Nach einer störungsfreien Nacht wachten L und ich auch heute Morgen wieder gegen halb acht ausgeschlafen auf.
(Uns beiden würde es den Alltag ungemein erleichtern, würde die Schule morgens eine halbe Stunde später beginnen. Ich sollte bei der Wahl einer weiterführenden Schule darauf achten.)
Im Gegensatz zu gestern hatte ich heute ein wenig mehr Lust auf Hausarbeit.
Ich räumte zuerst Ls Kinderzimmer auf, das schon wieder furchtbar aussah. Ich bin mir noch nicht sicher, wie ich damit in Zukunft umgehen werde. Es löst bei L natürlich keinen Lerneffekt aus, wenn ich jedesmal still und heimlich ihre Sachen in Ordnung bringe.
Unterstützung bekam ich von unserem lieben Staubsaugerroboter Miro, der für mich in einigen Zimmern den Staub auf dem Boden einsaugte.
Ekligste Entdeckung des Tages waren einige (zum Glück wenige) Mehlwürmer und -käfer. Ich entsorgte alles in der Kiste Befindliche und reinigte den gesamten kleinen Abstellraum sehr gründlich. Dennoch hatte ich das Gefühl, dass mich von irgendwo noch Würmer oder Käfer auslachten.
Was heute schön war:
Lesen.
Ich hatte im Verlauf des Tages genug Zeit, um in meinem neuen Buch zu lesen. Ich mag den Schreibstil, die Geschichte im Allgemeinen und in diesem fünften Band im Besonderen.
Indoorspielplatz.
L hatte die Idee, heute ins Monkey Town zu fahren. Mittags betraten wir den Indoorspielplatz für einige Stunden. Während L tobte, hatte ich Zeit, um zu lesen und meine Heiße Schokolade zu genießen.
Autor: Katja
Tagebuch – 1. Oktober 2023
AlltagsschnipselIn der Nacht träumte ich von M. So ganz bekomme ich die Geschehnisse nicht mehr zusammen, aber ich bin mir ziemlich sicher, dass seine Krankheit diesmal keine Rolle spielte. Dafür standen Arbeitsthemen im Vordergrund. (Nach meinen letzten aufreibenden Wochen wundert mich das nicht.)
Gegen halb acht heute Morgen war Ls und meine Nacht vorbei. Wir waren beide ausgeschlafen und bereit für den neuen Tag.
Meine erste Amtshandlung war das Herunterladen des neuen Fantasy-Buches meiner Lieblingsautorin. Schon nach den ersten gelesenen Seiten war mir klar, dass die Story genauso spannend weitergeht. Ich freue mich auf zahlreiche schöne Lesestunden.
L ist derzeit im Playmobilfieber. Sie spielt sehr ausgiebig mit ihren vorhandenen Figuren und denkt sich tolle Geschichten aus. Besonders schön daran ist vor allem, dass das iPad nahezu den ganzen Tag unbenutzt herumliegt.
Am Abend beendete ich die Serie „Superstore“. Das war in den letzten Wochen angenehme und lustige Unterhaltung.
Was heute schön war:
Kinobesuch.
Mittags schauten L und ich uns im Cineplex in Leipzig den neuen Checker Tobi-Film in der Vorpremiere an. Der Film ist wunderbar. Bei mir regte er zum Nachdenken bezüglich unserer (deutschen) Art der Lebensführung an. Mir wurde deutlich vor Augen geführt, dass es so viel Wichtigeres im Leben als Schule oder Arbeit gibt. Ich merkte, dass wir den unwichtigen Dingen zu viel Priorität einräumen.
L fand den Film ebenfalls sehr gut. Sie freut sich bereits darauf, wenn er im Stream verfügbar ist.
Hallo Oktober!
Dies & DasIm Oktober werde ich …
… meine tägliche Sportroutine beibehalten
… ein neues Buch meiner Lieblingsautorin lesen
… mit L ins Kino gehen
… die Herbst-Kleinmesse in Leipzig besuchen
… ein paar Tage bei Ls Oma M verbringen
… meinen ersten Storymap Workshop leiten
… ein Wochenende in Erfurt bei meinen Eltern verbringen
… das Erfurter Oktoberfest besuchen
… mit L nach München fahren
… und dort bei der standesamtlichen Trauung und Hochzeitsfeier meines Bruders und J dabei sein
… vor sechzig Gästen Saxophon spielen
… zwei Thai Massagen genießen
… mit meinem Kollegen/Freund M Mitarbeitergespräche führen
… am Open Space Friday im Büro teilnehmen
… mit L an Halloween um die Häuser ziehen
Tagebuch – 30. September 2023
AlltagsschnipselDie erste Nacht ohne merkwürdige Träume, aus denen L weinend und verschwitzt aufwacht, liegt hinter uns. Das dürfte ein gutes Zeichen und L nun endlich auf dem Weg der gesundheitlichen Besserung sein. Sie schnieft und hustet so gut wie überhaupt nicht mehr. Es geht aufwärts.
L und ich schliefen bis kurz nach acht Uhr. Da heute vor allem Entspannung und Ausruhen auf dem Tagesplan stand, blieben wir noch eine ganze Weile im Bett liegen. Gegen zehn Uhr gab es somit erst Frühstück. L wünschte sich Pfannkuchen, die wir mit leckeren süßen Aufstrichen bestrichen.
Den späten Nachmittag nutzte L, um mit ihrer Puppe, die sie sich heute von ihrem Taschengeld kaufte, zu spielen. Die neue Puppe lernte einen Großteil der anderen Puppen kennen und wurde gleich in ein anregendes Spiel verwickelt.
Ich machte es mir derweil auf der Couch im Wohnzimmer gemütlich, hing meinen Gedanken nach und schaute irgendwann weitere Folgen der sechsten (und letzten) Staffel der Serie „Superstore“.
Was heute schön war:
Bummelei am Vormittag.
Nach dem Frühstück widmete ich mich lange meinem Terminkalender „Ein guter Plan“. Ich trug Ereignisse der letzten acht oder neun Tage nach, schloss anschließend den Monat September ab und bereitete den kommenden vor.
Im Keller suchte ich die bereits vorhandene Herbstdekoration heraus und brachte meinen Fund in die Wohnung. L und ich sichteten daraufhin gemeinsam die einzelnen Teile.
Einkaufstour.
Mittags fuhren L und ich ins Paunsdorf Center. Den Spielwarenladen betraten wir insgesamt drei Mal, ehe L sich schließlich für ihre Puppe entscheiden konnte. Zwischendrin gab es einen Eisbecher für mich. (L bockte zu der Zeit und verweigerte die Bestellung eines eigenen Eisbechers, was offenbar den Mann am Nebentisch sehr belustigte.) Nachdem wir für L ein Paar Winterstiefel gekauft hatten, bekam sie ein spätes Mittagessen und hatte danach wieder bessere Laune. Neue Herbstdekoration fanden wir ebenfalls. Morgen werden wir die Wohnung umdekorieren.
Gedanken- und Alltagsschnipsel im September
Alltagsschnipsel, Dies & DasFür mich hatte die wochenlang angespannte, nervenaufreibende und schwierige Situation an der Arbeit einen großen Lerneffekt. ich weiß jetzt nämlich sehr genau, was ich beruflich will und was nicht.
Ich mag die Gespräche und den Austausch mit meinen Kolleginnen und Kollegen sehr. Ich höre mir gern ihre Sorgen und Nöte an und habe Freude daran, mir zu überlegen, wie diese Themen aus der Welt geschafft oder verbessert werden können. Ich mag es, Prozesse zu planen, zu organisieren und zu coachen.
Das alles ist meins. Damit kann ich mich gut identifizieren. Darauf möchte ich meinen Fokus legen.
Ich sehe mich hingegen nicht als knallharte Geschäftsfrau oder Managerin, der es bereits so in Fleisch und Blut übergegangen ist, Hiobsbotschaften an ihre Mitarbeiter*innen zu kommunizieren, dass keine Gefühlsregung im Gesicht mehr zu erkennen ist.
Die letzten Wochen haben mir gezeigt, dass dies weder mein Geist noch mein Körper lange aushalten könnte. Ich denke an die Bauchschmerzen, den Stein auf dem Herzen und die Appetitlosigkeit. Mich würde diese Art von Arbeit über kurz oder lang zermürben.
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Bei meinem Check-up 35 wurde Blut entnommen und untersucht. Bei der Auswertung kam heraus, dass mein Cholesterinwert leicht erhöht ist.
Besonders übel ist das, da ich mich bereits vegetarisch mit vielen veganen Mahlzeiten ernähre. Auch an Bewegung mangelt es bei mir eher nicht.
Ich hoffe, dass dieser Wert im Moment nur wegen des wochenlangen Stresses erhöht ist. In drei Jahren wird beim nächsten Check-up wieder auf diesen Wert geschaut. Bis dahin brauche ich mir wohl erst mal keine Sorgen zu machen. (Als ob ich so funktionieren würde.)
Tagebuch – 29. September 2023
AlltagsschnipselDie Katze ist nun endlich aus dem Sack. Nach wochenlangen Gesprächen, viel Kopfzerbrechen und der intensiven Suche nach Lösungen kennt das Team nun den Fahrplan für das letzte Quartal des Jahres. Nach unserer Verkündung war die Stimmung merklich angespannt und drückend.
Über den Arbeitstag verteilt schaffte ich unglaublich viele büroorganisatorische Aufgaben. Zwischendurch versuchte ich, aufgewühlte und teilweise stark verärgerte Kolleginnen und Kollegen zu besänftigen, indem ich ihnen die Lage in Ruhe erklärte und ihnen versicherte, dass wir an den Projekten genauso weiterarbeiten werden wie bisher.
Nach dem Mittagessen hatte ich das Gefühl, an Ort und Stelle einschlafen zu können. So ein Adrenalinabbau ist schon spannend.
Am Nachmittag fuhren L und ich wieder zurück nach Hause. Wir kamen schnell voran, da auf den Autobahnen nicht allzu viel los war.
Den Abend verbrachte ich ausschließlich mit dem Schauen etlicher Folgen der Serie “Superstore” und meinen Schwedischübungen in der Duolingo App.
Was heute schön war:
Sushi zum Mittagessen.
Ein veganes Sushimenü und eine Schale Edamame auf Firmenkosten schmeckten mir am Mittag zwar sehr gut, schafften es aber nicht, meine Stimmung komplett zu heben.
Tagebuch – 28. September 2023
AlltagsschnipselL und ich schliefen bis halb acht Uhr. Unsere Nacht war mit Ausnahme eines kurzen Aufwachens aufgrund eines (Alb)Traums und dem dadurch bei L wieder einsetzenden Hustens für ein paar Minuten störungsfrei.
Den Arbeitstag nutzte ich für die Vorbereitung des morgen stattfindenden Management Updates. In diesem Zuge hatte ich über den Tag verteilt einige Ab- und Rücksprachen.
Ich vereinbarte einige neue Termine. Ich will vor allem den Oktober nutzen, um wirklich jede Mitarbeiterin und jeden Mitarbeiter bestmöglich mit Arbeit auszulasten. Im ersten Schritt geht dies über die Kommunikation und den Austausch.
Am Nachmittag fuhren L und ich zur nahegelegenen Tankstelle. Ich ließ das Auto betanken und suchte mir mit L noch ein leckeres Eis aus. Dies aßen wir auf der Fahrt nach Erfurt. Obwohl wir im Berufsverkehr landeten, waren die Autobahnen angenehm gefüllt.
Was heute schön war:
Mittagsspaziergang.
Bei angenehm warmen Temperaturen drehten L und ich nach dem Mittagessen eine kleine Runde. Die Idee dazu hatte L. Wir sammelten einige schöne Kastanien, die wir für unsere Herbstdekoration verwenden werden. Mit jedem Schritt merkte ich, wie gut die Bewegung an der Luft tat und wie schnell mein Stresspegel sank.

Filmabend.
Abends machten wir es uns zu dritt auf der Couch von Ls Oma M gemütlich und schauten bei ein paar Knabbereien den tollen Film “Unheimlich perfekte Freunde”.
Tagebuch – 27. September 2023
AlltagsschnipselIch hatte wieder gut geschlafen. Kurz nach dem Einschlafen gestern Abend wachte L verwirrt auf. Sie hatte vermutlich wieder einen merkwürdigen (Alb)Traum. Die restliche Nacht war zum Glück ruhig.
Ich bin mittlerweile davon überzeugt, dass die Erkältungsviren an mir vorbeigezogen sind. Bis auf ein wenig Halskratzen und ganz leichten Schnupfen vor einigen Tagen hatte ich keinerlei ernstzunehmende Krankheitssymptome. Auch Ls Erkältung wird zusehends besser. Ihr Schnupfen hat nachgelassen, dafür kamen ein leichter Husten und ein tränendes Auge hinzu. L und ich verbrachten auch den heutigen Tag wieder gemeinsam zu Hause. Ab morgen sind sowieso Ferien.
Ich kümmerte mich über den Arbeitstag verteilt um sehr viele organisatorische To-dos und erste umstrukturierende Ideen. L spielte nebenher sehr viel und ausgiebig mit ihren Spielsachen, löste hin und wieder mathematische Zauberdreiecke und schaute so gut wie kein fern. Ich finde es richtig toll, dass sie sich so gut selbst beschäftigen konnte. Das ist definitiv neu.
Was heute schön war:
Kurze Einkaufsrunde.
L und ich verließen nachmittags die Wohnung, um das schöne Wetter zu nutzen und ein paar Besorgungen zu erledigen. (Und um wenigstens einmal draußen gewesen zu sein.) Wir nahmen uns für das Abendessen ein leckeres Gericht vom asiatischen Imbiss mit.
Tagebuch – 26. September 2023
AlltagsschnipselIch konnte über eine Stunde länger schlafen und fühlte mich wesentlich ausgeschlafener als an anderen Morgen einer Arbeitswoche. L erging es sehr ähnlich.
Dennoch kam zu Ls Schnupfen ein leichter Husten hinzu. Sie durfte somit auch heute zu Hause bleiben und sich ausruhen. Ich verspüre nach wie vor nur ein leichtes Halskribbeln und erste Anfänge eines Schnupfens. So richtig rauskommen will der Infekt offenbar nicht.
Über den Tag verteilt konnte ich sehr viele Arbeitsaufgaben erledigen.
Einziger und wichtigster Termin war das Meeting mit dem zweiten Geschäftsführer D. Wir konnten uns zu dritt auf einen gangbaren Weg einigen, den zumindest ich für meinen Teil am Freitag viel besser an das Team kommunizieren kann. Blöd ist die Situation aber nach wie vor. Die nächsten Monate werden für uns alle nicht leicht werden.
Was heute schön war:
Telefonat mit meinem Bruder.
Er brachte mich (und sich) auf gute Ideen bezüglich einer wichtigen Arbeitsaufgabe. Nächste Woche wollen wir uns intensiver dazu austauschen. Ansonsten stecken J und er in den letzten Hochzeitsvorbereitungen.
Haushalt.
Da L und ich nahezu den ganzen Tag zu Hause verbrachten, konnte ich ebenfalls einige kleine oder lange vor mir hergeschobenen Dinge im Haushalt angehen. Abends hatte ich ein sehr befriedigendes Gefühl.
Tagebuch – 25. September 2023
AlltagsschnipselL und ich fühlten uns gestern Abend erschöpft und gingen zeitig ins Bett.
L wachte mehrmals in der Nacht aufgrund von Gruselträumen auf. Sie hatte Angst, wirkte stellenweise verwirrt, brabbelte wirres Zeug und krabbelte das Bett rauf und wieder runter. Zudem merkte ich, dass ihre Nase verstopft ist.
Als ich morgens aufwachte, spürte ich leichte Halsschmerzen und erste Anzeichen eines Schnupfens.
L und ich blieben heute zu Hause.
Nach einem sehr guten Call mit einer Kollegin von der Muttergesellschaft keimte ein Fünkchen Hoffnung in mir. Im besten Fall können wir die schwierige Situation an der Arbeit ein wenig abfedern. Morgen wissen mein Kollege/Freund M und ich mehr dazu.
Unter großem, lautstarkem und nervenaufreibendem Drama für mehrere Stunden fiel abends Ls sechster Milchzahn heraus. Allein bei dem Gedanken, dass sie jedes Mal so abgeht, wenn ein Zahn wackelt, gruselt es mich. Es werden schließlich noch vierzehn weitere Zähne folgen.
Was heute schön war:
Telefonat mit J.
Meine Freundin J aus Dresden hat ihr Diplom bestanden, genießt aktuell ein paar freie Tage und wird im Oktober Doktorandin sein. Ich freue mich für sie.
