12 von 12 im Dezember

Alltagsschnipsel

Ein letztes Mal für dieses Jahr heißt es heute wieder 12 von 12. Bei dieser Aktion geht es darum, dass im Tagesverlauf zwölf Bilder von Alltagssituationen gemacht werden, die am Abend im Blog präsentiert werden.

Ich bin sehr stolz auf mich, dass ich es in diesem Jahr geschafft habe, an jedem 12. eines Monats teilzunehmen.


Meine Nacht war erneut unruhig. Bis halb eins schlief ich, dann lag ich mindestens eine Stunde lang wach und fand nicht zurück in den Schlaf. Ich ging im Geiste alle möglichen Szenarien durch, was ich L im Laufe des heutigen Tages in Deutsch beibringen und wie ich sie generell in den nächsten Wochen und Monaten unterstützen könnte. Ich wünsche mir, dass sich die Aufregung rund um ihre „schulischen Leistungen“ schnell legt und ich wieder zur Ruhe zurück finden kann.



Nach meiner Morgenrunde im Bad – heute einschließlich einer warmen Dusche – und dem gemeinsamen Anziehen im Beisein von L kam ich auf dem Weg zur Küche an meinem Teeadventskalender vorbei. Ich nahm den Teebeutel entgegen und las mir den Spruch des Tages durch, ehe ich mich um Ls Frühstück und Vesper für ihren Schultag kümmerte.



Mit der von L gewünschten und von mir umgesetzten Frisur war sie sogar sofort zufrieden. So viel Glück habe ich nicht alle Tage. Wir konnten somit die Wohnung pünktlich in Richtung Schule verlassen. Auf dem Weg zum Auto stellten wir beide wieder einmal fest, wie unglaublich dunkel es morgens im Moment ist. Immerhin lag die Temperatur bereits bei knapp zehn Grad Celsius.



Nachdem L in der Schule angekommen war, lief ich noch eine kleine Runde durch die Gegend, ehe ich im Auto zurück nach Hause fuhr, mir Frühstück und Tee zubereitete und in den heutigen Arbeitstag startete.
Hauptaufgabe des Tages war eine Zuarbeit zum Jahresabschluss des Geschäftsjahres. Ich rechnete fleißig, spielte verschiedene Szenarien mit den vorhandenen Zahlen durch und erstellte parallel dazu eine Keynote-Präsentation für den Termin am Donnerstag.
Neben zwei Dailies am Vormittag nahm ich nach dem Mittagessen am Austausch zur weiteren Vorgehensweise hinsichtlich des Prozesses in dem neuesten Projekt, das ich als Scrum Master betreue, teil. Aus diesem Termin ergaben sich einige Nacharbeiten für mich. Unter anderem muss und will ich nochmal mit einem Kollegen sprechen, der aktuell sehr verstimmt zu sein scheint.



Während mein Mittagessen in der Küche auf dem Herd vor sich hin köchelte und briet, hing ich in unserem kleinen Abstellraum einige frisch gewaschene Kleidungsstücke auf. (Das hatte ich schon gestern vor. Doch irgendwie vergaß ich, die Waschmaschine anzustellen.)

Mit Blick auf zwei brennende Kerzen auf unserem schönen Adventskranz genoss ich wenig später mein leckeres Essen.

Nach dem Austauschmeeting hatte ich exakt fünfzehn Minuten Zeit, ehe ich mich auf den Weg machte, um L von der Schule abzuholen. Kleinere To-dos hatte ich für heute nicht auf meiner Liste stehen, also nutzte ich die Zeit und packte vier Weihnachtsgeschenke ein. Einige davon sind für L. Von daher war es sehr clever von mir, diese einzupacken, solange sie noch außer Haus ist.



Bevor L und ich nach Hause fuhren, gingen wir noch einige Lebensmittel einkaufen. Es landete viel Obst und für jede von uns ein Onigiri im Einkaufskorb.



Ganz doll gefreut hatte ich mich nach einem Blick in den Briefkasten. Meine Grundschul-/Orchesterfreundin J hatte uns eine Karte mit lieben weihnachtlichen Grüßen geschickt. Diese steht nun auf unserem Küchentisch.

An der Kasse im Rewe Markt wurden mir zahlreiche Disney-Sticker in die Hand gedrückt. Abends setzte ich mich gemütlich auf die Couch und klebte die uns noch fehlenden ein. (Ich habe definitiv die größte Freude am Einkleben der Sticker in das Album. L hat daran nur wenig Interesse.)

Die restliche Zeit des Tages verbrachte ich mit einer Massage mithilfe meines Massagegeräts, mit weiteren Arbeits-To-dos, mit einem kurzen Telefonat mit meiner Schwiegermama und mit der Korrektur von Ls Matheaufgaben, die sie in Vorbereitung der Klassenarbeit am Donnerstag übte.

Jetzt werde ich den Abend auf der Couch mit meinem Buch und meinen Französischübungen ausklingen lassen. Mal sehen, ob L später noch Lust hat, mir aus einem Buch etwas vorzulesen.

Tagebuch – 11. Dezember 2023

Alltagsschnipsel

Ich schlief gestern Abend zwar ziemlich schlecht ein, konnte dafür dann aber die ganze Nacht gut durchschlafen. An sonderbare Träume erinnerte ich mich am Morgen nicht mehr.

Die morgendliche Fahrt zur Schule nutzten L und ich zum Buchstabieren einiger Wörter. Das macht ihr glücklicherweise bisher großen Spaß. Zudem bringt es ihr total viel. Wir werden nun zusätzlich ab und an diese Wörter auch schreiben üben.

Mein heutiger Arbeitstag bestand neben den montäglichen Meetings aus einigen, teilweise sehr kleinen To-dos. Die größte und zeitintensivste Aufgabe war die Vorbereitung der letzten Retrospektive des Jahres in einem der beiden Projekte, das ich als Scrum Master leite.

Vormittags trudelte eine Nachricht des Horts ein. Es herrscht aktuell große Personalnot, da sich nahezu jede Erzieherin und jeder Erzieher im Krankenstand befindet, weshalb die Abholzeiten für die ganze Woche vorverlegt wurden. Wer kann, möge sein Kind bitte so früh wie möglich von der Schule abholen. Wegen des Gesprächs mit der Lehrerin bezüglich Ls schulischen Leistungen konnte ich diesem Wunsch heute leider nicht nachkommen.

Besagtes Gespräch, auf das ich vier Wochen gewartet hatte, fand zum einen nur mit Ls Klassenlehrerin statt, weil die Erzieherin krank ist, und verlief zum anderen komplett anders als erwartet.
Die vor einem Monat per E-Mail angekündigte und blumig umschriebene Matheschwäche bei L wurde gar nicht mehr thematisiert. L konnte in den letzten Wochen wohl beweisen, dass sie alles verstanden hat und gut im Unterricht mitkommt.
Die am Freitag per E-Mail mitgeteilte Lese-Rechtschreibschwäche ist eher eine Rechtschreibschwäche. Im mit der gesamten Klasse durchgeführten Bundestest schnitt L bei allen Aufgaben rund ums Lesen überdurchschnittlich gut ab.
Einzig Sorgen bereiten der Lehrerin die vielen Schreibfehler unter Anwendung falscher Rechtschreibregeln. Da die Kinder auch jetzt noch überwiegend nach Gehör schreiben, kann ich ihre Sorge ehrlich gesagt diesbezüglich nicht teilen. Wenn niemand den Kindern sagt, dass ein nach Gehör geschriebenes Wort falsch ist, können sie es gar nicht besser wissen. Ich hatte am Wochenende sowieso beschlossen, mit L spielerisch ab und an Wörter schreiben zu üben – mit SOFORTIGER Korrektur und Erklärung, wenn etwas falsch geschrieben wurde.
Spannend finde ich und da kann ich die Sorgen der Lehrerin verstehen, wie L frei schreibt. Unabhängig von Schreibfehlern sind ihre frei erfundenen Texte nicht lesbar. Es handelt sich eher um eine Aneinanderreihung von Buchstaben als von Wörtern. Meine Theorie ist, dass L gedanklich schon zwei Sätze weiter ist und mit dem Schreiben ihrer Ideen nicht hinterherkommt. Dafür würde sprechen, dass sie sich auch beim Sprechen oft überschlägt, wenn sie mir schnell spannende Neuigkeiten erzählen will. Und genau dieser Punkt deutet wohl auf eine Rechtschreibschwäche hin.
So ganz bin ich noch nicht überzeugt, weshalb ich L in Kürze bitten werde, mir in zwei oder drei Sätzen mal eine kleine Geschichte aufzuschreiben. Ich möchte mich selbst davon überzeugen und ihr gegebenenfalls helfen.
Ich habe nun bis Donnerstag die Möglichkeit, meine Zustimmung zu erteilen, um für L weitere Tests zur Prüfung, ob eine Rechtschreibschwäche vorliegt oder nicht, anzuleiern. Diese Prüfungen würden aber erst im Februar oder März nächsten Jahres durchgeführt werden. Entsprechendes Informationsmaterial habe ich mitbekommen.

Im Auto berichtete mir L am Nachmittag, dass ihre Schulfreundin E und sie im Matheunterricht „Die Zahl des Tages“ vorgestellt haben. Zudem schrieb L die erste Strophe des Gedichts ab. Beides wird benotet. Die Note wird ihr noch diese Woche mitgeteilt.

Abends übte L freiwillig ein paar Matheaufgaben und lies sich von mir eine Aufgabe nochmal erklären.
Am Donnerstag findet die Klassenarbeit in Mathe statt. Thematisch wird alles drankommen, was sie bisher in diesem Schuljahr behandelt haben. Ich mache mir keine Sorgen. L ist mittlerweile echt gut.

Was heute schön war:

Treffen mit D.
D, die aktuell auf der Suche nach einer Wohnung in Berlin ist, und ich trafen uns heute zum Mittagessen. Nach meiner unfassbar leckeren und reichlichen Bowl, die mich bis in den Abend hinein sättigte, machten wir noch einen Verdauungsspaziergang im angrenzenden Park. Ich hoffe sehr, dass wir uns wenigstens noch einmal vor ihrem Umzug treffen können.

Ballettstunde.
Ich freute mich sehr für L, dass wir es nach dem Gespräch mit der Lehrerin noch pünktlich zur dritten Ballettstunde am späten Nachmittag geschafft hatten. Ich bin die letzten Tage nämlich eher davon ausgegangen, dass wir das zeitlich überhaupt nicht auf die Reihe bekommen werden. Während L tanzte, kaufte ich in aller Ruhe ein paar Lebensmittel ein und las anschließend ein paar Seiten in meinem Buch.

Ein Wochenende im Dezember 

Alltagsschnipsel

Das Wochenende rund um den zweiten Advent verbrachten L und ich in Erfurt bei meinen Eltern.


Samstag, 9. Dezember 2023


In dieser Nacht suchten mich die Themen Lese-Rechtschreib-Schwäche und stundenlanges Üben mit L in meinen Träumen heim. In den frühen Morgenstunden lag ich eine ganze Weile wach und überlegte mir, was ich in dem Gespräch mit der Lehrerin und der Erzieherin am Montag ansprechen möchte.

Halb neun wachten L und ich auf. Wir öffneten gemeinsam die von zu Hause mitgebrachten Türchen unserer Adventskalender, ehe es ein leckeres Frühstück gemeinsam mit meinen Eltern gab. Sogar an meinen Schokocappuccino hatten sie wieder gedacht.

Nach dem Essen setzten L und ich uns eine Dreiviertelstunde hin und übten zuerst einige Aufgaben im Zahlenfuchs-Heft für die anstehende Klassenarbeit nächste Woche. Anschließend diktierte ich L einen langen Satz aus dem Weihnachtsbuch, aus dem wir uns abends seit einiger Zeit immer gegenseitig vorlesen. Ich wollte schauen, wie Ls Auffassungsgabe bei Diktaten ist.
Sie hatte einige Fehler, die wir sofort gemeinsam korrigierten. Trotz der Fehler vertrete ich die Ansicht, dass es ihr einfach an kontinuierlicher Übung fehlt. Die paar Wörter, welche die Kinder in der Schule schreiben üben und die zahlreichen Fehler in den Deutschaufgabenheften, die offenbar niemand mit den Kindern korrigiert, können schließlich aus niemandem ein Rechtschreibass machen.
Ich werde L nun tatkräftig unterstützen und üben, üben und nochmals üben. (Allerdings im Rahmen unserer Möglichkeiten. L besucht eine Ganztagsschule und ist demzufolge erst zu später Stunde zu Hause. Ich arbeite Vollzeit. Ich will auf keinen Fall, dass Erholung, Spaß, Lebensfreude und Freizeit in unser beider Leben zu kurz kommen.) Ich sehe nach wie vor absolut keinen Grund, weshalb sie das Schuljahr wiederholen sollte, und bin sehr gespannt auf das Gespräch.

Nach den Schulaufgaben hatte ich noch ein paar Minuten Zeit, weitere Sticker in das Disney-Stickeralbum einzukleben.

Mit der Straßenbahn machten L und ich uns am Mittag auf den Weg zum Erfurter Weihnachtsmarkt. Dort trafen wir uns mit ihrem Opa D. Ich war überrascht, wie viele Rummelbuden und Karussells es für die Kinder gab. L hatte somit viel Freude. Zur Mittagszeit waren angenehm viele Besucher unterwegs, sodass wir an dem ein oder anderen Stand schauen konnten, was angeboten wurde.


Unser Mittagessen nahmen wir wieder bei meinen Eltern zu Hause ein. Danach ruhten wir uns alle ein wenig aus. L durfte in der Zeit ihre Serie über das iPad weiterschauen.

Weil ein Weihnachtsmarktbesuch am Tag nicht ausreicht, fuhren wir am Nachmittag nochmal zum Domplatz, um eine Runde über den nun sehr stark überfüllten Markt zu drehen. L durfte erneut mit einigen Karussells fahren. Am Süßigkeitenstand deckten wir uns mit Leckereien ein. Als immer mehr Leute den Weihnachtsmarkt stürmten, machten meine Eltern, L und ich uns wieder auf den Weg nach Hause.


Vor dem Abendessen setzten L und ich uns nochmals einige Minuten hin, um für Mathe und Deutsch zu üben. Dann war allerdings genug für den Tag. Wir aßen gemeinsam Abendbrot, kuschelten uns auf die Couch und schauten gemütlich auf dem Sofa das Märchen „Dornröschen“.

Bevor wir das Licht ausmachten, lasen L und ich uns gegenseitig aus einem schönen Weihnachtsbuch vor. Von wegen Leseschwäche, dachte ich mir. L liest flüssig, stockt kaum und kann das Gelesene inhaltlich zusammenfassen.


Sonntag, 10. Dezember 2023


Auch heute schliefen wir bis halb neun. Ich hatte wieder sehr viel geträumt. Ich wusste beim Aufwachen nur noch, dass weder Läuse noch Schulaufgaben in meinen Träumen vorkamen.

Nach dem Duschen saßen wir zu viert am liebevoll gedeckten Frühstückstisch, ehe L und ich uns nach dem Essen erneut einigen Mathe- und Deutschaufgaben widmeten.
Nach dem Üben durfte L ihre Serie auf dem iPad schauen. Ich machte bis zum Mittagessen gar nichts. Das war schön.

Nach dem leckeren Essen traten L und ich die Heimfahrt an. Wir nahmen nun endlich den von meinem Papa gestalteten Adventskranz mit nach Hause.
Die Autobahnen waren leer. Wir hörten zuerst ein Conni-Hörspiel und anschließend Weihnachtslieder, bei denen L mitsang.

Zu Hause angekommen, spielte L mit ihren Puppen, während ich Rucksack, Tasche und Beutel ausräumte. Danach schaute ich ein Deutschheft, welches den Weg zu uns schaffte, durch. Ich kann verstehen, weshalb der Eindruck entstanden ist, dass L große Schwierigkeiten hat. Die Kinder lernten bereits in der ersten Klasse, die Wörter nach Gehör zu schreiben. Daran ist erstmal nichts schlechtes. Blöd wird es nur, wenn in Klasse zwei nun die korrekte Schreibweise verlangt wird, sich aber niemand die Zeit nimmt, den Kindern die richtige Schreibweise zu zeigen. Soll heißen: In Ls Heft sind Unmengen an Fehlern. An diesen befinden sich zwar Lupen, die auf eine nötige Korrektur hinweisen, da die Hefte aber nahezu immer in der Schule verbleiben (auch am Wochenende) frage ich mich nun, wann diese Fehler denn je korrigiert werden sollen … und vor allem in wessen Beisein. Das werde ich morgen mit der Lehrerin klären.

Nach einem Abendessen für L (ich war noch satt vom Mittagessen) ließ ich sie ein letztes Mal für heute einige im Deutschheft falsch geschriebene Wörter richtig abschreiben. Danach räumte ich das Heft in den Ranzen und ließ sie aus dem Gedächtnis zwei der Wörter buchstabieren. Laut Doktor Google hat ein Kind eine Rechtschreibschwäche, wenn es Wörter trotz STÄNDIGEN Übens falsch schreibt oder Buchstaben im Wort verdreht. L konnte mir bisher jedoch alle Wörter, die wir gestern und heute geübt hatten, richtig buchstabieren. Ich finde, man merkt kaum, wie wahnsinnig mich dieses ganze Thema Schule gerade macht. 😉

Nun werde ich den Rest des Abends bis auf meine Schwedischübungen in der Duoling App nichts weiter anstrengendes machen. Mein Buch wartet schon auf mich.

Tagebuch – 8. Dezember 2023

Alltagsschnipsel

Ich hatte in der Nacht zwar gut geschlafen, aber sehr viel geträumt. Und nahezu in jedem Traum kamen Kopfläuse vor. Die Tatsache, mich gestern Abend ohne gewaschene und von Läusen befreite Haare schlafen legen zu müssen, hat somit nachts für große Unruhe in meinem Kopf gesorgt.

Um acht Uhr wachten L und ich auf. Unser Start in den Tag war total chaotisch und hektisch. Kaum angezogen, fuhren wir zur Apotheke, kauften ein Shampoo gegen die Kopfläuse, massierten uns zu Hause gleich das Mittel in die Haare und spülten es eine Viertelstunde später wieder aus. L, die Haare waschen auf diese Art hasst, überschwemmte in ihrer Panik das halbe Badezimmer. Parallel dazu hatte ich drei wichtige Meetings am Vormittag, an denen ich unbedingt anwesend sein musste und wollte. Zwischendrin bespaßte ich L, ertrug ihre schlechte Laune und übte mit ihr Matheaufgaben. Die Waschmaschine lief bis in die Mittagszeit hinein etwa drölfzig Mal.

Am Nachmittag fuhren wir zu meinen Eltern nach Erfurt. Die Autobahnen waren glücklicherweise leer und wir kamen gut voran.

In Vorbereitung auf das am Montag stattfindende Gespräch mit der Lehrerin schickte mir diese am Abend eine E-Mail, in der sie mir mitteilte, dass sie mit allen Kindern einen Lese-Rechtschreib-Test durchgeführt hat und bei L „Auffälligkeiten“ zu erkennen sind. Prima, dachte ich mir, neben einer angeblichen Matheschwäche hat L nun also auch eine Lese-Rechtschreib-Schwäche.
Ich bin nach wie vor von allen drei Behauptungen nicht überzeugt. Eine Mathe- und Leseschwäche hat sie definitiv nicht. Ob L eine Rechtschreibschwäche hat, möchte ich nun selbst herausfinden. Ab morgen werde ich mich neben Mathe auch vermehrt um Deutsch kümmern.

Was heute schön war:

Stickerbuch.
Meine Eltern sammeln seit Wochen für L und mich Disney-Sticker, die der Rewe Markt als Aktion bis Jahresende verteilt. Nun konnten sie auch das entsprechende Stickeralbum organisieren. Einen Großteil des Abends verbrachte ich damit, die Sticker einzukleben. Da wurden gleich Kindheitserinnerungen wach.

Filmabend.
Mit meiner Mama schauten wir abends gemütlich auf dem Sofa sitzend den Märchenfilm „Frau Holle“.

Tagebuch – 7. Dezember 2023

Alltagsschnipsel

Heute Morgen bin ich mit dem Weckerklingeln aufgewacht und kurz darauf aufgestanden. Ich suchte L und mir Kleidung heraus und wollte L anschließend wecken, doch sie reagierte kaum auf meine Worte und schlief weiter. Da sie seit Tagen einen nicht besser werdenden Schnupfen hat, ließ ich sie kurzentschlossen bei mir zu Hause und legte mich nach Abbestellung des Mittagessens und Abmeldung aus der Schule auch wieder schlafen.
L schlief nach meinem Weckversuch noch zweieinhalb Stunden weiter. 

Mein Arbeitstag war heute sehr zerpflückt, beinhaltete neben Meetings und Planungs-To-dos auch Momente der Kinderbespaßung, Übungen für die nächste Woche anstehende Klassenarbeit in Mathe, kochen, waschen und einkaufen. Das Ganze war stellenweise gepaart mit Ls schlechter Laune und Türenknallen. Dennoch war ich am Abend mit dem Erreichten zufrieden.

Beim Wickeln von Papilloten in Ls Haare entdeckte ich am Abend zwei kleine Kopfläuse und entfernte sie. Ihre Schulfreundin L hat ebenfalls welche mit nach Hause gebracht. Der erste Gang am morgigen Tag wird somit in die Apotheke sein. Nun habe ich auch mal Kopfläuse gesehen und bin überrascht, wie unscheinbar und leicht zu übersehen sie sind. Seitdem juckt es mich nun überall.

Was heute schön war:

Sushi.
Zum Abendessen teilten L und ich uns eine kleine Portion Sushi, die wir vom Einkaufen am späten Nachmittag mitgebracht hatten. Das war lecker und sehr schön.

Tagebuch – 6. Dezember 2023

Alltagsschnipsel

Ich konnte gestern Abend, als L bereits schlief, noch unsere Nikolausgeschenke heimlich in und auf unsere Stiefel vor der Wohnungstür packen. Kurz darauf wurde L wach und murmelte im Halbschlaf, dass sie nun wisse, dass ich nicht der Nikolaus bin, da sie spürte, dass ich das Bett nicht verlassen habe.
Glück gehabt würde ich sagen. Nächstes Jahr ist der Zauber sicherlich vorbei.

Ich bin in großer Vorfreude wegen eines geplanten Konzertbesuchs mit mir selbst im nächsten Frühling. Spontan kaufte ich mir gestern Abend ein Ticket des Sängers Ville Valo über die FanSale-Seite von Eventim. (Ich bin nämlich viel zu spät dran und die Karten für das Konzert in Leipzig als eines von dreien in Deutschland waren bereits ausverkauft.) Die Kosten lagen natürlich deutlich über dem ursprünglichen Ticketpreis, überschritten aber noch nicht meine persönliche Schmerzgrenze. So zögerte ich nur kurz, ignorierte meine Gedanken bezüglich der noch fehlenden Kinderbetreuung und des für Dezember nun fehlenden Geldes und entschloss mich zum Kauf. Da ich auch jetzt noch über diesen Entschluss total glücklich bin, war es die richtige Entscheidung. Geld hin oder her.
Sobald ich das Ticket in den Händen halte, werde ich einen Freudentanz veranstalten. Zuletzt sah ich Ville Valo mit der Band HIM vor dreiundzwanzig Jahren in der Messehalle in Erfurt. Wer weiß, wie viele Möglichkeiten sich mir noch bieten würden, ihn noch mal live zu sehen.

So schnell wie heute hüpfte L schon lange nicht mehr aus dem Bett, nachdem ich sie geweckt hatte. Im Schlafanzug begaben wir uns zu unseren Schuhen und freuten uns über die Geschenke, die der Nikolaus hinterlassen hatte. L war sehr glücklich.

Auf dem Weg zur Schule gab es einige Tränen. Schon vor einigen Tagen teilte mir L mit, dass ihr die Rolle, die sie im Theaterstück „Frau Holle“ in moderner Fassung spielen soll, nicht gefällt. Sie kann sich mit der Person und ihren Handlungen rein gar nicht identifizieren. Gemeinsam besprachen wir gestern Abend ihre Möglichkeiten, unter anderem diese, das Thema bei der zuständigen Erzieherin, die die Theater-AG leitet, anzusprechen. Heute Morgen überwogen allerdings die Zweifel oder vielmehr die Angst, es anzusprechen. Glücklicherweise standen ihre Schulfreundin L und die Klassenlehrerin der Parallelklasse vor der Schule und begleiteten sie mit tröstenden Worten ins Gebäude hinein.
Am Nachmittag berichtete mir L, dass ihre Schulfreundin E ihr Beistand leistete, als sie der Erzieherin ihre Bedenken zur Rolle mitteilte. Und siehe da: Es war alles halb so wild. L wurde eine andere kleine Rolle zugeteilt, die ihr obendrein auch gefällt.

Mein heutiger Arbeitstag war sehr terminlastig. Allerdings erhielt ich aus jedem der projektbezogenen Meetings wichtige und wertvolle Informationen, die vor allem dazu beitragen werden, den Prozess, den ich als Scrum Master aufbauen und begleiten werde, zu verbessern.

Was heute schön war:

Wartung und TÜV.
Mein Auto fuhr ich am Morgen zur Werkstatt. Dort bekam ich einen rein elektrischen Ersatzwagen ausgehändigt. Nun habe ich auch die Erfahrung sammeln können, in solch einem Auto durch die Gegend zu fahren. Nachmittags konnte ich mein Fahrzeug gemeinsam mit L wieder abholen. Für die nächsten zwei Jahre hat das Auto nun wieder TÜV. Bei der Wartung wurden zig Sachen erneuert und/oder ausgetauscht. Alles ist prima und wieder wie neu.

Waffeldinner.
Aus Ermangelung anderer Alternativen entschieden L und ich uns einstimmig, zum Abendbrot Waffeln mit Puderzucker und Apfelmus zu essen. Die waren sehr lecker.

Massage.
Seit wenigen Wochen bin ich wieder in Besitz meiner Massage Gun. Da mir diese allerdings ohne das entsprechende Ladegerät und -kabel überreicht wurde, musste ich beides zunächst nachbestellen. Gestern kam das Päckchen an. Alles passte hervorragend. So konnte die Gun über Nacht laden. Heute kam sie erstmals seit langer langer Zeit wieder zum Einsatz. Ich kümmerte mich ausschließlich um meine Waden und Oberschenkel, die ordentlich verspannt sind und diese wunderbare Massage dringend nötig hatten.

#WMDEDGT Dezember 2023

Alltagsschnipsel

Mit dem Klingeln des Weckers wurde ich am Morgen um Viertel nach sechs wach. Ich schaute zuerst auf die Temperaturvorhersage für den heutigen Tag und stellte dabei fest, dass der Winter ab diesem Wochenende pausieren wird und teilweise sogar zweistellige Plusgrade zurückkehren werden.

Mit mäßiger Lust stand ich schließlich auf, legte L und mir Kleidung zurecht und drehte meine morgendliche Badrunde inklusive einer Dusche mit Haare waschen. Zwischendurch rief ich wie eine Schallplatte mit Sprung nach L, der es besonders schwerfiel, wach zu werden und sich anzukleiden. Irgendwie gelang es ihr aber doch, zu mir ins Bad zu kommen und sich fertigzumachen.

Nachdem ich Ls Frühstück und Vesper für ihren Schultag vorbereitet hatte, öffneten wir gemeinsam die vier Adventskalender. Einer gehört ausschließlich mir, zwei L und in die Schokolade des letzten teilen wir beide uns rein.

Im Schneeregen stapften wir kurz darauf zum Auto. Wir waren ein wenig später dran als sonst, was zur Folge hatte, dass wir ein paar Minuten länger im Berufsverkehr standen. Grund zur Sorge hatten wir allerdings keinen. L schaffte es mehr als pünktlich in die Schule.
Bevor ich mich im Auto singend zurück nach Hause fuhr, kaufte ich wenige Lebensmittel, darunter einen kleinen Schokoweihnachtsmann für mich zum morgigen Nikolaustag, im nahegelegenen Supermarkt ein. (L glaubt noch an den Nikolaus und es sähe komisch aus, würde ich morgen trotz geputzter Stiefel nichts darin vorfinden.)

Mit einem leckeren Frühstück inklusive meines heiß geliebten Schokocappuccinos startete ich in meinen Arbeitstag. Dank einer seit Monaten täglich erprobten To-do-Liste kann ich konzentriert, zielorientiert und somit produktiv in die Aufgaben einsteigen. Heute stand Datensicherung, sehr viel Büromanagement und ein wenig Projektarbeit als Scrum Master auf dem Plan.
Nach einer kurzen Mittagspause fand unser Teammeeting statt, welches letztmalig von meinem Kollegen R geleitet wurde. Wir hatten alle wieder großen Spaß mit seinen tollen Ideen.

Nach dem etwas mehr als einstündigen Meeting legte ich eine längere Pause ein und fuhr zu meiner Masseurin des Vertrauens. Sie knetete vor allem im Schulterbereich herum, löste einige Verspannungen und schaffte es, meine Seele zu streicheln und mich für kurze Zeit weit weg zu befördern.
Wie auf Wolken fuhr ich danach zur Postfiliale, gab ein Arbeits- und ein privates Paket auf und machte mich anschließend auf den Weg zur Schule, um L abzuholen. Diese hatte nur mittelgute Laune und nölte mich auf dem Heimweg voll. Das kann ich nicht so leiden.

Zu Hause schnappte sie sich ihr Tablet und schaute Videos auf YouTube. Aktuell liebt sie es, sich Videos anzuschauen, in denen sich Menschen, vorrangig Frauen, ihre langen Haare komplett kurz schneiden. Ich telefonierte währenddessen mit meinem Kollegen A, der in einem Projekt eine Frage zur Erstellung seines Boards im Tool YouTrack hatte. Ich konnte ihm schnell helfen und mich anschließend noch der Sortierung meiner Papierunterlagen widmen.

Schon gegen siebzehn Uhr aßen L und ich Abendbrot. Wir hatten beide Hunger. Bei L könnte die Unterzuckerung auch Ursache der schlechten Laune am Nachmittag gewesen sein. Wir entschieden uns erneut für Grießbrei mit Zucker, Zimt und Apfelmus.

Da es noch so zeitig am Abend war, setzte ich mich an meine Weihnachtsvorbereitungen und schaffte richtig viel. Zwischendrin putzten L und ich unsere Stiefel. Irgendwie gelang es mir, Ls Frage, ob ich diejenige bin, die die Stiefel für den Nikolaustag befüllt, auszuweichen. Sie teilte mir auch mit, dass sie nicht glaubt, dass ich es bin. (Ich gehe dennoch davon aus, dass der Zauber nächstes Jahr definitiv vorbei sein wird.)

Den restlichen Abend werde ich nun lesend und meine Italienischübungen in der Duolingo App absolvierend auf der Couch verbringen.
Da L ein wenig kränkelt, werden wir heute wieder zeitig schlafen gehen und uns vor dem Zubettgehen gegenseitig aus einer kurzen Geschichte vorlesen.

Tagebuch – 4. Dezember 2023

Alltagsschnipsel

Ich fand gestern Abend nur schwer in den Schlaf und schlief in der Nacht auch nicht sonderlich gut. Ich hatte das Gefühl, mich die ganze Zeit über in einer Art Halbschlaf zu befinden. Dennoch erinnerte ich mich nach dem Aufwachen heute Morgen an meinen Traum.
Ich fuhr gemeinsam mit meinem Lieblingssänger, mit dem ich sogar ins Gespräch kam, in der Straßenbahn durch Erfurt. Wir unterhielten uns. Ich befand mich auf dem Weg ins Theater zu einem Auftritt. Wie sich wenig später herausstellte, hatte er dort ebenfalls einen Auftritt und wir begegneten uns erneut.
Irgendwie war mir wegen des schönen Traums den ganzen Vormittag über warm ums Herz. Um das Gefühl zu verstärken, hörte ich ein paar Songs von ihm.

Mein heutiger Arbeitstag war wieder sehr produktiv. Im Moment nehmen die Vorbereitungen für den Geschäftsjahresabschluss und den Forecast für 2024 einen Großteil meiner Zeit ein. Parallel dazu betreue ich nun seit letzter Woche ein zweites Projekt als Scrum Master. Allerdings befinden wir uns in diesem noch am Anfang.
Laut L war auch der Schultag sehr schön. Ihre Lehrerin war krank und die Kinder hatten keinen richtigen Unterricht. Kein Wunder also, dass sie beim Abholen total begeistert war.

Nachmittags hatte L ihre zweite Ballettstunde. Sie ging wieder mit großer Freude hin und berichtete im Nachgang nur positives. Ich glaube, sie hat nun die richtige Freizeitbeschäftigung für sich entdeckt. Ich hoffe, ihre Begeisterung hält noch lange an.

Per Zufall las ich am Morgen im Hausaufgabenheft, dass in der nächsten Woche in Mathe eine Klassenarbeit geschrieben wird. L und ich haben nun eine Woche Zeit, um sie darauf vorzubereiten. Wir starteten am Abend mit ein paar Rechenaufgaben im Bereich bis 100.

Was heute schön war:

Entspanntes Einkaufen.
Sowohl morgens als auch am späten Nachmittag hatte ich in aller Ruhe Zeit, ein paar Lebensmittel für L und mich einzukaufen. Mir gelingt es ausnahmslos immer, mich von der Schnelllebigkeit und der Hektik um mich herum nicht anstecken zu lassen. Das will ich unbedingt beibehalten.

Tagebuch – 3. Dezember 2023

Alltagsschnipsel

Heute Morgen wurde ich um drei Uhr wach und lag eine Weile herum. Zum Glück konnte ich mein Gedankenkarussell unter Kontrolle bringen und wieder einschlafen.
Gemeinsam mit L wachte ich gegen acht Uhr wieder auf. Lange im Bett blieben wir nicht liegen. L war neugierig und wollte ihr heutiges Türchen bei den Adventskalendern öffnen.

Besonders stolz bin ich darauf, für L und mich ein leckeres, warmes sonntagstypisches Mittagessen gekocht zu haben. Normalerweise essen wir weniger aufwendige Gerichte.

Ab dem frühen Nachmittag versackte für den Rest des kompletten Tages mit meinem neuen Buch auf der Couch. Das war sehr erholsam.

Was heute schön war:

Waffelfrühstück.
Inspiriert durch die leckere Waffel beim Schulweihnachtsmarkt, kramte ich am Morgen unser seit Jahren nicht mehr benutztes Waffeleisen aus dem Schrank hervor und bereitete L und mir zum Frühstück Waffeln zu.

Weihnachtsdekoration.
Einen großen Teil des Vormittags nutzten L und ich für das Aufstellen der Weihnachtsdekoration in unserer Wohnung. Dies umfasste auch das Aufstellen des im letzten Jahr gekauften künstlichen Weihnachtsbaums. L hatte viel Spaß dabei, ihn zu schmücken. Nun sind wir gut für die Adventszeit eingestimmt.

Tagebuch – 2. Dezember 2023

Alltagsschnipsel

Ich träumte vom noch anstehenden Gespräch mit Ls Lehrerin und ihrer Erzieherin. Neben den beiden war auch meine ehemalige Schulfreundin D mit anwesend. Welche Rolle sie genau einnahm, wurde mir nicht ganz klar. Sie schien aber auf meiner Seite zu stehen. Wir tauschten alle unsere Gedanken aus und ich bekräftigte nochmals, dass L das Schuljahr nicht wiederholen wird. Der Traum endete, kurz nachdem Ls Lehrerin beleidigt das Klassenzimmer verließ.
Wach geworden bin ich heute bereits um sieben Uhr.

Den Vormittag verbrachte ich mit Weihnachtsvorbereitungen und dem weihnachtlichen Dekorieren, nachdem ich zuvor die Herbstdeko eingesammelt und weggeräumt hatte. L wechselte zwischen Fernsehen und Spielen hin und her.

Abends saß ich gemütlich mit einer Wärmflasche kuschelnd auf der Couch, las in einem Buch und machte einige Französischübungen in der Duolingo App.

Was heute schön war:

Massage.
Mit meinem elektrischen Massagegerät ließ ich mir den Nacken-, Schulter- und Rückenbereich massieren. Ich sollte mir angewöhnen, das Gerät öfter zu benutzen.

Kindergeburtstagsfeier.
Am Nachmittag besuchten wir das Geburtstagskind J, das heute drei Jahre alt wurde. 
Nach einer Tasse Kaffee und einem (viel zu) großen Stück Super Wings Torte machten wir uns gemeinsam mit seinen Eltern R und M sowie seiner Schwester L (Ls Schulfreundin) auf den Weg in einen kleinkindgeeigneten Indoorspielplatz, vor dem noch andere Geburtstagsgäste auf J warteten. Die Kinder tobten und hatten großen Spaß und kamen nur zum Essen, Trinken und Trösten an unseren Tisch.