Samstag, 26. Oktober 2024 – Konzert & Gartensaisonausklang

Alltagsschnipsel

Geschlafen habe ich nur bis um sieben, obwohl es gestern Abend recht spät ins Bett ging. L holte ich nämlich abends halb zehn von ihrer Schulfreundin CE ab. Sie wollte bei dieser übernachten, entschied sich aufgrund ihres Heimwehs aber doch dagegen. Ich freue mich auf den Tag, an dem es für L klappt. Sie will es so sehr. 
Ein leckeres Beerenmüsli mit Banane und Pflanzenmilch aß ich zum Frühstück, mittags holte ich L und mir je ein Pizzastück an einem Verkaufsstand in der Leipziger Innenstadt und abends wurde gegrillt.

L und ich fuhren am Vormittag nach langer Zeit mal wieder mit der S-Bahn in die Leipziger Innenstadt. Dort angekommen, machten wir uns auf den Weg in die Oper Leipzig, die ich bisher noch nicht von Innen gesehen hatte. Vor einigen Monaten fragte Leipzig-A, ob wir ebenfalls zu dem Mitmachkonzert gehen möchten und organisierte die Tickets. 
Ls Schulfreundin EB kam leicht verspätet mit ihrer großen Schwester an. Wir hatten den beiden Plätze freigehalten. Die beiden Mädels saßen während des gesamten Konzerts, das sehr schön und liebevoll gemacht war, mit einer Miene da, als hätten wir sie zu einem dreistündigen politischen Vortrag des derzeitigen Bundeskanzlers mitgenommen. Im Nachgang erzählte mir L allerdings, sie hätte gern mitgemacht und mitgesungen, hat sich allerdings wegen EB nicht getraut. Und EB wiederum wirkte zwar nach Außen hin cool und gelangweilt, aber wir konnten sie dennoch ab und an dabei beobachten, wie sie mitsang, lachte und klatschte. Die Vorpubertät ist schon was schönes.
Nach dem einstündigen Konzert bummelten L und ich durch die Stadt. In einem Bekleidungsgeschäft wurden wir beim Anblick zweier total niedlicher Pullover für L schwach, kurz darauf im Buchladen für uns beide. Mein trotziges Verhalten, das an dem Tag begann, als ich die hohe Betriebskostennachzahlung erhielt, und seitdem bewirkt, Geld auszugeben, das lieber für kommende Nachzahlungen gespart werden müsste, ist offensichtlich immer noch nicht vorbei. UND ES IST MIR EGAL! (An dieser Stelle bitte ein irres Lachen vorstellen.)
Nach einer kleinen Verschnaufpause zu Hause setzte sich L an ihren Vortrag und begann, diesen abzuschreiben.
Nachmittags machten wir uns auf den Weg in den Garten von Leipzig-S. Dort wurde ich mehrfach von Hund Sukhi abgeschlabbert. L und ihre Schulfreundin LK spielten die ganze Zeit friedlich miteinander, während wir Erwachsenen den Garten winterfest machten. Als die Arbeit erledigt war, wurden der Grill und eine Feuerstelle angezündet. Über letztere hielten wir nach dem Abendessen Marshmallows.

Was heute schön war:  

– länger schlafen
– Mitmachkonzert „Feuer, Wasser, Sturm“ in der Oper Leipzig
– Stadtbummel
– Playdate für L
– Gartenarbeit und Saisonausklang
– Italienischübungen in der Duolingo App

Eindrücke des Tages:

Himmelspost an M

Dies & Das, Persönliches

Mein lieber M,

ich habe kürzlich in einem Bericht gelesen, dass in Deutschland die Zahl der Milliardär*innen angestiegen ist. Milliardär*innen! Diese Vermögen sind so unglaublich weit weg von denen des einfachen Volks. Sicherlich wird es darunter die ein oder andere Person geben, die sich das Geld durch harte Arbeit verdient hat. Die allermeisten werden es dennoch vererbt bekommen haben.

Solche Berichte gehen mittlerweile nicht mehr spurlos an mir vorbei. Sie bestärken mich sogar darin, im Umgang mit dem L und mir zur Verfügung stehenden Geld nichts falsch zu machen. Ich führe seit 2022 eine strenge und centgenaue Finanzplanung, spare wenn möglich jeden Euro, hinterfrage mittlerweile die Notwendigkeit eines jeden Einkaufs und bin dennoch darauf bedacht, das Hier und Jetzt nicht komplett aus den Augen zu verlieren. Ein kleiner Teufelskreis. Das alles zusammen gestaltet sich nämlich seit einigen Monaten immer schwieriger. Das Geld ist immer weniger wert und es fällt mir zunehmend schwerer, uns guten Gewissens etwas Schönes zu gönnen. Wenn ich nicht aufpasse, werde ich zu einer knauserigen Frau, die vergessen hat zu leben.

Oft wird gesagt, dass jede Person ihres eigenen Glückes Schmied ist. Dem kann ich nicht zu einhundert Prozent zustimmen. Seit einer Weile überlege ich, mir einen Minijob zu suchen, um ein paar Euro hinzuzuverdienen. Ich merke aber, dass hierfür die Zeit noch nicht gekommen ist. L kann nach wie vor nicht alleine zu Hause bleiben. Zudem bin ich nach meinem Arbeitstag und der Rolle als Vollzeit-Mama ohne Pause oft sehr erschöpft. Ich spüre zwar, dass sich mein Körper und Geist von dem großen Trauma allmählich erholen und ich mir sukzessive wieder mehr zumuten kann und sollte, ich bezweifle aber, dass es richtig ist, mir aktuell noch mehr Arbeit aufzubürden. Im kommenden Jahr möchte ich mich intensiv der Trauerarbeit widmen. So bleibt der Gedanke des Nebenjobs also vorerst ein Zukunftsthema. 

Es ist schwierig, in Zeiten von Instagram, YouTube und TikTok bodenständig, bescheiden und rundum zufrieden zu bleiben. Auch wenn ich nichts davon nutze, bekomme ich durch Erzählungen oder ungefragte Werbung mehr als genug vom vermeintlich schillernden Leben der anderen mit. L mittlerweile ebenso. Tatsächlich prallen viele solcher Einblicke in diese Luxus-Leben bereits erfolgreich an mir ab. Ich bin glücklich und mag mein Leben so wie es ist. Dieser Schnickschnack passt nicht zu mir.
Mich werfen jedoch ungeplant hohe Zusatzausgaben aus der Bahn. Wie jede andere Person, die zur Miete wohnt, zahle ich monatlich für die Nebenkosten, den Strom und einen zweiten Strombetrag für unsere Nachtspeicherheizung. Wenn ich bei den jährlichen Abrechnungen schließlich mit Nachzahlungen von insgesamt eintausend Euro konfrontiert werde, frage ich mich wirklich, was hier schief gelaufen ist. Ich hoffe sehr, dass die Nachzahlungen im kommenden Jahr deutlich geringer ausfallen.

Unsere liebe L lebt nun genauso lange ohne dich wie mit dir. Das ist traurig. Die letzten vier Jahre und dreieinhalb Monate sind sehr schnell vergangen. Viel ist passiert und viel wird in den nächsten Jahren noch geschehen. Ich wünsche mir, gesund zu bleiben und alles miterleben zu dürfen.
Ich bin dankbar, dass es Fotos und Videos gibt. So haben wir beide jederzeit die Möglichkeit, in Erinnerungen zu schwelgen, deine Stimme zu hören und dich niemals zu vergessen. 

Deine Katja

Donnerstag, 24. Oktober 2024 – Drei kleine Partygeister 

Alltagsschnipsel

L und ich sind gestern Abend zeitiger eingeschlafen. Ich habe wieder einiges geträumt und wurde vom klingelnden Wecker mitten aus einem Traum gerissen. Etwas verpeilt startete ich in den neuen Tag. 
Gefrühstückt habe ich mein Beerenmüsli mit Apfelstückchen und Pflanzenmilch. Mittags verarbeitete ich die restlichen Nudeln vom Vorabend zu einer Pfanne mit Erbsen und Tofu und abends gab es vier Pizzastücke und Salat.
Für ein Krafttraining ging ich heute ins Fitnessstudio. Erwärmt habe ich mich auf dem Crosstrainer. Es war schön zu merken, wie mein Körper bei den Übungen an den Geräten herunterfuhr. Ich konnte die Entspannung richtig fühlen.

Da unsere wöchentliche Management Abstimmung ausfiel, hatte ich heute einen terminfreien Arbeitstag und konnte mich in Ruhe einigen E-Mails, dem Messeplanungsboard und der Vorbereitung weiterer Mitarbeitendengespräche widmen. Mit den Forecasts komme ich derzeit nicht gut voran, da mir noch zu viele Informationen fehlen.
Laut L gibt es eine neue Französischlehrerin. Hoffentlich ist diese genauso nett wie die jetzige. Sehr zu ihrer Freude fand am Nachmittag die AG Artistik statt. Sehr zu meiner Freude teilte mir L abends mit, dass sie alle Aufgaben des Wochenplans erledigt hat. Das ist eine Premiere.

Am späten Nachmittag fuhr ich mit L und ihrer Schulfreundin CE zum Klavierunterricht. CE und ich hörten L beim Spielen zu. Sie war heute richtig gut.
Anschließend brachte ich uns zu CE nach Hause. Die drei Mädchen dekorierten einen Teil der Räume schaurig-düster für Halloween und schmissen sich selbst in dunkle Kleidung, um uns Erwachsene in abwechselnder Reihenfolge im stockfinsteren Haus zu erschrecken. Eine riesengroße Plüschspinne half ihnen dabei. Gemeinsam aßen wir zwischendrin in großer und fröhlich-lauter Runde Pizza.

Was heute schön war: 

– Morgenspaziergang
– Fitnessstudio
– Playdate für L
– Pizza zum Abendessen
– Englischübungen in der Duolingo App

Mittwoch, 23. Oktober 2024 – Werwölfe im Dorf! 

Alltagsschnipsel

Die Weckfunktion auf meinem Telefon riss mich heute Morgen mitten aus einem Traum. Ich befand mich in der James-Simon-Galerie in Berlin und wollte den Ausstellungsraum gerade verlassen. Durch das abrupte Ende meiner Nacht brauchte ich einige Minuten, um richtig wach zu werden.
Zum Frühstück aß ich ein Beerenmüsli mit Apfelstücken und Pflanzenmilch, mittags gab es Kartoffeln mit Erbsengemüse und Lachsfilet und abends bereitete ich L und mir Nudeln mit Tomatensoße zu.

Mein Arbeitstag bestand größtenteils aus Weihnachtsvorbereitungen. Ich liebe das sehr. In einem Projekt gab es das wöchentliche Update zum Bearbeitungsstand. Unseren Social Media Auftritt für die nächste Zeit besprachen wir im Anschluss. 
Den Kindern wurde heute ein neuer Wochenplan mit fünf Pflichtaufgaben in Deutsch, Mathematik und Sachunterricht ausgehändigt, der bis morgen fertig bearbeitet sein soll. L hat immerhin schon eine Aufgabe in Deutsch erledigt. 

Nachmittags fuhren L und ich mit dem Auto zu ihrer wöchentlichen Ergotherapiestunde. L wirkte motivierter als sonst und konnte sich heute gut konzentrieren und Dinge merken.
L fährt dank ihrer Erzieherin voll auf das Gesellschaftsspiel „Die Werwölfe von Düsterwald“ ab. Die Kinder spielen es oft in der Hortzeit oder auf dem Pausenhof. Heute wurde mir auf Netflix ein aktueller, auf dem Spiel basierender französischer Film angezeigt. Ich schaute mir die ersten dreißig Minuten an und informierte schließlich L, da ich es mit meinem Gewissen und Ls Reife vereinbaren konnte, ihr die Grusel- und Gewaltszenen zuzumuten. Der Film ist schließlich erst ab zwölf Jahre freigegeben. So schauten wir beide kurz darauf den Film. L war begeistert.

Was heute schön war: 

– Weihnachtsplanungen
– lesen
– Film „Die Werwölfe von Düsterwald“
– Schwedischübungen in der Duolingo App

Dienstag, 22. Oktober 2024 – Kaninchenkiste

Alltagsschnipsel

Wir haben gut geschlafen. Gestern schafften wir es sogar wieder etwas zeitiger ins Bett.
Gefrühstückt habe ich ein Beerenmüsli mit Weintrauben und Pflanzenmilch. Zum Mittagessen gab es den restlichen Jasminreis mit Salat und abends selbstgemachte Sandwiches.

Heute hatte ich keinen Termin. Somit stand mir genügend Zeit zur Verfügung, Notizen für die ersten Mitarbeitergespräche anzufertigen und mich auf die im November anstehende Messe vorzubereiten. 
L bekam auf den Mathetest, der vor den Herbstferien geschrieben wurde, die Note eins. Sie veralberte mich anfangs und teilte mir mit, sie hätte eine Drei geschrieben. Nächste Woche wird sie endlich ihre Länderkiste vorstellen und einen Test im Sachunterricht über die Kartoffel schreiben. 

Vormittags wurde Ellis und Waltrauds erste Kaninchenkiste geliefert, die ich bereits sehnsüchtig erwartet habe. Sechs Kilogramm Grünfutter in Form von Salaten und Kräutern befanden sich darin. Die Kräuter stellte ich gleich ins Wasser. Zudem sortierte ich die Salate nach ihrer Frische und möglichen Haltbarkeitsdauer. Circa sieben Tage dürfte das Futter für die beiden reichen.


Den Nachmittag und Abend verbrachte L bei ihrer Schulfreundin YW zu Hause. So hatte ich genügend Zeit, die Kaninchen zu reinigen und erste Weihnachtsgeschenke einzupacken. Da diese allesamt für L waren, trug ich sie zur weiteren Aufbewahrung in den Keller, um L in den nächsten Wochen vor sich selbst zu schützen.

Ich habe mich nach einigen Tagen Bedenkzeit entschieden, für L eine Zahnzusatzversicherung abzuschließen. Sie wird in wenigen Jahren definitiv eine Zahnspange brauchen. Zudem musste M oft Zahnbehandlungen über sich ergehen lassen, die mir bis dato völlig unbekannt waren. L hat definitiv seinen Kiefer geerbt. Ich mag gar nicht wissen, was auf sie einmal zukommen könnte. Da ist der kleine Monatsbetrag sehr gut investiert.   

Was heute schön war: 

– Morgen- und Abendspaziergang
– Kaninchenkiste
– Thai Massage
– Playdate für L
– lesen
– netflixen
– Italienischübungen in der Duolingo App

Montag, 21. Oktober 2024 – Guter Start in die Woche

Alltagsschnipsel

Ich habe gut geschlafen und viel geträumt. Ab halb fünf wachte ich jede halbe Stunde auf, um kurz auf die Uhr zu sehen. Viertel nach sechs stand ich schließlich auf. L war zwar nicht glücklich, so zeitig aufstehen zu müssen, zog aber gut mit.
Zum Frühstück gab es Beerenmüsli mit Weintrauben und Pflanzenmilch, mittags aß ich Jasminreis mit Tomatensoße und abends Jasminreis mit Tomaten-Gurke-Mozzarella-Salat.
In meiner Mittagspause nutzte ich das warme Wetter für eine kurze Laufrunde von vier Kilometern. Heute war ich wesentlich schneller unterwegs als vor drei Wochen.

Meine Urlaubswoche ist vorbei. Ich startete am Morgen in den Arbeitstag und sichtete zunächst zig E-Mails, von denen etliche auf ihre Beantwortung warteten. Auf jedes Board in YouTrack, dem ich zugewiesen wurde, schaute ich drauf, um auf dem aktuellen Stand zu sein. Zwischendrin fanden unsere montäglichen Abstimmungstermine statt. Es geht mit immer größeren Schritten in die Jahresendphase. Ich bin sehr gespannt, was in den verbleibenden zwei Monaten noch an Projekten auf uns zukommt.
L hatte ihren ersten Schultag. Kaum hatten wir uns an der Ampel vor der Schule verabschiedet, fiel mir siedend heiß ein, dass wir vergessen haben, Mittagessen zu bestellen. Glücklicherweise konnte dank ihrer Erzieherin ein Essen für sie nachgebucht werden. Auf ein Bild im Kunstunterricht bekam sie die Note 2. Das Bild hängt nun bei uns am Kühlschrank.   

Unkompliziert und schnell stellte mir die Kinderarztpraxis ein neues Rezept für Ls Medikament aus. Dieses holte ich ab und löste es gleich in der Apotheke ein. 
Nachmittags nahmen wir Ls Schulfreundin EB mit nach Hause. Die Kinder spielten einen Großteil der Zeit bei etwa zwanzig Grad Celsius draußen und anschließend im Kinderzimmer. Das iPad blieb tatsächlich die ganze Zeit unbenutzt.
Als EB von Leipzig-A, mit deren Alltag ich wirklich nicht tauschen möchte, abgeholt wurde, räumte L ihr Kinderzimmer auf. Parallel bestellten wir für diese und nächste Woche Schulmittagessen. L übte noch ein wenig auf dem Klavier, ehe wir es uns gemeinsam auf der Couch gemütlich machten. Elli leistete uns dabei Gesellschaft. 

Was heute schön war:  

– Morgenspaziergang
– Joggingrunde
– Playdate für L
– netflixen
– Französischübungen in der Duolingo App
– lesen

Ein Wochenende im Oktober

Alltagsschnipsel

Dieses Wochenende haben L und ich erneut mit schönen Erlebnissen gefüllt. Morgen geht für L nach über zwei Wochen Herbstferien wieder die Schule los.


Samstag, 19. Oktober 2024


Ich konnte endlich wieder sehr gut schlafen. Ich wachte ausgeschlafen um acht Uhr morgens auf und las noch eine Weile im Internet. Irgendwann stand ich auf, um den Kaninchen Elli und Waltraud Frühstück vorzubereiten. Während ich das Futter abwog, um nicht zu viel zu verfüttern, beobachteten mich die beiden genau und folgten mir auf Schritt und Tritt. Als die beiden schließlich glücklich über ihre Futternäpfe herfielen, kuschelte ich mich zurück unter Ls Bettdecke. Gegen neun Uhr wachte schließlich auch sie auf.

Nach unserem Frühstück widmete ich mich meiner Finanztabelle und fand tatsächlich auf beiden Konten ein paar wenige Euro, die ich für den Einkauf von Lebensmitteln und als Taschengeld für uns ausgeben werde. Als ich fertig war, verspürte L bereits Appetit auf ein frühes Mittagessen. Wir einigten uns auf Nudeln mit Tomatensoße. 
Nun wurde es Zeit für unsere Badrunde, damit wir die Wohnung rechtzeitig für die geplanten Aktivitäten verlassen konnten. 

Zuerst fuhren wir im nahegelegenen Discounter einkaufen. Einige Lebensmittel mussten für die kommende Woche dringend nachgekauft werden. Da die erste mit Grünfutter gefüllte Kaninchenkiste doch erst Anfang nächster Woche geliefert wird, holte ich etwas Salat für Elli und Waltraud, damit die beiden über das Wochenende nicht verhungern. So wenig Grünfutter habe ich für die beiden noch nie gekauft. 
Anschließend fuhren wir mit dem Auto weiter zu einer Apotheke, um ein Rezept für ein Medikament für L einzulösen. Die Apothekerin teilte uns jedoch mit, dass es dieses Medikament schon lange nicht mehr auf dem Markt gibt und schrieb uns zwei Alternativen auf. Nun werde ich nächste Woche Ls Kinderärztin um die Ausstellung eines neuen Rezepts bitten müssen.

Kurz vor dreizehn Uhr parkten wir das Auto vor dem Wohnhaus von Ls ehemaligem Klassenkameraden LK. Mit ihm und seiner Mama fuhren wir wenig später gemeinsam in den Tierpark Lützen.  
Beide Kinder hatten viel Energie und rannten über das weitläufige Gelände. Zwischendurch fütterten sie die Tiere. Besonders schmerzlich war für mich der Anblick der leeren Vogelvolieren. Der Tierpark hat erst seit wenigen Tagen wieder geöffnet. Zuvor ging dort die Vogelgrippe herum und ausnahmslos alle Vögel mussten eingeschläfert werden. Das ist so traurig. 


Nach einem schönen Spaziergang bei achtzehn Grad Celsius machten wir es uns schließlich mit einem leckeren Stück Kuchen im Außenbereich gemütlich. In der im Tierpark integrierten Bäckerei holte ich für L und mich ein frisches Holzofenbrot. L und LK spielten zusammen und kamen nur gelegentlich zu uns an den Tisch. 

Als wir am frühen Abend wieder zu Hause waren, säuberte ich Ellis und Waltrauds Stall und Gehege. Bevor es frisches Futter für beide gab, half mir L dabei, Waltraud das Antibiotikum zu verabreichen. Es wird von Tag zu Tag leichter.

Den restlichen Abend ließ ich gemütlich auf der Couch mit einem Netflix-Film und Schwedischübungen in der Duolingo App ausklingen. Dabei ließ ich mir das frische, sehr leckere Brot schmecken.  


Sonntag, 20. Oktober 2024 


Um halb neun wachte ich heute Morgen ausgeschlafen aus. Ich durchforstete zunächst meine Lieblingsseiten im Internet und stand schließlich auf, um den Kaninchen das Frühstück zuzubereiten. Beide schienen ausgehungert zu sein, folgten mir direkt in die Küche und stürzten sich wenig später auf ihre vollen Futternäpfe. Das erwärmt mir jeden Tag aufs Neue das Herz. 
Kurz vor halb zehn wachte auch die liebe L auf. Das wird morgen eine kleine Herausforderung werden, wenn der Wecker wieder beizeiten klingelt. Wir kuschelten eine Weile, ehe ich uns das Frühstück zubereitete.  

Satte, zufriedene Kaninchen


In den Vormittag bummelten wir gemütlich hinein. Jede tat, worauf sie Lust hatte. In ein paar Rollenspiele, die sich L erdachte, wurde ich mit involviert. 
Gegen elf Uhr gingen L und ich ins Bad und machten uns fertig für den Tag, denn eine Dreiviertelstunde später wurden wir von Ls ehemaligem Klassenkameraden LK und seiner Mama abgeholt. Gestern im Tierpark hatten wir beschlossen, die Kinder heute für zwei Stunden im Indoor Kletterwald klettern zu lassen. Wir fuhren im Auto nach Leuna. Dieses große Einkaufscenter war mir bisher völlig unbekannt. 

Für die freudig erregte L waren die Parcours anfangs eine sehr große Mutprobe und es kullerte das ein oder andere Tränchen, weil das Klettern nicht so klappte wie erhofft. Nachdem sie aber Vertrauen in die Sicherung und in sich selbst gewonnen hatte, klappte jeder Schritt immer besser und sie hatte Spaß. Ein Parcours namens Flying Fox stellt meinen persönlichen Albtraum dar. Interessanterweise hatte L hier keinen Bammel vor der Höhe und durchlief diesen mehrfach hintereinander.


Als wir nachmittags wieder zu Hause waren, packten L und ich ihren Ranzen für den morgigen Tag. Die Brotdose bereitete ich ebenfalls vor. Anschließend setzte ich mich an ihren Vortrag über das Land Italien und trug wichtige Daten zusammen. L sah sich meine Notizen an, teilte mir ihre Änderungswünsche mit, sprach den Vortrag einmal durch und hat nun wesentlich weniger Angst vor der Vorstellung der Länderkiste als heute Morgen. In der kommenden Woche wird sie sich die Stichpunkte abschreiben und den Vortrag ein paar Mal üben. Dann wird das schon klappen.

Zum Abendessen wünschte sich L Waffeln, die ich im Waffeleisen zubereitete. Ich war noch von der Pizza, die ich im Indoor Kletterwald gegessen hatte, satt und brauchte nichts mehr.
Ellis und Waltrauds Stall und Gehege säuberte ich und wog ihr Grünfutter ab. L half mir dabei, das Antibiotikum in Waltrauds Ohr tröpfeln zu lassen.
Da ich es die letzten Tage verschwitzt hatte und/oder immer etwas anderes dazwischen kam, nahm ich abends die Wäsche vom Wäscheständer und hing kurz darauf frisch gewaschene wieder zum Trocknen auf. Darunter befinden sich auch vier der fünf neuen Hosen für L und meine Sportsachen. Beides wird nächste Woche dringend benötigt. 

Den restlichen Abend lasse ich nun entweder lesend oder fernsehend ausklingen. Oder beides. Englischübungen in der Duolingo App absolviere ich auch noch. L wird sich definitiv zeitiger bettfertig machen. Ich hoffe, dass sie schnell einschläft, damit sie morgen aus dem Bett kommt. 

Unser Herbsturlaub – Deutsches Hygiene-Museum Dresden

Alltagsschnipsel, Reisen & Ausflüge

Ich bin gestern Abend zu einer okayen Zeit ins Bett gegangen und schnell eingeschlafen. Kurz vor drei Uhr wachte ich auf und konnte zweieinhalb Stunden lang nicht mehr einschlafen. Ich dachte in der Zeit über alles Mögliche nach. Irgendwann fand ich zurück in den Schlaf und hatte direkt einen Albtraum. Ich träumte, dass L und ich erst nachmittags halb drei aufwachten. Zerknirscht sah ich auf meinem Telefon mehrere Anrufe in Abwesenheit und musste Dresden-J mitteilen, dass wir verschlafen haben und erst gegen halb vier bei ihr aufschlagen können. Somit war unsere Tagesplanung hinfällig. Die vorgegebene Zeit für den Hotelcheckout hatten wir auch verpasst. Glücklicherweise wachte ich heute vor um neun auf, L kurze Zeit später. Alles war somit in Ordnung.   
Bei einer Bäckerei in der Nähe des Hotels holten L und ich uns Frühstück. Für mich gab es ein Körnerbrötchen, belegt mit Tomate und Mozzarella. Am Nachmittag aß ich eine Portion Gebratenen Reis, die ich mir mit L teilte. Abends gab es eine Brotzeit.  

Vormittags trafen wir uns mit Dresden-J und liefen gemeinsam zum Hygiene-Museum. L hatte zwischendurch immer mal wieder keine Lust, noch länger zu Fuß zu gehen, hielt aber dennoch gut durch. Im Museum selbst waren die müden Beine schnell vergessen und wir hatten viel Freude an den Ausstellungsstücken in der Dauerausstellung und im Kindermuseum. Vieles davon darf berührt werden. Experimente gibt es ebenfalls zuhauf. Einer Doktorantin halfen wir bei der Vorbereitung ihrer Doktorarbeit, indem wir ihr als Testpersonen zum Thema Geruch zur Verfügung standen. Die Stunden verflogen nur so. Dresden-J und ich stimmten darin überein, dass der Name des Museums unglücklich gewählt wurde und ein bisschen langweilig klingt. 
Nachmittags verließen wir das Museum in Richtung Dresdener Innenstadt und nahmen bei einem asiatischen Imbiss in der Centrum-Galerie ein spätes Mittagessen ein. L bekam danach einen Bubble Tea.
Abends kamen L und ich mit einem Hauch Resthelligkeit wieder gut zu Hause an und freuten uns über ein Wiedersehen mit Elli und Waltraud. 

Seit wenigen Tagen wiege ich Ellis und Waltrauds Futter ab, nachdem uns die Tierärztin mitteilte, dass Elli ein paar Gramm zu viel auf ihren Rippen hat. Pro Kilogramm Körpergewicht soll ein Kaninchen zweihundert Gramm Futter erhalten. Da beide in etwa zwei Kilogramm wiegen (sollten), macht das pro Tag vierhundert Gramm Futter pro Tier. Nun stelle ich vierhundert Gramm Grünfutter morgens und vierhundert Gramm abends bereit. Vierhundert Gramm Grünfutter sind viel weniger als ich dachte. Die Rationen sehen jetzt sehr wenig aus. Ich habe Elli und Waltraud in den letzten Monaten wirklich viel zu viel Futter gegeben. Gut gemeint und gut gemacht sind wirklich nicht immer dasselbe.  

Was heute schön war: 

– Treffen mit Dresden-J
– Spaziergang
– Museumsbesuch
– unfall- und staufreie Autofahrt
– Italienischübungen in der Duolingo App
– netflixen

Eindrücke des Tages:

Unser Herbsturlaub – Besuch in Dresden

Alltagsschnipsel, Reisen & Ausflüge

Ich habe gar nicht mal so gut geschlafen und befand mich die meiste Zeit über eher in einem leichten Schlaf. Komischen Quatsch träumte ich auch. Kurz nach halb neun wachte ich auf und blieb es gleich, obwohl ich noch sehr müde war. 
Zum Frühstück gab es mein leckeres Beerenmüsli mit Weintrauben und Pflanzenmilch, mittags bereitete ich uns Nudeln mit Tomatensoße zu und abends teilte ich mir mit L eine Riesenpizza.

Wir starteten entspannt in den Vormittag. Ich mag das sehr.
Den Kaninchenstall und das -gehege säuberte ich gründlich und stellte abgewogenes, frisches Grünfutter für Elli und Waltraud bereit. Waltraud bekam ihr Antibiotikum, das ich ihr ins rechte Ohr tröpfeln ließ, während L sie (mit allen nur erdenklichen Tricks) festhalten musste. 
Gegen halb drei fuhren wir im Auto nach Dresden. Wir kamen gut durch. Einzig die letzten zehn Kilometer auf der Bundesstraße kurz vor unserer Abfahrt waren unschön, da ein Lkw so dicht an unser Auto auffuhr, dass ich schon einen Unfall auf uns zukommen sah. Falsch gemacht habe ich nichts. Beide Spuren waren voll von Autos und ich hielt mich wie alle anderen auch an das vorgegebene Tempo. Wäre ich schneller gefahren, wäre ich dem Auto vor mir aufgefahren. 
Lustigerweise trafen wir bei Ankunft und Parkplatzsuche direkt Dresden-J, mit der ich zwar regelmäßig telefoniere, die ich aber seit über zwei Jahren nicht mehr gesehen habe. Wir wechselten ein paar Sätze, verabredeten uns für den frühen Abend und machten uns erstmal auf den Weg in unser Hotel. Das Einchecken ging problemlos vonstatten und L und ich machten es uns eine Dreiviertelstunde lang im Hotelzimmer bequem.  
Zu viert fuhren wir am Abend mit dem Auto in die Dresdener Innenstadt. Erster kurzer Halt war die Carolabrücke, die vor wenigen Wochen in sich zusammengefallen ist. Zum Glück ist damals niemandem etwas passiert. Dann ging es weiter ins Restaurant L’Osteria. L und ich teilten uns eine sehr große Pizza, die wir auf jeder Hälfte mit anderen Zutaten belegen ließen. Die Pizza war sehr lecker. Sehr zu meiner großen Freude wurden wir zum Abendessen eingeladen.   

Ich habe mich entschieden, ein Abonnement für eine sechs Kilogramm schwere Kaninchenkiste abzuschließen. So dürfte ich in Zukunft etwas günstiger davonkommen und brauche nicht mehr alle zwei, drei Tage in den Supermarkt flitzen, um für Elli und Waltraud Nachschub an frischem Grünfutter zu besorgen. Abwechslungsreicher dürfte es ebenfalls werden, denn ab und an sind Salate, Kräuter und Gemüsesorten dabei, die nur unter größerem Aufwand beschafft werden können. Die Kiste wird wöchentlich geliefert. Ich freue mich. 

Was heute schön war:

– Kaninchenkiste abonniert
– unfall- und staufreie Autofahrt
– gemütliches Hotelzimmer 
– Treffen mit den beiden Dresden-Js
– Pizza zum Abendessen
– Französischübungen in der Duolingo App

Eindrücke des Tages: 

Unser Herbsturlaub – Jump House

Alltagsschnipsel

L und ich sind gestern Abend etwas zeitiger ins Bett gegangen. Um kurz nach halb neun war ich heute ausgeschlafen. Durch ein lautes Poltern aus dem Wohnzimmer wurde L wenige Sekunden nach mir wach. Ich schaute nach, was den Krach verursacht hatte, und fand einen Teil von Ls Playmobilmöbeln auf dem Fußboden verstreut vor. Eine der beiden Kaninchen, vermutlich Waltraud, wird wohl mit dem Playmobilhaus gespielt haben. 
Gefrühstückt habe ich ein Beerenmüsli mit den restlichen Weintrauben, Kiwi und Pflanzenmilch. Zum Mittagessen und Abendbrot gab es jeweils Asia-Nudeln, Basmatireis, Rührei mit Räuchertofu und Salat aus Gurke, Tomaten und Räuchertofu.
Zwei Stunden Springen im Jump House gehen heute definitiv als Sportprogramm durch. Ich kam ordentlich ins Schwitzen und meine Beine fühlten sich für den restlichen Tag schwer und müde an.

L und ich konnten gemütlich in den Vormittag starten. Während L Zeit hatte, um mit ihrem neuen Kuscheltier zu spielen, widmete ich mich lange meinem Terminkalender und der Wäsche.
Nachmittags machten wir uns auf den Weg ins Jump House in Leipzig. Ich war bisher noch nicht hier und hatte L versprochen, dass wir gemeinsam in den Herbstferien hingehen. Wir hatten sehr viel Spaß. Ich habe mich mehrmals getraut, aus drei (?) Metern Höhe auf einen Airbag zu springen. Normalerweise scheitere ich an solchen Herausforderungen aufgrund meiner Höhenangst gepaart mit großem Misstrauen gegenüber der Beständigkeit der Auffangfläche. Beim Zusehen der Aktion „Survival Jump“ hatte ich die (für mich schmerzliche) Erkenntnis, dass mein Perfektionismus nicht nur oft völlig fehl am Platz ist, sondern mir schon so einigen Spaß im Leben genommen hat. Kaum einer Person gelang es bei dieser Aktion dauerhaft gut zu performen und (elegant) über die untere Barriere zu springen. Dafür hatten alle eine Menge Spaß. Ich möchte beim nächsten Mal ebenfalls mitmachen.

Nachdem die Online-Terminbuchung mehrfach fehlgeschlagen ist, rief ich im Autohaus in Markkleeberg an, um einen Werkstatttermin für die jährliche Wartung und den Räderwechsel zu vereinbaren. Innerhalb weniger Sekunden hatte ich einen überaus freundlichen und hochmotivierten jungen Mitarbeiter in der Leitung. Es ist definitiv etwas Wahres dran: Geht jemand freundlich auf seine Mitmenschen zu, reagieren diese ebenfalls zuvorkommend. Ausnahmen bestätigen die Regel. Noch besser als die gute Laune des Mannes war die erfolgreiche Vereinbarung eines Termins am ersten November. 

Was heute schön war:

– ausschlafen
– Zeit für den Terminkalender „Ein guter Plan“
– Werkstattterminvereinbarung 
– Springen im Jump House
– Englischübungen in der Duolingo App

Eindrücke des Tages: