12 von 12 im Dezember

Alltagsschnipsel

Ein letztes Mal für dieses Jahr heißt es heute wieder 12 von 12. Bei dieser Aktion geht es darum, dass im Tagesverlauf zwölf Bilder von Alltagssituationen gemacht werden, die am Abend im Blog präsentiert werden.

Ich bin sehr stolz auf mich, dass ich es in diesem Jahr geschafft habe, an jedem 12. eines Monats teilzunehmen.


Meine Nacht war erneut unruhig. Bis halb eins schlief ich, dann lag ich mindestens eine Stunde lang wach und fand nicht zurück in den Schlaf. Ich ging im Geiste alle möglichen Szenarien durch, was ich L im Laufe des heutigen Tages in Deutsch beibringen und wie ich sie generell in den nächsten Wochen und Monaten unterstützen könnte. Ich wünsche mir, dass sich die Aufregung rund um ihre „schulischen Leistungen“ schnell legt und ich wieder zur Ruhe zurück finden kann.



Nach meiner Morgenrunde im Bad – heute einschließlich einer warmen Dusche – und dem gemeinsamen Anziehen im Beisein von L kam ich auf dem Weg zur Küche an meinem Teeadventskalender vorbei. Ich nahm den Teebeutel entgegen und las mir den Spruch des Tages durch, ehe ich mich um Ls Frühstück und Vesper für ihren Schultag kümmerte.



Mit der von L gewünschten und von mir umgesetzten Frisur war sie sogar sofort zufrieden. So viel Glück habe ich nicht alle Tage. Wir konnten somit die Wohnung pünktlich in Richtung Schule verlassen. Auf dem Weg zum Auto stellten wir beide wieder einmal fest, wie unglaublich dunkel es morgens im Moment ist. Immerhin lag die Temperatur bereits bei knapp zehn Grad Celsius.



Nachdem L in der Schule angekommen war, lief ich noch eine kleine Runde durch die Gegend, ehe ich im Auto zurück nach Hause fuhr, mir Frühstück und Tee zubereitete und in den heutigen Arbeitstag startete.
Hauptaufgabe des Tages war eine Zuarbeit zum Jahresabschluss des Geschäftsjahres. Ich rechnete fleißig, spielte verschiedene Szenarien mit den vorhandenen Zahlen durch und erstellte parallel dazu eine Keynote-Präsentation für den Termin am Donnerstag.
Neben zwei Dailies am Vormittag nahm ich nach dem Mittagessen am Austausch zur weiteren Vorgehensweise hinsichtlich des Prozesses in dem neuesten Projekt, das ich als Scrum Master betreue, teil. Aus diesem Termin ergaben sich einige Nacharbeiten für mich. Unter anderem muss und will ich nochmal mit einem Kollegen sprechen, der aktuell sehr verstimmt zu sein scheint.



Während mein Mittagessen in der Küche auf dem Herd vor sich hin köchelte und briet, hing ich in unserem kleinen Abstellraum einige frisch gewaschene Kleidungsstücke auf. (Das hatte ich schon gestern vor. Doch irgendwie vergaß ich, die Waschmaschine anzustellen.)

Mit Blick auf zwei brennende Kerzen auf unserem schönen Adventskranz genoss ich wenig später mein leckeres Essen.

Nach dem Austauschmeeting hatte ich exakt fünfzehn Minuten Zeit, ehe ich mich auf den Weg machte, um L von der Schule abzuholen. Kleinere To-dos hatte ich für heute nicht auf meiner Liste stehen, also nutzte ich die Zeit und packte vier Weihnachtsgeschenke ein. Einige davon sind für L. Von daher war es sehr clever von mir, diese einzupacken, solange sie noch außer Haus ist.



Bevor L und ich nach Hause fuhren, gingen wir noch einige Lebensmittel einkaufen. Es landete viel Obst und für jede von uns ein Onigiri im Einkaufskorb.



Ganz doll gefreut hatte ich mich nach einem Blick in den Briefkasten. Meine Grundschul-/Orchesterfreundin J hatte uns eine Karte mit lieben weihnachtlichen Grüßen geschickt. Diese steht nun auf unserem Küchentisch.

An der Kasse im Rewe Markt wurden mir zahlreiche Disney-Sticker in die Hand gedrückt. Abends setzte ich mich gemütlich auf die Couch und klebte die uns noch fehlenden ein. (Ich habe definitiv die größte Freude am Einkleben der Sticker in das Album. L hat daran nur wenig Interesse.)

Die restliche Zeit des Tages verbrachte ich mit einer Massage mithilfe meines Massagegeräts, mit weiteren Arbeits-To-dos, mit einem kurzen Telefonat mit meiner Schwiegermama und mit der Korrektur von Ls Matheaufgaben, die sie in Vorbereitung der Klassenarbeit am Donnerstag übte.

Jetzt werde ich den Abend auf der Couch mit meinem Buch und meinen Französischübungen ausklingen lassen. Mal sehen, ob L später noch Lust hat, mir aus einem Buch etwas vorzulesen.

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