Himmelspost an M

Dies & Das, Persönliches

Mein lieber M,

das Jahr neigt sich nun mit schnellen Schritten seinem Ende entgegen. Nur noch vier Arbeits- und Schulwochen liegen vor L und mir, ehe es in den wohlverdienten und bereits sehnsüchtig erwarteten Weihnachtsurlaub geht. 

In letzter Zeit sagt L öfter, dass sie ihr Leben liebt und sich hier bei mir wohl fühlt. Solche Äußerungen freuen mich ganz besonders, zweifle ich doch regelmäßig an meinen Fähigkeiten als Mama. Offenbar scheine ich nicht alles falsch zu machen.  

Im kommenden Jahr möchte ich mit der Trauerarbeit beginnen. Ich fühle, dass die Zeit dafür gekommen ist. Bestandteil dieses Prozesses wird auch die Analyse meiner Persönlichkeit sein. Ich möchte für mich festlegen, wer und wie ich sein will.  
Ein Auslöser zu diesem Entschluss sind Ls Bemerkungen, ich sei viel zu lieb und nett für diese Welt. Diese Aussage brachte mich ins Grübeln. Wenn eine Achtjährige, der ich durch mein Handeln und meine Worte anderen Menschen gegenüber ein gutes Vorbild sein will, feststellt, dass ich mir zu viel gefallen lasse, wird etwas Wahres dran sein. Ich höre diese Worte nicht zum ersten Mal, jedoch haben sie für mich eine ganz andere Gewichtung, wenn sie von L kommen.
Natürlich möchte ich auch in Zukunft weiterhin nett zu meinen Mitmenschen sein. Aber es schadet sicher nicht, wenn ich lerne, mich besser durchzusetzen, meinen Standpunkt zu verteidigen und mit mehr Nachdruck meine persönlichen Ziele zu erreichen.   

Seit dem 12. November liegt mein geliebter Renault Megane, der kürzlich erst vier Jahre alt wurde, lahm. Das Getriebe ist defekt. Die Werkstatt teilte mir nun mit, dass eine Reparatur des Dienstwagens alles in allem achtzehntausendfünfhundert Euro kostet. Ich bin gespannt, wie sich die Firma entscheiden wird. Streng genommen liegt ein wirtschaftlicher Totalschaden vor.
Von jetzt auf gleich ist es natürlich nahezu unmöglich, ein Ersatzfahrzeug aufzutreiben. L und ich sind also wieder auf die öffentlichen Verkehrsmittel angewiesen. Wir büßen zwar unseren Komfort ein, die Welt geht davon aber nicht unter. Nur für den anstehenden Weihnachtsbesuch im Dezember wünsche ich mir sehnlichst ein Fahrzeug. 

Deine Katja

Ein Wochenende im November

Alltagsschnipsel, Reisen & Ausflüge

An diesem Wochenende hatten L und ich ein letztes Mal vor Weihnachten Besuch von meiner Schwiegermama.


Samstag, 23. November 2024


Am Morgen wachte ich neben L auf ihrer Matratze, die neben meiner am Boden lag, auf. In der Nacht bin ich auf diese gewechselt, da meine beiden die Kälte des Bodens nicht abhielten, sondern an mich weitergaben. Ich habe unendlich gefroren. Ich muss einsehen, dass die als Bodenmatratze Deklarierte ein absoluter Fehlkauf war.
Schon in der Nacht stellte ich bei einem kurzen Toilettengang fest, dass Elli und Waltraud aus dem Gehege ausgebüxt waren. Walli schlief auf dem gemütlichen Sofa, Elli unter dem Couchtisch.  

Für uns drei bereitete ich nach dem Aufstehen ein leckeres Frühstück zu. Die Kaninchen bekamen natürlich auch etwas zu fressen. Danach packte ich für L und mich eine kleine Reisetasche und einen Rucksack mit Reiseproviant. Wir machten uns schließlich alle nacheinander im Bad fertig. Als ich das Gehege der Kaninchen gesäubert und Frischfutter für zwei weitere Mahlzeiten bereitgestellt hatte, fuhren wir im Auto in Richtung des Schlosses in Moritzburg.

Wir kamen gut durch und hatten in Moritzburg großes Glück. Auf dem übervollen Parkplatz fuhr genau in dem Moment, als wir ankamen, ein Auto aus einer Parklücke. So konnten wir diesen Platz einnehmen und mussten keine Extrarunden im Ort drehen.

Halb zwei liefen wir durch die schöne Ausstellung zum Märchenfilm “Drei Haselnüsse für Aschenbrödel”. Wir schlüpften in das ein oder andere Kostüm, bestaunten die Kulissen und erfuhren einige interessante Details und Filmtricks. Erst anderthalb Stunden später waren wir wieder draußen.


Um dem eisigen Wind und den niedrigen Temperaturen zu trotzen, aß jede von uns eine warme Waffel am Stiel. L und ich teilten uns zudem eine Heiße Schokolade. Meine Schwiegermama holte sich einen Kaffee.
Danach fuhren wir zwanzig Minuten mit dem Auto und checkten schließlich im Hotel in Radebeul ein.


Unsere beiden Zimmer waren sehr schön und gemütlich eingerichtet. Wir fühlten uns auf Anhieb wohl.
Nach einer einstündigen Ruhepause begaben wir uns gemeinsam auf die Suche nach einem schönen Restaurant. Wir kehrten schließlich beim Griechen ein und ließen uns jede ein leckeres Gericht schmecken.

Abends spielten wir in unserem Zimmer gemeinsam mehrere Runden des Neinhorn-Kartenspiels und eine Partie Skip-Bo.
Vor dem Schlafengehen machte ich noch ein paar Italienischübungen. 


Sonntag, 24. November 2024


Heute Morgen wachte ich gemeinsam mit L kurz nach halb neun auf. Wir blieben noch eine Weile im gemütlichen Hotelbett liegen, ehe wir uns umzogen und im Bad zurechtmachten. 
Gemeinsam mit meiner Schwiegermama aßen wir eine Stunde später Frühstück. Das Buffet im Hotel war sehr vielfältig und reichhaltig. Für jeden Geschmack war etwas Leckeres dabei.

Wir schauten uns anschließend den Spa-Bereich an. Ich fragte die Mitarbeiterin des hoteleigenen Hallenbads, ob es möglich sei, auf unser Gepäck aufzupassen, während wir baden. Denn so könnten wir schon auschecken und hätten keinen Zeitdruck. Die Mitarbeiterin meinte, dies sei kein Problem.
Wir kehrten also auf unsere Zimmer zurück, um das Gepäck zu holen. L und ich verließen unser Zimmer als erstes und verabredeten uns für halb eins mit meiner Schwiegermama. Wir checkten wie geplant aus und gingen hinunter zum Tresen des Hallenbads, nur um von derselben Mitarbeiterin zu hören, dass die Nutzung doppelt so teuer ist, wenn man kein Hotelgast (mehr) ist. Da wir nur eine Stunde baden und uns anschließend auf die Heimreise begeben wollten, hätte sich der doppelte Preis von insgesamt zwanzig Euro absolut nicht gelohnt. Unverrichteter Dinge verließen wir den Spa-Bereich. L war todtraurig und weinte noch lange in der Hotellobby, in der wir auf meine Schwiegermama, die ich über die Planänderung informierte, warteten. Diese Situation war sehr schade.  

Im Nieselregen brachten wir gemeinsam unser Gepäck zum Auto. Wir beschlossen, die in Sichtweite befindliche Kirche aufzusuchen, um für M zum Totensonntag eine Kerze anzuzünden. Der Gottesdienst war gerade erst zu Ende gegangen. Wir trafen zwar noch vereinzelte Menschen vor der Kirche an, diese war aber bereits verschlossen und wir kamen nicht mehr hinein.

Nach diesem merkwürdigen Vormittag fuhren wir mit dem Auto zurück nach Markkleeberg. Als wir mittags ankamen, verabschiedeten wir meine Schwiegermama sogleich, die noch eine spannende Reise vor sich hatte. Aus irgendeinem Grund fuhr heute keine einzige Regionalbahn direkt nach Erfurt. Sie musste mindestens zweimal umsteigen. Erst nach halb sechs war sie wieder zu Hause.

L und ich begrüßten zuerst Elli und Waltraud. Danach räumte ich unsere Tasche und den Rucksack leer und stellte die Waschmaschine an. Für L bereitete ich ein kleines Mittagessen zu. Ich selbst trank bei Kerzenschein in Gedenken an M und all die anderen bereits verstorbenen Familienmitglieder nur einen Schokocappuccino, da ich noch satt vom Frühstück war.
Weil mir trotz Koffein fast die Augen zufielen, legte ich mich eine halbe Stunde hin und schlief ein. Der Mittagsschlaf war herrlich.
Nach der Ruhepause ging es im Haushalt weiter. Die frisch gewaschene Wäsche wollte aufgehangen und der morgige Schul- und Arbeitstag vorbereitet werden. Zwischendrin gab es noch einen Anfall von L, weil wir vermutlich Material für den morgigen Kunstunterricht falsch zugeschnitten haben. Auch die Elterngruppe auf WhatsApp konnte uns nicht weiterhelfen. 

Den Abend werde ich nun mit dem Märchenfilm „Drei Haselnüsse für Aschenbrödel“ ausklingen lassen. Schließlich muss ich die neu erworbenen Informationen gleich überprüfen, ehe ich die Details wieder vergessen habe. L hat leider keine Lust mitzuschauen. Schwedischlektionen stehen heute auch noch auf dem Plan.

Freitag, 22. November 2024 – Wochenendbesuch

Alltagsschnipsel

Ich habe mit ganz viel Anstrengung und gutem Willen bis um acht ausgeschlafen. Alle Signale meines Körpers, mich vorzeitig aus dem Schlaf zu holen, obwohl ich noch sehr müde war, ignorierte ich erfolgreich. L wachte wieder kurz nach halb neun auf.        
Gefrühstückt habe ich heute nicht. Ich war noch immer sehr vom gestrigen Abendessen satt. Mittags aß ich auf die Schnelle den Rest Rotkraut mit Bratensoße von vorgestern und zwei Stunden später Ls restliche Portion Reis. Abends bereitete ich uns belegte Brote zu.

Ich hatte heute einen Tag Urlaub, L den zweiten variablen Ferientag.

Nach dem Frühstück fuhren L und ich zur Kinderärztin. L erhielt ihre zweite Grippeschutzimpfung.
Anschließend kauften wir ein paar Lebensmittel ein und fuhren zur Poststation. Weil ich ja mitdenke, verschickte ich schon heute drei Überraschungspakete für die Vorweihnachtszeit. Geplant war das Versenden ursprünglich Anfang nächster Woche, aber da habe ich kein Fahrzeug mehr. 
Mittags fand eine Dreiviertelstunde Ergotherapie für L statt. Den Termin für nächste Woche nahmen wir gleich aus den Kalendern. Ohne Auto ist es nahezu unmöglich, zu einer humanen Uhrzeit in der Praxis zu erscheinen. So haben wir am Mittwoch weniger Stress. 
Um Viertel nach drei kam meine Schwiegermama an, die uns über das Wochenende besucht. Gemeinsam fuhren wir abends zur Tankstelle, um das Ersatzfahrzeug für unseren morgigen Ausflug startklar zu haben, in die Apotheke und Kleinigkeiten im Supermarkt einkaufen. Letzteres war spontan. Ich freue mich nun aber über eine neue Thermostrumpfhose, die ich für den bevorstehenden Winter dringend benötige. Den Abend ließen wir zu dritt mit dem Spiel „Qwirkle“ ausklingen. L war richtig gut und gewann am Ende.

Unser Nachtlager schlugen wir in Ls Kinderzimmer auf. Meiner Schwiegermama überließen wir unser Schlafzimmer. Das Gehege von Elli und Waltraud machte ich für die Nacht zu. Ich bin sehr gespannt, ob die beiden das akzeptieren und brav darin verweilen werden.  

Was heute schön war:

– ausschlafen 
– Besuch von meiner Schwiegermama
– Spieleabend
– Französischübungen in der Duolingo App

Donnerstag, 21. November 2024 – Getriebeschaden 

Alltagsschnipsel

So richtig gut geschlafen habe ich in dieser Nacht nicht. Zu viel geht mir im Moment im Kopf herum. Ich bekam die Gedanken kaum zur Ruhe. Um Viertel vor sechs wurde ich heute Morgen wach. Ich gab mir große Mühe, noch mal einzuschlafen. Es gelang mir und ich wachte Viertel nach sieben wieder auf. Dummerweise fühlte ich mich leicht gerädert. Auch heute schlief L bis nach halb neun und ließ sich von nichts und niemandem dabei stören. 
Ich frühstückte am Schreibtisch mein Beerenmüsli mit Weintrauben und Pflanzenmilch. Mittags einigten L und ich uns auf Nudeln mit vegetarischer Bolognese. Abends tätigte ich eine Frustbestellung und ließ uns leckeres vietnamesisches Essen liefern. 

Meinen Arbeitstag verbrachte ich im Homeoffice. Gleich am Morgen fand ein Mitarbeitergespräch statt, bei dem ich nur remote dabei sein konnte. Das Gespräch lief besser als von uns im Vorfeld erwartet. Nahtlos weiter ging es vormittags mit unserem wöchentlichen Management Abstimmungstermin. Heraus kam eine freudige Nachricht, die wir kommende Woche dem gesamten Team mitteilen können: Mit der letzten Gehaltszahlung in diesem Jahr wird es einen kleinen, aber feinen Bonus geben. Alles ist besser als null Euro. Ich freue mich sehr.
L hatte keine Schule. Heute und morgen ist je ein variabler Ferientag. So konnte sie mit ihren Sachen spielen und fernsehen. 

Nachmittags fanden die halbjährlichen Kontrolltermine bei unserer Zahnarztpraxis statt. Bei uns beiden ist alles in Ordnung. Ich ließ mir gleich wieder neue Termine geben. Im Januar bekomme ich Füllungen auf insgesamt vier Backenzähne. Im Mai geht es für L und mich wieder zur normalen Kontrolle. Nach Rücksprache mit der Zahnärztin werde ich mich nun auf die Suche nach einer kieferorthopädischen Praxis für L begeben. Es wird Zeit.
Für Elli und Waltraud wurde heute eine neue Kaninchenkiste mit frischem Grünfutter geliefert. Es macht jedesmal große Freude, den Karton zu öffnen.

Vormittags atmete ich tief ein und rief schließlich in der Autowerkstatt an. Mir wurde mitgeteilt, dass das Getriebe meines Fahrzeugs defekt ist und ausgetauscht werden muss. Die Kosten belaufen sich auf zwölftausend (!) Euro. Entweder übernimmt der Hersteller die komplette Summe, da es wohl vor einiger Zeit eine Rückrufaktion gab, oder die Kostenbeteiligung liegt bei siebzig Prozent. Das wird sich nun in den nächsten Tagen klären. Da mein Arbeitgeber das Fahrzeug erst im letzten Jahr aus dem Leasing heraus abgekauft hat und dieser Betrag nur etwas höher als die nun veranschlagten zwölftausend Euro war, gehe ich nicht davon aus, dass der Austausch des Getriebes eine Option darstellt. Den mir aktuell zur Verfügung stehenden Ersatzwagen darf ich bis Montag früh fahren. Danach sind L und ich erstmal wieder mit den öffentlichen Verkehrsmitteln unterwegs. 
Obwohl es sich bei dem Auto um einen leblosen Gebrauchsgegenstand handelt, fühlte ich mich den gesamten Tag über traurig und emotional erschöpft. Ich gab mir große Mühe, mich nicht für diese vorhandenen Gefühle zu verurteilen, sondern sie anzunehmen und zu akzeptieren. Mir gelang es gut, aufkommende negative Gedanken zu stoppen. Stattdessen kehrte ich die aktuelle Situation um und fand schnell Gründe für eine tiefe Dankbarkeit.
Ich bin dankbar, dass das Fahrzeug Mitte November und nicht kurz vor Weihnachten ausgestiegen ist. Ich bin erleichtert, dass es hier in Markkleeberg in unmittelbarer Nähe zu unserer Wohnung und nicht mitten auf der Autobahn geschah. Ich bin froh, dass niemand verletzt wurde und keine anderweitigen Sachschäden durch mögliche Auffahrunfälle entstanden sind. Aber vor allem bin ich der glücklichste Mensch der Welt, dass ich nicht der Eigentümer dieses Fahrzeugs bin und für die Kosten aufkommen muss. (Das wäre mein finanzieller Untergang.) Ich bin zudem zuversichtlich, dass mich mein Arbeitgeber nicht hängen lässt und wir gemeinsam einen Weg finden. Und für sämtliche noch anstehende Termine in den nächsten Wochen wird sich eine Lösung finden. Atmen, Katja, atmen. 

Was heute schön war:

– länger schlafen
– Bonuszahlung im Dezember
– gesunde Zähne
– vietnamesisches Abendessen
– Englischübungen in der Duolingo App

Mittwoch, 20. November 2024 – Feiertag in Sachsen

Alltagsschnipsel

Ich habe zwar gut geschlafen, wachte heute Morgen aber schon um Viertel vor sieben auf. Bis halb acht hätte ich schlafen können. L hingegen ratzte bis halb neun weiter. 
Gefrühstückt habe ich ein Beerenmüsli mit Weintrauben und Pflanzenmilch. Mittags hatten L und ich Appetit auf Kartoffeln, Senfsoße und Fisch. Abends gab es Kartoffeln und Rotkraut mit Bratensoße und belegte Brotschreiben.

Da ich einen thüringischen Arbeitgeber habe, hatte ich heute einen normalen Arbeitstag im Homeoffice mit einigen Terminen zur Abstimmung. 
L hatte feiertagsbedingt keine Schule. Sie verbrachte den Tag abwechselnd spielend und fernsehend.

Nach der Arbeit widmete ich mich weiter den Weihnachtsvorbereitungen und konnte eine mir wichtige alljährliche Aufgabe abschließen.
Mit Elli und Waltraud knuddelnd, las ich anschließend den restlichen Abend in einem Buch.

L und ich probierten nachmittags ein Brownie-Rezept aus, das L auf YouTube entdeckt hat. Ich ließ sie die Zutaten, die im Video genannt wurden, aufschreiben und anschließend den Teig zubereiten. Wir mussten ein wenig nachsüßen, ansonsten war das Ergebnis sehr lecker.

Was heute schön war:

– länger schlafen
– Telefonat mit meinen Eltern 
– mit L backen
– Weihnachtsvorbereitungen
– Schwedischübungen in der Duolingo App
– lesen

Dienstag, 19. November 2024 – Nur noch wenige Wochen bis Weihnachten

Alltagsschnipsel

Ich schlief in der Nacht sehr gut und wachte heute Morgen vier Minuten vor dem Weckerklingeln auf.
Während der Autofahrt gab es eine Brotzeit. Abends aß ich erneut Brot. Ich gehöre definitiv zu den Deutschen, die Brot bei einem längeren Auslandsaufenthalt schmerzlich vermissen würden. Mittags aß ich den restlichen Couscous mit Salat von vorgestern auf.

Meinen Arbeitstag verbrachte ich wegen weiterer Mitarbeitergespräche im Büro in Erfurt. Wegen der Krankmeldung einer Kollegin fanden nur zwei Gespräche statt. So hatte ich Zeit, den zweiten und vorerst letzten Abruf für eine Förderung einzureichen. Ich fand sogar heraus, weshalb es beim letzten Mal nicht funktionierte. Das Portal hatte ein Problem mit dem PDF-Format der Rechnung.
L hatte ihren letzten Schultag für diese Woche und ist nun froh, sich ein paar Tage ausruhen zu können.

Ich holte neben L auch CE mit von der Schule ab. Die Kinder bekamen erst einmal etwas Essbares vom Bäcker, ehe wir zu uns nach Hause fuhren. Die Mädels waren in Ls Kinderzimmer beschäftigt, sodass ich in Ruhe weiterarbeiten konnte.
Den Großteil des Abends nutzte ich für weitere Weihnachtsvorbereitungen. Es ist immer noch ein bisschen was zu tun. Ich beginne immer gern zeitig damit, um Stress im Dezember zu vermeiden. 

Ich erhielt keinen Anruf von der Werkstatt. Ich werde am Donnerstag mal nachfragen, ob mein Auto noch lebt.

Was heute schön war:

– unfall- und staufreie Autofahrten
– Hörspiele 111 und 112 der Reihe „Die drei ???“
– Playdate für L
– Weihnachtsvorbereitungen
– Italienischübungen in der Duolingo App
– netflixen

Montag, 18. November 2024 – Autobahnfahrten im Dunkeln  

Alltagsschnipsel

Ich habe sehr gut geschlafen und einiges geträumt. Halb sechs wurde ich kurz wach, schlief aber nochmal ein. Um Viertel nach sechs stand ich auf, um in den Tag zu starten. Als ich L ein paar Minuten später weckte, wurde ich mit ihrer Unlust konfrontiert. Die zwei Schultage in dieser Woche wird sie aber schaffen.
Zum Frühstück gab es mein Beerenmüsli mit Weintrauben und Pflanzenmilch. Mittags aß ich eine kleine, aber feine Portion Sushi und eine Schüssel mit dem gestrigen Couscous mit Salat. Abends hatte ich Appetit auf Brot mit verschiedenen Belägen.
Nach zweiwöchiger Pause ging ich am frühen Abend ins Fitnessstudio. Ich erwärmte mich eine Viertelstunde lang auf dem Crosstrainer und merkte alleine schon durch diese Bewegungen, wie sich meine sehr verspannten Muskeln allmählich lockerten. Ich absolvierte meine Übungen für nahezu jede Muskelgruppe an allen mir zur Verfügung stehenden Geräten. Diese Sporteinheit war bitternötig. 

Meinen Arbeitstag verbrachte ich im Homeoffice mit unseren montäglichen Abstimmungsmeetings. Ich hatte heute auch Zeit für Überweisungen und das Bereitstellen von Unterlagen im Tool „Unternehmen online“. Ich beantwortete E-Mails und Slack-Nachrichten und war bis nachmittags gut beschäftigt. 
Ls Schultag war ganz okay. Sie ging im Mittagsband ins Lernbüro und arbeitete an den beiden für die Vollständigkeit des letzten Wochenplans noch fehlenden Aufgaben im Fach Sachunterricht weiter. In Musik erhielt sie auf den Test über „Die Moldau“ die Note Zwei minus. Ich finde es schon spannend, dass es wegen eineinhalb fehlender Punkte schon eines Minus’ bedarf. Ich werde Ls Lehrerin pieksen müssen, denn auf meine E-Mail von Mitte Oktober habe ich bis heute noch keine Antwort erhalten. Ich möchte wissen, wie L bezüglich ihrer Lese-Rechtschreibschwäche seit Schuljahresbeginn an gefördert wurde, und herausfinden, an welchen Stellen ich ihr zu Hause noch helfen kann. Ich habe allerdings die Befürchtung, dass nicht viel passiert ist und das Thema vor sich hinplätschert.

L wurde nachmittags von Leipzig-A von der Schule abgeholt und verbrachte ihre freien Stunden bis abends bei ihrer Schulfreundin EB zu Hause. So hatte ich Zeit für meine Sporteinheit, über die sich vor allem meine Lendenwirbelsäule sehr freute, und für weitere Weihnachtsvorbereitungen. L bekommt jedes Jahr auch einen selbstgefüllten Adventskalender von mir, den ich nun fertigstellen konnte. Abends traute ich mich erstmals, im Dunkeln über die Autobahnen zu fahren, um L abzuholen. (Ich weiß, dass es für viele Menschen das Normalste der Welt ist. Für mich war es eine große Überwindung.) 

Mein Ersatzfahrzeug ist ein reiner Benziner. So geschmeidig wie mein Hybrid lässt es sich nicht anfahren. Ein bisschen ruppig geht das von statten und sieht sicherlich lustig aus. Leider kam heute kein Anruf von der Werkstatt.

Was heute schön war:

– Sushi zum Mittagessen
– Fitnessstudio
– Weihnachtsvorbereitungen
– Autobahnfahrten im Dunkeln 
– Französischübungen in der Duolingo App
– lesen

Sonntag, 17. November 2024 – Geschäftigkeit  

Alltagsschnipsel

L und ich haben bis Viertel nach sieben ausgeschlafen. Wir dürften beide in etwa neuneinhalb Stunden geschlafen haben. Gestern Abend sind mir schon gegen einundzwanzig Uhr allmählich die Augen zugefallen. Der Schlaf war offenbar nötig. 
Zum Frühstück probierte ich etwas Neues aus. L schaut sich gerne auf YouTube Koch- und Backvideos an und zeigte mir am Morgen eines davon, das interessant klang. Ich machte kurz darauf in unsere Toastbrotscheiben ein großes Loch mithilfe eines Glases und legte beide in die Pfanne. In die Löcher kamen nun Räuchertofu und Ei. Bevor ich die Scheiben in der Pfanne wendete, schloss ich das Loch wieder mit dem kreisrunden Brot. Das schmeckte sehr lecker. Mittags bereitete ich uns Couscous mit einem Tofu-Gurke-Mozzarella-Salat zu. Abends aßen wir Brot und selbstgebackene Plätzchen. 
Da meine Lendenwirbelsäule nach wie vor leicht schmerzt, baute ich vormittags ein paar Übungen ein.

Nach dem Frühstück schaute ich Ls Bücher durch, um zu sehen, wie viel vom Wochenplan noch zu erledigen ist. Danach telefonierte ich lange mit meinem Bruder. Obwohl ich mich heute ausruhen wollte, erledigte ich etliche Aufgaben im Haushalt. Unter anderem kümmerte ich mich um die Wäsche und die Reinigung der Fußböden.
L bearbeitete vormittags einen Großteil ihres Wochenplans – wieder ohne zu meckern. Das ist so schön. Offen sind jetzt nur noch zwei Aufgaben im Fach Sachunterricht. Entweder macht sie diese morgen im Lernbüro in der Schule oder wir ab Mittwoch hier zu Hause.
Der Nachmittag gehörte dem Backen und Verzieren unserer ersten Weihnachtsplätzchen. Wir sind in diesem Jahr wirklich sehr früh in Weihnachtsstimmung. 
Abends machte ich es mir auf der Couch gemütlich und holte das für heute vorgenommene Nichtstun nach.

Was heute schön war: 

– ausschlafen
– lesen
– Telefonat mit meinem Bruder
– Mittagsschlaf
– Plätzchen backen und verzieren
– Englischübungen in der Duolingo App 

Samstag, 16. November 2024 – Spreewelten Bad Lübbenau

Alltagsschnipsel

Den Wecker hatte ich für heute auf halb acht gestellt. Ich wurde sogar ein paar Minuten vorher wach. Vermutlich war ich beim Aufstehen zu laut, denn L wurde wach und konnte nicht mehr einschlafen.
Frühstück und Abendessen in Form einer Brotzeit nahm ich im Auto ein. Mittags aß ich zwei Backofenkartoffeln mit Kräuterquark.

Eine Stunde nach dem Aufstehen wurden wir von Ls ehemaligem Schulkameraden LK und seiner Mama mit dem Auto abgeholt. Bis dahin hatte ich reichlich zu tun. Die Kaninchen mussten versorgt und ein Reiseproviant vorbereitet werden. Zudem wollten unsere Schwimmsachen für den bevorstehenden Schwimmbadbesuch eingepackt werden. Duschen wollte ich auch noch.
Vor uns lag eine lange Autofahrt von zweieinhalb Stunden nach Bad Lübbenau. Das Navi lotste uns über die Landstraße. Das hatte den Vorteil, dass wir unbekannte Ecken Sachsens und Brandenburgs zu Gesicht bekamen, die wir sonst vermutlich nie gesehen hätten.
Als wir gegen elf Uhr vor dem Schwimmbad ankamen, hatte sich bereits eine seeeehr lange Warteschlange vor dem Einlass gebildet. Es dauerte eine halbe Stunde, ehe wir schließlich eine Umkleidekabine aufsuchen konnten. Zum Glück wurden wir nicht wieder weggeschickt.  


Tatsächlich habe ich erst gestern Abend realisiert, was genau die „Spreewelten“ in Bad Lübbenau sind. Als mir Markkleeberg-C vor ein paar Wochen davon erzählte, blieben bei mir nur die Worte „Pinguine“ und „Tierfütterung“ hängen. L war umso erfreuter, als ich ihr verkündete, dass wir baden gehen. Zum Glück ist unser beider Schnupfen wieder vollständig auskuriert. Letztes Wochenende hätte keine von uns ein Schwimmbad besuchen können. 
Die Spreewelten sind sehr liebevoll im Pinguin-Design gestaltet. Im Außenbereich gibt es ein sehr großes Becken, in welchem die Pinguine leben. Getrennt durch eine Glasscheibe können die Besucher*innen „mit den Pinguinen schwimmen“. Mehrmals während der Öffnungszeiten besteht zudem die Möglichkeit, bei der Tierfütterung zuzuschauen. Unser liebstes Becken war das mit Salzwasser in Badewannenwassertemperatur. Einfach herrlich. Mein Gesicht fühlte sich danach rein und weich an.


Gegen zwanzig Uhr waren wir wieder zu Hause und verkrümelten uns wenig später schon ins Bett.

Was heute schön war: 

– länger schlafen
– unfall- und staufreie Autofahrten
– Schwimmbad mit Pinguinen
– Schwedischübungen in der Duolingo App
– lesen 

Freitag, 15. November 2024 – Get-together mit Pizza und Glühwein

Alltagsschnipsel

Ich habe sehr gut geschlafen. Wach wurde ich halb sechs rum kurz vor dem Weckerklingen. Ich blieb gleich wach. Auch heute zog L morgens super gut mit, sodass wir noch zeitiger als in den letzten Tagen die Wohnung verlassen konnten. 
Mein Frühstück in Form einer Brotzeit nahm ich am Bahngleis kurz vor Einfahrt meines Zuges nach Erfurt ein. Mittags bestellten wir im Büro elf verschiedene Pizzen und abends gab es erneut Brot.

Meinen Arbeitstag verbrachte ich im Büro. Die Züge fuhren glücklicherweise pünktlich. Am Morgen saß ich sogar zeitiger hinter meinem Schreibtisch als an Tagen, an denen ich mit dem Auto fahre. Ich konnte alle für heute vorgenommenen Büroaufgaben erledigen. Bereits vormittags wehte ein so starker Glühweinduft durch das ganze Großraumbüro, dass wir allein von diesem schon einen Schwips bekamen. Pünktlich zur Mittagszeit trafen die Mitarbeiter*innen einer der zahlreichen Tochterfirmen unseres Mutterkonzerns zu einem ersten Get-together ein. Gemeinsam tauschten wir uns in kleinen Gruppen aus und lernten uns besser kennen. 
Für L stand der Freitag wieder im Zeichen des allwöchentlichen Freidays. Zudem konnte sie an ihrer ausgedachten Geschichte weiterschreiben. Das bereitete ihr schon letzte Woche große Freude.

Statt am Montag rief ich heute schon in der Werkstatt an. Es konnte sich bisher noch niemand mein Fahrzeug anschauen. Das wurde mir aber schon am Dienstag mitgeteilt. Das war also keine Überraschung. Montag soll es aber soweit sein. Ich fragte nach, ob ab der kommenden Woche nicht doch ein Ersatzwagen für mich frei ist. Mir wurde versprochen, sich darum zu kümmern. Und schneller als gedacht, konnten L und ich sogar schon am Abend ein Ersatzfahrzeug in Empfang nehmen. Darüber waren wir beide sehr glücklich, nimmt es uns doch einen Großteil des morgendlichen Stresses.  
Eine neue Kaninchenkiste wurde geliefert, obwohl ich nicht zu Hause und kein Nachbar für die Annahme anzutreffen war. Das ist wunderbar und erspart mir eine Abholung aus einer der Postfilialen. So brauchte ich nachmittags auch kein Futter für Elli und Waltraud einkaufen. An den Support muss ich zudem ein sehr großes Lob aussprechen. Nachdem mir DHL am Mittwoch mitteilte, dass der Karton beim Einräumen in das Zustellfahrzeug stark beschädigt wurde, erhielt ich am Tag darauf die Information, dass die Lieferung nicht stattfinden und das Grünfutter zurück an den Absender geschickt wird. Innerhalb weniger Minuten antwortete mir das Team der Kaninchenkiste auf meine Frage, wie es jetzt für mich weitergeht. Wir einigten uns sehr schnell auf eine Ersatzlieferung, die heute ankam. 

Was heute schön war: 

– pünktliche S-Bahnen und Züge
– Get-together im Büro
– Pizza zum Mittagessen
– Abholung eines Ersatzfahrzeugs
– lesen
– Italienischübungen in der Duolingo App 

Eindrücke des Tages: