L und ich starteten ausgeschlafen gegen acht Uhr in den Tag. L aß nur eine Kleinigkeit und verschwand anschließend mit den Kindern aus dem Nachbarbungalow im Pool. Ich duschte, frühstückte anschließend in Ruhe und packte unsere Badesachen nebst Proviant ein.
Am Vormittag fuhren wir mit den beiden Kindern und ihren Großeltern zum FKK-Strand Buchwalde am Senftenberger See. Das hatten wir gestern bereits ausgemacht. Ich war noch nie im FKK-Bereich baden. Dass es mir in den folgenden sechs Stunden überhaupt nichts ausmachte, nackt herumzuliegen und herumzulaufen oder andere Menschen nackt zu sehen, beweist, dass ich allmählich (in meiner Einstellung) älter werde. Vor einigen Jahren hätten mich meine Komplexe und Selbstzweifel niemals an solch eine Badestelle gelassen. Das Wasser war sehr angenehm. Ich ging fünfmal baden. (Normalerweise ist es eine Überwindung, ein zweites Mal ins Wasser zu gehen.) Da die Kinder die meiste Zeit über gemeinsam spielten, hatte ich Zeit, in meinem von J geschenkten Buch „Siddhartha“ zu lesen.
Gegen 17 Uhr kauften L und ich noch Kleinigkeiten im Supermarkt ein. Wieder im Bungalow angekommen, spielte L mit den Kindern im und am Pool, sodass ich weiterhin nichts großartiges tun brauchte. Ich nutzte die Zeit, um meine August-Finanzen zu planen und mir ein neues E-Book auszusuchen. Nebenbei aß ich Abendbrot.
Gegen 20 Uhr begann es zu stürmen. L kam zurück zu mir, futterte auch noch was und verkrümelte sich mit mir anschließend ins Bett. Wir hörten noch ein Hörspiel, während es draußen regnete und gewitterte. Müde und geschafft vom Badetag schliefen wir zeitnah ein.
Unser Morgen begann kurz vor um acht. L und ich waren beide ausgeschlafen. Wir machten es uns im Wohnzimmer gemütlich und aßen beim Fernsehen Frühstück. Ich bin froh, dass wir zu Hause kein lineares Fernsehen schauen. Bei jeder Werbung, die gezeigt wird, sagt L, dass sie jenes Spielzeug haben oder dieses Abenteuer erleben will. Zum Glück waren die Kinder des Bungalows neben unserem zeitig draußen, sodass L mit ihnen spielen konnte.
Um die Mittagszeit brachen alle in Richtung Badestrand Großkoschen am Senftenberger See auf. Dort entdeckten wir den wunderschönen Familienpark mit Unterkünften, Spielplätzen, Wasserrutsche, einem Zugang zum See, einem Campingplatz … Ich überlege, hier mit L im nächsten Jahr zu zelten. (Das ist das einzige, was ich mir leisten kann und will.) L schwamm wie eine Weltmeisterin und auch ich war dreimal im See baden. Der See ist wunderschön.
Als wir zum Auto zurückkehrten – ich parkte wie immer irgendwo – gab es ein saftiges Verwarngeld wegen Falschparkens in Höhe von vierzig Euro. Autsch. Aber ich bin selbst schuld daran. (Eindeutig gekennzeichnet war das Halteverbot allerdings nicht.) Ich hab mich nur sehr kurz darüber geärgert, was ich als gutes Zeichen werte. Dummerweise rammte ich auf dem Heimweg mit dem Dienstfahrzeug das Einfahrtstor. Jetzt befinden sich ein paar kleine Kratzer auf der rechten hinteren Autotür. Mäh. Dumm ist das vor allem deshalb, weil ich noch nicht weiß, ob ich das Fahrzeug über den November hinaus weiter nutzen will. Aber auch hierüber ärgerte ich mich nur kurz. Es gibt wahrlich schlimmeres als ein paar Kratzer auf einem Fahrzeug.
Ab halb fünf am Nachmittag spielten die Kinder und L auf dem Grundstück. Für mich bedeutete das ausruhen und lesen. Nach dem Abendessen zeigte uns die Vermieterin, die auf dem Grundstück vor unserem wohnt, all ihre Tiere: Fische, Hühner, Gänse, Truthennen/Puten, Hasen und ihren Hund. Die Kinder waren begeistert. Mir gab es Gelegenheit, unser seit zwei Stunden laufendes Wasser anzusprechen. Schnell war dieses Problem behoben, indem sie irgendetwas im Spülkasten wieder einsetzte.
Abends schauten L und ich auf dem Disney Channel den Film „Bärenbrüder“ bis zur zweiten Werbepause. Müde lagen wir anschließend in unseren Betten und machten das Licht nach dem Vorlesen eines Kapitels im Conni-Buch aus.
Unser Umzug nach Markkleeberg liegt nun eine Woche zurück. Die Wohnung sieht bereits sehr gut eingerichtet aus. Es sind lediglich noch Kleinigkeiten, um die ich mich in den nächsten Wochen kümmern werde. Mit gutem Gewissen konnten L und ich somit gestern in den Urlaub in Richtung Senftenberger See fahren.
Freitag, 22. Juli 2022
Entspannt kamen L und ich am Nachmittag mit dem Auto in einem kleinen Brandenburger Dorf in der Nähe der sächsischen und tschechischen Grenze an. Unser Ferienbungalow sieht genauso aus wie auf den Fotos des Vermieters. Es hat für L und mich genau die richtige Größe und verfügt über ein Wohn-, Schlaf- und Badezimmer, einen Flur und Bereich für unsere Kleidung sowie eine gut ausgestattete Küche. Auch der zum Objekt gehörende große Pool entspricht voll und ganz unseren Erwartungen und sorgte vor allem bei L, die mittlerweile schwimmen kann und ihr Seepferdchen hat, für große Begeisterungsstürme.
Ich konnte L überreden, mit mir am späten Nachmittag auf Entdeckungstour zu gehen. L entdeckte schnell einen Geheimweg und so fanden wir uns wenig später auf einem großen parkähnlichen Gelände wieder, auf dem ein hübsches Schloss und viele Nebengebäude stehen. Vor einigen Jahren muss dies ein Hotel mit Restaurant und Café gewesen sein. Mittlerweile ist alles verwildert. Es sieht immer noch wunderschön und ein bisschen verwunschen aus.
Viele Pferde in der NäheEines von vielen NebengebäudenSchlossGeheimweg zum verlassenen Schloss
In den letzten Tagen war L oft unausstehlich und frech zu mir – so leider auch bei unserem kurzen Spaziergang. Sie nölte solange herum, bis auch ich schließlich die Lust verlor und resigniert zustimmte, zurück zum Bungalow zu gehen.
Nachdem wir zwei weitere Male im Pool badeten, begleitete L mich mit ihrem Roller auf einen Abendspaziergang. Wir stellten fest, dass nur wenige Häuser entfernt zwei Ponys wohnen, und sahen zahlreiche Pferde und Schmetterlinge. (Ich hoffe noch darauf, Hasen und Rehe zu sehen, denn viele Felder mit Waldgebieten liegen unmittelbar vor der Haustür.) Es ist ruhig. Hier ist unendlich viel Platz. Jedes Grundstück ist riesengroß und überall weiden Pferde. Ich glaube, es lebt sich hier in Brandenburg sehr angenehm.
Ponys in der NachbarschaftPool zur MitbenutzungAuf einem der Grundstücke auf der rechten Seite ist unser Ferienbungalow
Nach dem Abendessen machten L und ich uns allmählich bettfertig. Wir lasen noch drei Kapitel aus dem Conni-Buch „Das tanzende Pony“ vor. In der Theorie wollte ich anschließend in meinem Buch weiterlesen, sobald das Licht ausgeschaltet wurde. In der Realität saß ein weinendes Kind auf dem Bettrand und brüllte eine Dreiviertelstunde wie am Spieß, weil unsere beiden Betten ungefähr dreißig Zentimeter auseinander standen und sie nicht in meinem Bett, das viel zu klein für zwei Personen ist, schlafen durfte. Ich las dennoch in meinem Buch, wenn auch nicht so entspannt wie erhofft. Erst meine Androhung, dass wir umgehend nach Hause fahren, wenn hier nicht bald Ruhe einkehrt, brachte L dazu, sich in ihr Bett zu legen und einzuschlafen. Es war inzwischen nach 22 Uhr.
Samstag, 23. Juli 2022
Ich wachte halb acht morgens auf. L und ich hatten gut geschlafen und es gab keinen weiteren Zwischenfall in der Nacht. Es regnete bereits leicht. Da Bewölkung und Regen für heute angesagt wurde, hatte ich die Idee, nach dem Frühstück nach Hoyerswerda ins Kino zu fahren. Ein paar Lebensmittel einkaufen wollte ich dort auch.
Gegen Mittag schauten L und ich uns den Film „Mia and me“ an. L glänzte davor und danach wieder mit bester Laune. Nicht. Es nervt mich sehr. Ich hatte mich wirklich sehr auf unseren gemeinsamen Urlaub gefreut. Ich hoffe, ihre Stimmung bessert sich in den nächsten Tagen.
HoyerswerdaUnsere Nachbarn
Als wir nachmittags mit einer vollen Einkaufskiste zum Bungalow zurückkehrten, war das zweite Ferienhaus auf dem Grundstück bereits bezogen. Unter den vier Feriengästen befanden sich zwei Kinder. Das Mädchen ist sieben Jahre alt, der Junge vier. Sehr zu Ls Freude, verstand sie sich auf Anhieb sehr gut mit den Kindern. Für mich hieß das etwas Freizeit und entspanntes und ungestörtes Lesen. Für L hieß das herumtoben, im Pool baden und spielen. Sie und ich waren glücklich. 🙂
Als die Kinder um halb acht schlafen gingen, spazierte L mit mir durch den Ort – ohne Genöle. Es war ein sehr schöner Tagesabschluss. Wir aßen anschließend noch eine Kleinigkeit und verkrümelten uns dann auch in unsere Betten. Ich las noch ein Kapitel in Ls Buch vor. Ohne Gejammer schlief L heute in ihrem Bett ein.
Es ist vollbracht. Mit der Hilfe zahlreicher Helferleins sind L und ich gestern von Erfurt nach Markkleeberg umgezogen. Dass sich meine euphorische und optimistische Planung erheblich von der Praxis unterschied, merkte ich spätestens gestern Vormittag.
Bestellt hatte ich die Erfurt-Helfer um Viertel vor neun. Mein Kollege M klingelte jedoch bereits um acht Uhr und meinte, er konnte nicht später kommen. Zum Glück war ich eine Viertelstunde vor dem Klingeln aufgestanden und bereits angezogen. Er war so lieb und machte die Waschmaschine reisefertig, während J und ich in der Wohnung umher wuselten und hier und da restliche Dinge in Kisten und Müllsäcken verstauten. Mein Bruder kam mit dem Transporter Opel Movano um Viertel vor neun bei mir an. Mein Grundschul- und Orchesterfreund B traf mehr oder weniger zur gleichen Zeit ein. Wir begannen direkt, erste Möbel in den Transporter zu räumen … und stellten fest, dass wir definitiv ein zweites Mal nach Markkleeberg fahren müssen. Ich war wirklich überzeugt, dass es reicht, einmal zu fahren. Sooo viel war es ja gar nicht, glaubte ich bis zu diesem Zeitpunkt.
Als wir abfahrbereit waren, beschloss L, lieber in Erfurt bei K, M, C, A und U zu bleiben. Ich versicherte ihr, dass ich wirklich wieder nach Erfurt kommen und sie bei der zweiten Tour mitnehmen, es allerdings einige Stunden dauern würde. Das war für sie in Ordnung. So konnte sie mit K spielen, während wir anderen in Ruhe nach Markkleeberg und zurück fahren und die Möbel ausladen konnten.
Mittags waren wir nach anderthalbstündiger Fahrt das erste Mal in der neuen Wohnung in Markkleeberg. Neben meinem Bruder, meinem Kollegen M, J und mir halfen auch H und D beim Ausladen. Wir waren dadurch schnell fertig. Wir aßen bei Burger King Mittag und fuhren gut gesättigt nach Erfurt zurück.
Nachmittags um vier beluden wir den Transporter ein zweites Mal und stellten fest, dass wir auch gut und gerne noch ein drittes Mal hätten fahren können. Das zogen wir allerdings nicht weiter in Betracht. Wir waren alle schon zu sehr erschöpft. Ich werde in den nächsten Wochen, wenn ich in Erfurt bin, den Kofferraum vollpacken, und nach und nach den restlichen Kram nach Markkleeberg bringen. Zum Glück ist das möglich, weil C und A noch nicht wissen, was sie mit der nun leerstehenden Wohnung machen wollen.
Erst kurz nach halb acht am Abend waren wir alle, einschließlich L, wieder in Markkleeberg. H und D waren so lieb und brachten nach zuvor abgegebener Bestellung für jeden Pizza mit.
Wir räumten nach dem Essen ein zweites Mal den Transporter aus und stellten die Möbel nur noch irgendwo in der Wohnung ab. Lust hatte nämlich wirklich keiner mehr. Um 22 Uhr verabschiedeten sich mein Bruder und mein Kollege M. Die beiden waren die einzigen, die noch nach Erfurt zurückfahren mussten. Zum Glück kamen sie dort auch wieder gut an.
Ich hätte die Rückfahrt nicht mehr geschafft. Ich war müde, hatte Kopfschmerzen und wollte nur noch meine Ruhe haben. Mein Körper signalisierte mir bereits am Nachmittag auf der Fahrt zurück nach Erfurt, dass er gern eine Pause hätte. Das ging natürlich nicht.
Ls Zimmer war als einziger Raum der neuen Wohnung begehbar. Wir legten deshalb, nachdem sich auch die anderen Helferleins verabschiedet hatten, zwei Matratzen nebeneinander und schliefen innerhalb weniger Minuten ein.
Tausend Dank an meinen Bruder, der gestern vier Mal durch die Gegend fuhr und mir sogar die Transporterkosten schenkte! Tausend Dank an J, B, M, H und D, die beim Be- und/oder Entladen des Transporters mithalfen! Und tausend Dank an U, C und A, die L viele Stunden bei sich aufnahmen und ihr so den Umzugstag angenehm gestalteten.
Gestern schrieb ich ausnahmsweise keinen Beitrag für “12 von 12 im Juli”. Ich hatte wie in den letzten Tagen auch sehr viel zu tun mit Kisten packen, sichten, welche Dinge in die Umzugskartons wandern und welche entsorgt werden. Auf ebay-Kleinanzeigen habe ich ein paar Dinge zum Verkauf angeboten. Viel Zeit, um zwölf Fotos zu machen, blieb mir deshalb leider nicht.
Dafür aber heute. Denn am heutigen Nachmittag versammelten sich alle Vorschulkinder und ihre Familien in der Kaufmannskirche am Anger in Erfurt. Der Gottesdienst in der evangelischen Kirche ist das jährliche Kindergartenabschlussfest.
Um 16 Uhr standen über zwanzig aufgeregte Vorschulkinder, darunter L, vor der Eingangstür und warteten darauf, in die Kirche eintreten zu dürfen. Die Eltern, Großeltern und anderen Gäste, die bereits in der Kirche saßen, waren sicherlich nicht minder aufgeregt.
Der Pfarrer gestaltete den Gottesdienst, an dessen Ende die Kinder Zuckertüten überreicht bekamen, die wir Eltern zuvor im Rahmen eines Informationsnachmittags im Kindergarten bastelten, sehr liebevoll und interessant. Ich bin nicht in der Kirche und habe auch nicht vor, das zu ändern. Dennoch gefiel mir der Zuckertütengottesdienst ausgesprochen gut. Das lag sicherlich daran, dass meine L darin vorkam. 😉
Nach der Veranstaltung gingen einige, darunter L und ich, Ls Omas und einer ihrer Opas in den Biergarten des Museumskellers Erfurt, um den Abend ausklingen zu lassen.
In wenigen Wochen wird L ein Schulkind sein. Wie die Zeit verging.
Heute vor zwei Jahren um vier Uhr morgens ist M gestorben.
Es ist unfassbar, wie schnell diese zwei Jahre vergangen sind und was in dieser Zeit alles passiert ist und sich verändert hat. Und trotzdem fühlt es sich an, als läge sein Tod nur wenige Wochen hinter uns.
In Ls und meinem Leben ist M in Erzählungen nach wie vor präsent. Ich berichte ihr in passenden Momenten lustige Erlebnisse, die ihrem Papa widerfahren sind, oder sage ihr, wie stolz er auf sie wäre. Er wäre auf jeden Fall sehr stolz auf L, wenn er wüsste, wie viel Spaß ihr der Schwimmkurs macht oder wie mutig sie zwei Nächte ohne mich mit ihren Kindergartenfreunden auf dem Possen übernachtet hat. Wir reden mehrmals wöchentlich über ihn oder lassen ihn zumindest in unsere Unterhaltung mit einfließen.
Ich habe den Eindruck, dass L das sehr freut. Sie zeigt es mal mehr, mal weniger. Sie selbst sagt, dass sie nicht traurig ist und auch mit mir allein eine glückliche Kindheit hat. Das beruhigt mich natürlich. Ihre Erzieherinnen im Kindergarten haben in den letzten zwei Jahren ebenfalls nichts Auffälliges an ihrem Verhalten entdecken können. Selbst die Kinderpsychologin, die ich ein halbes Dutzend Mal aufgesucht hatte, sieht aktuell keinen Therapiebedarf bei ihr.
Mir selbst geht es die allermeiste Zeit gut bis sehr gut. Es liegt sicherlich auch daran, dass ich sehr oft einen sehr vollen Alltag zu bewältigen habe und nicht immer die Zeit zum Trauern oder Nachdenken finde. Hin und wieder habe ich Flashbacks, zum Beispiel von dem Morgen vor zwei Jahren, als M starb. Diese Bilder werden für ewig in meinem Kopf sein. Auch die Tage und Wochen vor Ms Tod waren sehr intensiv. Ich spüre dann einen sehr stechenden und tiefen Schmerz in meinem Herzen, weil es mir immer noch so unendlich leid für ihn tut, wie sehr er zum Schluss leiden musste.
Mir hat wenige Monate nach Ms Tod J sehr geholfen, mich mit Ms Tod zu beschäftigen und aus meiner kleinen Katja-Blase herauszufinden. Nun ist er ein fester Teil meines und auch Ls Leben. Wie wichtig er für uns geworden ist, zeigt auch der bevorstehende Umzug nach Markkleeberg. Es ist richtig und wichtig, dass L und ich die Wohnung, die so viele traurige und schmerzhafte Erinnerungen bei uns hinterlassen hat, zu verlassen und einen kleinen Neustart zu wagen. Wir freuen uns beide wirklich sehr darauf.
Heute trafen L und ich uns am späten Nachmittag mit Ls Opa, Ls Oma, Ls Tante, Ls Onkel und Ls Cousin auf dem Erfurter Hauptfriedhof an Ms Grab. (Ich brachte eine verschnupfte Nase mit. Meine Schnelltests sind aber negativ.) Wir alle hatten Blumen dabei. Eine neue wunderschöne Laterne, auf der M und Prinzi zu sehen sind, ziert nun ebenso wie Ls Teddy das Grab. Alles sieht richtig schön sommerlich und farbenfroh aus.
Unser Wochenende war wieder wunderbar. Obwohl ich wirklich viel mit der Umzugsvorbereitung zu tun habe, achte ich darauf, L und vor allem mir Ruhe- und Erholungsphasen zu gönnen. Ich freue mich wirklich sehr darauf, bald in unmittelbarer Nähe der Seen zu wohnen. Meine Haut ist schon lange nicht mehr so gebräunt gewesen und ich war auch schon ewig nicht mehr so oft hintereinander baden wie jetzt. (Sonnenbrand bekommen L und ich im Übrigen keinen. L ist sogar noch weniger anfällig als ich.)
Freitag, 1. Juli 2022
Am Nachmittag holte ich L um kurz vor 16 Uhr als eine der letzten drei Kinder vom Kindergarten ab. Zum Glück war ihr Kindergartenfreund K auch noch da, sonst hätte ich ein noch schlechteres Gewissen. Ich frage mich wirklich, wie andere Eltern es schaffen, ihre Kinder so zeitig abzuholen. Das ist und bleibt mir ein Rätsel.
Wir fuhren direkt zu meinen Eltern, um die Vögelchen zu füttern und uns um die Pflanzen zu kümmern. Es hatte glücklicherweise den Tag über sehr viel geregnet, sodass die zuvor leeren Regentonnen wieder gut gefüllt waren und mir das Schleppen von Gießkannen erspart blieb.
Zu Hause angekommen, spielte L sehr lange in der Badewanne, ehe sie im Anschluss fernsehen durfte. Ich packte derweil Kisten mit Büchern, Dekorationsgegenständen und sonstigem Kram und trug diese schon ins Auto.
Es war bereits reichlich spät, weshalb L gleich mit zu mir ins Bettchen kommen durfte. Ich hatte keine Lust mehr auf stundenlange Einschlafbegleitung auf einem unbequemen Kuscheltier-Sitzsack.
Samstag, 2. Juli 2022
L und ich erwachten kurz nach halb acht, blieben aber noch im Bett liegen und lasen ein paar Kapitel aus unserem aktuellen Band „Die Schule der magischen Tiere“. L durfte dann ihre Lieblingsapp auf dem iPad nutzen, während ich in Ruhe unser Frühstück vorbereitete. Bei einem Conni-Hörspiel (für Kinder ab 6 Jahre) ließen wir uns das Essen schmecken.
Ich goss unsere Zimmerpflanzen und packte den restlichen Kram zusammen, den wir für dieses Wochenende mit nach Markkleeberg nehmen wollten. Viertel nach zehn verließen wir unsere Wohnung und fuhren wieder zu meinen Eltern, um die Vögel zu versorgen und die Pflanzen zu gießen.
Als wir halb eins rum in Markkleeberg ankamen, mussten wir nicht lange auf J warten. Er war sogar so lieb und brachte uns ein Mittagessen mit. J und ich aßen Couscoussalat, für L gab es Nudeln mit Tomatensoße. Nach dem Essen half mir J das Auto auszuräumen. Dank seiner Hilfe brauchten wir nicht allzu lange.
Wir gingen im Rewe am Connewitzer Kreuz Grillgut einkaufen und fuhren anschließend in S‘ Garten. Hier möchte ich in etwas weniger als zwei Monaten gern Ls Schuleinführung feiern. S‘ Garten ist wirklich herrlich und hervorragend dafür geeignet. Das erste Mal in meinem Leben hantierte ich mit einer elektrischen Heckenschere herum und war den Nachmittag über mit dem Heckenschnitt beschäftigt. L plantschte im kleinen Pool und hatte auch viel Spaß. Abends schmissen wir den Grill an und futterten unglaublich viele leckere Dinge.
Irgendwann wurde es Zeit zu gehen. An Ls Verhalten lässt sich das immer sehr gut ablesen. 🙂 Wir fuhren J nach Hause, liehen uns sein Panzertape aus und kamen kurz vor 22 Uhr in unserer neuen Wohnung in Markkleeberg an. Ich machte mich direkt bei den Nachbarn beliebt, indem ich die Luftmatratze aufpumpte. Dass das aber auch immer so laut sein muss. Mit dem Panzertape überklebte ich das kleine Loch auf der Unterseite der Matratze. Leider hielt das nur etwa eine halbe Stunde. Irgendwann im Laufe der Nacht spürte ich den Boden unter mir. L auch. Im Gegensatz zu mir fand sie es „sehr gemütlich.“
Sonntag, 3. Juli 2022
Nach einer okayen Nacht wachten wir heute um kurz nach acht (auf dem Boden) auf. L ging in ihr neues Zimmer und spielte mit den Spielsachen, die bereits mit umgezogen sind. Ich räumte die Kisten aus und bereitete uns anschließend ein kleines Frühstück zu. Wir hörten beim Essen wieder ein Conni-Hörspiel.
Kurz nach um zehn verließen wir die Wohnung. Ich räumte die leeren Kartons zurück ins Auto und fuhr mit L zum Markkleeberger See. Gemeinsam mit J, der kurz darauf angeradelt kam, suchten wir uns ein gemütliches Schattenplätzchen. Während J laufen ging, badeten L und ich im See. Als J zurückkehrte, gingen wir noch mal gemeinsam ins Wasser.
Am späten Mittag aßen wir drei noch ein kleines Eis. L und ich fuhren zurück nach Erfurt, denn wir waren mit Ls Tante, Cousin, Onkel und Oma zum Eis essen verabredet. Das erste Mal seit dreizehn Jahren war ich wieder im Eiscafé Sonja. Es war gut besucht. Die Kinder bekamen einen Kindereisbecher. Ich bestellte einen Schwarzwälder Eisbecher mit Kirschen und gemischtem Softeis. Natürlich ohne Alkohol. (Pralinen oder Eisbecher mit Alkohol finde ich super eklig.) Nach unserem Eis fuhren wir zu einem nahegelegenen Spielplatz und ließen die Kinder noch ein wenig spielen.
Gegen 18 Uhr fuhren L und ich zu meinen Eltern. Auch heute wollten die Vögelchen gefüttert und die Pflanzen gegossen werden. L durfte eine Stunde später zu Hause fernsehen. Ich packte noch einige Kisten voll und belud das Auto erneut. Morgen, wenn L ihre Kindergartenabschlussfahrt antritt, will ich noch mal einen Schwung Dinge in die neue Wohnung in Markkleeberg fahren.
Kurz nach neun Uhr lag L in ihrem Bett. Während der Einschlafbegleitung absolvierte ich einige Duolingo-Übungen (Schwedisch-Woche) und schlich mich kurz nach zehn Uhr aus ihrem Zimmer rüber in mein Bett.
… mich um die beiden Prachtrosellas meiner Eltern kümmern, solange diese im Urlaub sind … mit L an zwei Wochenenden in einem vollgepackten Auto nach Markkleeberg fahren … und bei schönem Wetter im Markkleeberger See baden … bei einer leckeren Pizza meinen Geburtstag nachfeiern … mit meiner Freundin J telefonieren … eine aufgeregte L zur Wackelzahnabschlussfahrt verabschieden … und hoffentlich glücklich wieder in Empfang nehmen … an Ms zweitem Todestag auf den Friedhof gehen … an unserem firmeninternen Game Jam teilnehmen … einen Kuchen für Ls Abschiedsfeier im Kindergarten backen … eine manuelle Therapie genießen … mich über Besuch aus Albanien und eventuell Irland freuen … am Zuckertütengottesdienst von Ls Kindergarten teilnehmen … mit L nach Markkleeberg umziehen … mit L in den Urlaub fahren … Zuschauerin bei den Erfurter Domstufen-Festspielen sein
Vor circa zwei Wochen kamen wir aus unserem wunderbaren und entspannten Schwedenurlaub zurück. Auch wenn meine Freundin J, ihr Freund J und J hin und wieder gut zu tun hatten, um mit Ls Launen klarzukommen, war ihr Verhalten und ihre Stimmung in dieser Zeit deutlich besser und angenehmer als zuvor. Auch jetzt kann ich mich nicht (oft) über ihr Auftreten mir oder anderen gegenüber beschweren.
Mit der Kinderpsychologin habe ich kürzlich ebenfalls darüber gesprochen. Sie sieht aktuell keinen Therapiebedarf bei L, freut sich aber dennoch, würde ich ihr hin und wieder per Mail Ls Entwicklung schildern. Mich beruhigt es sehr, dass Ls Verhalten offenbar ihrem Alter entsprechend normal ist.
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Unmittelbar nach unserem Schwedenurlaub fuhr ich mit meiner Kollegin M für zwei Tage nach Berlin, um an einer Weiterbildung mit Zertifizierung als Scrum Master teilzunehmen. L war für diese Zeit bei ihrer Oma.
Der zweitägige Kurs war sehr gut aufgebaut, beinhaltete spannende Inhalte und entließ meine Kollegin M und mich wieder hochmotiviert in das Arbeitsleben. In unserem firmeninternen Team Agile besprachen wir die Inhalte kurz darauf und werden nun schauen, wo und wie wir das eine oder andere in unserem Arbeitsalltag integrieren können.
Da wir am Montagmorgen sehr sehr früh mit dem Zug nach Berlin fahren mussten, entschied ich mich dagegen, mir bekannte Wahlberliner zwecks eines Treffens zu kontaktieren. Am Abend stellte sich heraus, dass es die richtige Entscheidung war, denn sowohl M als auch ich gingen sehr zeitig schlafen.
Im Übrigen fuhr die Deutsche Bahn sowohl auf dem Hin- als auch auf dem Rückweg pünktlich. So macht das doch Spaß!
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Weniger Spaß hatte ich, als ich Mitte des Monats erneut eine Vollstreckungsankündigung aus dem Briefkasten fischte. Es ging mal wieder um Ms Krankentransportkosten von Juli 2020.
Ich bin nach wie vor der Ansicht, dass ich den Betrag von glücklicherweise „nur“ 325 Euro nicht zahlen brauche, da weder L noch ich aufgrund der Erbausschlagung Ms Erben geworden sind. Dennoch bedeutete es letzte Woche erneut Aufwand für mich. Ich suchte in meinen Mails den Schriftverkehr mit dem Nachlasspfleger heraus, denn dieser sicherte mir Ende Januar 2022 zu, sich um diese Angelegenheit zu kümmern, was er offensichtlich nicht getan hatte. Daraufhin schrieb ich das Nachlassgericht, den Nachlasspfleger und die Vollstreckungsbehörde an. Ich hoffe, dass die Angelegenheit nun geklärt werden kann. Am liebsten wäre es mir natürlich, müsste ich wirklich nichts zahlen. Es heißt also mal wieder: Abwarten!
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Am letzten Samstag fand in Ls Grundschule ein Kennenlernen statt. Gemeinsam mit der leicht aufgeregten L standen J und ich pünktlich um halb zehn inmitten vieler anderer Schulanfänger vor der Schule. Die Kinder wurden bereits ihren jeweiligen Klassen zugeteilt. L wird ab Ende August die Klasse 1b besuchen.
Während L mit ihrer Klasse im Klassenzimmer verschwand, wurden wir Eltern in einen separaten Raum geführt. Uns wurden viele wichtige Informationen rund um den bevorstehenden Schulalltag mitgeteilt. Leider steht noch immer nicht fest, wie viele Verwandte pro Kind an der Schuleinführung teilnehmen dürfen.
Ich freute mich sehr, als ich anderthalb Stunden später feststellte, dass L sich bereits mit zwei neuen Klassenkameradinnen angefreundet hatte. Ich tauschte mit deren Müttern die Telefonnummern aus, denn wir überlegen, die Kinder im August hin und wieder gemeinsam in den Ferienhort zu schicken.
L redete den ganzen Tag von der Schule und möchte am liebsten sofort hingehen. Das ist wirklich unglaublich toll! ❤
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Der über den Kindergarten organisierte Schwimmkurs macht L ebenfalls sehr viel Spaß. Viermal wöchentlich ist sie in der Schwimmhalle und lernt bei einer sehr netten Schwimmlehrerin alles, was sie für ihre Seepferdchen-Prüfung Mitte Juli können muss.
Aufgrund des sommerlichen Wetters waren wir auch am Wochenende mehrmals im See baden. L übte mit großer Begeisterung ihre Schwimmbewegungen.
Hinter J und mir liegt ein sehr arbeitsreiches Wochenende. Alle Objekte, die in circa einem Monat nicht mit in die neue Wohnung oder den neuen Keller umziehen sollen, wurden gesichtet und sortiert und anschließend entweder behalten (vielleicht ein Prozent) oder an den Straßenrand zur morgigen Abholung durch die Stadt Erfurt gestellt. Und das alles bei durchgängigen Temperaturen von fünfunddreißig Grad Celsius.
Das Erreichte fühlt sich unglaublich gut an. Vor allen Dingen mental. Ich bin so viel Ballast losgeworden, so viele Habseligkeiten, von denen ich die meisten noch nie gesehen oder schon lange vergessen hatte. Ich spüre, dass mir dieses Loslassen sehr sehr guttut.
Freitag, 17. Juni 2022
L schlief bis morgens halb sieben in ihrem eigenen Bett und kam nur für die letzte halbe Stunde bis zum Weckerklingeln zu mir ins Bett gekrochen. Das freute mich sehr.
Nach einem angenehmen Arbeitstag und Ls zweiter Schwimmstunde begann für uns am Nachmittag das Wochenende. Unsere Vermieter C und A kamen in der Nacht von ihrem einmonatigen Albanien-Aufenthalt zurück. Da gab es viel zu erzählen. Beide waren überrascht, wie groß L geworden ist. L wiederum zeigte den beiden ihren Schulranzen und half beim Ernten der Erdbeeren und des Salats und beim Gießen der Beete.
Am Abend machten J, L und ich einen langen Spaziergang in die Stadt. Seit langer Zeit fand wieder das Krämerbrückenfest in Erfurt statt. Am Vortag lag bei der Kinderpsychologin ein Prospekt mit allen Veranstaltungen aus. Ich entdeckte, dass meine alte Bigband im Innenhof des Café Nerly einen Auftritt hatte und hörte mir zweieinhalb Songs an. Leider hatte L keine Lust, länger zuzuhören und wurde etwas unausstehlich. J gefiel ihr Verhalten gar nicht und sagte ihr ein paar Takte. Zu dritt einigten wir uns darauf, in Zukunft mehr Kompromisse zu finden und in den Alltag zu integrieren. Diese Vorgehensweise empfahl mir auch Ls Kinderpsychologin. Umso erfreulicher, dass wir gleich am Freitagabend eine erste Umsetzung ausprobieren konnten. Ls Laune besserte sich schnell wieder und wir spazierten genauso gemütlich zurück nach Hause wie wir in die Stadt gelaufen waren.
Samstag, 18. Juni 2022
Erst gegen sieben Uhr wechselte L an diesem Morgen von ihrem in mein Bett. Wir schliefen zu dritt gemeinsam noch bis halb neun. Das ist nun die zweite Nacht, die sie so lange allein in ihrem Bett verbrachte. Solche Tage zeigen mir, wie es in Zukunft vermehrt aussehen kann. Eine beruhigende und schöne Vorstellung.
Nach einem leckeren Frühstück machten sich L, J und ich in den Keller. Während J fleißig Unmengen an Gerümpel, das definitiv entsorgt werden soll, ins Freie trug, sortierte ich die Dinge in unserem Kellerabteil um. Einige wenige Dinge will ich noch vor dem Umzug durchsehen, einiges ist bereits umzugsbereit und alles andere wurde im Laufe des Vormittags ebenfalls nach draußen gebracht.
Mittags bereitete L ein kleines Essen für J und mich vor. ❤ Sie legte auf einen Teller den am Vortag gepflückten Salat, ein paar Tomaten und je eine halbe Möhre. Sie war unglaublich stolz auf sich. (Und ich auch auf sie.)
J hatte in seinem Trainingsplan einen entspannten Lauf um die fünfundvierzig Minuten stehen. Ich hatte L versprochen, mit ihr zur Toggo Tour, einem Kinderfest, auf den Theaterplatz zu fahren. Da es unglaublich heiß war, blieben wir nur anderthalb Stunden. Ein paar Stände konnten wir dennoch besuchen. Ein Softeis von unserem Eisverkäufer des Vertrauens gab es ebenfalls.
Am späteren Nachmittag fanden wir drei uns wieder zu Hause ein. Wir packten unsere Schwimmtasche und fuhren ins Nordbad. Hier war ich seit vielen Jahren nicht mehr. L, die durch ihre beiden Schwimmstunden sehr motiviert und mutig war, hatte den bisher größten Spaß ihres Lebens im Wasser. Wir plantschten gemeinsam im Nichtschwimmerbereich und übten ihre Beinbewegung. Es war eine willkommene Abkühlung an diesem heißen Tag. J schwamm mehrere Bahnen im Sportbecken. Pommes bzw. Nudeln mit Tomatensoße und ein Eis holten wir uns natürlich auch. Erst halb zehn am Abend waren wir wieder zu Hause.
Toggo Tour
Sonntag, 19. Juni 2022
Irgendwann in der Nacht kam L zu uns ins Bett gekrabbelt. Keiner wurde davon wach, was sehr erfreulich war, und wir schliefen bis halb neun.
Unser Tag begann wie bereits gestern mit einem leckeren Frühstück. Danach begaben J und ich uns in den Raum oberhalb der Garage. Ich stellte entsetzt fest, dass dort doch mehr Unrat lag als erwartet. J war etwas angefressen. Es waren bereits am Vormittag wieder weit über dreißig Grad. Etwa anderthalb Stunden räumten wir diesen Raum leer. J trug im Anschluss alle Möbel direkt an den Straßenrand und ich sortierte und sichtete die Dinge, die im Garagenraum lagerten. Auch hier trennte ich mich von mindestens achtundneunzig Prozent. Ein befreiendes Gefühl. Drei Stunden später waren wir endlich fertig – total verschwitzt und unglaublich schmutzig.
Nach einer erfrischenden Dusche gab es Nudeln mit selbstgemachter Soße für J und mich und Tomatensoße für L. Damit J und ich uns ein bisschen ausruhen konnten, durfte L ein paar Folgen „Pipi Langstrumpf“ gucken.
Nachdem wir J gegen 17 Uhr zum Bahnhof fuhren, machten L und ich uns nochmals auf den Weg zum Kinderfest am Theaterplatz. L konnte noch mal auf einer Hüpfburg hüpfen und ein paar Sticker und andere Kleinigkeiten einsammeln.
Auf dem Rückweg hielten wir noch beim Friedhof. Ich hatte diese Woche Friedhofsdienst und wollte bei den Temperaturen die armen Pflanzen wässern. Aus der Ferne grummelte es bereits verdächtig. Das Grab sah sehr gut aus. Wir hatten außer dem Entfernen einzelner Nadeln auf dem Grab und dem Gießen der Pflanzen wirklich nichts weiter zu tun.
Kurz vor 19 Uhr waren wir schließlich zu Hause. Ich räumte noch Ls Kinderzimmer auf (das sah aus!) und hing die Wäsche auf. Danach machte ich es mir auf dem Bett mit einem Buch gemütlich, während L nochmal ein bisschen fernsehen durfte. Halb neun ging es ab in die Betten.