Wochenendbesuch in Erfurt

Alltagsschnipsel

L und ich verbrachten eine Nacht dieses Wochenendes bei Ls Oma M in Erfurt. Anlass hierfür war ihr heutiger 65. Geburtstag. Im Vorfeld hatte ich überlegt, bereits am Freitag Nachmittag anzureisen, wollte mit L in den Samstag Vormittag dann aber lieber doch entspannt, gemütlich und in Ruhe starten.


Samstag, 21. Januar 2023


Nahezu pünktlich um halb eins trudelten L und ich am Mittag beim Seideneingang des Erfurter Hauptfriedhofes ein. Zu meiner großen Freude waren genug Parkmöglichkeiten vorhanden. (Normalerweise findet man hier keinen Platz für das Auto mehr, weshalb ich lieber auf den großen Parkplatz vor dem Haupteingang fahre.) Ls Opa D war bereits da und wartete auf uns. Gemeinsam liefen wir in der Winterlandschaft zu Ms Grab und tauschten auf dem kurzen Weg die wenigen Neuigkeiten, die es seit Weihnachten gab, aus. Wir entfernten einige Tannennadeln vom Grab und zündeten eine neue Kerze für M und seine Großeltern, die ebenfalls dort ruhen, an.


Bereits eine Stunde später waren wir bei Ls Oma M. Es war einfach zu kalt, um noch länger auf dem Friedhof zu verweilen, weshalb wir Ls Opa D halb zwei rum verabschiedeten. Wir aßen Pfannkuchen mit Apfelmus zum Mittag und spielten anschließend das Gesellschaftsspiel „Die Wandelnden Türme“. Das Spiel machte großen Spaß. Auch wenn es erst ab acht Jahren empfohlen wird, kam L gut zurecht und wusste genau, welche Spielzüge sie tätigen kann und sollte. Am Ende gewann sie sogar.


L und ich hatten nach dem Spiel schon wieder Hunger. L aß nochmals einen Pfannkuchen. M und ich genossen ein Stück Donauwelle. Ich kann mich nicht mehr daran erinnern, wann ich das letzte Mal diesen leckeren Kuchen gegessen habe. Früher als Kind gehörte die Donauwelle mit zu meinen Lieblingskuchen.

Kurz vor 16 Uhr brachen wir überhastet auf in der Hoffnung, noch als Zuschauer in ein Puppentheaterstück für Kinder zu kommen. Da Oma M das neu gegründete Theater in der falschen Richtung glaubte und wir dorthin liefen, wurde daraus leider nichts. Es war bereits nach 16 Uhr, das Stück sollte um vier beginnen, und wir befanden uns mindestens einen Kilometer von diesem Theater entfernt. L war darüber etwas traurig. Wir liefen eine Runde um den Block und waren etwa zwanzig Minuten später wieder zu Hause. Wenigstens waren wir noch mal an der frischen Luft.

Oma M kramte ihre alten Handpuppen hervor. Gemeinsam mit L spielte sie Puppentheater, ehe es kurze Zeit später Abendessen gab.


Ein Blick aus Ms Schlafzimmerfenster zeigte eine dicke Schneeschicht auf sämtlichen Autos, der Straße und den Vorgärten. Es war ein wunderschöner Anblick.

Wir machten es uns alle auf der Couch gemütlich und schauten den Familienfilm „Rico, Oskar und das Herzgebreche“. Halb zehn lagen L und ich im Bett. L schlief innerhalb weniger Minuten ein. Ich absolvierte noch ein paar Schwedisch-Übungen auf Duolingo und folgte L dann auch ins Traumland.


Sonntag, 22. Januar 2023


L erwachte heute schon um kurz nach sieben. Natürlich wurde ich gleich mit geweckt und dabei aus einem merkwürdigen, aber lustigen Traum gerissen. Ein Blick aus dem Fenster zeigte immer noch sehr viel Schnee.

Eine Stunde später zog sich L an und ging zu ihrer Geburtstagsoma M ins Wohnzimmer, um mit ihr gemeinsam vor dem Fernseher Frühsport zu machen. Dann hielt es L nicht mehr aus und überreichte ihrer Oma unsere mitgebrachten Geschenke.

Nach einem kleinen Frühstück, welches ein halbes Dutzend Mal vom klingelnden Telefon unterbrochen wurde, spielten wir zu dritt „Wackelturm“.


Schon viertel nach elf fuhren wir zum Chinesischen Restaurant „Pavillon“ in der Weimarischen Straße. Hierhin lud uns das Geburtstagskind M zum Mittagsbuffet ab 11:30 Uhr ein. Ls Tante M, ihr Onkel S und ihr Cousin M waren ebenfalls eingeladen. Ich war hier noch nie essen und bewunderte zunächst das modern eingerichtete Lokal. Besondere Freude bei den Kindern riefen die beiden Bedienungsroboter hervor. Das Buffet war unglaublich vielfältig. Es gab für jeden Geschmack etwas zur Auswahl. Ich aß wie immer Reis mit Champignonsoße und Unmengen an Sushi. Zum Nachtisch gab es zwei Kugeln Eis für mich. Nach dem Essen war ich so satt wie schon lange nicht mehr. (Ein bisschen übel war mir auch.)


Nach dem leckeren Mittagessen fuhren L und ich zurück nach Markkleeberg und hörten dabei ein Hörspiel von „Die Schule der magischen Tiere“. Unterwegs begann es wieder leicht zu schneien. Ich bewunderte einen Teil der Fahrt über den verschneiten Thüringer Wald. ❤ Viertel nach drei waren wir wieder zu Hause. Den restlichen Tag werden L und ich gemütlich ausklingen lassen.

Ein Wochenende im Januar

Alltagsschnipsel

Freitag, 13. Januar 2023


Unser Wochenende begann am Freitag Nachmittag um kurz nach halb vier, als ich mich bei meinen Kolleginnen und Kollegen via Slack in den Feierabend verabschiedete und L von der Schule abholte. Wir fuhren gemeinsam ein paar wenige Lebensmittel einkaufen. Dummerweise waren L und ich beide hungrig, sodass die ein oder andere Chipstüte im Einkaufswagen landete.

Als wir zu Hause ankamen, räumte ich die Einkaufstüte aus, während L Lust verspürte, in ihrem Deutschheft ein paar Leseaufgaben zu bearbeiten. (Auch letzte Woche Freitag war das bei ihr so und sie löste ein Matheaufgabenblatt.)


Wir aßen gegen 18 Uhr Abendbrot und fielen anschließend über Chips und Schokolade her. L durfte etwas fernsehen, während ich in einem E-Book las und meine täglichen Duolingoaufgaben (Italienisch) absolvierte. Müde und geschafft von der Woche schliefen wir beide zeitig ein.


Samstag, 14. Januar 2023


Obwohl ich so gern ausgeschlafen hätte, wachte ich bereits um kurz nach sieben Uhr auf und konnte nicht mehr einschlafen. L wurde kurze Zeit später ebenfalls wach. Ich las ihr zwei Kapitel in unserem aktuellen Buch der Ferien-Reihe „Die Schule der magischen Tier“ vor.

Während L in ihrem Zimmer nach einem geeigneten Kuscheltier für unseren Ausflug am Vormittag suchte, bereitete ich in der Küche unser Frühstück mit einem frischen Smoothie vor. Nachdem mein geliebter Thermomix letztes und auch vorletztes Jahr nicht ein einziges Mal zum Einsatz kam und ich kurz davor war, ihn zu verkaufen, nutze ich ihn seit Jahresanfang wieder regelmäßig. Demnächst möchte ich darin wieder eine Suppe kochen.


Nach dem Essen zogen wir uns an und machten uns auf den Weg zu einem Indoorspielplatz, der erst vor wenigen Wochen in Leipzig öffnete. Um 10 Uhr waren wir mit Ls Klassenkameradin L, ihrem kleinen Bruder und ihrer Mama verabredet. Wir verbrachten vier Stunden dort.

Der neue Indoorspielplatz hat eine angenehme Größe, ist gut überschaubar und sehr schön eingerichtet. Einzig der Ablauf und die Organisation müssen flüssiger und besser werden. So standen wir eine halbe Stunde am Einlass und warteten anderthalb Stunden auf unser Mittagessen, das wir in weiser Vorahnung bereits kurz nach elf Uhr bestellten. Es müsste definitiv mehr Personal eingestellt werden, aber vermutlich kann sich der Indoorspielplatz geradeso über Wasser halten. Wir werden sicherlich trotzdem wiederkommen.


Um kurz nach 15 Uhr waren L und ich wieder zu Hause. Ich war so unglaublich müde, dass ich eine halbe Stunde schlief. L durfte in der Zeit etwas fernsehen.

L hatte sich am Freitag in der Schule ein Brettspiel gekauft. (Freitags findet seit diesem Schuljahr immer der FREI Day statt. Die Kinder dürfen sich Themen suchen, die sie interessieren, und informieren sich selbstständig darüber. Zwei Kinder aus der vierten Klasse veranstalteten einen Basar, bei dem es unter anderem Spielzeug zu kaufen gab, und unterstützen mit dem Erlös die Obdachlosenhilfe. Eine wirklich tolle Idee.) Wir saßen am Nachmittag in der Küche und probierten das Gesellschaftsspiel „Einhorn Glitzerglück – Eine Party für Rosalie“ aus. Einmal schafften wir es nicht, die Party rechtzeitig für Rosalie vorzubereiten, zweimal gewannen wir.


Vor dem Abendessen ging L mit ihrer Meerjungfrauen-Barbie in die Badewanne. Anschließend leistete ich ihr beim Essen Gesellschaft. Ich war noch sehr satt vom Mittagessen. Auch ich gönnte mir noch eine warme Badewanne. Den Abend ließen wir auf die übliche Weise ausklingen. L durfte fernsehen. Ich übte Italienisch auf Duolingo und las in einem E-Book. Bevor L um 21:30 Uhr und ich etwa eine Stunde später einschlief, las ich ihr wieder ein Kapitel aus ihrem Buch vor.


Sonntag, 15. Januar 2023


Heute wachte ich „erst“ halb acht auf. L schlief noch zwanzig Minuten länger. Da wir uns über Tiere in freier Wildbahn und in menschlicher Gefangenschaft unterhielten, zeigte ich L eine Folge „Elefant, Tiger & Co.“, eine Tiersendung, die im Leipziger Zoo gedreht wird, und die M und ich oft mitten in der Nacht mit einer Baby-L schauten, wenn diese vom Nachtschreck heimgesucht wurde. L konnte sich nicht daran erinnern.

Zum Frühstück gab es wieder einen frischen Smoothie. Weil uns gestern das Brettspiel beiden so gut gefiel, spielten L und ich erneut drei Runden und schafften es jedesmal, die Party für Rosalie rechtzeitig vorzubereiten. Anschließend kümmerte ich mich um alle Zimmerpflanzen und um unsere Wäsche.

Ich hatte Lust, den Zoopark zu besuchen. Ich bereitete ein kleines Picknick für unterwegs vor und L räumte mit meiner Hilfe ein wenig ihr Kinderzimmer auf.

Im Zoopark, den wir mittags betraten, bewunderten wir die vielen Lichter an den aufgestellten Figuren, die ab 17 Uhr sicherlich so richtig leuchten würden, schauten uns das ein oder andere Tier an, statteten wie jedes Mal dem Gondwanaland einen Besuch ab und verbrachten eine Stunde auf einem der schönen Spielplätze.


Völlig durchgefroren kamen L und ich am späten Nachmittag wieder zu Hause an. Ich legte uns schnell eine Wärmflasche ins Bett, bereitete uns je eine Tasse Heiße Schokolade zu und erwärmte eine Linsensuppe. Wir ruhten uns beim Fernsehen beziehungsweise mit Duolingo aus. L hatte später nochmals Hunger, sodass sie in der Küche ein zweites Abendbrot bekam und ich ihr beim Essen Gesellschaft leistete.

Für den morgigen Schul- und Arbeitstag bereitete ich noch Kleinigkeiten vor, die uns den Start in den Montag angenehmer machen werden. Bevor L gleich schlafen gehen wird, lese ich ihr noch ein Kapitel aus ihrem Buch vor. Vermutlich werde ich ihr kurze Zeit später ins Reich der Träume folgen.

12 von 12 im Januar

Alltagsschnipsel

Willkommen beim ersten 12 von 12 im neuen Jahr! Bei dieser seit Jahren bestehenden Aktion werden im Tagesverlauf am 12. eines Monats zwölf Bilder geknipst und abends im Blog gezeigt. Ich möchte in diesem Jahr unbedingt an jedem 12. daran teilnehmen und hoffe sehr, dass das klappt und mir nichts dazwischenkommt.

Aufgewacht bin ich heute durch das Klingeln meines Telefonweckers. Ich wurde wieder mitten aus dem Traum gerissen, hatte diesmal allerdings keine Probleme, in die Gänge zu kommen. Ich erinnerte mich sogar noch an die letzten Fetzen meines Traumes. J und ich saßen in einem griechischen Restaurant (ich war tatsächlich noch nie griechisch essen) und schauten uns zig Mal die Speisekarte auf der Suche nach veganen Speisen an. Ob wir fündig wurden oder was wir letztendlich bei der Kellnerin bestellten, erlebte ich leider nicht mehr. Ich trottete kurz ins Bad, um meine Zähne zu putzen und währenddessen für zwei Minuten einen Squat Hold zu machen, und knipste anschließend die Stehlampe im Schlafzimmer für die müde L an. Während L sich anzog, duschte ich und machte mich ebenfalls zurecht für den Tag.

Seit letzter Woche Freitag hat L eine neue, viel größere Brotdose mit drei Fächern. Eigentlich brauchten wir nicht noch eine Brotdose. Eigentlich. Aber L lag mir mehrere Tage damit in den Ohren, dass ihre Klassenkameradin L auch eine neue, bunte, aufklappbare und viel größere Brotdose mit zig Fächern bekommen hat. Gegen solch zahlreiche Argumente war ich natürlich machtlos. 😉 Ich holte Ls neue Brotdose aus dem sauberen Geschirrspüler heraus und bereitete ihr das Frühstück und Vesper für ihren Schultag vor. Nebenbei warf ich einen Blick auf das bereits geschlüpfte Einhorn, das auf unserem Küchentisch steht und allmählich wieder zu schrumpfen beginnt.


Wegen der morgendlichen Dunkelheit und den vielen Regenschauern können L und ich uns seit Tagen nicht motivieren, mit der S-Bahn zur Schule zu fahren. Wir nehmen stattdessen das Auto. Das hat den Vorteil, dass wir uns nicht abhetzen müssen und die Wohnung verlassen können, wenn wir soweit sind. Direkt vor der Schule stehen jedoch nicht genügend Parkplätze zur Verfügung. Ich parke das Auto deshalb auf dem in der Nähe befindlichen Parkplatz des Rewe Marktes. So machte ich es auch heute. Ich lief mit L gemeinsam zur Schule, verabschiedete sie und lief anschließend noch zehn Minuten in der Gegend herum. An meinen morgendlichen Mini-Spaziergang habe ich mich mittlerweile so gewöhnt, dass ich ihn auch nicht missen möchte, wenn wir mit dem Auto statt mit der S-Bahn fahren. Belohnt wurde ich mit einem schönen Sonnenaufgang.


Zu Hause angekommen, bereitete ich mir mein Frühstück vor, welches ich wie immer direkt am Arbeitsplatz einnahm. Ich esse im Moment morgens unglaublich gern Brot. Mein leckerer Schokocappuccino und eine volle Kanne Tee durften natürlich auch heute nicht fehlen. Ich nahm noch je einen Tropfen der Vitamine D3 und B12 ein und begann mit den ersten Aufgaben meines Arbeitstags.


Der Vormittag war sehr produktiv. Ich hatte Glück und erreichte nach sehr langer Zeit des Wartens meine Kollegin S, die für unseren Mutterkonzern arbeitet. Wir telefonierten eine Dreiviertelstunde lang und klärten dabei ein halbes Dutzend offener Fragen, die sich vor Weihnachten und Anfang Januar bei mir und meinem Kollegen/Freund M angesammelt hatten. Das war hinterher ein richtig gutes Gefühl. Die sich aus dem Telefonat ergebenden To Dos arbeitete ich direkt im Anschluss ab.

Unser Management Weekly, welches grundsätzlich jeden Donnerstag stattfindet, verlief ebenfalls zufriedenstellend. M brachte D auf den neuesten Stand und gab ihm Updates zu Informationen, die ich ihm letzte Woche erteilte. Ich hörte mit halbem Ohr zu und bestellte parallel einen Laptop und ein Display für einen neuen Kollegen, der ab Montag unser Team im Bereich Design unterstützen wird. Nach dem Weekly buchte ich Zugtickets für ein in der nächsten Woche anstehendes Kunden-/Kooperationsmeeting in Freiburg (Breisgau), an dem S und M teilnehmen werden.

Da mein Vorgehen bereits gestern gut funktionierte, nahm ich auch heute mit dem Mittagessen eine größere Menge an Kalorien zu mir. Ich erhoffe mir ein langanhaltendes Sättigungsgefühl, sodass ich zum Abendessen nur eine Kleinigkeit benötige und mich nicht der Heißhunger auf alles Essbare, das sich in der Wohnung befindet, überkommt. Ich bereitete mir zwei Klöße, Apfelrotkraut und braune Bratensoße zu. Ich aß bewusst wieder am Küchentisch und nicht vor dem Rechner. Auch mein Telefon versuchte ich weitestgehend zu ignorieren. Nach dem leckeren Essen schnappte ich mir meinen diesjährigen Kalender „Ein guter Plan“, der mein Weihnachtsgeschenk an mich war, und brachte ihn innerhalb von fünf Minuten auf den aktuellen Stand. Danach ging es wieder an die Arbeit.


Am Nachmittag war ich mit J, der krank ins neue Jahr startete und definitiv noch nicht wieder fit ist, für einen kurzen Spaziergang verabredet. Wir trafen uns in der Nähe von Ls Schule, die donnerstags an einem Malkurs teilnimmt und erst eine Stunde später abgeholt werden kann, und erkundeten die Gegend rund um den Stadtteil Dölitz. Auf unseren Wegen trafen wir eine junge Katze. Mich erinnerten die Straßen und Häuser sehr an den Ortsteil Hochheim in Erfurt, in dem L und ich jahrelang wohnten. Ich werde in diesem Teil Leipzigs wieder spazieren gehen.


Ich nahm J nach unserem Spaziergang ein paar Meter mit dem Auto mit. Auf der dreiminütigen Fahrt bis zum Rewe Markt wäre er mir fast eingeschlafen. Wir verabschiedeten uns und ich huschte schnell in den Supermarkt, um gesunde und weniger gesunde Lebensmittel einzukaufen. Danach holte ich L von der Schule ab. Auf der Heimfahrt hörten wir ein Conni-Hörspiel und L aß die von mir für sie mitgebrachten Schokoerdbeeren.

Kurz vor 18 Uhr saßen L und ich bei einem anderen Conni-Hörspiel am Abendbrotstisch. Ich aß zwei neue vegane Sorten Onigiri. L wollte ein Pizzabaguette und ein Wurstbrot essen. Zuvor verschönerte sie unseren Kühlschrank mit einem neuen Kuscheltier. Während des Essens rief Ls Oma M an. Sie teilte uns mit, dass es ihr deutlich besser geht und ihre Lungenentzündung am Abklingen ist. Über diese positive Nachricht war ich sehr froh. Um sie stand es letzte Woche nicht gut. Eine Lungenentzündung ist und bleibt wirklich eine ernstzunehmende Erkrankung – gerade bei älteren Menschen. L und ich freuen uns, dass wir sie nächste Woche wie geplant zu ihrem Geburtstag besuchen und ein wenig mit ihr feiern können.


Bis zum Schlafengehen gegen 21 Uhr werden L und ich etwas fernsehen und (vor-)lesen. Meine heutigen Italienischübungen auf Duolingo werde ich auch noch absolvieren.

#WMDEDGT Januar 2023

Alltagsschnipsel

In diesem Jahr möchte ich an jedem 5. eines Monats einen weiteren Einblick in Ls und meinen Alltag geben. Auf anderen Blogs bin ich schon vor einiger Zeit über die Aktion #WMDEDGT (Was Machst Du Eigentlich Den Ganzen Tag) gestolpert, hab sie für gut befunden und mag sie nun gern selbst ausprobieren.


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Um Viertel nach sechs klingelte mein Telefonwecker und riss mich direkt aus einem Traum. Ein solches Wecken mag ich überhaupt nicht, da ich dann immer länger brauche, um richtig wach zu werden. So war es auch heute Morgen. Ich fühlte mich etwas gerädert und unglaublich müde. Mein Fitbit-Tracker war dennoch zufrieden mit der Qualität meines Schlafes. Beim Aufstehen aus dem Bett spürte ich am ganzen Körper einen leichten Muskelkater von meinen Sporteinheiten der letzten Tage. Diese Art Muskelkater ist tatsächlich sehr angenehm, denn sie zeigt, dass ich aktiv war, und ist gleichzeitig nicht hinderlich bei sämtlichen Bewegungen.

Ich trottete kurz vor halb sieben ins Bad und putzte meine Zähne. Anschließend ging ich zurück ins Schlafzimmer, knipste die Stehlampe an und weckte L. Zurück im Badezimmer wusch ich mein Gesicht mit meiner Manna-Gesichtsseife und zog mich an. L tat letzteres im Schlafzimmer auch.

Überrascht stellte ich fest, dass mir nur noch zehn Minuten Zeit für die Zubereitung für Ls Frühstück und Vesper blieben. Glücklicherweise teilte mir L schon gestern Abend ihre Wünsche mit, sodass ich die Brotbüchse innerhalb kürzester Zeit befüllen konnte. Auch L schaffte es in zehn Minuten, sich die Zähne zu putzen und ihre Haare zu kämmen. Wir warfen beide noch ein Blick auf das Einhornei, welches mein Bruder L kurz vor Weihnachten schenkte. Wir gehen davon aus, dass das Einhorn in wenigen Tagen vollständig geschlüpft sein wird.


Im entspannten Tempo liefen L und ich zur S-Bahn-Haltestelle. Etwa zwei Minuten nach unserer Ankunft stiegen wir bereits in die S-Bahn ein und fuhren drei Haltestellen. Die Tram fuhr uns anschließend noch eine Haltestelle bis zu Ls Schule. Ich verabschiedete L vor dem Eingang der Schule und wünschte ihr einen schönen Schultag.

Den kurzen Rückweg zur S-Bahn-Haltestelle legte ich zu Fuß zurück. Es ist nur ein kurzer Weg und schon im letzten Jahr mein lieb gewonnenes Ritual geworden. Heute konnte ich mich nicht so richtig auf den Spaziergang einlassen. Zu sehr war ich in Gedanken versunken. Ich plante im Kopf meinen Arbeitstag durch und dachte an dies und das. Ich bemerkte jedoch, dass der Verkehr im Vergleich zu gestern Morgen zugenommen hatte.


***


Als ich wieder zu Hause ankam, bereitete ich mir mein Frühstück vor. Neben lecker belegtem Brot gab es natürlich auch meinen heiß geliebten Schokocappuccino. Ich kochte mir zudem anderthalb Liter Tee. So fällt es mir leichter, ausreichend über den Tag verteilt zu trinken.

Ich frühstückte an meinem Home Office Arbeitsplatz und checkte nebenbei die ersten Mails. Nach und nach trudelten in unserem firmeninternen Kommunikationssystem immer mehr Krankmeldungen meiner Kolleginnen und Kollegen ein. Oh je. Ich bereitete das heutige Management Weekly mit dem zweiten Geschäftsführer vor. Ein paar Punkte hatten sich angesammelt, über die ich mit ihm sprechen wollte. Auch den morgigen Videocall mit einer Bewerberin für ein Praktikum bereitete ich vor. Ich fühle mich in solchen Gesprächen einfach sicherer und selbstbewusster, wenn ich mir zuvor den Gesprächsablauf und die groben Inhalte überlegt habe.

Für die Zeit zwischen um neun und um zehn waren Monteure für Rauchmelder angekündigt. (In Sachsen ist es bisher keine Pflicht (gewesen?), Rauchmelder in der Wohnung zu haben.) Zwanzig Minuten nach um neun klingelte es an der Wohnungstür und bereits fünf Minuten später waren drei Rauchmelder in meiner Wohnung angebracht. Sehr zu meiner Freude musste keiner in die Küche. Die Rauchmelder haben eine Lebenszeit von etwa zehn Jahren und blinken auch nicht. Mir wurde gezeigt, wie ich sie im Falle, dass sie doch Fehlalarm schlagen sollten, ausschalten kann, und versichert, dass ich in Zukunft nichts weiter tun muss.

Um Viertel vor zehn hatte ich ein Daily. Unser kleines Team besteht aus einem Product Owner, einer Scrum Master (das bin ich), einem Webentwickler, einem Designer und einer Softwaretesterin. Wir besprachen kurz, wer heute welche Aufgaben im laufenden Sprint angehen wird.

Nachdem kurz darauf die Deutsche Post zwei Pakete, eines für mich, eines für L, lieferte, schlüpfte ich für den Rest des Arbeitstages in meinen warmen Relaxo-Fleeceanzug, den ich zu Weihnachten von J geschenkt bekommen hatte. Dieser Kuschelanzug hilft mir sehr dabei, bei mangelnder Bewegung nicht zu frieren, und ist eine sehr gute Alternative, um die Heizung nur mäßig zu beanspruchen. Tausend Dank J! ❤

Bis zum Management Weekly um 11 Uhr schaute ich meine Firmenkreditkartenabrechnung durch und überprüfte, ob alle Rechnungen vorliegen. Natürlich taten sie es nicht. Ich schrieb zwei E-Mails und bat um Übersendung der Rechnungen.

Nach einer kurzen technischen Schwierigkeit (ich glaube, mir fehlt für die Google Meet Calls jegliche Berechtigung, auch nur irgendetwas außer dem Beitreten zum Call tun zu dürfen) fanden D und ich via Teams zusammen. Ich unterrichtete ihn über den aktuellen Stand hinsichtlich der Personalsituation sowie den laufenden Projekten und konnte einige ungeklärte Dinge aus dem letzten Jahr mit ihm besprechen. Die für mich aus dem Gespräch resultierenden To Dos erledigte ich direkt im Anschluss.

Obwohl ich gerade im Flow war, unterbrach ich gegen zwölf Uhr meine Arbeit und bereitete mir mein Mittagessen zu. Heute aß ich das erste Mal seit vielen, vielen Wochen einen Salat, nur bestehend aus Gurke, Tomate, Kichererbsen und Räuchertofu. Seit dieser Woche setze ich mich bewusst zum Essen in die Küche und nicht vor den Rechner. Ich versuche auch während des Essens so wenig wie möglich mit dem Telefon zu interagieren.


Nach meiner Mittagspause schrieb ich eine Rechnung an einen unserer Kunden. Diese soll buchhalterisch für uns noch mit in den Dezember zählen, weshalb etwas Eile geboten war.

Die restliche Arbeitszeit verbrachte ich mit der Buchhaltung für die Monate November und Dezember. Ich lud unserer Finanzbuchhalterin im Unternehmen online weitere Rechnungen hoch, tätigte zuvor eine Überweisung und warf dabei einen Blick auf die Umsätze des Geschäftskontos und verglich Kontoabgänge mit den mir vorliegenden Rechnungen. Den morgigen Arbeitstag plante ich auch. Zwischendrin trank ich eine Tasse Heiße Schokolade und kochte erneut eine große Kanne Tee.


***


Da L donnerstags nach dem Unterricht einen Malkurs besucht, hat es sich bei uns mittlerweile etabliert, dass ich sie an diesen Tagen mit dem Auto von der Schule abhole. Das Wetter war heute Nachmittag ohnehin unbeständig. Zudem mag ich es, schneller zu Hause zu sein.

Ich parkte das Auto wie immer auf dem Parkplatz des Rewe Markts in der Nähe der Schule, kaufte drei Lebensmittel ein und machte anschließend im Nieselregen einen Spaziergang. Dabei entdeckte ich die als Titelbild verwendete Straße. Irgendetwas in mir sprach diese Anordnung der Häuser an. Einerseits finde ich die gleichfarbigen und baugleichen Häuser langweilig, andererseits strahlt alles förmlich nach Ruhe und Ordnung. Ich war tatsächlich so irritiert von diesem Anblick, dass ich die Straße als Foto festhalten musste.

Pünktlich zum Ende des Malkurses wartete ich vor der Werkenraumtür auf L. Wir gingen gemeinsam zu ihrem Spind. Während L sich anzog, legte ich Ks Geburtstagsgeschenk hinein. L wird morgen von S, der Mutter ihrer Klassenkameradin L, abgeholt und zum Kindergeburtstag in die Stadt gefahren. So brauchen wir das Geschenk morgen nicht mit der S-Bahn transportieren. Ich gratulierte mir selbst für diesen grandiosen Einfall.

Zu Hause angekommen, dachte sich L ein Rollenspiel aus. Ich wurde genauestens instruiert, welche Sätze ich wann zu sagen habe. Nebenbei packten wir den Schulranzen für den morgigen Tag und ich bereitete unser Abendessen zu. Wir hatten beide so großen Hunger, dass wir schon vor um sechs aßen. Das sich im Ranzen befindliche Freundebuch von Ls anderer Klassenkameradin L füllten wir gemeinsam am Küchentisch aus. So kann L es morgen gleich zurückgeben.

Seit einigen Tagen bereite ich mir am Vorabend eine Freude für den nächsten Morgen, indem ich Ls und meine Kleidung herauslege. Das klappte bisher super und wir sparen dadurch morgens Zeit.

Nun heißt es bis zum Schlafengehen Füße hochlegen, einige Duolingo-Übungen in Französisch absolvieren und ein neues Buch anfangen. Bevor wir gegen um neun das Licht ausschalten, lese ich L sicherlich auch noch ein Kapitel im aktuellen Buch „Die Schule der magischen Tiere“ vor.




Hallo Januar!

Dies & Das

Im Januar werde ich …

… fokussiert auf meine Gesundheit achten
… und langsam in den (Arbeits-)Alltag starten
… mich intensiv mit dem neuen Terminkalender „Ein guter Plan“ beschäftigen
… eine Sportroutine aufbauen
… und mich gesünder ernähren
… zwei oder drei Thai Massagen genießen
… L zu einer Kindergeburtstagsfeier bringen (oder begleiten)
… vielleicht mit L den Winter Freizeitpark in Leipzig besuchen
… Mitarbeitergespräche nach dem SMART-Prinzip führen
… den 65. Geburtstag von Ls Oma M feiern
… vielleicht an einem Sonntag mit L zum Frühstücksbuffet ins Kitupiland in Leipzig gehen

Unser Silvester

Alltagsschnipsel

L wachte für meinen Geschmack viel zu früh auf. Unser Tagesprogramm war ziemlich straff, sodass eine Stunde mehr Schlaf uns beiden gutgetan hätte. Ändern konnte ich es natürlich nicht mehr.

Wir blieben noch gut eine Stunde im Bett liegen, ehe ich Viertel vor neun im Bad verschwand und mich zurechtmachte. Vorher bereitete ich für L und mich zum Frühstück einen Obstsmoothie zu und packte den Rucksack für unsere Fahrt.

Wir fuhren kurz vor zehn in Richtung Südplatz und parkten das Auto in der Nähe von H und D, bei denen wir ab dem späten Nachmittag eingeladen waren. Anschließend nahmen wir die Tram zum Leipziger Hauptbahnhof. Pünktlich fuhr unser ICE nach Erfurt. L und ich bekamen sogar je einen Sitzplatz.

Als letzte Gäste trudelten wir kurz vor zwölf Uhr im Waldkasino ein. Anlass war der 80. Geburtstag meiner Oma. Wir begrüßten die knapp zwanzig Gäste, stellten fest, dass meine Eltern getrennt saßen und verkrümelten uns in die hintere Ecke der Tafel zu meiner Mama. L futterte Spaghetti mit Tomatensoße und ich einen vegetarischen Hamburger. Nach dem Essen gingen L und ich auf den zum Waldkasino gehörenden Spielplatz. Es tat gut, die warme Luft einzuatmen. Meine Tante und ihre Tochter waren auch draußen, sodass wir uns ein wenig unterhalten konnten. Mit den anderen Verwandten war mir das leider aufgrund der Tischkonstellation kaum möglich.


Halb vier fuhren L und ich pünktlich mit dem Zug zurück nach Leipzig. Einen Sitzplatz bekamen wir diesmal nicht. Wir machten es uns so gut es ging auf unseren Jacken auf dem Fußboden bequem und spielten Ls neues Spiel Dobble.


Bei H und D kamen wir mit Einbruch der Dunkelheit an. Ein Freund war bereits da, J kam gegen halb sechs. Die Zeit bis zu Js Ankunft nutzte L, um ihre überschüssige Energie loszuwerden. Sie war überdreht, quasselte ohne Pause und turnte auf allen Möbelstücken herum. Dann war es offenbar auch wieder gut und sie war wieder wie immer.

Wie bereits im letzten Jahr saßen wir sechs um mein Raclette Set herum. Wir hatten Essen für locker zwölf Personen. Es war unglaublich lecker, zumal J Pizzateig mitbrachte. Wir futterten und futterten, bis irgendwann wirklich niemand mehr sein Pfännchen befüllen wollte.

Nach dem vielen Essen spielten wir Andor Junior. Das Spiel bekam L zu Weihnachten von J geschenkt. Nur weil wir unsere Strategie überdacht und angepasst hatten, schafften wir es gemeinsam, den Drachen zu besiegen und die drei Wolfsjungen zu befreien. Das Spiel ist sehr anspruchsvoll, macht aber großen Spaß. L war sehr konzentriert dabei. Danach spielten wir noch einige Runden Dobble. Es eskalierte aber sehr schnell und wir wurden lauter und lauter. L, D und ich kamen kaum noch hinterher, weil die Männer das Spiel viel zu ernst nahmen. Erst als die arme L zu weinen begann, besannen sich alle wieder darauf, dass es sich bei Dobble um ein Kinderspiel handelt.


Kurz nach 22 Uhr machten uns L und ich auf den Weg nach Hause. Mit großer Begeisterung schauten wir den ersten Feuerwerken zu, tranken dabei etwas Kindersekt und knabberten Puffreis. Bis Mitternacht las ich, während L noch ein wenig fernsehen wollte.

Um Mitternacht stießen wir an, wünschten uns für das neue Jahr das Allerbeste, schauten nochmals begeistert aus dem Dachfenster und gingen halb eins rum schlafen.

Ein gesundes, glückliches, frohes und spannendes neues Jahr wünsche ich allen!

Unser Weihnachtsfest

Alltagsschnipsel

Der Tag vor Heiligabend


L und ich starteten langsam und gemütlich in den Tag. Obwohl wir beide seit Wochen krank sind, wollen uns in den nächsten Tagen alle sehen. Es wäre mir auch unglaublich schwer gefallen, das Weihnachtsfest im Bett zu verbringen, nachdem L und ich seit Tagen kaum etwas anderes taten.

Wir fuhren um die Mittagszeit mit einem voll gepackten Kofferraum, von dessen Inhalt L nur teilweise wusste, nach Erfurt. L glaubt noch an den Weihnachtsmann. Ich gehe stark davon aus, dass dieser Zauber im nächsten Jahr vorbei sein wird. Auf der Fahrt hörten wir ein Conni-Hörspiel. L schlief sogar für eine halbe Stunde ein.

Gemeinsam mit meinen Eltern aßen wir eine Nudelsuppe zum Mittag. L und ich besuchten anschließend zwei Spielplätze im Stadtpark und Ms Baum, der seit unserem letzten Vorbeischauen ordentlich gewachsen ist.

Nach dem Vesper und Abendessen schauten wir gemeinsam etwas fern. Das Märchen “Der kleine Lord” holte L nicht so ab, weshalb wir uns ins Bett verkrümelten. Ich las L noch die Geschichte “Der Tannenbaum” von Hans Christian Anderson vor. Das Buch, in dem die Geschichte enthalten ist, kauften L und ich uns am 4. Advent auf dem kleinen Weihnachtsmarkt in Markkleeberg bei Brot & Kees.


Heiligabend


In der Nacht hatte ich einen sehr starken Hustenanfall. So stark, dass mein Papa davon wach wurde und mir Medizin verabreichte.

Aufgewacht sind L und ich um acht. Wir hatten beide schon wieder Schnupfen. Das durfte doch nicht wahr sein! Über den Taubenbesuch vor unserem Fenster freute ich mich dennoch sehr.


Nach dem Frühstück las ich L eine Geschichte vor. Wir begleiteten anschließend meine Eltern auf einen Mini-Spaziergang, den ich wegen Ls unfassbar schlechter Laune und Nörgelei vorzeitig für beendet erklärte und mit ihr zurückging.

Unsere Familientradition sieht zum Mittagessen an Heiligabend Meerrettichsoße, Brot und Würstchen vor. Und genau das gab es auch. Alle außer mir aßen noch Sauerkraut dazu.

Um 14 Uhr holten wir Ls Oma M ab und fuhren mit ihr zu Ls Tante, ihrem Onkel S und ihrem Cousin M. Ls Opa D war bereits da. Wir starteten unsere Zusammenkunft mit einem leckeren Kuchen. Die Kinder waren unfassbar aufgeregt und fragten alle paar Minuten, wann denn der Weihnachtsmann die Geschenke bringt. Einen unbeobachteten Moment nutzte ich aus, um mich noch mal heimlich zum Auto zu schleichen und unseren Geschenkesack zu holen. Auf dem kurzen Weg dorthin wurde ich mit einem schönen Regenbogen überrascht und war mir sicher, dass M auch Teil unseres Weihnachtsfestes ist.


Um Viertel nach vier war es endlich soweit. Es rumpelte im Kamin und klopfte kurz darauf an der Tür. Und da war er. Der Weihnachtsmann. L und ihr Cousin M zeigten überhaupt keine Angst oder Schüchternheit, sagten ihre Gedichte auf oder sangen Lieder und wurden reichlich beschenkt. L, die sich seit dem Sommer das Peppa Wutz Wohnmobil wünscht, freute sich riesig, als sie dieses unter ihren Geschenken fand. Die Kinder spielten sofort mit ihren neuen Sachen und Ls Cousin M zeigte sehr großes Interesse an dem Wohnmobil.

Nach dem traditionellen Abendessen, bestehend aus Kartoffelsalat und (veganen) Würstchen, mussten L und ich überstürzt aufbrechen, da meine Eltern schon unruhig wurden und auf uns warteten, wie mir in mehreren Nachrichten mitgeteilt wurde. Diese Hektik mussten wir leider auch auf Ls Oma M übertragen, die geradeso ihr Abendessen beenden konnte und sich dann gleich anziehen musste. (M, S und M wohnen dörflich von Erfurt und Ls Oma M wäre mit den öffentlichen Verkehrsmitteln nicht mehr nach Hause gekommen. Sie war somit auf uns angewiesen.) Über diese vielen Müssen werde ich in der nächsten Zeit in Ruhe nachdenken. Ich will keine Hektik an Heiligabend haben und die gab es in diesem Jahr definitiv.

Mit einer halben Stunde Verspätung kamen L und ich um 19 Uhr bei meinen Eltern an. Die Stimmung war nur so mittel. Nach einem zweiten kleinen Abendessen fand die Bescherung statt. L und ich bekamen sehr schöne Dinge.

Halb neun verkrümelten wir zwei uns ins Bett. L schlief recht schnell ein, während ich bis 23 Uhr in einem neu erschienenen Buch meiner Lieblingsautorin las.


Der 1. Weihnachtsfeiertag


Ich schlief in dieser Nacht unglaublich schlecht. Wegen eines spannenden Buches ignorierte ich meine aufkommende Müdigkeit. Als ich mich schlafen legen wollte, konnte ich mein Gedankenkarussell einfach nicht abschalten.

Aufgewacht sind wir zum Glück erst halb neun. Nach dem Frühstück versendete ich Weihnachtsnachrichten und las mein Buch zu Ende, während L mit ihren Geschenken spielte.


Zum Mittagessen gab es von meinen Eltern selbstgemachte Klöße, die sie am Vormittag zubereiteten, Rehbraten, für mich eine leckere vegane Alternative sowie Rosenkohl. Wir telefonierten nach dem Essen mit meinem Bruder und seiner Freundin J, die ihre Weihnachtstage in Erding bei Js Eltern verbringen. Während mein Papa Mittagsruhe hielt und L mit ihrem Wohnmobil spielte, unterhielt ich mich in Ruhe mit meiner Mama. Solche Gelegenheiten sind sehr selten.

Verabredet waren L und ich an diesem Nachmittag mit unseren ehemaligen Vermietern C und A. U, E und die Kinder K und M waren ebenfalls da. Wir fuhren zuvor zum Tanken an die Tankstelle und trudelten kurz nach 15 Uhr ein. L war anfangs super schüchtern und versteckte sich hinter meinem Rücken. Beim reichhaltigen Kuchenbuffet taute sie langsam auf. Zu ihrer großen Freude gab es noch ein paar Geschenke für sie.

Während L viel und sehr lieb mit K spielte, unterhielt ich mich mit U. Leider hatte ich kaum Möglichkeit, mit C und A zu quatschen, da sich die beiden nicht mit im Wohnzimmer aufhielten. Nach dem Abendessen verabschiedeten L und ich uns wieder und waren 20 Uhr zurück bei meinen Eltern.

Wir schauten gemeinsam eine halbe Stunde das mir bis dato unbekannte Märchen “Das Schloss hinterm Regenbogen”. Dann wollte L lieber ins Bett gehen. Wir lasen noch den letzten Teil unseres Adventskalenders von Die drei ??? und schliefen zeitig ein.


Der 2. Weihnachtsfeiertag


In dieser Nacht schlief ich viel besser. Ich wachte nur drei oder vier Mal kurz auf und hustete auch deutlich weniger. Dennoch stand meine Mama nachts um drei plötzlich mit Hustensaft und kaltem Kräutertee vor unserem Bett. Offensichtlich hat mein Husten sie aufgeweckt.

L beschloss, dass wir um kurz vor acht Uhr nicht mehr schlafen wollen. Der Morgen war leider wieder genauso dunkel und grau wie in den letzten Tagen und es fiel mir schwer, nicht weiterschlafen zu dürfen.

Nach einem kleinen Frühstück und einer kurzen Spielmöglichkeit für L fuhren wir am späten Vormittag zur Taverne am Drosselberg, um bei einem leckeren weihnachtlichen Mittagessen den 65. Geburtstag meines Onkels W zu feiern. L erhielt sogar noch ein Weihnachtsgeschenk.


Kurz vor halb zwei waren wir schon wieder zu Hause. L spielte mit ihrer neuen Puppe und dem Peppa Wutz Wohnmobil. Um meinen Eltern etwas Mittagsruhe zu ermöglichen, schnappten uns L und ich ihre neuen Rollschuhe und liefen zum nahegelegenen Spielplatz bei der Thomaskirche. Der Aufenthalt im Freien tat uns beiden sehr gut.


Den späten Nachmittag und Abend ließen wir ruhig angehen. Es wurde mit den Weihnachtsgeschenken gespielt, etwas ferngesehen, vorgelesen und nochmals von den leckeren Gerichten der letzten Tage gegessen.

Morgen werden wir S, R und ihre Kinder T und J sowie nochmals U, E und ihre Kinder K und M treffen, ehe L und ich am Mittag nach Lauf an der Pegnitz zu J und seinen Eltern fahren.

Ein Wochenende im Dezember

Alltagsschnipsel

Am Montag Nachmittag holte ich eine dünnhäutige, sehr weinerliche und schlappe L von der Schule ab. Es dauerte nicht lange und L bekam erhöhte Temperatur. Die darauffolgenden achtundvierzig Stunden schlief sie nahezu durch – hin und wieder in ihrer Ruhe gestört durch (für mich gruselige) Fieberträume, in denen sie Menschen und Dinge in meinem Schlafzimmer sah, die ich nicht sehen konnte. Gegessen hatte sie in der Zeit nichts. Zum Trinken konnte ich sie zum Glück bewegen. Anrufe bei in der Nähe befindlichen Kinderarztpraxen ergaben keine Hilfe. Überall wurde mir gesagt, ich könne vorbeikommen, aber helfen könne man L mit Medikamenten ohnehin nicht. Deshalb ersparte ich uns diesen Gang. Arbeiten konnte ich auch im Homeoffice problemlos und ungestört. L gab ja keinen Mucks von sich. Ich brauchte auch keine Krankschreibung.

Ab Mittwoch Nachmittag ging es L zusehends besser. Die erhöhte Temperatur war verschwunden und der Appetit kehrte zurück. Sie wurde mir gegenüber auch wieder frecher. Das führte leider auch am Donnerstag hin und wieder zu Streit zwischen uns. Um ihr und mir eine kleine Auszeit zu verschaffen, durfte sie am Freitag wieder in die Schule gehen.


Freitag, 2. Dezember 2022


Wir erwachten an diesem Morgen aufgrund des Weckerklingelns sehr früh (im Vergleich zu den vergangenen Tagen). Aber L wollte unbedingt die Schule besuchen, denn es stand ein Ausflug auf dem Plan. Die Hälfte der Klasse schaute sich am Vormittag die Theateraufführung “Das Neinhorn” an. (Die andere Hälfte war krank zu Hause.)

Ein Blick aus den Fenstern zeigte uns eine wunderschöne Schneelandschaft. Und es schneite sogar immer noch. Auf dem Weg zur Schule und zurück machte ich zahlreiche Fotos, weil ich mich so sehr über die Schneeflocken freute.


Nach der Arbeit holte ich L von der Schule ab. Ich hatte den ganzen Tag über an sie gedacht. Mein schlechtes Gewissen wurde noch verstärkt, als ich L sah. Sie sah unfassbar erschöpft und krank aus und ihre Nase lief. Dem Blick des Erziehers glaubte ich die Worte Rabenmutter zu entnehmen. Er hatte ja auch Recht.

Obwohl L schlecht gelaunt war und wir uns vom Moment des Abholens an lautstark stritten, fuhren wir nicht nach Hause, sondern zur nächsten Theateraufführung. Das Stück “Der kleine Rabe Socke feiert Weihnachten” war sehr schön, aber ich habe es vermutlich mehr genossen als L. Sie hing sehr in den Seilen.

Zu Hause aßen wir noch Abendbrot. L schaute anschließend Peppa Wutz und schlief halb acht dabei ein. Als ich das Licht ausmachen wollte, wurde sie wieder wach bzw. befand sich in einem Gruseltraum. Ich konnte sie beruhigen und sie schlief nach dem Umziehen und Zähneputzen schnell wieder ein.


Samstag, 3. Dezember 2022


Ich schlief sehr unruhig und lag nachts lange wach. Ich machte mir Sorgen um L und ärgerte mich, sie in die Schule geschickt zu haben. Ls Nacht war ruhig und sie schlief viele Stunden.

Ihre Laune am Morgen war nicht gut, weshalb ich mit mir selbst frühstücken musste. Unserer Nachmittagsverabredung sagte ich ab. Wir wollten gemeinsam mit J zu H und D fahren, Brettspiele spielen und etwas leckeres zum Abendessen bestellen. Wir werden das am kommenden Wochenende nachholen.

L und ich kramten derweil zwei schöne Spiele hervor und machten unseren eigenen Spielevormittag. Das war sehr schön und machte großen Spaß.


Nach dem Spielen verkrümelte ich mich an den Küchentisch und begann mit den Weihnachtsvorbereitungen. Eine kurze Mittagspause brauchte ich danach, ehe ich noch mal Plätzchenteig anrührte. Irgendwie muss ich L und mich bei Laune halten.

Zum Abendessen hatte L richtig großen Appetit. Wir schauten gemeinsam die Hälfte eines Weihnachtsfilms, ehe wir uns bettfertig machten. Bevor L halb neun ins Reich der Träume verschwand, lasen wir die Geschichte von Tag 3 in unserem gemeinsamen Die drei ??? Adventskalender und lösten das aktuelle Rätsel. Ich schaute anschließend noch bis 23 Uhr einen Film.


Sonntag, 4. Dezember 2022


Dass sich unser Schlafrhythmus komplett verschoben hat, wurde mir auch heute Morgen wieder klar. Ich erwachte um neun nach zehn Stunden Schlaf, L um zehn nach vierzehn Stunden Schlaf.

L hatte keinen Hunger, also frühstückte ich bei Kerzenschein wieder alleine. Das erste Mal seit Tagen spielte L in der Zeit in ihrem Kinderzimmer. Es geht merklich aufwärts. Auch ihr Schnupfen und Husten sind deutlich besser geworden. Ich gesellte mich nach dem Essen dazu und kümmerte mich um das Beantworten von Nachrichten und das Verschicken lieber Adventsgrüße. 

Einen schönen zweiten Advent!


Den späten Vormittag verbrachte ich wieder am Küchentisch mit meinen Weihnachtsvorbereitungen. Ich wurde damit sogar fast fertig und schaffte an diesem Wochenende sehr viel mehr als erwartet.

Mittags fiel ich über Klöße, Erbsen und Soße her. L fand es nur so mittel lecker. Die Mittagsruhe nutzten wir für Tag 4 des Die drei ??? Adventskalenders. Nachmittags verwandelten wir (und mit wir meine ich mich) die Hälfte des Teigs in Plätzchen, die wir aber erst morgen verzieren werden.


Zum Abendessen futterte L unglaublich viel. Wir haben gemeinsam hin und her überlegt, uns dann aber dafür entschieden, dass sie auch morgen noch zu Hause bleibt, um den Husten auszukurieren. Ich meldete sie somit vom Unterricht und dem Mittagessen ab. 

Kurz nach halb neun schlief L und auch ich werde ihr in Kürze folgen, denn morgen ist für mich ein (ganz normaler) Arbeitstag.

Hallo Dezember!

Dies & Das

Im Dezember werde ich …

… weiterhin die kranke L gesund pflegen
… meine Sportroutine aufrechterhalten und ausbauen
… mit L Tag für Tag die Fälle im Die drei ???-Adventskalender in Buchform enträtseln 
… Plätzchen und Lebkuchen essen
… mit L hoffentlich zur Aufführung “Der kleine Rabe Socke feiert Weihnachten” gehen können 
… viele Weihnachtsvorbereitungen treffen
… an Brettspieleabenden teilnehmen 
… mein Auto zur Wartung und hoffentlich auch zur Innenraumreinigung in die Werkstatt bringen 
… beim Verpacken und Versenden der Firmenweihnachtsgeschenke helfen
… ein Wichtelgeschenk besorgen 
… und an der Firmenweihnachtsfeier teilnehmen 
… hoffentlich die ein oder andere Thai Massage bekommen 
… Weihnachtsmärkte besuchen
… eventuell auf ein Konzert gehen
… viele Weihnachtsbesuche machen und mit Familie und Freunden Weihnachten feiern
… zur Feier anlässlich des 80. Geburtstags meiner Oma gehen
… den Silvesterabend mit L und Freunden verbringen 

Gedanken- und Alltagsschnipsel im November

Alltagsschnipsel, Dies & Das

Sehr zu Ls Freude hatten wir am zweiten Novemberwochenende das Klassenmaskottchen Wolfi zu Besuch. Mit ihm besuchten wir das Martinsfest beim Torhaus Dölitz mit Lagerfeuer und Stockbrot, den Leipziger Zoopark (siehe 12 von 12 im November) und das Kino. Wir schauten den Film “Die Schule der magischen Tiere 2” ein weiteres Mal. 


Wolfi bekommen wir im zweiten Schulhalbjahr bestimmt noch mal mit nach Hause.


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In Sachsen war am 16. November der Feiertag Buß- und Bettag. Die zwei darauffolgenden Tage waren schulfrei. Aus diesem Grund befanden L und ich uns fast die gesamte Woche zu Besuch in Erfurt. 

Wir übernachteten eine Nacht bei C und ihrem Sohn M. Ich nahm mir am sächsischen Feiertag Urlaub, sodass wir mit den Kindern nach Gotha in den Indoorspielplatz fahren konnten. Abends trafen L und ich uns mit Ls Opa D im Waldcasino zum Abendessen.

Die folgenden zwei Nächte schliefen wir bei Ls Oma M. Während ich am Donnerstag und Freitag arbeiten ging, kümmerte sich M um L und ging mit ihr unter anderem ins Theater Erfurt in die Vorstellung “Pünktchen und Anton”. Ls Tante, Onkel und Cousin statteten wir ebenfalls einen Besuch ab.

Das Wochenende verbrachten wir bei meinen Eltern. Am Samstag trafen wir sehr zu Ls Freude für ein paar Stunden ihren Kindergartenfreund K. Bevor wir am Sonntag wieder nach Hause fuhren, gingen wir zu Ms Grab und legten unser Gesteck ab, das L selbstgestaltet hat.


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Ein paar Wochen lang stand L morgens und abends vor dem Spiegel und überlegte, wie sie wohl mit kurzen Haaren aussehen würde. 

Während unseres längeren Erfurt-Aufenthaltes war es schließlich soweit: Gemeinsam mit ihrer Oma M ging sie zum Friseur und ließ sich ihre Haare um etwa zwanzig Zentimeter kürzen und eine schicke modische Frisur verpassen.


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Der November war sowohl privat als auch beruflich unglaublich voll. 

Ich sprach in den letzten Wochen mit all unseren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern. Die Gespräche liefen wirklich ausgesprochen gut und alle sind mit den geplanten Änderungen ab nächstem Jahr einverstanden. Ich möchte die Gesprächsstruktur nämlich verbessern und den drei im Jahr stattfindenden Treffen ab sofort mehr Sinn verleihen. Unser Unternehmen hat mittlerweile die großen Probleme gelöst, sodass wir uns nunmehr der Mitarbeiterentwicklung widmen können. (Wir hatten seit dem Neustart vor etwas mehr als zwei Jahren erst andere Aufgaben zu lösen.)

Mein eigenes Mitarbeitergespräch wird voraussichtlich Mitte Dezember stattfinden. Ich bin sehr neugierig, ob meine geplanten Ideen Anklang finden werden.


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Nun dürfte mir nahezu jeder Lieferant mitgeteilt haben, dass sich die Preise ab Januar 2023 erhöhen werden. Ich habe meine Finanztabelle brav aktualisiert und mir jeden Ausgabenposten erneut angeschaut. Es gibt nur sehr wenig, was ich wirklich noch einsparen könnte, es im Moment aber nicht möchte (Duolingo, Kindle Unlimited, Amazon Prime, Netflix, Spotify – das sind in Summe knapp fünfzig Euro).

L und ich werden klarkommen. Ich werde auch weiterhin ganz genau darauf achten, für was wir unser monatlich zur Verfügung stehendes Taschengeld ausgeben (vermutlich wieder zu 90 Prozent für Unternehmungen für und mit Laura).

Auch bei unseren Urlauben in diesem und im letzten Jahr waren wir äußerst sparsam unterwegs. Das werde ich 2023 ganz genauso machen.