Dienstag, 28. Mai 2024 – Noten um der Noten wegen

Alltagsschnipsel

Ich habe gut geschlafen. Da ich morgens mit dem Klingeln des Weckers aber noch unendlich müde war, haben die Schlafstunden definitiv nicht gereicht.
Ein kleiner Trost stellte deshalb mein Beerenmüsli mit Nektarine und Pflanzenmilch dar, das es zum Frühstück gab. Mittags aß ich eine französische Gemüsepfanne, zum Vesper gab es Eis und abends eine Brotzeit.

In dem Projekt, das ich als Scrum Master betreue, haben wir seit dem Vormittag eine interne Product Owner. Nach dem entsprechenden Meeting nahmen wir Kontakt mit dem bisherigen auf, der fortan als Stakeholder fungieren wird, und vereinbarten weitere Treffen. Meine Kollegin braucht nun zahlreiche Informationen von ihm.
Ls Klassenlehrerin war heute wieder da. Neben der noch ausstehenden Note auf die letzte Woche geschriebene Klassenarbeit in Deutsch wird es in dieser Woche noch drei weitere Noten auf – meines Erachtens – Schnulli geben. Ich halte nach wie vor nicht viel von einer Notenvergabe, schon gar nicht in Klassenstufe zwei, aber wenn in unserem Land so auf Noten behaart wird, dann sollten auch sinnvolle Leistungen bewertet werden. An unserer Schule geht es aktuell wirklich ausschließlich darum, genug Noten zu sammeln. Was genau bewertet wird, ist zweitrangig. So ein Schwachsinn!

Einen Großteil des späten Nachmittags saß L an den Aufgaben auf ihrem Wochenplan. Diesmal benötigte sie hierfür kaum Unterstützung. (So soll das auch sein.) Nun sind „nur“ noch drei kleinere Aufgaben offen.
Als sie kurz vor halb acht fertig war, durfte sie draußen noch einige Runden mit ihrem Fahrrad fahren. 

Mittlerweile weiß nicht nur unsere Waltraud, wo sich der Kühlschrank mit dem leckeren Grünfutter befindet, sondern auch Elli. So ist es offenbar seit dieser Woche Brauch, mich morgens mit flehenden, ausgehungerten Blicken in die Küche zu begleiten und unauffällig vor besagter Futterlagerungsstelle sitzenzubleiben. Das ist sowas von niedlich. 
Seit gestern Abend ziert ein Tapetenschutz zahlreiche Wände in unserer Wohnung. Ich hoffe, dass dieser Elli nun davon abhält, die Tapete anzukauen.

Was heute schön war:  

– Thai Massage
– Eis essen
– lesen
– Schwedischübungen in der Duolingo App
– Serie “Bridgerton”

Montag, 27. Mai 2024 – Weiße(re) Zähne

Alltagsschnipsel

Gestern schlief ich erst sehr spät ein. Durch die länger werdenden Tage bin ich abends einfach nicht müde genug. Ich habe dennoch gut geschlafen, einiges geträumt und wurde in dem Moment, als mir Albanien-U von ihrem neuen Business zu mittelalterlicher Kräuterkunde erzählen wollte, vom Wecker aus dem Schlaf gerissen.
Gefrühstückt habe ich Beerenmüsli mit Apfel und Pflanzenmilch, mittags gab es eine asiatische Gemüsepfanne, zum Vesper aß ich Eis und abends gab es eine kleine Brotzeit.

Neben den montäglichen Abstimmungsterminen, die vormittags stattfanden, kümmerte ich mich um viele kleine To-dos aus unterschiedlichen Bereichen. Der Tag verlief zudem durchweg positiv. Viele neue Aufträge von teilweise neuen Kunden sind in greifbare Nähe gerückt. Wir verhandeln derzeit nicht mehr über das Ob einer Beauftragung, sondern um konkrete To-dos und die Höhe des Budgets. So macht das Spaß.
Ls Klassenlehrerin ist krank. Dennoch bekamen die Kinder ihren neuen Wochenplan, der an sich nicht viele aufwendige Punkte enthält. Allerdings hatte L im Unterricht lediglich eine Aufgabe erledigen können. Wir werden wohl ab Mittwoch zu Hause weiter daran arbeiten. Eine halbe Stunde Funkstille handelte ich mir nachmittags ein, weil ich Ls Freundin YW nicht mit von der Schule abholen und bei uns zu Hause bespaßen wollte.

Seit unserem Umzug vor fast zwei Jahren schafften es L und ich heute erstmals, bei der Eisdiele in der Nähe unserer Wohnung ein Eis während der Öffnungszeiten zu kaufen. (Über einen Automaten ist Eis rund um die Uhr verfügbar. Das hatten wir bereits mehrfach ausprobiert.) So kam ich in den Genuss anderer Sorten, die im Automaten nicht enthalten sind. 
Als wir wieder zu Hause waren, machte L ihr Sehtraining. Nach den angesetzten vier Minuten spürte sie ein Ziehen in den Augen. Das ist tatsächlich ein gutes Zeichen. So können wir sichergehen, dass ihre Muskeln trainiert werden.
Wie gestern auch kümmerte sich L um das Reinigen der Fressnäpfe sowie das Waschen und Bereitstellen des Kaninchenfutters. Ich bin derzeit sehr zufrieden mit der Aufteilung.
Abends fuhr L mit dem Fahrrad herum, während ich mich auf der Couch ausruhte. Ich hatte heute ein bisschen mit meinem Kreislauf zu tun.

Mittags hatte ich einen Termin für die Zahnreinigung. Das ging sehr schnell von statten. Nun ist sämtlicher Zahnstein für eine Weile verschwunden und meine Zähne wirken insgesamt heller. (Da ich allerdings sehr viel Tee trinke, wird das nicht von allzu langer Dauer sein.) 

Was heute schön war:  

– saubere Zähne
– Eis essen
– lesen
– Serie „Bridgerton“
– Italienischübungen in der Duolingo App

Ein Wochenende im Mai

Alltagsschnipsel

Dieses Wochenende stand für L und mich ganz im Zeichen der Freundschaft und Familie.


Samstag, 25. Mai 2024


Aufgewacht bin ich am Morgen halb neun. Als L wenig später wach wurde, stand ich auf und rotierte ohne Pause zwei Stunden in der Wohnung herum. Ich kümmerte mich um unsere Kaninchen, packte unsere Tasche, bereitete den Reiseproviant in Form des Frühstücks vor und ging duschen.

Am Vormittag fuhren L und ich nach Erfurt. Unsere Tasche brachten wir in die Wohnung meiner Eltern, die in Quedlinburg ein verlängertes Wochenende verbringen. Ich kümmerte mich um die beiden Rosellasittiche, erneuerte also Futter und Trinkwasser und beseitigte den gröbsten Dreck. L machte in der Zeit ihr Sehtraining.

Mittags fuhren wir mit dem Auto in die Stadt. Wir parkten in der Nähe von Ls ehemaligem Kindergarten. Wir liefen zum Anger und trafen dort auf Ls Freund KK und seine Mama. Gemeinsam liefen wir weiter zum Kikaninchen-Spielplatz. L, die anfangs schüchtern war, taute dort auf. Nach einer halben Stunde hatten die Kinder Hunger. Wir steuerten das Café Rommel an und aßen dort Bruschetta und Flammkuchen. 
Gut gesättigt besuchten wir anschließend in der Allerheiligenstraße ein kirchliches Kinderfest. Wir kamen pünktlich zur Zaubershow an. Nach kurzem Grübeln erinnerte ich mich, woher ich den Zauberer, der seine Sache wirklich richtig gut machte, kannte: Er war in seinen späten Teenagerjahren mit meiner ehemaligen Freundin aus Gymnasialzeiten zusammen.
Gerade als sich die Kinder ihre Belohnung nach einer gelungenen Parcours-Runde abgeholt hatten, donnerte es plötzlich sehr laut. L hat vor Wolken, Regen, Donner und Blitzen panische Angst und wurde zusehends unruhiger. Als der Regen einsetzte, stellten wir uns für wenige Minuten im Einkaufscenter Anger 1 unter. Das Auto erreichten wir kurz darauf nahezu trocken. Wir verabschiedeten uns von KK und seiner Mama und fuhren zu meiner Freundin J, die ich seit fast dreißig Jahren kenne, und ihrem Mann N.
Die beiden halten zwei Frettchen, von denen L sehr angetan war. Bei sonnigem Wetter saßen wir abends bei selbstgemachter Pizza auf der Terrasse. L verbrachte einen Großteil unseres Aufenthalts schaukelnd im zum Haus gehörenden Garten. 


Erst nach 22 Uhr waren wir wieder in der Wohnung meiner Eltern. L schlief direkt ein, ich erledigte meine Englischübungen in der Duolingo App und ging dann ebenfalls schlafen.


Sonntag, 26. Mai 2024


Durch den Vibrationsalarm meines Telefons, das unter dem Kopfkissen lag, wachte ich heute Morgen kurz nach acht Uhr auf. L schlief bis Viertel nach neun.

Ich kümmerte mich zuerst um die beiden Rosellasittiche und machte mich anschließend im Bad zurecht. Kaum war ich vorzeigbar hergerichtet, klingelte es und mein Onkel O kam vorbei, um uns eine neue Thermosflasche, die er nicht braucht, und Marmeladengläser zu überreichen. Er blieb nur für etwa fünf Minuten.

Viertel nach zehn frühstückten L und ich die leckeren Sachen, die meine Eltern für uns eingekauft hatten. Während ich etwas Ordnung machte und unsere Tasche packte, trainierte L mithilfe der explizit dafür angefertigten Brille ihre Augenmuskeln.

Nach einem kurzen Halt an der Tankstelle fuhren wir am späten Vormittag nach Bad Tabarz, um meine Schwiegermama in der Rehaklinik zu besuchen. 
Sie zeigte uns zuerst ihr Zimmer, ehe wir uns gemeinsam auf den malerischen Weg zum Rhododendronfest am Datenberg machten. Neben besagten wunderschönen Blumen gab es dort Musik, Essen und Getränke. Auf dem Spielplatz durfte sich L danach austoben.
Bevor wir am Nachmittag zurück nach  Markkleeberg fuhren, aßen wir im zur Rehaklinik gehörenden Café einen leckeren Eisbecher.


Zu Hause angekommen, freuten wir uns sehr über den Anblick von Elli und Waltraud. Während ich den Kaninchenstall und das -gehege säuberte, kümmerte sich L parallel um das Säubern der Näpfe und das Waschen der Salate. Das wird fortan Ls Aufgabe bleiben. 
Weil das Kind schon wieder hungrig war, bereitete sie sich selbst Nudeln zu. So konnte ich in der Zeit unsere Tasche ausräumen. Die Arbeitsteilung finde ich großartig. Ich muss jetzt dahinter sein, damit das nicht wieder einreißt.

Abends ging L nach einer Runde Fahrradfahren in die Badewanne. Ich hing derweil frisch gewaschene Kleidung auf dem Wäscheständer in unserem kleinen Abstellraum auf. 
Ich werde nun nur noch meine Französischübungen absolvieren und den Abend lesend ausklingen lassen.

Himmelspost an M

Dies & Das, Persönliches

Mein lieber M,

ich habe mein jährliches Ziel, zehn Bücher zu lesen, Mitte des Monats erreicht. Ich hatte Ende letzten Jahres überlegt, die Anzahl zu erhöhen, mich allerdings dagegen entschieden. Ich möchte mich selbst ungern unter Druck setzen. Lesen soll weiterhin Spaß bereiten.

L und ich sind hinsichtlich ihrer diagnostizierten Lese-Rechtschreibschwäche auf einem guten Weg. Es kamen in den letzten Wochen einige (kleinere) Nebenbaustellen hinzu, die wir nun sukzessive teilweise mit fachmännischer Unterstützung angehen werden. Wir haben einen Plan, den wir verfolgen und gegebenenfalls immer wieder an die Umstände anpassen werden. 

Das Sparbuch schrumpft unaufhörlich. Ungeplante, aber sehr wichtige Ausgaben (für L) kamen in den letzten Wochen vermehrt hinzu. Ich habe mich bereits dazu entschlossen, den im letzten Jahr gebuchten Herbsturlaub 2024 zu stornieren. L und ich werden stattdessen in der Region schöne Tagesausflüge unternehmen. Wer kein Geld hat, sollte auch keines für unnötigen Luxus ausgeben. Ein klein wenig hoffe ich in diesem Jahr auf Weihnachtsgeld. Das würde unsere aktuelle finanzielle Situation sicherlich etwas entspannen.

Deine Katja

Freitag, 24. Mai 2024 – Sittichsitting

Alltagsschnipsel

Ich habe gut geschlafen. Im Gegensatz zu gestern war Ls Laune am Morgen deutlich besser. Ich muss zugeben, dass ich sie heute auch nicht ansatzweise so geärgert und absichtlich gereizt habe wie gestern.
Im Auto gab es eine Brotzeit zum Frühstück, mittags aß ich Sushi und abends leerte ich die restlichen Nudeln, die L übrig gelassen hatte. Dafür fiel ich ins Eisfach. 

Planung ist schön und gut. Es kommt oftmals doch anders. Dennoch hatte unser Team in dem Projekt, das ich als Scrum Master betreue, ein sehr gutes Meeting. Wir starteten mit etwas Teambuilding und widmeten uns die restliche Zeit dem aktuellen Sprint Board sowie dem Product Backlog. Nun ist alles wieder glatt gezogen worden und bereit für die Abarbeitung. Die Retrospektive war zeitlich nicht mehr drin. Einen Ersatztermin haben wir aber bereits vereinbart.
L hat im Rahmen des Freidays ein neues Projekt: (Kinder)Armut. Für die Hortzeit durften die Kinder heute ein Spielzeug mitbringen. L entschied sich für Tomate, einen Pipi-Max-Hund an der Leine.

Ein Gewitter und anschließender Starkregen durchkreuzten meinen Plan, Ms Grab zu bepflanzen. So fuhr ich nachmittags direkt zu meinen Eltern, die über das Wochenende in Quedlinburg sind, um ihre beiden Rosellasittiche zu versorgen. L wurde von Leipzig-A von der Schule abgeholt und befand sich bis abends bei ihrer Schulfreundin EB.

Erstmals sah ich auf der Gegenfahrbahn auf der Autobahn ein Auto (aus)brennen. Nach kurzer Recherche stellte ich abends erleichtert fest, dass kein Personenschaden entstanden ist.

Was heute schön war:  

– unfall- und staufreie Autofahrten
– Hörspiele 82 und 83 der Reihe “Die drei ???”
– Aufräumaktion im Projekt 
– Sushi zum Mittagessen 
– Playdate für L
– Serie “Bridgerton”
– Schwedischübungen in der Duolingo App

Donnerstag, 23. Mai 2024 – Ls Augenuntersuchung

Alltagsschnipsel

Gestern Abend bin ich aufgrund mangelnder Müdigkeit wieder recht spät eingeschlafen. Dafür schlief ich in der Nacht gut, wurde in den frühen Morgenstunden nur kurz wach und fühlte mich beim Aufstehen fit für den bevorstehenden Tag. Im Gegensatz zu L, deren schlechte Laune mir bereits mit dem Öffnen ihrer Augen entgegenkam. 
Gefrühstückt habe ich ein Beeren-Schokomüsli mit Himbeeren, Erdbeeren und Pflanzenmilch, mittags aß ich eine italienische Gemüsepfanne und abends gab es Kartoffeln, Spinat und Omelett.
Nach einer Woche Pause seit der letzten Session betrat ich heute wieder das Fitnessstudio. Neben meinen ursprünglichen Übungen für sämtliche Muskelgruppen des Körpers probierte ich zwei weitere Geräte aus, an denen ich insgesamt drei neue Übungen absolvierte.

Die für morgen stattfindende Retrospektive habe ich heute erneut umgeplant. Sie wird nun wieder so wie ursprünglich geplant ablaufen. Alles andere ergibt einfach keinen Sinn. Unsere Tagesagenda ist ziemlich straff und ich bin gespannt, wie gut wir mit allen Beteiligten vorankommen werden. Sollte der aktuelle Product Owner, der in Kürze Stakeholder sein wird, vorzeitig aufbrechen müssen, möchte ich mit dem restlichen Team die Retrospektive in Ruhe zu Ende bringen. Das Meeting ist für den zukünftigen Prozess einfach zu wichtig.
Auf dem Weg in Richtung Schule sprachen L und ich am Morgen kein einziges Wort miteinander. Eine richtige Verabschiedung an der letzten Ampel gab es ebenfalls nicht. So konnte ich L leider kein Glück für die anstehende Klassenarbeit wünschen. Am Nachmittag entschuldigte sich L für ihre schlechte Laune am Morgen und teilte mir mit, dass sie ein gutes Gefühl bei der Klassenarbeit hat.

Wegen einigen Beobachtungen und Auffälligkeiten hatte L heute einen Termin bei einer Augenärztin, die gleichzeitig auch ein Optikergeschäft betreibt. Innerhalb einer halben Stunde wurden Ls Augen sehr gründlich und genau untersucht.
Es stellte sich heraus, dass ihre Augen im Vergleich zu anderen Menschen die Nähe nicht richtig scharf stellen können. Ihr Gehirn kompensiert das mit einem leichten Innenschielen. Die Beobachtung von Leipzig-A ist somit korrekt.
Wir brauchen uns derzeit also alle nicht zu wundern, dass L zwar problemlos einen Ball fangen kann (Ferne), ein vor ihr stehendes Glas aber ziemlich oft umwirft (Nähe). Grund hierfür ist ein sich überlappendes Bild. L sieht also Dinge in unmittelbarer Nähe nicht gut.
Laut Augenärztin ist es somit völlig verständlich, dass L Schwierigkeiten hat, beim Ausmalen nicht über den Rand zu malen, einen Text richtig (von der Tafel) abzuschreiben oder die Zeilen beim Schreiben einzuhalten. Auch Lesen wird nach einer Weile sehr anstrengend für sie.
In den kommenden vier Wochen wird L zu Hause mittels eines Utensils, das eine Mischung aus Lupe und Brille ist, tägliche für etwa fünf Minuten ein Sehtraining durchführen. Bei diesem Training wird mehrfach zwischen der Fern- und Nahsicht gewechselt, und zwar jedes Mal, wenn sich die Augen scharf gestellt haben. Ende Juni wird erneut geschaut, ob eine Verbesserung eingetreten ist. Dieses heute entdeckte Problem lässt sich also mit einem entsprechenden Training verbessern oder ganz beheben. Trotzdem spannend.

Was heute schön war: 

– Spaziergang am Morgen und Nachmittag
– lesen
– Fitnessstudio
– Erkenntnis bei der Augenuntersuchung
– Serie „Bridgerton“
– Italienischübungen in der Duolingo App

Mittwoch, 22. Mai 2024 – Schlaue Elli 

Alltagsschnipsel

Trotz ziemlich starken Regens am gestrigen Abend, der gegen die Fensterscheibe im Schlafzimmer trommelte, sind L und ich gut eingeschlafen. Als in den frühen Morgenstunden mein merkwürdiger Traum plötzlich beendet war, befand ich mich bis zum Aufstehen lediglich in einer Art Halbschlaf. Ich hatte das schmutzige Geschirr zwar vollständig aus dem Geschirrspüler ausgeräumt, um alles neu sortiert wieder einräumen zu können, aber dazu kam es nicht mehr. Oh wie schade.  
Zum Frühstück aß ich mein leckeres Beeren-Schokomüsli mit Himbeeren, Erdbeeren und Pflanzenmilch, mittags gab es eine französische Gemüsepfanne, zum Vesper genehmigte ich mir eine Brotzeit und abends bereitete ich erneut vegane Waffeln mit veganem Schokoaufstrich zu.

Die für Freitag vorgesehene Retrospektive in meinem Projekt plante ich um, da ein weiteres sehr wichtiges To-do hinzugekommen ist. Ich bin sehr auf das Meeting gespannt, zumal in Kürze entschieden wird, wer aus unserem Unternehmen die Rolle der Projektleitung übernimmt.
Im Sportunterricht wurde Brennball gespielt. L teilte mir beim frühzeitigen Abholen mit, dass sie für ihr Team mehrere Punkte erzielen konnte. Im Fach Sachunterricht wurde in ein letzte Woche mitgegebenes Glas eine Bohne eingepflanzt. Das aktuelle Thema behandelt den Anbau und die Aufzucht von (Gemüse)Pflanzen.

Für L fand nachmittags die dritte Stunde Ergotherapie statt. Mit ihr wurde heute ein Test bezüglich Konzentration, Aufmerksamkeit, Merkfähigkeit etc. vorgenommen. Nächste Woche erfahre ich das Ergebnis und erhalte den Bericht auch in schriftlicher Form. Mit diesem kann ich erneut zur Kinderarztpraxis gehen und hoffen, ein Kassenrezept zu erhalten. Mittlerweile bin ich diesbezüglich optimistisch, da so viele andere Sachen bei L aufgedeckt wurden, die definitiv in den Zuständigkeitsbereich der Krankenkassen fallen. Apropos Krankenkasse. Diese teilte mir mittels Brief mit, dass die Kosten der Ergotherapie ausschließlich Ls Lese-Rechtschreibschwäche betreffend nicht übernommen werden. Ich hatte nichts anderes erwartet.  
Am späten Nachmittag hatte L eine Klavierstunde. Ich setzte mich erneut in die andere Hälfte des Raumes und löste ein paar Sudoku-Rätsel.
(In der allerersten Stunde war ich mir selbst peinlich, als ich dem Klavierlehrer ständig dazwischen gequatscht hatte. Da schämte ich mich schon beim Reden für mich selbst fremd. Um das dauerhaft zu vermeiden, tue ich nun so, als wäre ich nicht da. Leipzig-A hatte mir letztes ohnehin mitgeteilt, dass viele unserer Baustellen, die L nun aufweist, hausgemacht sind. Je länger ich darüber nachdenke, umso mehr muss ich ihr zustimmen. Durch Ms Tod hänge ich oft wie eine Glucke über dem armen Kind und versuche, ihr alles Übel dieser Welt aus dem Weg zu räumen. Damit möchte ich aufhören. Die liebe L darf hinfallen, Fehler machen und ihre eigenen Erfahrungen sammeln.) 
Abends „wollten“ L und ich ein paar Minuten für die morgen anstehende Klassenarbeit in Deutsch üben. Dafür hatten wir bisher noch gar nichts gemacht. Es kam allerdings innerhalb kürzester Zeit zum Streit, sodass ich die Sache beendete. Für mich habe ich nämlich beschlossen, dass ich mir das nicht mehr antue. Ich habe besseres in meiner Freizeit zu tun, als mich beleidigen zu lassen. Als die Gemüter abends wieder beruhigt waren, wiederholten wir innerhalb von zehn Minuten die wichtigsten Sachen mündlich.

Für Elli, die gerne und viel – bevorzugt unsere Tapete – anknabbert, wurden vormittags die bestellten Grasmatten geliefert. Auch Waltraud freute sich über das neue Spielzeug sehr. An den heiklen Stellen an der Wand befinden sich nun die Grasmatten. Und was musste ich dennoch bezeugen? Elli schiebt die Grasmatten so beiseite, dass sie wieder freien Zugang zur Tapete hat. Sie hat den Intelligenztest definitiv bestanden. Ich fürchte, ich kann ihr anbieten, was ich will, sie durchschaut alles sehr leicht. Schlaues Kaninchen. Ich gebe aber nicht auf. Irgendwann finde ich etwas, dass sie komplett von der Tapete weglockt.

Was heute schön war: 

– lesen
– Serie „Bridgerton“ 
– Französischübungen in der Duolingo App

Dienstag, 21. Mai 2024 – Spontane U10

Alltagsschnipsel

Geschlafen habe ich sehr gut. An den zahlreichen Träumen in dieser Nacht merke ich, dass es auf Vollmond zugeht. Der Wecker holte mich kurz vor halb acht aus einem dieser Träume. Mir fehlte definitiv noch eine Stunde Schlaf, denn ich lief ziemlich lange ziemlich gerädert durch den Tag. 
Gefrühstückt habe ich Beeren-Schokomüsli mit Banane und Pflanzenmilch, mittags gab es eine Brotzeit und abends aßen L und ich eine vegane Bohnensuppe.

Meinen Arbeitstag verbrachte ich mit L im Homeoffice. Mittags hatte ich einen Videocall bezüglich einer im September stattfindenden Veranstaltung in Südthüringen. Vermutlich haben wir als Unternehmen gar keine Chance mehr, als Aussteller daran teilzunehmen. Die Frau gab mir einen neuen Kontakt, dem ich direkt im Anschluss an das Meeting eine E-Mail schrieb, das Unternehmen und unser Produkt vorstellte und nach einer Teilnahmemöglichkeit fragte.  
In Sachsen ist heute ein Ferientag. L konnte somit ein letztes Mal vor Beginn der Sommerferien in wenigen Wochen ausschlafen. Morgen geht es wieder in die Schule.

Gemeinsam fuhren wir heute mit dem Auto einkaufen. Das Grünfutter für die Kaninchen reichte gerade so für das Frühstück und musste dringend aufgefüllt werden. Bei dieser Gelegenheit holten wir für uns ebenfalls noch ein paar Lebensmittel, die über das verlängerte Wochenende ausgegangen sind.
Den späten Nachmittag und Abend verbrachte ich vertieft in meinem privaten Projekt. Es geht zwar nur langsam vorwärts, aber es geht voran. 

Für L stand eine Impfung auf dem Plan. Wir fuhren somit gegen Mittag in die Kinderarztpraxis, die sich vor wenigen Tagen sehr zu meiner Freude dazu entschieden hatte, L als neue Patientin aufzunehmen. Bevor die Auffrischungsimpfung gegen Tetanus, Diphtherie und Pertussis vorgenommen wurde, teilte uns die Arzthelferin mit, dass spontan die U10 mitgemacht wird. Das hat zum einen den Vorteil, dass L sie nun hinter sich hat (ich wäre vor November diesen Jahres damit nicht um die Ecke gekommen), zum anderen konnte die Kinderärztin L gleich besser kennenlernen. Bei der Untersuchung wurde unter anderem auch Ls Seh- und Hörkraft kontrolliert. L sieht wirklich sehr scharf. Ich fürchte, eine Brille aufgrund einer Sehschwäche wird wohl auch übermorgen bei der Augenuntersuchung nicht für L herausspringen. Ich sprach bei der Kinderärztin erneut die bei L diagnostizierte LRS sowie sämtliche Nebenbaustellen an. Sie versicherte mir, dass ich sie, sobald ich den Bericht der Ergotherapeutin vorliegen habe, erneut wegen eines Kassenrezepts kontaktieren kann.  

Was heute schön war:  

– Ls Gesundheit
– windgetrocknete Wäsche 
– Voranbringen meines Privatprojekts
– Englischübungen in der Duolingo App

Montag, 20. Mai 2024 – Meerjungfrau

Alltagsschnipsel

Tief, fest und traumreich habe ich bis halb neun am Morgen geschlafen. L wurde gegen neun Uhr wach.
Zum Frühstück gab es für mich wie immer ein Beeren-Schokomüsli mit Apfel und Pflanzenmilch. Mittags bereitete ich für uns Kartoffeln, Spinat und Omelett zu. Am späten Nachmittag aß ich den Rest von Ls Nudeln mit Tomatensoße auf, nachdem ich selbst ein Stück Kuchen verspeist hatte. 
In der Sachsentherme schwamm ich viel umher.

Bis mittags war ich eine Couchpotato. Gestern hatte ich ein Buch beendet, heute direkt ein neues angefangen. Dieses war so spannend und lustig geschrieben, dass ich einfach nicht aufhören konnte zu lesen. 
Nach anderthalb Tagen, die ich im Schlafanzug verbracht habe, wurde es schließlich Zeit, mich zu duschen und die Kleidung zu wechseln. Wenigstens heute wollten L und ich die Wohnung verlassen. Unser Ziel war die Sachsentherme, in der wir drei schöne Stunden verbrachten. L probierte dort erstmals ihre Schwimmflosse aus und schwamm wie eine Meerjungfrau durchs Wasser.
Abends landete ich wieder auf dem gemütlichen Sofa, nachdem ich mich um den Kaninchenstall und das -gehege gekümmert hatte, und schaute die erste Staffel der Serie „Bridgerton“. Zum dritten Mal.  

Was heute schön war: 

– lesen
– Sachsentherme
– Schwedischübungen in der Duolingo App
– Serie „Bridgerton“

Sonntag, 19. Mai 2024 – Müßiggang

Alltagsschnipsel

Halb neun wachte ich heute Morgen auf. Ich hatte in dieser Nacht zum Glück wieder sehr gut geschlafen. Ein Grund hierfür war die Gewissheit, dass es Elli wieder gut geht. L wachte gegen neun Uhr auf.
Gefrühstückt habe ich Beeren-Schokomüsli mit Kiwi, Banane und Pflanzenmilch. Am späten Nachmittag holte ich unseren Sandwichmaker aus dem Schrank hervor und bereitete für L und mich Sandwiches zu.

Den Vormittag nutzte ich, um weitere Ecken unserer Wohnung vor Ellis Knabberattacken zu sichern. Unsere Tapete im Wohnzimmer wurde trotz meiner Bemühungen, es zu verhindern, bereits derart in Mitleidenschaft gezogen, dass mich dieser Anblick in meinem Entschluss bestärkte, einfach nie wieder aus der jetzigen Wohnung auszuziehen. Ich bin nun dabei, mir viele schöne Dinge einfallen zu lassen, an denen das Kaninchen knabbern darf. Den Start machen Grasmatten, die am Mittwoch geliefert werden sollen.
Ohne zu murren, zu zetern oder zu jammern beendete L ihren Wochenplan innerhalb von fünfzehn Minuten. Nun kann ihre Lehrerin diesen am Mittwoch durchsehen.  
Ls Kinderzimmer räumte ich zur Mittagszeit auf. Da wirklich ausnahmslos alles nicht mehr an seinem ursprünglichen Platz stand, sondern komplett auf dem Boden verteilt war, dauerte es eine ganze Weile, bis der Raum wieder ordentlich aussah. Streit gab es zwischen L und mir bei meiner offenbar unverschämten Bitte, den Fußboden im Kinderzimmer zu saugen. Aus Minuten wurden Stunden und L blieb dabei, nicht zu saugen. Das kostete sie den geplanten Aufenthalt in der Sachsentherme. 

Was heute schön war: 

– Italienischübungen in der Duolingo App
– Telefonat mit meiner Mama
– lesen
– Serie „Bridgerton“