Loop-Schal mit Knöpfen

Persönliches

Vor über zehn Jahren wurde ich erstmals mit dem Thema Stricken konfrontiert. Damals zeigte mir ein Familienmitglied, wie Maschen auf eine Rundstricknadel aufgenommen werden und wie rechts bzw. links gestrickt wird. In den vergangenen Jahren habe ich immer mal wieder etwas gestrickt, die Arbeit jedoch nie bis zu Ende führen können. Schuld waren zum einen die kleinen Rundstricknadeln, zum anderen zu dünne Wolle. Es dauerte immer ewig und kostete viel Wolle, bis zehn Zentimeter Schal gestrickt waren. Ich verlor nach wenigen Tagen die Lust daran.

Am Heiligabend vergangenes Jahr wurden mir stärkere Rundstricknadeln und dicke Wolle geschenkt. In der ersten Woche nach Weihnachten begann ich nach über vier Jahren Pause, meinen Schal zu stricken. Als der Schal immer länger wurde, überlegte ich mir, aus ihm einen Loop-Schal zu machen. In einem Buch sah ich zudem, dass auch Knöpfe drangenäht werden können, was mir auf Anhieb gut gefiel.

Ich schlug 28 Maschen auf meiner Rundstricknadel an. Jede Reihe wurde von mir im Wechsel zwei Maschen rechts und zwei Maschen links gestrickt. Knapp 200 Gramm Wolle später war mein Schal um die 165 cm lang. Mithilfe einer Wollnadel und der Erklärung in einem Youtube-Video gelang es mir, die beiden Schalenden zusammenzunähen. Heute habe ich die zwei Knöpfe angenäht und erfreue mich seitdem an meiner ersten fertiggestellten Strickarbeit.

Das nächste Mal werde ich bei dunkler Wolle hellere und größere Knöpfe wählen. Ansonsten bin ich mit meinem Erstlingswerk mehr als zufrieden.

Sushi Maker – Eine grandiose Erfindung

Dies & Das

Nicht nur meiner Familie, sondern auch meinen Freunden dürfte mittlerweile bekannt sein, dass ich verrückt nach Sushi bin 😉

Eine für mich lustige Neuheit hat mir ein Familienmitglied letztes Jahr zu Weihnachten geschenkt: einen Sushi Maker. Seit Mitte 2013 mache ich mir Sushi nahezu immer selbst. Somit stand Heiligabend für mich fest, dass es nicht lange dauern würde, bis ich den Sushi Maker einweihe. Heute Abend hatte ich endlich die Gelegenheit, ihn auszuprobieren.

Zuerst musste ich mich natürlich um den Sushi-Reis kümmern. Diesen gab ich mit der 1,5-fachen Menge Wasser in einen Topf, ließ ihn kurz aufkochen und anschließend circa zehn Minuten auf kleiner Stufe köcheln. Als die Zeit rum war, nahm ich den Topf vom Herd und ließ den Sushi-Reis noch weitere fünfzehn Minuten quellen.

Heute hatte ich nur Appetit auf Avocado-Sushi. Ich zerschnitt die Frucht in Streifen, holte die Rollmatte sowie die Nori-Blätter hervor und stellte den Sushi-Würzer sowie eine kleine Schüssel mit Wasser bereit.

Ich habe den Sushi Maker geöffnet, die Stange rechts oben befestigt und die beiden Hälften mit Sushi-Reis befüllt. Diesen hab ich fest gedrückt und mit Sushi-Würzer verfeinert. Die Avocado-Streifen hab ich auf den Sushi-Reis gelegt und ebenfalls fest gedrückt. Ich musste nur noch die untere Hälfte hochklappen und den Sushi Maker verschließen, bevor ich den Inhalt auf die raue Seite des Nori-Blattes drücken konnte. Eine so perfekt aussehende Reis-Avocado-Rolle hab ich noch nie zuvor hinbekommen! Zuletzt wurde das Nori-Blatt unten und oben mit Wasser benetzt und um die Reis-Avocado-Rolle gerollt. Auch dies ging problemlos.

Ich bin vom Sushi Maker total begeistert. So rund und perfekt waren meine Sushi-Rollen noch nie. Diese Methode nimmt allerdings genauso viel Zeit in Anspruch wie die Zubereitung auf herkömmliche Art. Ich werde mein Sushi dennoch nur noch mithilfe dieses Sushi Makers kreieren. Die positiven Bewertungen im Internet kann ich somit nur bestärken.

Kartoffelbrei mit Erbsen-Möhren-Gemüse, Tofu-Schitzel und brauner Soße

Rezepte

Bereits seit dem Wochenende hatten wir großes Verlangen nach Kartoffelbrei mit Erbsen-Möhren-Gemüse, Tofu-Schnitzel und brauner Soße. Nachdem nun Montag alle dafür notwendigen Zutaten vorlagen und auch der Appetit standhaft blieb, haben wir uns entschieden, dieses leckere Gericht heute Abend zu essen.

Mithilfe unseres geliebten Thermomix’ haben wir den Kartoffelbrei selbst gemacht. 
Zuerst habe ich 750 g Bio-Kartoffeln geschält, diese in grobe Stücke geschnitten und mit 700 ml Wasser in den Thermomix gegeben. Nach 25 Minuten auf Stufe 1 unter Betätigung der Varoma-Taste waren die Kartoffeln weich genug, um ihnen 120 ml Hafermilch und 50 ml Soya Cuisine hinzuzufügen. Dieses Gemisch wurde für 2 Minuten und 30 Sekunden bei 100 Grad und der Löffel-Taste im Thermomix verrührt. Zuletzt gab ich 35 g vegane Butter, zwei Prisen Salz sowie eine kleine Menge Muskat hinzu und verrührte das Ganze nochmals für 4 Minuten bei 100 Grad mithilfe der Löffel-Taste. Im Anschluss wurde der Inhalt für 30 Sekunden auf Stufe 4,5 zu Brei verarbeitet.

Auch die vegane braune Soße wurde selbst gemacht. 
Hierfür erhitzte ich 4 Esslöffel Cuisine Omega-3 Pflanzenöl in einem Topf. Nach kurzer Zeit gab ich 4 Esslöffel Dinkelvollkornmehl hinzu und rührte solange, bis das Mehl schön braun war. Zuletzt fügte ich 800 ml Gemüsebrühe, 4 Esslöffel Soja-Sauce und etwas Pfeffer hinzu. Ich ließ die braune Soße kurz aufkochen und anschließend um die 10 Minuten auf kleiner Stufe köcheln.

Das Erbsen-Möhren-Gemüse und die Tofu-Schnitzel wurden zusammen in einer Pfanne angebraten.

Uns beiden hat dieses warme Gericht so gut geschmeckt, dass wir es definitiv öfter genießen werden. Anstatt der Hafermilch kann selbstverständlich auch Soja- oder Reismilch verwandt werden. Auch die Wahl des Mehls oder des Öls ist jedem selbst überlassen.

Veganes Rührei – Variante 1

Rezepte

Was bietet sich bei frisch gebackenen Dinkelvollkornbrötchen und einem selbst zubereiteten Orangensaft besser an als ein ausgewogenes Frühstück?! Schnell stellten wir fest, dass es auch viel zu lange her ist, seit wir das letzte Mal veganes Rührei gegessen haben. Während Prinz und ich im Park eine kleine Runde drehten, wurde der Plan zu Hause in die Tat umgesetzt.

Heute haben wir folgende neue Variation hinsichtlich der Würze ausprobiert:

Zuerst wurde etwas Olivenöl mit gestückelter veganer Salami und klein geschnittenen Zwiebeln in die Pfanne gegeben. Nach ein paar Minuten kamen Tomaten– und Paprikastücke hinzu. Zum Schluss wurde klein geraspelter Natur Tofu hinzugegeben und angebraten. Um den Geschmack letztlich abzurunden, ergänzten wir das Pfannengemisch mit einer kleinen Prise Pfeffer und einem Schuss süßer Chilli-Sauce. Voilá!

Natürlich können die Zutaten beliebig ausgetauscht werden. Gern fügen wir unserem veganen Rührei auch Champignons, Lauch oder Mais hinzu bzw. wählen anstatt des Natur Tofus Räucher, Bärlauch oder Mandel-Nuss Tofu.

Dinkelvollkornbrötchen

Rezepte

Spontan haben wir uns heute überlegt, Dinkelvollkornbrötchen mithilfe unseres geliebten Thermomix’ selbst zu backen. Da wir auch alle dafür notwendigen Zutaten im Haus hatten, stand unserem Plan absolut nichts im Wege.

Zuerst habe ich 400 g Dinkel für 20 Sekunden auf höchster Stufe im Thermomix gemahlen. Anschließend gab ich eine Packung Backhefe, 2 Teelöffel Salz, 25 g Olivenöl, 100 g Dinkelvollkornmehl sowie 300 ml lauwarmes Wasser hinzu und ließ den Teig für zwei Minuten mithilfe der Teigstufe durchkneten. Im Anschluss wurde der Teig in eine bemehlte kleine Schüssel gegeben. Diese wurde mit Alufolie abgedeckt und 20 Minuten vor die Heizung gestellt.

Nach der Ruhephase nahm ich etwas Mehl in die Hände, formte aus dem Teig sieben Brötchen und legte diese auf ein Backofengitter. Ich stellte die Backofentemperatur auf 200 Grad und ließ den Teig nochmals 15 Minuten gehen.

Zum Schluss habe ich die Brötchen mit lauwarmen Wasser bestrichen, mit einem Messer eingeschnitten und 25 Minuten im Backofen backen lassen.

Sollten unsere ersten Dinkelvollkornbrötchen genauso gut schmecken, wie sie während des Backens und auch beim Herausholen aus dem Backofen gerochen haben, werden die nächsten Sonnenblumen- oder Kürbiskerne im Teig enthalten.

Nachtrag:
Wir haben die ersten Dinkelvollkornbrötchen zu einer selbstgemachten Reisnudelsuppe probiert. Leider ist der Hefeteig geschmacklich sehr dominant, weshalb die Brötchen etwas salzig schmecken. Beim nächsten Mal lasse ich den Teig länger gehen und verzichte auf 2 Teelöffel Salz. Nichtsdestotrotz können die ersten selbstgemachten Dinkelvollkornbrötchen gegessen werden 😉

Neues Jahr – neue alte Vorsätze

Persönliches

Fast jede Person nimmt sich am Jahresende etwas für das kommende Jahr vor. Ich stelle da natürlich keine Ausnahme dar. Jedoch bin ich stets bemüht, mir realistische Ziele zu setzen, die entweder innerhalb des Jahres erreicht oder das Jahr über durchgehalten werden können.

Wie auch im vergangenen Jahr sind meine guten Vorsätze für 2015, meine sportlichen Leistungen weiter voranzutreiben und mich noch intensiver gesund zu ernähren.

Warum gesund ernähren?

Seit März 2013 essen wir kein Fleisch mehr. Seit Mai 2014 verschwinden auch zusehends die tierischen Produkte von unserem Speiseplan. Ab diesem Jahr wollen wir vermehrt selbst kochen und backen. Unser geliebter Thermomix spielt hierbei eine große und wichtige Rolle. Diese wunderbare Küchenmaschine zaubert innerhalb kürzester Zeit die leckersten Smoothies, kreiert wunderbare warme Gerichte und erfüllt uns nahezu jeden kulinarischen Wunsch.

Für unsere Ernährungsumstellung waren ethische Gründe zunächst nicht ausschlaggebend. Vielmehr waren wir an der Reduzierung des Körpergewichts interessiert. Wir haben damit begonnen, genauer hinzuschauen, was in einzelnen Lebensmitteln enthalten ist, und waren über die Ergebnisse permanent schockiert. Selbstverständlich hatten wir Bedenken und zahlreiche offene Fragen. Diese konnten und können wir jedoch durch aufklärende Dokumentationen, interessante Blog-Einträge und Erfahrungsaustausche sowie zahlreiche Berichte und Fachliteratur nach und nach aus der Welt schaffen.

Sich vegan zu ernähren bedeutet nicht automatisch, sich auch gesund zu ernähren, wie zahlreiche vegane Fastfood-Restaurants beweisen. Solange ein solcher Besuch eine Ausnahme darstellt, haben wir beide kein Problem damit. Schließlich schmeckt ein veganer Burger, Hot Dog oder Vöner suuuuper lecker 😉

Bisher habe ich mit meiner Ernährungsumstellung nur positive Erfahrungen machen können. Seit März 2013 gehören Verdauungsprobleme der Vergangenheit an und meine Zähne werden zusehends weißer.

Um nicht alle Rezepte und Bücher, die uns beiden gefallen, zu vergessen, wird das ein oder andere ab diesem Jahr den Weg auf diesen Blog finden.

Und Sport auch noch?

Ja, absolut! Es ist noch nicht lange her, da war ich nach nur wenigen Treppenstufen völlig außer Atem. Dass das nicht so weitergehen darf, hab ich erst im vergangenen Jahr richtig begriffen.

In den Jahren 2012, 2013 und teilweise 2014 besuchten wir mal mehr, mal weniger regelmäßig das Kieser Training, um Kraft aufzubauen und den Rücken zu stärken. Seit Ende 2013 bot sich mir an meiner Arbeitsstelle die Gelegenheit, 1 x wöchentlich in der Mittagspause ein Kraft- und Bauchmuskeltraining zu absolvieren. Da sich glücklicherweise immer genug Teilnehmer für diesen Kurs finden, nehme ich daran nach wie vor teil. Mein absoluter Work out-Favorit ist die Amerikanerin Jillian Michaels. Obwohl ihr Work out nur knapp 30 min dauert, ist man hinterher fix und fertig, fühlt sich jedoch hervorragend.

Im Mai 2014 haben wir das Laufen für uns entdeckt. Am Anfang quälte ich mich, wenigstens 30 Sekunden (!) durchzulaufen. Schon nach 15 Sekunden war ich außer Atem und hatte einen viel zu hohen Puls. Da wir aber zwei bis drei Mal die Woche joggten, wurden aus den 30 Sekunden schnell Minuten und mittlerweile Stunden.

Letztes Jahr nahm ich am Nachtlauf Erfurt, Weimarer Stadtlauf, Stadtrodaer Zeitzgrundlauf und Silvesterlauf Sigmaringen teil. Dieses Jahr steht für mich der Thüringer Klassiker-Cup, bestehend aus neun Laufveranstaltungen, von denen an fünf teilgenommen werden muss, und der Vattenfall Berliner Halbmarathon am 29.03.2015 auf dem Plan.

Auch unsere Läufe möchte ich nicht so schnell vergessen, weshalb ab diesem Jahr über jeden berichtet wird.

31. Silvesterlauf Sigmaringen

Sportveranstaltung

Für einen selbst befüllbaren Adventskalender fehlte mir Anfang Dezember immer noch eine Idee für das letzte Türchen. Mitte des Monats kam mir endlich der Gedanke, dass wir trotz unseres einwöchigen Urlaubs im baden-württembergischen Dapfen das Jahr mit einem kleinen Silvesterlauf ausklingen lassen könnten.

Ich durchforstete das Internet auf der Suche nach Laufveranstaltungen am 31.12.2014 und wurde sehr schnell fündig. Sigmaringen war der ideale Ort für meine Überraschung. Die Kreisstadt an der oberen Donau überzeugte mit nur 40 km Entfernung vom Urlaubsort und einer wunderschönen Laufstrecke.

Ich meldete uns beide heimlich für den Fünf-Kilometer-Sparkassenlauf an und wartete sehnsüchtig auf den 24.12.2014. Am Gesicht konnte ich erkennen, dass mir die Überraschung gelungen war.

In Dapfen kamen wir am 27.12.2014 bei starkem Schneefall an. Als es auch zwei Tage später ohne Unterbrechung durchschneite, bangten wir beide um das Stattfinden der Laufveranstaltung. Jeden Tag schauten wir auf der Website nach und waren erleichtert, wenn von einer Absage nichts zu lesen war.

An Silvester fuhren wir nach Sigmaringen und waren vom Hohenzollernschloss, dem Wahrzeichen der Stadt, sehr beeindruckt. An dem 5 km- bzw. 10 km-Lauf nahmen insgesamt 799 Läufer teil. Durch den Schneefall der vergangenen Tage war die Laufstrecke nicht geräumt, sodass die Beinmuskulatur sich über ein zusätzliches Krafttraining freuen durfte. Wir liefen entlang der Donau durch einen sehr gepflegten Park.

Gemessen wurde leider nur die Bruttozeit. Da wir beide jedoch unsere Laufuhren dabei hatten, stellte dies kein Problem dar. Wie nahezu bei jedem Lauf waren es auch in Sigmaringen nicht exakt 5000 Meter. Die Laufstrecke betrug 5,2 km. Im Vergleich zum letzten 5 km-Lauf am 06.09.2014, bei dem ich netto 34:15 min benötigte, konnte ich mich diesmal trotz schlechterer Witterungsbedingungen auf netto 31:22 min verbessern 🙂

Schloss Lichtenstein – Das Märchenschloss Württembergs

Reisen & Ausflüge

Dass Baden-Württemberg von zahlreichen Burgen und Schlössern umgeben ist, wurde uns bereits in den ersten beiden Tagen nach unserer Ankunft bewusst. Wir wollten in unserem Urlaub unbedingt noch weitere Ausflüge zu historischen Bauten machen und haben uns heute für die Besichtigung des Schlosses Lichtenstein bei Reutlingen entschieden.

Im Vorfeld hatten wir bereits einen gut zehn Kilometer langen Rundwanderweg, beginnend beim Parkplatz Kalkofen über die Nebelhöhle bis hinauf zum Schloss Lichtenstein herausgesucht. Abwärts sollte es vorbei am Alten Forsthaus zum Goldloch und anschließend wieder zurück zum Ausgangspunkt gehen.

Während unserer Wanderung hat es zwar nicht mehr geschneit, jedoch lag der Schnee gut einen halben Meter hoch. Viele Wanderschilde waren zugeschneit, weshalb wir ein ums andere Mal unsere Wanderapp zu Rate ziehen mussten. Wir hatten wegen des Schnees auch ganz schön zu tun, um vorwärts zu kommen. Auch Prinz hat sich mehrfach demonstrativ in den Weg gelegt und versucht, sich die Eisklümpchen von seinen Pfoten zu lecken.

Nichtsdestotrotz haben wir das Schloss erreicht und uns eine Weile lang an seiner Schönheit erfreut. Seit einigen Jahren befindet es sich schon in Privatbesitz, wie uns zwei Hunde hinter den dicken Mauern wissen ließen 😉 Von April bis Oktober eines jeden Jahres ist die Schlossbesichtigung täglich möglich. Im Februar, März und November ist das Schloss samstags und an Sonn- und Feiertagen zu bewundern.

Ganz in der Nähe des Schlosses Lichtenstein befindet sich das Wilhelm-Hauff-Denkmal, welches wir ebenfalls passierten. Wilhelm Hauff, der bereits mit Mitte zwanzig starb, war ein deutscher Schriftsteller der Romantik und verfasste unter anderem den Roman Lichtenstein.

Aufgrund der auf uns zukommenden Dunkelheit und fortgeschrittenen Zeit kamen wir beim Rückweg nur noch am Alten Forsthaus, welches ebenfalls sehr prunkvoll aussah, vorbei. Die Tropfsteinhöhle Goldloch haben wir uns nicht mehr ansehen können. Erst auf dem Rückweg kamen wir zufällig an der Nebelhöhle, ebenfalls eine Tropfsteinhöhle, vorbei. Auf dem Weg zum Schloss müssen wir wohl versehentlich einen anderen Weg genommen haben.

Dieser Rundwanderweg ist sehr zu empfehlen. Wir durften ihn inmitten einer wunderschönen Winterlandschaft genießen und hoffen beide, ihn eines Tages auch im Frühjahr oder Sommer nochmals zu passieren.

Burg Hohenzollern – Immer einen Besuch wert

Reisen & Ausflüge

Eine gute Autostunde von unserer Unterkunft in Dapfen entfernt liegt Bisingen mit dem Ortsteil Zimmern. Von dort aus sind wir heute inmitten einer herrlichen Schneelandschaft und permanentem Schneefall zur wunderschönen Burg Hohenzollern gewandert.

Leider waren durch den tagelangen starken Schneefall bereits Teile des Waldes gesperrt, weshalb wir von unserem ursprünglichen Wanderweg abweichen und die restliche Strecke auf der Zufahrtsstraße laufen mussten. Dass die Burg jedes Jahr massenweise Touristen anlockt, konnten wir unter anderem daran erkennen, dass alle zehn Minuten ein Shuttle-Bus mit vielen Leuten hoch- und runterfuhr und uns einige Inder und Engländer entgegenkamen.

Erst nach Zahlung eines Eintrittspreises durften wir das Burggelände betreten. Der Mann an der Kasse hatte sehr gute Laune und war total begeistert von Prinzi. Er stellte uns einige Fragen über ihn und prophezeite unserem Hund wegen seines besonderen Aussehens eine kleine Filmkarriere 😉

Das Burggelände war unglaublich weitläufig. Wer wie ich an Königen und Kaisern interessiert ist, kommt hier oben voll auf seine Kosten, da etliche Statuen sämtlicher Monarchen des Hauses Hohenzollern die Burgmauern zieren und bewundert werden können.

Erfreulich ist die Tatsache, dass jedes Jahr im Dezember ein Weihnachtsmarkt mit einigen Imbiss- und Glühweinbuden vor der Burg aufgebaut wird. Leider war bei unserem Ausflug die Weihnachtsmarkt-Saison bereits beendet. Jedoch dürfte sich ein Besuch allein schon wegen der traumhaften Kulisse lohnen.

Rettung aus dem Tierheim

Prinz

Prinzi ist ein überwiegend blonder Collie-Schnauzer-Mischling, den wir am 01.07.2012 zu uns geholt haben.

Bemerkt haben wir ihn zum ersten Mal Mitte Juni 2012 beim Sommerfest im Tierheim Erfurt OT Schwerborn, als er ruhig und gelassen in seinem Zwinger stand und das Geschehen beobachtete, während alle anderen Hunde vor Stress und Aufregung laut bellten. Laut Beschreibung sollte es sich um einen neunjährigen kastrierten Rüden handeln, der Anfang 2012 bei der Gaststätte Schloss Hubertus in der Arnstädter Chaussee in Erfurt ausgesetzt wurde. Noch am selben Tag suchten wir die Buchhandlung auf und deckten uns mit einigen Hundebüchern ein, welche in den darauffolgenden Tagen aufmerksam gelesen wurden und noch heute sehr oft zu Rate gezogen werden.

Nur wenige Tage nach dem Sommerfest besuchten wir Prinz erneut, konnten aber wegen der starken Geräuschkulisse im Tierheim das eigentliche Wesen des Hundes nicht erkennen.

Dank eines Bekannten gelang es uns, einen gemeinsamen Spaziergang außerhalb des Tierheims zu machen, der sehr zufriedenstellend war. Am 29.06.2012 waren es allerdings um die dreißig Grad, sodass ich zum ersten Mal hinsichtlich Prinz’ Alter stutzig geworden bin, da er fröhlich, munter und auch nach einer Stunde laufen in der prallen Sonne völlig fit wirkte.

Am 01.07.2012 führten wir bei unserem letzten Besuch einen „Kindertest“ durch, um zu sehen, wie Prinz auf Kinder reagiert und ob er sich überhaupt mit ihnen verträgt. Da auch dies ohne Probleme funktionierte, zögerten wir nicht lange und nahmen ihn endlich mit nach Hause.

Drei Tage später suchte ich einen Tierarzt auf, um sicher zu sein, dass mit Prinzi alles in Ordnung ist. Anhand der Abnutzung der Zähne konnte der Tierarzt erkennen, dass Prinz drei, höchstens vier Jahre alt ist. Ebenso stellte sich heraus, dass er unkastriert ist. Fit wie ein Turnschuh ist er seit der Rettung aus dem Tierheim aber nach wie vor.

Name: Prinz
Geburtsdatum: 01.07.2008
Augenfarbe: treue braune Kulleraugen
Fellfarbe: überwiegend blond
Lieblingsfutter: Ziegen-/Schafskäse, Fisch
Lieblingsspiele: Zerr- und Ballspiele, Suchspiele