Ich hatte zum Glück wieder gut geschlafen und dabei einiges geträumt.
Nachdem ich eine etwas traurige L am Morgen in die Schule gebracht hatte, fuhr ich mit dem Auto ins Büro nach Erfurt und hörte dabei zunächst ein Abenteuer von „Die drei ???“, anschließend Weihnachtsmusik und zum Schluss Hits aus den 80er und 90er Jahren.
Mittags machte sich Ls Oma M mit dem Zug auf den Weg nach Leipzig. Sie holte am Nachmittag L von der Schule ab und wird bis morgen Vormittag bei ihr sein. Abends kam eine positive Rückmeldung. L hatte nur leichte Sehnsucht nach mir und ist schnell eingeschlafen.
Erst Viertel nach elf lag ich abends im Bett, erledigte im Halbschlaf meine Sprachübungen auf Duolingo und schlief kurze Zeit später ein.
Was heute schön war:
Büro. Da aufgrund unserer bevorstehenden Weihnachtsfeier zahlreiche Kolleginnen und Kollegen im Büro anwesend waren, hatte ich heute einen lustigen Arbeitstag. Neben büroorganisatorischen Aufgaben widmete ich mich den letzten Weihnachtsvorbereitungen. Nach dem Mittagessen erhielt ich mit drei weiteren Kollegen eine halbstündige Führung durch das Rechenzentrum. Das war sehr spannend.
Weihnachtsfeier. Kurz nach siebzehn Uhr zogen wir los in Richtung Domplatz zum Erfurter Weihnachtsmarkt. Dort standen wir bei ein oder zwei Tassen Glühwein oder Kinderpunsch in der Nähe des Riesenrades und unterhielten uns in kleineren Gruppen über verschiedenste private Themen. In einem türkischen Restaurant wartete wenig später ein super leckeres Drei-Gänge-Menü auf uns. Schon nach der reichhaltigen Vorspeise verspürten die Ersten von uns ein Sättigungsgefühl. Das hielt aber niemanden davon ab, auch bei der Hauptspeise und dem Dessert ordentlich zuzulangen. Wir hatten einen sehr schönen Abend.
Eine unglaublich schlechte Nacht lag hinter mir. Mit mehreren Unterbrechungen schlief ich bis halb fünf, wälzte mich anschließend über eine Stunde im Bett herum und gab schließlich Viertel vor sechs auf.
L wollte gar nicht in die Schule gehen. Mittlerweile liegt es nicht mehr ausschließlich am frühen Aufstehen oder an einem weniger gemochten Unterrichtsfach, sondern eindeutig an dem unnötigen Druck, der von allen Seiten auf sie einprasselt. Ich kann das sehr gut nachempfinden.
Gestern Abend schrieb ich eine E-Mail an die Grundschule, die sich bei uns in der Nähe befindet. Heute Mittag erhielt ich einen sehr lieben Anruf der Direktorin. Leider hat sie weder in Klassenstufe eins noch in zwei einen Platz für L frei. Unser Gespräch verwandelte sich schnell in eine kleine Beratung zur Lese-Rechtschreibschwäche-Thematik. Sie meinte, dass eine Wiederholung der oder Zurückversetzung in Klasse eins eher unüblich sei. L soll die zweite Klasse beenden, unbedingt den LRS-Test machen und je nach Ergebnis in eine LRS-Klasse auf einer anderen Schule wechseln. In diesen Klassen, die es nicht in allen Bundesländern zu geben scheint, wird die dritte Klasse in zwei Jahren absolviert. Im ersten Jahr wird sich um die Buchstaben und das richtige Schreiben gekümmert und im zweiten geht es normal mit dem Stoff der dritten Klasse weiter. L ist nicht begeistert. Ich habe auch nach wie vor Bauchschmerzen.
Am späten Nachmittag hatte L ihre vierte Ballettstunde und war wieder sehr glücklich danach.
Was heute schön war:
Hautarzttermin. Nachmittags ging ich mit L zur Hautärztin, die nach einem Vierteljahr erneut auf Ls Leberfleck am Rücken schaute. Dieses hat sich nicht verändert, ist also weder dunkler noch größer geworden. In einem halben Jahr sollen wir wieder vorbeikommen.
Wohnungsputz. Mit Hilfe unseres Staubsaugerroboters Miro räumte ich heute unsere Wohnung auf und säuberte sie. Es war bitternötig. Das Ganze ging schneller vonstatten als erwartet. Mit dem Ergebnis bin ich auch sehr zufrieden.
Ich hatte gut geschlafen und wachte an diesem dritten Adventssonntag kurz vor acht Uhr morgens auf. L schlief noch eine gute Stunde länger.
Bis in den frühen Nachmittag hinein bummelten wir gemütlich und entspannt in den Tag. L zog sich ihren kuscheligen Jumpsuit an, ich lief in einer Mischung aus Schlafanzug und Leggings herum.
Was heute schön war:
Weihnachtsvorbereitungen. Mit dem wohl zeitintensivsten Projekt in der Weihnachtszeit wurde ich mittags fertig. Wunderbar. Jetzt können die Weihnachtsfeiertage kommen.
Spontanbesuch. Nach sehr langem Hin und Her gepaart mit schlechter Laune fuhren L und ich am Nachmittag zum Haus ihrer Schulfreundin E. Während die beiden Mädchen überwiegend tanzten und sangen, unterhielt ich mich mit Es Mama A zum Thema Lese-Rechtschreibschwäche. Sie ist Schulbegleiterin und -coach. Da sie L nun schon einige Male gesehen hatte, konnte sie mir ihre Gedanken und Einschätzung zur für mich immer noch sehr nervenaufreibenden Thematik mitteilen. A meinte, dass L mit Blick auf ihr Alter – sie ist eine der Jüngsten in der Klasse – teilweise jetzt schon, umgeben von den vielen starken Charakteren, untergeht. Die Kinder in ihrer Klasse sind äußerst selbstbewusst. Unabhängig von einer noch zu diagnostizierenden LRS könnte es Sinn ergeben, L nochmal ein Jahr wiederholen zu lassen. Mir fiel daraufhin wieder ein Gespräch mit der Kinderpsychologin ein, die mir mitteilte, dass Ls emotionales Alter aufgrund ihres Traumas deutlich unter ihren sieben Jahren liegt. L selbst wünscht sich einen Schulwechsel zum Halbjahr, und zwar zurück in Klasse 1.
Nach dem Aufstehen gegen neun Uhr, einem gemeinsamen kleinen Frühstück mit zwei leuchtenden Kerzen auf dem Adventskranz und der alltäglichen Runde im Bad, fuhr ich L mit dem Auto zum Jump House in Leipzig. Sie fühlte sich wieder fit genug und sah auch so aus, um den Geburtstag ihres Schulfreundes K zu feiern. Abgeholt wurde sie einige Stunden später von A, denn sie und ihre Schulfreundin E haben ausgemacht, dass die für gestern zu heute geplante Übernachtung nun von heute zu morgen stattfinden soll. Ich bin gespannt.
Heute war ein Tag des unverhofften Geldsegens. Ich stehe immer noch leicht unter Schock. Zuerst fragte mich mein Bruder zum Stand der Weihnachtsgeschenke aus. Nachdem ich ihm sagte, dass sowohl für unsere Eltern als auch L bereits gesorgt ist und wir vor einigen Jahren ausgemacht hatten, uns gegenseitig nichts mehr zu schenken, überwies er mir per Paypal seinen Anteil für Ls Geschenke. Und der war mindestens doppelt so hoch wie erhofft. Danke liebster Bruder. Mir fällt es immer sehr schwer, Geld von anderen anzunehmen, vor allem wenn es nicht abgesprochen oder zu viel ist. Und deshalb durchlebte ich wenig später eine Achterbahn der Gefühle, als ich einen absurd hohen Geldbetrag einer mir unbekannten Person auf meinem Paypal-Konto sah. Zuerst war ich baff. Dann überprüfte ich, ob es sich nicht doch um eine Phishing-Mail oder Fake handelte. Als ich das auch ausschließen konnte, wurden meine Augen feucht und mein Herzschlag beschleunigte sich. Kurz überlegte ich, das Geld zurückzuzahlen. Gleichzeitig erinnerte ich mich aber auch daran, wie wichtig es mir ist, Geschenke annehmen zu üben. Keinesfalls wollte ich diesen lieben Menschen mit meiner Reaktion auf das Geschenk vor den Kopf stoßen. Ich entschied mich somit für eine Dankesnachricht via Paypal. Liebe Leserin, für den Fall, dass du dich beim Betrag vertippt haben solltest, melde dich gern bei mir. Ansonsten bleibt mir nur ein weiteres Mal Danke zu sagen. ❤
Vor mir lagen nun einige kinderfreie Stunden. In meinem Kopf befanden sich tausende Ideen, von denen sehr viele mit Arbeit verbunden waren. Ich könnte zum Beispiel die gebackenen Plätzchen verzieren, die Wohnung aufräumen und säubern, Wäsche waschen und aufhängen oder mich um die restlichen Weihnachtsvorbereitungen kümmern. Ich entschied mich für die beiden letztgenannten Punkte.
Zwischendrin trudelte eine Mail von Ls Lehrerin ein, in der sie allen Eltern mitteilte, dass sie Corona hat. Vielleicht wird Ls letzte Woche vor den Ferien doch entspannter als gedacht. Die Klassenarbeit in Mathe und die Lernzielkontrolle (ich mag das Wort so gar nicht) im Fach Sachunterricht können meiner Meinung nach auch noch im kommenden Jahr (nachge)schrieben werden.
Ich lag abends bereits gemütlich im Schlafanzug im Bett und machte einige Französischübungen in der Duolingo App, als A mich per Whatsapp Nachricht fragte, ob ich erreichbar bin. Das war ich. Und so telefonierte ich wenig später mit einer in Tränen aufgelösten L, die wieder nach Hause wollte. A war so lieb und fuhr L zu mir, obwohl ich auch angeboten hatte zu fahren und sie dadurch insgesamt eine Dreiviertelstunde unterwegs war. L war merklich enttäuscht von sich. Da werde ich in den kommenden Tagen entgegensteuern müssen. Ich sagte ihr, dass ich stolz auf sie bin. In ihrem Alter habe ich noch lange nicht versucht, bei anderen zu schlafen. A teilte mir wenig später noch mit, dass L sich auch in der vor zwei Wochen stattgefunden Lesenacht in der Schule in den Schlaf geweint hatte. (Mir erzählte sie, sie sei innerhalb von einer Minute eingeschlafen.) Meine arme L. Sie möchte es nach Weihnachten gleich nochmal probieren. E freut sich schon darauf. Und diesmal bekommt L auch ein Shirt von mir mit.
Was heute schön war:
Sushi. Bevor ich am Vormittag nach Hause fuhr, hielt ich an der Tankstelle und betankte das Auto. Danach huschte ich fix in den Marktkauf und holte mir für das Mittagessen zwei kleine Packungen vom Eat Happy Sushi. Das war wieder sehr lecker.
Weihnachtsvorbereitungen. Ich nutzte die Gunst der Stunde und packte in Ls Abwesenheit unter anderem ihre Geschenke ein. Anschließend teilte ich die Päckchen nach den an Heiligabend und am ersten Weihnachtsfeiertag anstehenden Besuchen auf.
Kinobesuch. Am späten Nachmittag hatte ich eine fast dreistündige Verabredung mit Napoleon im Kino. Zugegeben, diese war sehr brutal und blutig, dennoch konnte ich während des Films gut entspannen. Ich liebe historische Filme (und Bücher). Seit ich Joaquin Phoenix als Joker sah, wollte ich ihn unbedingt nochmal in einer anderen Rolle sehen. (Am Abend zu Hause stellte ich fest, dass ich bereits mehr als zwei Filme mit ihm gesehen habe.) Ich glaube, gelesen zu haben, dass es insgesamt sechs Stunden Filmmaterial gibt. Sobald Apple dieses zur Verfügung stellt, schaue ich mir den Film (oder dann die Serie?) “Napoleon” erneut an. Manche Schnitte im Film waren nämlich zu überhastet. Stellenweise hatte ich auch den Eindruck, hier und da fehlt etwas wichtiges in der Handlung.
Weihnachtsmarkt. Nach meinem Date schlenderte ich über den Leipziger Weihnachtsmarkt, kaufte und futterte ein Knoblauchbrot, trank den ersten (und vermutlich für dieses Jahr letzten) alkoholischen Glühwein mit Heidelbeergeschmack und ließ mir am Süßigkeitenstand einen Schoko-Apfel einpacken, den ich zu Hause gleich aß.
Eine weitere schlafreiche Nacht lag hinter mir. Da L auch heute zum Auskurieren zu Hause blieb, konnte ich bis halb acht schlafen.
Mein Arbeitstag war sehr produktiv. Ich schaffte viel und bin optimistisch, kaum eine oder sogar gar keine Altlasten mit ins neue Arbeitsjahr zu nehmen.
Vormittags ließ ich L ein paar Matheaufgaben rechnen. Immerhin wird sie die gestern verpasste Klassenarbeit nächste Woche nachschreiben. Nachmittags übten wir beide für Deutsch. Auch wenn heute Ls Ich-habe-keine-Lust-Tag war, war ich mit ihren Arbeitsergebnissen zufrieden.
Den Abend verbrachte ich in meinem Buch lesend und mit den Sprachübungen.
Was heute schön war:
Waffelfrühstück. L hatte Appetit auf Waffeln zum Frühstück. Ich hatte auch nichts dagegen einzuwenden und bereitete uns welche zu. Ich finde es schön, dass unser Waffeleisen in letzter Zeit so oft zum Einsatz kommt.
Telefonat mit J. Wir schafften es heute, fast drei Stunden lang miteinander zu telefonieren. Während ich J prima bei ihren Erlebnissen der letzten Wochen zuhören konnte, vervollständigte ich parallel dazu eine Arbeitstabelle mit wichtigen Zahlen. Über die aktuelle Entwicklung im Leben einer gemeinsamen Bekannten freuten wir uns sehr, auch wenn die Betreffende sicherlich noch lange daran zu knabbern haben wird. Wir sind uns sicher, dass ihr Leben bald wieder bunter sein wird.
Kinobesuch. Die Kinowerbung ging mir heute erstmals extrem auf den Kranz. Sie dauerte dreißig Minuten ohne (Eis)Pause. Bei Kinderfilmen ist es tatsächlich anders und von der Länge her noch angenehm. L und ich schauten gemeinsam den Film “Wonka”, auf den L so gar keine Lust hatte. (Eigentlich wäre sie zu Besuch bei ihrer Schulfreundin E gewesen und ich alleine in den Film gegangen. Aber dann wurde L krank und ich kaufte kurzerhand eine Kinokarte nach.) Nach dem schönen Familienfilm musste L zugeben, dass ihr die Geschichte gefallen hat. Der Film war somit nicht so schlimm wie zunächst befürchtet.
Weihnachtsmarkt. Nach der Kinovorstellung liefen L und ich über den Leipziger Weihnachtsmarkt. Wir waren auf der Suche nach den Karussells von unserem letzten Besuch. Mir gelang es tatsächlich nicht, diesen Teil des Marktes wiederzufinden. Wir liefen somit planlos umher. Als wir plötzlich den Hauptbahnhof in der Ferne sahen, wusste ich, dass wir komplett falsch waren. Um den beginnenden Unmut des Kindes im Keim zu ersticken, kaufte ich ihr eine Bratwurst. Wir schlenderten weiter durch die Innenstadt. Ich stellte fest, dass sehr viele Restaurants bis auf den letzten Platz belegt waren. Das ließ mich ein wenig grübeln. Offenbar geht es den allermeisten Deutschen wirklich gut genug, um ab und an ein Restaurant zu besuchen. Als wir kurz darauf ein tolles Sushi Restaurant mit Fließbandtisch entdeckten, trafen L und ich eine Abmachung. Wir wollen dieses Restaurant zum einen auch mal besuchen. Zum anderen wollen wir ab dem kommenden Jahr ab und an auswärts essen gehen. Wir leben jetzt. Wir essen beide gerne. Warum sollten wir uns nicht auch gelegentlich etwas Gutes tun dürfen?! Ohne Karussellfahrten, aber satt und glücklich, machten wir uns gegen Viertel nach acht (Viertel neun) mit der S-Bahn wieder auf den Heimweg.
Erneut war es mir vergönnt, wunderbar und lange zu schlafen. Bereits halb neun gestern Abend machten wir das Licht aus. Ich wachte heute Morgen gegen halb acht auf, L schlief noch eine ganze Ecke länger.
Erstmals waren wir beide aber Viertel nach sechs (Viertel sieben) wach. L fühlte sich sehr schlapp und war immer noch blass, weshalb ich sie für den heutigen und morgigen Tag vom Schulbesuch abmeldete. Wir legten uns danach nochmal schlafen. Neben der Klassenarbeit in Mathe, die sie vermutlich nächste Woche nachschreiben wird, verpasste sie leider auch den heute stattfindenden Theaterausflug mit ihrer Klasse. (Als L allerdings im Laufe des Tages merkte, in welches Stück sie gegangen wäre (Eine Weihnachtsgeschichte), war sie nicht mehr ganz so traurig. Sie fürchtet sich vor Ebenezer Scrooge und den drei Weihnachtsgeistern.)
Durch Ls erneuten krankheitsbedingten Ausfall fuhr ich somit am Vormittag nicht ins Büro nach Erfurt. Das war schon echt doof, denn zum einen war ich länger nicht dort, zum anderen hatte ich dringende To-dos auf dem Plan stehen, die größtenteils von meinem Kollegen/Freund M abgefangen werden mussten. Er schlug sich aber tapfer und berichtete am Abend stolz, dass er alle Weihnachtsvorbereitungen treffen konnte. Ein schlechtes Gewissen hatte ich trotzdem.
Vermutlich soll L bereits nächste Woche in der Schule im Beisein der Lehrerin, die eine Zusatzausbildung im Bereich Lese-Rechtschreibschwäche hat, den Test zur Feststellung einer Rechtschreibschwäche absolvieren. Mmh. Das war am Montag im Gespräch mit der Lehrerin aber nicht so vereinbart worden. L signalisierte mir sehr deutlich, dass sie diesen Test nicht machen möchte. Nächste Woche nicht. Nächstes Jahr nicht. Überhaupt nicht. Da mein krankes Mädchen heute sowohl wieder essen konnte, ohne sich zu erbrechen, und gegen Nachmittag sehr fit war, nutzte ich den glücklichen Umstand und bat sie, mir doch zwei Sätze zum Thema ihrer Wahl zu schreiben. Im Vorfeld gab ich ihr ein, zwei Tipps, die sie in Zukunft beim freien Schreiben beachten soll. Tja, und siehe da: L schrieb lesbare und existierende Wörter und somit einen lesbaren und normalen altersgerechten Text. Bis auf ein Wort war sogar alles richtig geschrieben. Es gibt also zwei Ls. Die in der Schule, die nach eigener Aussage “oft mit den Gedanken nicht bei der Sache ist”, und die zu Hause, der es viel Spaß macht, mit mir in ruhiger Umgebung wenige Minuten am Tag konzentriert zu üben. Spannend. L bat mich nach unserer kurzen Übung erneut, bei der Grundschule um die Ecke anzufragen, ob sie so schnell wie möglich dorthin gehen darf. Ihr geht es sogar noch nicht mal um die nervenaufreibenden und sehr anstrengenden letzten viereinhalb Wochen, sondern vielmehr darum, dass an ihrer jetzigen Schule alle Kinder mit Ausnahme eines halben Dutzend blöd sind.
Nach dem Einkauf am frühen Nachmittag stellten wir auf dem Parkplatz des Supermarktes fest, dass ein schwarzer Wagen sehr ungünstig neben uns geparkt hatte. Ich fragte mich, wie der Fahrer aussteigen konnte. L konnte auf ihrer Seite jedenfalls nicht ins Auto einsteigen. Für den Fall, dass ich noch Kratzer im Lack meines Autos finde, machte ich ein Foto (siehe Titelbild). Ein wenig dumm dreist ist es schon, sein Auto so zu parken.
Was heute schön war:
Produktivität. Nicht nur mein Arbeitstag, der neben einigen Meetings und Anfragen auch aus Planungen zum Jahresende bestand, war heute produktiv, sondern auch privat kam ich bei den Weihnachtsvorbereitungen sehr gut voran.
Weihnachtsbäckerei. Am Abend entschieden L und ich, endlich ein paar Plätzchen zu backen. Beim ersten Blech half mir L noch sehr begeistert mit. Bei den noch folgenden drei Blechen hatte sie sich bereits ins Kinderzimmer verkrümelt. In der gesamten Wohnung duftete es herrlich weihnachtlich.
Endlich! Endlich konnte ich wieder durchschlafen. In den letzten Tagen hatte mein Gehirn erste Anzeichen von Vergesslichkeit. Schlafmangel oder -störungen sollten echt nicht unterschätzt werden.
Heute Vormittag standen einige Meetings auf dem Plan. Davor und danach konnte ich konzentriert an Finanzthemen arbeiten.
Nach dem Mittagessen und eine Viertelstunde vor Start der Retrospektive in einem der Projekte, die ich als Scrum Master leite, rief die Schule an. L, die über Bauchschmerzen klagte, möge bitte abgeholt werden. Mit einem blassen Kind fuhr ich wenig später im Auto nach Hause. Unterwegs erbrach sie sich ins Auto. Über den weiteren Tag verteilt, musste sie noch zweimal spucken.
Was heute schön war:
Morgenspaziergang. Ein paar Minuten am Morgen lief ich an der milden Luft in der Nähe von Ls Schule umher, ehe ich mich ins Homeoffice begab.
Retrospektive. Unkompliziert konnte ich mit Zustimmung des gesamten Teams die letzte Retrospektive um eine halbe Stunde nach hinten verlegen. Es war schön, mit allen erneut die Themen zu erörtern, die nicht optimal laufen und verbessert werden können. Allerdings blieb es in der Kernaussage dabei: Die äußeren Umstände überwiegen. Gewünscht wurden sich mehr Entwicklungskapazitäten und ein Jahresauftakt. Letztgenanntes dürfte sich leicht erfüllen lassen.
Badewanne. Am späten Nachmittag wärmte ich mich im warmen, duftenden Wasser in der Badewanne auf und entspanne ein paar Minuten.
Ein letztes Mal für dieses Jahr heißt es heute wieder 12 von 12. Bei dieser Aktion geht es darum, dass im Tagesverlauf zwölf Bilder von Alltagssituationen gemacht werden, die am Abend im Blog präsentiert werden.
Ich bin sehr stolz auf mich, dass ich es in diesem Jahr geschafft habe, an jedem 12. eines Monats teilzunehmen.
Meine Nacht war erneut unruhig. Bis halb eins schlief ich, dann lag ich mindestens eine Stunde lang wach und fand nicht zurück in den Schlaf. Ich ging im Geiste alle möglichen Szenarien durch, was ich L im Laufe des heutigen Tages in Deutsch beibringen und wie ich sie generell in den nächsten Wochen und Monaten unterstützen könnte. Ich wünsche mir, dass sich die Aufregung rund um ihre „schulischen Leistungen“ schnell legt und ich wieder zur Ruhe zurück finden kann.
Nach meiner Morgenrunde im Bad – heute einschließlich einer warmen Dusche – und dem gemeinsamen Anziehen im Beisein von L kam ich auf dem Weg zur Küche an meinem Teeadventskalender vorbei. Ich nahm den Teebeutel entgegen und las mir den Spruch des Tages durch, ehe ich mich um Ls Frühstück und Vesper für ihren Schultag kümmerte.
Mit der von L gewünschten und von mir umgesetzten Frisur war sie sogar sofort zufrieden. So viel Glück habe ich nicht alle Tage. Wir konnten somit die Wohnung pünktlich in Richtung Schule verlassen. Auf dem Weg zum Auto stellten wir beide wieder einmal fest, wie unglaublich dunkel es morgens im Moment ist. Immerhin lag die Temperatur bereits bei knapp zehn Grad Celsius.
Nachdem L in der Schule angekommen war, lief ich noch eine kleine Runde durch die Gegend, ehe ich im Auto zurück nach Hause fuhr, mir Frühstück und Tee zubereitete und in den heutigen Arbeitstag startete. Hauptaufgabe des Tages war eine Zuarbeit zum Jahresabschluss des Geschäftsjahres. Ich rechnete fleißig, spielte verschiedene Szenarien mit den vorhandenen Zahlen durch und erstellte parallel dazu eine Keynote-Präsentation für den Termin am Donnerstag. Neben zwei Dailies am Vormittag nahm ich nach dem Mittagessen am Austausch zur weiteren Vorgehensweise hinsichtlich des Prozesses in dem neuesten Projekt, das ich als Scrum Master betreue, teil. Aus diesem Termin ergaben sich einige Nacharbeiten für mich. Unter anderem muss und will ich nochmal mit einem Kollegen sprechen, der aktuell sehr verstimmt zu sein scheint.
Während mein Mittagessen in der Küche auf dem Herd vor sich hin köchelte und briet, hing ich in unserem kleinen Abstellraum einige frisch gewaschene Kleidungsstücke auf. (Das hatte ich schon gestern vor. Doch irgendwie vergaß ich, die Waschmaschine anzustellen.)
Mit Blick auf zwei brennende Kerzen auf unserem schönen Adventskranz genoss ich wenig später mein leckeres Essen.
Nach dem Austauschmeeting hatte ich exakt fünfzehn Minuten Zeit, ehe ich mich auf den Weg machte, um L von der Schule abzuholen. Kleinere To-dos hatte ich für heute nicht auf meiner Liste stehen, also nutzte ich die Zeit und packte vier Weihnachtsgeschenke ein. Einige davon sind für L. Von daher war es sehr clever von mir, diese einzupacken, solange sie noch außer Haus ist.
Bevor L und ich nach Hause fuhren, gingen wir noch einige Lebensmittel einkaufen. Es landete viel Obst und für jede von uns ein Onigiri im Einkaufskorb.
Ganz doll gefreut hatte ich mich nach einem Blick in den Briefkasten. Meine Grundschul-/Orchesterfreundin J hatte uns eine Karte mit lieben weihnachtlichen Grüßen geschickt. Diese steht nun auf unserem Küchentisch.
An der Kasse im Rewe Markt wurden mir zahlreiche Disney-Sticker in die Hand gedrückt. Abends setzte ich mich gemütlich auf die Couch und klebte die uns noch fehlenden ein. (Ich habe definitiv die größte Freude am Einkleben der Sticker in das Album. L hat daran nur wenig Interesse.)
Die restliche Zeit des Tages verbrachte ich mit einer Massage mithilfe meines Massagegeräts, mit weiteren Arbeits-To-dos, mit einem kurzen Telefonat mit meiner Schwiegermama und mit der Korrektur von Ls Matheaufgaben, die sie in Vorbereitung der Klassenarbeit am Donnerstag übte.
Jetzt werde ich den Abend auf der Couch mit meinem Buch und meinen Französischübungen ausklingen lassen. Mal sehen, ob L später noch Lust hat, mir aus einem Buch etwas vorzulesen.
Ich schlief gestern Abend zwar ziemlich schlecht ein, konnte dafür dann aber die ganze Nacht gut durchschlafen. An sonderbare Träume erinnerte ich mich am Morgen nicht mehr.
Die morgendliche Fahrt zur Schule nutzten L und ich zum Buchstabieren einiger Wörter. Das macht ihr glücklicherweise bisher großen Spaß. Zudem bringt es ihr total viel. Wir werden nun zusätzlich ab und an diese Wörter auch schreiben üben.
Mein heutiger Arbeitstag bestand neben den montäglichen Meetings aus einigen, teilweise sehr kleinen To-dos. Die größte und zeitintensivste Aufgabe war die Vorbereitung der letzten Retrospektive des Jahres in einem der beiden Projekte, das ich als Scrum Master leite.
Vormittags trudelte eine Nachricht des Horts ein. Es herrscht aktuell große Personalnot, da sich nahezu jede Erzieherin und jeder Erzieher im Krankenstand befindet, weshalb die Abholzeiten für die ganze Woche vorverlegt wurden. Wer kann, möge sein Kind bitte so früh wie möglich von der Schule abholen. Wegen des Gesprächs mit der Lehrerin bezüglich Ls schulischen Leistungen konnte ich diesem Wunsch heute leider nicht nachkommen.
Besagtes Gespräch, auf das ich vier Wochen gewartet hatte, fand zum einen nur mit Ls Klassenlehrerin statt, weil die Erzieherin krank ist, und verlief zum anderen komplett anders als erwartet. Die vor einem Monat per E-Mail angekündigte und blumig umschriebene Matheschwäche bei L wurde gar nicht mehr thematisiert. L konnte in den letzten Wochen wohl beweisen, dass sie alles verstanden hat und gut im Unterricht mitkommt. Die am Freitag per E-Mail mitgeteilte Lese-Rechtschreibschwäche ist eher eine Rechtschreibschwäche. Im mit der gesamten Klasse durchgeführten Bundestest schnitt L bei allen Aufgaben rund ums Lesen überdurchschnittlich gut ab. Einzig Sorgen bereiten der Lehrerin die vielen Schreibfehler unter Anwendung falscher Rechtschreibregeln. Da die Kinder auch jetzt noch überwiegend nach Gehör schreiben, kann ich ihre Sorge ehrlich gesagt diesbezüglich nicht teilen. Wenn niemand den Kindern sagt, dass ein nach Gehör geschriebenes Wort falsch ist, können sie es gar nicht besser wissen. Ich hatte am Wochenende sowieso beschlossen, mit L spielerisch ab und an Wörter schreiben zu üben – mit SOFORTIGER Korrektur und Erklärung, wenn etwas falsch geschrieben wurde. Spannend finde ich und da kann ich die Sorgen der Lehrerin verstehen, wie L frei schreibt. Unabhängig von Schreibfehlern sind ihre frei erfundenen Texte nicht lesbar. Es handelt sich eher um eine Aneinanderreihung von Buchstaben als von Wörtern. Meine Theorie ist, dass L gedanklich schon zwei Sätze weiter ist und mit dem Schreiben ihrer Ideen nicht hinterherkommt. Dafür würde sprechen, dass sie sich auch beim Sprechen oft überschlägt, wenn sie mir schnell spannende Neuigkeiten erzählen will. Und genau dieser Punkt deutet wohl auf eine Rechtschreibschwäche hin. So ganz bin ich noch nicht überzeugt, weshalb ich L in Kürze bitten werde, mir in zwei oder drei Sätzen mal eine kleine Geschichte aufzuschreiben. Ich möchte mich selbst davon überzeugen und ihr gegebenenfalls helfen. Ich habe nun bis Donnerstag die Möglichkeit, meine Zustimmung zu erteilen, um für L weitere Tests zur Prüfung, ob eine Rechtschreibschwäche vorliegt oder nicht, anzuleiern. Diese Prüfungen würden aber erst im Februar oder März nächsten Jahres durchgeführt werden. Entsprechendes Informationsmaterial habe ich mitbekommen.
Im Auto berichtete mir L am Nachmittag, dass ihre Schulfreundin E und sie im Matheunterricht „Die Zahl des Tages“ vorgestellt haben. Zudem schrieb L die erste Strophe des Gedichts ab. Beides wird benotet. Die Note wird ihr noch diese Woche mitgeteilt.
Abends übte L freiwillig ein paar Matheaufgaben und lies sich von mir eine Aufgabe nochmal erklären. Am Donnerstag findet die Klassenarbeit in Mathe statt. Thematisch wird alles drankommen, was sie bisher in diesem Schuljahr behandelt haben. Ich mache mir keine Sorgen. L ist mittlerweile echt gut.
Was heute schön war:
Treffen mit D. D, die aktuell auf der Suche nach einer Wohnung in Berlin ist, und ich trafen uns heute zum Mittagessen. Nach meiner unfassbar leckeren und reichlichen Bowl, die mich bis in den Abend hinein sättigte, machten wir noch einen Verdauungsspaziergang im angrenzenden Park. Ich hoffe sehr, dass wir uns wenigstens noch einmal vor ihrem Umzug treffen können.
Ballettstunde. Ich freute mich sehr für L, dass wir es nach dem Gespräch mit der Lehrerin noch pünktlich zur dritten Ballettstunde am späten Nachmittag geschafft hatten. Ich bin die letzten Tage nämlich eher davon ausgegangen, dass wir das zeitlich überhaupt nicht auf die Reihe bekommen werden. Während L tanzte, kaufte ich in aller Ruhe ein paar Lebensmittel ein und las anschließend ein paar Seiten in meinem Buch.
Das Wochenende rund um den zweiten Advent verbrachten L und ich in Erfurt bei meinen Eltern.
Samstag, 9. Dezember 2023
In dieser Nacht suchten mich die Themen Lese-Rechtschreib-Schwäche und stundenlanges Üben mit L in meinen Träumen heim. In den frühen Morgenstunden lag ich eine ganze Weile wach und überlegte mir, was ich in dem Gespräch mit der Lehrerin und der Erzieherin am Montag ansprechen möchte.
Halb neun wachten L und ich auf. Wir öffneten gemeinsam die von zu Hause mitgebrachten Türchen unserer Adventskalender, ehe es ein leckeres Frühstück gemeinsam mit meinen Eltern gab. Sogar an meinen Schokocappuccino hatten sie wieder gedacht.
Nach dem Essen setzten L und ich uns eine Dreiviertelstunde hin und übten zuerst einige Aufgaben im Zahlenfuchs-Heft für die anstehende Klassenarbeit nächste Woche. Anschließend diktierte ich L einen langen Satz aus dem Weihnachtsbuch, aus dem wir uns abends seit einiger Zeit immer gegenseitig vorlesen. Ich wollte schauen, wie Ls Auffassungsgabe bei Diktaten ist. Sie hatte einige Fehler, die wir sofort gemeinsam korrigierten. Trotz der Fehler vertrete ich die Ansicht, dass es ihr einfach an kontinuierlicher Übung fehlt. Die paar Wörter, welche die Kinder in der Schule schreiben üben und die zahlreichen Fehler in den Deutschaufgabenheften, die offenbar niemand mit den Kindern korrigiert, können schließlich aus niemandem ein Rechtschreibass machen. Ich werde L nun tatkräftig unterstützen und üben, üben und nochmals üben. (Allerdings im Rahmen unserer Möglichkeiten. L besucht eine Ganztagsschule und ist demzufolge erst zu später Stunde zu Hause. Ich arbeite Vollzeit. Ich will auf keinen Fall, dass Erholung, Spaß, Lebensfreude und Freizeit in unser beider Leben zu kurz kommen.) Ich sehe nach wie vor absolut keinen Grund, weshalb sie das Schuljahr wiederholen sollte, und bin sehr gespannt auf das Gespräch.
Nach den Schulaufgaben hatte ich noch ein paar Minuten Zeit, weitere Sticker in das Disney-Stickeralbum einzukleben.
Mit der Straßenbahn machten L und ich uns am Mittag auf den Weg zum Erfurter Weihnachtsmarkt. Dort trafen wir uns mit ihrem Opa D. Ich war überrascht, wie viele Rummelbuden und Karussells es für die Kinder gab. L hatte somit viel Freude. Zur Mittagszeit waren angenehm viele Besucher unterwegs, sodass wir an dem ein oder anderen Stand schauen konnten, was angeboten wurde.
Unser Mittagessen nahmen wir wieder bei meinen Eltern zu Hause ein. Danach ruhten wir uns alle ein wenig aus. L durfte in der Zeit ihre Serie über das iPad weiterschauen.
Weil ein Weihnachtsmarktbesuch am Tag nicht ausreicht, fuhren wir am Nachmittag nochmal zum Domplatz, um eine Runde über den nun sehr stark überfüllten Markt zu drehen. L durfte erneut mit einigen Karussells fahren. Am Süßigkeitenstand deckten wir uns mit Leckereien ein. Als immer mehr Leute den Weihnachtsmarkt stürmten, machten meine Eltern, L und ich uns wieder auf den Weg nach Hause.
Vor dem Abendessen setzten L und ich uns nochmals einige Minuten hin, um für Mathe und Deutsch zu üben. Dann war allerdings genug für den Tag. Wir aßen gemeinsam Abendbrot, kuschelten uns auf die Couch und schauten gemütlich auf dem Sofa das Märchen „Dornröschen“.
Bevor wir das Licht ausmachten, lasen L und ich uns gegenseitig aus einem schönen Weihnachtsbuch vor. Von wegen Leseschwäche, dachte ich mir. L liest flüssig, stockt kaum und kann das Gelesene inhaltlich zusammenfassen.
Sonntag, 10. Dezember 2023
Auch heute schliefen wir bis halb neun. Ich hatte wieder sehr viel geträumt. Ich wusste beim Aufwachen nur noch, dass weder Läuse noch Schulaufgaben in meinen Träumen vorkamen.
Nach dem Duschen saßen wir zu viert am liebevoll gedeckten Frühstückstisch, ehe L und ich uns nach dem Essen erneut einigen Mathe- und Deutschaufgaben widmeten. Nach dem Üben durfte L ihre Serie auf dem iPad schauen. Ich machte bis zum Mittagessen gar nichts. Das war schön.
Nach dem leckeren Essen traten L und ich die Heimfahrt an. Wir nahmen nun endlich den von meinem Papa gestalteten Adventskranz mit nach Hause. Die Autobahnen waren leer. Wir hörten zuerst ein Conni-Hörspiel und anschließend Weihnachtslieder, bei denen L mitsang.
Zu Hause angekommen, spielte L mit ihren Puppen, während ich Rucksack, Tasche und Beutel ausräumte. Danach schaute ich ein Deutschheft, welches den Weg zu uns schaffte, durch. Ich kann verstehen, weshalb der Eindruck entstanden ist, dass L große Schwierigkeiten hat. Die Kinder lernten bereits in der ersten Klasse, die Wörter nach Gehör zu schreiben. Daran ist erstmal nichts schlechtes. Blöd wird es nur, wenn in Klasse zwei nun die korrekte Schreibweise verlangt wird, sich aber niemand die Zeit nimmt, den Kindern die richtige Schreibweise zu zeigen. Soll heißen: In Ls Heft sind Unmengen an Fehlern. An diesen befinden sich zwar Lupen, die auf eine nötige Korrektur hinweisen, da die Hefte aber nahezu immer in der Schule verbleiben (auch am Wochenende) frage ich mich nun, wann diese Fehler denn je korrigiert werden sollen … und vor allem in wessen Beisein. Das werde ich morgen mit der Lehrerin klären.
Nach einem Abendessen für L (ich war noch satt vom Mittagessen) ließ ich sie ein letztes Mal für heute einige im Deutschheft falsch geschriebene Wörter richtig abschreiben. Danach räumte ich das Heft in den Ranzen und ließ sie aus dem Gedächtnis zwei der Wörter buchstabieren. Laut Doktor Google hat ein Kind eine Rechtschreibschwäche, wenn es Wörter trotz STÄNDIGEN Übens falsch schreibt oder Buchstaben im Wort verdreht. L konnte mir bisher jedoch alle Wörter, die wir gestern und heute geübt hatten, richtig buchstabieren. Ich finde, man merkt kaum, wie wahnsinnig mich dieses ganze Thema Schule gerade macht. 😉
Nun werde ich den Rest des Abends bis auf meine Schwedischübungen in der Duoling App nichts weiter anstrengendes machen. Mein Buch wartet schon auf mich.