Tagebuch – 30. April 2023

Alltagsschnipsel

Nach meinen Französischübungen auf Duolingo schlief ich gestern Abend gleich ein. Ich war schon während der Rückfahrt vom Hanamifest nach Hause sehr müde. Die Nacht war wieder erholsam und ruhig. Ich träumte allerdings sehr viel. (Der Vollmond steht unmittelbar bevor, richtig?) Ich erinnere mich an einen langen Traum, in dem ich wie ein Crewmitglied bei Star Trek lebte. Das Raumschiff war allerdings mein Auto. Auch L träumte wildes Zeug zusammen. Sie erzählte mir am Morgen nach dem Aufwachen, ich hätte im Laden etwas, das sie sich von ihrem Taschengeld kaufen wollte, in Brand gesetzt.

Zum Frühstück aß L dasselbe wie gestern. Ich hingegen kümmerte mich um die Picknickreste. Obwohl es erst kurz nach um neun war, futterte ich genüsslich Kappa Maki Sushi und Kartoffelsalat. (Ich gehöre zu den Menschen, die auch morgens nach dem Aufstehen kein Problem damit haben, deftige Speisen zu essen. Ich würde auch Klöße, Rotkraut und (veganen) Braten mit Genuss verspeisen.)

Was heute schön war:

Vormittagsspaziergang.
L wollte spazieren gehen. Freiwillig. Diese Chance konnte ich mir einfach nicht entgehen lassen. Anfang der Woche entdeckte ich einen uns noch unbekannten Spielplatz in Markkleeberg in sehr ruhiger Lage. Wir machten uns am späten Vormittag auf den Weg dorthin. L spielte eine Weile mit ihrer Puppe, während ich die Wärme der Sonne genoss.
Da L ihren Roller dabeihatte, stimmte sie einem kleinen Spaziergang im Sonnenschein zu. Dieser endete rein zufällig vor der Eisdiele. Jede von uns holte sich eine Kugel Kiwieis, die unglaublich lecker schmeckte.


Walpurgisnacht.
Am Nachmittag brachen L und ich zum Festanger in Markkleeberg auf. Dort fand eine Veranstaltung zur Walpurgisnacht statt – mit Rummel, Live-Musik und Maifeuer. Was soll ich sagen?! Wir wurden nicht enttäuscht. So eine liebevolle und vor allen Dingen kinderfreundliche Veranstaltung kenne ich aus Erfurt zur Walpurgisnacht gar nicht. Es war wunderbar und L und ich genossen jede einzelne Minute unserer Anwesenheit. Wir aßen abends noch ein Softeis und schauten ein wenig ins Maifeuer, bei dem sogar eine Hexe verbrannt wurde. Da ich sehr durchgefroren war und wir morgen auch einiges vorhaben, machten wir uns kurz vor 20 Uhr auf den Heimweg. Im nächsten Jahr kommen wir auf alle Fälle wieder hierher!

Hanamifest

Alltagsschnipsel

Ich schlief in dieser Nacht wunderbar, träumte viel und wachte erholt um halb acht am Morgen auf. L schlief noch eine halbe Stunde länger und hatte beim Aufwachen sehr gute Laune. Wir blieben noch bis kurz vor um neun gemütlich im Bett liegen, ehe es Zeit wurde, das Frühstück vorzubereiten.

Während sich L bereits anzog und Zähne putzte, erfüllte ich ihre Frühstückswünsche. Sie aß kurz darauf ein Brötchen mit Margarine. Auf die eine Hälfte kam Sauerkirsch-, auf die andere Heidelbeermarmelade. Ich aß zwei kleine herzhaft belegte Brotscheiben und trank meinen Schokocappuccino.

Nach dem Frühstück widmete ich mich meinem Terminkalender „Ein guter Plan“. Ich schloss darin bereits den Monat April ab und bereitete den Mai im Allgemeinen und die erste Woche im Speziellen vor.

Dann wurde es Zeit, das Picknick für das Hanamifest am Nachmittag vorzubereiten. Ich räumte zunächst das saubere Geschirr aus der Geschirrspülmaschine aus und anschließend das schmutzige Geschirr wieder ein. Während ich Teewasser für die Autofahrt und die Thermoskanne aufsetzte, machte ich ein paar Liegestütze und Kniebeuge. Um mir Arbeit zu erleichtern, kaufte ich dieses Mal einen Großteil des Picknicks ein. Das Auge isst bekanntlich mit, weshalb ich die selbst gekauften Lebensmittel in ansprechend aussehende Schüsseln und (Brot-)Dosen umfüllte. Einzig Kappa Maki Sushi, das L am allerliebsten isst, bereitete ich selbst zu. Gegen elf Uhr war alles für unsere Abfahrt bereit: Picknickdecke, Campingtisch und Campingstuhl, Springseile, Ball, Wurfscheibe, (Regen-)Jacken, Pullover, Matschhose, ein schwerer Beutel voller Getränke und eine Stiege mit Campinggeschirr, Campingbesteck und zahlreichen Lebensmitteln.

Ich versuchte vergebens, ein wenig Mittagsschlaf zu halten, war aber offenbar nicht müde genug. Ich nutzte die freie Zeit deshalb für ein Bad in der Badewanne.

Kurz nach halb eins fuhr ich das Auto direkt vor unser Haus, trug unser Gepäck nach unten und belud den Kofferraum. Gegen 13 Uhr machten L und ich uns auf den Weg nach Erfurt. Das Hanamifest fand in diesem Jahr auf der Schwedenschanze statt. Die Autobahnen waren nahezu leer. Wir kamen sehr gut voran. Wir hörten ein Hörspiel von „Die Schule der magischen Tiere“.

Nur wenige Minuten nach halb drei parkten wir das Auto auf der Schwedenschanze. Meine ehemalige Kollegin A kam etwa fünf Minuten später mit ihrer Familie an. Gemeinsam suchten wir uns einen hübschen Fleck auf der Kirschplantage, um unser Picknick aufzubauen. Nach und nach stießen immer mehr Leute dazu. Ich glaube, ich hatte jede Einzelne und jeden Einzelnen bereits im letzten Jahr zum Hanamifest schon einmal getroffen. Der Picknicktisch war reichlich gefüllt mit unglaublich viel Sushi, vier Salaten, Muffins, Kuchen, Süßigkeiten, Weintrauben-Käse(-Wurst)-Spießen, Obst … Ich behaupte, es war für jeden Geschmack etwas dabei. Für die Kurzweile war mit Pfeil und Bogen, LARP-Schwertern, Bällen … ebenfalls gesorgt. L hielt mich die Zeit unseres Aufenthalts über ganz schön auf Trab. Wir spielten sehr viel mit der Wurfscheibe, zwischendurch Ball und probierten Pfeil und Bogen aus. Auch mit den Schwertern kämpften wir gegeneinander. Hin und wieder konnte ich ein paar Sätze mit A und den anderen wechseln.


Halb sieben herrschte Aufbruchsstimmung. Das kam mir sehr gelegen, wollte ich ohnehin spätestens 19 Uhr die Rückfahrt antreten. Ich fahre nicht gern im Dunkeln und hatte mir im Vorfeld angeschaut, wann die Sonne untergehen wird. Auf der Heimfahrt waren die Autobahnen noch leerer. Wir hörten wieder ein Hörspiel von „Die Schule der magischen Tiere“. Ich merkte trotz starker Bewölkung während des gesamten Hanamifests mein erhitztes und leicht brennendes Gesicht. Die Sonne hatte somit doch ihre Spuren hinterlassen.

Als L und ich um halb neun am Abend wieder zu Hause waren, räumten wir nur die Lebensmittel und Kleidung in die Wohnung und fielen wenig später erschöpft, aber glücklich ins Bett. Wir freuen uns auf das nächste Hanamifest.

Tagebuch – 28. April 2023

Alltagsschnipsel

Ich habe wunderbar geschlafen und viel geträumt. Leider war meine Erinnerung an den letzten Traum direkt mit dem Aufwachen (eine Viertelstunde vor dem Klingeln des Telefonweckers) verschwunden. Ich glaube aber, es war wieder ein bisschen unsinnig.

Der heutige Arbeitstag war sehr produktiv. Ich hatte erst um 13 Uhr einen Call bezüglich des nun nicht mehr ganz so neuen Tools Personio und konnte bis dahin ruhig, fokussiert und konzentriert an verschiedenen Dingen arbeiten.
Ich habe meine Retrospektive für den kommenden Mittwoch vorbereitet, zwei weitere Zielvereinbarungen nebst der dazugehörigen Gesprächsnotizen fertiggestellt (jetzt fehlen nur noch zwei Mitarbeiter), etliche E-Mails versendet und „Kleinkram“ erledigt. Ich kann somit mit einem guten Gefühl in das verlängerte Wochenende starten.

Als L am späten Nachmittag mit ihren zwei auf dem Schulflohmarkt gekauften Ponys in die Badewanne ging, nutzte ich den Moment, um alle Schulsachen durchzuschauen und ihren Ranzen für Dienstag zu packen. So haben wir am Wochenende weniger Stress. Mittagessen für die nächsten zwei Wochen bestellten wir auch gleich über den Essenanbieter.
L bat mich, mit ihr in den nächsten Tagen ein wenig Mathe und das kleine M in Schreibschrift zu üben. Gemeinsam lesen werden wir auf jeden Fall auch. Ich bin gespannt, ob wir das alles in nur drei Tagen neben unseren geplanten Aktivitäten schaffen werden.

Was heute schön war:

Morgenspaziergang.
Meine Runde fiel heute zwar kurz aus, allerdings traf ich unterwegs S mit ihrer Tochter L, die in Ls Klasse geht. Die beiden waren gerade auf dem Weg in die Schule. S erzählte mir, dass sie seit vergangenem Wochenende einen Kleingarten in Leipzig besitzen und uns bald zum Kaffee trinken einladen wollen.

Eisbecher essen.
Nach der Schule gingen L und ich in die Eisdiele in der TriGaleria in Markkleeberg. Wir essen zwar häufig Eis, aber einen Eisbecher hatten wir schon länger nicht mehr gefuttert. Das machten wir heute. Lecker war’s.

Gedanken- und Alltagsschnipsel im April

Alltagsschnipsel, Dies & Das

Seit Anfang des Monats tracke ich mein Essen nicht mehr. Das werde ich im Mai genauso halten.

Ich merkte in den ersten Apriltagen sehr schnell, wie viel besser es mir ohne Foodtracking geht. Ich habe in den letzten Wochen weder zu- noch abgenommen und wieder damit begonnen, auf mein Hunger- und Sättigungsgefühl zu hören. Mein erstes Fazit nach einem Monat Trackingpause fällt somit positiv aus.


***


Seit drei Jahren zahle ich Ms und meinen Kredit ab, den wir für den Kauf unseres Wohnmobils im April 2020 aufgenommen hatten. Das Wohnmobil wurde nach seinem Tod leider vom Nachlasspfleger beschlagnahmt und anderweitig verkauft. Da der Kreditvertrag jedoch nur auf meinen Namen abgeschlossen wurde und aus diesem auch nicht hervorgeht, dass mit dem Geld ein gemeinsamer Traum erfüllt wurde, blieb ich vollständig auf der Rückzahlung sitzen. Ich zahle somit einen Kredit ab, von dem ich gar nichts hatte, denn aufgrund von Ms Krankheit konnten wir mit dem Wohnmobil leider nicht einmal in den Urlaub fahren.

In zwei Jahren habe ich es endlich geschafft. Dann bin ich den Kredit los und kann das Geld mit L wieder anderweitig ausgeben.

Tagebuch – 27. April 2023

Alltagsschnipsel

Die Nacht war sehr gut. Ich bekam genug Schlaf und wachte heute Morgen fit und motiviert für den Tag auf.

Seit dem Wochenende leide ich ein kleines bisschen unter Vergesslichkeit. Das hatte ich vor einigen Jahren kurz vor und auch nach Ms Tod schon einmal. Diesmal äußert es sich zum Beispiel darin, dass ich mich nicht daran erinnern kann, ob ich jemandem auf eine Nachricht geantwortet habe oder was ich gerade aus dem Nebenraum holen wollte. Ich stelle zudem auch fest, dass es sinnvoll wäre, beim Vorwärtsfahren mit dem Auto vom Rückwärts- in den Drive-Gang zu schalten … Bisher ist glücklicherweise nichts passiert. Ich freue mich schon auf das verlängerte Wochenende, denn mein Kopf braucht offenbar dringend eine Pause.

Heute war wieder ein Bürotag. Ich fuhr am Morgen alleine mit dem Auto nach Erfurt und am Nachmittag auch alleine wieder zurück nach Leipzig. Die beiden längeren Fahrten nutzte ich zum Singen und Nachdenken. Unangenehm aufgefallen sind mir vor allen Dingen Autofahrer aus Halle, Apolda und dem Kyffhäuserkreis, die mit ihrer Fahrweise andere Verkehrsteilnehmer in unnötige Gefahr brachten. Ansonsten waren die Autobahnen frei und ich kam gut voran.
Nur eine Stunde nach meiner Ankunft im Büro erhielt ich einen Anruf der Schule. Das ist ja mein persönliches Horrorszenario: L in Leipzig, ich in Erfurt. Mir wurde mitgeteilt, L sei mit einer Mitschülerin zusammengestoßen und könnte bei Abholung am Nachmittag eventuell ein Veilchen haben. Sofort abgeholt werden musste sie zum Glück nicht. Puh. Als ich am späten Nachmittag in der Schule ankam, war alles halb so wild. L ging es gut und unterhalb des Auges war nur ein kleines blaues Fleck erkennbar.
Mein Arbeitstag selbst bestand aus vielen Terminen, darunter einem Daily in meinem Projekt, das ich als Scrum Master betreue, einem Mitarbeitergespräch, dem Management Weekly und der Runde zwei des Bewerbungsgesprächs von letzter Woche. Die Kandidatin hinterließ wirklich einen sehr guten Eindruck bei M und mir, gab mir aber eine verbale Ohrfeige mit ihrer Gehaltsforderung für eine 30-Stunden-Woche. Durch die Veränderungen in der Welt da draußen ist mir natürlich klar, dass wir unsere aktuellen Einstiegsgehälter anpassen müssen, allerdings befinden wir uns immer noch im Bundesland Thüringen und nicht in Hamburg, Berlin oder München. Wir können solchen horrenden Forderungen nicht nachkommen, so gern wir das auch manchmal möchten. Das fühlt sich nicht schön an. Ich bin gespannt, ob wir mit ihr zusammenkommen werden.

Was heute schön war:

Anruf für L.
Ls Kindergartenfreund K hatte große Sehnsucht nach seiner L. Deshalb rief er uns am Abend über das Telefon seines Papas an und quatschte ein bisschen mit ihr. Das war unfassbar süß. Wir erhielten auch direkt eine Einladung für seine Schuleinführung und seinen Geburtstag. Beides wird jeweils im August sein.

Tagebuch – 26. April 2023

Alltagsschnipsel

Meine Nacht war nur so mittelgut. Diesmal bin ich aber definitiv selbst Schuld daran, denn ich habe gestern Abend die körperlichen Anzeichen von Müdigkeit wegen einer spannenden Serie ignoriert. Als ich halb elf schlafen wollte, kam mein Kopf lange Zeit nicht zur Ruhe. Es dauerte ewig, ehe ich in den Schlaf fand. Heute Morgen fühlte ich mich dementsprechend noch sehr müde, als der Wecker auf dem Telefon klingelte.

Heute jährt sich zum einundzwanzigsten Mal der Amoklauf am Gutenberggymnasium in Erfurt, bei dem zahlreiche unschuldige Menschen ihr Leben verloren hatten. Obwohl ich zum Glück nicht selbst davon betroffen war, denn ich ging zu der Zeit auf ein anderes Gymnasium in Erfurt, kenne ich einige, die damals die schreckliche Bluttat mit erleben mussten.
Ich erinnere mich noch sehr gut daran, dass ich damals die achte Klasse besuchte. Gegen Mittag nach der Mittagspause hatten wir Deutschunterricht. Unser Lehrer kam bereits mit ersten Informationen in das Klassenzimmer, die er im Radio im Lehrerzimmer mitbekommen hatte. Zu der Zeit wusste noch niemand, welches Erfurter Gymnasium betroffen war. Aus diesem Grund schloss unser Lehrer die Klassenzimmertür zu. An Unterricht war natürlich nicht zu denken. Wir hörten die ganze Stunde lang Radio und durften alle zeitiger die Schule verlassen und nach Hause gehen. Unser Lehrer, der wirklich ausgezeichnet war, verließ zum Schuljahresende unsere Schule und wechselte ans Gutenberggymnasium. Für diese Entscheidung bewundere ich ihn nach wie vor.

Was heute schön war:

Morgenspaziergang.
Trotz drei Grad Celsius am Morgen lief ich zehn Minuten durch die Gegend, ehe ich nach Hause ins Homeoffice ging. Ich erfreute mich am Sonnenschein und am Geruch des frisch gemähten Grases. Um mich herum grünte und blühte es. Es wird, es wird.

Thai-Massage.
Nachmittags ließ ich mir meine Verspannungen im Rücken- und Nackenbereich wegmassieren. Das war wieder herrlich. Heute war die Massage sogar so schön, dass ich mich danach wie in Trance fühlte. Von den beiden jungen Frauen, die vor etlichen Wochen zur Unterstützung der Masseurin da waren, fehlt seit einiger Zeit jede Spur. Ich gehe mittlerweile davon aus, dass sie vorerst auch nicht wiederkommen werden.

Sushi.
Mit L war ich am späten Nachmittag einkaufen. Wir holten uns für das Abendessen ein wenig Sushi. Das war wie immer sehr lecker und eine willkommene Abwechslung zu unserem sonstigen Abendbrot.

Tagebuch – 25. April 2023

Alltagsschnipsel

Im Vergleich zur gestrigen Nacht war diese wieder sehr gut. Ich schlief schnell ein und bis zum Klingeln des Telefonweckers durch. So muss das sein!

Während unserer Spielplatzbesuche am Wochenende hatte ich Zeit. Zeit zum Entspannen. Zeit, mit meinen Haaren zu spielen. Beim Blick auf meine Haarspitzen traf mich allerdings fast der Schlag. Ich habe offenbar kaum ein Haar auf dem Kopf, das nicht von Spliss befallen ist. Ich haderte ein paar Tage mit mir, denn Friseurbesuche mit (sehr) langen Haaren sind unfassbar teuer geworden, vereinbarte heute aber einen Termin für Ende Mai, um mir dann zwei bis drei Zentimeter abschneiden zu lassen.
Mein letzter Friseurbesuch liegt mittlerweile zehn Monate zurück. Damals kosteten mich Waschen, Schneiden und Föhnen fünfundachtzig Euro. Meine Schmerzgrenze liegt für die oben genannten Leistungen zwischen fünfzig und sechzig Euro. Würde ich „nur“ einen dieser Beträge bei meinen Friseurbesuchen bezahlen, würde ich sehr wahrscheinlich zweimal jährlich zum Friseur gehen.

Was heute schön war:

Mittagessen mit D.
Meine Mittagspause verbrachte ich heute mit D. Wir gingen vietnamesisch essen. Für mich gab es Reis, Tofu, Gemüse und Erdnusssoße, dazu Mangosaft aus der Dose, für sie Reis, Gemüse und eine leicht scharfe Kokos-Chili-Soße.
Mein Essen war unglaublich lecker und so viel, dass ich kein Abendbrot mehr brauchte. Ich war bis spät in den Abend hinein satt. Dieses vorletzte Woche vereinbarte Treffen war sehr schön. Ich hoffe, dass D und ich es ein- bis zweimal im Monat schaffen, uns mittags zu treffen und über Dinge auszutauschen, über die Frauen nun mal so sprechen.

Tagebuch – 24. April 2023

Alltagsschnipsel

Meine Nacht war nur so mittelgut. So richtig abschalten und zur Ruhe kommen wollte mein Kopf leider nicht. Da ich mich morgens nach dem Klingeln des Telefonweckers jedoch nicht gerädert fühlte, bekam ich offenbar trotzdem genug Schlaf. L schlief zum Glück sehr gut.

Den heutigen Arbeitstag nutzte ich neben meinen Terminen zum einen für die Nachbereitung eines Meetings, das bereits vor zwei Wochen stattfand. Morgen findet nämlich der Folgetermin statt, sodass es höchste Zeit war. Wir besprechen in einer kleinen Gruppe, wie wir unseren Onboardingprozess von neuen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in der Firma verbessern können. Zum anderen kümmerte ich mich darum, dass im Laufe dieser Woche neue Gehälter auf unseren Konten eingehen, und kaufte für zwei Android Developer Tickets für die Droidcon in Berlin.

Direkt nach der Schule fuhren L und ich zur Schnupperstunde beim Kindertanzen für Kinder im Alter zwischen sechs und acht Jahren. Während L eine Dreiviertelstunde tanzte, saß ich vor der Tanzschule und genoss die Wärme der Sonnenstrahlen. Beim nächsten Mal, denn L gefiel es so gut, dass ich gleich den Vertrag unterschrieb, werde ich entweder spazieren und/oder einkaufen gehen oder eine Heiße Schokolade trinken. Eine Laufeinheit könnte ich ebenfalls unterbringen. Mal sehen. Ich finde es jedenfalls sehr gut, dass wir auch an anderen Tagen in der Woche zum Tanzen vorbeikommen können und nicht ausschließlich auf den Montag festgelegt sind.

Was heute schön war:

Morgenspaziergang.
Weil ich nun mal so bin, fuhr ich am Morgen mit dem Auto kurz zur Tanzschule. (Zuvor setzte ich L natürlich an der Schule ab.) Ich wollte wissen, ob es genug Parkmöglichkeiten vor Ort gibt und wo das Kindertanzen überhaupt stattfinden soll. Die Tanzschule befindet sich in der TriGaleria in Markkleeberg. Den Namen hatte ich mehrfach auf Plakaten gelesen, war bisher aber noch nicht dort. Zu meiner Überraschung entdeckte ich in dem kleinen Einkaufszentrum eine weitere Sparkassenfiliale, den Lebensmittelmarkt Konsum, eine Eisdiele, eine Physiotherapie, einen Friseur, die Tanzschule … Die Umgebung rund um die TriGaleria ist wunderschön. Es ist ruhig und es gibt viele Wege, die ich in den nächsten Wochen erkunden werde.


Joggen.
Meine Mittagspause nutzte ich heute, um das zweite Mal in diesem Monat (und Jahr) laufen zu gehen. Ganz so motiviert wie Anfang April war ich dieses Mal zwar nicht, aber ich legte dennoch 4,4 Kilometer in dreißig Minuten zurück. Beim nächsten oder übernächsten Mal werde ich auf fünf Kilometer erhöhen.

Saxophon spielen.
Eine halbe Stunde am Abend spielte ich auf meinem Alt-Saxophon, wegen der Nachbarinnen und Nachbarn natürlich in piano, um den Song für Js Einmarsch auf ihrer und der Hochzeit meines Bruders zu üben. Ich kam ein gutes Stück weiter, vermerkte Erkenntnisse und Änderungen auf den Notenblättern und werde allmählich auch sicherer. Spaß machte mir das Spielen heute obendrein.

Tagebuch – 23. April 2023

Alltagsschnipsel

Eine wunderbare Nacht lag hinter mir. Wie auch gestern schlief ich über neun Stunden ungestört durch und wachte erst um acht Uhr morgens gemeinsam mit L auf.  

An diesem Wochenende ist mir die (körperliche) Entspannung geglückt. Ich machte heute sogar noch mal weniger als gestern. Ich werde nächste Woche ein paar Pausen mehr in den Alltag integrieren, damit der Erholungseffekt nicht bereits morgen Mittag wieder komplett dahin ist.

Was heute schön war:

Sachsen-Therme.
Gestern beschlossen L und ich, heute zum Baden in die Sachsen-Therme zu fahren. Durch unsere zahlreichen Erkältungskrankheiten seit Dezember letzten Jahres konnten wir seit Ewigkeiten nicht mehr schwimmen gehen. L hatte die Befürchtung, dass sie das Schwimmen bereits verlernt haben könnte.
Kurz vor 11 Uhr standen wir bereits an der Kasse. Der Eintrittspreis für drei Stunden war in Ordnung und deutlich günstiger als zum Beispiel in der Avenida Therme bei Erfurt. Während unseres gesamten Aufenthalts war es angenehm voll. Wir hatten genug Platz und unglaublich viel Spaß im Wasser. L wechselte zwischen dem Schwimmen mit und ohne Schwimmhilfe hin und her, stellte erleichtert fest, dass sie noch schwimmen kann, und hatte genauso wie ich einen Riesenspaß mit den vielfältigen Angeboten. Mittags aßen wir im zum Schwimmbad gehörenden Restaurant. Wir kommen definitiv wieder vorbei.


Abenteuerdorf.
Als wir am frühen Nachmittag die Therme verließen, schien die Sonne. Es war viel wärmer und schöner als vorhergesagt. L bat mich, direkt zum gestrigen Spielplatz zu fahren. Wir hatten nichts weiter vor und so machte ich das auch.
Heute war es deutlich voller als gestern. Ich schrieb M, der Mama von Ls Schulfreundin, dass wir spontan im Abenteuerdorf gelandet sind. Etwa eine Dreiviertelstunde später kam sie mit L und deren Bruder J vorbei. Die beiden Ls spielten fröhlich zusammen und wir Mamas hatten Zeit, uns um den kleinen J zu kümmern und nebenbei zu unterhalten. Natürlich gab es auch wieder ein Eis für alle.

Tagebuch – 22. April 2023

Alltagsschnipsel

Die Nacht war für mich super erholsam. Über neun Stunden schlief ich ungestört durch und wachte erst kurz nach acht Uhr gemeinsam mit L auf.

Zum Frühstück tranken wir eine Heiße Weiße Schokolade. Hierfür schmolz ich eine Schokoladenente, die L und ich kurz vor Ostern gekauft hatten, in heißer Milch. Das war unfassbar lecker. L war nach dem Essen motiviert genug, um ein paar Matheübungen in der Anton App zu absolvieren.


Ich habe es geschafft, meinen Vorsatz, heute nahezu nichts zu tun, einzuhalten. Ich bereitete lediglich das Frühstück, das Abendessen und ein kleines Picknick für unterwegs vor, ging mit L ein paar Kleinigkeiten einkaufen und fuhr uns mit dem Auto herum. Mehr tat ich nicht. Ich konnte zudem gut entspannen. Meine Ohren dankten es mir, in dem sie weniger rauschten. Das ist ein gutes Zeichen. Mein Stresspegel ist eindeutig gesunken.

Was heute schön war:

Sonnenschein und Wärme.
Mittags war es bereits so warm, dass L und ich kurzärmelig die Wohnung verlassen konnten. Ich erfreute mich an den bunten Blumen, den Gerüchen und dem Sonnenschein. Was für ein wunderschöner Frühlingstag!


Abenteuerdorf.
L und ich verbrachten viele Stunden des Nachmittags auf diesem Spielplatz. Dieser ist vollständig eingezäunt, sodass sich niemand Sorgen machen braucht, sein Kind laufe weg. L und ich gönnten uns im Laufe unseres Aufenthalts eine Waffel am Stiel und jede ein Eis. Ich spielte mit L viel, vor allen Dingen mit dem vor einigen Tagen neu gekauften Ball, hatte aber auch Zeit, auf der mitgebrachten Picknickdecke zu entspannen.