Tagebuch – 19. April 2023

Alltagsschnipsel

Die Nacht war sehr gut. Ich konnte viele Stunden ungestört schlafen und wachte heute Morgen ausgeschlafen und fit für den bevorstehenden Tag auf.

Es ist immer noch unfassbar kalt draußen. Ich ziehe morgens nach wie vor meine Winterjacke an und trage Mütze, Schal und Winterschuhe. Ein Blick in die Wetterapp verspricht auch nur zwei Tage Frühling für Freitag und Samstag in dieser Woche.
Mit S, der Mama einer Schulfreundin von L, unterhielt ich mich am Nachmittag kurz über die Temperaturen. Sie meinte, vor einem Jahr saß sie bereits mit ihrer Tochter nur im T-Shirt bekleidet auf dem Balkon. Ich bilde mir somit die fehlende Frühlingswärme nicht ein.
Als L und ich am Morgen das Haus verließen, bewunderten wir die Wolkenkonstellationen am Himmel. Auf der einen Seite sahen wir helle Wolken, hinter denen die Sonne hervorblickte, auf der anderen dunkle Regenwolken, die Ungemütlichkeit versprachen.


Den heutigen Arbeitstag nutzte ich für das Abarbeiten von Aufgaben, die ich schon eine Weile vor mir hergeschoben hatte. Super eilig waren sie zwar nicht, aber irgendwann wollten sie natürlich trotzdem erledigt werden. Es fühlte sich kurz vor der Mittagspause unfassbar gut und befreiend an, dass ich sie nun nicht noch einen weiteren Tag mit mir herumschleppen muss. Im Allgemeinen war mein Arbeitstag sehr produktiv. Ich kam gut voran und konnte konzentriert arbeiten.

Was heute schön war:

Massage.
Die Masseurin meines Vertrauens krabbelte nachmittags erst wieder auf mir herum, ehe sie zahlreiche Verspannungen, vor allem im Schulter- und Nackenbereich, wegmassierte. Nach der Behandlung schien sie mit ihrem Ergebnis sehr zufrieden zu sein. Ich fühlte mich auch wunderbar.

Eis essen.
L und ich erwischten offensichtlich ein zwanzigminütiges sonniges Zeitfenster, um uns in der Eisdiele gegenüber der Schule je zwei Kugeln Eis zu holen. Kaum hatten wir dieses verspeist, zogen dunkle Wolken auf, aus denen es wenig später regnete. Zudem kam ein starker Wind auf. Da hatten wir wirklich Glück.

Tagebuch – 18. April 2023

Alltagsschnipsel

Wegen meines akuten Schlafmangels ging ich gestern Abend bereits um kurz nach 21 Uhr ins Bett. Ich schlief auch direkt ein. Heute Morgen wachte ich erst durch das Klingeln des Telefonweckers auf. Laut meiner Fitbit-Uhr hatte ich eine sehr gute Nacht mit achteinhalb Stunden Schlaf. Genauso munter und ausgeschlafen fühlte ich mich auch.

Nachdem ich L in die Schule begleitet hatte, fuhr ich ins Büro nach Erfurt. Heute war ich alleine und ohne einen oder mehrere Kollegen unterwegs. Sowohl auf der Hin- als auch auf der Rückfahrt hörte ich je ein Hörspiel von „Die drei ???“. Die Geschichten waren fesselnd und spannend. Die Autobahnen waren größtenteils frei und über das Wetter konnte ich mich ebenfalls nicht beklagen.

Im Büro selbst hatte ich heute Vormittag zwei wichtige Termine, die ich gemeinsam mit meinem Kollegen/Freund M führte.
Zum einen handelte es sich um ein Vorstellungsgespräch, bei dem sich die Bewerberin nicht nur als überaus erfahren, lösungsorientiert und intelligent entpuppte, sondern auch sehr sympathisch rüberkam. Gerade der letzte Punkt ist bei so einer kleinen Firma wie der unseren überaus wichtig. Nächste Woche kommt sie nochmals zu uns ins Büro, um über Vertragsdetails zu sprechen. Vielleicht können wir im Mai bereits eine neue Mitarbeiterin begrüßen.
Der zweite Termin war ein internes Update zum Fortschritt bei der Testautomatisierung. Zu meiner und vermutlich auch Ms Überraschung, waren die beiden Mitarbeiter gut und viel besser vorbereitet als erwartet. Sie konnten uns einen übersichtlichen Einblick in das bisher Geschehene und eine realistische Zeitschiene für die nächsten Wochen präsentieren.

Was heute schön war:

Teammeeting.
Alle drei Wochen findet an einem Dienstag unser Teammeeting statt. Heute war endlich mal wieder so ein Dienstag. Knapp die Hälfte des Teams befand sich im Büro in Erfurt, die andere schaltete sich remote dazu. Wir sollten diesmal unter anderem zwei Wahrheiten und eine Lüge über uns erzählen. Das war überaus spannend und witzig, weil wieder so manches Geheimnis über eine Kollegin oder einen Kollegen ans Licht kam.

Pizza.
L hatte gestern Abend schon Appetit auf eine Pizza Funghi. Ich vertröstete sie aber auf heute. Nachdem wir am späten Nachmittag wieder zu Hause waren, bestellte ich uns zwei Pizzen mit Champignons. Da ich einen überaus interessanten Geschmack habe, kam auf meine Pizza Funghi noch die Extrazutat Ananas mit drauf. Mmmmh lecker. L aß drei von vier Stücke ihrer Pizza Funghi. Sie hatte offensichtlich wirklich großen Hunger.

Tagebuch – 17. April 2023

Alltagsschnipsel

Welch bescheidene Nacht liegt hinter mir. Tief geschlafen hatte ich lediglich fünfundvierzig Minuten zwischen fünf und sechs Uhr morgens. Zu viel ging mir im Kopf herum, das verarbeitet werden wollte. Die Gedanken gaben einfach keine Ruhe. 
Wenigstens schlief L ruhig und friedlich. Sie redete aber unglaublich viel im Schlaf. Ich erinnere mich an Wortfetzen wie “reinschmuggeln” und “Halloweenkostüm”. In ihren Träumen ging es offenbar gut ab.

Ich bin sowas von urlaubsreif. Die Ostertage bei meinen Eltern hatten zwar ein wenig zum Abschalten beigetragen, die Zeit danach mit Ls Krankheit und den dadurch für mich weggefallenen zwei Tagen kindfrei haben aber deutliche Spuren hinterlassen. Bis Mitte Mai, wenn ein sehr langes Wochenende bevorsteht, werde ich noch durchhalten müssen.

Was heute schön war:

Alltag.
Endlich wieder Routine! Das frühe Aufstehen nehme ich dafür gern in Kauf. So sehr ich meine L liebe, dauerhaft aufeinander hocken tut uns beiden einfach nicht gut. 
Nachdem sie heute die letzten Meter alleine zur Schule ging, machte ich meinen kleinen Morgenspaziergang an der frischen Luft. Das war wunderbar.

Rückentraining.
Da ich Samstag kurz befürchtet hatte, eine Art Hexenschuss zu haben, nutzte ich zwanzig Minuten meiner Mittagspause für ein Krafttraining im Rückenbereich. Zeit wurde es. Ich bin zwar mit Mitte dreißig noch nicht alt, arbeite aber seit Jahren sehr viel im Sitzen. Das ist nicht spurlos an meinem Körper vorbeigegangen.

Eis essen.
Nach der Schule besuchten L und ich eine unserer beiden Stammeisdielen. L bestellte sich eine warme Waffel mit Apfelmuseis, die sie auch fast ohne meine Hilfe schaffte, ich genoss ebenfalls eine Kugel Apfelmuseis und eine Kugel Cherry-Chocolate-Cake.

Tagebuch – 16. April 2023

Alltagsschnipsel

Ich habe in der Nacht nur so mittelgut geschlafen und lag viel (halb)wach herum. Zum Glück konnten wir heute nochmals ausschlafen, sodass ich ausreichend viel Schlaf abbekam, um gut durch den Tag zu kommen.

Am späten Nachmittag konnte sich L für ein paar Deutschübungen motivieren. Nach nicht mal einer Viertelstunde waren die Aufgaben erledigt. Sie las mir im Anschluss daran sogar noch zehn Minuten vor und erhielt eine weitere Unterschrift in ihrem Lesepass.

Was heute schön war:

Kinobesuch.
Obwohl L und ich erst am Freitag im Kino waren, gingen wir heute Mittag schon wieder hinein und schauten uns den Film “Die Olchis – Willkommen in Schmuddelfing” an. 

Stadtbummel.
Nach dem Film schlenderten L und ich im Nieselregen durch die nahezu menschenleere Leipziger Innenstadt. L hatte Hunger und erneut Appetit auf das Happy Meal bei McDonald’s. Da ich vor ein paar Tagen feststellte, dass sie etwas Untergewicht hat (die Krankheiten im Dezember, Februar und April haben Spuren hinterlassen), hatte ich nichts dagegen einzuwenden. Ich selbst bestellte für mich nichts, futterte L aber einige Pommes weg. 

Tagebuch – 15. April 2023

Alltagsschnipsel

Herrlich und bis Viertel nach acht, also Viertel neun, geschlafen. L wachte erst um neun auf, sodass ich genug Zeit hatte, um richtig wach zu werden und in Ruhe im Internet zu lesen. Ich mag entspannte Starts in den Morgen sehr.

Ein Blick aus dem Fenster zeigte Regen. Ein Blick in die Wetterapp zeigte für den ganzen Tag Dauerregen. Es wurde somit ein sehr gemütlicher Samstag für L und mich mit (Vor)Lesen, Fernsehen einschließlich eines gemeinsamen Filmabends und einer kleinen Ausmist- und Aufräumaktion im Kinderzimmer. Bei dieser machte ich offenbar eine falsche Bewegung. Ich fürchtete zunächst, mir einen Hexenschuss zugezogen zu haben, und war kurz darauf umso erleichterter, als ich mich noch bewegen konnte. 

Was heute schön war:

Ausflug.
Gegen Mittag verließen L und ich doch noch die Wohnung. L wünschte sich mal wieder bei McDonald’s zu essen. Da ich auf die Leipziger Innenstadt keine große Lust hatte, fuhren wir mit dem Auto zu einer Filiale nach Großpösna. Dort waren wir noch nie und wissen jetzt, was es dort alles gibt.

Tagebuch – 14. April 2023

Alltagsschnipsel

L und ich haben gut und störungsfrei geschlafen. Kurz nach um sieben war ich wach, las im Internet und begann anschließend zu arbeiten. L wachte erst gegen halb neun auf.

Den heutigen Arbeitstag nutzte ich wieder für die Umstrukturierung der Personalakten. Mit einigen Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen bin ich sogar sowohl in der elektronischen Ablage in unserer Nextcloud als auch im Tool Personio fertiggeworden. Etwas Zeit wird das Ganze sicher noch in Anspruch nehmen.

Meine Meinung zum Tool selbst ist noch etwas zwiegespalten. Vieles stellt sich nun im täglichen Gebrauch als zäher und umständlicher als zuvor gedacht dar. Beispielsweise das Einloggen. Das nervt mich tatsächlich momentan am meisten, da trotz Passwortspeicherung falsche Daten eingetragen werden und ich diese händisch korrigieren muss. Mal schauen, ob ich das ändern kann. Und über die Usability mag ich gar nicht erst reden.

Was heute schön war:

Kuchen backen.
L wollte Kuchen backen. Ich wollte nicht schon wieder Nein sagen und sie zum Spielen in ihr Zimmer schicken oder vor dem iPad parken, deshalb einigten wir uns darauf, dass wir den Teig in meiner Mittagspause anrühren. 
Wir holten mittags meine Teddykuchenform aus dem Schrank und sämtliche Zutaten hervor. L hatte wirklich große Lust zu backen und bereitete den Teig fast alleine zu. Nach der Backzeit lächelten uns vier Teddyschokoladenkuchen an, von denen wir bereits einen auffutterten.

Kinobesuch.
Mittags fragte L, ob wir nicht heute schon ins Kino in den 3D-Film “Super Mario Brothers” gehen wollen. Ich schaute auf der Website des Kinos nach und fand für die Vorführung am späten Nachmittag noch zwei freie Plätze in der hintersten Reihe. 
Diesmal teilten wir beide uns eine kleine Popcorntüte. Das reichte tatsächlich völlig für unsere Sättigung aus. 
Vom Film selbst war ich positiv überrascht. Der Trailer, den ich mehrmals in den letzten Wochen gesehen hatte, sagte nicht ansatzweise etwas über die Handlung aus. Ich hörte sogar an sehr vielen Stellen die Melodien von meinem ersten Gameboy Spiel. L und ich waren begeistert und empfehlen den Film guten Gewissens weiter.

L und ich könnten eigentlich auch gleich ins Kino ziehen …

Tagebuch – 13. April 2023

Alltagsschnipsel

Geschlafen hatte ich in dieser Nacht an und für sich gut. Allerdings war es gestern eindeutig zu spät für mich, erst 23 Uhr das Licht auszumachen. Aufgewacht bin ich bereits kurz vor sieben Uhr. Ich fühlte mich zwar nicht gerädert, merkte aber schon, dass mir etwas Schlaf fehlte. Da ich heute von zu Hause aus arbeitete, hatte ich noch ein wenig Zeit, im Internet zu surfen und meine Duolingo-Übungen in Schwedisch zu absolvieren. Ich brauchte somit nicht sofort aufstehen.

Es fiel mir schwer, in die Arbeitswoche zu starten. Richtig Lust hatte ich nicht. Zudem wuselte L zu Hause herum, sodass sich auch kein richtiges Arbeitsfeeling einstellen wollte. Ich arbeitete nach dem Lustprinzip und suchte mir eine Aufgabe heraus, die wichtig war und auf die ich auch Lust hatte. Ich musste ohnehin die Meldung an unsere Lohnbuchhalterin für unsere April-Gehälter machen, also blieb ich gleich bei der Umstrukturierung unserer Personalakten hängen. Die Daten pflegte ich in das neue Tool Personio ein und änderte sie auch bei mir in der elektronischen Ablage. In Papierform werde ich die Unterlagen im Laufe der nächsten Wochen ebenfalls umändern müssen.

Was ist schlimmer als mit einem kranken Kind im Homeoffice zu sein? Richtig! Mit einem allmählich wieder gesund werdenden Kind im Homeoffice zu arbeiten.
Uhhhh. Heute gab es richtig Knatsch. Gestern tanzte mir L schon ein wenig auf der Nase herum und wurde frech. Doch heute trieb sie es auf die Spitze. Da mir kalt war und ich mich ohnehin frisch machen wollte, ging ich in meiner Mittagspause kurz in die Badewanne. Diesen Umstand nutzte sie, um ihre schlechte Laune oder Langeweile oder beides an mir auszulassen. Ich weiß schon gar nicht mehr, was der Auslöser war, jedenfalls zog sie sich ihre Stiefel und Jacke an und verließ die Wohnung. Sie kündigte zuvor an wegzugehen. In der Badewanne liegend, konnte ich so schnell gar nicht reagieren. Dass sie nur so tat und im Treppenhaus kurz auf und ab lief, war mir von vornherein klar, deshalb verfiel ich auch nicht in Panik. Wer L kennt, weiß zudem wie unfassbar anhänglich sie ist. Sie würde mich im Moment nie verlassen. Dennoch sagte ich ihr später, wie bescheiden ich diese Aktion fand und dass sie mir damit sehr wehgetan hatte. Dieses Beispiel ist nur eines von vielen.
Dummerweise fühlte ich mich danach mal wieder wie die schlechteste Mama aller Zeiten. Es kamen erneut die Gedanken in mir auf, alles falsch zu machen. Es fällt mir sehr schwer, mich von solchen Gedanken nicht herunterziehen zu lassen, denn schließlich bin nicht nur allein ich für Ls Entwicklung zuständig. Die Gesellschaft in Form von Familie, Schule, Freunden und Freundinnen etc. leistet neben mir auch ihren Beitrag. Aber trotzdem … im Kern mache ich viel falsch. Dabei gebe ich mir echt große Mühe.

Was heute schön war:

Einkaufsbummel.
Am Nachmittag legte ich nochmals eine Arbeitspause ein. L und ich gingen an die frische Luft, bummelten ein wenig durch unser kleines Städtchen Markkleeberg und fuhren mit dem Auto zum Moritz Hof nach Lößnig. L wollte unbedingt ihr Taschengeld unters Volk bringen. Ich kaufte uns Band 12 der Buchreihe „Die Schule der magischen Tiere“, für L einen Gürtel, für mich ein paar lustige Socken und eine Schlumperhose. (Die letzten beiden Artikel waren Impulskäufe. Ich brauche aktuell weder eine gemütliche Hose noch ein paar Socken.)

12 von 12 im April

Alltagsschnipsel

Die Nacht war sehr gut. L hatte weder Fieber oder erhöhte Temperatur noch daraus resultierende Fieberträume. Wir schliefen beide ohne Unterbrechungen bis zum Morgen durch. Ich erwachte bereits kurz nach halb acht und surfte noch ein wenig in Ruhe im Internet herum. Den heutigen Tag hatte ich schließlich noch Urlaub. L wachte eine Stunde später auf.


Als ich nach einer kurzen Badrunde die Küche betrat, fiel mein Blick zuerst auf die gestern gekauften wunderschönen Tulpen. L und ich konnten uns nicht einigen. Ich wollte die orangefarbenen, sie die gelb-pinken. Wir nahmen letztendlich beide.
Ich musste auch gleich wieder daran denken, dass ich bis vor wenigen Monaten strikt gegen den Kauf von Schnittblumen war. Ich verschenkte zudem nur Blumenkörbe. Mittlerweile hat sich das geändert. Der Winter war so lang und grau, dass ich irgendwann im Januar diesen Jahres damit anfing, mir vom Einkauf bunte, frische Blumen mitzunehmen. Seitdem habe ich auch nicht damit aufgehört.


Neben meinem heiß geliebten Schokocappuccino bereitete ich mir zum Frühstück eine Portion Cornflakes mit veganer Milch und einer Menge Obst zu. Ich hatte endlich mal wieder Appetit auf etwas Frisches zum Frühstück. L wollte lediglich Cornflakes mit Milch essen.


Nach dem Essen blieb ich am Küchentisch sitzen und widmete mich eine Viertelstunde lang meinem Lieblingsterminkalender „Ein guter Plan“. Wer gern Denkanstöße, Alltagstipps, Wochenübersichten und monatliche Auswertungen mag, dem sei dieser Terminkalender hiermit wärmstens empfohlen.

Den Vormittag nutzte ich für Tätigkeiten im Haushalt. Meine Zimmerpflanzen bekamen endlich wieder Wasser, ich bezog das Bett neu und räumte einen Oberschrank auf, in dem sich in den letzten Wochen einiges angesammelt hatte. Mit meinem Bruder telefonierte ich über eine Stunde.


Mittags fuhren L und ich nach Zwenkau.
Wie hielten zuerst fünf Minuten vor einem Gymnasium, dessen Lage und äußeres Erscheinungsbild ich mir ansehen wollte. (Man kann nie frühzeitig genug schauen, auf welche Schule L in drei Jahren wechseln könnte.)
Anschließend fuhren wir zum Hafen des Zwenkauer Sees. Eine halbe Stunde ist das Parken hier kostenlos. Wir entdeckten gleich einen sehr schönen Spielplatz. Ich erfreute mich am Anblick des Wassers und der Boote, während L rutschte und mit dem Bagger hantierte.
Es ist eindeutig ersichtlich, dass alles im Hafenbereich in Zwenkau auf den Tourismus im Sommer ausgelegt ist. Eine Ferienwohnung reiht sich an die nächste. Auch an Restaurants mangelt es nicht. Wenn L und ich im Sommer Lust auf viele Menschen haben, kommen wir sicher auch mal zum Baden an diesen See.


Nachmittags holten wir die gestern Abend von mir vorbestelle Magic Bag in einem vietnamesischen Restaurant ab. Es war wieder reichlich Essen in der Verpackung enthalten. L und ich konnten heute jede zweimal davon essen. Zum Essen dazu gab es selbst gemachten Bubble Tea, diesmal goss ich über die Lychee-Perlen lauwarmen Apfel-Feige-Tee.

Den restlichen Tag werden wir mit (vor-)lesen und fernsehen verbringen. Meine täglichen Duolingoübungen absolviere ich später auch noch. Da L Ferien hat und zudem krank ist, arbeite ich morgen und übermorgen von zu Hause aus. So kann ich ein wenig länger schlafen. 🙂

Tagebuch – 11. April 2023

Alltagsschnipsel

Bevor ich gestern gegen 23 Uhr schlafen gehen konnte, hatte L einen kurzen und zu meinem Glück weniger gruseligen Fiebertraum. Sie redete ein paar Minuten lang wirres Zeug, ließ sich von mir aber recht schnell beruhigen. Ihre Temperatur lag meinem Gefühl nach irgendwo zwischen erhöhter Temperatur und Fieber. Ihr Herz schlug unglaublich schnell. Gemeinsam fanden wir aber zurück in den Schlaf.
Im Laufe der Nacht wachten wir noch zwei oder drei Mal auf. Da Ferien sind und ich zudem heute und morgen Urlaub habe, konnten wir bis halb neun ausschlafen.

Meine Termine im Autohaus und bei der Sparkasse sagte ich am Vormittag ab. Auch meinen Freundinnen und Freunden musste ich leider mitteilen, dass aus unseren geplanten Treffen nichts wird. Ich fühlte mich etwas besser als noch gestern Abend, war aber immer noch ein wenig traurig. Den Vormittag nutzte ich auch für ein wenig Hausarbeit.

Ich beschäftigte mich sowohl heute als auch in den letzten Tagen viel mit dem Body-Mass-Index. Ich fand dabei heraus, dass ich sogar noch zehn Kilogramm zunehmen könnte und immer noch Normalgewicht hätte. Würde ich hingegen vier Kilogramm abnehmen, hätte ich bereits leichtes Untergewicht. Total interessant. An meinem Gewicht mag ich aktuell nicht viel verändern. Vielmehr möchte ich meine Muskelmasse aufbauen und die Fettmasse reduzieren.

Was heute schön war:

Sonnenschein.
Trotz des Aprilwetters und dem Wechsel aus Hagel, Regen und Wind schien heute oft die Sonne. L und ich wohnen im Dachgeschoss, sodass ich mich sowohl morgens beim Frühstück als auch nachmittags und abends über die durchs Dachfenster scheinende Sonne freute. Ich liebe Wärme sehr.

Einkaufen.
Da wir die Ostertage bei meinen Eltern in Erfurt verbrachten, hatten wir nicht mehr allzu viel Essen im Haus. Auch wenn L krank ist, soll sie täglich ein paar Minuten mit mir an die frische Luft gehen. Heute begleitete sie mich zum Einkaufen. Wir fuhren ein paar Kilometer mit dem Auto. Eigentlich wollte ich in einen Supermarkt in der Nähe des Zwenkauer Sees gehen und anschließend etwas am Wasser entlanglaufen. Doch irgendwie hab ich was komplett anderes ins Navi eingegeben und wir landeten am unteren Zipfel des Störmthaler Sees. Wir gingen also dort einkaufen und fuhren mit Blick auf die dunkle Wolkenwand anschließend wieder nach Hause zurück.
Für morgen wird kein oder zumindest weniger Wind vorausgesagt (mich stört er nicht, aber L mag ihn überhaupt nicht), sodass wir unseren ursprünglich für heute geplanten Ausflug eben morgen machen werden.

Bubble Tea.
Nachmittags bekam jede von uns ein Glas mit selbst gemachtem Bubble Tea. (Wir sind beide nicht anspruchsvoll.) Den Boden des Glases füllte ich mit den Lychee-Perlen. Über Ls Perlen goss ich Kamillentee, über meine erst Fuze Tea und anschließend auch Kamillentee. Das schmeckte super lecker. Im Sommer kommen noch Eiswürfel dazu.

Unser Osterfest 4/4

Alltagsschnipsel

Die Nacht war sehr gut. L hatte zwar erhöhte Temperatur, schlief aber durch. Auch ich bekam laut Fitbituhr achteinhalb Stunden Schlaf. Ich fühlte mich nach dem Aufwachen tausendmal erholter als gestern Morgen.

Ls Husten kommt wieder direkt aus der Lunge und klingt unheimlich schlimm. Leichten Schnupfen hat sie ebenfalls. Hatte ich Ls Oma M gestern Abend lediglich darüber informieren wollen, dass es sein kann, dass ihr geplanter Kurzurlaub mit L nicht stattfinden kann, musste ich ihn heute endgültig absagen. Das tat mir unfassbar leid. So egoistisch wie das jetzt klingen mag: Vor allem für mich.

Wir frühstückten gemeinsam mit meinen Eltern. Es gab wieder Croissants und meinen Schokocappuccino. 🙂

Nach dem Frühstück ging ich alleine meine Großeltern besuchen. Diese wohnen nur wenige Straßen von meinen Eltern entfernt. Ich lief keine fünf Minuten zu ihnen. L durfte sich bei meinen Eltern derweil ausruhen. Eine gute Stunde blieb ich bei den beiden, unterhielt mich aber die meiste Zeit mit meiner Oma. Natürlich war der Osterhase auch bei ihnen gewesen.

Als ich gegen halb zwölf zu meinen Eltern zurückkehrte, wurde ich bereits von allen sehnsüchtig erwartet. Jeder bekam zunächst sein kleines Ostergeschenk. (Das Verhältnis zwischen meinen Großeltern und meinen Eltern ist aktuell nur so mittel, weshalb es in diesem Jahr keinen gemeinsamen Osterbesuch gab.)

Mittags machten wir uns auf den Weg in den Kressepark. Ich wollte mir unbedingt den neu gestalteten Spielplatz anschauen. Außerdem war es wieder sehr sonnig und die Temperatur lag bereits bei über sechzehn Grad Celsius. Zu Hause sitzen wollte keiner.


Vor dem Mittagessen räumte ich Ls und meine Sachen zusammen. Ich hatte beschlossen, am Nachmittag mit ihr zurück nach Markkleeberg zu fahren. Ursprünglich wollte ich bis kommenden Samstag in Erfurt bleiben. Nach dem Essen schlief ich nochmals für eineinhalb Stunden.

Kurz vor halb vier war unser Auto mit unseren Taschen vollgepackt. Wir dankten meinen Eltern für das schöne Osterfest und fuhren entspannt auf halbleeren Autobahnen zurück nach Hause.

Als wir gegen 17 Uhr zu Hause eintrudelten, schickte ich L ins Bett. Sie sollte sich ausruhen und durfte auf ihrem iPad fernsehen. Ich räumte derweil einen Großteil unserer Taschen aus. Dabei wurde ich immer trauriger. Für die kommenden Tage in Erfurt hatte ich so unendlich viel vorgehabt. Ich wollte mir Sommerräder auf mein Auto montieren lassen, einen Termin bei der Sparkasse wahrnehmen, ein längeres Telefonat mit meiner Freundin J aus Dresden führen, zweimal mit Freunden Abendessen und einmal mit einer Freundin Mittagessen gehen, zwei Freundinnen am Nachmittag besuchen, vielleicht ins Kino gehen … Ls Krankheit hat mich wirklich kalt erwischt. Diese wochenlange Vorfreude auf zwei Tage kindfrei waren mein kleiner Strohhalm, eine Art Rettungsanker. Ich wollte die Zeit nicht nur für Treffen mit Freunden und Freundinnen nutzen, sondern auch für mich. Ich wollte neue Energie tanken und mich nur um mich selbst kümmern. Mit Blick in meinen Kalender und die ausgebuchten nächsten Wochen bezweifle ich sehr stark, dass ich in diesem Jahr nochmals die Möglichkeit erhalten werde, ein oder zwei Tage alleine zu sein. Auch wenn natürlich ein Teil in mir sagte, dass ich die freien Tage mit dem Wissen, dass L krank ist und es ihr nicht gut geht, nicht hätte genießen können, gewann für den Rest des Abends der Teil, der unfassbar enttäuscht und unendlich traurig war. Ich ließ diese Gefühle zu, denn mir war es wichtig, dass sie sich nicht im Körper anstauen. Mein Körper hat seit Ms Tod schließlich immer noch mit genug anderen Emotionen zu kämpfen.

L aß zum Abendessen etwas Pizza, ich ein Stück Kuchen. Ich ließ sie vor dem Schlafengehen noch inhalieren. Ein paar Stöße sind in dem im Februar von ihrer Kinderärztin verschriebenen Asthmaspray noch enthalten. L spürte auch direkt, wie die Medizin in ihrer Lunge ankam. Ich las ihr noch ein Kapitel aus einem Buch von „Die drei !!!“ vor. Das elfte Buch der Reihe „Die Schule der magischen Tiere“ hatten wir mittlerweile nämlich ausgelesen. Bevor mein Abend endete, absolvierte ich noch meine Schwedischübungen auf Duolingo.