Tagebuch – 21. April 2023

Alltagsschnipsel

Meine Nacht war nur mittelgut. Als ich gestern um kurz vor zehn Uhr schlafen ging, war ich offenbar noch nicht müde genug, um schnell einschlafen zu können. Es dauerte sehr lange, ehe ich einigermaßen zur Ruhe fand. L hingegen hatte eine ruhige und störungsfreie Nacht hinter sich. 

Viertel nach sieben am Morgen (also Viertel acht) fuhr ich gemeinsam mit meinen Kollegen A und H mit dem Auto ins Büro nach Erfurt und am Nachmittag aufgrund des Streiks der Deutschen Bahn auch wieder zurück nach Leipzig. Auf der Hinfahrt unterhielten wir uns angeregt über die zahlreichen Möglichkeiten, Geld zu investieren, im besten Fall zu vermehren, aber im Ergebnis doch eher zu verspielen. (Bei diesem Thema war ich raus, aber ich hörte amüsiert und aufmerksam zu.) Die Rückfahrt fiel wesentlich schweigsamer aus. Wir werteten den heutigen Workshop aus, waren aber alle sehr müde vom Arbeitstag.

Seit zwei Tagen meckert mein Körper mit mir. Er will Pause und Ruhe. Als ich am Abend alle Aufgaben erledigt hatte, war ich fix und fertig. Ich spürte in jeder einzelnen Zelle meines Körpers sehr deutlich stärkere Stress- beziehungsweise Erschöpfungsanzeichen. Das Wochenende werde ich nun ausschließlich für meine Erholung nutzen. Ich werde kaum etwas im Haushalt und im Allgemeinen auch nur das Allernötigste erledigen.

Was heute schön war:

Teamfrühstück.
Zum Auftakt unseres heutigen Workshops veranstalteten wir ein Teamfrühstück mit sechs verschiedenen Variationen belegter Brötchen, die wir vor zwei Wochen in der Bäckerei schräg gegenüber unseres Büros vorbestellt hatten. Diesmal war definitiv für jeden Geschmack etwas dabei.


Workshop.
Von 09:30 Uhr bis kurz nach 15 Uhr fand heute der zweite Teil unseres Workshops für ein neues Firmenleitbild statt. Nahmen beim ersten Mal noch sechzehn Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter teil, waren es diesmal aufgrund von Krankheit und Urlaub „nur“ noch zwölf.
Nach einer kurzen Einleitung mit Rückblick, was wir Ende März 2023 erarbeitet hatten, sollten wir im ersten Teil nun herausfinden, wie wir die Firma jetzt und in Zukunft und wie wir uns selbst in der Firma sehen. Es kamen wieder spannende Aussagen ans Tageslicht.
Im zweiten Teil diskutierten wir über die Stärken unserer Firma. Da wir uns stellenweise in Detaildiskussionen verloren, wird es beim dritten Workshop im Laufe der nächsten Wochen an dieser Stelle weitergehen.

Eis essen.
M, die Mama einer von Ls Schulfreundinnen, war so lieb und holte L am Nachmittag mit von der Schule ab. So musste ich auf der Rückfahrt nach Leipzig nicht so hetzten. Als ich kurz vor 17 Uhr zurück war, lief ich zur Eisdiele gegenüber der Schule, setzte mich zu den anderen, die dort auf mich warteten, gönnte mir ebenfalls noch zwei Kugel Eis und versuchte zu entspannen.

Tagebuch – 20. April 2023

Alltagsschnipsel

Gestern Abend vor dem Einschlafen erzählte mir L, dass ihr das Lesen mittlerweile großen Spaß macht. Sie meinte, dass sie mir anfangs nur vorgelesen habe, damit sie „endlich schlafen gehen kann“ und ihre Lehrerin nicht traurig ist. Nun hat sie Gefallen daran gefunden. Das freut mich total, denn erstens bin ich selbst ein Bücherwurm und zweitens habe ich in der Abteilung für Kinder- und Jugendbücher noch etliche spannend klingende Werke gefunden, die ich gern von L vorgelesen bekommen möchte.

Ich habe nachts wieder wunderbar und störungsfrei geschlafen. Ich hoffe, dass die nächste schlafärmere Nacht noch eine Weile auf sich warten lässt.

Als L und ich morgens die Wohnung verließen, waren es draußen gerade einmal zwei Grad Celsius. Das ist ganz schön kalt. Die Bäume, Büsche und Sträucher scheint das zum Glück nicht zu tangieren. Ich merke seit Anfang der Woche, wie die Natur um uns herum immer grüner wird. Ich freue mich schon sehr auf den morgigen, aber vor allem auf den übermorgigen Tag mit jeweils um die zwanzig Grad Celsius.

Der heutige Arbeitstag war wieder unglaublich produktiv. Ich schaffte sehr viel. Zum einen ist die Umstrukturierung der Personalakten für die Hälfte unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter fertig, zum anderen konnte ich die Inhalte der am 4. April 2023 durchgeführten Retrospektive nachbereiten.

Was heute schön war:

Telefonat mit J.
Mittags telefonierte ich mit meiner Freundin J aus Dresden. Sie teilte mir unter anderem mit, dass sie ab Herbst die Doktorandenstelle bekommen hat. Ich habe beschlossen, dass es mehr als an der Zeit ist, sie mal wieder zu besuchen. Ich war das letzte Mal im Jahr 2018 zu Besuch bei ihr.

Schnatterrunde.
Nach dem Abholen aus der Schule gingen L und ich in den nahegelegenen Rewe Supermarkt. Dort trafen wir zwei ihrer Schulfreundinnen und ihre Mamas. Wir gaben uns große Mühe, nicht sämtliche Gänge zu blockieren, während wir uns über Dies und Das unterhielten. Ich merkte mal wieder, wie wichtig so ein gelegentlicher Austausch ist, denn jede von uns hat andere Informationen über verschiedenste (Schul-)Themen. Jetzt haben wir alle wieder den gleichen Stand.

Tagebuch – 19. April 2023

Alltagsschnipsel

Die Nacht war sehr gut. Ich konnte viele Stunden ungestört schlafen und wachte heute Morgen ausgeschlafen und fit für den bevorstehenden Tag auf.

Es ist immer noch unfassbar kalt draußen. Ich ziehe morgens nach wie vor meine Winterjacke an und trage Mütze, Schal und Winterschuhe. Ein Blick in die Wetterapp verspricht auch nur zwei Tage Frühling für Freitag und Samstag in dieser Woche.
Mit S, der Mama einer Schulfreundin von L, unterhielt ich mich am Nachmittag kurz über die Temperaturen. Sie meinte, vor einem Jahr saß sie bereits mit ihrer Tochter nur im T-Shirt bekleidet auf dem Balkon. Ich bilde mir somit die fehlende Frühlingswärme nicht ein.
Als L und ich am Morgen das Haus verließen, bewunderten wir die Wolkenkonstellationen am Himmel. Auf der einen Seite sahen wir helle Wolken, hinter denen die Sonne hervorblickte, auf der anderen dunkle Regenwolken, die Ungemütlichkeit versprachen.


Den heutigen Arbeitstag nutzte ich für das Abarbeiten von Aufgaben, die ich schon eine Weile vor mir hergeschoben hatte. Super eilig waren sie zwar nicht, aber irgendwann wollten sie natürlich trotzdem erledigt werden. Es fühlte sich kurz vor der Mittagspause unfassbar gut und befreiend an, dass ich sie nun nicht noch einen weiteren Tag mit mir herumschleppen muss. Im Allgemeinen war mein Arbeitstag sehr produktiv. Ich kam gut voran und konnte konzentriert arbeiten.

Was heute schön war:

Massage.
Die Masseurin meines Vertrauens krabbelte nachmittags erst wieder auf mir herum, ehe sie zahlreiche Verspannungen, vor allem im Schulter- und Nackenbereich, wegmassierte. Nach der Behandlung schien sie mit ihrem Ergebnis sehr zufrieden zu sein. Ich fühlte mich auch wunderbar.

Eis essen.
L und ich erwischten offensichtlich ein zwanzigminütiges sonniges Zeitfenster, um uns in der Eisdiele gegenüber der Schule je zwei Kugeln Eis zu holen. Kaum hatten wir dieses verspeist, zogen dunkle Wolken auf, aus denen es wenig später regnete. Zudem kam ein starker Wind auf. Da hatten wir wirklich Glück.

Tagebuch – 18. April 2023

Alltagsschnipsel

Wegen meines akuten Schlafmangels ging ich gestern Abend bereits um kurz nach 21 Uhr ins Bett. Ich schlief auch direkt ein. Heute Morgen wachte ich erst durch das Klingeln des Telefonweckers auf. Laut meiner Fitbit-Uhr hatte ich eine sehr gute Nacht mit achteinhalb Stunden Schlaf. Genauso munter und ausgeschlafen fühlte ich mich auch.

Nachdem ich L in die Schule begleitet hatte, fuhr ich ins Büro nach Erfurt. Heute war ich alleine und ohne einen oder mehrere Kollegen unterwegs. Sowohl auf der Hin- als auch auf der Rückfahrt hörte ich je ein Hörspiel von „Die drei ???“. Die Geschichten waren fesselnd und spannend. Die Autobahnen waren größtenteils frei und über das Wetter konnte ich mich ebenfalls nicht beklagen.

Im Büro selbst hatte ich heute Vormittag zwei wichtige Termine, die ich gemeinsam mit meinem Kollegen/Freund M führte.
Zum einen handelte es sich um ein Vorstellungsgespräch, bei dem sich die Bewerberin nicht nur als überaus erfahren, lösungsorientiert und intelligent entpuppte, sondern auch sehr sympathisch rüberkam. Gerade der letzte Punkt ist bei so einer kleinen Firma wie der unseren überaus wichtig. Nächste Woche kommt sie nochmals zu uns ins Büro, um über Vertragsdetails zu sprechen. Vielleicht können wir im Mai bereits eine neue Mitarbeiterin begrüßen.
Der zweite Termin war ein internes Update zum Fortschritt bei der Testautomatisierung. Zu meiner und vermutlich auch Ms Überraschung, waren die beiden Mitarbeiter gut und viel besser vorbereitet als erwartet. Sie konnten uns einen übersichtlichen Einblick in das bisher Geschehene und eine realistische Zeitschiene für die nächsten Wochen präsentieren.

Was heute schön war:

Teammeeting.
Alle drei Wochen findet an einem Dienstag unser Teammeeting statt. Heute war endlich mal wieder so ein Dienstag. Knapp die Hälfte des Teams befand sich im Büro in Erfurt, die andere schaltete sich remote dazu. Wir sollten diesmal unter anderem zwei Wahrheiten und eine Lüge über uns erzählen. Das war überaus spannend und witzig, weil wieder so manches Geheimnis über eine Kollegin oder einen Kollegen ans Licht kam.

Pizza.
L hatte gestern Abend schon Appetit auf eine Pizza Funghi. Ich vertröstete sie aber auf heute. Nachdem wir am späten Nachmittag wieder zu Hause waren, bestellte ich uns zwei Pizzen mit Champignons. Da ich einen überaus interessanten Geschmack habe, kam auf meine Pizza Funghi noch die Extrazutat Ananas mit drauf. Mmmmh lecker. L aß drei von vier Stücke ihrer Pizza Funghi. Sie hatte offensichtlich wirklich großen Hunger.

Tagebuch – 17. April 2023

Alltagsschnipsel

Welch bescheidene Nacht liegt hinter mir. Tief geschlafen hatte ich lediglich fünfundvierzig Minuten zwischen fünf und sechs Uhr morgens. Zu viel ging mir im Kopf herum, das verarbeitet werden wollte. Die Gedanken gaben einfach keine Ruhe. 
Wenigstens schlief L ruhig und friedlich. Sie redete aber unglaublich viel im Schlaf. Ich erinnere mich an Wortfetzen wie “reinschmuggeln” und “Halloweenkostüm”. In ihren Träumen ging es offenbar gut ab.

Ich bin sowas von urlaubsreif. Die Ostertage bei meinen Eltern hatten zwar ein wenig zum Abschalten beigetragen, die Zeit danach mit Ls Krankheit und den dadurch für mich weggefallenen zwei Tagen kindfrei haben aber deutliche Spuren hinterlassen. Bis Mitte Mai, wenn ein sehr langes Wochenende bevorsteht, werde ich noch durchhalten müssen.

Was heute schön war:

Alltag.
Endlich wieder Routine! Das frühe Aufstehen nehme ich dafür gern in Kauf. So sehr ich meine L liebe, dauerhaft aufeinander hocken tut uns beiden einfach nicht gut. 
Nachdem sie heute die letzten Meter alleine zur Schule ging, machte ich meinen kleinen Morgenspaziergang an der frischen Luft. Das war wunderbar.

Rückentraining.
Da ich Samstag kurz befürchtet hatte, eine Art Hexenschuss zu haben, nutzte ich zwanzig Minuten meiner Mittagspause für ein Krafttraining im Rückenbereich. Zeit wurde es. Ich bin zwar mit Mitte dreißig noch nicht alt, arbeite aber seit Jahren sehr viel im Sitzen. Das ist nicht spurlos an meinem Körper vorbeigegangen.

Eis essen.
Nach der Schule besuchten L und ich eine unserer beiden Stammeisdielen. L bestellte sich eine warme Waffel mit Apfelmuseis, die sie auch fast ohne meine Hilfe schaffte, ich genoss ebenfalls eine Kugel Apfelmuseis und eine Kugel Cherry-Chocolate-Cake.

Tagebuch – 16. April 2023

Alltagsschnipsel

Ich habe in der Nacht nur so mittelgut geschlafen und lag viel (halb)wach herum. Zum Glück konnten wir heute nochmals ausschlafen, sodass ich ausreichend viel Schlaf abbekam, um gut durch den Tag zu kommen.

Am späten Nachmittag konnte sich L für ein paar Deutschübungen motivieren. Nach nicht mal einer Viertelstunde waren die Aufgaben erledigt. Sie las mir im Anschluss daran sogar noch zehn Minuten vor und erhielt eine weitere Unterschrift in ihrem Lesepass.

Was heute schön war:

Kinobesuch.
Obwohl L und ich erst am Freitag im Kino waren, gingen wir heute Mittag schon wieder hinein und schauten uns den Film “Die Olchis – Willkommen in Schmuddelfing” an. 

Stadtbummel.
Nach dem Film schlenderten L und ich im Nieselregen durch die nahezu menschenleere Leipziger Innenstadt. L hatte Hunger und erneut Appetit auf das Happy Meal bei McDonald’s. Da ich vor ein paar Tagen feststellte, dass sie etwas Untergewicht hat (die Krankheiten im Dezember, Februar und April haben Spuren hinterlassen), hatte ich nichts dagegen einzuwenden. Ich selbst bestellte für mich nichts, futterte L aber einige Pommes weg. 

Tagebuch – 15. April 2023

Alltagsschnipsel

Herrlich und bis Viertel nach acht, also Viertel neun, geschlafen. L wachte erst um neun auf, sodass ich genug Zeit hatte, um richtig wach zu werden und in Ruhe im Internet zu lesen. Ich mag entspannte Starts in den Morgen sehr.

Ein Blick aus dem Fenster zeigte Regen. Ein Blick in die Wetterapp zeigte für den ganzen Tag Dauerregen. Es wurde somit ein sehr gemütlicher Samstag für L und mich mit (Vor)Lesen, Fernsehen einschließlich eines gemeinsamen Filmabends und einer kleinen Ausmist- und Aufräumaktion im Kinderzimmer. Bei dieser machte ich offenbar eine falsche Bewegung. Ich fürchtete zunächst, mir einen Hexenschuss zugezogen zu haben, und war kurz darauf umso erleichterter, als ich mich noch bewegen konnte. 

Was heute schön war:

Ausflug.
Gegen Mittag verließen L und ich doch noch die Wohnung. L wünschte sich mal wieder bei McDonald’s zu essen. Da ich auf die Leipziger Innenstadt keine große Lust hatte, fuhren wir mit dem Auto zu einer Filiale nach Großpösna. Dort waren wir noch nie und wissen jetzt, was es dort alles gibt.

Tagebuch – 14. April 2023

Alltagsschnipsel

L und ich haben gut und störungsfrei geschlafen. Kurz nach um sieben war ich wach, las im Internet und begann anschließend zu arbeiten. L wachte erst gegen halb neun auf.

Den heutigen Arbeitstag nutzte ich wieder für die Umstrukturierung der Personalakten. Mit einigen Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen bin ich sogar sowohl in der elektronischen Ablage in unserer Nextcloud als auch im Tool Personio fertiggeworden. Etwas Zeit wird das Ganze sicher noch in Anspruch nehmen.

Meine Meinung zum Tool selbst ist noch etwas zwiegespalten. Vieles stellt sich nun im täglichen Gebrauch als zäher und umständlicher als zuvor gedacht dar. Beispielsweise das Einloggen. Das nervt mich tatsächlich momentan am meisten, da trotz Passwortspeicherung falsche Daten eingetragen werden und ich diese händisch korrigieren muss. Mal schauen, ob ich das ändern kann. Und über die Usability mag ich gar nicht erst reden.

Was heute schön war:

Kuchen backen.
L wollte Kuchen backen. Ich wollte nicht schon wieder Nein sagen und sie zum Spielen in ihr Zimmer schicken oder vor dem iPad parken, deshalb einigten wir uns darauf, dass wir den Teig in meiner Mittagspause anrühren. 
Wir holten mittags meine Teddykuchenform aus dem Schrank und sämtliche Zutaten hervor. L hatte wirklich große Lust zu backen und bereitete den Teig fast alleine zu. Nach der Backzeit lächelten uns vier Teddyschokoladenkuchen an, von denen wir bereits einen auffutterten.

Kinobesuch.
Mittags fragte L, ob wir nicht heute schon ins Kino in den 3D-Film “Super Mario Brothers” gehen wollen. Ich schaute auf der Website des Kinos nach und fand für die Vorführung am späten Nachmittag noch zwei freie Plätze in der hintersten Reihe. 
Diesmal teilten wir beide uns eine kleine Popcorntüte. Das reichte tatsächlich völlig für unsere Sättigung aus. 
Vom Film selbst war ich positiv überrascht. Der Trailer, den ich mehrmals in den letzten Wochen gesehen hatte, sagte nicht ansatzweise etwas über die Handlung aus. Ich hörte sogar an sehr vielen Stellen die Melodien von meinem ersten Gameboy Spiel. L und ich waren begeistert und empfehlen den Film guten Gewissens weiter.

L und ich könnten eigentlich auch gleich ins Kino ziehen …

Tagebuch – 13. April 2023

Alltagsschnipsel

Geschlafen hatte ich in dieser Nacht an und für sich gut. Allerdings war es gestern eindeutig zu spät für mich, erst 23 Uhr das Licht auszumachen. Aufgewacht bin ich bereits kurz vor sieben Uhr. Ich fühlte mich zwar nicht gerädert, merkte aber schon, dass mir etwas Schlaf fehlte. Da ich heute von zu Hause aus arbeitete, hatte ich noch ein wenig Zeit, im Internet zu surfen und meine Duolingo-Übungen in Schwedisch zu absolvieren. Ich brauchte somit nicht sofort aufstehen.

Es fiel mir schwer, in die Arbeitswoche zu starten. Richtig Lust hatte ich nicht. Zudem wuselte L zu Hause herum, sodass sich auch kein richtiges Arbeitsfeeling einstellen wollte. Ich arbeitete nach dem Lustprinzip und suchte mir eine Aufgabe heraus, die wichtig war und auf die ich auch Lust hatte. Ich musste ohnehin die Meldung an unsere Lohnbuchhalterin für unsere April-Gehälter machen, also blieb ich gleich bei der Umstrukturierung unserer Personalakten hängen. Die Daten pflegte ich in das neue Tool Personio ein und änderte sie auch bei mir in der elektronischen Ablage. In Papierform werde ich die Unterlagen im Laufe der nächsten Wochen ebenfalls umändern müssen.

Was ist schlimmer als mit einem kranken Kind im Homeoffice zu sein? Richtig! Mit einem allmählich wieder gesund werdenden Kind im Homeoffice zu arbeiten.
Uhhhh. Heute gab es richtig Knatsch. Gestern tanzte mir L schon ein wenig auf der Nase herum und wurde frech. Doch heute trieb sie es auf die Spitze. Da mir kalt war und ich mich ohnehin frisch machen wollte, ging ich in meiner Mittagspause kurz in die Badewanne. Diesen Umstand nutzte sie, um ihre schlechte Laune oder Langeweile oder beides an mir auszulassen. Ich weiß schon gar nicht mehr, was der Auslöser war, jedenfalls zog sie sich ihre Stiefel und Jacke an und verließ die Wohnung. Sie kündigte zuvor an wegzugehen. In der Badewanne liegend, konnte ich so schnell gar nicht reagieren. Dass sie nur so tat und im Treppenhaus kurz auf und ab lief, war mir von vornherein klar, deshalb verfiel ich auch nicht in Panik. Wer L kennt, weiß zudem wie unfassbar anhänglich sie ist. Sie würde mich im Moment nie verlassen. Dennoch sagte ich ihr später, wie bescheiden ich diese Aktion fand und dass sie mir damit sehr wehgetan hatte. Dieses Beispiel ist nur eines von vielen.
Dummerweise fühlte ich mich danach mal wieder wie die schlechteste Mama aller Zeiten. Es kamen erneut die Gedanken in mir auf, alles falsch zu machen. Es fällt mir sehr schwer, mich von solchen Gedanken nicht herunterziehen zu lassen, denn schließlich bin nicht nur allein ich für Ls Entwicklung zuständig. Die Gesellschaft in Form von Familie, Schule, Freunden und Freundinnen etc. leistet neben mir auch ihren Beitrag. Aber trotzdem … im Kern mache ich viel falsch. Dabei gebe ich mir echt große Mühe.

Was heute schön war:

Einkaufsbummel.
Am Nachmittag legte ich nochmals eine Arbeitspause ein. L und ich gingen an die frische Luft, bummelten ein wenig durch unser kleines Städtchen Markkleeberg und fuhren mit dem Auto zum Moritz Hof nach Lößnig. L wollte unbedingt ihr Taschengeld unters Volk bringen. Ich kaufte uns Band 12 der Buchreihe „Die Schule der magischen Tiere“, für L einen Gürtel, für mich ein paar lustige Socken und eine Schlumperhose. (Die letzten beiden Artikel waren Impulskäufe. Ich brauche aktuell weder eine gemütliche Hose noch ein paar Socken.)

12 von 12 im April

Alltagsschnipsel

Die Nacht war sehr gut. L hatte weder Fieber oder erhöhte Temperatur noch daraus resultierende Fieberträume. Wir schliefen beide ohne Unterbrechungen bis zum Morgen durch. Ich erwachte bereits kurz nach halb acht und surfte noch ein wenig in Ruhe im Internet herum. Den heutigen Tag hatte ich schließlich noch Urlaub. L wachte eine Stunde später auf.


Als ich nach einer kurzen Badrunde die Küche betrat, fiel mein Blick zuerst auf die gestern gekauften wunderschönen Tulpen. L und ich konnten uns nicht einigen. Ich wollte die orangefarbenen, sie die gelb-pinken. Wir nahmen letztendlich beide.
Ich musste auch gleich wieder daran denken, dass ich bis vor wenigen Monaten strikt gegen den Kauf von Schnittblumen war. Ich verschenkte zudem nur Blumenkörbe. Mittlerweile hat sich das geändert. Der Winter war so lang und grau, dass ich irgendwann im Januar diesen Jahres damit anfing, mir vom Einkauf bunte, frische Blumen mitzunehmen. Seitdem habe ich auch nicht damit aufgehört.


Neben meinem heiß geliebten Schokocappuccino bereitete ich mir zum Frühstück eine Portion Cornflakes mit veganer Milch und einer Menge Obst zu. Ich hatte endlich mal wieder Appetit auf etwas Frisches zum Frühstück. L wollte lediglich Cornflakes mit Milch essen.


Nach dem Essen blieb ich am Küchentisch sitzen und widmete mich eine Viertelstunde lang meinem Lieblingsterminkalender „Ein guter Plan“. Wer gern Denkanstöße, Alltagstipps, Wochenübersichten und monatliche Auswertungen mag, dem sei dieser Terminkalender hiermit wärmstens empfohlen.

Den Vormittag nutzte ich für Tätigkeiten im Haushalt. Meine Zimmerpflanzen bekamen endlich wieder Wasser, ich bezog das Bett neu und räumte einen Oberschrank auf, in dem sich in den letzten Wochen einiges angesammelt hatte. Mit meinem Bruder telefonierte ich über eine Stunde.


Mittags fuhren L und ich nach Zwenkau.
Wie hielten zuerst fünf Minuten vor einem Gymnasium, dessen Lage und äußeres Erscheinungsbild ich mir ansehen wollte. (Man kann nie frühzeitig genug schauen, auf welche Schule L in drei Jahren wechseln könnte.)
Anschließend fuhren wir zum Hafen des Zwenkauer Sees. Eine halbe Stunde ist das Parken hier kostenlos. Wir entdeckten gleich einen sehr schönen Spielplatz. Ich erfreute mich am Anblick des Wassers und der Boote, während L rutschte und mit dem Bagger hantierte.
Es ist eindeutig ersichtlich, dass alles im Hafenbereich in Zwenkau auf den Tourismus im Sommer ausgelegt ist. Eine Ferienwohnung reiht sich an die nächste. Auch an Restaurants mangelt es nicht. Wenn L und ich im Sommer Lust auf viele Menschen haben, kommen wir sicher auch mal zum Baden an diesen See.


Nachmittags holten wir die gestern Abend von mir vorbestelle Magic Bag in einem vietnamesischen Restaurant ab. Es war wieder reichlich Essen in der Verpackung enthalten. L und ich konnten heute jede zweimal davon essen. Zum Essen dazu gab es selbst gemachten Bubble Tea, diesmal goss ich über die Lychee-Perlen lauwarmen Apfel-Feige-Tee.

Den restlichen Tag werden wir mit (vor-)lesen und fernsehen verbringen. Meine täglichen Duolingoübungen absolviere ich später auch noch. Da L Ferien hat und zudem krank ist, arbeite ich morgen und übermorgen von zu Hause aus. So kann ich ein wenig länger schlafen. 🙂