Unser Silvester

Alltagsschnipsel

Erst nach dreiundzwanzig Uhr legten L und ich uns gestern schlafen. Wir wollten schließlich für den heutigen Abend üben.
Aufgewacht bin ich am Morgen gegen halb neun. Ich war zwar noch ziemlich müde, hörte aber bereits das Geschirr klappern. Bis zum Aufwachen von L las ich noch ein paar Seiten in meinem Buch.

Nach dem gemeinsamen Frühstück mit Schokocappucchino und Croissant machten meine Eltern, L und ich uns auf den kurzen Weg zu meiner Oma H, die heute ihren einundachtzigsten Geburtstag hat. Wir überreichten unsere Geschenke, hielten etwas Smalltalk und verkrümelten uns zehn Minuten später wieder. Feiern wird meine Oma aufgrund gesundheitlicher Probleme nicht.

Als wir wieder zu Hause waren, übte ich mit L eine Viertelstunde im Schreibschriftheft. Von Mal zu Mal wurden ihre Buchstaben schöner. 
Ich merkte beim Üben wieder sehr deutlich, dass L sich oft einfach nur selbst im Weg steht. Würde sie weniger nölen und jammern, sondern einfach mal machen, hätte ich zum einen weniger zu schimpfen, zum anderen hätten wir beide mehr Freizeit.

Vor dem Mittagessen, zu dem es bei uns traditionell eine von meiner Mama zubereitete Linsensuppe gab, um auch im kommenden Jahr Glück und genug Geld zu haben, telefonierten wir abwechselnd mit meinem Bruder.
Danach war Mittagsruhe. Ich las auf den Blogs, denen ich folge, die Jahresrückblicke und machte für ein paar Minuten die Augen zu. L spielte derweil und schaute Videos auf dem iPad.

Halb vier entschied ich mich dazu, noch ein paar Sportübungen zu machen, um den Aufbau der Routine nicht zu gefährden. 

Nach einem leckeren Glas Bowle mit Früchten spielten meine Mama, L und ich schließlich eine Runde “Mensch ärgere dich nicht” und danach das lustige Spiel “Pass auf, was du sagst”. Beide Male gewann meine Mama.
Ich ließ L nochmals zwei Buchstaben in Schreibschrift üben, ehe wir die Hefte für den Rest des Jahres sehr weit weg legten.

In den Abend starteten wir gemütlich und entspannt mit einem leckeren Abendessen, zu dem es unter anderem zwei Salate, Baguettes und Gemüsebällchen gab.
Danach las ich noch eine Weile in meinem Buch, ehe wir gemeinsam zwei Stunden lang ein von meinem Papa vor fünfundzwanzig Jahren erdachtes und entwickeltes Brettspiel spielten, bei dem L sehr große Freude am Vorlesen der Ereigniskarten hatte und ich letztendlich aufgrund des höchsten Postens und Ranges gewann.


Bevor ich wieder in meinem Buch versank, verteilte ich an uns alle je ein Los der Glücksrakete. Bei der ersten der beiden Gewinnchancen gingen wir leider leer aus.

Die letzte halbe Stunde des Jahres schauten wir gemeinsam die Silvester-Show im ZDF, stießen Punkt null Uhr mit einem Glas (Kinder)Sekt an, schauten uns vom Fenster aus das Feuerwerk an und rubbelten erneut je ein Glücksraketelos frei. Meine Eltern hatten beide Glück und gewannen je fünf Euro.


Ich wünsche allen ein frohes, gesundes und glückliches neues Jahr! 🙂

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