Tagebuch – Unser Leben ohne M – Tag 53

Alltagsschnipsel

Herr von Unruh …
… alias Prinz lief nahezu vierundzwanzig Stunden am Stück unruhig durch die Wohnung. Demzufolge bescheiden waren seine und meine Nacht. Ich habe keinen blassen Schimmer, was ihm fehlt. Er frisst gut, er säuft gut, er verrichtet seine beiden Geschäfte völlig zufriedenstellend, ihm kann es unmöglich zu warm sein und sogar seine Wunde am Hinterbein verdient seit heute die Bezeichnung Heilungsprozess. Sein unruhiges Verhalten ist mir ein Mysterium.

Aufgrund meines Schlafmangels war ich heute etwas dünnhäutig. L und Prinzi gingen mir zeitweise ziemlich auf den Keks: Prinz mit seiner nicht enden wollenden Unruhe und L mit ihren nicht vorhandenen Tischmanieren und dem ständigen Gemecker.

Was heute schön war:

Gartenarbeit.
Durch den Sturm am Mittwoch wurden zahlreiche Nadeln von unserer Kiefer auf den Rasen geweht. Während unser Vermieter A heute Rasen mähte, half mir L beim Aufrechen besagter Nadeln. Sie war mir wirklich eine große Hilfe. ❤

Hausarbeit.
Ich kann nicht oft genug erwähnen, wie lästig ich Hausarbeit finde. Umso glücklicher bin ich, dass ich heute Küche und Esszimmer gewischt und den Staubsaugerroboter ins Schlafzimmer getragen und angestellt habe. Wäsche wurde auch noch mal gewaschen, aufgehängt und später sonnen-/windgetrocknet wieder abgenommen. Am Nachmittag verbanden wir den Spielplatzbesuch mit dem Wegbringen unseres Altglases.


Mittagsruhe.
Während L, die im Gegensatz zu mir niemals müde ist, nach dem Mittagessen ein paar Folgen „Lauras Stern“ gucken durfte, ruhte ich mich im Bett aus und las ein paar Seiten in meinem aktuellen Buch.

Arbeit.
Sogar heute war ich motiviert genug, um ein paar Dinge für den Start in der nächsten Woche vorzubereiten.

Tagebuch – Unser Leben ohne M – Tag 52

Alltagsschnipsel

Ich glaube mich zu erinnern, heute Nacht wieder zweimal aufgestanden zu sein, um Prinz die Wohnungstür zu öffnen und ihm so den Zugang zum Garten zu ermöglichen. Sollte dem so gewesen sein, muss ich jedes Mal danach sofort problemlos in den Tiefschlaf zurückgefunden haben. Heute Morgen erwachte ich jedenfalls fit und ausgeschlafen.

Nach einer leicht anstrengenden Autofahrt zum Kindergarten, in der Prinz L und mir lautstark sein Leid klagte, stellte ich nach der Verabschiedung von L fest, dass er sein großes Geschäft in der Hundebox verrichtet und breitgeschmiert hatte. Juhu! Es dauerte eine gefühlte Ewigkeit, bis ich die Box einigermaßen zufriedenstellend gesäubert hatte. Ich vermute, dass dies ab nächster Woche vermehrt vorkommen wird. Ich werde nämlich wieder regelmäßig(er) im Office arbeiten.

Trotz großer Unlust meinerseits fuhr ich am späten Nachmittag gemeinsam mit L ins Edeka zum Einkaufen. Nun brauchen wir uns am Wochenende doch nicht von Staub ernähren. 😉

Was heute schön war:

Arbeit.
Am Vormittag waren nach dem Telefonat mit D meine Sorgen/Bedenken/Zweifel/Trauererscheinungen der letzten Tage wie weggeblasen. Ich war bis zum Abend hochmotiviert und schaffte sogar alle noch zu erledigenden Zuarbeiten bis zum Mittag. Ich sehne den 1. September herbei, wenn wir offiziell neu (durch)starten können.

Tagebuch – Unser Leben ohne M – Tag 51

Alltagsschnipsel

Ich habe richtig gut, lange und erholsam geschlafen. Nach den letzten Wochen, in denen ich gelegentlich unter Schlafstörungen litt, fühlt sich das wirklich sehr gut an. Ich hoffe, das bleibt so.

Seit Dienstag trauere ich wieder. Es ploppte automatisch am späten Abend auf und hält seitdem an. Ich werde den Teufel tun und diese Gefühle/Gedanken/Zweifel unterdrücken. Es muss/will raus! Mir schwirrt jedenfalls ordentlich der Kopf, die Gedanken kreisen und meine Gefühle spielen verrückt.

Da Prinzis Wunde am Hinterbein nur mäßig besser ausschaut, er viel daran leckt und sie zudem ständig eitert und blutet, ging ich mit L und ihm heute Nachmittag erneut zum Tierarzt. Wir waren nur wenige Minuten nach Öffnung der Praxis dort … und wurden wieder weggeschickt. Dem Tierarzt sei „etwas dazwischen gekommen“. Da ich zu den morgigen Öffnungszeiten noch arbeite, werde ich wohl oder übel erst am Montag wiederkommen können. Unschön!

Was heute schön war:

Paket.
Vor einer Woche fragte mich S, ob ich ihr unsere ungenutzte Kaffeemaschine nach Irland schicken könne. Ja, das kann ich! Ich bin unglaublich stolz auf mich, dass ich ihr diesen Wunsch nach „nur“ einer Woche erfüllen konnte. Heute Morgen gab ich das Paket bei der Post auf. (In spätestens drei Wochen sollte die Kaffeemaschine ankommen.)

Spielplatz.
Nach unserem sinnlosen Gang zum Tierarzt verbrachten L, Prinz und ich anderthalb Stunden auf dem (überfüllten) Spielplatz in der Tettaustraße. Prinzi war wirklich sehr lieb. ❤

Tagebuch – Unser Leben ohne M – Tag 50

Alltagsschnipsel

Fünfzig Tage! Fünfzig Tage ohne M! Es ist und bleibt unfassbar/unwirklich. 

Seit gestern versuche ich mir vermehrt die Beweggründe meiner Ex-Kollegen vorzustellen, in Zukunft bei der Muttergesellschaft zu arbeiten. Bei dem ein oder anderen ergibt das sicherlich Sinn, aber bei denen, die hautnah mitbekamen, wie mit M in den letzten Wochen und Monaten vor seinem Tod umgegangen wurde, schockiert mich das doch sehr. 

Was heute schön war:

Produktivität.
Heute war ein richtig guter Arbeitstag. Ich habe sehr viele wichtige Zuarbeiten erledigen können. Zum Mittag bestellte ich mir Sushi.

L.
So krass gefehlt wie in dieser Woche hatte mir L bisher noch nie, wenn sie eine Nacht bei ihrer Oma schlief. Trotz ihrer (kurz andauernden) schlechten Laune nach Abholung aus dem Kindergarten freute ich mich wie ein (vegetarisches) Schnitzel, sie wieder bei mir und um mich zu haben.

Telefonat mit meinem Bruder.
Auch wenn wir heute nur eine Viertelstunde telefonierten, freute ich mich über den Anruf. Wir sind beide momentan so beschäftigt, sodass wir in letzter Zeit nur eingeschränkte Kommunikation/wenig Austausch hatten. Nächste Woche kommt er zu Besuch. ❤

Telefonat mit J.
Kurz nach 19:00 Uhr rief ich J (aus Dresden) an. Auch sie kommt nächste Woche nach Erfurt und bleibt circa drei (!) Wochen. ❤ Semesterferien sind schon was tolles!

Tagebuch – Unser Leben ohne M – Tag 49

Alltagsschnipsel

Vor mittlerweile sieben Wochen starb M. Irgendwie plötzlich und völlig unerwartet und irgendwie auch nicht. Nach dem heutigen Tag bräuchte ich M mehr denn je. Mir fehlen unsere Gespräche, unser Austausch, seine Weitsicht, seine Ratschläge, sein kühler Kopf – einfach alles! Mir fehlt mein bester Freund. Generell hätte ich heute dringend (s)eine Schulter zum Anlehnen gebrauchen können.

Die Sache mit der Spreu und dem Weizen …
… haute mich am Ende des Tages doch aus den Socken. Sechs Kollegen teilten uns heute mit, den neuen beruflichen Weg mit meinem Kollegen/Freund M und mir nicht mitzugehen. Ich könnte mit den Entscheidungen vermutlich besser umgehen, würden nicht alle ab September bei der Muttergesellschaft arbeiten. Das ist so skurril, dass ich darüber nur lachen kann.

Was heute schön war:

Erinnerung.
Direkt nach dem Aufwachen entdeckte L die Fotos auf meiner Apple Watch. Und obwohl die meisten Bilder schon zwei Jahre alt sind, schwelgte sie in Erinnerungen an ihren Papa. Sie wusste noch so manches von unserem Ausflug zum Possen oder lachte über die Doppelselfies von M und sich. ❤

Orchesterprobe.
Ich hatte lange überlegt, ob ich nach diesem Arbeitstag wirklich noch zur Probe gehen will. Da L wie jeden Dienstag bei Ms Mama übernachtete, C sich gemeinsam mit A um Prinz kümmerte und ich noch irgendetwas Positives erleben wollte, fuhr ich ins Rieth. Das war eine gute Entscheidung, denn wir spielten heute sehr viele mir unbekannte Stücke. 
Als ich kurz nach 21:00 Uhr wieder zu Hause war, setzte ich mich bei/mit unseren Vermietern in deren Wohnzimmer und betrank mich. Läuft bei mir!

Tagebuch – Unser Leben ohne M – Tag 48

Alltagsschnipsel

Mein Onkel O befindet sich nach wie vor im Helios Klinikum in Erfurt. Er hat mittlerweile zahlreiche Operationen hinter sich – unter anderem an der Halsschlagader. Über zwanzig Kilogramm hat er in den letzten Wochen abgenommen. (Zum Glück hatte er genug Reserven, sodass sein Körper den Gewichtsverlust zumindest im Moment gut verkraftet.) Mit viel Glück wird er demnächst zur Reha gehen. Ich habe keine Ahnung, wie diese Sache ausgehen wird …

Meine Mama hat einen dicken, offenbar innerlich entzündeten Ellenbogen. Ich erinnere mich, dass sie bereits im vergangenen Jahr Probleme an genau dieser Stelle hatte. Durch den Stress mit ihrem kranken Bruder hat auch sie bereits zehn Kilogramm abgenommen.

Was heute schön war:

Büro.
Es war schön, heute im Office zu arbeiten. Ich kann mich fernab der Wohnung besser konzentrieren/fokussieren und werde auch seltener abgelenkt. Prinz fühlte sich sehr wohl.

Spaziergang.
Am Nachmittag lief ich mit L, ihrem Laufrad und Prinz durch den Park. Beim Spielplatz des Espachcafés machten wir einen längeren Zwischenstopp und traten erst gegen Abend den Heimweg an. Herbstlich frisch war es da bereits.

Tagebuch – Unser Leben ohne M – Tag 47

Alltagsschnipsel

Heute war ich bereits halb sieben wach. Das war ganz schön früh. Neun Stunden hatte ich allerdings tief und fest geschlafen. Das reichte meinem Körper wohl aus. L schlief bis kurz nach acht Uhr. Ich nutzte die Zeit, um den gestrigen und vorgestrigen Blogeintrag fertigzustellen und ein paar Minuten meiner Serie zu schauen.

Ich habe nun eine (rationale) Erklärung für das Zustandekommen des Geruchs, den ich mit Ms Tod in Verbindung bringe, gefunden: Es muss eine Mischung aus Desinfektionsmittel, durch Adrenalin/Aufregung freigegebener Schweiß und schlechte Durchblutung (kalte Hände/Nase) sein. Denn genau diese drei Dinge begleiteten mich in den letzten Wochen hin und wieder. Und wenn es diese Mischung doch nicht sein sollte, speichert das menschliche Gehirn tausende von Gerüchen ab und kann diese bei Bedarf einfach so „hervorkramen“/abrufen.

Obwohl ich überhaupt so gar keine Lust hatte, setzte ich mich am Nachmittag eine Stunde vor das MacBook und antwortete auf die Fragen des Familiengerichts hinsichtlich Ls Erbausschlagung. Prinz, L und ich warfen den fertigen Brief wenig später sogar noch in den Briefkasten. Nun fehlen „nur“ noch die von mir auszufüllenden Fragebögen für die Deutsche Rentenversicherung.

Was heute schön war:

Rumtrödeln.
Den Morgen/Vormittag begannen wir sehr entspannt. Wir spielten erst in Ls Kinderzimmer, aßen dann eine Kleinigkeit zum Frühstück, hingen im Garten die Wäsche auf, quatschten mit den Nachbarn, zogen uns anschließend endlich die Schlafsachen aus und die Alltagskleidung an, pflückten Brombeeren und quatschten nochmals mit den Nachbarn, die L eine Schüssel Himbeeren aus ihrem Garten schenkten. ❤


Waldhaus.
Am späten Vormittag fuhr ich mit Prinz und L zum Waldhaus. Wir wollten meinen Eltern entgegenlaufen und machten uns direkt nach dem Parken auf in den Wald. Als wir bei der Fuchsfarm ankamen, schrieb meine Mama, dass sie nun beim Waldhaus sind. Tja … wir waren achthundert Meter von diesem entfernt. Also liefen wir wieder zurück. Prinz lief sehr zügig und gut. (Ich glaube, die Cortison-Tabletten gegen seine Arthrose-Schmerzen zeigen allmählich Wirkung.) Kurz nach unserem Eintreffen wurden die Pizzen fertig. L aß unsere gemeinsame Pilzpizza nahezu alleine. Ich bekam lediglich den offenbar unliebsamen Rand. Ansonsten war L während der Dauer unseres Aufenthalts auf dem Spielplatz verschwunden. Meine Mama wurde von ihr oft gerufen und durfte kaum mit bei uns am Tisch sitzen. 😉 


Lego.
Den Abend nutzte ich, um am Lego Technic-Fahrzeug weiterzubauen. Die Einzelteile im Karton werden allmählich weniger. Aber ich werde trotzdem noch eine Weile zu tun haben, ehe ich fertig bin.

Tagebuch – Unser Leben ohne M – Tag 46

Alltagsschnipsel

Die Nacht war recht entspannt. L und ich schliefen gemeinsam auf der Couch im Wohnraum des Gartenhauses. Sogar Prinz lief nur zwei- oder dreimal (unruhig) des Nachts umher, konnte von mir jedoch schnell zum Weiterschlafen überredet werden. Irgendwann in den frühen Morgenstunden begann es zu regnen. (J meinte, es hätte für wenige Minuten sogar gewittert.) Bereits 07:30 Uhr wachte L auf. Das war mir zwar etwas zu früh, aber noch okay. Wir machten uns direkt auf den Weg zur Außentoilette. J und N standen nur kurze Zeit nach uns auf.

Mit Herzklopfen schaute ich am Abend in die E-Mails rein. Nichts! Aufatmen! Zum Glück hat der Spuk demnächst ein Ende und ich brauche kein ungutes Gefühl mehr zu haben, wenn ich das MacBook aufklappe. (Der zweite/einzige Geschäftsführer schrieb ab und an merkwürdige Nachrichten oder leitete mir solche weiter.) Mein Kollege/Freund J ließ mir seine Gesprächsnotizen zukommen. Ich hoffe, dass ich diese morgen mit meinen Aufzeichnungen vergleichen und gegebenenfalls ergänzen kann. Lust darauf hab ich nämlich. Nur ist es dafür heute schon etwas zu spät.

Was heute schön war:

Gastfreundschaft.
Diese strapazierten Prinz, L und ich noch bis mittags. 😉 Gegen 08:30 Uhr frühstückten wir gemeinsam mit J und N draußen auf der Garten-Veranda. L aß nur wenig und wollte lieber mit den Kindern auf dem Nachbargrundstück spielen. Und so war sie recht schnell verschwunden. Und kurz darauf auch N. (Es ist wirklich super lieb von ihm, dass er sich gestern und heute meiner kleinen L annahm. Ich behaupte, L hat ihn unterbewusst „auserwählt“. Unser Kontakt zu Männern ist zwar nicht null, aber durch Ms Tod natürlich seltener geworden.) Wir hatten eine tolle Zeit im Garten (und kommen gerne wieder)! 🙂

Haushalt.
Halb eins am Mittag waren wir zurück zu Hause. L durfte ein wenig fernsehen. Ich nutzte die Gunst der Stunde und meine Motivation, holte den großen Staubsauger hervor und saugte in vier Räumen. Das Esszimmer/den Wintergarten swifferte ich. Das war überfällig. Ich freute mich sogar am Abend noch über die nicht mehr vorhandenen Fusseln am Boden.

EGA.
Kurz vor 14:00 Uhr trudelte erst Ms Mama ein und kurz darauf M mit seiner Mama C. Ich ließ die drei gemeinsam mit L im Garten, positionierte Prinz vor dem Fernsehtisch, stellte ihm einen Film an (ich glaube, es war „Eclipse – Biss zum Abendrot“), wartete kurz, bis er schlief, und schlich mich dann aus der Wohnung. Mit dem Bollerwagen liefen wir zur EGA. Dort fand heute auch der Comicpark statt. Uns begegneten zahlreiche kostümierte Menschen … so auch Hulk. Und da war es bei L kurzzeitig vorbei. (Noch am Abend fragte sie mich, warum Hulk heute da war.) Wir machten uns schnell auf direktem Wege auf zu den Tieren und zum Spielplatz. Und da blieben wir bis zum Abend. Ich traf meine Kollegen/Freunde R und S mit ihren Kindern R und P (L war mit beiden Kindern bestimmt gut eine Stunde verschollen) und einen Orchesterfreund, der laut eigener Aussage seit über acht Jahren nicht mehr im E-Mail-Verteiler des Orchesters zu stehen scheint.

Tagebuch – Unser Leben ohne M – Tag 45

Alltagsschnipsel

Die gestrige positive Nachricht war vermutlich zu überraschend/zu plötzlich für mich. Ich lag ab circa 02:30 Uhr für mindestens anderthalb Stunden wach und konnte meine Gedanken nicht zur Ruhe bringen. Mir sind zig Dinge eingefallen, an die wir jetzt denken und die wir in naher Zukunft unbedingt angehen müssen. Ist das alles aufregend. 🙂

Ich bin mir sicher, dass M sehr stolz auf das Erreichte wäre. Auch wenn ich sein Erbe ausschlagen musste, bedeutet mir die Rettung seiner Firma/seines Lebenswerkes unglaublich viel. Das ist das wahre Erbe, dass er uns hinterlassen hat. Ich bin zuversichtlich, dass wir das Unternehmen nicht schlechter führen werden als die ehemalige Muttergesellschaft in den letzten siebzehn Monaten. (Das Wort ehemalig klingt richtig gut!)

Was heute schön war:


Gespräche.
Auch wenn deren Inhalte zeitweise unangenehm waren, enthielten die mit zwei Teammitgliedern unabhängig voneinander geführten Gespräche sehr guten Input bzw. Kritik an Bisherigem. Vieles ist in den letzten Monaten (aufgrund meiner eigenen Probleme) komplett an mir vorbeigegangen bzw. von mir anders wahrgenommen worden. Es ist gut, dass nun Licht ins Dunkle kommt. 

Übernachtungsgäste.
Am Nachmittag fuhren Prinz, L und ich mit einer mittelgroßen Reisetasche, einem Laufrad und einem Hula-Hoop-Reifen im Gepäck wenige Kilometer in Richtung des Nachbardorfes. Dort haben meine Grundschul-/Orchesterfreundin J und N ihren Garten. L war nahezu den ganzen restlichen Tag (zusammen mit N) bei den Nachbarn verschwunden, die einen Kindergeburtstag feierten und einen unglaublich großen Pool hatten. Prinz drehte währenddessen (unruhig) seine Runden. J und ich gingen noch ein paar Meter mit ihm auf dem Feld spazieren. Am Abend grillte N für uns. L aß unglaublich viel und fand alles auf dem Teller so lecker, dass sie gar nicht mehr aufhören wollte und regelmäßig nach Nachschlag verlangte. Gegen 21:30 Uhr machte ich sie allmählich bettfertig. Wir lasen noch ein Pixi-Buch und schalteten dann die Stirnlampe aus. Eine halbe Stunde später teilte mir L mit, dass sie lieber nach Hause wolle. Äh … nein?! Noch mal eine halbe Stunde später schlief sie und ich konnte mich wieder nach draußen zu J und N begeben.

Tagebuch – Unser Leben ohne M – Tag 44

Alltagsschnipsel

Irgendwann kurz nach vier Uhr morgens wurde ich von Prinz geweckt. Ich wollte gerade aufstehen, um ihn in den Garten zu lassen, als auch L erwachte. Sie stand gleich mit auf. Prinz durfte in den Garten, L auf die Toilette. Zum Glück kehrte danach schnell Ruhe ein. L und ich kuschelten und redeten noch ein wenig, bis wir halb fünf rum wieder einschliefen.

Was heute schön war:

Entscheidung.
Mit dieser positiven Wendung hätte ich heute nie gerechnet. Um 12:44 Uhr trudelte bei unserem neuen Partner eine E-Mail des Insolvenzverwalters ein. In dieser teilte er mit, dass das Angebot, an dem mein Kollege/Freund M und ich seit Wochen mitgearbeitet haben, ANGENOMMEN wurde. Der Zuschlag ging somit an uns. Wow! Ich kann das immer noch nicht fassen! Die Unsicherheit/Ungewissheit hat endlich ein Ende. Nun können wir beruflich voll durchstarten. Ich freue mich so!

Tierarzt.
Heute Nacht sah Prinzis Wunde am linken Hinterbein richtig gruselig aus. L und ich beschlossen daher morgens kurz nach vier, nach dem Kindergarten gemeinsam zumTierarzt zu gehen. Die Wunde sah zum Glück schlimmer aus als sie letztendlich ist. In wenigen Tagen dürfte sie laut Tierarzt verheilt sein. ❤ Sowohl L als auch Prinz waren die liebsten Kinder der Welt. Wir gingen nach dem Tierarztbesuch noch auf den Spielplatz in der Tettaustraße. Wir drei hatten einen super tollen Nachmittag/Abend.


Lego.
Um mich „abzureagieren“ bzw. die positive Neuigkeit zu verarbeiten, baute ich abends ein bisschen am Lego Technic-Fahrzeug weiter. Schnaps habe ich aktuell nicht im Haus. Also musste Lego her. 😉