Tagebuch – 22. Oktober 2023

Alltagsschnipsel

Ich hatte sehr gut geschlafen, war aber bereits halb acht wach. L ebenso. Wir blieben noch eine Weile kuschelnd im Bett liegen, ehe ich es mir mit meinem Buch auf dem Sofa gemütlich machte und L mit ihren Playmobilfiguren spielte.

Nach einem gemeinsamen Frühstück widmete ich mich der privaten Finanzplanung und brachte das Dokument auf den aktuellen Stand. Da der Oktober sehr teuer war und der November noch teurer werden wird, buchte ich (mit einem lachenden und einem weinenden Auge) einen großen Geldbetrag vom Sparkonto auf das Girokonto um. Dabei brabbelte ich mantraartig vor mich hin, dass ich dankbar bin, überhaupt die Möglichkeit zu haben, (über fünf Monate lang) erspartes Geld umbuchen zu können. (Dennoch bin ich mir manchmal nicht sicher, ob sich das gemeine Volk nicht selbst in die Tasche lügt, wenn es immer nur das Positive sehen will. Das Geld ist und bleibt in unserer Welt nunmal ungleichmäßig verteilt.)
L und ich bereiteten anschließend den ersten Plätzchenteig der Herbstsaison zu. L knetete den Teig so gut durch, dass ich ihn nur noch zu einer Kugel geformt in den Kühlschrank stellte.

Mittags hatte ich Appetit auf die von mir am Donnerstag oder Freitag eingekauften Miniklöße. Sogar L kostete einen und war erstmals richtig begeistert und fand es lecker. Das ist definitiv neu.

Den späten Nachmittag und Abend verbrachte ich abwechselnd mit ein paar Sportübungen, meinem Buch und Englischübungen in der Duolingo App.

Was heute schön war:

Playdate.
Heute Mittag bekam L Besuch von ihrer anderen Schulfreundin L. Die beiden Mädels verbrachten den Großteil der Zeit in Ls Kinderzimmer, tauschten Geheimnisse aus und schienen viel Spaß miteinander zu haben. Sie halfen mir auch sehr gut beim Ausstechen und Verzieren der Plätzchen. Einen Teil der super lustigen (und total gruseligen Plätzchen) legte ich gleich für die am Freitag stattfindende Halloweenparty in der Schule beiseite, der Rest war zum sofortigen Verzehr freigegeben.
Nachmittags kam Ls Mama S vorbei. Wir redeten noch eine Weile, ehe die beiden sich wieder auf den Heimweg machten.

Tagebuch – 21. Oktober 2023

Alltagsschnipsel

L und ich hatten gut geschlafen und wachten beide kurz vor acht Uhr heute Morgen auf.

Damit L im Wohn- und Kinderzimmer und in der Küche mit ihren Playmobilfiguren spielen konnte, machte ich es mir auf ihre Bitte hin auf der Couch im Wohnzimmer gemütlich und las in meinem aktuellen (Weihnachts-)Buch. (Ich bin tatsächlich schon ein wenig in Weihnachtsstimmung.)
Bevor wir halb zehn rum gemeinsam frühstückten, wusch ich mir noch meine Haare. Trotz meines relativ frischen Haarschnitts bin ich im Moment nicht zufrieden mit meinen Haaren. Sie fetten viel zu schnell und das nervt mich.

Gegen Mittag fuhren L und ich mit dem Auto zum Einkaufen. Wir kauften im Supermarkt einige Lebensmittel ein und holten danach beim Bäcker (viel zu viel) Kuchen.
Bevor ich weiter in meinem Buch lesen konnte, holte ich im Keller noch einige Dinge in die Wohnung, die zum Anbringen der Lampen benötigt werden.

Am Abend strahlten L und ich mindestens genauso hell wie das Licht in unserer Wohnung. Es war spannend festzustellen, worüber wir uns freuen können.

Was heute schön war:

Ordnung und Sauberkeit.
Wenn mich etwas so richtig zum Aufräumen und Saubermachen motiviert, dann ist es angekündigter Besuch. Den gesamten Vormittag über verrichtete ich alle Arten von Hausarbeit und war anschließend mit dem Ergebnis überaus zufrieden.

Nachmittagsbesuch.
Um sechzehn Uhr klingelten Ls Schulfreundin L, ihr kleiner Bruder J sowie ihre Eltern M und R bei uns. Während sich R direkt unsere im Flur stehende Garderobe schnappte und an die Wand anbrachte, spielten die drei Kinder in Ls Kinderzimmer und wir Mamas aßen in der Küche Kuchen und tranken Kaffee. Hin und wieder schauten wir R bei der Arbeit zu.
L und ich haben am Abend beschlossen, dass wir in den nächsten Wochen öfter Besuch haben wollen.

Lampen.
Dank Rs Hilfe hängen nun in jedem Raum in unserer Wohnung Lampen an der Decke. (Zuvor war dies nur in einigen Räumen der Fall.) In diesem Herbst und Winter dürfen sich L und ich also über Licht im Kinder- und Schlafzimmer sowie im Abstellraum freuen. Am Montag werde ich noch einige Stromfresser-Glühlampen durch LED-Glühlampen austauschen.

Tagebuch – 20. Oktober 2023

Alltagsschnipsel

Ich schlief gestern Abend wieder zeitig ein, hatte zudem eine ruhige und erholsame Nacht und war am Morgen nach dem Klingeln des Weckers fit genug, um in den neuen Tag zu starten. Und heute ist auch noch Freitag. Das Wochenende steht somit unmittelbar vor der Tür. Was will ich mehr?!  

Beim Verlassen der Wohnung in Richtung Schule stellten L und ich fest, dass es durch die morgendliche Dunkelheit, den Wind und den Regen sehr herbstlich geworden ist. Es ist stellenweise ganz schön ungemütlich.
Der wochenlang anhaltende Stau am Morgen scheint nun verschwunden zu sein. Am Montag war ich noch skeptisch, da wir allerdings jeden Tag nach nur wenigen Minuten Fahrt im Auto die Schule erreichten, bin ich hoffnungsvoll, dass wir zum normalen Berufsverkehr zurückgekehrt sind. Das erspart L und mir wirklich Unmengen an unnötiger morgendlicher Hektik.

Der heutige Arbeitstag war ruhig. Ich konnte mich konzentriert und ungestört meinen büroorganisatorischen Aufgaben widmen. Nächste Woche will ich mich wieder vermehrt meiner Rolle und den Aufgaben als Scrum Master widmen.

In ihrem zweiten Mathetest bekam L wieder die Note zwei. Ich freute mich mit ihr. Für diesen Test brauchten wir auch überhaupt nicht üben, denn L hatte die am Montag eingeführte Thematik sofort verstanden. 

Im Moment ist bei L und mir ein bisschen der Wurm drin. Wir streiten in letzter Zeit wirklich unnötig viel. Es ist sehr nervig und macht uns das Leben aus meiner Sicht unnötig schwer. Ich hoffe, es ist nur eine „Phase“ und legt sich schnell wieder.

Ich war bisher nie eine Mama, die ihrem Kind großartige Einschränkungen ihrer Tablet-Zeit gegeben hat oder geben musste. L darf grundsätzlich so viel fernsehen wie sie mag. Ich halte Ls Medienkonsum in einem guten Gleichgewicht. In letzter Zeit legt sie das iPad noch öfter und manchmal sogar schon nach zehn Minuten wieder beiseite, weil sie lieber stundenlang mit ihren Playmobilfiguren spannende Geschichten (nach)spielen möchte. Das ist für mich so schön anzusehen und zeigt mir, dass ich vielleicht doch nicht alles falsch mache. (In meiner Kindheit war es im Übrigen ähnlich. Ich durfte auch sehr viel fernsehen und habe nun im Erwachsenenalter kaum noch Interesse daran. Ich lese lieber Bücher.)

Was heute schön war:

Telefonat mit J.
Es tat gut, mal wieder mit meiner Freundin J aus Dresden zu telefonieren. So erfuhr ich beispielsweise, dass sie krank ist und vermutlich auch nächste Woche noch zum Auskurieren braucht. Wir brachten uns in unseren Leben auf den aktuellen Stand.

Einkaufstour.
Am Nachmittag fuhren L und ich spontan ins Paunsdorf Center. Dort erstanden wir ein günstiges Halloweenkostüm für die Schulparty am kommenden Freitag. (L wird nun auch äußerlich eine Teufelin sein.) Bevor wir nach einer halben Stunde das Center verließen, gönnten wir uns jede noch eine Kugel Eis.

Tagebuch – 19. Oktober 2023

Alltagsschnipsel

Mein Körper ist definitiv dabei, in den Herbst- und Wintermodus zu wechseln. Ich merke das vor allem daran, dass mir neuerdings gegen halb zehn abends im Bett beim Lesen allmählich die Augen zufallen. Wenigstens bekomme ich so genug Schlaf ab und fühle mich morgens ausgeschlafen.

Als L und ich am Morgen die Wohnung verließen, regnete es in Strömen. Es war auch noch mal merklich dunkler als gestern. Ich fuhr besonders vorsichtig in Richtung Schule und kurz darauf wieder zurück nach Hause. Bei solch einem Wetter habe ich nämlich immer das Gefühl, als würde mir jeden Moment ein Fußgänger/eine Fußgängerin vors Auto laufen oder ein Fahrradfahrer/eine Fahrradfahrerin auf der Motorhaube landen.

Mein heutiger Arbeitstag hatte nur einige wenige Termine. Somit konnte ich mich wieder einem Großteil der Zeit den Aufgaben auf meiner To-do-Liste widmen.

Ls erster Mathetest wurde mit einer Zwei benotet. Sie hatte alle Zauberdreiecke im Sondertest richtig gelöst und bei den restlichen Aufgaben im Haupttest nur kleinere Schusselfehler. L ist zufrieden, ich bin zufrieden und glücklich. Nun können wir dieses Thema auch endlich abhaken.
Die Kinder schrieben am Vormittag direkt ihren zweiten Mathetest. L hat laut eigener Aussage ein gutes Gefühl. Ich drücke ihr die Daumen.

Am späten Nachmittag erreichte uns die Nachricht, dass mein Onkel W, der letzte Woche ebenfalls Gast auf der Hochzeit meines Bruders war, seinen zweiten Schlaganfall erlitten hat. Er befindet sich im Krankenhaus. Wie schwer es ihn dieses Mal traf, weiß im Moment noch keiner. Meine Mama wird mich auf dem Laufenden halten.

Was heute schön war:

Spaziergang zur Mittagszeit.
Mein Kopf war voll, die Schrittanzahl auf meiner Uhr beängstigend gering, also beschloss ich nach dem Mittagessen, eine Runde spazieren zu gehen. Ich lief im angrenzenden Wohngebiet herum, bestaunte die Häuser und genoss die Ruhe.

Sushi.
Eine kleine Portion Sushi fand am Abend den Weg in meinen Magen. Lecker war’s.

Tagebuch – 18. Oktober 2023

Alltagsschnipsel

L und ich waren gestern zeitig im Bett und schliefen auch früh ein. So bekamen wir ausreichend Schlaf und fühlten uns am Morgen relativ ausgeschlafen.

Als wir morgens an unserem geparkten Auto ankamen, war die Frontscheibe voller Eis. Ich musste somit erstmals in diesem Herbst die Scheiben frei kratzen, damit wir uns auf den Weg zur Schule begeben konnten. Es waren zwar null Grad Celsius, dennoch fühlte es sich nicht wesentlich kälter an als gestern.

Ich hatte heute einen nahezu terminfreien Arbeitstag und konnte mich somit ungestört und hochkonzentriert einigen Aufgaben widmen.

L schrieb (endlich) ihren Test bezüglich der Zauberdreiecke nach, wie ich am Nachmittag bei der Abholung von ihr erfuhr. Die Note bekommt sie allerdings erst morgen mitgeteilt.
Leider fiel ihre Theater AG aus. Die Erzieherin, die diese leitet, ist erkrankt. Wir hoffen nun auf nächsten Mittwoch.

Was heute schön war:

Morgenspaziergang.
In der kalten, klaren Luft lief ich etwa zehn Minuten in der Nähe von Ls Schule umher. Das war ein prima Start in den Arbeitstag.

Vietnamesisches Abendessen.
Nach der Schule fuhren L und ich spontan in ein kleines Einkaufscenter östlich von Markkleeberg. In einem Laden erstand ich eine Frontscheibenabdeckung, die uns an kalten Morgen Zeit schenken und gut durch den Herbst und Winter bringen soll. Für das Abendessen nahmen wir uns ein Reisgericht vom Imbiss mit.

Telefonat mit M.
Abends rief mich M, die Mama von Ls Schulfreundin L, an. Nach einigen Wochen des Überlegens fasste ich mir am Nachmittag endlich ein Herz und fragte sie, ob uns ihr Mann R die restlichen Lampen in der Wohnung anbringen und die Garderobe im Flur aufhängen würde. Sie teilte mir mit, dass er das sehr gern für uns tun würde. Eventuell klappt es sogar schon an diesem, ansonsten am nächsten Wochenende. Ich freue mich jedenfalls sehr darüber. Ich frage mich dennoch, warum es mir so unglaublich schwerfällt, andere Leute um Hilfe zu bitten.

Tagebuch – 17. Oktober 2023

Alltagsschnipsel

Auch in dieser Nacht hatte ich ausreichend und ruhigen Schlaf. Es scheint wieder bergauf zu gehen.
Ich erinnerte mich am Morgen noch sehr genau an meinen letzten Traum. L und ich befanden uns in der Wohnung meiner Eltern, die allerdings im Erdgeschoss und direkt am Meer lag. Vor dem Fenster des Gästezimmers, in dem L und ich immer schlafen, lagen ein kurzer Strandbereich und nur wenige Meter dahinter das Wasser. Ich räumte gerade unsere Sachen zusammen, als ich aus dem Augenwinkel eine große Welle in Richtung Fenster heran rollen sah. Als erste Wassertropfen durch das geschlossene Fenster ins Innere drangen, verließen L und ich das Zimmer und gaben meinen Eltern Bescheid. Meine Mama öffnete kurz darauf die Tür zum Gästezimmer. Das Wasser stand bereits über anderthalb Meter hoch, schwappte uns allerdings bei offen stehender Tür nicht entgegen, sondern blieb auf genau dieser Höhe stehen. Wie eine Art Wackelpudding quasi. Mit diesem letzten Bild im Kopf wachte ich auf. Ich bin mir unsicher, was mir dieser Traum sagen will.

Nachdem ich L an der letzten Ampel auf dem Weg zur Schule verabschiedet hatte, kaufte ich noch einige wenige Lebensmittel ein, für die gestern im Einkaufskorb kein Platz mehr waren. Anschließend begab ich mich ins Homeoffice und nahm gemeinsam mit meinem Kollegen/Freund M an einem Gesprächsmarathon mit einigen Kollegen und Kolleginnen teil.

Beim Abholen am Nachmittag berichtete mir L, dass sie ihren Test bezüglich der Zauberdreiecke nicht nachgeschrieben hatte. Grund hierfür war meines Erachtens eine mangelhafte Kommunikation im Vorfeld. L wusste nicht mehr ganz genau, wohin sie sich wann begeben sollte. Die Lehrerin war bereits verschwunden und die Erzieherin, unter deren Aufsicht das Nachschreiben stattfinden sollte, ebenfalls unauffindbar. Ich bin gespannt, ob L diese Woche das Thema für sich abhaken kann.
Von dieser ganzen Situation noch aufgewühlt, quietschte L herum und motze mich voll. Wir schwiegen uns auf der Fahrt an, ehe unschöne Worte unsere Münder verlassen hätten. Kurz bevor wir zu Hause waren, sah ich, dass L eingeschlafen war.

Was heute schön war:

Unerwartetes Wiedersehen.
Da L schlief, ich mit ihr aber gern noch Knabbereien einkaufen wollte, fuhr ich einige Kilometer weiter und hielt spontan bei einem Nahkauf, den ich mir seit unserem Umzug anschauen wollte. L wachte schnell auf und hatte wieder gute Laune. Gemeinsam betraten wir den Laden und holten für unseren Vorratsschrank viele leckere Dinge.
Am Poststand in der Nähe der Kasse sah ich plötzlich die wartende A, mit der ich jahrelang gemeinsam in Erfurt im Orchester musiziert hatte. Wir erkannten uns beide sofort wieder, tauschten Nummern aus und waren überrascht, uns an diesem Ort zu dieser Zeit nach gut zwanzig (?) Jahren wiederzusehen. A teilte mir mit, dass sie bereits seit 2019 in Markkleeberg wohnt. Wir werden uns kurzfristig auf einen Spaziergang verabreden. Was für eine tolle unerwartete Überraschung.

Tagebuch – 16. Oktober 2023

Alltagsschnipsel

Ich hatte gut, störungsfrei und ohne Unterbrechungen geschlafen. Deshalb fiel mir das frühe Aufstehen heute Morgen nicht allzu schwer. Auch L trödelte am ersten Schultag nach den Herbstferien nicht herum, sodass wir pünktlich die Wohnung in Richtung Schule verlassen konnten. Auf dem Weg zum Auto hatte sie aus irgendeinem Grund, den ich bereits wieder vergessen habe, kurzzeitig schlechte Laune. Bei der Verabschiedung an der letzten Ampel vor der Schule war aber schon wieder alles gut.

Bevor ich mich ins Home Office begab, um die zahlreichen montäglichen Termine wahrzunehmen, kaufte ich einige Lebensmittel ein. L und ich hatten gestern und einige Tage vor unserer Reise nach München kaum noch etwas (leckeres) zu essen im Kühlschrank.

Vom ersten Schultag berichtete L am Nachmittag nur positives. Sämtliche Aufgaben in Deutsch und Mathe hatte sie laut eigener Aussage gut verstanden. Vor allem für das letztgenannte Fach ist das gut, da das heute neu Gelernte am Donnerstag in einem kleinen Test abgefragt wird.
Den Teil, den L im ersten Mathetest vor den Ferien nicht verstanden hatte, darf sie morgen nachschreiben. Wir übten am Abend somit nochmals ein paar Zauberdreiecke. Ich bin zuversichtlich, dass es diesmal gut läuft.

Was heute schön war:

Gefüllter Kühlschrank.
Das Gefühl, die Kühlschranktür zu öffnen und zu wissen, dahinter befindet sich viel leckeres Essen, ist unbeschreiblich schön. Offenbar erging es nicht nur mir heute so. Auch L war abends von der großen Auswahl begeistert.

Massage.
Mit unfassbar vielen Verspannungen im Schulterbereich betrat ich heute nach wochenlanger Pause das Massagestudio. Die Masseurin tat ihr bestes, um einige davon zu lösen und den Rückenbereich ordentlich durchzukneten. Allein ihre Berührungen taten mir schon sehr gut. Ich fühlte mich nach der Massage gleich besser.

Tagebuch – 15. Oktober 2023

Alltagsschnipsel

Ich hatte mal wieder nur mittelgut geschlafen. Erst gegen Mitternacht lagen L und ich auf der Schlafcouch in unserer Airbnb-Wohnung. Etwa eine halbe Stunde später waren wir eingeschlafen. Gegen fünf Uhr wurde ich wach und hatte wie sooft in letzter Zeit Probleme, wieder einzuschlafen. Es muss aber geklappt haben, denn vom Klingeln des Telefonweckers um sieben Uhr wurde ich überrascht.

Ich stand als Erste auf, drehte eine kleine Badrunde, zog mich an und packte Ls und mein restliches Gepäck zusammen. L zog mit, weshalb wir pünktlich kurz vor acht Uhr die Unterkunft in Richtung U-Bahn-Haltestelle verlassen konnten.


Kurz vor halb neun kamen wir am Münchener Hauptbahnhof an, kauften uns ein kleines Frühstück und warteten am Gleis auf den Zug.
Diesmal hatten wir eine Zugfahrt wie im Bilderbuch. Es gab keine Verspätungen und wir fuhren an jedem Bahnhof pünktlich ab.
Die ersten paar Minuten machte ich noch mal die Augen zu. Etwas später spielten L und ich einige Runden Double und UNO. Während ich ein paar Sudoku-Rätsel löste, durfte L auf meinem Telefon ihre Playmobil Videos auf YouTube schauen.

Die S-Bahn am Leipziger Hauptbahnhof kam nur wenige Minuten nach unserer Ankunft am Gleis. Wir hatten somit großes Glück, nicht allzu lange warten zu müssen. Kurz vor dreizehn Uhr waren wir wieder zu Hause.

Während L mit ihren Playmobilfiguren spielte, gönnte ich mir einen Mittagsschlaf. Ich bin auch richtig fest eingeschlafen und war am frühen Nachmittag ein bisschen durch den Wind. Deshalb kochte ich mir einen Schokocappuccino und für L und mich Nudeln mit Tomatensoße.

Ob ich heute noch Lust habe, unseren Koffer auszuräumen, weiß ich noch nicht. Gerade ist es sehr gemütlich auf der Couch.

Morgen geht für L und mich der normale Alltag wieder los. Ich bin sehr traurig wegen des frühen Aufstehens und der Dunkelheit, die uns kurz nach sechs Uhr erwarten wird. Gleichzeitig bin ich unendlich froh über das Ende der Herbstferien, weil L und ich uns nach nunmehr drei Wochen des ständigen Beisammenseins ohne nennenswerte Pausen nicht mehr sehen (und riechen) können. Abwechslung und ein paar Stunden am Tag ohne einander werden uns sehr sehr guttun.

Hochzeit in München 2/2

Alltagsschnipsel

Ich hatte nachts sehr gut geschlafen und wachte gegen acht Uhr gemeinsam mit L auf.

Wir bummelten nach dem gemeinsamen Frühstück durch den Vormittag. Ich hatte Zeit, meinen Terminkalender „Ein guter Plan“ zu aktualisieren sowie eine Sportübung und meine Französischübungen in der Duolingo App zu machen. Ich verräumte anschließend bereits einen Teil unseres Gepäcks und legte unsere Kleidung für den morgigen Abreisetag bereit.
Dann wurde es Zeit für meine Dusche. Ich zog vorerst normale Alltagskleidung an und packte mein Kleid für die Hochzeitsfeier ein. Ich half L beim Anziehen der Strumpfhose und frisierte ihre Haare, ehe ich mich den Papilloten in meinen Haaren und der Lockenpracht insgesamt widmete.


Mit dem Taxi fuhren L und ich zur Mittagszeit zum Wirtshaus „Paulaner am Nockherberg“. Mein Bruder, J und die anderen Trauzeugen sowie die Fotografen waren bereits anwesend.
Ich spielte ein paar Töne auf meinem Saxophon und war wenig später bereit für einen Probedurchlauf. Dieser war überraschend gut. Alles lief wie am Schnürchen. Im Gegensatz zu den anderen Tagen klang mein Saxophon heute vom ersten Ton an super. Das freute mich sehr und gab mir Selbstvertrauen.
Ich half danach noch beim Aufbau mit und zog mich schließlich kurz vor der freien Trauung um.


Um halb drei begann die Trauung mit dem Einmarsch der Braut J an der Seite ihres Papas, begleitet von meinem Saxophonspiel. (Ich hatte mich nicht verspielt und es klang wirklich gut.) Die nächste Dreiviertelstunde hielt eine Freundin der Braut eine freie Rede, die wunderschön und sehr emotional war. Die Trauzeremonie war sehr gelungen.

Der Nachmittag wurde durch den Fassanstich und das Reichen von Canapés eingeläutet. Mein Papa hielt kurz darauf seine Rede. (Er war mächtig aufgeregt, erhielt aber aufgrund seines schrägen Humors etliche Lacher.)
In den darauffolgenden zwei Stunden hatten alle Gäste die Möglichkeit, sich mit den Anwesenden auszutauschen, die Fotobox für lustige Fotos zu nutzen, Telefonansagen für das Brautpaar aufzunehmen und professionelle Fotos gemeinsam mit dem Brautpaar machen zu lassen. L hatte in dieser Zeit großen Spaß.


Der Saal durfte schließlich halb sieben betreten werden. Vor und während des Drei-Gänge-Menüs fand jeweils ein gelungener und lustiger Programmpunkt statt. Das Brautpaar stand natürlich immer im Mittelpunkt und sah sich etlichen Herausforderungen und Aufgaben gegenüber.

Etwa zweiundzwanzig Uhr wurde die Hochzeitstorte angeschnitten. Diese sah unfassbar lecker aus. Leider waren nahezu alle Gäste noch vom Abendessen satt, weshalb niemand so wirklich Appetit auf diese schöne Torte hatte. L und ich teilten uns ein Stück.

Mein Bruder ist Mitglied in der Band SHRX. Diese haben in gut einem Monat einen großen Auftritt in der Olympiahalle in München. Heute kamen alle Anwesenden in den Genuss zweier Songs, die an das Brautpaar gerichtet waren.

Die Tanzfläche und somit die Zeit der ausgelassenen Party wurde Viertel vor elf vom Brautpaar mit einem sehr professionellen Walzer mit verschiedenen Elementen freigegeben. Der Tanz war wunderschön anzusehen und jede*r merkte, dass das Brautpaar seit einigen Monaten einmal wöchentlich zum Tanzen geht.


Nachdem auch L und ich zu einigen vom DJ aufgelegten Songs ausgiebig getanzt hatten, verließen wir gegen halb zwölf gemeinsam mit meinen Eltern und anderen Verwandten die Party.
Kurz vor Mitternacht lagen L und ich in unserem Bett.

Meinem Bruder und meiner Schwägerin wünsche ich eine glückliche, leid- und sorgenfreie Ehe voller Liebe, Respekt und glücklicher Momente.

Hochzeit in München 1/2

Alltagsschnipsel

L und ich legten uns gestern Abend zeitig schlafen. Ich war auch sehr müde.
Bis halb zwei schlief ich durch, lag dann aber für die darauffolgenden zwei Stunden wach und machte mir sehr viele Gedanken über meine Zukunft. Ich habe das Gefühl, dass derzeit einiges schief läuft. Mein Kopf war trotz allem ruhiger als in der Nacht zuvor. Irgendwann schlief ich wieder ein und wachte kurz vor acht Uhr wieder auf.

Nach einem eher dürftigen Frühstück gemeinsam mit L schmissen wir beide uns in Schale. L trug ein rotes Festkleid mit Spitze, dazu glitzernde Silberschuhe mit leichtem Absatz, eine dazu passende silberfarbene Tasche und eine kuschelige rosafarbene Jacke. Ich zog ein altrosafarbenes Festkleid mit Spitze, Pumps mit leichtem Absatz und einen weißen Blazer an. Bevor wir die Unterkunft in Richtung U-Bahn verließen, holte ich die Papilloten aus meinen Haaren, freute mich über die vielen wilden Locken und war allgemein vom Ergebnis sehr begeistert.

Kurz nach halb elf waren fast alle Gäste, die an der Trauung im Standesamt in München teilnahmen, dort eingetroffen. Mein Bruder, J und einige andere Gäste trugen ihre Tracht, der Rest, zu dem L und ich gehörten, festliche Kleidung.

Um Viertel nach elf war es schließlich soweit und das Brautpaar nebst einem guten Dutzend Gästen durfte den Trausaal betreten. Als Trauzeugin meines Bruders saß ich neben ihm in der ersten Reihe, L direkt dahinter. Während der Ansprache der Standesbeamtin und dem Moment des Ja-Wortes kochten bei vielen die Emotionen hoch und es flossen etliche Tränen.

Nach der kurzen, aber sehr schönen Trauung begaben sich alle Gäste und einige neu hinzu gekommene Arbeitskolleginnen und -kollegen auf die zum Standesamt gehörende Dachterrasse zum Sektempfang und Bejubeln des frisch vermählten Brautpaares. Mein Bruder und J durften ein großes Herz ausschneiden und wurden von Seifenblasen eingehüllt, da das Werfen von Blumenblüten oder Reiskörnern nicht gestattet war.


Im Restaurant „Goldmarie“ gingen wir anschließend Mittagessen. Ich dachte lediglich bei meiner Vorspeise, einem leckeren Kräutercouscoussalat, daran, ein Foto zu machen. Der Hauptgang und das kleine Dessert waren ebenfalls sehr gut.


Nachmittags waren L und ich wieder zurück in unserer Unterkunft. Ich machte eine halbe Stunde „Mittagsschlaf“. L schaute ein paar Minuten auf dem iPad Videos, beschäftigte sich dann aber mit ihren Playmobilfiguren.

Am Abend trafen wir uns mit meinen Eltern am Sendlinger Tor und aßen in einer Tapas Bar Abendbrot. Bevor wir mit der U-Bahn zurück zu unserer Airbnb-Wohnung fuhren, kauften L und ich im Rewe Markt unser morgiges Frühstück ein. Meine Eltern verabschiedeten sich zuvor von uns und gingen auf ihr Hotelzimmer.

Als ich mir abends vor dem Schlafengehen erneut Papilloten ins Haar drehte, stellte ich fest, dass dieses immer noch leicht gewellt war.