Mein Montagsstarter # 1

Dies & Das, Persönliches

Um in diesem Jahr besser in die jeweils neue Woche zu starten, möchte ich ab sofort an Antetannis Blogaktion teilnehmen, bei der sieben vorgegebene Textfragmente ergänzt werden sollen. Auch hier gilt: Jede*r, der mag, darf mitmachen.

Und los geht’s:

❶ 
Verängstigte Tiere und Kinder aufgrund der Böllerei verbinde ich mit Silvester. Zudem mag ich es nicht, lange aufbleiben zu müssen, obwohl ich müde bin. Dennoch liegt es mir sehr am Herzen, das neue Jahr mit den Menschen zu begrüßen, die mir wichtig sind.

❷ 
Los ging der Tag mit dem Kuscheln unserer Zwergkaninchen Elli und Waltraud, die vor den lauten Böllern Angst hatten, und das neue Jahr wurde mit einem halben Glas Sekt und netten Worten begrüßt.

❸ 
Auf die übers Jahr verteilten schönen Erlebnisse bin ich gespannt und auf unsere bevorstehenden Urlaube und Ausflüge freue ich mich.

❹ 
Schön, dass meine L noch klein und bei (fast) allem mit dabei ist. So können wir gemeinsam wertvolle Erinnerungen schaffen.

❺ 
Organisiertes Feuerwerk zum Jahreswechsel? Ich bin bereit.

❻ 
Pläne? Vorsätze? Ich mache so weiter wie bisher. Ich bin mit dem Erreichten vom letzten Jahr sehr zufrieden und möchte auch im neuen Jahr weiter an meinen persönlichen Zielen arbeiten.

❼ 
Für heute habe ich unzählige To-dos im Kalender stehen. Diese Woche habe ich dazu noch einen ersten Arzttermin geplant und ich freue mich, wenn ich mich wieder strukturiert, organisiert und den Überblick zurückgewonnen habe.

High Five der Woche 1/2025

Alltagsschnipsel, Dies & Das, Persönliches

Schon seit einiger Zeit lese ich Sabines wunderbare Beiträge in ihrem Blog Mausloch. Ihr High Five der Woche ist mir dabei natürlich längst ins Auge gestochen. Obwohl ich täglich Positives aufschreibe und das auch weiterhin tun werde, möchte ich ab sofort am Ende einer Woche meine fünf schönsten Momente küren und einen Wochenrückblick geben. Mitmachen kann bei dieser Blogparade übrigens jede*r.

Hier kommen meine fünf Highlights dieser Woche:

Urlaub
Seit dem 21. Dezember 2024 habe ich frei. Ich konnte mich in den letzten zwei Wochen erholen, verlor zwischendrin völlig das Zeitgefühl, verbrachte meine Tage lesend, eine Serie guckend oder Pläne für mein berufliches und privates neues Jahr schmiedend. Obwohl ich anfangs glaubte, 2025 wird ein eher ruhiges Jahr, weiß ich nun, dass auf L und mich ganz tolle Erlebnisse warten. Einen Großteil unserer freien Tage verbrachten L und ich mit unseren beiden Kaninchen Elli und Waltraud im Kreise der Familie. Der lange Familienbesuch wäre allerdings nicht möglich gewesen ohne ein …

Mietfahrzeug
Ich bin meinem Arbeitgeber beziehungsweise den Menschen dahinter unendlich dankbar, dass L und ich über die Feiertage mobil waren. Ohne den Mietwagen hätten wir unseren langen Familienbesuch nicht in diesem Maße realisieren können. Sowohl auf der Hin- als auch auf der Rückfahrt war das Fahrzeug bis auf den letzten Millimeter vollgepackt.

Schnee
Ich liebe Schnee. Völlig überraschend blieb dieser sogar liegen, sodass L und ich mit unserem Schlitten und dem Popo-Rutscher rodeln konnten. Zwar war dies nur auf einem kleinen Hügelchen hinter den Wohnhäusern möglich, Spaß hatten wir dabei aber dennoch. Froh war ich über den Kauf neuer Winterstiefel vor wenigen Tagen. Ohne diese hätte ich mir im Schnee entweder nasse Füße geholt oder eine Unterkühlung zugezogen.

Upgrade meines Duolingo Abonnements 
Seit dem Herbst liebäugelte ich mit einem Upgrade meines Abonnements. Im Rahmen einer Rabattaktion bis Silvester fasste ich mir schließlich ein Herz und wechselte von Super auf Max. Für ein Jahr wird der Preis derselbe wie bisher sein. Ich habe mittlerweile bereits mit der KI gesprochen und bin mit meinen ersten Sprechversuchen sehr zufrieden. Ich erhoffe mir nun wesentlich mehr Sicherheit beim Sprechen anderer Sprachen.

Nachfolger
Da mich mein Renault Megane Mitte November verlassen hat und L und ich seitdem ohne Auto den Alltag bestreiten, machen mich sämtliche Updates des Autohauses in Leverkusen glücklich, die mein neues Dienstfahrzeug, einen voll elektrischen Nissan Ariya, betreffen. Mittlerweile wurde das Fahrzeug zugelassen. Ein Kennzeichen existiert auch bereits. Es fehlen jetzt nur noch wenige Unterlagen, sodass ich optimistisch bin, das neue Fahrzeug noch im Januar als neues Familienmitglied begrüßen zu können. 

Unser Jahresrückblick

Alltagsschnipsel, Dies & Das, Persönliches

Ich möchte den letzten Tag des Jahres 2024 nutzen, um die Erlebnisse und Ereignisse in den zurückliegenden Monaten Revue passieren zu lassen.


Januar 2024


Das neue Jahr war kaum eine Woche alt, als ich mir Corona einfing und mich so krank wie schon lange nicht mehr fühlte. In den ersten Tagen war es sogar so schlimm, dass nicht mehr viel fehlte, um L vom Unterricht mit dem Vermerk „Ich bin zu krank, um meine Tochter mit dem Auto in die Schule zu fahren“ abzumelden. Irgendwie ging es aber trotzdem.
An einem Wochenende fiel genug Schnee, um rodeln zu gehen. Das taten L und ich ausgiebig und entdeckten dabei einen neuen Stadtteil in Leipzig.
Innerlich zornig wurde ich bei einem Termin, den ich mit L beim Landesamt für Schule und Bildung in Leipzig hatte. Wir beide glaubten, L soll den Kompetenztest, den die Klasse im Herbst 2023 schrieb, wiederholen. Stattdessen musste sich das arme Kind einem IQ-Test unterziehen. Wenigstens wissen wir seitdem, dass L normal klug ist. Nicht, dass dies jemals zur Diskussion gestanden hätte.




Februar 2024


Die Thematik „Lese-Rechtschreibschwäche“ ging auch im zweiten Monat des Jahres munter weiter. Ich nahm an einem LRS-Elternabend an einer der wenigen Stützpunktschulen in Leipzig und seinem Umland teil, wurde von den netten Lehrerinnen umfassend zum bevorstehenden Testverfahren informiert und bekam einen ersten Eindruck von der Schule und den Unterrichtsmethoden. Ich merkte dabei schnell, dass L hier fehl am Platz wäre, und beschloss bereits zu diesem Zeitpunkt, sie im Sommer nicht in eine solche LRS-Klasse wechseln zu lassen.
L und ich besuchten erstmals den Karnevalsumzug in Erfurt. An diesem Tag schüttete es leider wie aus Eimern.
Unser besonderes Highlight war das Musical „Der König der Löwen“ in Hamburg. L und ich fuhren nach dieser tollen Show weiter in unseren einwöchigen Winterurlaub im Center Parcs Park Nordseeküste. Dort verbrachten wir täglich mehrere Stunden im Aqua Mundo.




März 2024


Nach etlichen Wochen Unlust und fehlender Freude am Hobby meldete ich L schließlich vom Ballettunterricht ab.
L unterzog sich gemeinsam mit einem Klassenkameraden einem zweitägigen Testverfahren an einer anderen Grundschule und erhielt eine Woche später das Ergebnis „mittelschwere Lese-Rechtschreibschwäche“. Ich muss gestehen, dass ich dieses Resultat nicht erwartet hatte.
Ihren achten Geburtstag feierten wir auf Ls Wunsch hin zu zweit in einem Sushi-Restaurant. Ein paar Tage später fand ihre Kindergeburtstagsfeier im Indoorspielplatz statt.
Über Ostern reisten wir zu meinen Eltern nach Erfurt und trafen dort meinen Bruder, meine Schwägerin J sowie meine Schwiegerfamilie.




April 2024


Da L sich schon eine Weile wieder Haustiere wünscht und Prinzis Tod bereits dreieinhalb Jahre zurückliegt, stimmte ich zu, in einem Tierheim im Umkreis auf die Suche zu gehen. Schnell einigten wir uns auf zwei Zwergkaninchen, da diese im Moment am besten zu unserer derzeitigen Lebenssituation passen. So kam es, dass Mitte des Monats Elli und Waltraud bei uns einzogen. Beide Tiere haben lediglich ein geschätztes Alter, wirken aber gesund und fidel. Seitdem wir nun zu viert sind, habe ich endlich das Gefühl, dass der viele Platz in unserer Dachgeschosswohnung gut genutzt wird.
Während L eine Woche im Schwimmlager im Erzgebirge war und dort leider keine allzu schöne Zeit verlebte, ließ ich mir die Spitzen beim Friseur schneiden. Erwähnung findet Letzteres deshalb, weil ich oftmals nur einmal jährlich oder sogar nur alle anderthalb Jahre zum Haareschneiden gehe.
Aufgrund Ls Lese-Rechtschreibschwäche startete für sie Ende dieses Monats die wöchentliche Ergotherapie. Um ein entsprechendes Rezept hierfür zu bekommen, benötigte ich mehrere Anläufe. Es war ein richtiges Drama. Positiv ist jedoch, dass wir seitdem endlich eine Kinderarztpraxis gefunden haben.
Meine Schwägerin M feierte ihren Geburtstag in diesem Jahr im Belantis. Seit unserem Umzug vor zwei Jahren verspreche ich L, mit ihr in diesen Freizeitpark zu gehen. Nun hat es endlich geklappt.




Mai 2024


In Markkleeberg hat ein neues Fitnessstudio eröffnet. Nach ein paar Tagen Bedenkzeit schloss ich einen Vertrag mit einer günstigen Monatsgebühr ab. Zu Hause sind meine Kraftübungen in den letzten Wochen mehr und mehr eingeschlafen.
Eines meiner persönlichen Highlights in diesem Jahr war das Konzert von VV im Haus Auensee. Da ich keine Kinderbetreuung fand, nahm ich L kurzerhand mit. Es war eine wunderbare Atmosphäre und ich sehr glücklich, dabei gewesen zu sein. Unser Heimweg war allerdings ziemlich aufregend und wird L und mir ebenfalls noch lange in Erinnerung bleiben.
Schon zum zweiten Mal besuchten wir unser wunderschönes Stadtfest in Markkleeberg. Auch in diesem Jahr wurde den Besucherinnen und Besuchern wieder einiges geboten.
Da L Interesse am Erlernen des Pianos zeigte, fand eine erste Klavierstunde statt, die in einem Vertrag mit der Musikschule mündete.
Im Rahmen ihrer Lese-Rechtschreibschwäche wurden Ls Augen gründlich untersucht und Übungen für ein Training der Augenmuskulatur mitgegeben.




Juni 2024


Im Frühjahr dieses Jahres öffnete Karls Erdbeerhof und Erlebnis-Dorf in Döbeln seine Tore. Ein gutes Vierteljahr später statteten L und ich diesem einen ersten Besuch ab. Vom Angebot und den Attraktionen waren wir auf Anhieb begeistert.
Zum Erfurter Krämerbrückenfest fand ein großes Familientreffen mit meinen Eltern, meinem Bruder, meiner Schwägerin J und ihren Eltern statt. Wir unternahmen unter anderem eine Stadtrundfahrt mit der Straßenbahn und erfuhren spannende Details der Stadtgeschichte.
Am zweiten Sommertag feierte ich meinen 36. Geburtstag.
Aufgrund der zeitigen Sommerferien starteten L und ich bereits Ende des Monats in unseren zweiwöchigen Italienurlaub, den ich vor anderthalb Jahren gebucht hatte. Einen Zwischenstopp legten wir in München ein und besuchten meinen Bruder und meine Schwägerin J.




Juli 2024


In Italien fühlten L und ich uns sehr wohl. Wir hatten eine kleine, aber gemütliche Unterkunft in Cassaga bei Muscoline mit wunderbarem Blick auf den Gardasee. In der Anlage selbst standen uns mehrere große Pools zur Verfügung, die wir oft ganz für uns alleine hatten. Auf der Heimreise legten wir erneut einen Zwischenstopp in München ein und verbrachten das Wochenende bei meinem Bruder und meiner Schwägerin J. Elli und Waltraud, die fast drei Wochen in der Tierpension wohnten, nahmen wir wieder freudig in Empfang.
Zum Glück kamen die beiden Stromabrechnungen erst nach unserem Sommerurlaub. Für den Tagstrom und den Nachtstrom kam insgesamt eine Nachzahlung in Höhe von vierhundertsiebzig Euro auf mich zu. Gerechnet hatte ich mit mehr als dem Doppelten.
Für zwei Nächte gelang es L, in ihrem eigenen Bett im Kinderzimmer zu schlafen. Ich bin überzeugt, dass sie irgendwann mutig genug sein wird, um dies dauerhaft zu schaffen.
Der Leasingvertrag meines MacBooks endete. Die Firma schloss für mich einen neuen ab, sodass ich ein aktuelles Modell erhielt.




August 2024


Monatelang dachte L darüber nach, sich ein Pony schneiden zu lassen. Kurz vor Beginn des neuen Schuljahres war es schließlich soweit. Ich nutzte die Gelegenheit und ließ ihre Spitzen gleich mit abschneiden.
In das dritte Schuljahr starteten wir mit vielen Vorsätzen. Ich nahm uns beiden den Druck raus, der sich vorrangig wegen der festgestellten Lese-Rechtschreibschwäche im Laufe der zweiten Klasse in unseren Alltag eingeschlichen hatte. Unsere Devise lautet nunmehr: Wir lassen es auf uns zukommen.
Erst in diesem Monat machte ich unsere Fahrräder flott, sodass wir verspätet in die Saison starteten.
Wir nutzten das sonnig warme Wetter ausgiebig zum Baden in den umliegenden Seen oder Freibädern, besuchten den Mittelaltermarkt in Ichtershausen und sahen uns das diesjährige Theaterstück im Rahmen der Domino DomStufen-Festspiele in Erfurt an.
Sehr zu meiner Freude konnte ich an unserem Teamevent teilnehmen. Wir wurden durch die Elephantine-Ausstellung in der James-Simon-Galerie in Berlin geführt und aßen anschließend in einem Restaurant Mittag.




September 2024


Mit katastrophalen Wahlergebnissen bei den Landtagswahlen in Thüringen und Sachsen, die mich beide stark tangieren, starteten wir in den neunten Monat des Jahres.
Gemeinsam mit Markkleeberg-C und Ls ehemaligem Klassenkameraden LK besuchten wir erstmals das Lichterfest in Markkleeberg.
Für L fand eine Drei-Tages-Klassenfahrt nach Naunhof statt. Im Gegensatz zum Schwimmlager fühlte sie sich diesmal wohler und konnte den Aufenthalt mehr genießen.
Wegen der Tanzauftritte von Ls Schulfreundin EB begleiteten wir diese und Leipzig-A zu den Highland-Games in Trebsen. Von diesem Fest, an dem jedesmal echte schottische Clans teilnehmen, war ich sehr beeindruckt.




Oktober 2024


Per E-Mail wurde mir mitgeteilt, dass ich beim Gewinnspiel Glück gehabt und zwei Freikarten für eine Zirkusvorstellung gewonnen habe. Am Tag der Deutschen Einheit genossen L und ich eine liebevolle Show.
M zu Ehren wurde vor einigen Jahren im Stadtpark in Erfurt ein Baum gepflanzt. Diesen besuchten wir gemeinsam mit meinem Schwiegerpapa.
Erneut fand ein Familientreffen statt. Mit meinen Eltern, meinem Bruder und meiner Schwägerin J bewunderten wir unter anderem die diesjährige Kürbisausstellung im egapark Erfurt.
In den Herbstferien nahmen L und ich an einer Alpaka-Wanderung in Nordsachsen teil. Mein Alpaka hieß Whiteprince und hatte nur mäßig Lust auf einen Spaziergang mit mir. L hatte mit ihrem Goldie da schon wesentlich mehr Glück.
Für eine Übernachtung fuhren L und ich einhundertzwanzig Kilometer weit, um Dresden-J nach über zwei Jahren wiederzusehen und gemeinsam in der sächsischen Hauptstadt eine schöne Zeit zu verleben.
Wir entdeckten einen Indoor-Kletterpark in Leuna, der bei L Freude und Angst zugleich auslöste.
Den Reformationstag habe ich noch nie gefeiert. Stattdessen steht seit einigen Jahren Halloween hoch im Kurs. So auch bei L. Wir besuchten an diesem Tag den Tierpark in Lützen und zogen abends mit Ls Schulfreundin CE um die Häuser, um Süßigkeiten abzustauben.




November 2024


Mit meinen Eltern fuhren wir am Geburtstag meiner Mama bei bestem Wetter in einer Ponykutsche durch die Erfurter Altstadt.
Auf der internationalen Fachmesse MUTEC in Leipzig vertrat ich an unserem Eckstand unser Unternehmen und hatte nach langer Zeit die Möglichkeit, mit Interessierten Englisch zu sprechen.
Von jetzt auf gleich meldete mein Firmenwagen einen Getriebeschaden und musste abgeschleppt werden. L und ich sind seitdem auf die S-Bahnen angewiesen.
Gemeinsam mit Markkleeberg-C und ihrem Sohn LK fuhren wir in das wunderschöne Schwimmbad Bad Lübbenau und erfreuten uns an den Pinguinen im Außenbereich.
Ein kleines Highlight war die Ausstellung „Drei Haselnüsse für Aschenbrödel“ im Schloss Moritzburg.




Dezember 2024


Zwei Wochen vor Weihnachten hatte ich mit einer bakteriellen Infektion zu kämpfen, die sich durch starke Halsschmerzen und Schluckbeschwerden bemerkbar machte. Diese wurde ich nur durch die Einnahme eines Antibiotikums wieder los.
Nichtsdestotrotz war es L und mir dennoch möglich, mehrmals den Erfurter und Leipziger Weihnachtsmarkt zu besuchen.
Mit schicken neuen Frisuren quartierten L und ich uns mit unserem halben Hausstand einschließlich Elli und Waltraud über Weihnachten, Silvester und Neujahr bei meinen Eltern ein. In unterschiedlichen Runden feierten wir die Feste am Jahresende und genossen die Zeit mit unserer Familie und unseren Freund*innen.




Vielen Dank für das Lesen und zahlreiche Aufrufen der Beiträge meines Blogs. Ich wünsche allen einen guten Rutsch ins neue Jahr. Wir sehen uns 2025! 🙂

Himmelspost an M

Dies & Das, Persönliches

Mein lieber M,

es ist Weihnachten. L und ich begehen die besinnlichen Tage mittlerweile das fünfte Mal ohne dich. Wir verbringen das Fest in Erfurt und haben uns für mehrere Tage bei meinen Eltern einquartiert. Unsere beiden Kaninchen Elli und Waltraud haben wir mitgenommen.

Bis vor wenigen Tagen musste ich ein Antibiotikum einnehmen, da ich mir eine bakterielle Infektion, vermutlich eine Seitenstrangangina eingefangen hatte. Der Winter ist für Erkältungen und Infekte jedweder Art voll meine Zeit. Ich erkenne mit Blick auf die Vorjahre zumindest allmählich ein Muster.

Von uns beiden warst immer du der Autofanatiker. Dich wird es somit freuen zu hören, dass L und ich bald einen vollelektrischen Nissan Ariya nutzen dürfen. Ich bin schon sehr gespannt, wie sich das Laden im Alltag gestalten und in den Tagesablauf integrieren wird.

In den letzten Wochen ist mir vermehrt aufgefallen, wie geizig ich in Bezug auf mich selbst geworden bin. Ich liebe es, die Wünsche meiner Mitmenschen zu erfüllen oder ihnen eine kleine Freude zu bereiten. Geht es aber um mich selbst, werde ich komisch und hinterfrage eine Ausgabe fast schon krankhaft oft. Es kostet mich ungemeine Überwindung, mir etwas zu gönnen, und sei es nur ein Paar Socken, weil das alte durchlöchert ist.
Ab sofort will ich dieses Verhalten beobachten. Die Devise lautet: Sparsamkeit ja, Geiz nein.

Um gleich mit diesem neuen Vorsatz zu beginnen, upgrade ich mein Duolingo Abonnement ab Januar auf die höchste Stufe. Ich kann dann mit einer KI sprechen und verliere so hoffentlich sukzessive meine Hemmungen davor, mich mit Leuten in einer anderen Sprache zu unterhalten.

Seit Heiligabend ist mein Blog zehn Jahre alt! Viel ist in dieser Zeit passiert. Schönes wie trauriges. Ein Jahrzehnt voller Erinnerungen. Hier festgehalten.

Deine Katja

Himmelspost an M

Dies & Das, Persönliches

Mein lieber M,

das Jahr neigt sich nun mit schnellen Schritten seinem Ende entgegen. Nur noch vier Arbeits- und Schulwochen liegen vor L und mir, ehe es in den wohlverdienten und bereits sehnsüchtig erwarteten Weihnachtsurlaub geht. 

In letzter Zeit sagt L öfter, dass sie ihr Leben liebt und sich hier bei mir wohl fühlt. Solche Äußerungen freuen mich ganz besonders, zweifle ich doch regelmäßig an meinen Fähigkeiten als Mama. Offenbar scheine ich nicht alles falsch zu machen.  

Im kommenden Jahr möchte ich mit der Trauerarbeit beginnen. Ich fühle, dass die Zeit dafür gekommen ist. Bestandteil dieses Prozesses wird auch die Analyse meiner Persönlichkeit sein. Ich möchte für mich festlegen, wer und wie ich sein will.  
Ein Auslöser zu diesem Entschluss sind Ls Bemerkungen, ich sei viel zu lieb und nett für diese Welt. Diese Aussage brachte mich ins Grübeln. Wenn eine Achtjährige, der ich durch mein Handeln und meine Worte anderen Menschen gegenüber ein gutes Vorbild sein will, feststellt, dass ich mir zu viel gefallen lasse, wird etwas Wahres dran sein. Ich höre diese Worte nicht zum ersten Mal, jedoch haben sie für mich eine ganz andere Gewichtung, wenn sie von L kommen.
Natürlich möchte ich auch in Zukunft weiterhin nett zu meinen Mitmenschen sein. Aber es schadet sicher nicht, wenn ich lerne, mich besser durchzusetzen, meinen Standpunkt zu verteidigen und mit mehr Nachdruck meine persönlichen Ziele zu erreichen.   

Seit dem 12. November liegt mein geliebter Renault Megane, der kürzlich erst vier Jahre alt wurde, lahm. Das Getriebe ist defekt. Die Werkstatt teilte mir nun mit, dass eine Reparatur des Dienstwagens alles in allem achtzehntausendfünfhundert Euro kostet. Ich bin gespannt, wie sich die Firma entscheiden wird. Streng genommen liegt ein wirtschaftlicher Totalschaden vor.
Von jetzt auf gleich ist es natürlich nahezu unmöglich, ein Ersatzfahrzeug aufzutreiben. L und ich sind also wieder auf die öffentlichen Verkehrsmittel angewiesen. Wir büßen zwar unseren Komfort ein, die Welt geht davon aber nicht unter. Nur für den anstehenden Weihnachtsbesuch im Dezember wünsche ich mir sehnlichst ein Fahrzeug. 

Deine Katja

Himmelspost an M

Dies & Das, Persönliches

Mein lieber M,

ich habe kürzlich in einem Bericht gelesen, dass in Deutschland die Zahl der Milliardär*innen angestiegen ist. Milliardär*innen! Diese Vermögen sind so unglaublich weit weg von denen des einfachen Volks. Sicherlich wird es darunter die ein oder andere Person geben, die sich das Geld durch harte Arbeit verdient hat. Die allermeisten werden es dennoch vererbt bekommen haben.

Solche Berichte gehen mittlerweile nicht mehr spurlos an mir vorbei. Sie bestärken mich sogar darin, im Umgang mit dem L und mir zur Verfügung stehenden Geld nichts falsch zu machen. Ich führe seit 2022 eine strenge und centgenaue Finanzplanung, spare wenn möglich jeden Euro, hinterfrage mittlerweile die Notwendigkeit eines jeden Einkaufs und bin dennoch darauf bedacht, das Hier und Jetzt nicht komplett aus den Augen zu verlieren. Ein kleiner Teufelskreis. Das alles zusammen gestaltet sich nämlich seit einigen Monaten immer schwieriger. Das Geld ist immer weniger wert und es fällt mir zunehmend schwerer, uns guten Gewissens etwas Schönes zu gönnen. Wenn ich nicht aufpasse, werde ich zu einer knauserigen Frau, die vergessen hat zu leben.

Oft wird gesagt, dass jede Person ihres eigenen Glückes Schmied ist. Dem kann ich nicht zu einhundert Prozent zustimmen. Seit einer Weile überlege ich, mir einen Minijob zu suchen, um ein paar Euro hinzuzuverdienen. Ich merke aber, dass hierfür die Zeit noch nicht gekommen ist. L kann nach wie vor nicht alleine zu Hause bleiben. Zudem bin ich nach meinem Arbeitstag und der Rolle als Vollzeit-Mama ohne Pause oft sehr erschöpft. Ich spüre zwar, dass sich mein Körper und Geist von dem großen Trauma allmählich erholen und ich mir sukzessive wieder mehr zumuten kann und sollte, ich bezweifle aber, dass es richtig ist, mir aktuell noch mehr Arbeit aufzubürden. Im kommenden Jahr möchte ich mich intensiv der Trauerarbeit widmen. So bleibt der Gedanke des Nebenjobs also vorerst ein Zukunftsthema. 

Es ist schwierig, in Zeiten von Instagram, YouTube und TikTok bodenständig, bescheiden und rundum zufrieden zu bleiben. Auch wenn ich nichts davon nutze, bekomme ich durch Erzählungen oder ungefragte Werbung mehr als genug vom vermeintlich schillernden Leben der anderen mit. L mittlerweile ebenso. Tatsächlich prallen viele solcher Einblicke in diese Luxus-Leben bereits erfolgreich an mir ab. Ich bin glücklich und mag mein Leben so wie es ist. Dieser Schnickschnack passt nicht zu mir.
Mich werfen jedoch ungeplant hohe Zusatzausgaben aus der Bahn. Wie jede andere Person, die zur Miete wohnt, zahle ich monatlich für die Nebenkosten, den Strom und einen zweiten Strombetrag für unsere Nachtspeicherheizung. Wenn ich bei den jährlichen Abrechnungen schließlich mit Nachzahlungen von insgesamt eintausend Euro konfrontiert werde, frage ich mich wirklich, was hier schief gelaufen ist. Ich hoffe sehr, dass die Nachzahlungen im kommenden Jahr deutlich geringer ausfallen.

Unsere liebe L lebt nun genauso lange ohne dich wie mit dir. Das ist traurig. Die letzten vier Jahre und dreieinhalb Monate sind sehr schnell vergangen. Viel ist passiert und viel wird in den nächsten Jahren noch geschehen. Ich wünsche mir, gesund zu bleiben und alles miterleben zu dürfen.
Ich bin dankbar, dass es Fotos und Videos gibt. So haben wir beide jederzeit die Möglichkeit, in Erinnerungen zu schwelgen, deine Stimme zu hören und dich niemals zu vergessen. 

Deine Katja

Himmelspost an M

Dies & Das, Persönliches

Mein lieber M,

es ist Herbst geworden. Die Tage werden sukzessive kürzer. L und ich merken das vor allen Dingen morgens, wenn es beim Aufwachen noch stockdunkel ist. Abends stört es uns beide bisher nicht, auch wenn wir zeitiger müde werden und uns früh in die Betten kuscheln.

Wenn auch spät im Jahr bin ich dennoch glücklich, alleine und gemeinsam mit L die ein oder andere kleine Runde auf dem Fahrrad unternommen zu haben. 
Für das kommende Jahr will ich unsere Fahrräder unbedingt zeitiger startklar machen. Wir haben hier so viele schöne Fahrradwege, die stellenweise direkt hinter unserem Wohnhaus beginnen. Es wäre doch zu schade, diese nicht zu erkunden.    

Die Drei-Tages-Fahrt, an der L Anfang des Monats teilgenommen hat, lief wesentlich besser als das Schwimmlager im Frühjahr. Am ersten Abend hat sie laut eigener Aussage sehr viel geweint und wollte nach Hause, dafür floss am zweiten Abend keine einzige Träne. Das ist ein großer Fortschritt.
Unabhängig davon merke ich, dass L einen Entwicklungssprung gemacht hat. Schule und Schulaufgaben sind ihr wichtiger geworden. Sie hängt sich gerade richtig ins Zeug. Bisher brauchten wir seit Schulbeginn abends und an den Wochenenden nicht viel nacharbeiten, aber in den wenigen Situationen, in denen es erforderlich war, teilte sie es von sich aus mit und arbeitete konzentriert, zügig und ohne Schreianfall. Ich behaupte auch, ihre Rechtschreibung ist (fast) auf dem Stand der anderen Klassenkamerad*innen angekommen. 
Schade ist allerdings, dass Ls wenige Schulbücher kaum genutzt werden. Die Seiten sind wie schon in Klasse zwei so gut wie leer. Ich frage mich wirklich, was die Kinder den lieben langen Tag im Unterricht lernen, denn auch bei den anderen sind die Hefte leer.

Aktuell bin ich auf der Suche nach einer guten Balance zwischen Sparen und am (gesellschaftlichen) Leben teilhaben. Mal wieder. 
Nichtsdestotrotz besuchen L und ich Dresden-J im Oktober für eine Nacht. Ich habe sie das letzte Mal vor über zwei Jahren gesehen. Es wird wirklich Zeit, das zu ändern. In Ls Herbstferien werden wir auch die ein oder andere schöne Unternehmung machen. Da wird das Sparbuch wohl oder übel ein wenig geschmälert werden müssen.     

Deine Katja

Himmelspost an M

Dies & Das, Persönliches

Mein lieber M,

die Optimierung meiner Finanzplanung trägt erste Früchte: L und ich gehen wieder sparsamer durchs Leben, gönnen uns hier und da aber dennoch kleine Alltagsfreuden, wie beispielsweise ein leckeres Eis. Ich habe zudem drei Abonnements gekündigt. Zwei davon enden noch am Ende dieses Monats. Somit haben wir dadurch ein paar Euro mehr im Monat zur anderweitigen Verfügung zurückgewonnen. In der Rückschau betrachtet, waren die drei Abonnements in den letzten Monaten wirklich reine Geldverschwendung.

Unsere L fährt Mitte September auf Klassenfahrt. Diesmal ist es nur eine Drei-Tages-Fahrt mit zwei Übernachtungen. Der Ort ist lediglich zwanzig Autominuten von unserer Wohnung entfernt. Sie hat große Lust mitzufahren. Ich wünsche ihr sehr, dass die Erlebnisse diesmal durchweg positiv sind und die negativen Erinnerungen an das Schwimmlager überschrieben werden.

Weil ich so gerne plane, mache ich mir bereits erste Gedanken zu unserem Sommer 2025.
Meine Eltern wollen im Juli eine Woche an die Ostsee fahren. In dieser Zeit passen wir auf die beiden Rosellasittiche auf. Elli und Waltraud werden wir dann mit nach Erfurt nehmen. Für diese Juli-Woche werde ich ebenfalls Urlaub beantragen. So können L und ich jeden Tag etwas Schönes in unserer alten Heimat unternehmen und Freunde und Familie treffen. 
Ob wir im kommenden Sommer überhaupt verreisen werden, glaube ich derzeit nicht. Mir gefällt momentan der Gedanke sehr, die Region zu erkunden. Leipzig und sein Landkreis haben noch so viel zu bieten, das L und ich noch nicht gesehen haben. Das würde ich im nächsten Jahr gerne ändern.

Nach über vier Monaten Bearbeitungszeit und etlichen Rückfragen kam Anfang des Monats mein Einkommenssteuerbescheid für 2023. Ich freute mich sehr über die nette Erstattung. Einen Teil des Geldes werde ich nutzen, um Ls Klassenfahrt zu bezahlen. Der Restbetrag ist bereits auf das Sparbuch gewandert.

Deine Katja

Himmelspost an M

Dies & Das, Persönliches

Mein lieber M,

L und ich sind zurück aus Italien. Wir hatten zwei wunderschöne, entspannte Wochen, bei jeder Mahlzeit einen herrlichen Blick auf den Gardasee und drei große Pools, die wir nach Belieben abwechselnd besuchen konnten und sogar oft ganz für uns alleine hatten.
An die engen italienischen Straßen habe ich mich schnell gewöhnt. Ich kann gut nachvollziehen, weshalb die Italiener*innen kleinere Fahrzeuge bevorzugen.
Sowohl auf unserer Hin- als auch auf der Rückreise kamen wir jeweils in ein Unwetter mitten auf der Autobahn mit Starkregen und sogar einem Gewitter über uns. Ich bin stolz auf mich, die Strecken ganz alleine unfallfrei gefahren zu sein.
Sollten L und ich im nächsten Jahr ein paar Tage im Sommer wegfahren, möchten wir in Deutschland bleiben. Vielleicht finden wir sogar eine kleine Unterkunft, zu der wir Elli und Waltraud mitnehmen können. Wir haben die beiden nämlich sehr vermisst. 

Von den Italiener*innen in unserer Apartmentsiedlung wurde ich indirekt angespornt, weiterhin beim Erlernen von Fremdsprachen (über die Duolingo App) am Ball zu bleiben. Viele sprachen entweder ein sehr gutes Deutsch oder Englisch. Mir hingegen fiel es sehr schwer, vernünftige Sätze in Englisch, geschweige denn in Italienisch hervorzubringen. Mir war es stellenweise sehr unangenehm, wie holperig meine Sätze aus meinem Mund kamen und wie gering mein Wortschatz ist. 

Im Urlaub merkte ich, wie zufrieden ich mit meinem Leben bin und spürte eine tiefe Dankbarkeit. Nicht bei jedem Arbeitgeber lässt sich das Familien-/Privatleben so gut vereinbaren mit der beruflichen Tätigkeit und auch nicht überall ist man so offen für sämtliche Weiterbildungsvorschläge. Schon nach einer Woche wurde mir klar, dass ich gar nicht so weit von zu Hause hätte wegfahren müssen. Das Schöne findet sich auch direkt vor unserer Haustür. Aus diesem Grund möchte ich L ab sofort etwas mehr von Deutschland zeigen.

Ich bin emotional und geistig noch absolut nicht bereit für den Start des neuen Schuljahres. L kommt nun in die dritte Klasse, dabei war vorgestern doch erst ihre Einschulung. Es ist erschreckend, wie schnell die ersten beiden Schuljahre verstrichen sind.
Ich möchte ein paar Dinge im neuen Schuljahr ändern. Zu allererst meine Einstellung. Nicht ich besuche die Grundschule, sondern L. Ich werde ihr weiterhin helfen wo ich kann, für Tests und Klassenarbeiten mit ihr üben, privat die Thematik rund um die Lese-Rechtschreibschwäche fördern und sie zum Lesen ermutigen. Hier kommt aber ein großer neuer Punkt hinzu: Ich mische mich mit wenigen Ausnahmen nur in Ls Schulalltag ein, wenn sie mich explizit darum bittet. Ich möchte, dass L versteht, dass sie sich anstrengen und immer ihr Bestes geben soll, dass Schule allerdings „nur“ EIN Teil ihres Lebens ist und nicht der einzige Lebensinhalt. 
Und sind wir mal ehrlich? Was soll denn schlimmes passieren? Notfalls wiederholt sie eben das Schuljahr, wenn ihr der Unterrichtsstoff um die Ohren fliegt. Davon geht die Welt nicht unter.

Seit ein paar Tagen äußert L vermehrt den Wunsch, in ihrem eigenen Bett zu schlafen. Was für andere Kinder von acht Jahren längst eine Selbstverständlichkeit ist, ist bei uns schon lange ein sehr großes Thema. Vor vielen Jahren schlief L in ihrem eigenen Bett, damals mit einer Einschlafbegleitung. Nun ist ihr Leben allerdings ein wenig anders verlaufen als das der meisten Kinder. Ihr emotionales Alter liegt derzeit bei etwa vier Jahren. Ihr Urvertrauen, welches mehrfach erschüttert wurde, muss sich erst wieder aufbauen. Ich unterstütze sie dabei, wo ich nur kann.
Nach einigen gescheiterten Versuchen klappte es nun gestern mithilfe ihrer Schulfreundin CE. Die beiden Mädchen schafften es, gemeinsam in Ls Bett einzuschlafen. CE hat schon öfter bei Freundinnen übernachtet. Für L war das ein wichtiger Schritt. Ich bin sicher, dass sie sehr stolz auf sich ist, es nach all der Zeit wieder geschafft zu haben. Ich bin schon auf die nächsten Abende gespannt. 

Aufgrund von zahlreichen Hasskommentaren und einer toxischen Stimmung zwinge ich mich seit einigen Tagen wieder zu einer kompletten Facebook-Abstinenz. Ich merkte in den vergangenen Wochen, wie mich die angezeigten Artikel und dazugehörigen Kommentare in meiner Denkweise beeinflusst und verändert haben. Ich sah die Welt plötzlich nahezu durchgängig als einen bösen und sehr schlechten Ort an. So möchte ich allerdings nicht leben. Es gibt sehr viele positive Dinge. Ich muss nur genauer hinsehen und mich von anderen Menschen, die nicht so denken und ihren Mitmenschen rein gar nichts gönnen, fernhalten.

Deine Katja

Vier Jahre ohne M

Persönliches

“Die Zeit heilt nicht alle Wunden, sie lehrt nur, mit dem Unbegreiflichen zu leben.”

Rainer Maria Rilke


Dank Dresden-J und meiner eigenen Wahrnehmung in den letzten vier Jahren kann ich der obigen Aussage nur zustimmen. Die Zeit heilt rein gar nichts, wenn man nicht an sich arbeitet.

Durch einen sehr vollen Alltag bin ich bisher nicht allzu weit in der Verarbeitung meiner Trauer um M gekommen. Es vergeht nach wie vor kein Tag, an dem ich nicht an ihn denke oder mit L über ihn spreche. Ich tue sehr viel für einen gesunden Körper und Geist, ernähre mich weitestgehend gesund, treibe Sport und versuche, lang anhaltende Stressphasen zu vermeiden. Dennoch stehe ich erst am Anfang. Und das ist okay. Ein Schritt nach dem anderen.

Gerade in den letzten Monaten fehlte M mir sehr. Zwar bin ich an den (schulischen) Herausforderungen rund um L gewachsen und stärker geworden, dennoch fehlt mir eine Schulter zum Anlehnen und das Gefühl, gemeinsam an einem Strang zu ziehen. M hätte L anders motivieren und aufbauen können, als ich es tue und bisher getan habe. Ich mache so viel falsch in der (V)Erziehung unseres Kindes und muss mich öfter daran erinnern, innezuhalten, durchzuatmen und positiv denkend zu bleiben. Ich tue mein Bestes und will für L nur das Beste. Das wird reichen müssen. Ich bin kein ganzes Dorf, sondern nur eine Einzelperson.

M ist nun fast halb so lange nicht mehr bei mir wie unsere Beziehung insgesamt andauerte. Wir hatten noch so viel vor. Es fällt mir nach wie vor nicht leicht, gemeinsame Träume und Hoffnungen ziehen zu lassen und zu akzeptieren, dass mit nur einem Einkommen derselbe Lebensstandard nicht gehalten werden kann. Ich bin sparsam. Aber ich möchte auch leben und etwas von der Welt sehen. Das muss doch irgendwie zusammenpassen.

Für das kommende Jahr möchte ich weiter an mir arbeiten. Ich will tiefer in die Trauerarbeit einsteigen, gelassener hinsichtlich Ls schulischer Demotivation werden und mit einem ersten kleinen Projekt versuchen, L und mich finanziell stabiler aufzustellen. Das Leben ist zu kurz für ständiges Aufschieben, miese Laune und graue Haare.

M, du fehlst uns! L und ich sind uns aber sicher, dass du oft ein Auge auf uns wirfst und uns von wo auch immer beschützt.