Vom klingelnden Wecker wurde ich heute Morgen mitten aus dem Traum gerissen. Ich brauchte insgesamt drei Anläufe, um das Klingeln abzustellen, weil ich auf dem Telefon immer daneben tippte.
Kurz vor halb sieben stand ich auf, ging hinüber ins Wohnzimmer, begrüßte Elli und Waltraud, wischte zwei kleine Urinpfützen weg, welche diese hinterlassen hatten, und stellte fest, dass es trotz in der Nacht geöffneter Fenster nicht sonderlich gut in der Wohnung roch. Bis vor wenigen Tagen erinnerte der Geruch in unserer Dachgeschosswohnung nicht an einen schmutzigen Kaninchenstall, aber mittlerweile tut er es. Es ist sehr warm. Die Luft steht. Ich freue mich auf die kommende Woche, wenn die Temperaturen fallen und unsere Wohnung wieder normal riecht. Den Sommer werde ich dennoch vermissen. Ich bin ein Sommerkind.
Weil ich gestern Abend keine Lust mehr hatte, Ls Frühstück für den heutigen Schultag vorzubereiten, kümmerte ich mich zuerst darum. Anschließend bekamen auch Elli und Waltraud frisches Grünfutter. Eine Salatart, die ich gekauft habe, scheint den beiden leider nicht zu schmecken. Mal sehen, was ich mit dem Rest machen werde.
Nun war es an der Zeit, L zu wecken. Gemeinsam drehten wir unsere Runde im Badezimmer. Ich stellte vorm Verlassen der Wohnung die Waschmaschine an.
Auf dem Weg zum Auto nahm ich gleich Ls Impfausweis und ihre Klaviernoten mit. Beides lagerte ich im Kofferraum. So bestand keine Gefahr mehr, etwas für den heutigen Tag zu vergessen.
Die Fahrten zur Schule und zurück ins Homeoffice gingen schnell vonstatten. Zu Hause bereitete ich mir mein Frühstück vor und nahm dieses vor dem Rechner ein. So konnte ich gleich meine allmorgendlichen To-dos erledigen. Danach hing ich schnell die frisch gewaschene Wäsche im Freien auf.
Am heutigen Arbeitstag kümmerte ich mich erneut um das Messeplanungsboard in YouTrack. Mit Ausnahme einer Messe konnte ich mich durch den E-Mail-, Slack-Nachrichten- und Webseiten-Dschungel kämpfen und eine ordentliche Übersicht mit aktuellen To-dos erstellen. Vormittags plante ich gemeinsam mit einem Kollegen einen Workshop, der am nächsten Open Space Friday am Ende dieses Monats stattfinden soll. Sehr zu meiner Freude entwickelt sich allmählich in einem meiner beiden Projekte, die ich theoretisch als Scrum Master betreue, wieder der Wunsch nach einem Prozess. Ich werde im für die kommende Woche vereinbarten Termin mit dem gesamten Team darauf drängen, dass wir wieder mehr Struktur und eine gute Kommunikation etablieren.
Zwischendrin legte ich eine kurze Mittagspause ein und aß die Reste des gestrigen Abendessens. Die mittlerweile getrocknete Wäsche holte ich hoch.
Wegen einer Temperatur von über dreißig Grad Celsius fiel auch heute der dritte Unterrichtsblock aus. Somit hatte L keinen Französischunterricht, der heute für die ausgefallenen Stunden in der letzten Woche nachgeholt werden sollte. Nächste Woche steht Französisch wieder regulär auf dem Stundenplan. Dann klappt es sicher. L ist nämlich schon sehr gespannt auf das neue Fach.
Ich konnte L also wieder zeitiger abholen und fuhr mit ihr direkt und weit vor dem vereinbarten Termin in die Kinderarztpraxis. Ich freute mich sehr, als mir nach wenigen Minuten bereits das neue Rezept für die Ergotherapie ausgehändigt wurde. Ich hatte nicht damit gerechnet, dieses bereits heute in den Händen halten zu können. Dafür dauerte es eine ganze Weile, ehe L ihre zweite FSME-Impfung bekam. Offen sind für dieses Jahr „nur“ noch Impfungen gegen die Meningokokken und eventuell Influenza.
Mit beim Klavierlehrer angekündigter Verspätung von etwa zwanzig Minuten trafen wir am späten Nachmittag schließlich in der Grundschule – eine andere als die von L besuchte – ein. L hatte diesmal sogar alles Aufgegebene zu Hause geübt. Sie brauchte allerdings ein paar Minuten, um sich zu sammeln und die Stücke vorzuspielen. Nach dem Unterricht fuhren wir gleich nach Hause.
Nach dem leckeren Abendessen – L wünschte sich erneut asiatische Nudeln mit einem Salat – säuberte ich den Kaninchenstall und das -gehege und gab Elli und Waltraud frisches Grünfutter, auf welches sie sich sofort stürzten.
Da es den Tag über sehr windig, fast schon stürmisch war und ich zudem sämtliche Fenster offen stehen hatte, konnte eine Menge frische Luft in unsere Dachgeschosswohnung kommen und den üblen Geruch abschwächen. Es besteht also Hoffnung auf baldige Besserung.
Den restlichen Abend werde ich nun gemütlich auf der Couch ausklingen lassen und in meinem Buch weiterlesen. Bestimmt leistet mir Elli wieder Gesellschaft und lässt sich streicheln. Kurz vor dem Schlafengehen absolviere ich noch einige Schwedischübungen in der Duolingo App.
Autor: Katja
Mittwoch, 4. September 2024 – Ls Tagebuch
AlltagsschnipselIch habe gut und sogar wieder ohne Unterbrechungen geschlafen. L war zur Aufstehzeit müde wie immer. Mittlerweile ist es morgens deutlich dunkler als noch vor ein oder zwei Wochen. Die Herbstzeit nähert sich.
Gefrühstückt habe ich mein Beerenmüsli mit Bananenstücken und Pflanzenmilch, mittags aß ich eine Portion Sushi und abends bereitete ich für L und mich asiatische Nudeln und einen Salat aus Gurke, Tomaten und Kichererbsen zu.
Den heutigen Arbeitstag verbrachte ich mit der Beantwortung zahlreicher E-Mails, der Vorbereitung des nächsten Open Space Fridays, organisatorischen To-dos und der Messeplanung. Ich kam gut voran und war zur Feierabendzeit sehr zufrieden.
Im Matheunterricht wurde den Kindern heute das Dividieren mit Rest beigebracht. Auch heute entfiel aufgrund der Hitzefrei-Regelung der dritte Block. L hatte somit erneut keinen Englischunterricht. Für mich war das praktisch, denn so konnte ich L ein paar Minuten eher von der Schule abholen und brauchte mit ihr nicht durch den Berufsverkehr zu hetzen.
Für L stand am Nachmittag eine Dreiviertelstunde Ergotherapie auf dem Plan. Heute wurde sich spielerisch um ihre Feinmotorik und Merkfähigkeit gekümmert. Mit beidem war die Ergotherapeutin sehr zufrieden. Ich bekam einen aktuellen Therapiebericht mit, den ich bei der Kinderärztin mit der Bitte um Ausstellung eines neuen Rezepts abgeben werde.
L schreibt seit Kurzem zwei bis drei Sätze täglich in ein vor einem Jahr gekauftes Notizbuch. Sie möchte dieses nun als eine Art Tagebuch nutzen. Sehr zu meiner Überraschung und Freude las sie sich das Geschriebene nochmals durch, entdeckte vergessene Buchstaben und korrigierte den Text selbstständig. Vielleicht sollten wir Erwachsene die Kinder einfach Kinder sein lassen. Vieles kommt oftmals von ganz alleine – ohne Druck.
Was heute schön war:
– Morgenspaziergang
– Sushi zum Mittagessen
– lesen
– Italienischübungen in der Duolingo App
– Ls Interesse am Schreiben
Dienstag, 3. September 2024 – Olympic Day
AlltagsschnipselL und ich sind gestern Abend früh ins Bett gegangen und konnten heute sogar vierzig Minuten länger schlafen. L wachte von selbst auf und brauchte nicht mehrmals von mir ans Aufstehen erinnert werden.
Zum Frühstück gab es Beerenmüsli mit Apfel- und Bananenstücken sowie Pflanzenmilch, mittags aß ich zwei belegte Toastbrotscheiben und ein veganes Mousse, nachmittags Ls Reste ihres mitgegebenen Mittagessens und abends einen veganen Nugget und selbstgemachte Kartoffelecken.
Es ist Monatsanfang. Ich war somit den ganzen Tag mit der Rechnungslegung, die sich richtig gelohnt hat, dem Heraussuchen, Bearbeiten und Bereitstellen sämtlicher noch fehlender Belege für unsere Finanzbuchhalterin und der Planung der Jahresendgespräche, die ab Ende Oktober starten werden, beschäftigt. Mein Arbeitstag ging ruckzuck vorbei.
L nahm heute mit einem Großteil ihres Jahrgangs am Olympic Day teil. Aus diesem Grund gurkten wir am Morgen eine Ewigkeit durch den Leipziger Berufsverkehr. Unterwegs gab es zwei Straßensperrungen, die Google Maps leider noch nicht auf dem Schirm hatte. Obwohl wir zeitig das Haus verließen, trafen wir nur fünf Minuten vor der vereinbarten spätesten Ankunftszeit ein. Wir waren dennoch pünktlich. Im Auto empfand ich eine tiefe Dankbarkeit, nicht jeden Morgen diesem Wahnsinn ausgesetzt zu sein. Das wäre für mich Stress pur. Mir reicht ab und an der Berufsverkehr, der sich auf dem Weg zu Ls Schule bildet.
L fand den Olympic Day mittelgut. Sie war von ihrer Leistung beim Weitsprung enttäuscht. Das Sprinten und der Weitwurf mit einem Medizinball waren hingegen okay. Niemand aus der dritten Klasse ihrer Schule hat eine Medaille gewonnen. Diese erhielten überwiegend Schüler*innen der vierten Jahrgangsstufe. Teilgenommen hatten acht Grundschulen.
Mit Blick in die Wetterapp ist deutlich erkennbar, dass die heißen Sommertage allmählich ihrem Ende entgegen gehen. Deshalb nutzten wir auch den heutigen Nachmittag und Abend, um gemeinsam mit Ls Schulfreundinnen EB und YW zum Baden an den Störmthaler See zu fahren. Ich ging nur einmal kurz zum Abkühlen ins Wasser. Der See kam mir heute bereits deutlich kühler als gestern vor.
Die ersten Kastanien fallen von den Bäumen. Am Nachmittag hob ich eine große Kastanie auf, die mir vor die Füße kullerte, als ich auf dem Weg zur Schule war, und steckte sie in meine Tasche.
Was heute schön war:
– Thai Massage
– Kastanienfund
– Playdates für L
– Baden im Störmthaler See
– Französischübungen in der Duolingo App
– lesen
Montag, 2. September 2024 – Störmthaler See
AlltagsschnipselDie Nacht war gut und ich konnte durchschlafen.
Gefrühstückt habe ich mein Beerenmüsli mit Apfel- und Bananenstücken sowie Pflanzenmilch. Mittags und abends aß ich Reis mit Salat, bestehend aus Tomaten, Gurke, Edamame und Tofu.
Direkt am Morgen trudelten einige Krankmeldungen von Kolleg*innen ein. Was auch immer gerade umgeht, ich möchte es bitte nicht haben.
Auch Ls Klassenlehrerin war heute krank. Die Kinder hatten somit einen entspannten Schultag.
Nachmittags holte ich spontan EB mit von der Schule ab. Zu dritt fuhren wir zum Baden an den Störmthaler See.
Den restlichen Abend machte ich es mir lesend auf der Couch gemütlich.
Was heute schön war:
– Telefonat mit Dresden-J
– sonnen- und windgetrocknete Wäsche
– Baden im Störmthaler See
– lesen
– Englischübungen in der Duolingo App
Eindrücke des Tages:



Unser Familienwochenende
Alltagsschnipsel, Reisen & AusflügeL und ich haben gemeinsam mit meiner Schwiegermama, meiner Schwägerin M und meinem Neffen M zwei Nächte auf dem Campingplatz in Großbreitenbach mitten im Thüringer Wald verbracht.
Samstag, 31. August 2024
Ich habe bis acht Uhr ausgeschlafen. Das war wunderbar.
Zum großen Entsetzen aller mussten wir auf engstem Raum im Bungalow frühstückten. Es regnete unaufhörlich und war mit vierzehn Grad Celsius Außentemperatur nicht nur so kalt wie an einem Herbsttag, sondern auch um die vierzehn Grad Celsius kälter als am Vortag. Ich hatte für L und mich zwar warme Kleidung eingepackt, dachte allerdings, dass wir diese lediglich an den Abenden benötigen werden.
Vormittags fuhren wir im dichten Nebel zur Talstation Obstfelderschmiede. Normalerweise wird mir auf kurvigen Strecken nicht übel, wenn ich das Auto selbst fahre. Diesmal war das anders. Verwundert war ich über drängelnde Fahrer*innen, denen ich offenbar zu langsam fuhr.
Wir kauften uns Fahrscheine und stiegen mit sehr vielen Menschen in die Thüringer Bergbahn ein. Wir saßen über eine halbe Stunde lang, ehe sich diese endlich in Bewegung setzte. Uns wurde mitgeteilt, dass eine technische Antriebsstörung vorlag. Dank der offenen Fenster und dem Fahrtwind kehrte allmählich Sauerstoff in die Kabine zurück.



Als wir mittags an der Bergstation Lichtenhain ankamen, stiegen wir in die Oberweißbacher Berg- und Schwarzatalbahn um und fuhren bis Cursdorf. Wir liefen eine Weile in dem Ort herum und entdeckten einen öffentlichen Bücherschrank. Jede*r von uns fand ein oder mehrere Bücher. Ich nahm mir insgesamt drei Bücher mit. Allmählich klärte es auf, die Wolkendecke lockerte sich und die Sonne kam zum Vorschein.




Mit selbiger Bahn fuhren wir einen Ort weiter nach Oberweißbach-Deesbach. Dort ließen wir die Kinder auf dem schönen Spielplatz spielen und entschieden, ein spätes Mittagessen in einem in der Nähe befindlichen italienischen Restaurant einzunehmen. Für mich gab es einen leckeren hausgemachten Mango-Eistee und Gnocchi mit Tomate-Mozzarella-Soße.




Es war bereits Nachmittag, als wir zur Bergstation Lichtenhain zurückkehrten. Diesmal fuhren wir im strahlenden Sonnenschein mit dem Capriowagen der Bergbahn zurück zur Talstation Obstfelderschmiede. L genoss die Fahrt und wäre am liebsten erneut hoch- und heruntergefahren.


Mit den Autos fuhren wir schließlich zu unserem Bungalow zurück. Meine Schwägerin M und ich begleiteten die Kinder auf den Spielplatz des Campingplatzes und ließen meine Schwiegermama ausruhen. Danach gab es Abendessen.
Gegen halb sieben am Abend machten wir uns auf den Weg zum Feuerwehrfest in Großbreitenbach. Dort entdeckten wir hinter dem Feuerwehrgebäude einen weiteren schönen Spielplatz für die Kinder. Am Fackelumzug selbst nahmen wir zwar nicht teil, schauten den Menschen allerdings beim Losmarschieren und Ankommen zu.



Bevor es schlafen ging, wollte L duschen. Da dieser Wunsch nicht allzu oft geäußert wird, nutzte ich gleich die Gunst der Stunde. Kurz nach halb zehn wollte sie dann schließlich schlafen gehen. Ich absolvierte nur noch meine Italienischübungen in der Duolingo App, ehe auch mir die Augen zufielen.
Sonntag, 1. September 2024
Auch heute schlief ich wunderbar, wachte allerdings schon Viertel nach sieben Uhr auf.
Genau wie gestern frühstückten wir in Etappen im kleinen Wohnzimmer des Bungalows und machten uns anschließend daran, sämtliches Zeug zusammenzuräumen und das Bungalow besenrein zu hinterlassen. Um zehn Uhr sollten wir dieses nämlich geräumt haben.

Da das Wetter sehr schön und sonnig war, hielten wir in Gehren im Ilmkreis und spazierten gemütlich durch den Schlosspark. Als Kind war ich mit meinem Bruder und meinen Eltern öfter hier, da wir einen Garten gepachtet hatten.



Am späten Vormittag fuhren L und ich im Auto zurück nach Markkleeberg. Die Autobahnen waren sehr voll. Es waren etliche Raser*innen unterwegs. Mit einer Kolonne Polizeiwagen fuhren wir einen kurzen Teil der Strecke. In Erfurt fuhren die Fahrzeuge schließlich ab und versammelten sich vor dem Landtag. Auch die Vollsperrung auf der A38 in Richtung Göttingen aufgrund der Explosion vor ein paar Tagen hatte noch Bestand.
Zur Mittagszeit waren wir wieder zu Hause und begrüßten Elli und Waltraud. Ich räumte unsere Tasche und den Rucksack aus, stellte eine Waschmaschine an und bereitete Mittagessen zu. Danach reinigte ich den Kaninchenstall und das -gehege und hing die Wäsche im Gartenbereich zum Trocknen auf.
Den restlichen Tag versackte ich größtenteils auf der gemütlichen Couch. Ich las in meinem Buch weiter oder schaute eine Serie über Netflix.
Abends kümmerte ich mich nochmals um den Haushalt. Ich holte die trockene Wäsche wieder hoch und bereitete Ls Frühstück für den morgigen Schultag vor. Meine Schwedischübungen machte ich im Anschluss daran.
Vor dem Schlafengehen verfolgte ich mit zunehmender Sorge die Hochrechnungen der Wahlergebnisse für die Bundesländer Thüringen und Sachsen. Mit jedem Blick auf die Stimmenverteilung wurde mir übler. Ich bemühte mich, Ls berechtigte Sorgen abzuschwächen und erklärte ihr so kindgerecht wie möglich, was die Wahlergebnisse bedeuten und was in den nächsten Tagen und Wochen passieren wird (Gespräche zwischen den Parteien, Regierungsbildung). Ihre Wut auf die und ihre Angst vor der AfD, die vor einiger Zeit ohne mein Zutun von heute auf morgen entstanden sind, kann ich sehr gut nachvollziehen. Auch ich mache mir große Sorgen um die Zukunft. Umso trauriger bin ich über die Schuldzuweisungen der alten Bundesländer und die geäußerte Reue zum damaligen Beitritt der neuen Bundesländer zur Bundesrepublik. Meiner Meinung nach sollten sich die alten Bundesländer nochmals ihre Zweitstimmen bei den letzten Wahlen anschauen. Dann können wir gern weiterreden.
Hallo September!
Dies & DasIm September werde ich …
… im Fitnessstudio schwitzen
… zur Thai Massage gehen
… L zur Ergotherapie bringen
… L zur Kinderärztin
… und zur Klavierstunde begleiten
… L auf Klassenfahrt verabschieden
… Besuch von meinen Eltern bekommen
… einen halben freien Tag für mich haben
… am Open Space Friday teilnehmen
… leckeres Essen zubereiten
… lesen
… entschleunigen
… den Altweibersommer und das Leben genießen
Freitag, 30. August 2024 – Großbreitenbach
Alltagsschnipsel, Reisen & AusflügeIch habe gut geschlafen, nachdem sich L gestern Abend schließlich doch von mir knuddeln ließ und allmählich zur Ruhe kam. Eine Mücke hörte ich diesmal zum Glück nicht.
Mein Beerenmüsli mit Apfelstücken und Pflanzenmilch aß ich zum Frühstück. Zum Mittag gab es Salat und abends Nudeln mit Tomatensoße.
Heute schaffte ich es endlich, wieder ins Fitnessstudio zu gehen. Nach der kurzen Erwärmung auf dem Crosstrainer konnte ich sogar alle Muskelgruppen trainieren.
Mein Arbeitstag war sehr ruhig. Einige Kolleg*innen hingen nach wie vor ziemlich durch.
Der eine Punkt, den ich gestern beim Anschauen des Mathetests gefunden hatte, reichte tatsächlich für die Note 1. Das kam für L und mich unerwartet und freute uns natürlich sehr. In der Hortzeit am Nachmittag arbeiteten einige Kinder an einem Tauschheft, eine Art Stickerheft. L nahm im Rahmen des FREIdays am Projekt Mitfahrgelegenheiten teil, fand den ersten Teil dazu ein wenig langweilig, den zweiten, bei dem es um konkrete Lösungsvorschläge ging, dann wesentlich interessanter.
Nach dem Abholen aus der Schule fuhren L und ich direkt nach Großbreitenbach, das mitten im Thüringer Wald liegt, auf den Campingplatz. Dort trafen wir auf meine Schwiegermama, meine Schwägerin M und meinen Neffen M. Die drei zeigten uns das Bungalow und den tollen Spielplatz. Abends spielten wir gemeinsam.
Direkt vor unserem Bungalow zeigte sich am Abend ein niedliches Eichhörnchen.
Was heute schön war:
– Fitnessstudio
– unfall- und staufreie Autofahrt
– frische Luft
– lesen
– Französischübungen in der Duolingo App
Eindrücke des Tages:




Donnerstag, 29. August 2024 – Schreianfall
AlltagsschnipselIch habe nicht so gut geschlafen. Das passiert mir leider immer, wenn ein Buch so spannend ist und ich unbedingt wissen möchte, wie es weitergeht, aus Vernunftgründen aber versuche zu schlafen. Ich war einen Großteil der Nacht in einer Art Halbschlaf gefangen. Irgendwann am Morgen hörte ich zudem eine Mücke um meinen Kopf herum kreisen. Beim Aufstehen war ich glücklicherweise dennoch fit.
Gefrühstückt habe ich mein Beerenmüsli mit Pflaumen und Pflanzenmilch, mittags aß ich den restlichen Salat von gestern und Süßkartoffelpommes und abends gab es eine Brotzeit.
Mein Arbeitstag bestand nur aus einem Termin. Ich konnte mich deshalb gut um die Vorbereitungen für die anstehenden Messeauftritte kümmern.
L hatte erneut hitzefrei. Der dritte Unterrichtsblock und somit die ersten beiden Französischstunden entfielen. Laut L sollen diese nächste Woche anstelle von Werken nachgeholt werden. Das Theaterstück zum Thema „Sexueller Missbrauch“, das heute aufgeführt wurde, war wohl sehr kindgerecht gemacht. Trotz der Schwere der Thematik hatten die Kinder Freude dabei und eine Menge gelernt, unter anderem richtiges Verhalten, wenn Dinge passieren, die sie nicht wollen. Die Nummer gegen Kummer bekamen sie auch. Im Mathetest hat L die Note Zwei geschrieben. Beim Anschauen des Tests fand ich noch einen Punkt, den L morgen der Lehrerin zeigen soll. Vielleicht wird dann sogar noch ein Plus hinter die Zwei gesetzt.
Nach Ls Klavierstunde am Nachmittag, auf die sie mal wieder nur mäßig viel Lust hatte, fuhren wir zum Cospudener See (Cossi) und trafen dort auf CE und ihre Familie. Die Abkühlung im See tat uns allen ganz gut.
Weil sich die Mädels nicht voneinander trennen wollten, durften L und ich sogar Abendbrot bei CE zu Hause essen.
Eine Mischung aus Erschöpfung und/oder leichtem Sonnenstich ließen L abends kurz vor dem Schlafengehen komplett durchdrehen. Meiner Ansicht nach wusste L selbst nicht mehr, weshalb sie so viel weinte, schrie und um sich trat. Sie ließ sich partout nicht beruhigen. Es kostete mich sehr viel Energie, ruhig zu bleiben und nicht ebenfalls herumzuschreien. Ich kann sowas einfach nicht leiden. Einen Schreianfall in dieser Intensität hatten wir echt seeehr lange nicht mehr. So schnell brauche ich den bitte auch nicht wieder.
Was heute schön war:
– Ls gute Note im Mathetest
– Baden im Cospudener See
– Abendessenseinladung
– lesen
– Englischübungen in der Duolingo App

Mittwoch, 28. August 2024 – Ruhiger Abend
AlltagsschnipselL und ich sind gestern Abend nicht ganz so spät ins Bett gegangen. Wir haben gut geschlafen, waren morgens aber dennoch ziemlich müde, als der Wecker zum Aufstehen klingelte.
Ein Beerenmüsli mit Himbeeren und Pflanzenmilch aß ich zum Frühstück, mittags und abends gab es ein kleines Buffet, bestehend aus einem leckeren Salat, asiatischen Nudeln und Rührei.
Heute hatte ich einiges zu tun. Ich kümmerte mich neben der Teilnahme an den Meetings um das Schreiben und Überarbeiten einiger Texte für unseren Social Media Auftritt. Zudem trieb ich das Onboarding einer neuen Kollegin voran. Nebenher warteten zig E-Mails und Slack-Nachrichten auf ihre Beantwortung. Der Arbeitstag ging schnell vorüber.
Der dritte Unterrichtsblock fiel aufgrund der Hitzefrei-Regelung aus. Somit hatten die Kinder heute keinen Englischunterricht. Dadurch konnte ich ein paar Minuten eher in der Schule sein und L abholen. Wir brauchten diesmal nicht durch den Berufsverkehr hetzen, um rechtzeitig in der Ergotherapiepraxis anzukommen. Das war angenehm. Der Mathetest wurde geschrieben. L hat alle Aufgaben geschafft. Sie hat ein gutes Gefühl. Laut ihrer Klassenlehrerin wird es auf diesen zwei Noten geben: eine auf die (richtigen) Ergebnisse, eine auf das ordentliche und korrekte Schreiben der Zahlen. Ich bin gespannt.
Nach der Ergotherapie wollten L und ich zum See fahren und baden. Auf dem Weg dorthin schlief L im Auto ein. Als wir auf dem Parkplatz beim See ankamen, meinte L, sie sei zu müde und hätte keine Kraft mehr zu baden. Also fuhren wir nach Hause und ließen den Abend gemütlich und ruhig ausklingen. So konnte ich lange in einem neuen Buch lesen.
Was heute schön war:
– sonnengetrocknete Wäsche
– lesen
– Schwedischübungen in der Duolingo App
Dienstag, 27. August 2024 – Ls Förderung
AlltagsschnipselL und ich sind gestern Abend ziemlich spät ins Bett gegangen, haben nachts gut geschlafen und waren heute Morgen zur Aufstehzeit – Überraschung! – noch sehr müde.
Zum Frühstück aß ich mein Beerenmüsli mit Heidelbeeren und Milch, mittags gab es zwei belegte Toastbrotscheiben und abends bereitete ich uns Kartoffel-Wedges zu.
Mit einem Kollegen tauschte ich mich zu den bevorstehenden Messeauftritten aus. Es ist nun einiges dafür zu tun, um das ich mich in dieser Woche kümmern soll. Ansonsten freute ich mich sehr über die wieder funktionierende VPN-Verbindung zum Server des Mutterkonzerns. Die Umstellung war sehr einfach und klappte auf Anhieb. So konnte ich gleich wichtige Überweisungen tätigen und die Belege anschließend unserer Finanzbuchhalterin im Unternehmen online zur Verfügung stellen.
Kein Gejammer und Gemecker am Morgen. Die Lust auf Schule war bei L offenbar groß genug, um keine schlechte Stimmung zu verbreiten. Das kommt in letzter Zeit selten vor und war somit sehr schön.
Am späten Nachmittag holte ich nicht nur L, sondern auch ihre beiden Schulfreundinnen YW und EB ab. EBs Abholung war spontan. Zu viert aßen wir erstmal ein leckeres Eis, ehe wir zu uns nach Hause fuhren.
Während die Mädels überwiegend draußen spielten, kehrte und wischte ich den Bereich unter und hinter unserer Couch. Anschließend stellte ich neue Barrieren auf, die Elli daran hintern sollen, die Tapete von der Wand zu knabbern. Ich bin gespannt.
Mit Ls Klassenlehrerin besprach ich das zukünftige Vorgehen bezüglich ihrer schulischen Förderung, vorrangig im Bereich der Rechtschreibung, nachdem ich sie über den Status quo (Ergotherapie, Klavierunterricht, Augenuntersuchung) informiert hatte.
Die Lehrerin ist nach wie vor sehr entspannt, glaubt an L und ist sich sicher, dass sie die dritte Klasse packen wird. Erst in diesem Schuljahr lernen die Kinder die Rechtschreibregeln, sodass L derzeit nicht hinter der Klasse hinterherhinkt. Wenn wir also feststellen, dass L eine der Regeln nicht gut versteht, können wir somit gezielt ansetzen und sie fördern.
Die Lehrerin ist meiner Meinung, dass L wöchentlich außerhalb der Schule genug Förderprogramm wahrzunehmen hat und es kontraproduktiv wäre, sie um hundert Uhr mit Nachhilfestunden zu überfallen. Die Förderung soll also zum größten Teil in der Schule erfolgen.
Was heute schön war:
– Förderperspektive für L
– Eis essen
– Playdates für L
– sonnengetrocknete Wäsche
– Italienischübungen in der Duolingo App
– lesen
