagsruhe waren mir nach dem Essen vergönnt.

Kurz vor fünfzehn Uhr fuhren L und ich nach Markkleeberg zurück. Zweiundzwanzig Kilometer vor Ankunft gerieten wir in einen Stau, der sich glücklicherweise nach zwanzig Minuten, die ich lesend im Auto verbrachte, wieder auflöste. Generell waren alle drei Autobahnen, über die ich fuhr, sehr voll. Es war deutlich spürbar, dass das verlängerte Wochenende nun vorbei ist.


Begrüßt wurden wir zu Hause von Elli und Waltraud, die außer einem Dutzend hinterlassenen Kötelchen keinen Unsinn in den ihnen für den Freilauf zur Verfügung stehenden Räumen angestellt hatten.
Nachdem ich unser weniges Gepäck ausgeräumt hatte, machte ich mich an die Reinigung des Kaninchenstalls und -geheges. Frisches Futter gab es ebenfalls, obwohl sogar noch welches übrig geblieben ist.
Vorgestern jagte mir Waltraud einen riesengroßen Schrecken ein. Heute konnte ich entspannter damit umgehen, als sie wie tot auf dem Fußboden neben unserem Klavier im Wohnzimmer lag. Bei genauerer Betrachtung erkannte ich erneut, dass sie atmet und einfach nur entspannt eingeschlafen ist.

L und ich hatten abends Appetit auf Waffeln, die ich nach einem veganen Rezept zubereitete. Ich bestrich mir meine mit veganem Schokoaufstrich, L aß ihre mit Agavendicksaft. Ls Frühstück für den morgigen Schultag habe ich beim Waffelbacken auch schon vorbereitet.

Gleich starten wir zum Ausklang des heutigen Tages in unseren Filmabend – ausnahmsweise über das iPad. Eine Schüssel voll mit Chips wird es dazu ebenfalls geben.
Bevor ich nachher schlafen gehe, mache ich noch meine Schwedischübungen in der Duolingo App.
Samstag, 11. Mai 2024 – Waldhaus
AlltagsschnipselAusgeschlafen hatte ich heute halb neun. L schlief noch eine halbe Stunde länger. Geweckt wurde sie von Elli und Waltraud, die gemeinsam ins Schlafzimmer gehoppelt kamen und mit flehenden Blicken um frisches Frühstück baten. Für Elli war es im Übrigen das erste Mal, dass sie das Schlafzimmer betrat.
Nachdem die Kaninchen versorgt waren, gab es zum Frühstück Beeren-Schokomüsli mit Erdbeeren, Himbeeren und Pflanzenmilch, mittags ließen wir uns die von meiner Mama selbstgemachte Kartoffelsuppe schmecken und abends aßen wir eine Steinofenpizza im Waldhaus.
Vormittags reinigte ich den Kaninchenstall nebst Gehege und platzierte an verschiedenen Stellen Unmengen an Grünfutter, das bis morgen Nachmittag, wenn L und ich wieder zu Hause sind, reichen dürfte. Die wasserabweisende Unterlage, die nun komplett unter dem Gehege liegt, ist wunderbar und schützt unseren Boden sehr gut. Das war eine kluge und notwendige Investition.
Abends besuchten meine Eltern, L und ich das Waldhaus in Erfurt. Wir machten es uns im Biergarten in der Nähe des Spielplatzes gemütlich, nachdem wir Getränke und Pizzen bestellt hatten. Zum Nachtisch gab es noch Eis.




Das erste Mal seit 2010 schaute ich abends den Eurovision Song Contest. Zumindest die ersten zehn Auftritte bis zweiundzwanzig Uhr. Meine Mama und ich haben wegen der Songs viel gelacht. L hatte kein Interesse mitzuschauen.
Was heute schön war:
– ausschlafen
– lesen
– Sonnenschein
– unfall- und staufreie Autofahrt
– Pizza zum Abendessen
– lachen
– Italienischübungen in der Duolingo App
Freitag, 10. Mai 2024 – Besuch in Paunsdorf
AlltagsschnipselBevor L und ich gestern Abend schlafen gingen, einigten wir uns darauf, das Kaninchengehege offen zu lassen. So konnten Elli und Waltraud auch in der Nacht in den ihnen zur Verfügung stehenden Räumen herumlaufen, ohne durch waghalsige Aktionen aus dem Gehege springen zu müssen. Durch dieses Experiment war es nachts ein klein wenig lauter als sonst, wir konnten aber dennoch gut schlafen. Halb acht wurde ich heute Morgen wach, L eine halbe Stunde nach mir.
Zum Frühstück gab es Beeren-Schokomüsli mit der letzten verbliebenen Erdbeere, einer Banane und Pflanzenmilch, mittags aßen wir eine kleine Brotzeit und als sehr frühes Abendessen gab es Nudeln mit Tomatensoße.
Für den Brückentag hatte ich einen Urlaubstag genommen.
Ähnlich war es bei L. Die Schule legte auf den heutigen Tag einen variablen Ferientag.
Den Vormittag verbrachte ich lesend, mit meinem Privatprojekt, bei dem ich ein gutes Stück vorwärts kam, sowie mit dem Aufhängen der von der Waschmaschine frisch gewaschenen Wäsche unten im Garten.
Mittags fuhren L und ich einkaufen. Aufgrund der Vielzahl an unterschiedlichen Salaten wurden wir von der Kassiererin gefragt, welche Haustiere wir haben. Sie hatte uns demnach sofort als Tierbesitzerinnen durchschaut. Wir erzählten ihr kurz von unseren beiden Kaninchen.
Von Nachmittag an bis in den späten Abend hinein waren L und ich bei ihrer Schulfreundin EB sowie deren Mama zu Hause. Die Mädels spielten abwechselnd drinnen oder badeten draußen im Pool. Leipzig-A und ich machten es uns mit einer in Stückchen geschnittenen Melone und einem leckeren Erfrischungsgetränk auf der Terrasse gemütlich, genossen die Sonne und unterhielten uns.
Der Mann, von dem ich letzte Woche Ls Konzertkarte gekauft habe, hat sich im Nachgang mittlerweile noch zweimal bei mir gemeldet. Zum einen wollte er wissen, ob mir das Konzert gefallen hat, zum anderen ließ er mir noch zwei Nahaufnahmen von Ville Valo zukommen. Da er eine Freundin hat, wie er mir am Tag der Abholung selbst erzählte, gehe ich davon aus, dass er einfach nur sehr nett zu seinen Mitmenschen ist. Das finde ich großartig.
Was heute schön war:
– länger schlafen
– Sonnenschein
– lesen
– Playdate für L
– sonnen- und windgetrocknete Wäsche
– Französischübungen in der Duolingo App
Donnerstag, 9. Mai 2024 – Umgestaltung
AlltagsschnipselUnsere Nacht war bis zu dem Moment sehr gut, als ich wegen eines Höllenlärms, den Elli verursacht hatte, in den frühen Morgenstunden geweckt wurde. Sie hat es geschafft, aus dem Stand über das Gitter des Kaninchengeheges zu springen. Ich bin schockiert und begeistert zugleich. Ich beförderte sie zurück ins Gehege, schlief sofort wieder ein und wachte ausgeschlafen um acht Uhr wieder auf, L etwa eine halbe Stunde später.
Etabliert hat sich mittlerweile zum Frühstück ein Beeren-Schokomüslimix, den ich mir heute mit Erdbeeren und Pflanzenmilch verfeinerte. Mittags bereitete ich uns Nudeln mit Tomatensoße zu und als frühes Abendessen gab es einen Veggieburger.
Heute schwamm ich trotz leichten Muskelkaters viel.
Den Vormittag widmete ich einer intensiven Komplettsäuberung des Kaninchenstalls und -geheges einschließlich der Buddelkiste voll Sand, die mehr und mehr zur weiteren Toilette umfunktioniert wurde. Obwohl Elli und Waltraud gerade einmal drei Wochen bei uns wohnen, hat sich sehr viel Dreck angesammelt. Bevor ich mich an die Neugestaltung des Geheges machte, legte ich eine sehr große wasserabweisende Unterlage auf den Boden. Nun ist der Boden vor dem aggressiven Urin geschützt. In die Buddelkiste kam diesmal Rindenmulch. Ich bin gespannt, wie er bei den Kaninchen ankommen wird.
Am Nachmittag machten L und ich uns auf den Weg in die Sachsentherme. Da wir beim Stadtfest in Markkleeberg viel weniger Geld ausgegeben hatten als erwartet, konnte ich unseren gesamten Aufenthalt bar bezahlen. Das passiert auch nicht alle Tage. Die Therme war gut besucht, aber nicht überfüllt. L und ich konnten schwimmen und unsere Versteckspiele spielen. L kann nun sogar eine Vorwärtsrolle unter Wasser machen.
In den letzten Tagen wurde ich öfter mit den unterschiedlichen Lebensstandards um mich herum konfrontiert. L und mir geht es nach wie vor sehr gut. Wir leben unser Leben, können uns hier und da etwas leisten und mit genug Planungen auch schöne Urlaube machen. Es fehlt uns an nichts Wichtigem. Ins Straucheln gerate ich lediglich, wenn unvorhergesehene hohe Kosten auf mich zukommen – wie zuletzt am Beispiel der Ergotherapie. In solchen Momenten spüre ich sehr deutlich, dass ein zweites Einkommen fehlt und/oder ich zu wenige Ersparnisse habe.
Dennoch gelingt es mir immer besser, unsere Situation zu akzeptieren wie sie ist. Ich empfinde kein Neid oder Missgunst, wenn ich das schöne Haus, den großen Garten, die Sauna im Badezimmer und eine Reinigungskraft, die alle zwei Wochen vorbeikommt, bei anderen Familien in Ls Klasse sehe. Denn sehr schnell bekomme ich auch die Kehrseite präsentiert: Ein Beruf, der einen Elternteil zeitlich so vereinnahmt, dass dieser kaum zu Hause ist, oder eine instabile Partnerschaft. Es ist eben nicht alles Gold was glänzt.
Was heute schön war:
– ausschlafen
– Säuberung und Umgestaltung des Kaninchenreichs
– Sachsentherme
– Telefonat mit meiner Schwiegermama
– lesen
– Englischübungen in der Duolingo App
