Im März werde ich …
… ein neues Buch meiner Lieblingsautorin lesen
… einige Thai Massagen genießen
… einen Arzttermin wahrnehmen
… mit L nach Chemnitz fahren, um N, N und ihre Großeltern zu besuchen
… wieder mit dem Laufen beginnen
… und meine tägliche Sportroutine aufrechterhalten
… mit L meinen Bruder und J in München besuchen
… mich über den Besuch meiner Eltern in Markkleeberg freuen
… Ls 7. Geburtstag feiern
… am dritten Open Space Friday teilnehmen
… mit L ein Wochenende in Erfurt verbringen
… L eine Kindergeburtstagsfeier mit Freunden aus dem Kindergarten ermöglichen
… Klavier und Saxophon spielen
Autor: Katja
Gedanken- und Alltagsschnipsel im Februar
Alltagsschnipsel, Dies & DasDas erste Schulhalbjahr ist nun vorbei. Am 10. Februar brachte L ihr erstes Zeugnis beziehungsweise ihre erste Halbjahresinformation mit nach Hause … und diese war überraschend ehrlich geschrieben.
Den Kindern wurde kein Honig ums Maul geschmiert. Es wurde klar und deutlich formuliert, was schon gut klappt und woran sie in Zukunft arbeiten sollen, um sich zu verbessern.
L macht Sachkunde, Deutsch, Sport, Englisch und Kunst am meisten Spaß. Wir nutzten für Mathe nun die Winterferien, um das Rechnen im Zahlenraum bis zehn zu festigen, indem L jeden Tag ein paar Übungen entweder über die Anton App oder mithilfe eines Aufgabenblattes absolvierte. Sie gab sich (fast immer) große Mühe und ich konnte mich davon überzeugen, dass sie den Unterrichtsstoff verstanden hat.
Im zweiten Schulhalbjahr wird es kleinere Änderungen, aus meiner Sicht zu Gunsten der Motivation der Kinder, geben. Ich bin gespannt, was L in den nächsten Monaten noch alles lernen wird. Mir ist wichtig, dass sie weiterhin mit Freude zur Schule geht und sich in jedem Fach anstrengt.
***
Den Februar nutzte ich intensiv für die Vereinbarung von sämtlichen Arztterminen (inklusive Krebsvorsorgen) sowohl für mich als auch für L. Darüber bin ich wirklich sehr stolz, denn ich lasse dies gern schleifen. In den nächsten Monaten werde ich mich also bei vertrauten und neuen Ärztinnen vorstellen. Das fühlt sich sehr erwachsen an.
***
In dem von mir als Scrum Master betreuten Projekt fand Anfang des Monats die erste Retrospektive in Person in unserem Erfurter Büro statt. Das war für alle aus dem Team einschließlich mir eine ganz neue Erfahrung.
Schaffe ich es full remote locker, fünf Methoden in meiner Retrospektive einzubauen, musste ich diesmal aufgrund der vorangeschrittenen Zeit eine Methode komplett streichen und eine andere stark abwandeln und verkürzen.
Wir hatten dennoch viel Spaß, viel gelacht und zudem wertvolle Informationen für unsere zukünftige Arbeit im Projekt gesammelt.





Ein Wochenende im Februar
AlltagsschnipselDieses Wochenende war es soweit! Ich löste einen M und mir zur Hochzeit im Herbst 2019 geschenkten Kurzurlaub-Gutschein für zwei Personen ein. Da ich nicht ewig durch die Weltgeschichte fahren wollte und die Gegend zudem noch nicht kannte, entschied ich mich für die kleine Stadt Merseburg in Sachsen-Anhalt. L durfte mich begleiten.
Freitag, 17. Februar 2023
Ich holte L am Nachmittag aus dem Ferienhort ab und fuhr mit ihr auf direktem Wege in unser Hotel in Merseburg. Auf der kurzen Fahrt hörten wir ein Hörspiel von „Die Schule der magischen Tiere“ zu Ende. Viel los war auf der Autobahn nicht. Der Wind sorgte allerdings dafür, dass die meisten Autofahrerinnen und -fahrer langsam(er) fuhren. So auch ich.
Da die umliegenden Parkplätze in der Nähe des Hotels regelrecht nach Ordnungsgeld schrien, machte ich meinem Ruf als Weit-weg-Parkerin alle Ehre und parkte das Auto auf dem Besucherparkplatz des Klinikums und somit etwa sechs Gehminuten vom Hotel entfernt.
Mit meinem Gutschein konnte ich wenig später problemlos an der Rezeption einchecken. L und ich bekamen ein Hotelzimmer im vierten Stockwerk. Wir waren beide von der Größe des Schlaf- und Badezimmers positiv beeindruckt und machten es uns gleich im Hotelbett gemütlich.

Eine Stunde später liefen wir zum Klinikum zurück, bezahlten einen Euro Parkgebühr und fuhren das Auto zweihundert Meter weiter auf einen kostenlosen Parkplatz. Den hatte ich bei der Ankunft nicht sofort entdeckt.
Wir waren beide schon hungrig und entschieden uns für das Restaurant zur Goldenen Möwe. Auf dem anderthalb Kilometer langen Weg dorthin nahm der Wind immer mehr zu und der Himmel wurde zusehends dunkler und dunkler. Von einem gemütlichen kleinen Erkundungsspaziergang hatte das nicht mehr viel. Als L mit ihrer „Tornado“-Angst kurz vor einer kleinen Panikattacke stand, sah ich zu, dass wir McDonald’s schnell erreichten. L und ich essen sehr selten bei McDonald‘s. Am liebsten und ausschließlich im Urlaub. Sehr zu meinem Bedauern gab es dort leider keinen veganen Burger. Vermutlich waren die Zutaten aus. Ich aß mich somit an einer großen Portion Pommes mit Ketchup satt.

Eine halbe Stunde später verließen wir McDonald‘s und huschten im strömenden Regen schnell über die Straße, um bei ALDI noch ein paar Kleinigkeiten für den Abend einzukaufen. Wie durch ein Wunder war der Starkregen nach unserem Einkauf vorbei und wir konnten den zwanzigminütigen Fußmarsch zurück zum Hotel entspannt, bei milden Temperaturen und ohne viel Gemecker seitens L zurücklegen.

Abends machten wir es uns im Hotelzimmer gemütlich, lasen im zehnten Band der Reihe „Die Schule der magischen Tiere“ vor und schauten fern – allerdings über das mitgebrachte iPad. Das lineare TV-Programm sprach uns so gar nicht an.
Samstag, 18. Februar 2023
Aus einem unerklärlichen Grund wachte ich bereits kurz nach 6 Uhr auf und konnte nicht mehr weiterschlafen. Ich nutzte die Zeit bis zu Ls Erwachen um Viertel nach neun und las in meinem Buch weiter. Ich habe nach langem Suchen endlich mal wieder ein fesselndes Abenteuer gefunden. Schade für den Lesefluss sind allerdings die vielen Grammatikfehler.
Gegen um neun waren L und ich beim Frühstück. Die Auswahl war sehr gut und wir aßen uns beide richtig satt. Wäre es bereits Frühling mit warmen Temperaturen, hätten L und ich sicherlich draußen gefrühstückt. Der Außenbereich sah sehr einladend aus.




Nach dem Frühstück spielten L und ich drei Runden des Benjamin Blümchen Memory Spiels, welches Teil des Happy Meals war. Anschließend löste L drei Matheaufgabenblöcke in der Anton App.
Bei heftigem Wind, der L erneut an den Rande des Wahnsinns trieb, machten wir uns am Vormittag auf den Weg zum Schloss und Dom Merseburg. Ich konnte den schönen Schlossgarten, das beeindruckende Schloss, die eingesperrten Raben, welche die Merseburger Rabensage aufrechterhalten sollen, und den Dom nicht in Ruhe betrachten, da L lautstark um ihr Leben fürchtete. Für einige Fotos hat unser Ausflug dorthin aber gereicht.











Ich habe auf unserer Erkundungstour den Eindruck gewonnen, dass Merseburg nach dem Fall der Mauer und dem Beitritt zur Bundesrepublik Deutschland vergessen wurde. Und das finde ich wirklich sehr schade. Die kleine Stadt hat aus meiner Sicht Potential. Diese Wohnblöcke beispielsweise gab es in Erfurt in den 90er und Anfang der 00er Jahre auch noch zuhauf. Sie wurden mittlerweile jedoch entweder abgerissen (Asbest) oder vollständig saniert und renoviert. Hier in Merseburg sind sie nach wie vor Teil des Stadtbildes. Es wohnen auch offenbar noch Leute darin.


In der kleinen Einkaufsstraße gingen L und ich in drei Geschäfte, kauften unter anderem ein Paar Ohrringe für mich, ein Sommerkleid für L und Babysachen, die ich B zur Geburt ihres Sohnes schenken möchte.

Wieder im Hotelzimmer angekommen, ruhten wir uns beim Lesen und Fernsehen (L schaut gern die Sendung Klein gegen Groß) eine Stunde aus. Ich war ganz schön erschöpft.
Halb drei saßen L und ich im Kinosaal 2 des Domstadtkinos. An der Kinokasse bekamen wir sogar noch richtige Kinokarten ausgedruckt. Besonders begeistert waren wir von dem Kindermenü, bestehend aus Popcorn, Softdrink, einem Riegel Kinderschokolade und einem Milcheis. Das Menü war liebevoll zusammengestellt und preislich angemessen. Schade, dass die großen Kinoketten sowas nicht anbieten. Wir schauten uns den Film „Mumien – Ein total verwickeltes Abenteuer“ an. Ein wunderbarer, lustiger und toller Familienfilm. Wir können ihn guten Gewissens weiterempfehlen.




Abends machten L und ich uns auf den Weg zum Asia-Restaurant Kim Dynastie, bekamen zum Glück noch einen Tisch und ließen uns das leckere, abwechslungsreiche Buffet schmecken. Die Erdnusssauce war unglaublich lecker.



Bevor uns beiden halb zehn im Hotelbett die Augen zufielen, las ich in meinem Buch weiter und absolvierte meine Schwedischübungen, während L noch ein wenig auf dem iPad spielte.
Sonntag, 19. Februar 2023
Am heutigen Sonntag waren wir beide gegen sieben Uhr wach. Wir blieben noch eine Weile im gemütlichen Hotelbett liegen, ehe wir zum Frühstücksbuffet gingen. Sehr zu unserer Freude gab es Croissants.
Nach dem Frühstück spielten L und ich eine Runde „Mensch ärgere dich nicht“. Das Biene Maja Spiel bekam L von ihrer Tante M geschenkt, die es wiederum aus einem McDonald‘s Happy Meal hat. Ich gewann ganz knapp. Mein Sieg führte leider dazu, dass L eine Dreiviertelstunde nicht mehr mit mir sprach.

So verließen wir gegen 11 Uhr schweigend das Hotelzimmer, checkten schweigend aus, liefen mit unserem Gepäck schweigend zum Auto, das immer noch etwa sechs Gehminuten vom Hotel entfernt parkte, und fuhren schweigend zurück nach Markkleeberg. Erst als ich kurz vor Ankunft ein komplett ausgebranntes Auto am Straßenrand stehen sah und mich lautstark darüber äußerte, sprach das Kindchen wieder mit mir und alles war wie immer.
Zu Hause angekommen verzog sich L gleich zum Spielen in ihr Kinderzimmer. Ich räumte unser Gepäck aus und war etwa anderthalb Stunden im Haushalt beschäftigt.
Weil ich müde war, machte ich sogar etwas Mittagsschlaf, während L auf dem iPad spielen durfte.
Am frühen Nachmittag saßen wir gemeinsam am Küchentisch. L löste ein paar Matheaufgaben, die sie alle richtig rechnete. Freude daran hatte sie aber keine. Es kostete mich viel Überredungskunst, dass sie noch ein paar Minuten weitermacht. Zur Belohnung für ihren Fleiß durfte sie in die Badewanne gehen und dabei ein Hörspiel hören.
Zum Abendessen kochte ich uns Nudeln mit Tomatensoße. Abschließend schauten wir gemeinsam vom Bett aus den zweiten Teil der Harry Potter Filmreihe zu Ende. Es war bereits halb acht, als L plötzlich die Lust packte und sie anderthalb Stunden lang in der Anton App Sachkunde- und Englischaufgaben löste. Und zwar mit einer Freude, dass ich nur so staunte. Sie hatte in beiden Fächern bei den unterschiedlichsten Aufgaben auch nahezu alles richtig.
Um zehn war schließlich unser beider Tag zu Ende. Morgen geht L wieder in den Ferienhort und bastelt Faschingsmasken.
12 von 12 im Februar
AlltagsschnipselAufgewacht bin ich heute gemeinsam mit L um kurz nach acht Uhr und verspürte einen leichten Kopfschmerz an der Stirn. Das ist für mich ungewöhnlich, habe ich doch an super wenigen Tagen im Jahr Kopfschmerzen. Vielleicht ist das merkwürdige Wetter da draußen nicht ganz unschuldig daran.
Noch im Bett liegend, planten L und ich ihre Kindergeburtstagsfeier(n) Ende März und/oder Anfang April. Im Gegensatz zum letzten Jahr werde ich mir dieses Mal nicht so viel Arbeit machen. Sehr wahrscheinlich gehen wir mit einigen Kindergartenfreunden in den Indoorspielplatz in Erfurt und mit einigen Schulfreunden in einen Indoorspielplatz in Leipzig. Wir suchten daraufhin schöne Einladungskarten und gleich Geschenktüten für alle Kinder in Ls Klasse aus. Mit was wir diese letztendlich füllen werden, überlegen wir uns noch.
L spielt in den letzten Tagen sehr oft und viel mit ihren Spielsachen (am liebsten mit ihren Puppen und Kuscheltieren) – und zwar ganz alleine. Normalerweise wurde ich immer in irgendeiner Form in ihr Spiel mit einbezogen. Mich freut es für sie sehr, denn ich glaube, das ist auch ein wichtiger Schritt für sie, nicht permanent an mir zu kleben. Das Chaos im Wohnzimmer war für mich deshalb auch nicht schlimm.

Während L spielte, bereitete ich unser Frühstück zu. Ein leckerer Obstsmoothie durfte dabei nicht fehlen. L aß sehr gut. Ich verabreichte meinem immer noch stark hustenden Kind nach dem Essen Hustensaft, ehe sie begann, ihre Spielsachen für unseren geplanten Erfurt-Aufenthalt zusammenzusuchen. Ich blieb noch etwas am Frühstückstisch sitzen und schrieb in meinem Terminkalender „Ein guter Plan“. Zu meiner großen Freude riefen die Großeltern der beiden Kinder N und N, die im letzten Sommer in dem Nachbarbungalow in Hohenbocka mit uns Urlaub machten, an. Wir verabredeten uns für Samstag in drei Wochen. L und ich werden an diesem Tag zu Besuch nach Chemnitz fahren. Da ich am Abend vermutlich keine Zeit haben werde, absolvierte ich nach dem Telefonat schon meine Italienischübungen auf Duolingo.

Dann wurde es allmählich Zeit, unsere Sachen für Erfurt zu packen. Ich räumte nebenbei auch Ls Zimmer und das Wohnzimmer auf. Dabei entdeckte ich zwei Drachen, die in den letzten Tagen offenbar bei uns eingezogen sein müssen. Ich ruhte mich danach noch aus in der Hoffnung, dass die Kopfschmerzen bis zur Abfahrt am Mittag nachlassen. L durfte auf dem Tablet spielen und etwas schauen. Einzige Bedingung meinerseits war, dass sie vorher eine Übung mit Minusaufgaben in der Anton App löst.



Gegen 13 Uhr begann ich, das Auto mit unseren Gepäckstücken zu beladen und den Müll zu entsorgen. Hierbei beobachtete mich eine süße Katze. Kurz vor halb zwei gab ich im Navi unsere Zieladresse ein und suchte das von L gewünschte Conni-Hörspiel heraus. Schon konnte die Fahrt losgehen. Auf den beiden Autobahnen war absolut nichts los. Wir kamen gut durch und parkten pünktlich 15 Uhr vor unserem ehemaligen Zuhause.

Gemeinsam mit C und A, unseren ehemaligen Vermietern, tranken wir Kaffee und Kakao und aßen die Hälfte des von mir gestern gebackenen Kuchens. Ich spürte nach einer Tasse Kaffee bereits, wie meine Kopfschmerzen allmählich schwächer wurden. Nach einer zweiten waren sie dann endlich völlig verschwunden. Ein Hoch auf das Koffein. Um den Snack, den L lieber als meinen Kuchen aß, nicht zu vergessen, verewigte ich ihn in einem Foto.


Die ersten zwei Stunden unseres fast vierstündigen Besuchs war L äußerst reserviert, sprach zu niemandem ein Wort und tat mit uns allen irgendwie dumm. Ich nutzte einfach dieses merkwürdige Verhalten und berichtete über alle Ereignisse, die sich nach Weihnachten zugetragen hatten. Als L schließlich auftaute, spielten wir gemeinsam mit C.
Bevor wir uns kurz vor 19 Uhr auf den Weg zu Ls Oma M machten, zeigte uns C unsere alte Wohnung, die frisch gemalert und an der ein oder anderen Stelle auch baulich verändert wurde. Der Durchgang zu Cs Büro, die Verbindungstür quasi, wurde entfernt. In zwei Räumen wurde zudem die Deckenhöhe herabgesetzt. Die kurze Besichtigung war sehr interessant. C meinte, sie bekommt in unserer alten Wohnung oft Flashbacks von M.
Kurz nach um sieben trudelten wir bei Ls Oma M ein und aßen Pizza zum Abendessen. Wir schauten anschließend gemeinsam auf der Couch einen von Ls Lieblingsfilmen. Den schwedischen Film „Monky“ finde ich persönlich eher traurig. Außer L, ihrer Oma und mir schauten auch zwei Esel mit. (Ls Oma liebt Esel.) Nach dem Film telefonierten wir ein paar Minuten mit Ls Tante M, machten uns anschließend bettfertig und lagen kurz nach halb zehn auf der Schlafcouch im Gästezimmer, unserem Quartier bis Mittwoch.




Ein Hauch von Frühling!
AlltagsschnipselAls ich L heute Morgen zur Schule brachte, war ich unfassbar überrascht, wie hell es jetzt bereits um kurz nach sieben Uhr ist. Durch Ls Erkältung und die damit einhergehenden Schulfehltage bis einschließlich gestern ist der zeitige Sonnenaufgang irgendwie total an mir vorbeigegangen.
Ich war von der Helligkeit und dem klaren Himmel so begeistert, dass ich meinen zehnminütigen Morgenspaziergang spontan im angrenzenden Waldgebiet bei Ls Schule machte. Mit minus acht Grad Celsius war es heute natürlich unfassbar kalt. Mit einer Frühlingswärme hatte das noch nicht allzu viel zu tun. Bei dem mir unbekannten Waldweg, den ich einschlug, beobachtete ich jedoch die Vögel, die mir eindeutig zeigten, dass der Frühling vor der Tür steht. Ihnen machte die Kälte überhaupt nichts aus. Sie flogen fröhlich umher und spielten miteinander. Auch die Pflanzen lassen mich auf ein baldiges Winterende hoffen.
Mit Blick auf die Wettervorhersage für die nächsten Tagen bekomme ich schon jetzt leuchtende Augen. Es soll tags- und auch nachtsüber wärmer werden. Zudem wird uns stundenlanger Sonnenschein versprochen. Sonne! Ich weiß schon gar nicht mehr, wie sie aussieht. Es liegt eindeutig ein Hauch von Frühling in der Luft! ❤







#WMDEDGT Februar 2023
AlltagsschnipselIch erwachte bereits um kurz nach halb acht. Obwohl ich noch unglaublich müde war, fand ich nicht mehr zurück in den Schlaf. Neben mir lag die seit Donnerstagabend kränkelnde L, der es schwer fiel, vernünftig durch die Nase zu atmen. Den ganzen Dezember über kämpften wir beide gegen mindestens zwei Erkältungsviren, waren erst am Jahresanfang wieder gesund und jetzt, nach nur einem Monat normalem Schul- und Arbeitsalltag, sind wir erneut leicht erkältet. Ich mag es nicht.
Nachdem auch L kurze Zeit später aufwachte, lasen wir kuschelnd im Bett die letzten drei Kapitel des siebten Abenteuers der Buchreihe “Die Schule der magischen Tiere“.
L durfte anschließend je zwei Folgen von Petronella Apfelmus und Conni schauen, während ich uns in der Küche das Frühstück zubereitete. L wünschte sich nur Joghurt, Apfelmus und Smoothie. Ich kochte für uns beide zunächst eine große Kanne Tee, bereitete mir eine Tasse Schokocappuccino zu, ließ mithilfe des Thermomix’ den Obstsmoothie entstehen und schmierte mir ein Brot. Ich nahm noch je einen Tropfen der Vitamine B12 und D3 ein, ehe ich halb zehn mit dem fertigen Frühstückstablett zurück ins Schlafzimmer ging.
L und ich frühstückten das dritte (?) Mal in unserem Leben im Bett und schauten dabei ein paar Minuten vom ersten Harry Potter Film, den L gestern begonnen hatte. Ich spielte vor einer Weile mit dem Gedanken, ein Betttablett bzw. -tisch zu kaufen. Da Frühstück im Bett jedoch eher die Ausnahme bleiben soll und wir bereits das große lilafarbene Tablett besitzen, gewann am Ende die Vernunft und ich bestellte nichts.
Wegen Ls Blässe, Müdigkeit und Husten plante ich am Vormittag meine kommende, terminlich sehr volle Arbeitswoche um und informierte zwei Kollegen darüber, dass ich nicht nach Erfurt fahren werde. Und weil ich einmal so im Flow war, arbeitete ich noch zwei Stunden weiter. Ich bereitete mir sozusagen für die kommende Woche eine Freude, indem ich einige ToDos schon erledigte.
Zum Mittagessen waren wir eigentlich mit H, D und J verabredet. Da L krank ist, ich zumindest ein leichtes Halskratzen verspüre und sich D auch nicht fit fühlt, sagten wir das gemeinsame Treffen in der Stadt ab. Die beiden Männer gingen alleine indisch essen und schickten uns ein Foto von ihrem Beisammensein. Das nächste Mal klappt es bestimmt wieder in größerer Runde.
Ich kochte für L mittags ein paar Nudeln, die mit grünem Pesto verfeinert wurden. Von ihrer Portion aß sie keine fünf Nudeln. Ich war noch satt vom Frühstück.
L durfte nach dem Mittagessen eine Viertelstunde in die Badewanne gehen. Sie genoss sichtlich die Wärme des Wassers, freute sich über die Kräutergerüche des Erkältungsbads und hörte ein Hörspiel. Ich nutzte die paar Minuten und beendete die Arbeitstätigkeit, an der ich schon vor dem Mittagessen saß. Nach dem Baden kuschelten wir uns mit dem begonnenen Hörspiel ins Bett.
Kurz nach 15 Uhr trafen sich J, seine Eltern und ich nach einigen technischen Schwierigkeiten seitens Js Eltern in einem Zoom-Call. Die beiden wollen uns im Frühjahr in Leipzig besuchen kommen. Wir schauten gemeinsam nach einem passenden Wochenende und einigten uns auf eines Ende April. Die meiste Zeit des Calls fühlte ich mich nicht sonderlich wohl. Js Eltern stellten viele merkwürdige Fragen und versuchten, unser Gesagtes aus der Ferne heraus zu analysieren. Die Stimmung war zudem von Beginn an etwas gereizt. Ich hatte das Gefühl, an einem Verhör teilzunehmen.
Direkt nach diesem einstündigen Zoom-Call telefonierten L und ich fünf Minuten mit Ls Oma M, ehe wir es uns wieder im Bett gemütlich machten.
Zum Abendessen probierte ich eine neue vegane Salamipizza von Dr. Oetker. L knabberte zumindest ein wenig auf einem Stück herum. Mit einer Wärmflasche kuschelten wir uns wieder ins Bett. Ich las L das erste Kapitel in einem Buch von „Die drei !!!“ vor. Ich merkte am Schreibstil und Inhalt sehr deutlich, dass die Zielgruppe Mädchen im Teenageralter sind. L schien es trotzdem gefallen zu haben. Den restlichen Abend werden wir noch etwas fernsehen und lesen. Zudem warten meine Französischübungen auf Duolingo darauf, absolviert zu werden.
L wird zumindest den morgigen Tag noch bei mir zu Hause bleiben. Wir haben ausgemacht, dass wir von Tag zu Tag entscheiden, wann sie wieder schulfähig ist. Zum Glück sind ab 13. Februar Ferien.
Hallo Februar!
Dies & DasIm Februar werde ich …
… meine Sportroutine ausbauen
… mehrmals wöchentlich Klavier spielen
… mit meinem Kollegen/Freund M weitere Mitarbeitergespräche führen
… drei Thai Massagen genießen
… mit L, ihrer Klassenkameradin L, deren Mama M und noch einigen anderen ins Kitupiland Leipzig gehen
… an den Wochenenden selbst gemachte Smoothies trinken
… den 60. Geburtstag meines Papas in einem Erfurter Restaurant feiern
… und dort unter anderem meinen Bruder und seine Verlobte J treffen
… am zweiten Elterninformationsnachmittag in Ls Schule teilnehmen
… mich mit L über ihr ersten Zeugnis freuen
… zwei Mal einige Tage am Stück in Erfurt verbringen
… und dort an einem Nachmittag Kuchen bei C & A essen
… aufgrund der Winterferien morgens eine Stunde länger schlafen
… öfter im Büro anwesend sein
… mich hoffentlich mit einer erst kürzlich aus Berlin zurückgekehrten Freundin treffen
… den 3. Geburtstag von Ls Cousin M feiern
… mit L an einem Wochenende nach Merseburg fahren
… am zweiten Open Space Friday teilnehmen
… bei Ls Oma M und meinen Eltern übernachten
… gemeinsam mit L den ersten Termin bei einer Kinderpsychotherapeutin wahrnehmen
Gedanken- und Alltagsschnipsel im Januar
Alltagsschnipsel, Dies & DasDieser Januar war mindestens genauso grau und dunkel wie der im vergangenen Jahr, würde ich behaupten. An den zwei oder maximal drei Tagen, an denen in diesem Monat die Sonne schien, fühlte ich mich gleich wie ein anderer Mensch. Ich habe mir diese Tage sogar in meinem Terminkalender „Ein guter Plan“ positiv hervorgehoben. Obwohl ich das Vitamin D3 täglich einnehme, bin ich unfassbar müde und beende meine Tagesaktivitäten meist schon gegen 18 Uhr. Die Luft ist dann einfach raus. Ich habe zudem meinen abendlichen Heißhunger resignierend zur Kenntnis genommen. Ich esse dann stellenweise so viele (ungesunde) Dinge, dass mein Kalorienbedarf pro Tag erheblich überschritten wird. Es grenzt an ein Wunder, dass ich mein Gewicht seit Wochen halten kann und immer noch im mittleren Normalgewichtsbereich liege.
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Ich bin in (Sommer-)Urlaubsstimmung.
Im Juli fliegen L, J und ich für eine Woche nach Irland und besuchen S, R, T und J. Eine Woche Mama-L-Urlaub wird es im August wieder in der Nähe des Senftenberger Sees geben. Es gefiel uns beiden dort so gut, dass wir wieder hinfahren wollen. Diese beiden Wochen sind die größeren geplanten Unternehmungen in diesem Jahr.
Zur Hochzeit im Herbst 2019 bekamen M und ich zwei Wochenend-Auszeiten geschenkt. Diese Gutscheine verlängerte ich Ende letzten Jahres um ein weiteres Jahr. Die erste kleine Auszeit werden L und ich in gut drei Wochen in Merseburg nehmen. Ich hoffe, dass ich noch ein Hotel finde, bei dem wir den zweiten Gutschein einlösen können. Durch die Pandemie sind nämlich nicht mehr allzu viele Hotels übrig geblieben, bei denen ich den Gutschein einlösen kann.
Nach München fahre ich in diesem Jahr sogar drei Mal, einmal im März, einmal im Oktober zur Hochzeit meines Bruders und nochmals im November, um mir ein Konzert anzuhören und -schauen.
Gemeinsam mit Ls Oma M, ihrer Tante M und ihrem Cousin M schauen wir gerade nach einer Ferienunterkunft in der Nähe des Harzes. Für vier oder fünf Tage wollen wir im Juli zusammen Urlaub machen.
Weil ich mich schon sehr lange danach sehne, mal wieder zwei Wochen am Stück in einem warmen Land Urlaub zu machen, buchte ich kurzentschlossen über Airbnb eine bezahlbare, hübsch gelegene und eingerichtete Unterkunft am Gardasee für nicht einmal achthundert Euro. Ich kann und will es mir nicht leisten, Tausende von Euro in „nur“ sieben oder zehn Tage Urlaub zu investieren. Im Juli 2024 verbringen L und ich unseren Urlaub somit in Italien. Ich bin jetzt schon voller Vorfreude.
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Seit dem Jahr 2013 lese ich mindestens zehn Bücher pro Jahr. Spitzenrekord stellte das Jahr 2019 mit 54 gelesenen Büchern dar.
Im Januar las ich bereits drei Bücher. Eines war richtig richtig gut, durch die anderen beiden habe ich mich stellenweise ein wenig gequält. Zudem habe ich noch vier oder sogar fünf Bücher angefangen zu lesen, musste aber nach einigen Seiten oder spätestens nach der Hälfte aufhören, weil sie wirklich unfassbar schlecht waren. Ich werde wohl das Genre wechseln müssen, um neuen Lesestoff zu erschließen. Ich liebäugle mit Kriminalromanen.
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Mitte des Monats verspürte ich große Lust, erneut die Folgen der BBC-Serie „Sherlock“ zu sehen. Ich tänzelte einige Tage umher, konnte mich aber nicht so richtig durchringen, Folge 1 der ersten Staffel zu beginnen. (Ich lese viel lieber und greife eher zu einem Buch als eine Serie zu schauen.) Bei einem Nachmittagsspaziergang sah ich bei einem parkenden Fahrzeug plötzlich einen Aufkleber am Fenster, auf dem „Sherlock“ stand. Da das ganz mein Humor ist und das Schicksal offenbar sehr deutlich zu mir sprach, schaute ich noch an diesem Abend die erste Folge. Mittlerweile bin ich in Staffel drei angekommen und habe mich wieder herrlich unterhalten gefühlt. Die Serie ist wirklich toll.
Wochenendbesuch in Erfurt
AlltagsschnipselL und ich verbrachten eine Nacht dieses Wochenendes bei Ls Oma M in Erfurt. Anlass hierfür war ihr heutiger 65. Geburtstag. Im Vorfeld hatte ich überlegt, bereits am Freitag Nachmittag anzureisen, wollte mit L in den Samstag Vormittag dann aber lieber doch entspannt, gemütlich und in Ruhe starten.
Samstag, 21. Januar 2023
Nahezu pünktlich um halb eins trudelten L und ich am Mittag beim Seideneingang des Erfurter Hauptfriedhofes ein. Zu meiner großen Freude waren genug Parkmöglichkeiten vorhanden. (Normalerweise findet man hier keinen Platz für das Auto mehr, weshalb ich lieber auf den großen Parkplatz vor dem Haupteingang fahre.) Ls Opa D war bereits da und wartete auf uns. Gemeinsam liefen wir in der Winterlandschaft zu Ms Grab und tauschten auf dem kurzen Weg die wenigen Neuigkeiten, die es seit Weihnachten gab, aus. Wir entfernten einige Tannennadeln vom Grab und zündeten eine neue Kerze für M und seine Großeltern, die ebenfalls dort ruhen, an.



Bereits eine Stunde später waren wir bei Ls Oma M. Es war einfach zu kalt, um noch länger auf dem Friedhof zu verweilen, weshalb wir Ls Opa D halb zwei rum verabschiedeten. Wir aßen Pfannkuchen mit Apfelmus zum Mittag und spielten anschließend das Gesellschaftsspiel „Die Wandelnden Türme“. Das Spiel machte großen Spaß. Auch wenn es erst ab acht Jahren empfohlen wird, kam L gut zurecht und wusste genau, welche Spielzüge sie tätigen kann und sollte. Am Ende gewann sie sogar.


L und ich hatten nach dem Spiel schon wieder Hunger. L aß nochmals einen Pfannkuchen. M und ich genossen ein Stück Donauwelle. Ich kann mich nicht mehr daran erinnern, wann ich das letzte Mal diesen leckeren Kuchen gegessen habe. Früher als Kind gehörte die Donauwelle mit zu meinen Lieblingskuchen.
Kurz vor 16 Uhr brachen wir überhastet auf in der Hoffnung, noch als Zuschauer in ein Puppentheaterstück für Kinder zu kommen. Da Oma M das neu gegründete Theater in der falschen Richtung glaubte und wir dorthin liefen, wurde daraus leider nichts. Es war bereits nach 16 Uhr, das Stück sollte um vier beginnen, und wir befanden uns mindestens einen Kilometer von diesem Theater entfernt. L war darüber etwas traurig. Wir liefen eine Runde um den Block und waren etwa zwanzig Minuten später wieder zu Hause. Wenigstens waren wir noch mal an der frischen Luft.
Oma M kramte ihre alten Handpuppen hervor. Gemeinsam mit L spielte sie Puppentheater, ehe es kurze Zeit später Abendessen gab.

Ein Blick aus Ms Schlafzimmerfenster zeigte eine dicke Schneeschicht auf sämtlichen Autos, der Straße und den Vorgärten. Es war ein wunderschöner Anblick.
Wir machten es uns alle auf der Couch gemütlich und schauten den Familienfilm „Rico, Oskar und das Herzgebreche“. Halb zehn lagen L und ich im Bett. L schlief innerhalb weniger Minuten ein. Ich absolvierte noch ein paar Schwedisch-Übungen auf Duolingo und folgte L dann auch ins Traumland.
Sonntag, 22. Januar 2023
L erwachte heute schon um kurz nach sieben. Natürlich wurde ich gleich mit geweckt und dabei aus einem merkwürdigen, aber lustigen Traum gerissen. Ein Blick aus dem Fenster zeigte immer noch sehr viel Schnee.
Eine Stunde später zog sich L an und ging zu ihrer Geburtstagsoma M ins Wohnzimmer, um mit ihr gemeinsam vor dem Fernseher Frühsport zu machen. Dann hielt es L nicht mehr aus und überreichte ihrer Oma unsere mitgebrachten Geschenke.
Nach einem kleinen Frühstück, welches ein halbes Dutzend Mal vom klingelnden Telefon unterbrochen wurde, spielten wir zu dritt „Wackelturm“.

Schon viertel nach elf fuhren wir zum Chinesischen Restaurant „Pavillon“ in der Weimarischen Straße. Hierhin lud uns das Geburtstagskind M zum Mittagsbuffet ab 11:30 Uhr ein. Ls Tante M, ihr Onkel S und ihr Cousin M waren ebenfalls eingeladen. Ich war hier noch nie essen und bewunderte zunächst das modern eingerichtete Lokal. Besondere Freude bei den Kindern riefen die beiden Bedienungsroboter hervor. Das Buffet war unglaublich vielfältig. Es gab für jeden Geschmack etwas zur Auswahl. Ich aß wie immer Reis mit Champignonsoße und Unmengen an Sushi. Zum Nachtisch gab es zwei Kugeln Eis für mich. Nach dem Essen war ich so satt wie schon lange nicht mehr. (Ein bisschen übel war mir auch.)



Nach dem leckeren Mittagessen fuhren L und ich zurück nach Markkleeberg und hörten dabei ein Hörspiel von „Die Schule der magischen Tiere“. Unterwegs begann es wieder leicht zu schneien. Ich bewunderte einen Teil der Fahrt über den verschneiten Thüringer Wald. ❤ Viertel nach drei waren wir wieder zu Hause. Den restlichen Tag werden L und ich gemütlich ausklingen lassen.

Ein Wochenende im Januar
AlltagsschnipselFreitag, 13. Januar 2023
Unser Wochenende begann am Freitag Nachmittag um kurz nach halb vier, als ich mich bei meinen Kolleginnen und Kollegen via Slack in den Feierabend verabschiedete und L von der Schule abholte. Wir fuhren gemeinsam ein paar wenige Lebensmittel einkaufen. Dummerweise waren L und ich beide hungrig, sodass die ein oder andere Chipstüte im Einkaufswagen landete.
Als wir zu Hause ankamen, räumte ich die Einkaufstüte aus, während L Lust verspürte, in ihrem Deutschheft ein paar Leseaufgaben zu bearbeiten. (Auch letzte Woche Freitag war das bei ihr so und sie löste ein Matheaufgabenblatt.)

Wir aßen gegen 18 Uhr Abendbrot und fielen anschließend über Chips und Schokolade her. L durfte etwas fernsehen, während ich in einem E-Book las und meine täglichen Duolingoaufgaben (Italienisch) absolvierte. Müde und geschafft von der Woche schliefen wir beide zeitig ein.
Samstag, 14. Januar 2023
Obwohl ich so gern ausgeschlafen hätte, wachte ich bereits um kurz nach sieben Uhr auf und konnte nicht mehr einschlafen. L wurde kurze Zeit später ebenfalls wach. Ich las ihr zwei Kapitel in unserem aktuellen Buch der Ferien-Reihe „Die Schule der magischen Tier“ vor.
Während L in ihrem Zimmer nach einem geeigneten Kuscheltier für unseren Ausflug am Vormittag suchte, bereitete ich in der Küche unser Frühstück mit einem frischen Smoothie vor. Nachdem mein geliebter Thermomix letztes und auch vorletztes Jahr nicht ein einziges Mal zum Einsatz kam und ich kurz davor war, ihn zu verkaufen, nutze ich ihn seit Jahresanfang wieder regelmäßig. Demnächst möchte ich darin wieder eine Suppe kochen.

Nach dem Essen zogen wir uns an und machten uns auf den Weg zu einem Indoorspielplatz, der erst vor wenigen Wochen in Leipzig öffnete. Um 10 Uhr waren wir mit Ls Klassenkameradin L, ihrem kleinen Bruder und ihrer Mama verabredet. Wir verbrachten vier Stunden dort.
Der neue Indoorspielplatz hat eine angenehme Größe, ist gut überschaubar und sehr schön eingerichtet. Einzig der Ablauf und die Organisation müssen flüssiger und besser werden. So standen wir eine halbe Stunde am Einlass und warteten anderthalb Stunden auf unser Mittagessen, das wir in weiser Vorahnung bereits kurz nach elf Uhr bestellten. Es müsste definitiv mehr Personal eingestellt werden, aber vermutlich kann sich der Indoorspielplatz geradeso über Wasser halten. Wir werden sicherlich trotzdem wiederkommen.



Um kurz nach 15 Uhr waren L und ich wieder zu Hause. Ich war so unglaublich müde, dass ich eine halbe Stunde schlief. L durfte in der Zeit etwas fernsehen.
L hatte sich am Freitag in der Schule ein Brettspiel gekauft. (Freitags findet seit diesem Schuljahr immer der FREI Day statt. Die Kinder dürfen sich Themen suchen, die sie interessieren, und informieren sich selbstständig darüber. Zwei Kinder aus der vierten Klasse veranstalteten einen Basar, bei dem es unter anderem Spielzeug zu kaufen gab, und unterstützen mit dem Erlös die Obdachlosenhilfe. Eine wirklich tolle Idee.) Wir saßen am Nachmittag in der Küche und probierten das Gesellschaftsspiel „Einhorn Glitzerglück – Eine Party für Rosalie“ aus. Einmal schafften wir es nicht, die Party rechtzeitig für Rosalie vorzubereiten, zweimal gewannen wir.



Vor dem Abendessen ging L mit ihrer Meerjungfrauen-Barbie in die Badewanne. Anschließend leistete ich ihr beim Essen Gesellschaft. Ich war noch sehr satt vom Mittagessen. Auch ich gönnte mir noch eine warme Badewanne. Den Abend ließen wir auf die übliche Weise ausklingen. L durfte fernsehen. Ich übte Italienisch auf Duolingo und las in einem E-Book. Bevor L um 21:30 Uhr und ich etwa eine Stunde später einschlief, las ich ihr wieder ein Kapitel aus ihrem Buch vor.
Sonntag, 15. Januar 2023
Heute wachte ich „erst“ halb acht auf. L schlief noch zwanzig Minuten länger. Da wir uns über Tiere in freier Wildbahn und in menschlicher Gefangenschaft unterhielten, zeigte ich L eine Folge „Elefant, Tiger & Co.“, eine Tiersendung, die im Leipziger Zoo gedreht wird, und die M und ich oft mitten in der Nacht mit einer Baby-L schauten, wenn diese vom Nachtschreck heimgesucht wurde. L konnte sich nicht daran erinnern.
Zum Frühstück gab es wieder einen frischen Smoothie. Weil uns gestern das Brettspiel beiden so gut gefiel, spielten L und ich erneut drei Runden und schafften es jedesmal, die Party für Rosalie rechtzeitig vorzubereiten. Anschließend kümmerte ich mich um alle Zimmerpflanzen und um unsere Wäsche.
Ich hatte Lust, den Zoopark zu besuchen. Ich bereitete ein kleines Picknick für unterwegs vor und L räumte mit meiner Hilfe ein wenig ihr Kinderzimmer auf.
Im Zoopark, den wir mittags betraten, bewunderten wir die vielen Lichter an den aufgestellten Figuren, die ab 17 Uhr sicherlich so richtig leuchten würden, schauten uns das ein oder andere Tier an, statteten wie jedes Mal dem Gondwanaland einen Besuch ab und verbrachten eine Stunde auf einem der schönen Spielplätze.














Völlig durchgefroren kamen L und ich am späten Nachmittag wieder zu Hause an. Ich legte uns schnell eine Wärmflasche ins Bett, bereitete uns je eine Tasse Heiße Schokolade zu und erwärmte eine Linsensuppe. Wir ruhten uns beim Fernsehen beziehungsweise mit Duolingo aus. L hatte später nochmals Hunger, sodass sie in der Küche ein zweites Abendbrot bekam und ich ihr beim Essen Gesellschaft leistete.
Für den morgigen Schul- und Arbeitstag bereitete ich noch Kleinigkeiten vor, die uns den Start in den Montag angenehmer machen werden. Bevor L gleich schlafen gehen wird, lese ich ihr noch ein Kapitel aus ihrem Buch vor. Vermutlich werde ich ihr kurze Zeit später ins Reich der Träume folgen.
