Die erste Novemberwoche …

Alltagsschnipsel

… startete für L und mich etwas holprig und war sowohl beruflich als auch privat ziemlich vollgepackt.

L ist absolut kein Morgenmensch. Ihr fiel das zeitige Aufstehen um Viertel nach sechs nach den zweiwöchigen Herbstferien und der Zeitumstellung unglaublich schwer. Unsere Morgen waren somit begleitet von ihrem Genöle, Gebummel und unnötiger Hektik. Die S-Bahn erreichten wir dennoch an jedem Tag und L kam pünktlich in der Schule an. Darüber bin ich sehr erstaunt. An den Nachmittagen und Abenden haben wir nichts Weltbewegendes mehr getan und uns ausgeruht. Es war ohnehin schon dunkel und spät und die Luft war bei uns beiden raus.

Obwohl der ein oder andere Termin abgesagt wurde, nahm ich diese Woche an vielen beruflichen Treffen teil. Einerseits ist das toll, weil es sich sehr gut anfühlt, gebraucht zu werden und wichtig zu sein, andererseits muss ich gerade jetzt im November darauf achten, genügend Pausen und Ruhephasen einzulegen. Mich begleitete in den letzten Tagen ein innerliches Gefühl der (positiven) Aufgeregtheit, von dem ich nicht weiß, warum es da ist und wie ich es herunterfahren kann. Mein Körper steht quasi unter Spannung und der Ausschalter scheint irgendwie verschwunden zu sein.

Das erste Mitarbeitergespräch lief besser als erwartet. Es freut mich, dass mein Kollege allmählich auftaut und nicht mehr hinter jeder Ecke eine Gefahr für sich vermutet. Mit meinem Kollegen/Freund M konnte ich sogar die fünf Gespräche, die nächste Woche anstehen, vorbereiten.

Meine Ernährung lief richtig gut. Die ersten paar hundert Gramm konnte ich an Gewicht bereits abbauen. Ich bemühte mich auch, für mich mittags eine Kleinigkeit zuzubereiten und nicht auf Fertigprodukte zurückzugreifen. Jeden Tag absolvierte ich wenigstens eine Sporteinheit. Mir ist es im Moment wichtig, eine Routine aufzubauen, unabhängig von Dauer oder Intensität. Es soll wieder normal sein, jeden Tag Sportübungen zu machen.

Bei der Wohnungseinweihungsfeier am Freitag waren L und ich nicht. Grund war der zeitliche Beginn der Party und der für uns volle Samstag. Es wäre zu viel geworden. 

Gestern begleitete ich L zum ersten Kindergeburtstag seit unserem Umzug. Ich hätte natürlich nach dem Bringen gehen können, da ich mich aber mit den Eltern des Geburtstagskindes gut verstehe, wollte ich das gar nicht. Wir trafen uns vormittags um zehn im Kinderland Leipzig und hatten ein paar Stunden Zeit zum quatschen, während die Kinder herumtobten. Eine wirklich tolle Location, um einen Kindergeburtstag stressfrei zu feiern. Nachmittags ruhten L und ich uns eine Stunde aus, ehe das Samstagsprogramm schon weiter ging. Wir sprangen am frühen Abend gemeinsam mit J in den ICE nach Erfurt, feierten bei einem leckeren italienischen Abendessen in gemütlicher Runde (mein Bruder und seine Verlobte J, mein Cousin D und meine zwei Onkels mütterlicherseits waren da) den Geburtstag meiner Mama nach und kamen müde und erschöpft gegen 23 Uhr wieder in unserer Wohnung an.

Heute war ein Ausruhtag. L und ich haben nur das getan, worauf wir Lust hatten. Wir bummelten durch den Vormittag und aßen ziemlich spät Frühstück. Ich strickte an Ls apfelgrünem Loop weiter, den sie sich schon lange von mir wünscht. Ein kleines Mittagsschläfchen war für mich auch drin. Am Nachmittag fuhren wir mit der S-Bahn zum Wilhelm-Leuschner-Platz, liefen in der Kälte in den Clara-Zetkin-Park zu den tollen Spielplätzen, trafen eine Schulfreundin von L und waren kurz vor Einbruch der Dunkelheit wieder zu Hause. Ich konnte den fast vollen Mond fotografieren und habe mich über die große leuchtende Kugel am Himmel sehr gefreut. Zum Abendessen bestellten L und ich Sushi. Ich habe genau darauf geachtet, nicht zu viel Sushi und auch innerhalb meines Kalorienbedarfs zu wählen. Eine Völlerei wollte ich heute vermeiden. Umso erschrockener war ich über die stark angezogenen Preise. Sushibestellungen werden somit in Zukunft eine Besonderheit bleiben (und ich werde mich weiterhin darin üben, es selbst zuzubereiten). Den restlichen Abend werden L und ich gemütlich und warm eingekuschelt im Bett verbringen und noch ein bisschen fernsehen und (vor-)lesen.

Hallo November!

Dies & Das

Im November werde ich …

… weniger und gesünder essen 
… Sport in den Alltag integrieren
… mindestens drei Thai Massagen genießen 
… Mitarbeitergespräche führen
… zu einer Wohnungseinweihungsfeier gehen
… L zu einem Kindergeburtstag begleiten 
… den Geburtstag meiner Mama bei einem leckeren Abendessen feiern
… mein Auto zum Räderwechsel und zur Wartung in die Werkstatt bringen
… mit L auf den Friedhof gehen
… den Leipziger Weihnachtsmarkt besuchen
… am Open Space Friday im Büro teilnehmen 
… den Weihnachtsmarkt in Ls Schule besuchen 
… die Wohnung weihnachtlich dekorieren
… die ersten Weihnachtsplätzchen backen und verzieren
… vielleicht den GenussPark im EGApark Erfurt besuchen

Gedanken- und Alltagsschnipsel im Oktober

Alltagsschnipsel

Dass L in ihrem neuen Schulalltag und in der Klassengemeinschaft gut angekommen sein muss, zeigt mir unter anderem die Tatsache, dass sie mittlerweile einen Teil ihres Schulweges alleine bestreiten will. Zuerst lief sie ohne mich die restlichen dreißig Meter von der Tram Haltestelle zur Schule. Nun fährt sie sogar schon alleine mit der Tram. (Um zur Schule zu kommen, fahren wir drei Stationen mit der S-Bahn und eine mit der Tram.) Dank der modernen Technik brauche ich mir auch nicht den ganzen Tag über den Kopf zu zerbrechen, ob sie gut angekommen ist. Ein kurzer Blick auf die Anwesenheitszeit im Hortportal genügt zur Beruhigung meiner Nerven. Ich bin sehr stolz auf sie. Mein großes Mädchen.


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Anfang Oktober kam Oma M uns in Markkleeberg besuchen. Sie schaute sich unsere Wohnung an, spazierte mit uns in der Nachbarschaft herum, lud uns zum Mittagessen ins Restaurant ein und begleitete uns ins Kino. 


L war an diesem Wochenende etwas überdreht und verfiel in alte, nervige Verhaltensmuster. Ich vermute, sie kommt nicht gut damit klar, wenn andere Menschen als ich dauerhaft in ihrer Nähe sind und sie keine wirkliche Rückzugsmöglichkeit hat. (Oma M übernachtete zwei Nächte bei uns.) Als meine Eltern die Woche darauf zu Besuch kamen, verhielt sie sich so wie immer. Schade, dass mein Bruder nicht kommen konnte. Er hätte nämlich auch bei uns übernachtet. Ich beobachte das weiter.


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Ich weiß, dass es verrückt klingt. Aber ich bin schon seit Anfang Oktober in Weihnachtsstimmung. Ich habe bereits einige Weihnachtsgeschenke gekauft, mir für die Adventszeit kleine Überraschungen für andere ausgedacht, den Inhalt meines Kartons für die Aktion „Weihnachten im Schuhkarton“ organisiert, Winterteesorten ausprobiert und zahlreiche Weihnachtsbücher gelesen. In den vergangenen Jahren begann die Vorfreude bei mir ähnlich zeitig.


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Zuletzt hatte ich Anfang September diese krampfartigen Rückenschmerzen aus der Hölle. Ich habe in der Zwischenzeit gelernt, dass es sich hierbei sehr wahrscheinlich um psychosomatische Schmerzen handelt, sprich kein Arzt der Welt wird eine (körperliche) Ursache feststellen können. Ich habe in den letzten Wochen nicht nur akzeptiert, hin und wieder solche Schmerzen zu haben, sondern auch bewusst darauf geachtet, nach jeder Anstrengung eine Pause einzulegen, damit solche Signale gar nicht erst auftreten. Meine Freundin J ist der Ansicht, das tief in mir schlummernde Trauma versucht auf diesem Wege, meinen Körper zu verlassen. Ihre Aussage finde ich sehr spannend. (Und irgendwie auch gruselig.)

Als ich im September zwei Wochen aufgrund einer Erkältung krank war, konnte ich mir nicht vorstellen, mit L die Einschlafbegleitung auf dem Boden vor ihrer Tür fortzuführen. Ich wollte ja selbst liegen, schlafen und mich ausruhen. Aus diesem Grund warf ich den gesellschaftlichen Druck über Bord und ließ sie wieder in meinem Bett schlafen. Bis heute. Und was soll ich sagen? Sie schläft ruhiger. Ich schlafe ruhiger. Wir bekommen beide ausreichend viel Schlaf. Ich habe das Gefühl, dass Ls Mama-Akku wieder aufgeladen ist, denn sie benimmt sich seit Wochen wie ein Kind ihres Alters. (Klar streiten wir hin und wieder oder L zischt beleidigt ab, aber das passiert wieder auf einem normalen und vor allen Dingen nachvollziehbaren Level.) All die Punkte, die mich so beschäftigt und belastet hatten, treten aktuell nicht mehr auf. L sagt sogar mehrmals wöchentlich von sich aus, dass wir auch mal wieder Einschlafbegleitung machen müssen, denn schließlich fährt sie in Klassenstufe 2 ein paar Tage mit ihrer Klasse weg und da will sie das geübt haben. 

Ich habe wirklich den Verdacht, wir tun unseren Kindern absolut nichts Gutes, indem wir den Ist-Zustand ignorieren und mit allen Mitteln versuchen, einen So-muss-es-sein-Zustand aufzuzwingen. 

Mir ist es gerade egal, was andere sagen könnten. Für L und mich fühlt sich dieses Vorgehen gerade sehr gut und richtig an. Und nur darauf kommt es aktuell an.


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Der Oktober war wunderbar golden. ❤

Unsere Zeit in Albanien 7/7

Alltagsschnipsel, Reisen & Ausflüge

Ich mag es, aus dem Urlaub zurück nach Hause zu kommen und nur wenig schmutzige Kleidung mitzubringen. So wird es auch dieses Mal sein, denn den gestrigen Tag nutzten wir zum Waschen. Die Wäsche ließen wir zudem von der Sonne trocknen. Das mag ich auch sehr.

U und die Kinder K und L buken am gestrigen Vormittag einen Schokoladenkuchen, denn M wurde ein Jahr alt. Nachmittags spazierten wir mit den drei Hunden durchs Dorf, ehe wir den Abend mit leckerem Stockbrot am Lagerfeuer ausklingen ließen.


Bevor wir heute um 17 Uhr am Tiraner Flughafen eintrudelten, fuhren wir mit der Seilbahn auf einen Berg in Tirana, aßen ein letztes Mal sehr viele verschiedene Gerichte zum Mittag und ließen anschließend die Kinder auf den dortigen Spielplätzen spielen.


Wir hatten eine schöne Zeit in Albanien und kommen U, E, K und M mit Sicherheit wieder besuchen. Morgen fahren L und ich von Berlin aus zu meinem Bruder nach München. Am Sonntag wird er dreißig.

Was gestern schön war:

– entspannter Vormittag mit lesen
– Schokoladenkuchen
– kleiner Spaziergang durchs Dorf mit Us und Es drei Hunden
– Lagerfeuer mit Stockbrot 

Was heute schön war:

– ausschlafen
– Seilbahnfahrt in Tirana mit leckerem Mittagessen
– drei spielende Kinder auf dem Spielplatz 
– entspannter Rückflug trotz einer Stunde Verspätung

Unsere Zeit in Albanien 6/7

Alltagsschnipsel, Reisen & Ausflüge

J ging es heute Morgen zum Glück wieder gut. Er hat um die zwölf Stunden geschlafen, sich einmal erbrochen, eine Ibuprofen eingeworfen und unglaublich viel geschwitzt. Was auch immer ihm gestern zu schaffen machte, war heute wieder vorbei.

Nach dem Frühstück fuhren wir zur Burg von Berat. Das Burginnere erinnerte mich an eine kleine Stadt mit Steinhäusern und verwinkelten Gässchen. Einige der Häuser waren Restaurants oder Gästehäuser, in anderen wurden Souvenirs angeboten. Obwohl M und K je ein Spielzeug bekamen, kaufte ich L nichts. Ich hätte ihr gern ein Armband geschenkt. Die von ihr bevorzugte kleine Trommel wollte ich jedoch nicht kaufen. Darüber war L traurig, was ich natürlich verstehe, fing sich aber recht schnell wieder. Ich bin gespannt, ob das Thema Trommel bei ihr noch mal aufkommen wird oder ob diese, was ich eher vermute, komplett in Vergessenheit gerät. In der Burg gibt und gab es unzählige Kirchen. Wir schauten uns erneut eine sehr schöne orthodoxe Kirche an.


Gegen Mittag fuhren wir zurück ins Dorf bei Tirana und setzten unterwegs E, der nun für ein paar Tage geschäftlich unterwegs sein wird, ab. Nach einer Portion Nudeln und Granatäpfel (ich weiß jetzt, wie sich diese schnell und unkompliziert schälen lassen) für alle, spielten die Kinder draußen. Ich schlenderte noch mal durch den Gartenbereich und bestaunte die Obstbäume. Am Abend waren wir bei Es Eltern zum Abendessen eingeladen.


Was heute schön war:

– gesunder J
– Besichtigung der Burg von Berat mit einer orthodoxen Kirche 
– entspannte Autofahrt zurück ins Dorf bei Tirana
– Abendessen bei Es Eltern

Was ich festgestellt habe:

Keine zehn Pferde würden mich in ein Auto bekommen, mit denen ich durch Tirana fahren soll.

Was ich gelernt habe:

Wenn eine albanische Familie Gäste zum Essen einlädt, essen die Gäste zuerst, während die Gastgeber dabei zusehen. So war das auch heute Abend. Es fühlte sich sehr merkwürdig an. (In traditionellen albanischen Familien ist es sogar üblich, dass die Frau die Speisen für die ausschließlich männlichen Gäste zubereitet, der Gastgeber anschließend gemeinsam mit seinen Gästen und die Frau allein in der Küche isst.)

Albanien ist ein sehr armes Land. Das monatliche Durchschnittseinkommen liegt bei circa 350 Euro. (Das heißt es gibt Menschen, die noch weniger haben.) Das Auto ist hier ein Statussymbol. Wie das funktioniert, denn das tut es, ist mir schleierhaft, sind die Spritpreise doch identisch mit denen in Deutschland.

Unsere Zeit in Albanien 5/7

Alltagsschnipsel, Reisen & Ausflüge

Nach dem Frühstück fuhren wir zurück ins Landesinnere, machten eine längere Mittagspause in Ardenice mit anschließender Klosterbesichtigung und kamen am Nachmittag in der Stadt Berat an.


Schon während der Fahrt ging es J zunehmend schlechter. Er legte sich direkt nach Ankunft im Gästehaus ins Bett und verließ dieses für den restlichen Tag auch nicht mehr. Zum Abendessen konnte und wollte er uns nicht begleiten. Wir vermuteten, dass das Leitungswasser Schuld an seinem Befinden haben könnte, denn nur er trank das seit Tagen. Mal sehen, wie es ihm morgen geht.

L isst zu jeder Mahlzeit sehr gut. Ihr scheint das albanische Essen offensichtlich sehr zu schmecken.

Was heute schön war:

– ausschlafen 
– Frühstück mit Blick aufs Meer
– Mittagessen mit herrlichem Ausblick
– Besichtigung des orthodoxen Klosters in Ardenice
– kleiner Spaziergang durch Berat

Unsere Zeit in Albanien 4/7

Alltagsschnipsel, Reisen & Ausflüge

Nach dem Ausschlafen und einem reichhaltigen, leckeren Frühstück mit Blick aufs Meer machten U, E, K, M, L, J und ich uns auf den Weg ins Altdorf Qeparo, welches etwa zwei Kilometer mit zweihundert Höhenmetern Unterschied vom neuen Dorf, in dem wir uns befinden, entfernt liegt. Weder auf dem Hin- noch auf dem Rückweg gab es Genöle oder Gejammer von L. Sie wanderte lieb und fröhlich mit uns bergauf und -ab. Es war ein wirklich sehr schöner Ausflug mit herrlicher Aussicht.


Am Nachmittag hüpften L, J und ich ins Meer. Wir waren fast die einzigen. In Albanien ist bereits Nebensaison und den allermeisten Albanern ist es zu kalt, um im Meer zu baden. Für uns waren Wasser- und Lufttemperatur jedoch identisch mit denen eines warmen Sommertages in Deutschland.

Was heute schön war:

– ausschlafen 
– Frühstück mit Blick aufs Meer
– kleine Wanderung zum Altdorf Qeparo
– Baden im Ionischen Meer mit J und L
– Abendspaziergang entlang der Strandpromenade

Unsere Zeit in Albanien 3/7

Alltagsschnipsel, Reisen & Ausflüge

Meine Fitbituhr kommt aus ihren Begeisterungsstürmen hinsichtlich meiner Schlafstunden nicht mehr heraus: Über neun Stunden schlief ich vergangene Nacht.

Nach einem unglaublich leckeren Frühstück machten wir uns auf den Weg zur Burg von Gjirokastra, in der unzählige Kanonen ausgestellt sind. Diese Burg ist noch sehr gut erhalten und sehr weitläufig. Es gab viel zu entdecken.


Gegen Mittag fuhren wir zum Meer. U buchte uns von unterwegs aus ein Hotelzimmer direkt am Strand. Ab dem Nachmittag spielten L und K im und am Wasser und kletterten auf den Steinmauern herum. J war sogar im Meer schwimmen.


Nach unserem Abendspaziergang ließen wir die Kinder noch eine Weile draußen spielen und bekamen am Strand Besuch von vier herrenlosen Kätzchen. Am liebsten würde ich ja alle Straßentiere mitnehmen.


Was heute schön war:

– ausschlafen 
– Burgbesichtigung in Gjirokastra 
– entspannte und für mich „ereignislose“ Autofahrt nach Qeparo
– Hotelunterkunft direkt am Ionischen Meer mit Blick auf die Insel Korfu
– Lesen am Strand
– Abendspaziergang entlang der Strandpromenade 

Unsere Zeit in Albanien 2/7

Alltagsschnipsel, Reisen & Ausflüge

Schon den zweiten Abend in Folge lagen wir kurz nach 21 Uhr in den Betten, weil wir so müde und platt von den letzten Tagen waren. Das frühe Zubettgehen ließ mich heute Morgen als Erste aufwachen und gab mir Gelegenheit, ein wenig in meinem Buch weiterzulesen.

Gestern Nachmittag beschlossen wir, heute in den Süden des Landes zu fahren und drei bis vier Nächte in Hotels an unterschiedlichen Orten zu verbringen. 

Gegen Mittag brachen wir nach Gjirokastra, einer Stadt mit maximal siebzigtausend Einwohnern, auf. Mit einer von mir gewünschten Unterbrechung kurz vorm Ziel, bei der ich mich auf einem Parkplatz (offenbar vor einem Diner) herzhaft übergab (ich werde bei Serpentinen schnell reisekrank), kamen wir gegen 17 Uhr in der schönen albanischen Kleinstadt an. Wir machten uns kurz in unserer Unterkunft frisch, schlenderten durch die wunderschöne Altstadt und aßen (viel zu) viele leckere Sachen in einem gemütlichen Restaurant.


Was heute schön war:

– ausschlafen 
– lesen
– Katzenbesuch
– entspannter Vormittag 
– Spaziergang durch Gjirokastra 
– Restaurantbesuch in Gjirokastra 


Was ich festgestellt habe:

Es gibt dünne Kühe. Ich habe noch nie in meinem Leben schlanke bzw. normalgewichtige Kühe gesehen. Während der Autofahrt von Tirana nach Gjirokastra weideten vereinzelt Kühe auf den Feldern und Wiesen. Anfangs dachten J und ich immer, es seien Pferde. Die Menschen halten sich ein oder maximal zwei Kühe und gehen mit ihnen am Straßenrand wie mit einem Hund spazieren.

Leider liegt überall Müll herum. Überall. In den Städten (außer in der Altstadt von Gjirokastra). Am Straßenrand. Auf den Wiesen und Feldern. Selbst im Nirgendwo liegen am Rande der Autobahnen Verpackungen herum. Quasi überall wo sich schon mal ein Mensch hinverirrt hat, liegt Müll. Das ist unglaublich schade.

Unsere Zeit in Albanien 1/7

Alltagsschnipsel, Reisen & Ausflüge

Wir sind gestern Abend gut in Albanien, genauer gesagt am Flughafen in Tirana und kurze Zeit darauf in Us und Es Gästehaus in einem Dorf bei Tirana angekommen.

Albanien ist ein recht kleines Land, etwa so groß wie Belgien oder Brandenburg. Es hat etwa 2,8 Millionen Einwohner, von denen allein eine Million in der Hauptstadt Tirana leben.

Was gestern schön war:

– pünktliche Züge und entspannte Zugfahrt zum Flughafen BER 
– reibungsloser Ablauf an den Flughäfen mit Kofferaufgabe, Sicherheitskontrolle und Kofferabholung
– ein Becher Heiße Schokolade im Flugzeug
– Besichtigung des Gästehauses


Was heute schön war:

– ganztägiger Sonnenschein 
– Sommertemperaturen
– Pfannkuchenfrühstück
– Besichtigung des Grundstücks und des Haupthauses und Kennenlernen der Gänse, Hühner und Hunde
– Eis essen in Tirana
– kleine Sightseeingtour durch Tirana


Was ich gelernt habe:

Schokocappuccinopulver in einer Dose im Koffer zu haben, ist bei Flugreisen keine gute Idee. Die Dose wurde etwas eingedrückt und ein Teil des Pulvers verteilte sich über Ls Kleidung. Es ist zum Glück nicht weiter wild.

Was ich bisher festgestellt habe:

Wir Deutschen sind ein Jammervolk. (Ich nehme mich da auch gar nicht aus.) Ich habe mich noch nie so reich und privilegiert gefühlt wie am heutigen Tag. Wir haben zudem einen unglaublich hohen Lebensstandard, von denen viele andere Länder vermutlich nur träumen können. Es ist gut, das hin und wieder vor Augen geführt zu bekommen.