Seit November 2020 lerne ich über die Duolingo App Fremdsprachen. Begonnen hatte ich mit Englisch und Französisch, da dies meine beiden Fremdsprachen zu Schulzeiten waren. Nach ein paar Monaten fügte ich Italienisch hinzu, weil ich Italien liebe, und Anfang 2022 schließlich auch Schwedisch, da ein Urlaub in Schweden bevorstand. Jede Woche wechsle ich die Sprache. Pro Jahr lerne ich somit dreizehn Wochen eine der vier genannten Sprachen. Das macht mir nach wie vor großen Spaß.
Weniger Freude bereiten mir im Moment die Konkurrenzkämpfe in Form von Turnieren und Ranglisten. Ich fühle mich dadurch unter Druck gesetzt, obwohl ich täglich viel Zeit investiere.
Mitte März hatte ich beschlossen, die anderen Mitlernenden auszublenden und mich nur um mich und meinen Fortschritt zu kümmern. Ich lasse Ranglisten nun Ranglisten und Turniere Turniere sein. Das hat den Vorteil, dass ich wieder mit neuen Übungen und Vokabeln vorankomme. Die sind nämlich nicht so hoch bepunktet wie Wiederholungsaufgaben und wurden von mir in der letzten Zeit oft sehr vernachlässigt. Diese kleine Veränderung fühlt sich für mich richtig und sehr gut an.
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Ein berechtigter Kommentar unter einem Tagebucheintrag der letzten Woche beschäftigt mich nach wie vor sehr. Ich merke, wie ich mich seitdem für alles, was ich tue, anderen gegenüber rechtfertige.
In Ls Klasse hat es sich bei einigen Eltern etabliert, Geschenktütchen und Kuchen zum Geburtstag der Kinder mitzugeben. Mir gefiel die Idee sofort. Ich gebe und beschenke andere sehr gern. Bevor ich Geld für mich ausgebe, mache ich lieber meinen Mitmenschen eine Freude. Mir ist durchaus bewusst, dass viele Menschen es mir gern gleichtun würden, es sich finanziell aber nicht leisten können. Gerade dieser Aspekt ist mir durch den Kommentar wieder stark ins Gedächtnis gerufen worden. Ich spüre seitdem sehr deutlich Dankbarkeit. Ich bin unendlich dankbar dafür, dass L und ich ein Leben fernab großer finanzieller Sorgen führen dürfen. Dennoch gibt es auch bei uns Monate, in denen es nicht immer leicht ist.
L und mich würde ich zur mittleren Mittelschicht unserer Gesellschaft zählen. Uns geht es gut. Wir kommen finanziell (Dank einer strengen Finanzplanung) gut über die Runden, können uns hin und wieder kleine Extras und (ebenfalls mit einer strengen Finanzplanung) Urlaube leisten, sparen monatlich kleine Beträge fürs Alter in Fonds und legen etwas Geld aufs Sparbuch für Betriebskostennachzahlungen, Reparaturkosten etc. Auch sonst fehlt es uns an nichts Wichtigem.
Wenn ich mich in meinem Freundes-, Familien- und Bekanntenkreis umschaue, würde ich einschätzen, dass ich seit meiner Geburt lediglich Menschen kenne, die zur unteren Mittelschicht bis hin zur mittleren Oberschicht gehören. Ich habe viel darüber nachgedacht und bin mir mittlerweile sehr sicher, dass ich tatsächlich keinen einzigen Menschen kenne, die oder der zur Unterschicht zählt. Ich merke, dass es den Menschen in der unteren Mittelschicht oft schwerfällt, mit dem vorhandenen Geld gut über die Runden zu kommen. Wie unfassbar schwer muss es dann nur für die Menschen sein, die noch weniger Geld im Monat zur Verfügung haben?! Ich kann nicht nachvollziehen, weshalb diese Menschen von unserer Regierung vergessen werden.
Geschlafen hatte ich genauso gut oder mittelgut wie die Nacht zuvor. In den frühen Morgenstunden fing L plötzlich an zu husten. Ich hoffe sehr, dass sie sich nicht schon wieder erkältet hat. Es würde mir sehr leid für sie tun, müsste ich ihre zweite Kindergeburtstagsfeier am kommenden Sonntag deshalb absagen.
Kurz nach zwölf Uhr kamen zwei Monteure vorbei, um sich meinen Geschirrspüler anzuschauen. Recht schnell stand fest, dass der Pumpentopf undicht ist. Während des laufenden Spülprogramms tröpfelte Wasser auf den Boden. In diesem Bereich ist auch die Elektronik verbaut. Früher oder später im laufenden Spülprogramm würde sich also jedesmal erneut der FI-Schalter umlegen. Die Reparatur würde mich genauso viel kosten wie der Kauf eines gebrauchten Gerätes. Aus diesem Grund bin ich mit dem Unternehmen nun so verblieben, dass sie mir morgen oder übermorgen eines ihrer gebrauchten Markengeräte liefern, einbauen und anschließen und das jetzige Gerät ohne Herstellernamen mitnehmen. Ein halbes Jahr Garantie erhalte ich ebenfalls. Sollte das gebrauchte Gerät in Zukunft nach Ablauf der Garantie kaputtgehen, muss ich zudem „nur“ die Ersatzteile bezahlen und bekomme alle weiteren Kosten erlassen. Heute und vielleicht morgen werde ich also noch mal abwaschen und mein Sparbuch schröpfen müssen. Aber genau für solche Sachen lege ich monatlich Geld zurück.
Was heute schön war:
Morgenspaziergang. Heute Morgen war es deutlich wärmer oder zumindest milder als gestern und vorgestern. Nachdem ich L bis zur Ampel kurz vor ihrer Schule brachte, spazierte ich wieder einige Minuten in der Gegend herum, bog diesmal in der Kleingartenanlage auf einem Weg anders ab und befand mich plötzlich mitten in einem Park- oder Waldstück. Herrlich und wunderschön. Allmählich werden auch die Bäume und Sträucher grün.
Gutscheineinlösung. Es ist vollbracht! Ende November 2023 werden L und ich eine Nacht gratis und eine weitere Nacht von mir bezahlt in ein Hotel nach Wickerode in den Südharz fahren. Damit ist nun auch der letzte der beiden M und mir zur Hochzeit im Herbst 2019 geschenkten Gutscheine eingelöst.
Bevor ich gestern Abend schlafen ging, musste ich L, die bereits tief und fest schlummerte, auf die Seite drehen. Ihr Schnarchen war so unfassbar laut, dass ich sonst kein Auge hätte zumachen können. Meine Nacht war wesentlich besser als die letzte. Ich war in den frühen Morgenstunden nur halbwach und fand bis zum Weckerklingeln schnell zurück in den Schlaf.
Gemeinsam mit J fuhr ich am Morgen ins Büro nach Erfurt und am frühen Nachmittag wieder zurück nach Leipzig. Es war überwiegend sonnig. Auf der Rückfahrt windete es auf der Autobahn stellenweise ganz schön stark. Wir konnten die Fahrtzeit nutzen und uns über verschiedene Themen austauschen. J erklärte mir auf meine Nachfragen hin sehr detailliert die Arbeit unserer Entwickler und Entwicklerinnen.
Was heute schön war:
Teammeeting. Alle drei Wochen findet unser Teammeeting statt. Das heutige wurde ausschließlich in persönlicher Anwesenheit im Büro veranstaltet. Zu Beginn kämpften wir mit je zwei Fingerstieren, die Stifte balancierten, gegeneinander. Das war sehr lustig, da die oder der ein oder andere stellenweise mit fiesen Tricks arbeitete. Gewonnen hatte das Spiel meine Kollegin N. Anschließend fachsimpelten meine Kolleginnen und Kollegen nach geeigneten Strategien, um möglichst viele Punkte im von mir und meiner Kollegin M organisierten Spiel „Ballpunkt-Fabrik“ zu erzielen. Fünf Durchgänge hatten sie Zeit, um die bestmögliche Methode auszuprobieren. Anfangs landeten lediglich 12, am Ende sogar 71 Bälle im Karton. Hut ab!
ArenaFingerstierkampf mit StiftenBallpunkt-Fabrik
Sushi. L hatte schon gestern Abend Appetit auf Sushi. Allerdings hatte ich nicht mehr genug Kalorien übrig, weshalb ich sie auf heute Abend vertröstete. Nach dem Abholen aus der Schule kauften wir uns im Marktkauf leckeres Sushi von Eat Happy. Hier stimmt für mich das Preis-Leistungs-Verhältnis noch. Ich kann mich tatsächlich schon gar nicht mehr daran erinnern, wann ich das letzte Mal in einem Sushirestaurant gegessen oder Sushi zu uns nach Hause bestellt habe.
Geschlafen hatte ich in dieser Nacht nur so mittelgut, dabei schlief ich gestern Abend schnell und ohne Schwierigkeiten ein. Ich erwachte um vier Uhr morgens mit leichten Stresssymptomen wie Ohrenrauschen und einem Gefühl von Aufgeregtheit in Form von stärkerem Herzklopfen, das sich nicht abstellen lassen wollte. Es fiel mir schwer, wieder in den Schlaf zu finden. Als der Wecker auf dem Telefon klingelte, waren L und ich noch sehr müde. Es wird Zeit, dass sich jemand für die Abschaffung der Zeitumstellung einsetzt. Ich beschloss, den Tag langsam und ruhig anzugehen.
Durch den vielen Regen in den letzten Tagen und Wochen lagen auf den Gehwegen immer sehr viele Regenwürmer, um die L und ich vor allem morgens auf dem Weg zum Auto im Slalom herumliefen. So auch heute Morgen. Fand L die Regenwürmer anfangs noch sehr spannend und niedlich, muss ich nun aufpassen, dass sie keine Regenwurmphobie entwickelt. Ihr sind es mittlerweile zu viele herumliegende Regenwürmer.
Am Vormittag rief ich bei einem Reparaturservice für Haushaltsgeräte an, um einen Termin zu vereinbaren. Das klappte problemlos. Das Telefonat mit dem Kundenservice war auch sehr angenehm. Schon am Mittwoch wird ein Mitarbeiter vorbeischauen und unseren Geschirrspüler unter die Lupe nehmen. (Es wäre auch für morgen ein Termin frei gewesen, aber ich fahre wieder ins Büro nach Erfurt.)
Was heute schön war:
Osterdekoration. Auf dem Weg zum Auto entdeckten L und ich heute Morgen einen mit bunten Ostereiern geschmückten Strauch vor einem Wohnhaus. L und ich wollen uns nun auch einen Strauch in der Nähe unseres Hauses aussuchen und diesen ebenfalls mit bunten Eiern schmücken. Eine wirklich tolle Idee.
Freitagabend gingen in unserer Wohnung plötzlich alle Lichter aus. Ich dachte sofort an einen Stromausfall. Da ich gerade Textnachrichten mit meiner Mama austauschte, berichtete ich meinen Eltern davon. Auf ihr Anraten hin ging ich kurz ins Treppenhaus, um zu schauen, ob der Strom im ganzen Haus ausgefallen war. Die Lampe ließ sich jedoch einschalten. Ich schaute also in den Stromkasten und sah, dass sich der FI-Schalter umgelegt hatte. Diesen aktivierte ich. Da gerade unser Geschirrspüler lief, stellte ich das Programm neu ein und schloss die Klappe. Und schwups war der Strom wieder weg. Aha, dachte ich mir, es liegt am Geschirrspüler. Ich legte den FI-Schalter erneut um, schöpfte das Wasser, das nicht abgepumpt wurde, ab und ließ die Spülmaschine für den Rest des Tages in Frieden.
Montag werde ich bei einem Reparaturservice für Haushaltsgeräte anrufen und jemanden kommen lassen, der sich den Geschirrspüler anschauen soll. Genau wegen solcher Momente lege ich monatlich Geld aufs Sparbuch. Eine Waschmaschine, ein Kühlschrank oder ein Geschirrspüler können ja jederzeit „explodieren“.
Das Wochenende verbrachten L und ich erst einmal entspannt in Erfurt.
Samstag, 25. März 2023
Meine Nacht war wunderbar … aber ich wachte bereits um Viertel vor sechs auf. Egal wie sehr ich mich auch bemühte, ich schlief leider nicht wieder ein. L wachte eine gute Stunde später auf. Vor dem Aufstehen absolvierte ich meine täglichen Übungen (in Englisch) über die Duolingo App.
In eine große Einkaufstasche packte ich eine halbe Stunde später sämtliches Essen für Ls Kindergeburtstagsfeier. Die Getränke waren bereits seit Tagen im Auto verstaut. Unsere Kleidung, die wir für die Nacht und den nächsten Tag benötigten, packte ich zusammen mit meinem Telefonladekabel und meinen Kopfhörern in einen großen Rucksack.
Zum Frühstück machte ich L und mir in vegane Milch eingeweichte Haferflocken mit Zimt verfeinert. Obendrauf kamen Apfelstücke. Sowas habe ich seit Ewigkeiten nicht mehr gefrühstückt. Lecker war’s! Natürlich durfte mein Schokocappuccino nicht fehlen. Da unser Geschirrspüler kaputt ist, wusch ich nach dem Essen alles auf und ließ es an der Luft trocknen.
Bis zur geplanten Abfahrt nach Erfurt hatten wir noch etwa eine Stunde Zeit. Diese nutzte ich für ein warmes Bad in der Badewanne.
Wir fuhren gegen elf Uhr bei strahlendem Sonnenschein los und kamen anderthalb Stunden im strömenden Regen bei Ls Oma M in Erfurt an. Auf der Fahrt hielten wir zweimal, das erste Mal um Brötchen für die Feier einzukaufen, das zweite Mal um das Auto vollzutanken.
Viertel vor zwei am Nachmittag warteten wir vor dem Kinderland in Erfurt auf Ls Geburtstagsgäste. L hatte sechs Jungs und ein Mädchen eingeladen, mit denen sie mit Ausnahme ihres Cousins M in dieselbe Kindergartengruppe ging. Neben den insgesamt acht Kindern waren wir noch sechs Erwachsene. Nachdem sich die Kinder umgezogen hatten, flitzten sie auch schon davon. Wir Erwachsenen nutzten die Zeit und deckten die zwei Tische ein. (Im Kinderland Erfurt ist es erlaubt, Speisen, Getränke und Deko mitzubringen.) Zum Trinken, zum Essen und zum Geschenke auspacken sahen wir die Kinder kurzzeitig. Ansonsten waren sie die vier Stunden unseres Aufenthaltes im Spielbereich verschwunden. Alle Kinder hatten großen Spaß, es gab keine Verletzungen und nur wenig Tränen. Eine gelungene erste Kindergeburtstagsfeier also. Gegen achtzehn Uhr räumten wir zusammen. Nach und nach wurden die Kinder abgeholt.
Zu dritt fuhren wir zu Ls Oma M nach Hause. Wir machten es uns alle auf der Couch gemütlich, schauten das Märchen „Jorinde und Joringel“, knabberten dabei noch die ein oder andere Salzbrezel und gingen kurz nach halb neun rüber ins Schlafzimmer. L schlief sofort ein. Ich übte noch ein paar Minuten Englisch auf Duolingo, las einige Seite in meinem Buch und schlief wenig später glücklich ein. Ich freute mich so sehr, dass Ls erste von zwei Kindergeburtstagsfeiern in diesem Jahr ohne Komplikationen stattfinden konnte.
(Ich habe mich dazu entschlossen, L zwei Kindergeburtstagsfeiern zu ermöglich, eine mit ihren ehemaligen Kindergartenfreunden, eine mit den neuen Schulfreunden. Durch die Einschränkungen durch Corona und den angespannten und hektischen Alltag rund um den Tod ihres Papas musste sie in den letzten Jahren auf sehr viel verzichten. Da ich die Kosten für diese Feiern auf mehrere Monate verteilte, indem ich beispielsweise die Speisen, Getränke, Süßigkeiten und Regenbogentütchen schon im Februar kaufte, das Eintrittsgeld für das Kinderland in Erfurt gleich Anfang März vom Konto abhob und sicher beiseite legte, die zweite Feier erst im April und somit mit neuem Gehalt meinerseits stattfindet etc., war und ist es finanziell möglich, doppelt zu feiern.)
Sonntag, 26. März 2023
Es ist Sommerzeit! Aufgewacht bin ich heute kurz vor acht Uhr und schlief somit wenigstens eine Stunde länger als gestern. Gut geschlafen hatte ich nicht. L kam nachts immer näher und näher. Zudem ist sie leicht verschnupft und schnarchte hin und wieder in mein Ohr. Ein wenig gerädert und müde stand ich eine halbe Stunde später auf.
Gemeinsam mit Ls Oma M frühstückten wir. M war heute Vormittag mit Ls Tante M und ihrem Cousin M im Kino verabredet, weshalb wir zeitnah nach dem Frühstück unsere Sachen zusammenpackten und aufbrachen. Kurz vor der Abfahrt saugte ich den Innenraum meines Autos aus. Das war bitternötig.
Gegen elf Uhr trudelten L und ich bei meinen Eltern ein. Wir nahmen die zwei großen Geschenketüten mit in die Wohnung, in die wir gestern alle Geschenke hineintaten, die L bei ihrer Kindergeburtstagsfeier abstaubte. In aller Ruhe schauten wir uns an, was L für schöne Dinge geschenkt bekam. Anschließend machten wir einen kurzen Spaziergang und hielten auf dem an Ls Geburtstag neu eröffneten Spielplatz die Straße rauf. Es war allerdings so überfüllt, dass L keine richtige Lust verspürte, sich mit ins Getümmel zu stürzen. Wieder in der Wohnung meiner Eltern angekommen, spielte sie mit ihren Geschenken, während meine Mama das Mittagessen vorbereitete. Nach dem leckeren Essen durfte L noch eine halbe Stunde fernsehen, ehe es Zeit für uns war aufzubrechen.
Am Nachmittag waren wir mit Ls Opa D verabredet. Wir trafen uns in der Erfurter Altstadt in der Nähe des Angerbrunnens und besuchten ein Eiscafé. L aß Spaghettieis mit Erdbeeren, D einen Amarena-Eisbecher und ich einen Schoko-Eisbecher.
Im strömenden Regen und total müde fuhr ich L und mich kurz nach 16 Uhr zurück nach Markkleeberg. Die Sicht war teilweise sehr beeinträchtigt. Über zwei Autofahrer auf der Autobahn musste ich während der Fahrt den Kopf schütteln, denn diese fuhren ohne Licht und waren in dem ganzen Grau nur schwer erkennbar.
Als wir Viertel vor sechs am Abend zu Hause ankamen, spielte L mit ihren Geschenken. Ich räumte unsere Taschen und den Rucksack leer. Anschließend bestellten wir für L Schulessen bis einschließlich 17. April. Ich las den Elternbrief, den Ls Klassenlehrerin im LernSax veröffentlichte. Hier fand ich Informationen die vergangene und die kommende Woche betreffend.
Vor dem Abendessen ging L in die Badewanne. Nach der Mahlzeit machten wir es uns im Bett gemütlich. L durfte etwas auf dem iPad schauen.
Vor dem Einschlafen wird L mir noch etwas vorlesen und anschließend von mir im neuen Band der Buchreihe „Die Schule der magischen Tiere“ vorgelesen bekommen. Ich werde später noch meine täglichen Duolino-Übungen absolvieren und ebenfalls lesen, ehe es Zeit wird, schlafen zu gehen.
Auch gestern Abend war ich zeitig schlafen. (Ich hatte hier im Blog bereits das ein oder andere Mal erwähnt, dass ich überdurchschnittlich viel Schlaf im Vergleich zu anderen Menschen brauche. Zumindest ist das mein Gefühl.) L und ich schliefen beide sehr gut. Eine Minute vor dem Klingeln des Telefonweckers wachte ich heute Morgen kurz vor halb sieben auf, zögerte den Moment des Aufstehens noch etwa fünf Minuten hinaus und startete dann gemeinsam mit L in den neuen Tag.
Mit J und A fuhr ich am Morgen ins Büro nach Erfurt. Wir unterhielten uns angeregt und erzählten teilweise schaurige Erlebnisse aus unserem Alltag. Während A sprach, dachte ich bei mir, wie froh ich doch bin, dass L und ich in eine sehr ruhige Wohngegend in Markkleeberg und nicht direkt nach Leipzig gezogen sind. Auf Junkies und Polizeieinsätze vor meiner Haustür kann ich gern verzichten. Hinwärts regnete es und war ziemlich windig. Auf der Rückfahrt schien sogar ab und an die Sonne.
Vor unserem Büro sind die Enten in Frühlingsstimmung. Es ist niedlich, den Entenpaaren zuzuschauen.
Heute hätte eine Grundschulfreundin ihren fünfunddreißigsten Geburtstag gefeiert. Leider starb sie vor fast vier Jahren an Brustkrebs. Es vergeht tatsächlich kaum ein Tag, an dem ich nicht an sie und auch ihre Hinterbliebenen denke. Als ich im Frühling 2019 gemeinsam mit meinem Grundschul-/Orchesterfreund B auf ihrer Beerdigung war, hatte M bereits Probleme, gewürzte Speisen zu sich zu nehmen. Damals dachte ich natürlich noch nicht daran, dass L und mich ein ähnlich trauriges Schicksal ereilen würde wie ihrem Ehemann und ihrem damals fünfjährigen Sohn. Ich weiß, dass auch ihre Eltern noch sehr (oder für immer) unter ihrem frühen Tod leiden.
Was heute schön war:
Workshop. In einer sehr großen Runde, bestehend aus sechzehn Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, versammelten wir uns ab dem Vormittag im Konferenzraum im Büro in Erfurt, um gemeinsam erste Schritte hin zu unserem neuen Firmenleitbild zu gehen. Angeleitet wurden wir von einem Kollegen, der in die Rolle eines externen Beraters schlüpfte und uns mit den verschiedensten Methodiken Inhalte entlockte. Vom Aufbau des Workshops war ich sehr begeistert. Ich merkte, dass er das bereits öfter in seiner beruflichen Laufbahn gemacht hatte. Zum Mittagessen gab es für alle je eine Poke Bowl, die wir vor Beginn unseres Workshops bestellten. Aufgrund akuten Personalmangels, wie es in der E-Mail des Horts hieß, wurden alle Eltern gebeten, ihre Kinder zeitnah aus der Schule abzuholen. So kam es, dass ich den tollen Workshop bereits um halb zwei verlassen musste. Zum Glück wird es in ungefähr einem Monat einen zweiten Tag geben, an dem wir uns die Zeit nehmen, um gemeinsam zu schauen, wohin die Firmenreise gehen soll.
Gestern Abend fielen mir während meiner Englischübungen über die Duolingo App mehrmals die Augen zu. Halb zehn gab ich dem Verlangen meines Körpers nach und legte mich schlafen. Und das war die richtige Entscheidung. Heute Morgen fühlte ich mich nach einer sehr ruhigen und entspannten Nacht wunderbar ausgeschlafen und fit für den Tag. (Ausreichend) Schlaf ist schon was feines.
Manchmal habe ich das Gefühl, dass L etwas menschenscheu ist. Sie brauchte heute Nachmittag wieder einige Minuten, ehe sie auftaute, ihre Schüchternheit ablegte und mit J, S und J sprach. Zuvor teilte sie mir während der Autofahrt in S‘ Garten teilweise unter Tränen mit, dass sie lieber nach Hause möchte.
Was heute schön war:
Produktivität. Der heutige Arbeitstag war wieder genauso produktiv wie der gestrige. Es fühlt sich einfach wunderbar an, viele Punkte auf der To-do-Liste streichen und vor allem „ältere“ Aufgaben abhaken zu können. Während meines Frühstücks, das ich vor dem Laptop einnahm, absolvierte ich die beiden Schulungen zum Thema Datenschutz und Datensicherheit und DSGVO. Da ich nur zwei Termine hatte, konnte ich weiter an den Zielvereinbarungen für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter schreiben und mich um die Reisevorbereitungen für anstehende Konferenzen kümmern.
Gartenarbeit und Angrillen. Direkt nach der Schule fuhr ich mit L in S‘ Garten. Wenig später kamen J, S und J hinzu. Während die Männer einen schweren Pfeiler aus der Erde buddelten, entfernten wir Frauen das Unkraut aus den Beeten. Nach getaner Arbeit wurde der Grill angeheizt. Für L und mich war es das erste von hoffentlich noch sehr vielen Malen in diesem Jahr, dass wir Bratwürste vom Grill aßen. Eine kleine, niedliche Hündin namens Lotti schaute mit ihrer Familie auch im Garten vorbei. L war ganz begeistert und spielte mit ihr. So waren Kind und Hund eine zeitlang miteinander beschäftigt.
begann um 05:22 Uhr, als L erwachte und zu aufgeregt war, nochmals für eine halbe Stunde die Augen zu schließen. Zwanzig Minuten später saßen wir beide gemeinsam im Wohnzimmer und widmeten uns dem gut gefüllten Geschenketisch, an dem sechs Familien/Paare/Einzelpersonen beteiligt waren. Nicht alle im Titelbild gezeigten Geschenke stammen also von mir. L wurde reichlich beschenkt und viele ihrer geäußerten Wünsche wurden erfüllt.
Glückslose für LFutter für Ls Sparteddy
Nicht nur L, sondern auch ich bekam zwei Umschläge geschenkt. Die Idee mit den Losen hatten mein Bruder und seine Verlobte J. Über die Worte auf meinen Umschlägen und meinen Losen musste ich sehr schmunzeln. Ich zog einen Hauptgewinn, über den ich mich sehr gefreut habe. Mein Bruder und J haben sich neben dem Geschenk für L auch mit einem Geldbetrag an ihren beiden noch bevorstehenden Kindergeburtstagsfeiern beteiligt. Auch über Us Geldgeschenk an L freute ich mich sehr.
Nachdem ich L, die Heidelbeer-Erdbeer-Muffins und die Regenbogentüten für die Klasse in die Schule gebracht hatte, lief ich so wie nahezu jeden Morgen ein paar Minuten in der Gegend herum, bewunderte die Wolkenkonstellation am Himmel und erfreute mich wieder am Anblick der erwachenden Natur. Wieder zu Hause angekommen, begann mein Arbeitstag, der heute sehr produktiv war. Neben meinen Terminen schrieb ich weiter an den Zielvereinbarungen für unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.
Am Nachmittag traf ich S, Ls Mama, vor der Schule. Wir waren zum Eis essen verabredet und holten gemeinsam die Kinder ab. Ich sammelte noch Ls andere Schulfreundin L ein. Zu sechst (S, 3 x L, ein Hund und ich) begaben wir uns zur Eisdiele, bei der M, Ls Mama, und ihr kleiner Bruder J bereits auf uns warteten. Ich gab die Bestellung, die wesentlich kleiner als erwartet ausfiel, bei der Verkäuferin auf und nach wenigen Minuten ließen wir uns im Außenbereich das leckere Eis schmecken.
Am Abend spielte L mit ihren neuen Spielsachen, telefonierte mit ihrer Tante, ihrem Cousin, ihren Omas und ihren Opas, futterte Mini-Pizzen, ging nach einem kleinen Malheur in die Badewanne und ließ den Abend gemütlich mit ihren Kinderyoutubevideos ausklingen.
Ls Bauchschmerzen sind mittlerweile seit vier oder sogar schon fünf Tagen komplett verschwunden. Das ging von jetzt auf gleich. Darüber bin ich sehr erleichtert, bereiteten mir diese täglichen Schmerzen, die circa eine Woche anhielten, doch viel Kopfzerbrechen.
In dieser Nacht schlief ich deutlich besser als in der vorherigen. Kurz nach 22 Uhr ging ich gestern Abend schlafen, wollte ich doch unbedingt noch so viele Seiten wie möglich in meinem Buch lesen. Bis in meine Träume verfolgte mich das Abenteuer diesmal nicht.
L ist wegen ihres morgigen Geburtstags bereits sehr sehr aufgeregt. Mehrmals im Laufe des Nachmittags und Abends fragte sie mich, in wie vielen Stunden ihr Geburtstag beginnt. Ich bin mir sicher, dass sie morgen einen sehr schönen Tag erleben wird.
Was heute schön war:
Eis essen. Bevor ich L am Nachmittag aus der Schule abholte, entdeckte ich, dass die Eisdiele schräg gegenüber nun ebenfalls in die Saison gestartet ist. L konnte ich schnell von meiner Idee, ein Eis zu essen, überzeugen. Mit „nur“ 1,30 Euro pro Kugel ist diese Eisdiele aktuell die preiswerteste. Deshalb bekam jede von uns zwei Kugeln in einer sehr schönen Eiswaffel. Lecker war’s!
Geburtstagsvorbereitungen. Als wir am späten Nachmittag zu Hause ankamen, bereitete ich alles für Ls morgigen Geburtstag vor. Das mag ich immer besonders gerne. Ich hing drei Geburtstagsgirlanden in der Wohnung auf, buk für die Schulklasse Heidelbeer-Erdbeer-Muffins und verstaute die bunten Regenbogentüten, die ich glücklicherweise bereits vor zwei oder drei Wochen befüllte, in einem großen Beutel. Auch diese wird L morgen in ihrer Klasse verteilen. Auf den Geburtstagstisch im Wohnzimmer legte ich Ls Geschenke. In den letzten Tagen trudelten so viele Pakete ein, dass L morgen sicherlich nicht wissen wird, welches Geschenk sie zuerst öffnen soll.
Geschlafen hatte ich heute Nacht nur so mittelgut. Grund hierfür war ein spannendes Buch, das ich gern bis in die Nacht hinein weitergelesen hätte. Da ich vernünftig war und nicht müde in den heutigen Arbeitstag starten wollte, ging ich gestern Abend 22 Uhr schlafen. Allerdings verfolgte mich das Abenteuer bis in meine Träume. Dabei lese ich das Buch meiner Lieblingsautorin bereits zum zweiten Mal. Nicht nur Serien machen süchtig.
Am Vormittag übertrug ich unsere Arbeitsergebnisse aus dem Workshop, den wir Freitag im Büro durchführten, auf zwei Miro-Boards. Ich arbeite gerne mit dem Tool, auch wenn ich einsehe, dass es nicht für alle To-dos in unserem Arbeitsalltag geeignet ist.
In meiner Mittagspause holte ich meine ReSales-Sendung von der Deutschen Post ab. Am Samstag war ich unterwegs und konnte sie nicht entgegennehmen. Genau in den fünfzehn Minuten meiner Abwesenheit kamen zwei weitere Sendungen an. Beziehungsweise nicht. Im Briefkasten fand ich zwei Abholzettel vor. Dann werde ich morgen das gleiche Spiel nochmal spielen.
Die drei von mir bestellten Kleider und die beiden Longshirts passen hervorragend. Lediglich ein Longshirt kratzt auf der Haut. Ich bin mit meiner Bestellung dennoch sehr zufrieden und freue mich schon darauf, die Kleidung tragen zu können.
Was heute schön war:
Fahrrad fahren. Obwohl L und ich gestern nach unserer Fahrradtour beschlossen hatten, heute doch mit dem Auto zur Schule zu fahren, entschieden wir uns spontan um. Gemeinsam radelten wir dreiundzwanzig Minuten entspannt zur Schule. Statt meines Morgenspaziergangs fuhr ich die Strecke etwas schneller zurück und hatte großes Glück: Gerade als ich zu Hause ankam, begann es heftig zu regnen. Am Nachmittag fuhr ich wieder mit dem Fahrrad zur Schule. Ls Fahrrad hatten wir am Morgen angeschlossen dort stehen lassen. Mit einem Zwischenstopp auf dem Spielplatz, bei dem wir Ponys sahen, fuhren wir gemütlich zurück nach Hause. Fünf Minuten vor unserer Ankunft fing es an zu regnen. Wir kamen etwas nass zu Hause an und zogen uns schnell um. Morgen und übermorgen werden wir eine Fahrradpause einlegen. Ls Beine müssen sich erst wieder ans Radeln gewöhnen. (Und mein Hintern tut weh.)
Frische Luft. Auf meinen heutigen vier Fahrten mit dem Fahrrad genoss ich die frische Luft und die Düfte um mich herum in vollen Zügen. Ich sah an der Pleiße sogar einen Wasserreiher und viele Enten. Viele Obstbäume zeigen erste Blüten und auf den Wiesen werden in den nächsten Tagen auch noch mehr Frühblüher zum Vorschein kommen. Frühling – vor allem nach DIESEM Winter – ist wirklich etwas wunderbares.