Eintausend Fragen an mich selbst – Teil 12

Persönliches

Auf die folgenden zwanzig Fragen fand ich wie auch in der vergangenen Woche schon sehr schnell und leicht die für mich zutreffenden Antworten. Weitere Blogger, die dieses Jahr an der Challenge, eintausend Fragen über sich selbst zu beantworten, teilnehmen, sind größtenteils bei Johanna von Pinkepank versammelt.

Frage 221
Gibt es Freundschaft auf den ersten Blick?
Mit Sicherheit gibt es das. Ich bin selbst noch nicht in den Genuss gekommen, kann aber bestätigen, dass es Menschen gibt, mit denen man sich auf Anhieb auf einer Wellenlänge befindet und gut versteht.

Frage 222
Gönnst du dir selbst regelmäßig eine Pause?
Das mache ich. Es ist sehr wichtig, seinem Körper und Geist regelmäßige Pausen zu verschaffen.

Frage 223
Bist du jemals verliebt gewesen, ohne es zu wollen?
Das ist mir schon ein paar Mal passiert. Am heftigsten war es, als ich M kennenlernte.

Frage 224
Steckst du Menschen in Schubladen?
Das tue ich. Ich bin überzeugt davon, dass nahezu jeder andere Menschen in Schubladen steckt. Ich habe vor einiger Zeit gelesen, dass das auch sinnvoll und wichtig ist und automatisch vorgenommen wird. Unser Gehirn filtert quasi die ersten Eindrücke und signalisiert, wer zu uns passen könnte und wer nicht. Ich persönlich möchte auch gar nicht mit jedem Menschen etwas zu tun haben.

Frage 225
Welches Geräusch magst du?
Ich mag Kinderlachen, Vogelgezwitscher, Wellenrauschen, Prinzis Geräusche im Tiefschlaf und den ans Fenster prasselnden Regen.

Frage 226
Wann warst du am glücklichsten?
Ich war und bin oft glücklich. Am glücklichsten war ich, als ich L nach der spontanen Geburt in meinen Armen halten konnte ❤

Frage 227
Mit wem bist du gern zusammen?
Mit M, L und Prinz, meinem Bruder sowie meinen Freundinnen S und J bin ich gern zusammen.

Frage 228
Willst du immer alles erklären?
Ich bin eher der ruhige und entspannte Typ. Wenn jemand Interesse an etwas, das ich tue, hat, erkläre ich meine Ansichten gern. Eine Ausnahme hiervon stellt mein Umgang mit L und anderen Kindern dar. Mir macht es Spaß, ihnen unsere Welt Stück für Stück zu erklären.

Frage 229
Wann hast du zuletzt deine Angst überwunden?
Zuletzt am 1. Januar, als ich meine Kündigung in den Briefkasten geworfen habe. Ich überwand meine Angst, finanziell nie wieder gut dazustehen und mit meinen neuen Zukunftsideen zu scheitern. Mittlerweile ist fast ein Vierteljahr vergangen. Meine Ideen wachsen täglich und ich arbeite viel an deren Umsetzung 🙂

Frage 230
Was war deine größte Jugendsünde?
Aus Liebeskummer betrank ich mich mit siebzehn Jahren so sehr, dass ich meinen ersten und letzten Filmriss hatte.

Frage 231
Was willst du einfach nicht einsehen?
Mir fällt es oft schwer zu verstehen und zu akzeptieren, wie Menschen in meinem näheren Umfeld ihr Leben einfach wegwerfen. Einige sind in ihrem Denken und Handeln festgefahren. Das zu beobachten und nichts tun zu können, macht mich abwechselnd wütend und traurig.

Frage 232
Welche Anekdote über dich hörst du noch häufig?
Meine Mama erzählt mir oft witzige und für sie damals peinliche Geschichten aus meiner Kleinkindzeit 😉

Frage 233
Welchen Tag in deinem Leben würdest du gern noch einmal erleben?
Keinen. Es gibt zwar etliche Tage, die so schön waren, dass man gern an sie zurückdenkt, aber ich lebe bewusst in der Gegenwart und freue mich auch über die Zukunft.

Frage 234
Hättest du lieber mehr Zeit oder mehr Geld?
Ich brauche nicht allzu viel Geld, um meinen Lebensstandard aufrecht zu erhalten. Durch Prinz und noch intensiver durch L habe ich gemerkt, dass Zeit beziehungsweise Zeit mit wichtigen Menschen verbringen das wertvollste für mich ist.

Frage 235
Würdest du gern in die Zukunft schauen können?
Ich stelle mir oftmals in Tagträumen den Verlauf meines weiteren Lebens vor. Das genügt mir vollends als „Blick in die Zukunft“ 😉

Frage 236
Kannst du gut deine Grenzen definieren?
Das kann ich sogar ziemlich gut. Ich weiß, wie viel ich mir bei Dingen, die mir nicht einfach von der Hand gehen, zutrauen kann. Mir fällt es auch nicht schwer, anderen mitzuteilen, dass meine Grenze erreicht ist.

Frage 237
Bist du jemals in eine gefährliche Situation geraten?
Mit M bin ich schon ein paar Mal in gefährliche Situationen geraten. Einmal zum Beispiel hat sich unser Auto mitten im Winter auf der Autobahn bei Jena gedreht und wir konnten von Glück reden, dass die nächsten Fahrzeuge weit hinter uns fuhren.

Frage 238
Hast du einen Tick?
Auf meinem Schreibtisch an der Arbeit musste immer alles akkurat liegen. Wenn beispielsweise der Postkasten leicht verschoben war, machte mich das wahnsinnig 😉

Frage 239
Ist Glück ein Ziel oder eine Momentaufnahme?
Es ist sicherlich ein schönes Ziel, mehr Glück haben zu wollen oder glücklicher zu sein. Daran kann jeder definitiv arbeiten. Glück zu erleben oder sich mitten im Glück zu befinden, ist eine Momentaufnahme. Leider merken sehr viele Menschen erst hinterher, in welchen Situationen sie glücklich waren.

Frage 240
Mit wem würdest du deine letzten Minuten verbringen wollen?
Ganz eindeutig mit M, L und Prinzi würde ich die letzte Zeit verbringen wollen.

Ls dritte Eingewöhnungswoche

Kind

Seit L zur Tagesmama U geht, ist sie auch wieder viel „netter“ zu mir. Das soll nicht heißen, dass sie sonst nicht lieb zu mir ist, aber ich merke einen deutlichen Unterschied. Ich vermute, sie versteht allmählich, dass es nicht selbstverständlich ist, dass Mama rund um die Uhr für sie da ist.

Diese Woche verspricht wieder aufregend zu werden. Am Dienstag darf L erstmals mitessen, am Freitag eventuell Mittagsschlaf bei U machen.

Montag, 19. März 2018

So gut in der Zeit wie heute Morgen waren wir in den letzten beiden Wochen nicht 😉 Gleich nach dem Frühstück fuhr ich mit Prinz und L los zur Tagesmama U. (M war kurz nach acht bereits unterwegs in Richtung Baden-Württemberg zur Auslieferung seiner Screens.) Ungefähr auf der Hälfte der Strecke fuhr ich wieder an der Aral-Tankstelle vorbei und entdeckte das Auto unseres Vermieters A, welches in einen Unfall verwickelt war. Da ich A nirgends entdecken konnte, machte ich mir etwas Sorgen. Eine Stunde später erfuhr ich, dass keinem Fahrer etwas passiert ist und „nur“ alle drei Autos erheblichen Blechschaden erlitten haben.

L genoss nach Ankunft bei U ihr zweites Frühstück zusammen mit Priya und Wolke. Pauline ist nach wie vor krank und Malina durfte heute zu Hause bleiben. Nach dem Essen wurde der Morgenkreisteppich ausgerollt. Alle drei Mädchen freuten sich so sehr darüber, dass mir ganz warm ums Herz wurde ❤ L nahm gleich auf ihrer grünen Fläche Platz und machte schön mit.

Kurz nach neun verabschiedete mich U mit einem Gong, den sie erklingen ließ, da L lieber rutschen wollte, und sang mit L auf dem Arm das Tschüssi-Lied. L und U winkten mir zudem noch am Fenster 🙂

Ich nutzte die freie Zeit für einen sehr langen Spaziergang mit Prinz, den ich aus dem Auto befreite. Wir erkundeten heute das Waldstück in der Nähe des Waldkindergartens und erfreuten uns trotz der Kälte an der ruhigen und schönen Umgebung.

Als ich fünf vor um elf zu U zurückkam, befanden sich alle im Schlafzimmer und spielten. U berichtete mir, dass es heute keine Tränen gab. L fragte zwar sehr oft nach mir, gab sich aber mit den Antworten über meine Abwesenheit zufrieden. Sie kuschelte mit U und spielte viel mit Priya und Wolke. L ließ sich sogar erstmals von U wickeln.

Ein paar Minuten später durfte L den Gong zum Ende des Spieltags ertönen lassen. Wir zogen uns an und machten uns auf den Heimweg. Morgen isst L erstmals Mittag mit.

Dienstag, 20. März 2018

Als wir heute Morgen aufwachten und aus dem Fenster blickten, lag die Natur unter einer weißen Schneeschicht begraben. Auch auf dem Weg zu U schneite es unaufhörlich. Einige Straßen waren sogar spiegelglatt.

Wir kamen halb neun bei der Tagesmama U an. L frühstückte heute nur wenig, spielte und rutschte dafür schneller als sonst drauflos. Nach dem Morgenkreis, den alle Kinder lieben, wurde ich von L mit dem Gong zum Anziehen aufgefordert. Mir wurde noch das Tschüssi-Lied gesungen und ich winkte beim Gehen L am Fenster zu.

Ich nutzte die freie Zeit für einen Spaziergang mit Prinz. Wie liefen oder besser wir rutschten den Weg hoch bis zur Hundeschule. Unter dem Neuschnee war alles vereist. So machte uns der Aufenthalt im Freien beiden keinen Spaß. Ich erledigte deshalb den Wocheneinkauf, aß Sushi im Auto und war halb zwölf zurück bei U.

U erzählte mir, dass L viel Spaß hatte und sehr gut zum Mittag aß. Sie fragte drei Mal ohne zu weinen nach mir ❤ L wollte sogar lieber noch bei U bleiben und mich nicht nach Hause begleiten. Ich konnte sie aber noch überzeugen 😉 Im Auto schlief sie nach wenigen Minuten Fahrt ein.

Mittwoch, 21. März 2018

L und M hatten heute Morgen direkt nach dem Aufstehen großen Spaß und machten viel Quatsch zusammen ❤

Halb neun trudelten wir bei der Tagesmama U ein. L nahm gemeinsam mit Wolke, Priya und Malina ein zweites Frühstück ein, ehe sie satt und glücklich zur Rutsche lief. Beim Ausrollen des Morgenkreisteppichs half L mit und erfreute sich wieder an dem morgendlichen Ritual. Kurz darauf durfte sie den Gong erklingen lassen. Ich zog mich an, bekam ein Tschüssi-Lied gesungen und winkte L beim Gehen am Fenster zu.

Ich fuhr nach Hause und ging direkt im Anschluss mit Prinz eine Stunde im Park spazieren. Die restliche halbe Stunde nutzte ich, um die Wohnung aufzuräumen.

Halb zwölf war ich wieder bei U. Sie teilte mir mit, dass L gelacht, gespielt und zwei Mal ohne zu weinen nach mir gefragt hat. Zum Mittag verputzte sie sogar zwei Portionen. Bevor wir nach Hause fuhren, brachten wir Priya, Wolke und Malina für ihren Mittagsschlaf ins Bett. L schaute fasziniert zu und hätte sich am liebsten gleich mit ins Bett gelegt 😉

Donnerstag, 22. März 2018

In der Nacht hatte L erhöhte Temperatur. Ich überlegte im Halbschlaf, ob ich sie heute zu Hause lassen soll oder nicht. Da Ls Temperatur beim Aufwachen jedoch wieder normal und sie sehr gut drauf war, entschieden M und ich, sie zur Tagesmama U zu bringen.

Kurz nach halb sieben standen wir an diesem besonderen Tag auf. Ich zündete die Kerze auf Ls Geburtstagskuchen an und bat M und L ins Wohnzimmer. L pustete mit Papas Hilfe die Kerze aus und öffnete ihre Geschenke ❤ Es gab ein gemeinsames Frühstück bei Kakao, Kuchen und Toast.

Bei U angekommen, wurde nach kurzer Zeit bereits der Morgenkreisteppich ausgerollt. Alle Mädchen freuten sich und machten schön mit. Bis auf Pauline waren auch heute wieder alle Kinder da. L durfte auch bei U eine Geburtstagskerze auspusten und bekam sogar Geschenke: Luftballons und ein Buch ❤

Gegen um neun wurde ich wieder spazieren geschickt, in dem L den Gong ertönen ließ, mir ein Tschüssi-Lied gesungen und am Fenster gewunken wurde.

Ich fuhr nach Hause. M wollte sich gerade auf den Weg zur Arbeit machen. Prinz und ich begleiteten ihn ins Büro und spazierten dabei gemütlich durch den Park.
Ich war noch keine fünf Minuten zu Hause, als U anrief und mir mitteilte, dass L nur kuscheln will, sich warm anfühlt, eher teilnahmslos neben den Kindern steht und nicht spielt.

Um elf war ich bei U und holte das kranke Geburtstagskind ab. Ich teilte U gleich mit, dass ich L auch morgen zu Hause lassen werde.

Tagebuch – Unser buntes Wochenende 17./18. März 2018

Alltagsschnipsel

Samstag, 17. März 2018

Bereits kurz nach um sieben wachte L sehr zum Leidwesen von M, der erst halb drei in der Früh ins Bett gekrochen kam, auf. Wie auch gestern war ihr erstes Wort „essen“. Während ich L das Buch „Max geht zur Tagesmutter“ leise vorlas, verputzte sie eine Scheibe Toastbrot.

Kurz vor acht bereiteten M, L und ich das Frühstück vor und saßen bei angenehmer Musik zusammen am Tisch. Ich ging schnell duschen und machte mich anschließend mit Prinz auf den Weg in die verschneite Kälte. Eine Stunde lang spazierten wir im stellenweise spiegelglatten Park umher.

Als wir kurz vor halb elf zurückkehrten, befanden sich M und L oben bei unseren Vermietern C und A, die derzeit Besuch von ihren beiden Töchtern haben. Die jüngere Tochter U bekam letzte Woche Freitag ihr Baby ❤ Prinz und ich gingen ebenfalls in die obere Wohnung. M verabschiedete sich kurz darauf, um sich mit T zum Kart fahren zu treffen. Wenn es heute nicht so unglaublich kalt gewesen wäre, hätte ich M begleitet, ihm mit L zugesehen und wäre später mit Prinz und L im Kinderwagen spazieren gegangen. Stattdessen gingen wir zusammen mit der älteren Tochter S rodeln. L ist allerdings nur einmal mit mir gerodelt. Es hat ihr großen Spaß gemacht. Der kalte Wind stimmte sie dann aber unzufrieden und sie wollte wieder nach Hause.

Ich kochte uns ein paar Nudeln mit leckerer veganer Bolognese zum
Mittag, las L dasselbe Buch wie heute Morgen nach dem Aufwachen vor und schlief mit ihr zusammen ein.

M kam Viertel nach zwei vom Kart fahren zurück und weckte durch seine Schritte L auf, die darüber nicht begeistert war und uns das weinend wissen ließ. Wir schauten keine fünf Minuten einer Folge „Family Guy“, als S mit Us Baby im Tragetuch zu uns reinkam. Wir unterhielten uns etwas, merkten, dass S aufgrund des anhaltenden Schneetreibens nervös war, und begleiteten sie kurz darauf nach oben zum Abschieds-Kaffeetrinken und -Kuchenessen.

Gegen vier Uhr nachmittags fuhren C, A und S mit dem Auto zum Bahnhof, nur um dort festzustellen, dass alle Züge in Richtung Frankfurt am Main Flughafen Fernbahnhof aufgrund des Wetters erhebliche Verspätungen haben. C und A fuhren ihre Tochter S deshalb selbst zum Flughafen nach Frankfurt, damit diese abends halb zehn ihren Flieger nach Dublin nicht verpasst.

M ging noch mal ein paar Minuten mit Prinz raus in die Kälte, ehe wir um fünf Besuch von A und K bekamen ❤
Erst um sieben gab es für die sichtbar müde L Abendessen, bei dem sie aber nicht viel aß. M und ich hatten noch keinen Hunger. L durfte zwei Folgen „Conni“ schauen und bekam erneut „Max geht zur Tagesmutter“ vorgelesen. Anstatt zu schlafen, verlangte sie nach essen :-O L mümmelte noch anderthalb Scheiben Toastbrot, ehe sie endlich Viertel nach neun in den Schlaf fand.

M bestellte uns noch zwei Pizzen und wir ließen den Abend seit langem mal wieder im Wohnzimmer mit einer Folge aus der dritten Staffel von „Black Mirror“ mit nur einer einzigen Unterbrechung durch L ausklingen ❤

Viertel nach zwölf gingen auch wir ins Bett, schliefen aber nur ein paar Minuten, als L aufwachte …

Sonntag, 18. März 2018

L schaffte es binnen weniger Sekunden, sich derart in ihr Weinen reinzusteigern, dass für keinen mehr an Schlaf zu denken war. Wir nahmen sie aus der Situation heraus und schauten mit ihr zwei „Conni“-Folgen im Wohnzimmer. Ich las ihr anschließend ihr derzeitiges Lieblingsbuch vor, während L abwechselnd nach essen und trinken verlangte. Circa Viertel nach eins war der nächtliche Spuk, den wir leider öfter mal haben, zu Ende und unsere Nachtruhe konnte beginnen.

Kurz vor halb neun deckten M, L und ich den Frühstückstisch und genossen bei schöner Musik unser leckeres Essen. Da M die kommenden drei Tage überwiegend im Auto verbringen wird, übernahm er heute Vormittag den Spaziergang mit Prinz in der Eiseskälte. Ich kümmerte mich derweil um die Wäsche und räumte etwas auf, während L spielte.

Als M zurückkam, nutze ich augenblicklich die aufkommende Motivation und räumte die Winter- und Weihnachtsdekoration, die schon seit Wochen abgeschmückt in einer Kiste in der Wohnung steht, in den Keller. Ich holte die viel kleinere Kiste mit unserer Frühlings- und Osterdekoration nach oben. Mein Ziel ist es, diese in den nächsten drei Tagen in der Wohnung zu verteilen.

Nach bestimmt zehn oder vierzehn Tagen Pause öffneten M und ich anschließend die App „Pushups Pro“. Während ich zweiunddreißig schaffte, machte M zweihundert (!) Liegestütze. Wahnsinn!

An vier Fenstern im Wintergarten probierte ich endlich meine neuen Kreidestifte aus. Ich bin mit der Qualität der Stifte äußerst zufrieden und hatte große Freude am Gestalten. Ich habe mich an einfachen Ostermotiven versucht. L hat mir sogar ein bisschen dabei geholfen ❤

Während M sich etwas ausruhte, ging ich mit L und Prinz raus in den Garten. L war allerdings auch müde und so unglaublich schlecht drauf, dass ich sie kurzerhand mit einem Brot in der Hand in den Kinderwagen setzte und spazieren ging. Das Genöle und Geheule hörte auf und ich genoss die wärmenden Sonnenstrahlen bei minus sechs Grad. Mit Essen im Mund schlief L kurz darauf ein. M kam uns eine Stunde später mit seinem E-Bike entgegen.

Zu Hause gab es leckeren warmen Kakao gegen die eisige Kälte. L spielte mit ihren Bausteinen und hüpfte lange und wild auf dem Trampolin herum. M sorgte derweil für angenehme Klaviermusik. Als uns Ls Buch unters Bett fiel, nutzte M die Gelegenheit, unter dem Bett Staub zu saugen. Echt gruselig, was sich im Laufe der Zeit dort unten so angesammelt hat.

Um fünf fuhr M uns zum Indoorspielplatz „Kinderland“. L und ich rutschten über eine Stunde lang auf fünf verschiedenen Rutschen und kletterten, was das Zeug hielt. Es hat uns großen Spaß gemacht 🙂 Halb sieben holte uns M wieder ab. L wäre uns fast im Auto eingeschlafen.

Zu Hause gab es binnen weniger Minuten Abendessen. L durfte anschließend zwei Folgen „Conni“ gucken, ehe wir ins Bett gingen. Nach dem Vorlesen ihres aktuellen Lieblingsbuchs schliefen wir beide halb neun rum vor Erschöpfung ein. M folgte uns wenig später auch ins Bett.

Eintausend Fragen an mich selbst – Teil 11

Persönliches

Viele Blogger stellen sich der Herausforderung, im Laufe des Jahres eintausend Fragen über sich zu beantworten. Versammelt sind die meisten im Blog Pinkepank.

Die folgenden zwanzig Fragen ließen sich schnell beantworten. Hier kommen meine Antworten zu den Fragen zweihunderteins bis zweihundertzwanzig 🙂

Frage 201
Wie gut kennst du deine Nachbarn?
Da wir recht dörflich wohnen, kenne ich alle umliegenden Nachbarn gut. Wenn wir uns begegnen, unterhalten wir uns immer ein paar Minuten lang – meist über Prinz oder L 😉
In unserem Haus wohnen noch zwei Parteien. Mit unseren Vermietern, die im ersten Obergeschoss wohnen, sind wir befreundet. Mit dem Nachbar aus dem zweiten Obergeschoss kommen wir auch gut zurecht.

Frage 202
Hast du oft Glück?
Ja, das habe ich. Darüber bin ich auch sehr froh.

Frage 203
Von welcher Freundin unterscheidest du dich am meisten?
Ich unterscheide mich von jeder Freundin ein bisschen. Dennoch gibt es auch mit jeder ein paar Gemeinsamkeiten.

Frage 204
Was machst du anders als deine Eltern?
Ich gehe gelassener, entspannter und angstfreier durch das Leben. Zudem habe ich eine überwiegend positive Einstellung, die ich auch gern nach Außen hin zeige.

Frage 205
Was gibt dir neue Energie?
Sport treiben macht nicht nur den Kopf frei, sondern löst auch Glücksgefühle aus. Vor allem beim Laufen kann ich neue Kräfte sammeln.

Frage 206
Warst du in der Pubertät glücklich?
Ich war überwiegend glücklich. Ich hatte es schwer, im Orchester akzeptiert zu werden, und brauchte lange, um dort meinen Platz zu finden.

Frage 207
Wann hast du zuletzt eine Nacht durchgemacht?
M und ich gehen in der Regel recht spät ins Bett. Gelegentlich ist es dann auch schon nach Mitternacht. Ich gehe davon aus, dass ich irgendwann im Februar zuletzt eine Nacht durchgemacht habe 😉
Die ganze Nacht wach gewesen bin ich aber zuletzt im Jahr 2012.

Frage 208
Womit beschäftigst du dich am liebsten in deinen Tagträumen?
Ich stelle mir sehr oft meine Zukunft vor. Gelegentlich blicke ich noch mal zurück auf vergangene Tage.

Frage 209
Blickst du oft um?
Mir ist aufgefallen, dass ich mich mittlerweile vermehrt im Dunkeln umblicke.

Frage 210
Was wissen die meisten Menschen nicht über dich?
Sie wissen nicht, dass ich die japanische Kultur mag, dass ich einen beruflichen Neustart wage und dass ich schon seit einigen Jahren mein Leben umkrempel.

Frage 211
Worüber hast du mit deinem Partner immer wieder Streit?
Wir streiten immer wieder über die Art und Weise der Kommunikation miteinander.

Frage 212
Worauf freust du dich jeden Tag?
Ich freue mich jeden Tag, gesund zu sein und Zeit mit M, L und Prinzi zu verbringen.

Frage 213
Welche Freundschaft von früher fehlt dir?
Es kommt schon die ein oder andere Freundschaft zusammen, die ich vermisse. Aus diesem Grund bemühe ich mich, bei einigen den Kontakt wiederherzustellen.

Frage 214
Wie gehst du mit Stress um?
Durch von anderen unnötig aufgebauten Stress an der Arbeit litt ich fast neun Monate an Tinnitus und Herzbeklemmungen. Davor machten mir stressige Situationen nichts aus. Ich hoffe, dass ich ab April, wenn mich das Berufsleben wieder hat, zu meiner alten Form zurückfinde. Denn schließlich wage ich einen beruflichen Neustart.

Frage 215
Gibst du dich gelegentlich anders, als du in Wirklichkeit bist?
Mir fällt keine Situation ein, in der ich mich arg verstellt hätte. Ich bin also überwiegend ich selbst.

Frage 216
In welchen Punkten gleichst du deinem Vater?
Ich sehe ihm und seiner Familie ähnlich. Von meinem Papa habe ich das ruhige Naturell geerbt.

Frage 217
Kann man Glück erzwingen?
Man kann daran arbeiten, glücklich zu sein und somit öfter welches bewusst wahrzunehmen. Erzwingen kann man im Leben sowieso kaum etwas.

Frage 218
Welcher Streittyp bist du?
Wenn ich wirklich wütend bin, rede ich sehr laut und schmeiße die Türen. Ich brauche anschließend ein paar Minuten für mich, ehe ich bereit bin, über das Streitthema zu sprechen.

Frage 219
Bist du morgens gleich nach dem Aufwachen richtig munter?
In den allermeisten Fällen bin ich gleich nach dem Aufwachen munter und voller Tatendrang.

Frage 220
Wie klingt dein Lachen?
Ich lache sehr gerne. Meist lache ich laut mit L, wenn sie wieder etwas Neues auf lustige Art und Weise ausprobiert.

Ls zweite Eingewöhnungswoche

Kind

Die ersten vier Tage bei der Tagesmama U verliefen sehr entspannt, stressfrei und abwechslungsreich. L konnte erstes Vertrauen aufbauen und die Räumlichkeiten kennenlernen. Diese Woche soll ich erstmals das Haus verlassen.

Montag, 12. März 2018

Als L und ich heute Morgen kurz nach halb neun bei der Tagesmama U eintrafen, waren bereits Wolke, Priya und Malina da. Pauline war krank.

L kuschelte bei mir auf dem Schoß, ehe sie wie alle anderen Mädchen auch beim Anblick des Morgenkreisteppichs vor Freude ausrastete. Nach der Begrüßung wurde gerutscht und gespielt. L befand sich mittendrin 🙂

Die Zwischenmahlzeit bestand aus Brot, einem leckeren Aufstrich und Banane. Alle Kinder aßen sehr viel, obwohl es erst halb zehn und das Frühstück noch nicht lange her war.

Auch über den Korb, in welchem sich die Musikinstrumente wie Xylophon, Blockflöte, Tamburins und Rasseln befinden, freuten sich die vier Mädchen sehr.

Um kurz vor elf durfte L den Gong, der ihr das Ende der Spielzeit signalisieren soll, erklingen lassen. Als L und ich uns bereits auf dem Hof befanden, sahen wir, dass sich Priya und Wolke innen an der Glastür die Nasen platt drückten ❤

Dienstag, 13. März 2018

Heute waren tatsächlich einschließlich L alle Kinder da ❤ Schon eine Viertelstunde nach unserem Eintreffen um halb neun wurde der Morgenkreisteppich ausgerollt. U war sehr emotional und hatte bereits beim Singen des ersten Liedes Tränen in den Augen. Im Laufe des Vormittags erzählte sie mir, dass es Konflikte zwischen ihr und Wolkes Eltern gibt. Wahrscheinlich war Wolke heute den letzten Tag bei ihr.

L durfte Viertel nach neun den Gong erklingen lassen, der ihr signalisierte, dass ich nun spazieren gehe. Es wurde zur Verabschiedung ein Lied gesungen, dann ging ich in den Flur und zog mich an. L schien es nicht zu stören.

Ich nutzte die freie halbe Stunde für zwei wichtige Telefonate und lief zum knapp zwölf Minuten entfernten Waldkindergarten, um mich ein wenig umzusehen.

L machte zusammen mit U und den anderen Mädchen Musik. (Bevor ich den Raum verließ, wurde die Kiste mit den Musikinstrumenten heruntergeholt.) U erzählte mir, dass sie mein Gehen bemerkte und nach mir fragte. Zunächst war L von der angebotenen Bananen-Zwischenmahlzeit begeistert, aß dann allerdings doch nichts, da der gelbe Sitzsack, auf dem ich immer sitze, leer war. Sie fragte nun intensiver nach mir und vergoss auch einige Kullertränchen. U fragte L, ob sie sie trösten durfte. L nahm das Angebot an, kuschelte kurz mit U und spielte bis zu meinem Eintreffen munter weiter.

Als ich Viertel vor zehn zurückkam, wurden die Kinder gerade angezogen. Ich wartete noch eine Weile im Hof, bis alle fünf Mädchen mit U zusammen rauskamen. L beachtete mich erst nicht weiter, kam nach ein paar Minuten aber doch auf mich zu, um zu kuscheln.

Draußen spielten die Kinder mit den Luftballons, die von U wieder in den Himmel geschossen wurden, oder panschten im Wasser. Mir ist letzte Woche schon aufgefallen, dass Pauline immer friert und deshalb alle Kinder reingehen müssen, obwohl sie gerade im Spiel versunken sind. So war es auch heute.

L folgte nach dem Ausziehen des Anzugs, der Mütze und der Schuhe den anderen ins Badezimmer zum Hände waschen. Nach ein paar Minuten munteren Treibens kamen alle ins Spielzimmer zurück. Ich saß bereits auf dem gelben Sitzsack. L kratzte aus irgendeinem Grund Malina im Gesicht, bis diese weinte, und war wenig später auf Pauline eifersüchtig, die auf meinem Schoß saß.

Um elf durfte L erneut den Gong ertönen lassen, der das Ende ihrer heutigen Spielzeit und unser Gehen verkündete.

Mittwoch, 14. März 2018

Da wir heute aufgrund eines geschäftlichen Termins von M Prinz mitgenommen haben, ließ ich L alleine auf ihren Autositz klettern. Was soll ich sagen?! Es klappte prima ❤

Auch heute waren wieder alle Kinder da – einschließlich Wolke. Unsere Tagesmama U konnte gestern Nachmittag ein klärendes Gespräch mit Wolkes Papa führen. Er bestätigte U, dass die angespannte Situation der letzten Wochen nicht an ihr, sondern am übervollen Tagesablauf seiner Frau liegt. Somit darf Wolke bei U bleiben 🙂

L aß zusammen mit den anderen Kindern Frühstück, obwohl wir zu Hause erst etwas gegessen hatten 😉 Nach dem Morgenkreis, bei dem L ihren zugewiesenen Platz auf dem Teppich einnahm, wurde ich wenig später mit einem Gong, den L erklingen lassen durfte, für eine Stunde spazieren geschickt. Als ich den Hof in Richtung Tor betrat, winkten L und U am Fenster.

Ich befreite unseren armen Prinz aus dem Auto und erkundete mit ihm die neue Umgebung. Wir fanden ein kleines Waldstück und entdeckten nach einem halben Kilometer eine Hundeschule. Da niemand sonst diesen Weg lief, konnte ich Prinz ohne Leine laufen lassen ❤

L fragte nur einmal nach mir, weinte nicht einmal und spielte glücklich mit den anderen Kindern, alleine oder mit U. Sie aß sogar ihre Banane.

Als ich zurückkam, hatten die Mädchen gerade Spielzeit im Freien. Im Gegensatz zu gestern freute sich Laura sehr, mich wiederzusehen ❤

Halb elf gingen wir gemeinsam wieder rein. Begeistert und von den anderen Kindern mitgerissen, wusch L sich im Bad ihre Hände.

Bevor L den Gong für unser gemeinsames Gehen erklingen ließ, spielte und erforschte sie ein paar halbe Tennisbälle. Nach dem Anziehen durch U sagte diese zu mir, dass L heute einhundert Punkte mit Auszeichnung bekommt 😉

Donnerstag, 15. März 2018

Um drei Uhr morgens war unsere Nacht vorbei. L war zunächst gutgelaunt, aß anderthalb Scheiben Toast und erzählte uns viel. Eine Dreiviertelstunde später kippte die Stimmung. Sie fing an zu weinen und zu schreien, ließ sich weder von M und mir noch von unseren zahlreichen Einfällen beruhigen.

Um fünf zog M ins Wohnzimmer, um wenigstens ein bisschen Schlaf zu finden. L weinte bis kurz vor halb sechs, gönnte uns eine halbe Stunde Pause und wachte ab um sechs bis zum Aufstehen alle Viertelstunde weinend auf.

Der Tagesmama U habe ich für heute abgesagt.

Freitag, 16. März 2018

Kurz nach um sechs wachte L nach einer ruhigen Nacht auf. Da ihr erstes Wort „essen“ war, gab es ein kleines Frühstück im Bett. Sie war gut drauf, weshalb wir heute auch wieder zu U fahren konnten. Um sieben stand ich auf und bereitete für uns alle Essen vor. Für M gab es eine Frühstückstüte zum Mitnehmen.

Nach Ls zweitem und meinem ersten Frühstück zog ich erst mich, dann L an. Kurz nach acht kam unsere Haushaltshilfe und ich verließ mit Prinz im Schlepptau die Wohnung. Auf der Fahrt zu U wäre mir L fast eingeschlafen.

Bei der Tagesmama U trafen wir nur auf Wolke und Priya. Pauline ist krank und hat vermutlich sogar die Grippe. Am Montag weiß ihre Familie mehr. Malina darf freitags öfter mal zu Hause spielen. L aß bei U noch ein drittes Frühstück 😉 Sie spielte sehr süß mit Wolke und Priya, ehe der Morgenkreisteppich ausgerollt wurde. L strahlte und machte beim Begrüßungsritual schön mit.

Zehn nach neun wurde ich mit dem Gong, den L ertönen ließ, einem Tschüssi-Lied und mit Winken am Fenster verabschiedet.

Ich befreite unseren armen Prinz aus dem Auto und spazierte mit ihm den Egstedter Trift, die Kaiserweiden und schließlich den Katzenburgweg entlang, entdeckte dabei riesengroße Gartengrundstücke und lief einige Meter auf Feldwegen direkt am Militärgebiet.

Laura nahm währenddessen die Verabschiedung von mir viel bewusster wahr als am Mittwoch. Sie fragte nach mir, stellte sich an die Wohnungstür und vergoss auch ein paar Tränen. Wie bereits am Dienstag ließ sie sich von U bereitwillig trösten und zum Spielen im Freien überreden.

Erst halb elf kehrte ich zurück und kam genau in dem Moment, als die Kinder wieder ins Haus gingen. Meine L freute sich sehr, mich zu sehen, und knuddelte mit mir. Ich zog ihr den dicken Anzug aus und folgte ihr zum Hände waschen ins Badezimmer.

Ich nahm wieder auf dem gelben Sitzsack, der Mama-Ecke, Platz und kuschelte mit L oder schaute ihr beim spielen zu. Da der Gong unauffindbar war, durfte L stattdessen auf dem Xylophon das Ende ihrer Spielzeit verkünden. U teilte mir mit, dass L für eine noch nicht ganz Zweijährige sprachlich und motorisch sehr gut entwickelt sei ❤

Ab Dienstag soll L Mittag mitessen. Donnerstag ist ja zudem auch ihr Geburtstag 🙂

Eintausend Fragen an mich selbst – Teil 10

Persönliches

Es ist erschreckend, dass nicht nur ein Fünftel aller Fragen hinter mir liegen, sondern dass auch bereits zehn Wochen des Jahres vergangen sind. Für L und mich beginnt nun eine neue spannende Zeit. Hier kommen aber erstmal meine Antworten auf die Fragen einhunderteinundachtzig bis zweihundert.

Frage 181
Würdest du gern in eine frühere Zeit zurückversetzt werden?
Ich möchte weder in ein anderes Jahrhundert noch in ein bereits vergangenes Jahr meines Lebens zurückversetzt werden. Alles ist gut so, wie es ist 🙂

Frage 182
Wie egozentrisch bist du?
Ich bin es überhaupt nicht.

Frage 183
Wie entspannst du dich am liebsten?
Ich kann bei vielen unterschiedlichen Dingen entspannen. Zur Ruhe finde ich zum Beispiel mit einem guten Buch oder einer spannenden Serie, mit einem aufregenden Film, mit Handarbeit, bei einem Spaziergang in ruhiger Umgebung oder beim joggen.

Frage 184
Fühlst du dich manchmal ausgeschlossen?
Mittlerweile fühle ich mich selten ausgeschlossen beziehungsweise kann gut mit der Situation umgehen, wenn es mal so ist. In meiner Kindheit und Jugend fühlte ich mich oft ausgegrenzt und nicht wahrgenommen.

Frage 185
Worüber grübelst du häufig?
Derzeit grübele ich am meisten darüber, wie ich drei bis fünf Sporteinheiten pro Woche in meinen übervollen und stellenweise komplizierten Alltag integrieren soll.

Frage 186
Wie siehst du die Zukunft?
Ich sehe meiner Zukunft optimistisch entgegen. Dieses Jahr ist der Beginn meines beruflichen Neuanfangs ❤

Frage 187
Wann bist du deinem Partner zuerst aufgefallen?
Obwohl wir jahrelang dieselbe Schule besuchten, bin ich M vermutlich erst im September 2011 aufgefallen.

Frage 188
Welchem Familienmitglied ähnelst du am meisten?
Vom Aussehen her ähnele ich definitiv meinem Bruder 😉 Meine ruhige Art habe ich von meinem Papa geerbt.

Frage 189
Wie verbringst du am liebsten deinen Abend?
Das ist ganz unterschiedlich. Wenn M auf Geschäftsreise ist, schaue ich gern Serien oder Filme, die er nicht mag, und esse Sushi. Mit M zusammen gucke ich abends gern Serien oder unterhalte mich mit ihm. Ab und an habe ich eine mehrere Wochen andauernde Lesephase und bin in dieser Zeit so oft es geht hinter dem Kindle verschwunden.

Frage 190
Wie unabhängig bist du in deinem Leben?
Finanziell bin ich derzeit abhängig von M. Das war zwischen uns beiden so abgemacht, damit ich bis zu Ls zweitem Geburtstag in Elternzeit sein kann. Da ich mich Anfang des Jahres dazu entschieden habe, neue berufliche Wege zu gehen, werde ich noch ein Weilchen auf M angewiesen sein. In wenigen Jahren stehe ich aber wieder komplett auf eigenen Beinen.
In allen anderen Bereichen meines Lebens bin ich unabhängig.

Frage 191
Ergreifst du häufig die Initiative?
Das kommt maximal ein oder zwei Mal im Jahr vor 😉

Frage 192
An welches Haustier hast du gute Erinnerungen?
Ich denke mit liebevollen und schönen Erinnerungen an unseren ersten Rosellasittich Hänschen sowie an unser Zwergkaninchen Bommy und Meerschweinchen Maggy zurück ❤
Mit Prinzi hatte und habe ich ebenfalls schöne Erinnerungen.

Frage 193
Hast du genug finanzielle Ressourcen?
Im Moment habe ich keine finanziellen Ressourcen.

Frage 194
Willst du für immer dort wohnen bleiben, wo du nun wohnst?
Das wäre wunderbar. M, Prinz, L und ich bewohnen die perfekte Wohnung in der perfekten Umgebung.

Frage 195
Reagierst du empfindlich auf Kritik?
Leider ja. Ich sehe es nahezu immer als Angriff auf mich. Ich arbeite aber daran, dass es besser wird.

Frage 196
Hast du Angst vor jemandem, den du kennst?
Nein.

Frage 197
Nimmst du dir oft Zeit für dich selbst?
Von M habe ich gelernt, dass es wichtig ist, auch Zeit für sich zu haben. Sooft wie ich es brauche, nehme ich mir Zeit für mich.

Frage 198
Worüber hast du dich zuletzt kaputtgelacht?
Ich lache mich oft über lustige Sachen, die M und L machen oder sagen, kaputt.

Frage 199
Glaubst du alles, was du denkst?
Ich habe überwiegend realistische Gedankengänge und glaube somit auch fast alles.

Frage 200
Welches legendäre Fest wird dir in Erinnerung bleiben?
Bisher habe ich an keinem Fest teilgenommen, dass ich als legendär bezeichnen würde. Viele Feste, zu denen ich eingeladen wurde, waren aber sehr schön.

Ls erste Eingewöhnungswoche

Kind

Letzte Woche Dienstag sollte Ls Eingewöhnung beginnen. Schon am Montagmorgen erreichte uns aber die Nachricht von der Tagesmama U, dass krankheitsbedingt bis Freitag geschlossen ist. Da sowohl L als auch ich nicht hundertprozentig fit waren, kam mir die Absage ganz Recht.

Diese Woche sind alle wieder gesund und munter, sodass Ls erste Eingewöhnungstage nun starten können 🙂

Montag, 5. März 2018

Ich war so aufgeregt, dass ich die Nacht vom Sonntag zum Montag schlecht schlief. L wurde nachts einmal wach. Ihre Windel scheint zu klein geworden zu sein und hält nicht mehr dicht. Wir brauchen demnächst also größere.

Um sieben stand ich auf und bereitete alles für den Tag vor. Halb acht wachten M und L auf. L und ich frühstückten und begrüßten um
acht Ms Mama, die so lieb war, sich ein paar Stunden um Prinz zu kümmern.

Unser Auto musste heute in die Werkstatt, weshalb M L und mich zur Tagesmama fuhr. Obwohl wir später als erhofft aufbrachen, waren wir pünktlich halb neun da.

Heute waren nur zwei der vier weiteren Mädchen anwesend. Pauline und Wolke saßen noch beim Frühstück, als wir den Raum betraten. Die Tagesmama U wies mir sogleich den Mama-Platz, ein bequemer gelber Sitzsack, zu. L kuschelte sich gleich an mich und setzte sich auf meinen Schoß. Sie hielt es aber keine fünf Minuten aus und spielte und rutschte, was das Zeug hielt. Am späteren Vormittag gingen wir nach draußen. U hat einen schönen großen Hof, der sich perfekt zum Erkunden und Rumtoben eignet.

Nach einer Weile gingen wir wieder ins Haus. Es gab eine Banane als Zwischenmahlzeit, die L zusammen mit den anderen Kindern und U am Tisch aß.

Um elf war unser erster Tag bei U vorbei. L war ein wenig enttäuscht, dass sie noch nicht Mittag mitessen durfte 😉 Zum Glück kam sie noch in den Genuss des Bahn- und Busfahrens. Das mag sie beides nämlich sehr ❤

Die Tagesmama U hat bei L ein gutes Gefühl. Sie fand es schön, dass L kontaktfreudig ist und auf die anderen Mädchen zuging.

Dienstag, 6. März 2018

Heute Morgen klingelte mein Wecker nach einer erholsamen Nacht um sieben Uhr. Ich stand kurz darauf auf, bereitete das Frühstück vor und zog mich an. Nach einer Weile trottete M verschlafen ins Badezimmer. Unsere L wachte wenige Minuten später auf.

L und ich frühstückten und begrüßten um acht Ms Mama, die erneut so lieb war, sich den Vormittag um Prinz zu kümmern 🙂 Da das Familienauto, welches sich in der Werkstatt befindet, gestern noch nicht abholbereit war, fuhr uns M auch heute wieder zur Tagesmama U. L gab ihrem Papa sogar einen Abschiedskuss ❤

Als wir die Tür aufschlossen, sahen wir Wolke und ihre Mama im Flur stehen. Wolke hatte erhöhte Temperatur und wurde wieder abgeholt. Am Frühstückstisch saßen Pauline und Priya.

Ich nahm auf dem gelben Sitzsack Platz und L schmuste und kuschelte ein paar Minuten lang mit mir. Dann war sie wieder mutig genug zu spielen und zu rutschen. Priya, die gestern noch nicht da war, hatte Durchfall und wurde nach dem Morgenkreisritual von ihrer Oma abgeholt. Lustiger Weise befanden wir uns alle dick angezogen auf dem Weg nach draußen zum spielen.

Ich stellte mich etwas abseits und sah U, L und Pauline beim Luftballon aufblasen, wegfliegen und wegschießen zu ❤ Die drei hatten großen Spaß. Nach einer Bananen-Zwischenmahlzeit, die auf dem Rand des Sandkastens eingenommen wurde, gingen wir wieder ins Haus.

L erkundete noch bis elf Uhr die neuen Räumlichkeiten. Ein Gong, den erst U, anschließend L erklingen ließ, verkündete L und mir, dass es Zeit ist, nach Hause zu gehen. L ließ sich sogar von U die Jacke, den Anzug, die Schuhe und die Mütze anziehen. Wir wurden singend verabschiedet und versprachen, morgen wiederzukommen.

Mittwoch, 7. März 2018

Unseren M hat es entschärft. Er kam am Dienstag Abend bereits mit Fieber nach Hause und fühlt sich seitdem im Bett am wohlsten. Trotzdem war er so lieb, L und mich heute zur Tagesmama U zu fahren. Unser Familienauto wollen wir drei heute Mittag gemeinsam aus der Werkstatt abholen, damit ich ab morgen wieder flexibel bin.

Wie erwartet war nur noch Pauline als Spielkamerad da. L saß nur für kurze Zeit auf meinem Schoß, ehe sie spielen und rutschen ging. Als der Morgenkreisteppich ausgerollt wurde, war sie ganz aus dem Häuschen und machte sogar ein bisschen mit ❤

Für Kurzweile bei den Kindern sorgten auch viele bunte Klangröhren. Gegen halb zehn ließ sich L von U anziehen und wir gingen raus in den Hof. Auch heute wurden nochmals viele bunte Luftballons in den Himmel geschickt. L interessierte sich auch für die Puppenwagen.

Bei der Tagesmama U ist es Tradition, dass sich die Kinder nach dem Spielen im Freien die Hände waschen. L war anfangs nicht so begeistert von der Idee, schaute aber Pauline zu und wollte dann auch ans Waschbecken 😉

Als U mit den Bananen ins Spielzimmer kam, setzte sich L voller Vorfreude gleich auf den richtigen Stuhl und aß mit den beiden die ganze Zeit lieb am Tisch.

Pauline zeigte L wenig später das Schlafzimmer. Die beiden hielten sich lange mit U in dem anderen Raum auf, während ich im Spielzimmer auf dem gelben Sitzsack, dem Mama-Platz, saß.

Bevor sich L erneut von U anziehen ließ und wir nach Hause gingen, durfte sie den Gong zum Gehen ertönen lassen.

Donnerstag, 8. März 2018

Da wir gestern unser Familienauto aus der Werkstatt abgeholt haben, fuhr ich heute zur Tagesmama U.

Wir wurden von U und Pauline, die sich ein Buch anschauten, begrüßt. L kuschelte ein bisschen mit mir auf dem gelben Sitzsack, ehe sie munter drauf los spielte. Auch heute freute sie sich wieder sehr über den Morgenkreis, saß eine ganze Weile auf ihrer apfelgrünen Fläche auf dem Teppich und machte ein wenig mit.

Obwohl das Frühstück noch keine Stunde her war, hatte nicht nur L, sondern auch Pauline Hunger. Somit gab es bereits um acht für jeden eine Banane.

Die Sonne schien durchs Fenster und kitzelte uns, weshalb es uns schnell nach draußen verschlug. U zog beide Kinder an und bespaßte sie anschließend mit Seifenblasen. Pauline fand alles so spannend und bemerkte deshalb zu spät, dass sie dringend auf Toilette muss. So schnell wie es also rausging, mussten wir auch wieder rein 😉

L kletterte selbst auf die Wickelkommode, ließ sich allerdings nur von mir frisch machen. Pauline saß derweil auf dem Töpfchen.

Heute gab es noch eine zweite Bananen-Zwischenmahlzeit. Nach der Stärkung dunkelte U das Schlafzimmer ab und machte die Diskokugel an. Pauline und L waren von den vielen bunten Lichtern ganz begeistert.

Bevor L wieder den Gong, der für sie das Ende des Spieltages einläutete, erklingen lassen durfte, wurde noch sehr ausgiebig mit zahlreichen Musikinstrumenten gespielt. U und L trommelten lange Zeit gemeinsam auf ihren Tamburins ❤

Eintausend Fragen an mich selbst – Teil 9

Persönliches

Wieder ist eine Woche vergangen. Wieder habe ich auf zwanzig Fragen eine Antwort gefunden. Bisher bin ich positiv von meinem Durchhaltevermögen beeindruckt. Es macht mir zudem auch immer noch Spaß, mich wöchentlich um die Beantwortung der Fragen zu kümmern. Viel Spaß mit den Antworten auf die Fragen einhunderteinundsechzig bis einhundertachtzig.

Frage 161
Bist du ein Hunde- oder ein Katzentyp?
Ich mag sowohl Hunde als auch Katzen. Da Hunde im Gegensatz zu Katzen ihre Familie lieben und an ihnen hängen, bin ich eher der Hundetyp. Seit Juli 2012 wohnt deshalb Prinzi bei uns ❤

Frage 162
Wie zeigst du, dass du jemanden nett findest?
Ich suche aktiv die Nähe zu dieser Person und versuche positiv aufzufallen.

Frage 163
Isst du eher aus Hunger oder Appetit?
Ich bemühe mich sehr oft, aus Hunger zu essen. Leider klappt das nicht immer.

Frage 164
Tanzt du manchmal vor dem Spiegel?
Nein, das mache ich nicht und hab ich auch noch nie gemacht.

Frage 165
In welcher Hinsicht bist du anders als andere Menschen?
Ich habe zu vielen Dingen eine andere Meinung. Oft habe ich auch das Gefühl, weniger schnell aus mir herauszukommen als andere. Ich wirke deshalb oft reserviert oder desinteressiert, obwohl das nicht der Fall ist.

Frage 166
Welchen Jugendfilm würdest du Kindern empfehlen?
Ich kann auf jeden Fall die acht Harry Potter-Filme empfehlen. Es gibt aber viele schöne Jugendfilme, die Kinder gesehen haben sollten.

Frage 167
Bleibst du bei Partys bis zum Schluss?
M zuliebe bin ich bei Partys oft bis zum Schluss geblieben. Mittlerweile gehe ich, wenn ich müde bin oder für mich aus anderen Gründen die Zeit gekommen ist.

Frage 168
Welchen Song hast du in letzter Zeit am liebsten gehört?
Ich höre gern Songs, die eine einprägsame Melodie haben. Einen konkreten Lieblingssong habe ich derzeit nicht.

Frage 169
Bereitest du dich auf bestimmte Telefongespräche vor?
Auf wichtige Telefonate bereite ich mich immer vor. Das betrifft vor allen Dingen solche aus beruflichen Gründen oder wenn ich mir Informationen erhoffe.

Frage 170
Wann hast du zuletzt vor jemand anderem geweint?
In letzter Zeit habe ich zum Glück eher selten bis gar keinen Grund zu weinen. Im Sommer letzten Jahres habe ich zuletzt vor M geweint.

Frage 171
Mit wem verbringst du am liebsten einen freien Tag?
Mit M verbringe ich gern Zeit. Hätten wir einen (kinder)freien Tag, würde ich mit M vormittags im Wald laufen gehen, mittags im Double B essen, nachmittags eine Einkaufstour machen und abends bei Pizza und einem guten Film oder einer spannenden Serie in der Badewanne abhängen.

Frage 172
Was war der beste Rat, den du jemals bekommen hast?
Ich habe schon viele gute Ratschläge bekommen. Der beste wird aber immer bleiben, bei schwierigen Entscheidungen auf sein Herz zu hören.

Frage 173
Was fällt dir ein, wenn du an den Sommer denkst?
Mir fällt sofort ein, dass ich im Sommer dreißig Jahre alt werde. Ansonsten denke ich an Wärme, Spaziergänge, Freibadbesuche und Grillpartys ❤

Frage 174
Wie duftet dein Lieblingsparfum?
Meine Düfte haben alle einen kleinen Vanille-Anteil.

Frage 175
Welche Kritik hat dich am stärksten getroffen?
Ich habe bis heute die Art und Weise nicht überwunden, wie mir mitgeteilt wurde, dass meine Arbeitsweise nicht zufriedenstellend ist. Kritik wurde von Seiten des Arbeitgebers allerdings nie geäußert. Mir fällt es deshalb schwer, gut gemeinte und konstruktive Kritik von Leuten aus meinem Umfeld als solche zu erkennen und anzunehmen. Ich arbeite aber daran 😉

Frage 176
Wie findest du dein Aussehen?
Ich bin sehr zufrieden mit meinem Aussehen. Wenn ich wieder ein paar Kilogramm verloren habe, bin ich auch wieder mit meinem Gewicht zufrieden.

Frage 177
Gehst du mit dir selbst freundlich um?
Ich gehe freundlich mit mir um 🙂

Frage 178
Würdest du dich einer Schönheitsoperation unterziehen?
Niemals!

Frage 179
Welchen Film hast du mindestens fünf Mal gesehen?
Ich habe sehr viele Filme mindestens fünf Mal gesehen. Die Verfilmungen der Jane Austen Romane und die Harry Potter-Filme gehören dazu.

Frage 180
Füllst du gern Tests aus?
Sollten diverse Tests aus Zeitschriften gemeint sein, dann nein.

Hallo März!

Dies & Das

Im März werde ich …

… mit L einmal wöchentlich an Max & Mia erleben Musik im MusikWerk Fränzel teilnehmen
… eventuell eine Nacht ohne M verbringen, da er zu Ts Einweihungsparty nach Berlin fährt
… L bei einer ganz tollen Tagesmutter eingewöhnen
… meine Freundin J sehen
… Zeit mit S, U und E verbringen
… Us Baby Willkommen heißen
… mit L zur U7 gehen
… mit L zum Impfen gehen
… Ls zweiten Geburtstag feiern
… eventuell den 60. Geburtstag von Ms Papa feiern
… eventuell ins Kino gehen
… meinen Bruder sehen
… mit M, L, Prinz, Ms Schwester, S und Maya in den Urlaub fahren
… zwei Rennenten für das 25. Erfurter Entenrennen bemalen
… ein Gewerbe anmelden

Gesehen bei den Blogs Frische Brise und Erdbeerkönigreich, für gut befunden, hier übernommen 😉

Tagebuch – Dresden-Wochenende

Alltagsschnipsel

Dieses Wochenende gehörte mir ganz allein ❤ Ich habe festgestellt, dass ich das letzte Mal im Sommer 2012 ohne M oder Prinz (und mittlerweile auch ohne L) weggefahren bin. Ich bin allerdings auch nicht der Typ, der gern ohne seine Familie unterwegs ist, von daher ist es nicht schlimm, dass es über fünf Jahre dauerte.

Freitag, 23. Februar 2018

Wie immer auf den letzten Drücker machte ich mich auf den Weg zum Hauptbahnhof. M, L und Prinzi waren so lieb und begleiteten mich. Gerade als der ICE durchgesagt wurde und einfuhr, erreichten wir Gleis neun.

Ich rannte mit meinem Gepäck ein paar Meter in Richtung meines Zugabteils, in welchem ich den Sitzplatz reserviert habe. Zu meiner großen Freude tat es mir M mit L auf dem Arm gleich, sodass ich von beiden noch ein Abschiedsküsschen bekommen konnte ❤ L zeigte permanent auf den Zug und sagte Conni. Ich bin wirklich begeistert, wie sehr sie die Serie Conni bereits versteht. Es gibt nämlich eine Folge, in der Conni mit ihrem Bruder und ihrer Mama Bahn fährt. Nur wenige Minuten später fuhr mein Zug bereits los in Richtung Dresden. Ohne Probleme fand ich meinen reservierten Sitzplatz, musste aber leider zwei Mädels hochscheuchen.

Bis Leipzig saß keiner neben mir und ich konnte in aller Ruhe in der DB Mobil lesen. Schon nach einer Dreiviertelstunde erreichten wir die sächsische Großstadt und ein sehr dicker Mann mittleren Alters stieg zu und setzte sich neben mich. Die letzte Stunde Zugfahrt war somit etwas enger.

Nach nur zwei Stunden Fahrt traf ich kurz nach halb sechs in Dresden ein und wurde von meiner Freundin J am Hauptbahnhof abgeholt. Wegen meines Gepäcks fuhren wir mit der Straßenbahn in ihre Wohnung. Ich begrüßte ihren Freund und Kater Felix, stellte meine kleine Reisetasche und den Rucksack ab und machte mich mit J auf den Weg ins Pfennigpfeiffer und in den Konsum. Ich muss in Erfurt unbedingt mal einen Pfennigpfeiffer aufsuchen. Das Angebot ist wirklich der Wahnsinn ❤

Halb acht waren wir von unserem kleinen Einkaufsbummel zurück und bereiteten das Abendessen vor. J kümmerte sich um den Pizzateig, ich schnippelte die restlichen Zutaten für unsere selbstgemachten Pizzen. Ich muss mir von J unbedingt das Rezept geben lassen, denn der Pizzateig war wirklich perfekt.

Am Abend saßen wir lange in der Küche und J erzählte mir viel über den Verlauf ihrer Krankheit und die Erfolge in den Therapiesitzungen. Bereits in ihrer letzten E-Mail Anfang des Jahres merkte ich, dass sie große Fortschritte gemacht haben muss, und freute mich, das nun bestätigt zu bekommen. Im Laufe der Unterhaltungen wechselten wir ins Wohnzimmer, um die im Pfennigpfeiffer erstandenen Wollknäuel zu verarbeiten. Stricken kann ich seit fast vierzehn Jahren. Heute zeigte mir J wie gehäkelt wird. Es machte mir Spaß, ich muss allerdings noch weiter üben, ehe ich mir ein erstes Häkelprojekt vornehmen kann 😉

Samstag, 24. Februar 2018

Obwohl ich erst um eins das Licht ausmachte, war ich heute um kurz nach halb acht wach. Ich hörte wenig später Geräusche aus der Küche und gesellte mich zu J. Wir tranken Kaffee, aßen Müsli und unterhielten uns.

Besonders stolz bin ich, dass wir eine Dreiviertelstunde Sport gemacht haben. Wir begannen ganz unverfänglich mit sechs Haltepositionen. Die Übungen dauerten fünf Minuten. Anschließend absolvierten wir bei einer Folge Raumschiff Enterprise ein fünfunddreißig minütiges Bauchtraining nach Mark Lauren. Obwohl ich so lange keinen Sport mehr gemacht habe, hielt ich problemlos durch. Nach fünfundzwanzig Pushups beendeten wir unser Sportprogramm.

J und ich aßen die letzten beiden Stücken der gestrigen selbstgemachten Pizza, duschten und spazierten zum Großen Garten. Wenn der Wind nicht gewesen wäre, hätte uns die Kälte an diesem sonnigen Nachmittag nicht gestört. So mussten wir damit leben, dass der Wind ab und an unter die Kleidung kroch.

Nach dem langen Spaziergang ruhten wir uns kurz zu Hause aus. Da ich mir nicht sicher war, ob die Sojasoße reicht, machten J und ich uns kurze Zeit später auf den Weg in den nahegelegenen Konsum.

Bis zum Eintreffen der XXL-Partyplatte voll Sushi häkelten wir zu einigen Folgen Modern Family. J stellte einen Topflappen für mich fertig. Ich übte weiter und kam im Gegensatz zum Vortag besser zurecht. Wie beim Stricken auch gilt hier die Devise: Übung macht den Meister. Das Sushi war super lecker. ❤ J und ihr Freund fühlten sich nach einer Weile gut gesättigt, sodass die restlichen sechs Stück mir gehörten. Die zusätzliche Sojasoße haben wir nicht gebraucht.

Abends um zehn drehten J und ich noch eine einstündige Runde durch den südlichen Teil Dresdens und beobachteten an einer geeigneten Stelle den leuchtenden Mond und die vielen Sterne.

Ehe es ins Bett ging, zeigte mir J ihre Aquarell-Buntstifte von Faber-Castell. Ich durfte sie gleich ausprobieren und bin begeistert. Das wäre in zwei Jahren auch etwas für L. Man zeichnet mit den Buntstiften und erstellt im Anschluss mithilfe geeigneter Pinsel und Wasser ein Aquarell-Bild. Es ist ähnlich den Wasserfarben, aber doch anders.

Sonntag, 25. Februar 2018

Heute Morgen wachte ich Punkt acht Uhr auf. J kam nur wenige Minuten später aus dem Schlafzimmer und bereitete das Frühstück vor. Zusammen mit ihrem Freund aßen wir Brötchen mit leckeren Aufstrichen und tranken jeder neben Kaffee ein Glas frisch gepressten Saft.

Gegen Mittag fuhren wir mit der Straßenbahn zum Hauptbahnhof, schlossen meine Reisetasche im Schließfach ein und machten uns auf den Weg in Richtung Elbe. Wir spazierten die lange Einkaufsstraße entlang und kamen an der Frauenkirche, dem Oberlandesgericht, dem Residenzschloss, der Semperoper und dem Zwinger vorbei ❤

Am Hauptbahnhof holten wir uns leckeres Mittagessen beim Asia Gourmet Laden, verspeisten es trotz Minusgraden genüsslich draußen in der Sonne und begaben uns anschließend zu meinem Gleis. Der Zug stand schon bereit und so verabschiedeten wir uns voneinander. Wenn nichts dazwischen kommt, fährt J nächste Woche für ein paar Tage nach Erfurt und wir sehen uns schon wieder 🙂