Ls Bauchschmerzen sind mittlerweile seit vier oder sogar schon fünf Tagen komplett verschwunden. Das ging von jetzt auf gleich. Darüber bin ich sehr erleichtert, bereiteten mir diese täglichen Schmerzen, die circa eine Woche anhielten, doch viel Kopfzerbrechen.
In dieser Nacht schlief ich deutlich besser als in der vorherigen. Kurz nach 22 Uhr ging ich gestern Abend schlafen, wollte ich doch unbedingt noch so viele Seiten wie möglich in meinem Buch lesen. Bis in meine Träume verfolgte mich das Abenteuer diesmal nicht.
L ist wegen ihres morgigen Geburtstags bereits sehr sehr aufgeregt. Mehrmals im Laufe des Nachmittags und Abends fragte sie mich, in wie vielen Stunden ihr Geburtstag beginnt. Ich bin mir sicher, dass sie morgen einen sehr schönen Tag erleben wird.
Was heute schön war:
Eis essen. Bevor ich L am Nachmittag aus der Schule abholte, entdeckte ich, dass die Eisdiele schräg gegenüber nun ebenfalls in die Saison gestartet ist. L konnte ich schnell von meiner Idee, ein Eis zu essen, überzeugen. Mit „nur“ 1,30 Euro pro Kugel ist diese Eisdiele aktuell die preiswerteste. Deshalb bekam jede von uns zwei Kugeln in einer sehr schönen Eiswaffel. Lecker war’s!
Geburtstagsvorbereitungen. Als wir am späten Nachmittag zu Hause ankamen, bereitete ich alles für Ls morgigen Geburtstag vor. Das mag ich immer besonders gerne. Ich hing drei Geburtstagsgirlanden in der Wohnung auf, buk für die Schulklasse Heidelbeer-Erdbeer-Muffins und verstaute die bunten Regenbogentüten, die ich glücklicherweise bereits vor zwei oder drei Wochen befüllte, in einem großen Beutel. Auch diese wird L morgen in ihrer Klasse verteilen. Auf den Geburtstagstisch im Wohnzimmer legte ich Ls Geschenke. In den letzten Tagen trudelten so viele Pakete ein, dass L morgen sicherlich nicht wissen wird, welches Geschenk sie zuerst öffnen soll.
Geschlafen hatte ich heute Nacht nur so mittelgut. Grund hierfür war ein spannendes Buch, das ich gern bis in die Nacht hinein weitergelesen hätte. Da ich vernünftig war und nicht müde in den heutigen Arbeitstag starten wollte, ging ich gestern Abend 22 Uhr schlafen. Allerdings verfolgte mich das Abenteuer bis in meine Träume. Dabei lese ich das Buch meiner Lieblingsautorin bereits zum zweiten Mal. Nicht nur Serien machen süchtig.
Am Vormittag übertrug ich unsere Arbeitsergebnisse aus dem Workshop, den wir Freitag im Büro durchführten, auf zwei Miro-Boards. Ich arbeite gerne mit dem Tool, auch wenn ich einsehe, dass es nicht für alle To-dos in unserem Arbeitsalltag geeignet ist.
In meiner Mittagspause holte ich meine ReSales-Sendung von der Deutschen Post ab. Am Samstag war ich unterwegs und konnte sie nicht entgegennehmen. Genau in den fünfzehn Minuten meiner Abwesenheit kamen zwei weitere Sendungen an. Beziehungsweise nicht. Im Briefkasten fand ich zwei Abholzettel vor. Dann werde ich morgen das gleiche Spiel nochmal spielen.
Die drei von mir bestellten Kleider und die beiden Longshirts passen hervorragend. Lediglich ein Longshirt kratzt auf der Haut. Ich bin mit meiner Bestellung dennoch sehr zufrieden und freue mich schon darauf, die Kleidung tragen zu können.
Was heute schön war:
Fahrrad fahren. Obwohl L und ich gestern nach unserer Fahrradtour beschlossen hatten, heute doch mit dem Auto zur Schule zu fahren, entschieden wir uns spontan um. Gemeinsam radelten wir dreiundzwanzig Minuten entspannt zur Schule. Statt meines Morgenspaziergangs fuhr ich die Strecke etwas schneller zurück und hatte großes Glück: Gerade als ich zu Hause ankam, begann es heftig zu regnen. Am Nachmittag fuhr ich wieder mit dem Fahrrad zur Schule. Ls Fahrrad hatten wir am Morgen angeschlossen dort stehen lassen. Mit einem Zwischenstopp auf dem Spielplatz, bei dem wir Ponys sahen, fuhren wir gemütlich zurück nach Hause. Fünf Minuten vor unserer Ankunft fing es an zu regnen. Wir kamen etwas nass zu Hause an und zogen uns schnell um. Morgen und übermorgen werden wir eine Fahrradpause einlegen. Ls Beine müssen sich erst wieder ans Radeln gewöhnen. (Und mein Hintern tut weh.)
Frische Luft. Auf meinen heutigen vier Fahrten mit dem Fahrrad genoss ich die frische Luft und die Düfte um mich herum in vollen Zügen. Ich sah an der Pleiße sogar einen Wasserreiher und viele Enten. Viele Obstbäume zeigen erste Blüten und auf den Wiesen werden in den nächsten Tagen auch noch mehr Frühblüher zum Vorschein kommen. Frühling – vor allem nach DIESEM Winter – ist wirklich etwas wunderbares.
Ein wunderbares, warmes und ereignisreiches erstes Frühlingswochenende in diesem Jahr liegt hinter L und mir. Meinetwegen dürfen die Temperaturen ab sofort gerne im zweistelligen Bereich bleiben. Und gegen Sonnenschein habe ich ohnehin nichts einzuwenden.
Samstag, 18. März 2023
Am Freitagabend war ich bereits kurz nach 21 Uhr so unfassbar müde, dass ich meine Augen nicht mehr offenhalten konnte und nur wenige Minuten nach L tief und fest einschlief.
Am Morgen erwachte L bereits zehn Minuten vor sieben Uhr. Och nööö, dachte ich mir. Ich hatte zwar sehr gut geschlafen und dabei viel geträumt, war aber immer noch etwas müde. L machte mir aber unmissverständlich klar, dass die Nacht nun vorbei ist.
Vor dem Aufstehen übte ich eine halbe Stunde Schwedisch mithilfe der Duolingo App und verbesserte meine Position in der Rangliste um fünf Plätze nach oben. Drei Kreuze mache ich Sonntagabend um 21 Uhr dennoch, wenn der alle paar Wochen stattfindende Wettbewerb wieder vorbei ist und ich in meinem normalen Tempo weiterlernen kann. Ich mag diese Konkurrenzkämpfe überhaupt nicht.
L und ich frühstückten gegen acht Uhr bei einem Conni-Hörspiel.
Nach dem Essen spielte L, während ich unsere Wohnung säuberte. Zunächst bezog ich unser Bett für meine Eltern, die eine Nacht bei uns schlafen werden. Anschließend ließ ich den Staubsaugerroboter Miro durch das Zimmer fahren. Währenddessen legte ich trockene Wäsche zusammen und stellte die Waschmaschine an. Ls Kinderzimmer, in dem L und ich in der kommenden Nacht schlafen werden, räumte ich auf. Miro fuhr wenig später in der Küche, in unserer kleinen Abstellkammer und im Bad herum. Ich putzte unsere Arbeitsplatte in der Küche und räumte in dieser noch ein wenig um, ehe ich mich der Säuberung des Badezimmers widmete. Nach dem Aufhängen der Wäsche war ich mit dem Hausputz fertig. Fertig im wahrsten Sinne des Wortes. Ohne Miro hätte ich die Wohnung in so kurzer Zeit nicht vorzeigbar herrichten können.
Ich duschte, machte mich im Badezimmer ausgehfein zurecht und stritt mich nebenbei mit einer auf Krawall gebürsteten L, die absichtlich den Spiegel im Badezimmer vollspritzte, den ich erst geputzt hatte, obwohl ich sie eine Sekunde zuvor bat, bitte aufzupassen.
Mit dieser aufgeheizten Stimmung liefen wir 11 Uhr los zur S-Bahn-Haltestelle. Auf dem Weg dorthin bewunderte ich die Blumenpracht. Wir fuhren in einer nahezu leeren S-Bahn zum Leipziger Hauptbahnhof, kauften Brötchen und Croissants für das Frühstück am Sonntag ein und stellten uns an ein leeres Gleis, auf dem wenige Minuten später meine Eltern in der Regionalbahn ankamen.
Gemeinsam liefen wir bei herrlichstem Sonnenschein die Nikolaistraße entlang und kehrten in einem italienischen Restaurant ein, um eine Kleinigkeit zum Mittag zu essen. Zum Nachtisch holten L und ich uns jede noch eine Kugel Eis auf die Hand. Eine Kugel Eis kostet in dieser Saison offenbar 1,80 Euro … Einfach nicht darüber nachdenken.
Wir fuhren mit der S-Bahn zurück nach Markkleeberg. Meine Eltern konnten in unserer Wohnung erst mal ihr Gepäck abstellen, sich umziehen und frischmachen. In der Küche sitzend – für mich im wärmenden Sonnenschein, der durch das Dachfenster kam – unterhielten wir uns lange. L durfte zwischendrin eine Stunde ihre Kindervideos auf Youtube schauen.
Am Nachmittag spazierten wir gemeinsam hinter das Haus. Dort befindet sich nämlich eine Kleingartenanlage, deren Gärten wir uns anschauen und nebenbei träumen wollten. Es war mittlerweile so warm, dass wir unsere Jacken ausziehen konnten. Überall zwitscherten die Vögel, die Frühblüher zeigten sich von ihrer schönsten Seite und die Luft roch nach Frühling.
Nach unserem Spaziergang fuhren wir mit dem Auto zum Markkleeberger See, der heute ganz ruhig lag. L durfte sich noch eine Weile auf dem Spielplatz austoben, ehe wir in ein gehobenes italienisches Restaurant einkehrten. Ich trank zweieinhalb Gläser von drei unterschiedlichen hausgemachten Limonaden und genoss Gnocchi mit Spinat, Tomaten und Tofuspießen.
Ls EssenMamas EssenPapas Essen
Gegen halb acht abends waren wir wieder bei uns in der Wohnung. Wir zeigten meinen Eltern das Spiel Dobble, das L sehr gerne mag, erklärten die Regeln und spielten drei Runden.
Danach verzogen sich meine Eltern ins Schlafzimmer. Ich stellte ihnen das Live-TV des Senders ZDF an und ging zu L ins Kinderzimmer. Ich schaute noch zwei Folgen der Serie Superstore, während L auf Youtube Videos anschaute. Als L schlief, schaute ich noch mal kurz in der Duolingo App vorbei. Dann war mein Tag auch zu Ende.
Sonntag, 19. März 2023
Aufgewacht bin ich heute um sieben Uhr. Die Nacht war nur so mittelgut. Zum einen schliefen L und ich gemeinsam in ihrem kleinen Hochbett, zum anderen war das Fenster die ganze Nacht über offen. Und das sorgte für einen ziemlichen Lärm, den ich in der Form nicht erwartet hätte. Es fuhren draußen permanent (laute) Autos entlang und irgendwann kreiste sogar ein Helikopter seine Runden über die Wohngegend. Das Fenster schließen war leider keine Option. Geschlafen hatte ich dennoch, da ich mich an eins, zwei merkwürdige Träume erinnerte.
Wie auch bereits gestern Morgen verbrachte ich direkt ein paar Minuten in der Duolingo App, um meinen Rang zu verbessern. Ich wollte nämlich schon sehr gern in den Top 10 bleiben. L war kurz nach mir ebenfalls wach und durfte sich eine halbe Stunde lang Youtube-Videos ansehen. Lust, mir ein paar Minuten vorzulesen, hatte sie leider keine.
Gegen 9 Uhr frühstückten wir zu viert an unserem kleinen runden Tisch in der Küche. Anschließend wuselten wir noch etwas in der Wohnung herum. L spielte, meine Eltern packten ihre Kleidung und Habseligkeiten zurück in ihre Taschen und ich räumte in der Küche auf. Kurz vor 11 Uhr fuhren meine Eltern mit der S-Bahn zurück in die Leipziger Innenstadt. L und ich begleiteten sie nur bis zur S-Bahnhaltestelle, die etwa vierhundert Meter von unserer Wohnung entfernt liegt.
Nach der Verabschiedung meiner Eltern und dem kurzen Rückweg zur Wohnung holte ich direkt Ls neues und mein acht Jahre altes Fahrrad aus dem Keller. Luft war noch zur Genüge auf den Reifen. Wir schnappten unsere Fahrradhelme und packten eine Fahrradtasche mit Proviant, einem Kuscheltier und unseren Regenjacken und starteten in die erste Fahrradtour des Jahres UND unseres Umzugs nach Markkleeberg. L wollte nicht zu den Seen, sondern lieber in Richtung Connewitz fahren. Und so kam es, dass wir nach einer wunderbaren und entspannten Fahrt an der blumigen Frühlingsluft feststellten, dass Ls Schule nur circa zwanzig Minuten mit dem Fahrrad entfernt liegt. Der Weg führt ausschließlich auf Radwegen durch den Agra-Park und Wald. Wir waren beide so begeistert, dass wir nun mit dem Gedanken spielen, morgen mit den Fahrrädern zur Schule zu fahren.
Wir fuhren an Ls Schule vorbei und weiter in Richtung eines Spielplatzes. Nach circa einer Dreiviertelstunde Spielen und Sonnen stellten wir uns in die lange Schlage, die sich bei unserer momentanen Lieblingseisdiele gebildet hatte. Da L eine Waffel mit einer Eiskugel darauf essen wollte, setzten wir uns heute rein. Nach der leckeren Süßspeise fuhren wir gemütlich zurück nach Hause … und hatten unglaubliches Glück. Gerade als ich die Haustür aufschloss, fing es an zu regnen.
L durfte sich ein wenig ausruhen, ihre Kindervideos auf Youtube schauen und spielen, während ich das Bett im Schlafzimmer frisch bezog, die getrocknete Bettwäsche vom Wäschestander zusammenlegte und wenig später frisch gewaschene nasse Kleidung von L und mir wieder aufhängte. Parallel dazu kochte ich L eine große Portion Nudeln mit Tomatensoße. Ich war noch satt vom gestrigen und heutigen Essen.
Nachmittags packten wir Ls Schulranzen für den morgigen Tag. Zudem ließ ich ihr ein Bad ein. Den restlichen Abend werden wir beide so entspannt wie möglich ausklingen lassen: fernsehen, lesen und noch etwas essen. Die nächste Woche wird für L (und irgendwie auch mich) aufregend genug, denn der siebte Geburtstag steht vor der Tür.
Am gestrigen Tag erwähnte L nicht ein einziges Mal eventuell bestehende Bauchschmerzen. Und ich werde auch zukünftig den Teufel tun, ihr gegenüber dieses Wort zu erwähnen. Auch im Moment ist es diesbezüglich sehr ruhig … und ich wünsche mir so sehr, dass die vielen Tage voller Bauchschmerzen endlich vorbei sind.
L war gestern kurz vor dem Schlafengehen so übermüdet, dass sie einen viertelstündigen Wein- und Schreianfall bekam. Ich vermute, der Termin bei der Kinderpsychologin floss in ihre Emotionen mit ein. Sie schlief nach dem Loswerden ihrer (negativen?) Energie jedoch schnell ein. Unsere Nacht war zum Glück sehr gut, ruhig und entspannt. Ich wachte heute Morgen sogar eine halbe Stunde eher auf als sonst und fühlte mich ausgeschlafen.
Gemeinsam mit J und A fuhr ich am Morgen ins Büro nach Erfurt. Die Hinfahrt über unterhielten wir uns über die verschiedensten Themen und blödelten herum. Auf dem Rückweg nach Leipzig war ich alleine unterwegs. Die Autobahnen waren frei. Es regnete nicht. Windig war es ebenfalls nicht. Insgesamt also ein entspannter Pendeltag.
Was heute schön war:
Workshop. Heute fand im großen Konferenzraum im Erfurter Büro ein mehrstündiger Workshop in dem von mir als Scrum Master betreuten Projekt statt. Im Vorfeld – Mittwoch um genau zu sein – stimmte ich mich mit dem Product Owner und J über die mögliche Agenda ab. Das gesamte Team arbeitete heute sehr zielgerichtet, sodass wir tatsächlich alle Punkte besprechen und bis zu dem uns vorhandenen Kenntnisstand bearbeiten konnten. Mit einem sehr guten Gefühl endete unser Treffen. Ein leckeres Mittagessen auf Firmenkosten gab es zur Freude aller selbstverständlich auch.
Unbeabsichtigte Schleichwerbung
Spielplatzbesuch. Die Mama von Ls Schulfreundin L (nicht die Mama in der Milchtrinkpäckchen-Affäre) war am Nachmittag so lieb und holte L mit von der Schule ab. So brauchte ich mich auf der Rückfahrt nicht so sehr stressen. Wir vier waren seit Dienstag ohnehin für heute lose zum Eis essen verabredet. Am Morgen stimmte ich mich kurz mit der Mama S ab und so kam unser schöner Nachmittagsausflug zustande. Um Viertel vor vier stieß ich zu der Bande hinzu. Eis hatten die drei zu dieser Zeit allerdings schon gegessen. Da es angenehm mild und nicht spät war, besuchten wir gemeinsam noch den in der Nähe liegenden Spielplatz. Die beiden Ls spielten und S und ich quatschten und brachten uns so auf den neuesten Stand.
Eis essen. Als wir uns am späten Nachmittag von S und L verabschiedeten, fragte L, ob sie noch ein Eis essen dürfe. Sie durfte. Und weil ich ja noch keines hatte, kaufte ich mir auch eine Kugel. Lecker war das wieder.
L und ich schliefen auch in dieser Nacht zum Glück wieder sehr gut.
Um den Weg zur Schule antreten zu können, musste ich heute Morgen erst mal sämtliche Scheiben des Autos frei kratzen. Obwohl die Sonne schien, waren es nur minus drei Grad Celsius.
Überraschend fand ich etwas Geld. Kein Bargeld. Vielmehr stellte ich bei Durchsicht der Umsätze im Online-Banking fest, dass ich mich Ende letzten Monats zu meinen Ungunsten verrechnet hatte. Somit steht L und mir doch noch etwas mehr Taschengeld für die zweite Märzhälfte zur Verfügung als gedacht. Einen kleinen Teil des Geldes investierte ich allerdings direkt in neue Kleidung für mich. Ich musste in den letzten Tagen feststellen, dass viele meiner Kleider allmählich immer größere Löcher bekommen. In meiner Freizeit stört mich das herzlich wenig und ich werde sie auch weiterhin tragen, aber für wichtige berufliche Termine sind mir Löcher in der Kleidung unangenehm. Da ich nicht gern viel Geld für Kleidung ausgebe und es ohnehin mehr Kleidung auf der Welt als Menschen gibt, kaufte ich mir fünf sehr gut erhaltene Teile in einem Secondhand-Onlineshop.
Das Rätsel um die fehlenden Milchtrinkpäckchen in Ls Schulspeisung in der Mittagspause hat sich gelöst. Beiläufig erwähnte L nach dem Abholen aus der Schule, dass sie und ihre Freundin L vor zwei Wochen die Essenschips vertauscht hatten. Aus diesem Grund erhielt Ls Freundin Ls bestelltes Mittagessen UND ihre Milch. Ich traf kurz nach diesem Geständnis zufälligerweise die Mama von L auf dem Rewe Parkplatz, die mir mitteilte, dass ihre Tochter L überhaupt keine Milch mag und sie ihr diese deshalb auch nie mitbestellt. Für diese und nächste Woche habe ich Ls Milchtrinkpäckchen dennoch abbestellt. Wie wir in Zukunft weiterverfahren, weiß ich noch nicht.
Um 17 Uhr fand Ls Gespräch bei der Kinderpsychotherapeutin statt. Ich wartete derweil im Wartezimmer und las auf meinem Telefon in meinem aktuellen Buch weiter. Kurz vor 18 Uhr kam L wieder zu mir und wir machten uns nach diesem langen Tag auf den Weg nach Hause. In zwei Wochen findet das Auswertungsgespräch statt. Dann erfahren wir, wie und ob es für uns weitergeht.
Was heute schön war:
Sonnenschein. Beim sehr kurzen Morgenspaziergang – mir war es einfach zu kalt – freute ich mich über die Helligkeit. Alles glänzte und glitzerte im Sonnenlicht. Wenig später wärmten mich die Sonnenstrahlen am Arbeitsplatz zu Hause. Kurzum: Es ist einfach wunderbar für die Seele, wenn die Sonne scheint.
Klavier spielen. Zwanzig Minuten meiner Mittagspause nutze ich heute, um ein wenig Klavier zu üben. Mittlerweile kann ich wieder einige der Stücke spielen, die ich vor sieben Jahren gut bis sehr gut beherrschte. Es geht voran.
L und ich schliefen in dieser Nacht sehr gut. Weder gab es nächtliche Störungen durch Ls Bauchschmerzen noch Gedankenkarusselle, die einfach nicht stillstehen wollen. Das darf gerne in den nächsten Nächten so bleiben.
Unser Geschäftsforecast bis einschließlich Juni sieht sowohl von den Umsätzen als auch der Auslastung unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter her sehr gut aus. Das ist ein wunderbares Gefühl, das sich bei mir heute durch ein leichtes Kribbeln im Bauch äußerte. Ich muss meine Energie dennoch bewusst einsetzen, denn bei meinem Abstimmungstermin nach dem Mittagessen hatte ich für etwa zehn Minuten ein körperliches Stressanzeichen, das mir aus dem vergangenen Jahr noch allzu vertraut war. Ich möchte diese Phase keinesfalls wieder für mehrere Wochen durchmachen müssen.
Was heute schön war:
Morgenspaziergang. Nachdem ich L heute Morgen bereits an der Ampel verabschiedete und sie alleine die letzten Meter zur Schule ging, lief ich noch ein paar Minuten in der Gegend herum. Es dauerte nicht lange und eine Art Graupelschauer setzte ein. Der Spaziergang tat mir sehr gut. Es war zwar wieder winterlich kalt, aber die Luft war rein.
Saxophon spielen. Ich nutzte eine Viertelstunde meiner Mittagspause und baute mein Alt-Saxophon nach vielen, vielen Monaten Pause zusammen. Das Holzblättchen sah noch nahezu unbenutzt und sauber aus, sodass ich es guten Gewissens an meinem Mundstück befestigen und sehr leise ein paar erste Töne anspielen konnte. (Ich weiß nicht, wie toll es die Nachbarn finden, wenn ich lautstark tröte.) Ich ließ kurz darauf die Pianobegleitung des Stücks, bei dem ich auf der Hochzeit meines Bruders und J Saxophon spielen soll, laufen … und musste lachend abbrechen. Mithilfe meines Bruders fanden wir schnell heraus, dass die Noten des Saxophons einen Halbton zu tief sind. Mein Bruder änderte daraufhin die Pianobegleitung um einen Halbton, sodass das Saxophon und das Piano wieder miteinander harmonieren. Nun steht meinem Üben in Zukunft nichts mehr im Wege.
Sport. In nicht einmal zehn Minuten machte ich zweihundert jumping jacks in vier unterschiedlichen Ausführungen mit je fünfzig Wiederholungen. Ich verstehe mich manchmal selbst nicht, warum ich mich an so vielen Tagen nicht zum Sport motivieren kann.
Softeis. Die Sonne schien. Das war für L und mich Grund genug, die Eisdiele, die wir im vergangenen Jahr häufiger nach der Schule aufgesucht hatten, zu besuchen. Für mich gab es ein leckeres Vanille-Waldmeister-Softeis und für L ein Zimteis. Das war lecker.
Geschlafen haben L und ich nur so mittelgut. Irgendwann in der Nacht wachte L auf und klagte über Bauchschmerzen. Schon wieder. Ich kraulte ihr ein wenig den Bauch, nickte aber immer wieder ein, was L nicht so gut gefiel. Irgendwann schlief aber auch sie wieder ein. Beim Klingeln des Weckers waren wir beide heute Morgen noch sehr müde.
Ich trage nahezu täglich schwarze Leggings. Die von mir im vergangenen Mai bestellten drei Hosen sind mittlerweile löchrig oder stellenweise zerrissen. Es wurde somit mal wieder Zeit, mir neue zu kaufen. Ich haderte ein paar Minuten mit mir, bestellte mir dann aber drei neue Hosen. Es kann ja nicht sein, dass ich schluderig herumlaufe.
Nach der Schule ging ich mit L in die Apotheke. Ich schilderte der Apothekerin jedes Detail von Ls Bauchschmerzen. Diese beruhigte mich und meinte, dass Kinder sehr oft unter Bauchschmerzen leiden und diese oft vom Kopf herrühren. Ich kaufte dennoch zwei Arzneitees. Schaden kann es ja nicht. L ist mittlerweile sehr genervt von den ständigen Bauchschmerzen.
Was heute schön war:
Morgenspaziergang. Nachdem ich L in die Schule brachte, lief ich noch ein paar Minuten durch die Gegend und genoss die frische, warme Luft. Ich entdeckte sogar einen mir bis dato unbekannten öffentlichen Spielplatz, der eingebettet zwischen vielen Kleingärten liegt. L und ich werden diesen bei nächster Gelegenheit gemeinsam besuchen.
Geschenke eingepackt. Da ich seit Dezember permanent mit einem Anruf der Schule rechne, in dem ich gebeten werde, L vorzeitig abzuholen, nutzte ich ein paar Minuten meiner heutigen Mittagspause, um Ls Geburtstagsgeschenke einzupacken. Nächste Woche ist es schon wieder soweit und meine kleine L wird sieben Jahre alt.
Wasserkocher. Ende letzter Woche ging der Wasserkocher plötzlich nicht mehr. Es war auch nichts mehr zu machen. Ich bestellte also einen neuen, der heute Abend geliefert wurde. Ich habe mich darüber unglaublich gefreut, denn ich habe den Wasserkocher wirklich schmerzlichst vermisst. Er ist bei mir mehrmals täglich im Einsatz. Das Kochen von Wasser im Topf würde mich langfristig gesehen vermutlich in den Wahnsinn treiben.
Massage. Ich wurde wieder von einer neuen Mitarbeiterin massiert. Auch diese spricht besser Englisch als Deutsch. Sie fand schnell meine verspannten Stellen im Nacken-, Schulter- und Rückenbereich und massierte mich insgesamt ganz fabelhaft. Ich habe morgen bestimmt etwas Muskelkater.
Lesen. Abends begann ich in einem neuen Buch zu lesen. Ich machte es mir im Bett gemütlich, trank zuerst ein Glas mit unglaublich leckerem Fuze Tee und kochte mir anschließend noch eine Heiße Schokolade. Während des Lesens hörte ich dem Regen und dem Wind zu, die sich vor dem Dachfenster ein Duell lieferten. Mir wurde wieder bewusst, warum ich auch den Herbst so mag.
Der Wunsch nach Tagebucheinträgen – ähnlich wie ich es vor allem im Jahr 2020 regelmäßig tat – wurde von einer Leserin an mich herangetragen. Der Gedanke gefiel mir auf Anhieb. Ich werde ab sofort versuchen, den Wochenrückblick und das Tagebuchbloggen abzuwechseln.
Die Nacht war mittelgut. In den frühen Morgenstunden ging mein Gedankenkarussell an und ließ sich nur widerwillig abschalten. Der Schlaf schien aber ausreichend gewesen zu sein, denn ich war den Tag über weder todmüde noch gerädert oder unkonzentriert.
Nachdem ich L in die Schule gebracht hatte, fuhr ich im Regen ins Büro nach Erfurt. Die anderthalbstündige Autofahrt über hörte ich über Spotify HIM und trällerte die meisten Songs mit. Da ich im Moment Koffein nicht so gut vertrage, füllte ich statt meines heiß geliebten Schokocappuccinos Heiße Schokolade in den Thermobecher. Das war auch lecker. Nach mehrmaligem Verschieben des letzten Mitarbeitergesprächs konnten mein Kollege/Freund M und ich heute mit S über ihre beruflichen Ziele für das Jahr 2023 sprechen. Anschließend fuhr ich wieder zurück nach Leipzig und hatte stellenweise Mühe, das Auto wegen des starken Winds in der Spur zu halten.
L berichtete mir am späten Nachmittag, dass sie zum Mittagessen in der Schule wieder kein Milchtrinkpäckchen erhalten hat. Das passiert mir in letzter Zeit viel zu häufig. Ich finde es mittlerweile auch nicht mehr lustig, denn ein Trinkpäckchen kostet neunzig Cent.
Abends schaute ich die ersten beiden Folgen der erste Staffel der Serie „How I met your mother“. Ich wollte leichte Kost und wusste, dass viele Menschen in meinem Umfeld diese Serie bereits vor Jahren geschaut hatten. So richtig abgeholt hat mich die Serie allerdings nicht. Gut unterhalten wurde ich in den zwei Folgen aber trotzdem.
Was heute schön war:
Eis essen. Als ich L am späten Nachmittag von der Schule abholen wollte, schauten mich mal wieder zwei Kinderaugenpaare flehend an. Eis essen wollten die beiden Mädchen mit mir. So einfach war das jedoch nicht, denn diesmal handelte es sich um Ls Klassenkameradin Y. Und für sie habe ich (noch) keine Abholerlaubnis von ihren Eltern erteilt bekommen. Glücklicherweise kam Ys Papa kurz nach mir. Die Kinder überredeten uns beide, ein Eis essen zu gehen. Da wir nicht wussten, ob die Eisdielen in der Nähe der Schule bereits wieder geöffnet haben, und weil es bereits recht spät war, kauften wir uns jeder ein leckeres Eis im Rewe.
Lesen. Bevor ich L abends im aktuellen Buch ein paar Seiten vorlas, war sie an der Reihe. Heute begannen wir eine neue Geschichte über eine Katze. Entweder gefiel ihr die Geschichte besser als die vorherige oder sie hatte einen sehr guten Tag, denn L las wirklich super gut. In den zehn Minuten, die sie mir vorlas, schaffte sie fast fünf Seiten. Das ist im Moment ihr persönlicher Rekord.
Heute ist der 12 März. Das bedeutet, dass heute viele Bloggerinnen und Blogger wieder bei der Aktion 12 von 12 mitmachen. Am zwölften eines Monats werden im Tagesverlauf viele Fotos gemacht. Zwölf davon werden am Abend im eigenen Blog präsentiert. Auch ich möchte in diesem Jahr regelmäßig teilnehmen.
Aufgewacht sind L und ich heute Morgen gegen acht Uhr auf der Schlafcouch meines Bruders und seiner Verlobten J. Demzufolge war unser erster Blick in den Raum ein anderer als normalerweise. Zu meiner großen Erleichterung war auch diese Nacht sehr gut. Den Schlafmangel der letzten Tage dürfte ich somit wieder ausgeglichen haben.
Gemeinsam frühstückten wir halb zehn am großen Esstisch. L aß gemeinsam mit meinem Bruder eine Schale Müsli, J und ich verspeisten je eine Toastscheibe. Mein Bruder bereitete extra für mich einen Schokocappucchino und für L eine warme Schokolade zu. Nach dem Frühstück teilten wir uns zu dritt in die Schokolade der zwei Kinder-Überraschungseier rein. L wollte nur die Spielzeuge.
Am späten Vormittag war es Zeit für Ls und meine Heimfahrt. Etwa zehn Minuten vor Abfahrt des Zuges kamen wir gemeinsam mit meinem Bruder und J am Münchener Hauptbahnhof an. Etwas irritiert liefen wir zunächst von Gleis 20 zu Gleis 22, ehe wir akzeptieren mussten, dass unser für 10:55 Uhr in der Abfahrt angekündigter Zug bereits um 10:42 Uhr losgefahren war.
Auf dem Weg zum Informationsschalter im Hauptbahnhof glaubte ich mich an eine E-Mail zu erinnern, die mir kurz nach der Buchung des Zuges zugesandt wurde. (Die Tickets kaufte ich bereits Ende Dezember oder Anfang Januar.) Es ist gut möglich, dass ich in dieser E-Mail über die vorzeitige Abfahrt des Zuges informiert wurde. Leider hat sich diese Information nie in der Deutsche Bahn App unter „Meine Tickets“ aktualisiert. Ich habe diese Benachrichtigung vor über zwei oder zweieinhalb Monaten schlicht und einfach vergessen. Der Mitarbeiter am Informationsschalter stellte mir direkt und unkompliziert eine Bescheinigung aus und sicherte mir obendrein zu, dass L und ich nun jeden beliebigen Zug zurück nach Leipzig nutzen dürfen.
L und ich verabschiedeten uns von meinem Bruder und J und stiegen wenig später in den ICE, der um 11:39 Uhr abfuhr. Glücklicherweise konnte ich uns noch am Gleis zwei Sitzplätze reservieren, denn der Zug war vollkommen ausgebucht.
Ich hatte mich bereits damit abgefunden, in Erfurt in einen anderen ICE, der uns nach Leipzig fahren sollte, umzusteigen. (Der Zug um 11:39 Uhr fuhr nicht über Leipzig, sondern über Halle (Saale).) Umso witziger war für mich, als L und ich auf Anraten eines Zugbegleiters via Lautsprecherdurchsage im Zug vorzeitig in Bamberg ausstiegen und in unseren ursprünglichen ICE einstiegen. Dieser Zug hatte es auf seiner Fahrt von München bis Bamberg irgendwie geschafft, eine Stunde Verspätung zu haben. Somit fuhren L und ich doch noch mit dem Zug, der dreizehn Minuten zeitiger aus München losfuhr. Kurz vor 15 Uhr kamen wir in Leipzig an.
Wir waren beide so hungrig, dass wir einen Zwischenstopp bei McDonald’s machten. Satt und zufrieden fuhren wir die letzten Kilometer mit der S-Bahn nach Markkleeberg.
Vor dem S-Bahnhof staunten L und ich nicht schlecht über die Schar an Narzissen, die am Freitag definitiv noch nicht zu sehen waren. Der Frühling kann nicht mehr weit entfernt sein.
Wieder zu Hause angekommen, bezog ich die Betten neu, stellte direkt die Waschmaschine mit der schmutzigen Bettwäsche an, verräumte den Inhalt unserer Taschen, nahm saubere Wäsche vom Wäscheständer, hing dort später die nasse Bettwäsche auf, räumte Ls chaotisches Kinderzimmer auf und den Geschirrspüler aus.
Bevor ich mich zu L, die schon wieder unter Bauchschmerzen litt, ins Bett kuschelte, aktualisierte ich meinen Terminkalender „Ein guter Plan“.
Den restlichen Abend werde ich mit meinen Duolingoübungen (Italienisch) und einem Buch oder einer Serie verbringen. L ist bereits müde und wird von mir in der nächsten halben Stunde ins Bett gebracht werden. Wir wollen es morgen wieder mit dem Schulbesuch versuchen. Zudem bin ich terminlich im Erfurter Büro verabredet.
Diese Woche verlief komplett anders als geplant. Aber wen interessieren schon Pläne?! Ich hatte an einigen Tagen Schlafstörungen aufgrund verschiedener Ursachen und lief stellenweise todmüde durch den Tag. Da mein Körper leichte Stressanzeichen signalisiert, muss und will ich meinen Fokus in den kommenden Wochen auf Entspannung und Auszeiten im Alltag legen.
Montag, 6. März 2023
In den ersten Arbeitstag der neuen Woche startete ich ruhig. Ich erledigte die zeitkritischen buchhalterischen Aufgaben, schaute die Kontoauszüge durch und vervollständigte unsere Geschäftsjahrestabelle.
Nach der Schule gingen L und ich wieder auf den in der Nähe gelegenen Spielplatz. So bekamen wir wenigstens noch etwas Frischluft.
J schrieb mittags eine Nachricht an das Tierheim in Leipzig und bekundete sehr süß sein Interesse an dem Rüden Peppi. Wir sind nun alle sehr gespannt auf die Antwort.
Den Leipziger Verkehrsbetrieben gab ich online Rückmeldung, dass ich mein Abonnement auf das Deutschlandticket umstellen lassen möchte. Ich würde ab Mai nicht nur über fünfundzwanzig Euro einsparen, sondern könnte vor allem in Leipzig, Markkleeberg, Erfurt und München unkompliziert den öffentlichen Nahverkehr nutzen. Ls Schülerabonnement hingegen würde ich gern so bestehen lassen. Ich hoffe, dass dies möglich ist.
Dienstag, 7. März 2023
Nachdem ich L in die Schule gebracht hatte, fuhr ich mit meinem Kollegen A nach Erfurt ins Büro. Die anderthalbstündige Fahrt über unterhielten wir uns sehr angenehm. Auf der Rückfahrt nach Leipzig, die ich alleine antrat, wurde der Wind immer stärker. Zudem war die Sicht durch Regenschauer eingeschränkt. Ich war froh, als ich das Auto schließlich parken konnte.
J erhielt eine Antwort des Leipziger Tierheims. Der Rüde Peppi befindet sich bereits in der Eingewöhnung bei einem anderen Menschen. Das Tierheim kann sich aber vorstellen, dass J und der Rüde Devil gut zueinander passen würden. J wird nun in Ruhe über diesen Vorschlag nachdenken.
Obwohl ich die letzten Tage weniger Kalorien zu mir genommen hatte als ich sollte/müsste, wog ich am Morgen schon wieder mehr. Davon frustriert, kaufte ich mir eine Tafel Schokolade und verputzte sie abends komplett. Das tat gut.
Irritiert nahm ich am späteren Abend den starken Schneefall zur Kenntnis.
Mittwoch, 8. März 2023
L erwachte am Morgen mit Bauchschmerzen. Da sich am Vortag ein Mitschüler im Morgenkreis herzhaft in den Klassenraum übergab, ließ ich sie sicherheitshalber bei mir zu Hause. Ich arbeitete sowieso im Homeoffice. L durfte sich ausruhen und etwas fernsehen oder Hörspiele hören, absolvierte über den Tag verteilt aber auch Mathe- und Deutschaufgaben. Ich bin sehr zufrieden mit ihrer Lernmotivation und ihren Arbeitsergebnissen.
Ein Blick aus dem Wohnzimmerfenster zeigte Schnee. Viel Schnee sogar. Ich mag Schnee. Zu Weihnachten. Und im Januar und Februar. Im März hingegen bin ich bereits in Frühlingsstimmung. Die Wettervorhersage für die nächsten vierzehn Tage lässt mich aber weiterhin auf einen baldigen Frühlingsbeginn hoffen.
Von einem Kollegen, von dem ich es am wenigsten erwartet hätte, bekam ich am Morgen sehr nett formulierte Glückwünsche zum Frauentag. Darüber habe ich mich sehr gefreut.
J ist sich sehr unsicher wegen einer Hundeadoption. Ich gehe im Moment stark davon aus, dass aus der Idee nichts werden wird.
Obwohl ich am Vortag mehr Kalorien aufgenommen hatte als ich sollte, wog ich am Morgen deutlich weniger. Verstehe einer den menschlichen Körper.
Donnerstag, 9. März 2023
Die letzten Nächte schlief ich nicht besonders gut. Ich denke, der Vollmond ist daran nicht ganz unbeteiligt. Hinzu kommt ein sich permanent drehendes Gedankenkarussell, das sich auch in der Nacht nur schwer abstellen lässt. Diese Nacht verlief wieder ähnlich. Zu meiner Müdigkeit am Morgen kam diesmal noch ein schmerzender Nacken hinzu. Ich rieb die Stelle gleich mit meiner Salbe ein und hoffe, dass ich meinen Kopf zeitnah wieder vollständig nach rechts drehen kann.
Ls Bauchschmerzen entwickelten sich bereits am Abend zuvor zu einem Magen-Darm-Infekt. Mit mildem Verlauf. Ich meldete sie dennoch für die restlichen beiden Unterrichtstage in dieser Woche ab. Sie soll sich auskurieren und nächste Woche wieder fit am Unterricht teilnehmen. Deutsch- und Matheübungen absolvierte sie dennoch. Interessanterweise fällt ihr das Rechnen im Zahlenbereich bis zwanzig leichter als im Bereich bis zehn. Mit ihrem Lese- und Schreibfortschritt bin ich sehr zufrieden.
Unerwartet teilte mir J am Abend seine Entscheidung mit. Er wird erneut Kontakt mit dem Tierheim in Leipzig aufnehmen und um ein Kennenlernen mit dem Rüden Devil bitten. Vielleicht findet eine treue Hundeseele doch noch ein liebevolles Zuhause.
Freitag, 10. März 2023
Die Nacht war noch schlafärmer und unruhiger als die Nächte zuvor. L wachte mehrfach auf, wollte jedes Mal auf die Toilette begleitet werden und fand anschließend aufgrund ihrer Bauchschmerzen nicht gleich zurück in den Schlaf. Außer diesen Bauchschmerzen fehlt ihr aber absolut nichts. Sie hat nach wie vor großen Appetit, erbricht nicht, hat kein Durchfall und kein Fieber. Sie ist zudem nicht mehr so blass wie in den Wochen zuvor und auch ihr penetranter Husten ist kaum noch vorhanden. Ich vermute allmählich, dass ihre Bauchschmerzen vom Wachstum ihrer inneren Organe herrühren könnten.
Unfassbar gerädert und todmüde lief ich durch den Tag. Mein Körper signalisiert mir schon seit einigen Tagen leichte Stresssymptome. Ich muss ab sofort noch besser auf mich achtgeben, damit ich nicht wieder wochenlang darunter leide.
Der Sonnenschein und die Temperaturen um die zehn Grad Celsius wirkten bei mir Wunder. Fühlte ich mich am Vortag noch überfordert, vom Winterwetter und den permanenten Infekten von L genervt und völlig ausgelaugt, sog meine Seele förmlich die UV-Strahlen in sich auf und verteilte das Gefühl von Wärme und den Duft des Frühlings im ganzen Körper. Auch L tanzte ein paar Minuten lang glücklich an der frischen Luft herum.
Am Abend kamen L und ich pünktlich nach einer mehrstündigen Zugfahrt bei meinem Bruder und J in München an. L, deren Bauchschmerzen während der Fahrt im ICE wieder begannen, war leider nur noch ein Häufchen Elend. Während wir anderen die unglaublich leckeren türkischen Manti aßen, war L sehr weinerlich und wollte ins Bett. Wir verabreichten dem armen Kind ein pflanzliches Medikament und gaben ihr eine Wärmflasche. Von ihrem Onkel bekam sie eine liebevolle Bauchmassage. Gegen 20 Uhr war L bereits eingeschlafen. Ich konnte mich wenigstens noch eine halbe Stunde mit meinem Bruder und J unterhalten, ehe L kurz wach wurde und nach mir rief. Ein zweites Mal schaffte ich es aufgrund meiner eigenen Müdigkeit nicht mehr, zu den beiden ins Nebenzimmer zu gehen.
Türkische Manti
Samstag, 11. März 2023
Schlaf! Endlich! Viele Stunden schliefen L und ich ohne Störungen oder andere nennenswerte Unterbrechungen bis acht Uhr am Morgen durch. Zum Frühstück bekam ich sogar einen eigens für mich zubereiteten Schokocappucchino. Croissants gab es für L und mich auch. Das war ein wunderbarer Start in den Tag.
Vormittags fuhren wir mit der U-Bahn und dem Bus in den AirHop Trampolinpark. Dort wurde seit unserem letzten Besuch vor mehr als einem Jahr einiges umgebaut. Es gab beispielsweise einen Hindernisparcours, bei dem wir vier in unterschiedlichen Konstellationen auf Zeit gegeneinander antraten. (Spoiler: L und mein Bruder gewannen am häufigsten.)
Mittags aßen wir einen leckeren (veganen) Hotdog. L und ich probierten erstmals einen Bubble Tea aus. Ich denke, ein solch köstliches Getränk werden wir uns in der wärmeren Jahreszeit öfter gönnen.
Geschafft von den ersten Stunden des Tages zogen wir uns am frühen Nachmittag in die Wohnung zurück. Ich konnte weiteren Schlaf nachholen. Sogar L machte ein wenig Mittagsschlaf.
Nach dem Aufwachen hatte L wieder Bauchschmerzen und weinte. Sie bekam einige Tropfen des pflanzlichen Medikaments. Mein Bruder und ich sind uns unsicher, ob L sich nicht zu sehr in diese Bauchschmerzen hineinsteigert. Denn auf dem Weg zum Restaurant, im Restaurant selbst, auf dem Rückweg und während des gesamten restlichen Abends klagte sie kein weiteres Mal darüber.
Wir aßen abends im Restaurant Secret Garden. Jedes Gericht auf der Speisekarte ist vegan. Wir bestellten eine ganze Menge, stellten die Speisen auf die Mitte des Tisches und teilten alles miteinander, sodass jede und jeder von uns alles probieren konnte. Unfassbar lecker war das! Ich bin mir sehr sicher, dass wir wiederkommen werden.
Vor dem Schlafengehen beschäftigten M, J und ich uns mit der instrumentalen Begleitung des Songs, der im Herbst während Js Gang zum Traualtar von mir auf dem Alt-Saxophon gespielt werden soll. Ich habe jetzt noch ein halbes Jahr Zeit zu üben. Ich bin zuversichtlich, dass mein kleiner Auftritt auf der Hochzeit sehr schön klingen wird.
Sonntag, 12. März 2023
Gleich nach dem Frühstück machten sich mein Bruder, J, L und ich auf den Weg zum Münchener Hauptbahnhof. Wir kamen etwa zehn Minuten vor Abfahrt des Zuges auf dem Gleis, der mir unter „Meine Tickets“ in der Deutsche Bahn App angezeigt wurde, an. Interessanter Weise war der Zug zu dieser Zeit bereits abgefahren. Und zwar erst seit ungefähr drei Minuten. Insgesamt fuhr unser Zug dreizehn Minuten eher ab als angekündigt. An der Information im Hauptbahnhof wurde mir unkompliziert eine Bescheinigung ausgestellt. Mir wurde zudem zugesichert, dass ich nun jeden beliebigen Zug nach Leipzig nehmen dürfe. Etwa eine Stunde später als geplant saßen L und ich im nächsten Zug. Auf Anraten des Zugbegleiters stiegen wir spontan in Bamberg um und fuhren nur zehn Minuten später mit unserem ursprünglichen Zug, der dreizehn Minuten eher von München losfuhr, nach Leipzig weiter. Dieser Zug hatte nämlich auf seiner Fahrt nach Bamberg eine Stunde Verspätung angehäuft. Mir ist auf meinen zahlreichen Fahrten mit der Deutschen Bahn schon so einiges passiert, aber es bleibt doch immer wieder spannend.