Geschlafen habe ich auch heute bis kurz nach sieben Uhr. L ratzte etwa anderthalb Stunden länger.
Zum Frühstück aß ich ein Beeren-Schokomüsli mit Pflanzenmilch und Erdbeeren, mittags gab es auf die Schnelle zwei belegte Toastscheiben und abends bereitete ich erneut ein kleines Buffet – diesmal mit Melonenstückchen, selbstgemachten Sandwiches, Tomaten-Mozzarella-Salat und veganer Reispfanne – vor.
Mein erster Arbeitstag nach fast drei Wochen begann heute. Ich sichtete meine Aufgaben, sortierte mach Wichtigkeit und begann, diese abzuarbeiten. Morgens hatte ich einen Begrüßungs- und Update-Call. Insgesamt war der heutige Tag produktiv und stressfrei.
L blieb bei mir zu Hause und spielte mit ihrem zu Weihnachten geschenkt bekommenen Playmobil Puppenhaus und einem heute neu eingetroffenen Set, das sie sich von ihrem Taschengeld gekauft hatte.
Neben einer halbstündigen Thai Massage, zu der ich L ebenfalls mitnahm, verbrachte ich meine Freizeit lesend.
Kurz vor Feierabend war ich beim Checken und Bearbeiten meiner E-Mails geistig nicht mehr auf der Höhe. So kam es zu einem kurzzeitigen Aussetzer meiner Vernunft und geistigen Zurechnungsfähigkeit sowie dem Ignorieren zaghaft läutender Alarmglocken.
Zu meiner Schande muss ich gestehen, dass ich auf eine Phishing-Mail hereingefallen bin. Die Mail war sehr gut gemacht. Es gab einen seriösen Absender und keine Rechtschreibfehler. Alles an der Mail wirkte so, als käme sie von meiner Krankenkasse. Obwohl ich bei der Eingabe meiner Kreditkartennummer kurz zögerte und mich wunderte, füllte ich aufgrund der lächerlich kleinen Gebühr für die genannte Dienstleistung bereitwillig alle geforderten Daten aus.
Keine zehn Minuten später wurde ich innerlich unruhig. Mein Hirn ließ die Alarmglocken nun lauter schrillen. Und das war auch gut so. Nach kurzem Googeln und etlichen anderen kleinen Zeichen merkte ich schnell, dass die Mail ein Fake war.
Zunächst senkte ich das Überweisungslimit meiner Kreditkarte auf einen Euro, dann ließ ich diese sperren und informierte sogleich meine Bank über meine Blödheit. Der Mitarbeiter gab mir zahlreiche Tipps, wie ich mich in den nächsten zwei Wochen verhalten soll, ist aber optimistisch, dass sich der Schaden in Grenzen halten wird, weil ich nach meinem Fehler so schnell reagiert und gehandelt habe.
Nun bleibt mir vorerst nur die große Scham wegen meiner Dummheit. Ich bin so ein Opfer!
Was heute schön war:
– länger schlafen
– entspannter erster Arbeitstag
– Thai Massage
– lesen
– Englischübungen in der Duolingo App
Autor: Katja
Montag, 15. Juli 2024 – Urlaubsnachbereitungen
AlltagsschnipselIch bin gestern ziemlich spät eingeschlafen, habe in der Nacht viel geträumt – unter anderem von der Arbeit, bei deren Themen und Aufgaben sogar M mitmischte – und wachte gegen sieben Uhr auf. Ich blieb noch einige Minuten liegen.
Zum Frühstück und Mittagessen gab es einen Beeren-Schokomüsli-Mix mit Pflanzenmilch und Apfelstücken beziehungsweise Erdbeeren. Abends bereitete ich mehrere gesunde Speisen zu und kreierte für L und mich ein kleines Buffet. Das möchte ich in unseren Alltag integrieren. L war sehr begeistert und hat sich das erste Mal seit langem wieder so richtig satt gegessen.
Ich hatte heute meinen letzten Sommerurlaubstag. Letztes Jahr um die Zeit sind L und ich gerade erst auf Reisen gegangen.
Noch drei Wochen Sommerferien hat L vor sich. Sie blieb heute bei mir zu Hause.
Ich kümmerte mich am Vormittag darum, Kaninchenstall und -gehege wieder bewohnbar herzurichten.
Mit L fuhr ich zweimal einkaufen, erst Grünfutter für die Kaninchen, dann Großeinkauf für uns.
Der kleinere Kühlschrank war heute abgetaut. Ich säuberte ihn sehr gründlich.
Auch unsere Waschmaschine stand den Tag über nicht still.
Mittags hatten wir unsere Elli und Waltraud, die fast drei Wochen in der Tierpension verbrachten, wieder. Sie erkannten ihr Zuhause gleich wieder, verzogen sich in ihre Lieblingsecken und/oder fraßen. Wir haben sie wirklich sehr vermisst.
Was heute schön war:
– länger schlafen
– sonnengetrocknete Wäsche
– Wiedersehensfreude
– lesen
– Abendbuffet
– Schwedischübungen in der Duolingo App
Unser Sommerurlaub – Zweiter Besuch in München
Alltagsschnipsel, Reisen & AusflügeGestern Abend kamen L und ich in München an. Bei meinem Bruder und meiner Schwägerin J verbrachten wir erneut zwei Nächte, um uns von der ersten langen Autofahrt zu erholen und Zeit miteinander zu verbringen.
Samstag, 13. Juli 2024
Ich habe bis halb neun geschlafen. Nachts lag ich allerdings eine Stunde wach.
Zum Frühstück gegen halb elf aßen alle ein Nutella Croissant, für L und mich gab es zudem ein Ei.
Nach dem Essen suchten wir einen Bubble Tee Shop auf, der nun auch Soda verkauft. Ich trank ein Strawberry Soda mit Watermelon Babos.

Danach ging es zum Einkaufen ins Edeka. Für unser Müslifrühstück ab kommendem Montag holte ich – clever wie ich bin – eine Pflanzenmilch und normale Milch.
Während meine Schwägerin J und L einen Kuchen backten, ich ihnen dabei zusah und nebenbei die Ausgabenliste aktualisierte, hielt mein Bruder Mittagsruhe.
Am frühen Nachmittag gab es Nudelsalat, ehe wir beschlossen, einen Spaziergang durch die Münchner Innenstadt zu machen. Wegen Ls Weinerlichkeit aus Gründen, die nur sie kennt, kehrten wir recht schnell in die Wohnung zurück. Das war ein bisschen schade.
Im italienischen Restaurant “La Vecchia” aßen mein Bruder, L und ich je eine Pizza. Zum Nachtisch gab es ein Eis, das L nicht schaffte und somit “leider” von mir aufgegessen werden musste. Meine Schwägerin J war währenddessen auf einer Geburtstagsfeier und wurde abends mit einem eigens für sie komponierten Quatschsong von uns begrüßt.
Vor dem Schlafengehen las ich L ein paar Seiten einer Geschichte vor und machte meine Französischübungen in der Duolingo App.
Sonntag, 14. Juli 2024
Nach einer traumreichen Nacht wachte ich heute Morgen Viertel vor acht auf.
Nach unserem gemeinsamen Frühstück räumte ich Ls und meine Sachen zusammen. Kurz nach elf Uhr fuhr uns mein Bruder zu unserem Auto, das wir im Münchner Umland geparkt hatten.

Gegen zwölf Uhr machten L und ich uns auf den Weg nach Markkleeberg. Nach einer Tank-, einer Mittags- und einigen kleineren Pausen kamen wir schließlich siebzehn Uhr an. Sehr zu meiner Freude war der Sperrpfosten unten, sodass ich das Auto direkt bis vor das Haus fahren konnte. Innerhalb kürzester Zeit war das Auto ausgeräumt.
Als ich beruhigt feststellte, dass unser Keller das Unwetter vor zwei Tagen ohne Schäden überstanden hatte und in unserer Wohnung alles beim Alten war, säuberte ich das Bad, bezog unsere Betten und räumte einen Teil des Gepäcks aus. Nebenbei stellte ich einen der Kühlschränke aus, damit dieser Abtauen kann. Parallel liefen zwei Waschmaschinenladungen.
Abends machte ich meine Italienischübungen und schaute etwas fern. Irgendwann gegen zweiundzwanzig Uhr schaute ich nach, wer Europameister geworden ist: Spanien.
12 von 12 im Juli
AlltagsschnipselHeute ist der 12. Tag des Monats. Es heißt somit wieder 12 von 12. Das bedeutet, dass im Verlauf des Tages viele Bilder gemacht werden, von denen zwölf abends im Blog präsentiert werden.
Okay geschlafen, heute Morgen kurz vor acht Uhr und somit eine halbe Stunde vor dem Klingeln des Weckers, den ich sicherheitshalber gestellt hatte, aufgewacht.
Obwohl L und ich gestern vor unserem Filmabend eine Erfrischungsdusche nahmen, war ich bereits vor dem Schlafengehen wieder durchgeschwitzt. Es war einfach zu warm.

Ein letztes Frühstück auf der schönen Terrasse mit Blick auf den Gardasee. Erst vor wenigen Tagen realisierte ich, dass wir von unserem Apartment aus direkt auf das Ende des Sees und so beispielsweise auf den Ort Sirmione schauen können.

Ein letzter Abwasch. Ich freue mich zu Hause auf unseren Geschirrspüler.

Voll bepacktes Auto. L und ich mussten nach dem Frühstück zweimal laufen, um alles aus dem Apartment wegzubekommen. Gestern hatten wir bereits erste Sachen ins Auto geschafft.


Auf Wiedersehen Apartment, auf Wiedersehen Lieblingspool, auf Wiedersehen Cassaga! Ich hoffe, es dauert nicht wieder zehn Jahre, bis ich ins schöne Italien reise.


Zuerst hatten wir ein unglaublich schönes Panorama auf der italienischen Autobahn. Je weiter nördlich wir fuhren, umso dunkler wurden und tiefer hingen die Wolken, bis schließlich für mehrere Kilometer ein Gewitter direkt über uns war und Starkregen die Sicht massiv einschränkte. Das war genau das richtige für L und ihre Panik vor Unwetter. Ich zuckte zwar auch bei jedem Blitz zusammen und spürte meinen Adrenalinpegel steigen, hatte aber keine Zeit zum Angst haben. Ich wollte überleben.
Kurz vor der österreichischen Grenze hörte der Regen auf und die Sonne schien für den Rest unserer Reise.

Mittagspause gab es um fünfzehn Uhr bei McDonald’s irgendwo in Österreich. Diese tolle Aussicht konnten wir beim Essen bewundern.


Nach siebeneinhalbstündiger Fahrt kamen wir am Treffpunkt im Münchener Umland an und wurden von meinem Bruder und meiner Schwägerin J abgeholt.
Zum Abendessen gab es wenig später selbstgemachte Spätzle und Gegrilltes. Die veganen Spieße und ein Maiskolben aß ich.

Die meinem Bruder und meiner Schwägerin J vor zwei Wochen in Obhut überlassenen Rosen, die ich zum Geburtstag geschenkt bekam, und Ls Ostergras leben noch. Darüber freute ich mich sehr.

Spät abends und kurz vorm Schlafengehen gab es noch ein Eis. Ich liebe dieses Eis von Kinder. Während wir alle gemütlich am Tisch saßen, tobte draußen das nächste Gewitter.
L wurden noch ein paar Seiten vorgelesen. Ich machte danach meine Englischübungen in der Duolingo App und schlief anschließend ein.
Unser Sommerurlaub – Letzte entspannte Tage
Alltagsschnipsel, Reisen & AusflügeDienstag, 9. Juli 2024, bis Donnerstag, 11. Juli 2024
Ich glaube, der italienische Sommer nimmt nun allmählich Fahrt auf. In den letzten Tagen war es sehr warm. So gelang es mir kaum, das Apartment in den Nächten auf eine angenehme Temperatur herunterzukühlen. In einer Nacht war es sogar so warm, dass L und ich nicht tief einschlafen konnten und uns am Morgen gerädert und nicht ausgeschlafen fühlten.
Da in diesem Urlaub die Erholung und Entspannung im Vordergrund stand und meine einzige Bedingung war, den Gardasee zu sehen, verbrachten wir unsere letzten Tage am und im Pool. Gelesen habe ich auch viel. Den ein oder anderen Spieleabend auf der Terrasse mit Blick auf den Gardasee führten L und ich ebenfalls durch.
Einen kurzen Ausflug nach San Felice del Benaco zu einem Campingplatz, den Ls ehemalige Klassenkameradin LS letzte Woche mit ihrer Familie bewohnt hat, machten wir am Dienstag. Leider wollte L die Familie nicht treffen, sodass ich keinen Kontakt aufgenommen und ein Treffen herbeigeführt habe.
Neugierig waren wir aber dennoch. Der Campingplatz hat eine angenehme Größe, sah sehr gepflegt und sauber aus, befindet sich in einer ruhigen Lage und weist optisch sehr hübsche neuwertige Unterkünfte auf. Beim Erkunden stellten wir fest, dass hier etliche (und für meinen Geschmack zu viele) deutsche Touristen ihren Urlaub verbringen. Der Pool war im Vergleich zu unseren in der Apartmentsiedlung sehr voll. Hier hätte L allein schon aus Platzgründen nicht so ohne weiteres tauchen können.
Auch wenn wir den Campingplatz sehr hübsch fanden, glauben wir, es mit unserem Apartment etwas besser und vor allem ruhiger getroffen zu haben.
Ein großes Thema stellte für mich das Betanken des Autos dar. Ich schob diese Tätigkeit soweit vor mir her wie möglich. Auch wenn ich tief in mir drin wusste, dass ich das schaffe, hatte ich etwas Respekt davor.
Im Endeffekt hatte ich mir im Vorfeld mal wieder zu viele Sorgen gemacht. Kurz vor Ende des Bezahlprozesses am Automaten stellte ich fest, dass sich dieser auf die deutsche Sprache umstellen lässt. So verstand ich dann auch den letzten Satz, der mir mitgeteilt wurde, der da lautete: „Sie können jetzt mit dem Tankvorgang beginnen.“
Was in den letzten drei Tagen schön war:
– ausschlafen
– lesen
– Schwimmen und Spaß im Pool
– Ballspiele
– Spieleabende
Eindrücke der letzten drei Tage:


Unser Sommerurlaub – Pool, Shopping & Gute Nachricht
Alltagsschnipsel, Reisen & Ausflüge
Samstag, 6. Juli 2024, bis Montag, 8. Juli 2024
Mit einer Ausnahme habe ich in den letzten Nächten sehr gut geschlafen. L schläft in unserer Unterkunft und dem bequemen Bett ohnehin schnell ein, durch und lange.
Ausreichend Erholung und Zerstreuung fand ich durch das Lesen von Kriminalromanen. Ich suchte mir ein drittes Buch dieses Genres heraus. Diesmal wurde auf der Insel Sylt jemand ermordet.
L und ich besuchen mindestens einmal am Tag einen der Pools. Sie hat nach wie vor Freude am Tauchen, ich am Brust- und Rückenschwimmen. Zwischendurch spielen wir mit dem Ball auf der Tischtennisplatte. Wir mögen dieses Spiel beide sehr gerne.
Die Serie „Geek Girl“ haben wir mittlerweile beendet.
Am Samstag suchten wir erneut den Strandbereich am Gardasee im Ort Manerba del Garda auf. Es war dreimal so voll wie am Tag zuvor. Wir fanden dennoch ein gemütliches Plätzchen, aßen unser mitgebrachtes Picknick, gingen einmal baden und spielten noch das Kartenspiel UNO.
Für den Sonntag wurden Regenschauer und Gewitter angesagt. Über den Tag verteilt grummelte es immer mal wieder über unseren Köpfen. Auch Regen ließ nicht lange auf sich warten. Ich bin stolz auf L, denn trotz ihrer panischen Angst vor Unwetter begleitete sie mich ins Il Leone Shopping Center. In Italien haben sämtliche Geschäfte täglich geöffnet.
Ich fand nach über einem Jahr intensiver Suche endlich zwei Kleider, die nicht schwarz sind. Eines ist orange, das zweite rot. Letzteres kann ich sogar als Businesskleid tragen. Nach fast zwanzig Jahren erstand ich auch zwei neue Bikinis. Ich wählte einen in Safarigrün und einen in grün-blau. Ich bin mehr als zufrieden mit meiner Ausbeute.
Auch die beiden Rechnungen meines Stromanbieters wurden mir am Sonntag zur Verfügung gestellt. Mit leichtem Herzklopfen schaute ich mir beide Rechnungen an. Sowohl für den Strom als auch für die Nachtspeicherheizung ist eine Nachzahlung fällig. Erstere fällt verschwindend gering aus, letztere ist fast eintausend Euro günstiger als im Juni von mir errechnet. Mir fiel ein unglaublich großer Stern vom Herzen. Ich kann gar nicht in Worte fassen, wie glücklich ich bin, insgesamt „nur“ etwa fünfhundert Euro nachzahlen zu müssen. Somit bleibt nun doch ein Notfallgroschen auf dem Sparbuch stehen.
Was in den letzten drei Tagen schön war:
– ausschlafen
– lesen
– Baden im Gardasee
– Filmabend
– Shoppingtour
– Schwimmen und Spaß im Pool
– Ballspiele
– Sprachübungen in der Duolingo App
Eindrücke der letzten drei Tage:





Vier Jahre ohne M
Persönliches“Die Zeit heilt nicht alle Wunden, sie lehrt nur, mit dem Unbegreiflichen zu leben.”
Rainer Maria Rilke
Dank Dresden-J und meiner eigenen Wahrnehmung in den letzten vier Jahren kann ich der obigen Aussage nur zustimmen. Die Zeit heilt rein gar nichts, wenn man nicht an sich arbeitet.
Durch einen sehr vollen Alltag bin ich bisher nicht allzu weit in der Verarbeitung meiner Trauer um M gekommen. Es vergeht nach wie vor kein Tag, an dem ich nicht an ihn denke oder mit L über ihn spreche. Ich tue sehr viel für einen gesunden Körper und Geist, ernähre mich weitestgehend gesund, treibe Sport und versuche, lang anhaltende Stressphasen zu vermeiden. Dennoch stehe ich erst am Anfang. Und das ist okay. Ein Schritt nach dem anderen.
Gerade in den letzten Monaten fehlte M mir sehr. Zwar bin ich an den (schulischen) Herausforderungen rund um L gewachsen und stärker geworden, dennoch fehlt mir eine Schulter zum Anlehnen und das Gefühl, gemeinsam an einem Strang zu ziehen. M hätte L anders motivieren und aufbauen können, als ich es tue und bisher getan habe. Ich mache so viel falsch in der (V)Erziehung unseres Kindes und muss mich öfter daran erinnern, innezuhalten, durchzuatmen und positiv denkend zu bleiben. Ich tue mein Bestes und will für L nur das Beste. Das wird reichen müssen. Ich bin kein ganzes Dorf, sondern nur eine Einzelperson.
M ist nun fast halb so lange nicht mehr bei mir wie unsere Beziehung insgesamt andauerte. Wir hatten noch so viel vor. Es fällt mir nach wie vor nicht leicht, gemeinsame Träume und Hoffnungen ziehen zu lassen und zu akzeptieren, dass mit nur einem Einkommen derselbe Lebensstandard nicht gehalten werden kann. Ich bin sparsam. Aber ich möchte auch leben und etwas von der Welt sehen. Das muss doch irgendwie zusammenpassen.
Für das kommende Jahr möchte ich weiter an mir arbeiten. Ich will tiefer in die Trauerarbeit einsteigen, gelassener hinsichtlich Ls schulischer Demotivation werden und mit einem ersten kleinen Projekt versuchen, L und mich finanziell stabiler aufzustellen. Das Leben ist zu kurz für ständiges Aufschieben, miese Laune und graue Haare.
M, du fehlst uns! L und ich sind uns aber sicher, dass du oft ein Auge auf uns wirfst und uns von wo auch immer beschützt.
#WMDEDGT Juli 2024
Alltagsschnipsel, Reisen & AusflügeIch habe wieder sehr gut geschlafen. Diesmal träumte ich ziemlich viel lustiges und merkwürdiges Zeug zusammen. Um sechs Uhr heute Morgen wurde ich kurz wach, konnte aber schnell wieder zurück in den Schlaf finden. Aufgewacht bin ich schließlich um neun Uhr.
Weiterhin gemütlich im Bett liegend, recherchierte ich, was L und ich in den nächsten Tagen am Gardasee noch so Schönes erleben könnten. Ich schmiedete erste Pläne. Anschließend las ich in meinem neuen Ostseekrimi weiter, den ich mir gestern gekauft hatte.
Erst kurz vor zehn Uhr wachte L auf.
Nach einer kurzen Badrunde machte ich mich an den Abwasch, für den ich gestern Abend zu faul war. Viel schmutziges Geschirr und Besteck ist nicht zusammengekommen, wir sind ja auch nur zu zweit, sodass ich innerhalb weniger Minuten damit fertig war.
Ich bereitete unser Müsli- und Kornflakes-Frühstück vor, das L und ich auf der Terrasse mit herrlichem Blick auf den Gardasee einnahmen.

Während L mit ihren mitgebrachten Playmobilsachen spielte, setzte ich mich mit meinem Laptop auf die Terrasse und arbeitete wenige Minuten. Ich wollte der Finanzbuchhalterin für den Monatsabschluss Juni noch die restlichen Belege zukommen lassen.
Danach machte ich es mir auf dem Liegestuhl gemütlich und las im Buch weiter.
Mit Beginn der Siesta entschieden L und ich, einen kleinen Ausflug zu machen. Wir fuhren mit dem Auto in den Ort Manerba del Garda. Auf einem großen Parkplatz stellten wir unser Fahrzeug ab. Per App zahlte ich die geringen Parkgebühren. Nur wenige Minuten vom Parkplatz entfernt lag ein versteckter Kiesstrand, der bereits gut besucht, jedoch nicht überfüllt war. Schnell fanden wir einen passenden Platz im Halbschatten. In den nächsten zweieinhalb Stunden badeten wir mehrmals im angenehm temperierten Gardasee, spielten Frisbee und das Kartenspiel UNO. Einen kleinen Snack für zwischendurch hatte ich ebenfalls eingepackt.
Dieser Strandbereich gefällt uns so gut, dass wir sehr wahrscheinlich morgen wieder hierherkommen werden.



Zurück in unserem Ferienapartment schnitt ich die restliche Melone auf und aß mit L einige Scheiben Toast mit Marmelade.
Während L erneut mit ihren Playmobilsachen spielte, las ich in meinem Krimi weiter. Es ist erfrischend, zur Abwechslung mal ein anderes Genre zu lesen. Meine Lieblingsgenres haben mich in letzter Zeit stellenweise arg gelangweilt. So viele Bücher wie in den letzten zwölf Monaten hatte ich noch nie zuvor abbrechen müssen.
Am frühen Abend machten L und ich uns auf den Weg zum Pool. Da das Wochenende vor der Tür steht, scheinen viele in der Nähe wohnende Italiener*innen wieder zur Erholung angereist zu sein. Der Poolbereich war gut besucht. Dennoch konnte L tauchen und ich in Ruhe ein paar Bahnen schwimmen.
Auf dem Gelände befindet sich auch eine Tischtennisplatte. Diese nutzten wir nach dem Baden für unser Ping Pong Spiel mit Ls Ball.
Zum Abendessen bereitete ich L Tagiatelle und mir Gnocchi zu. Dazu gab es eine der kürzlich gekauften Tomatensoßen.
Ich bin gespannt, wie das gegen Spanien stattfindende Fußballspiel für die deutsche Nationalmannschaft ausgehen wird. Verfolgen kann ich das Spiel wegen der Ländersperre und meiner mangelnden Motivation, diese per VPN zu umgehen, nicht.
Den restlichen Tag werde ich gemütlich ausklingen lassen. Neben dem Abwasch, den ich in Kürze erledigen werde, möchte ich noch duschen, meine Französischübungen in der Duolingo App absolvieren, lesen und mit L die Serie „Geek Girl“ weiterschauen.
Unser Sommerurlaub – Umschalten auf Entspannung
Alltagsschnipsel, Reisen & Ausflüge
Montag, 1. Juli 2024, bis Donnerstag, 4. Juli 2024
Mir fiel es in den ersten Tagen sehr schwer, im Urlaub anzukommen, herunterzufahren und mich zu entspannen. Dem menschlichen Körper fehlt es definitiv an einem Schalter, der von jetzt auf gleich vom Aktiv- in den Erholungsmodus umschalten kann. Der mir zum Geburtstag von meiner Oma geschenkte Krimi, ein Ostseeroman, half mir dabei, zur Ruhe zu kommen. Mittlerweile habe ich den dicken Wälzer schon ausgelesen. Ich bin sehr froh, fast zwei Wochen in Italien bleiben zu können.
Vor allem in der zweiten Nacht steigerte ich mich sehr in etwas hinein, das mich vom Schlafen abhielt. Für meine Panik gab es allerdings überhaupt keine Anhaltspunkte. Mittlerweile konnte ich meine Nerven und Gedanken aber wieder beruhigen. Seitdem schlafe ich auch wieder sehr gut und lange.
L und ich haben ein Zwei-Zimmer-Apartment inmitten einer Apartmentsiedlung. Hier machen auch Italiener*innen Urlaub oder verbringen ihre Wochenenden. Die atemberaubende Sicht auf den Gardasee soll nahezu einzigartig in der Region sein. Insgesamt haben wir Dank eines entsprechenden Armbands Zugang zu drei verschiedenen Pools. Einer ist größer und schöner als der andere. Ich kann in Ruhe ein paar Bahnen schwimmen und L kann nach Herzenslust tauchen. Ich fühle mich wie im Paradies. Auf den Tischtennisplatten, die hier und da stehen, spielen wir ab und an mit unserem großen Beach Volleyball eine Art Ping Pong. Anfangs war L traurig und demotiviert, weil sie kaum Kontrolle über den Ball hatte. Mittlerweile ist sie sehr gut geworden und hat viel Freude am Spiel.
Anfang der Woche habe ich ein bisschen gearbeitet. Unser Geschäftskonto braucht dringend Zahlungseingänge, also schrieb ich fleißig einige Rechnungen. Nun mache ich aber den restlichen Urlaub so gut wie nichts mehr.
Ein erstes Gewitter und sehr viele Regenschauer haben wir bereits hinter uns. L hatte Angst, konnte sich selbst aber gut beruhigen oder von mir beruhigen lassen. Ich wünschte, ich könnte ihr diese Ängst von jetzt auf gleich nehmen.
Aufgrund einiger Sätze, die L in ihr Ferienerlebnisheft schreiben sollte, gab es einen heftigen Streit zwischen uns. L verpulverte ihre Energie mit Nölen, Jammern und negativer Stimmung. Irgendwann drehte sie völlig frei, steigerte sich komplett in was auch immer hinein und hatte einen einstündigen Wutanfall. Und das wegen drei oder vier Sätzen zu unserem Kurzaufenthalt in München.
Ich verstehe sie nicht. Ich verstehe die heutige Demotivation der Kinder nicht. Mein einziger Trost im Strudel meiner Selbstzweifel und den unaufhörlichen Worten in meinem Kopf, auf ganzer Linie versagt zu haben, ist die Tatsache, dass es nicht nur bei uns so abläuft. Etliche Eltern in meinem Freundes- und Bekanntenkreis wissen oft weder ein noch aus.
Sehr zu meiner Freude machten L und ich einen ersten Ausflug zum Gardasee. Ich fuhr uns in den Ort Padenghe sul Garda und fand einen kostenlosen Parkplatz, von dem aus wir nur wenige Minuten bis zum Badebereich laufen mussten.
Was in den letzten vier Tagen schön war:
– ausschlafen
– Aktualisierung meines Terminkalenders
– lesen
– Schwimmen und Spaß im Pool
– Baden im Gardasee
– Ballspiele
– Filmabende
– Sprachübungen in der Duolingo App
Eindrücke der letzten vier Tage:











Hallo Juli!
Dies & DasIm Juli werde ich …
… weiterhin Urlaub am Gardasee machen
… dort sooft wie möglich im Pool schwimmen
… und dabei entschleunigen und das Leben genießen
… ein Wochenende bei meinem Bruder und meiner Schwägerin J verbringen
… mich über die Rückkehr der Kaninchen freuen
… zur Thai Massage gehen
… L ab und an in den Ferienhort schicken
… im Fitnessstudio schwitzen
… L zur Ergotherapie bringen
… das neue Buch meiner Lieblingsautorin lesen
… den Sommer genießen
