Tagebuch – 26. September 2023

Alltagsschnipsel

Ich konnte über eine Stunde länger schlafen und fühlte mich wesentlich ausgeschlafener als an anderen Morgen einer Arbeitswoche. L erging es sehr ähnlich.
Dennoch kam zu Ls Schnupfen ein leichter Husten hinzu. Sie durfte somit auch heute zu Hause bleiben und sich ausruhen. Ich verspüre nach wie vor nur ein leichtes Halskribbeln und erste Anfänge eines Schnupfens. So richtig rauskommen will der Infekt offenbar nicht.

Über den Tag verteilt konnte ich sehr viele Arbeitsaufgaben erledigen.
Einziger und wichtigster Termin war das Meeting mit dem zweiten Geschäftsführer D. Wir konnten uns zu dritt auf einen gangbaren Weg einigen, den zumindest ich für meinen Teil am Freitag viel besser an das Team kommunizieren kann. Blöd ist die Situation aber nach wie vor. Die nächsten Monate werden für uns alle nicht leicht werden.

Was heute schön war:

Telefonat mit meinem Bruder.
Er brachte mich (und sich) auf gute Ideen bezüglich einer wichtigen Arbeitsaufgabe. Nächste Woche wollen wir uns intensiver dazu austauschen. Ansonsten stecken J und er in den letzten Hochzeitsvorbereitungen.

Haushalt.
Da L und ich nahezu den ganzen Tag zu Hause verbrachten, konnte ich ebenfalls einige kleine oder lange vor mir hergeschobenen Dinge im Haushalt angehen. Abends hatte ich ein sehr befriedigendes Gefühl.

Tagebuch – 25. September 2023

Alltagsschnipsel

L und ich fühlten uns gestern Abend erschöpft und gingen zeitig ins Bett.
L wachte mehrmals in der Nacht aufgrund von Gruselträumen auf. Sie hatte Angst, wirkte stellenweise verwirrt, brabbelte wirres Zeug und krabbelte das Bett rauf und wieder runter. Zudem merkte ich, dass ihre Nase verstopft ist. 
Als ich morgens aufwachte, spürte ich leichte Halsschmerzen und erste Anzeichen eines Schnupfens.
L und ich blieben heute zu Hause.

Nach einem sehr guten Call mit einer Kollegin von der Muttergesellschaft keimte ein Fünkchen Hoffnung in mir. Im besten Fall können wir die schwierige Situation an der Arbeit ein wenig abfedern. Morgen wissen mein Kollege/Freund M und ich mehr dazu.

Unter großem, lautstarkem und nervenaufreibendem Drama für mehrere Stunden fiel abends Ls sechster Milchzahn heraus. Allein bei dem Gedanken, dass sie jedes Mal so abgeht, wenn ein Zahn wackelt, gruselt es mich. Es werden schließlich noch vierzehn weitere Zähne folgen.

Was heute schön war:

Telefonat mit J.
Meine Freundin J aus Dresden hat ihr Diplom bestanden, genießt aktuell ein paar freie Tage und wird im Oktober Doktorandin sein. Ich freue mich für sie.

Tagebuch – 24. September 2023

Alltagsschnipsel

Erst gegen dreiundzwanzig Uhr kehrte im Schlafzimmer allmählich Ruhe ein, als ich mich zu den beiden Mädels mit ins Bett legte. Unsere Nacht war unruhig. Neben unbekannten Geräuschen und Bewegungen wechselten sich die beiden Ls mit Schnarchen ab.
Ich wachte heute Morgen gegen halb neun leicht gerädert auf. Trotz des Schlafmangels fühlte ich mich wesentlich besser als die Tage zuvor. Bauchschmerzen und Appetitlosigkeit waren zum Glück nicht mehr so stark.

Nach dem gemeinsamen Frühstück zu dritt räumte ich Ls Kinderzimmer auf. Das sah wieder so aus, als hätte eine Bombe eingeschlagen. Die Mädels schauten zunächst kurz fern und spielten anschließend gemeinsam im aufgeräumten Kinderzimmer.

Heute hätten M und ich unseren vierten Hochzeitstag, die sogenannte Seidenhochzeit gefeiert.

Was heute schön war:

Kinobesuch.
Am Nachmittag schauten L und ich uns den neuen Paw Patrol Film im Kino an. Da wir uns nicht zwischen salzigem und süßem Popcorn entscheiden konnten (und wollten), nahmen wir ausnahmsweise beides. Der Film war kurzweilig, stellenweise aber ganz schöner Blödsinn.

Tagebuch – 23. September 2023

Alltagsschnipsel

Gegen halb drei Uhr morgens wachte ich auf und spürte sofort meine Beklemmung im Herzbereich und die Bauchschmerzen. Ich merkte, wie mein Kopf beginnen wollte, das Gedankenkarussell anzuschmeißen. Ich schaffte es aber zum Glück nach einer Weile, wieder einzuschlafen.
Ich wachte kurz nach halb acht wieder auf und fühlte mich ausgeschlafen genug, um in den neuen Tag zu starten.

Nach dem Frühstück kaufte ich mit L Verbandszeug ein. Gestern bekamen im Rahmen eines kleinen Schulprojekts einige Kinder Verbände an Handgelenken oder Kopf angelegt. L wollte nun unbedingt auch einen Verband am Arm tragen. Ich nutzte diesen Wunsch einerseits, um unsere bis dato nicht vorhandene Hausapotheke entstehen zu lassen, und andererseits, um das Anlegen von Verbänden zu üben. Den letzten Verband legte ich M vor über drei Jahren an.

Was heute schön war:

Frühstück.
Um mich zu entlasten und wieder glücklich zu sehen, bereitete L heute unser Frühstück vor. Sie machte das ganz toll. Ich freute mich sehr über ihre liebe Geste.

Zoopark.
Nachmittags machten L und ich uns auf den Weg in den Leipziger Zoo. Wir holten uns neue Jahreskarten und trafen uns kurz darauf mit Ls Schulfreundin L und ihrer Familie in einem der zahlreichen Cafés. Nach einem leckeren Stück Kuchen und einem Heißgetränk schlenderten wir durch die Gegend und ließen die Kinder auf einem der Spielplätze spielen.

Schlafgast.
Ls Schulfreundin L nahmen wir am Abend mit zu uns nach Hause. Die Mädels spielten zusammen, aßen Abendbrot, bekamen Papilotten in die Haare und schauten bei Knabbereien die ersten fünfundvierzig Minuten des Realfilms “Arielle”. Bevor es schlafen ging, las ich den beiden noch ein paar Zeilen aus einem Band “Die Schule der magischen Tiere” vor. Nun warte ich gespannt, wie die Nacht verläuft.

Tagebuch – 22. September 2023

Alltagsschnipsel

Heute Morgen wurde ich vom Klingeln des Weckers mitten aus einem Traum gerissen. Ich spürte gleich beim Aufwachen das mulmige Gefühl in der Magengegend, mit dem ich gestern Abend schon einschlafen musste. Ich nahm eine starke innerliche Unruhe und Appetitlosigkeit wahr.

Im Verlauf des Tages ließ sich nicht mehr ignorieren, dass mein Körper mit mir kommunizierte, mich regelrecht anschrie, diesen Zustand schnellstmöglich zu verbessern. Bildlich gesprochen merke ich seit einigen Tagen, wie mir notwendige Energie, die ich für die Bewältigung meines Alltags benötige, flöten geht. Und das ist auf Dauer natürlich suboptimal.

Von dem Ergebnis ihres Mathetests war L super enttäuscht. Alle Aufgaben, die wir im Vorfeld gemeinsam geübt hatten, waren korrekt und laut Lehrerin gut. Das Üben war somit erfolgreich. Allerdings kamen auch andere Logikaufgaben dran, die L und ich nicht geübt und die Kinder im Allgemeinen zuletzt in Klasse eins gerechnet hatten. Tja. L ließ sich irreleiten und wendete bei den Zauberdreiecken leider dieselbe Rechenstrategie wie bei den Zahlenmauern an. Ende vom Lied: Die Lehrerin gab L als Einzige in der Klasse keine Note auf die Mathearbeit.

Beim Durchblättern des Matheaufgabenhefts der ersten Klasse stolperte ich über eine (leere) Seite, in der einfache Stochastikübungen standen. Ich erinnere mich sehr gut daran, dass wir erst in Klassenstufe zehn mit der Wahrscheinlichkeitsrechnung begonnen hatten. Kurz vor dem Abitur wurde die Thematik nochmals aufgegriffen. Ich bin mir nicht sicher wie sinnvoll es ist, Stochastik in Klassenstufe eins zu beginnen.

Was heute schön war:

Zweite Chance.
L wird nächste Woche eine zweite Chance bekommen. Sie darf über das Wochenende mit mir und am Montag in der Schule im Förderunterricht die Zauberdreiecke üben. Dienstag oder Mittwoch wird sie einen kleinen Extratest, der nur die Zauberdreiecke beinhaltet, schreiben. Die Lehrerin wird anschließend aus beiden Tests eine Note kreieren. Das finde ich super lieb.

Tag der offenen Tür.
L, ihre Schulfreundin L sowie ihre Mama S und ich besuchten am Nachmittag eine weiterführende Schule. Am schönsten war das Kuchenbuffet. L und ich hauten ordentlich rein und das tat mir sehr gut. Für alles Weitere, was präsentiert und aufgebaut wurde, hatte ich leider absolut keinen Nerv. Ich war einfach zu fertig von der Woche.

Telefonat mit meiner Mama.
Abends telefonierte ich eine Stunde mit meiner Mama. Wir hatten leider letztes Wochenende kaum Zeit, über ernstere Themen zu sprechen. (L redet meist die ganze Zeit ohne Punkt und Komma.) Ich schüttete ihr mein Herz aus und sagte, was mich gerade bewegt und beschäftigt. Das tat gut.

Tagebuch – 21. September 2023

Alltagsschnipsel

Ich hatte gut und störungsfrei geschlafen. Vom Nachtfalter war auch nichts mehr zu sehen und zu hören.

L verbreitete am Morgen (sehr wahrscheinlich getriggert durch mich) ein wenig Hektik und sprach auf dem Weg zum Auto mit ihrer Piepsstimme. Ich musste sehr viel und tief atmen.
Wir waren beim Verlassen der Wohnung nur mittelgut in der Zeit. Da es heute allerdings keinen langen Stau gab, konnte L pünktlich das Schulgebäude betreten.

Die derzeitige Situation auf Arbeit ist für mich sehr schwer. Ich habe aufgrund unschöner Themen seit Tagen Bauchschmerzen, spüre erste leichte Stresssymptome oder körperlichen Verfall und bin vor allen Dingen dünnhäutig und schnell reizbar. Gerade für die arme L ist das keine gute Mischung.

Ls Mathelehrerin hatte am Nachmittag bereits alle heute geschriebenen Mathearbeiten durchgesehen und bewertet. Dies teilte sie in einer kurzen E-Mail an die Eltern mit. Einige Kinder haben sich verbessert, einige verschlechtert. Mehr dazu erfahren wir allerdings erst morgen. Welch fieser Cliffhanger.

Was heute schön war:

Morgenspaziergang.
Auch wenn ich nur eine kleine Runde in der Nähe von Ls Schule drehte, genoss ich die paar Minuten für mich sehr.

Eis essen.
Beim Abholen am Nachmittag beschlossen S und ich, mit den Kindern noch ein Eis essen zu gehen. Das Wetter war einfach zu schön. Leider konnten sich die beiden Mädchen im Anschluss nicht einig werden, in welches Waldgebiet oder auf welchen Spielplatz sie gemeinsam gehen wollen. So fuhren S, Hund Sukhi und L mit ihrem Auto davon und L und ich machten uns auf den Heimweg.

Tagebuch – 20. September 2023

Alltagsschnipsel

Ls und meine Nacht war gut und überwiegend ruhig. Einzig ein Nachtfalter in unserem Schlafzimmer ließ uns in der Einschlafphase hin und wieder hochschrecken. Der Flügelschlag ist doch wesentlich lauter als ich dachte.

Ich brachte L am Morgen pünktlich in die Schule und ging in Ruhe einkaufen. Anschließend machte ich es mir zu Hause bei einem leckeren Frühstück gemütlich und freute mich über den arbeitsfreien Tag (in Thüringen ist heute ein Feiertag).

Am Vormittag fuhr ich mit dem Auto zur Allgemeinmedizinerin, um mich vorzustellen. Ich bin nach wie vor so glücklich, eine Hausärztin in Leipzig gefunden zu haben.
Meine Behandlung zögerte sich aufgrund eines Notfalls in der Praxis hinaus. Nach etwa einer halben Stunde im Wartezimmer kamen schließlich Notarzt und Rettungssanitäter, um einen Mann in seinen Vierzigern abzuholen.
Die neue Ärztin und ihre Krankenschwester sind nett und machten einen kompetenten Eindruck auf mich. Ich bekam meinen Gesundheitscheck und eine Hepatitis A-Impfung. Blut wurde mir auch abgenommen. Ich sah währenddessen für einen kurzen Moment ein paar Sternchen vor den Augen, die aber zum Glück schnell wieder verschwanden.  
Als ich eine Stunde später wieder bei meinem Auto war, freute ich mich darüber, dass ich weder ein Knöllchen hatte noch abgeschleppt wurde. Ich glaube, ich stand im eingeschränkten Halteverbot.

Am späten Nachmittag übte L ein letztes Mal vor dem morgigen Mathetest Zahlenmauern. Sie hat in den letzten Tagen definitiv eine Menge aufgeholt und verstanden. Sie ist zuversichtlich. Ich bin zuversichtlich. Das wird schon werden.

Was heute schön war:

Spaziergang beim Kulkwitzer See.
Mittags fuhr ich auf einen Schotterparkplatz im Süden des Kulkwitzer Sees. Ich lief bei bestem sommerlichen Wetter im Waldgebiet direkt am See entlang, suchte mir wenig später eine gemütliche Stelle, breitete die Picknickdecke aus und aß meine Sushibox.
Nach dem Essen lief ich weiter und landete schließlich vor dem Café „Ab ans Ufer“ in Markranstädt. Ich haderte kurz mit mir, entschied dann aber, dass ich mir zehn Euro Wert bin, kaufte mir eine Heiße Schokolade und zwei Kugeln Eis und machte es mir auf einer der zahlreichen Sitzmöglichkeiten des Cafés gemütlich. Boote jeder Art werden hier auch vermietet. Vielleicht überwindet L eines Tages ihre Angst vor Booten …
Auf dem Rückweg zum Auto begegnete mir im Wald ein sein Fahrrad schiebender nackter Mann um die fünfzig (oder älter). Ihm war seine Nacktheit so peinlich, dass er sich um Kopf und Kragen redete (und damit alles viel schlimmer machte). Er dachte, heute sei niemand unterwegs, und wollte „durchlüften“. Die ganze Situation war ziemlich witzig und skurril.

Tagebuch – 19. September 2023

Alltagsschnipsel

Meine Nacht war nicht so gut. Ab ungefähr halb drei heute Morgen drehte sich mein Gedankenkarussell unaufhörlich und wollte einfach keine Ruhe mehr geben. Bis zum Weckerklingeln befand ich mich eher in einer Art Halbschlaf.

L bummelte nach dem Aufstehen und brach einen ihrer eigenen Rekorde. Wir kamen noch später los als sonst und standen sehr lange im Stau. L schaffte es noch pünktlich in die Schule, hatte aber keine zehn Minuten Zeit mehr, um sich mental auf den Unterricht vorzubereiten und durchzuatmen.
Mir tut das für alle Kinder, denen es morgens so schwer fällt wie L, unglaublich leid. Ich finde es nicht in Ordnung, was wir unseren Kindern damit antun, sie in ihrem Schlaf zu stören. L gehört eher in die Kategorie „Schulbeginn bitte nicht vor neun Uhr“. Sie hätte vermutlich auch kein Problem, bis in den späten Nachmittag hinein zu lernen. Abends ist sie wach, motiviert und kreativ.
Versöhnlich stimmt mich ein heute gehörter Radiobeitrag zum Thema „Schule von morgen“. Es tut sich etwas in unserem (Bundes)Land. Und wenn auch nur eine von den genannten tollen Änderungen eintritt, kehrt meine Hoffnung in die Menschheit zurück. 

L erzählte mir am Abend stolz vom Vorlesen. Sie bekam eine sehr gute Zwei. Auf diese Note kann sie wirklich sehr stolz sein, hatte sie doch den vorgelesenen Text nicht ein einziges Mal geübt (obwohl sie das hätte tun dürfen).

Sämtliche Vorbereitungen für den nächste Woche Dienstag stattfindenden Storymap Workshop in dem Projekt, das ich als Scrum Master betreue, sind nun erledigt. Ich bin sehr gespannt und freue mich darauf. Das wird das erste Mal sein, dass ich so einen fürs Projekt wichtigen Workshop alleine leite.

Was heute schön war:

Massage.
Fand ich die Massage letzte Woche schon schmerzhaft, war sie heute Mittag noch mal eine Spur intensiver und härter. Dennoch konnte ich gut abschalten und genoss den Schmerz im Schulterbereich, den mir die Masseurin zufügte.

Gartenarbeit.
Spontan fuhren L und ich am Nachmittag mit in S‘ Garten. Die beiden Mädchen L und L hatten so die Möglichkeit, bei schönem Herbstwetter draußen miteinander zu spielen. Ich konnte mich mit S unterhalten, Hund Sukhi bespaßen und im Garten beim Ernten der Tomaten und Aufkehren des bereits heruntergefallenen Laubes helfen.

Tagebuch – 18. September 2023

Alltagsschnipsel

Ich hatte gut geschlafen, war aber nur mäßig begeistert, als ich kurz vor dem Klingeln des Weckers aufwachte. Mittlerweile ist es morgens noch dunkel und mir fällt es schwer, freudig aus dem Bett zu springen. Für L ist es sogar noch mal schwerer. 
Es gelang uns dennoch, die Wohnung pünktlich in Richtung Schule zu verlassen.

Zu meiner großen Überraschung teilte L ihrer Lehrerin mit, dass sie bereits morgen etwas aus ihrem Buch vorlesen möchte. Darauf wird es die erste Note im Fach Deutsch geben. (Die Kinder hätten den vorzulesenden Text zu Hause noch üben dürfen.)
Damit L wenigstens etwas vorbereitet ist, las sie mir am Abend (nach einem kurzen emotionalen Drama wegen einer anderen Sache) ein paar Seiten aus einem anderen Band der Buchreihe vor. Ich finde, sie liest gut. Sie wird das rocken. 

Was heute schön war:

Bewegung.
Bevor ich mit dem Auto ins Homeoffice fuhr, lief ich ein paar Minuten in der Nähe von Ls Schule umher. Es wird nun allmählich Herbst. Die Blätter an den Bäumen verfärben sich und fallen stellenweise bereits zu Boden. Erste Kastanien sind bereit, aufgesammelt zu werden.
In meiner Mittagspause absolvierte ich einige Übungen für die Bauch- und Rückenmuskulatur. Abends machte ich eine Übung für die Beine. 

Ein Wochenende im September

Alltagsschnipsel

Das Wochenende verbrachten L und ich bei bestem spätsommerlichen Wetter bei meinen Eltern in Erfurt.


Samstag, 16. September 2023


Ausgeschlafen wachte ich am Morgen kurz nach halb acht Uhr nach einer ruhigen und erholsamen Nacht auf. Ich blieb noch eine ganze Weile liegen und schaute die Serie „Superstore“ weiter.
Vor dem Frühstück duschte ich und genoss anschließend ein leckeres Croissant, ein gekochtes Ei und meinen geliebten Schokocappuccino.

Am Vormittag übte ich mit L ein paar Matheaufgaben. Es stellte sich deutlich heraus, dass ihr offenbar (noch) das logische Denken fehlt. Sie kann zwar problemlos Plus- und Minusaufgaben lösen, wenn sie als einfache Aufgaben im Matheheft stehen, sobald sie aber für die Lösung um die Ecke denken muss, ist es bei ihr vorbei. Leider lässt sie sich nicht helfen und reagiert demotiviert. Ein wenig hilflos bin ich nach wie vor. Ich würde ihr so gerne helfen, die Aufgaben zu verstehen.
Nächste Woche Donnerstag wird der erste Mathetest geschrieben, bei dem die Note zählt. Ich habe die Befürchtung, dass die Note sie trotz großer Konzentration, Mühe und Vorbereitung im Vorfeld langfristig für die nächsten Schuljahre demotivieren könnte. Genau das wollte ich immer vermeiden. Ich wollte, dass sie Jahr für Jahr gern und mit Spaß die Schule besucht. Ich warte jetzt aber erst einmal ab.

Die Übungseinheit endete leider im Streit. L zog sich ins Schlafzimmer zurück. Ich machte es mir auf dem Sofa bequem und schaute „Superstore“ weiter. Als meine Eltern aus der Stadt zurückkamen, half ich meiner Mama beim Gemüseschnippeln für das Grillen am Nachmittag.

Als L wieder bessere Laune hatte, gingen wir für eine Stunde zum nahegelegenen Spielplatz.


Bevor wir uns auf den Weg machten, um Ls Opa D nach fast einem halben Jahr wiederzusehen, gab es für jede ein großes Quarkbällchen. 
Auf einer Wiese im Luisenpark spielten wir am Nachmittag zu dritt Boule und andere (von L) erdachten Spiele. Nach einer Weile liefen wir in Richtung Kressepark und entdeckten auf dem Weg dorthin einige Automaten, die mit regionalen Produkten gefüllt waren. L bekam einen Trinkjoghurt. Im Kressepark selbst fütterten wir die Fische, aßen ein Eis und ließen L auf dem Spielplatz spielen. Opa D brachten wir auf den neuesten Stand sämtlicher Ereignisse der letzten Monate.
L verhielt sich während des Treffens stellenweise komisch und sprach ohne ersichtlichen Grund nicht mehr mit uns. Die Verabschiedung war auch merkwürdig. Ich werde das Treffen noch mal Revue passieren lassen und versuchen herauszufinden, woran es liegen könnte, dass L sich einigen Menschen gegenüber abweisend und komisch verhält.


Am späten Nachmittag wurde im Hof, der mit zum Wohnhaus, in dem meine Eltern wohnen, gehört, gegrillt. Es gab viele leckere Sachen zu essen. Mit L spielte ich nach dem Essen ein bisschen Fußball.

Abends durfte L einige Folgen „Peppa Wutz“ schauen. Zwischendrin bat ihr Darm um Erlösung. Offenbar hatte sie den Trinkjoghurt nicht vertragen.
Gegen halb neun zogen wir uns ins Schlafzimmer zurück. Ich absolvierte meine Englischübungen mithilfe der Duolingo App und schaute meine Serie weiter.


Sonntag, 17. September 2023


Ich schlief heute bis acht Uhr. L wachte mehr oder weniger zur selben Zeit auf wie ich. Bevor wir aufstanden, schauten wir ein bisschen fern.

Der Vormittag verlief sehr ähnlich wie gestern. Nach dem Duschen gab es ein leckeres Frühstück zu viert. Anschließend bat ich L, ihr Hausaufgabenheft vorzutragen und einige Zahlenmauern zu lösen. Heute hatte sie zum Glück einen Aha-Effekt. Ich behaupte, sie hat nun verstanden, wie sie diese Aufgaben in Mathe erfolgreich lösen kann.

Mit der Straßenbahn fuhren wir am späten Vormittag zum EGApark. L durfte zunächst auf den Spielplätzen spielen. Mittags aßen wir ein leckeres Picknick, bestaunten die diesjährige Kürbisausstellung zum Thema Tiere und kauften uns zum Abschluss ein Eis.


Nachmittags machten L und ich uns auf den Weg zurück nach Markkleeberg. L schlief nahezu die gesamt Fahrt über.
Zu Hause angekommen verräumte ich unser Gepäck und half L beim Packen des Schulranzens. Danach hatte sie große Lust, eine Runde mit ihren Rollschuhen zu fahren. Wir suchten uns asphaltierte Wege und erkundeten einen Teil des Industriegebiets, in dessen Nähe wir wohnen.

Den restlichen Abend ließen wir entspannt und gemütlich ausklingen. Ich absolvierte einige Englischübungen und schaute meine Serie weiter und L durfte sich einen Film ansehen, ehe wir (viel zu spät) schlafen gingen.