Tagebuch – 29. August 2023

Alltagsschnipsel

Gestern Abend gab es vor dem Schlafengehen ein großes Drama. Ls oberer Schneidezahn (Milchzahn) war sehr locker und ließ sich in nahezu alle Himmelsrichtungen bewegen. Während ich es als Kind liebte, an meinen Wackelzähnen so lange herumzuspielen, bis sie herausfielen, hat L große Angst davor und rührt ihre Zähne nicht an. Das hat zur Folge, dass so ein wackelnder Zahn gern mal über Monate im Mund bleibt und langsam vor sich hinvegetiert. Irgendwie konnte ich sie aber beruhigen und ins Bett befördern.

Wir hatten beide nachts sehr gut geschlafen. Gegen fünf Uhr wurde ich allerdings von L geweckt, die meinte, sie hätte jetzt ihren Zahn in der Hand. Ich murmelte ihr zu, sie solle ihn erst mal auf den Rand des Bettes legen. Uns gelang es beiden, danach noch mal für gut eine Stunde einzuschlafen, ehe der Wecker klingelte.
Nach dem Aufstehen legte ich den oberen Schneidezahn zu den anderen drei ins Döschen. Ich kann gar nicht beschreiben, wie unendlich glücklich ich bin, dass dieser Zahn nun endlich draußen ist. Noch so ein Gejammer hätte ich heute Abend vermutlich nicht ertragen können. Der bleibende Zahn ist im Übrigen schon ein ganzes Stück zu sehen.

Auf dem Weg zur Schule hatten wir heute keinen Stau. Wir waren aber auch wirklich zeitig unterwegs. Ich konnte sogar noch an der Tankstelle halten und das Auto betanken, ehe ich kurz darauf L bis zur Ampel in der Nähe der Schule begleitete.
Anschließend fuhr ich mit dem Auto ins Büro nach Erfurt. Auf der Hinfahrt war Dauerregen mit eingeschränkter Sicht. Dennoch genoss ich mein Hörspiel und die Musik sehr. Auf der Heimfahrt blieb es trocken. Auch hier hörte ich ein Abenteuer von den drei Detektiven.

Nur wenige Meter von der Bürotür entfernt lag eine tote Ratte auf dem Gehweg. Ich bin mir unsicher, ob sie Opfer eines Tieres oder des Rattengifts wurde.
Heute hatte ich den Großteil des Arbeitstages Meetings. Dennoch konnte ich einige Aufgaben, die sich am besten im Büro durchführen lassen, erledigen.

Was heute schön war:

Mittagspause.
So eine lustige Mittagspause mit meinen Kolleginnen und Kollegen hatte ich lange nicht mehr. Ich habe wirklich sehr viel über stellenweise echt schlechte Witze gelacht. Das war sehr schön.

AGs.
Am Nachmittag trudelte eine E-Mail vom Hort ein. Ab der zweiten Klasse besteht die Möglichkeit, nicht nur die Ganztagsangebote wahrzunehmen, sondern auch einer AG beizutreten. L signalisierte mir sofort ihr Interesse an den AGs Theater und Artistik, für die ich sie anmeldete. Nun hoffe ich sehr für sie, dass sie in beiden AGs einen Platz bekommt.
(Ich hätte mich vermutlich der AG Buch angeschlossen.)


Tagebuch – 28. August 2023

Alltagsschnipsel

Diese Nacht war wesentlich besser als die beiden vorherigen. Ich schlief gut und wachte am Morgen sogar vier Minuten vor dem Klingeln des Weckers auf.
Dennoch lief ich den Großteil des Tages mit einer Schwermut beziehungsweise dem Gefühl, einen großen Stein auf dem Herzen zu haben, durch die Gegend. So richtig kann ich mir diesen Zustand selbst nicht erklären. Vielleicht fehlte mir einfach die Sonne.

Ein längerer Stau erwartete L und mich am Morgen auf dem Weg zur Schule. Wir waren wieder einige Minuten später dran als beispielsweise am Freitag. Wir hörten ein Conni-Hörspiel und L futterte nebenbei ihr erstes Brot. Kurz vor der Schule gerieten L und ich in einen Streit und gingen ohne Versöhnung auseinander. Das war sehr schade. Ich dachte heute viel darüber nach und war traurig.

Mein Arbeitstag bestand bis in den späten Vormittag hinein aus vielen Terminen. Die aus den Abstimmungen resultierenden To-dos erledigte ich sofort. Ich freute mich auch sehr darüber, einen wichtigen Antrag im Namen des Mutterkonzerns auf den Weg gebracht zu haben. Ansonsten hatte ich viele büroorganisatorische To-dos auf dem Tisch. Ich schaffte eine Menge und war zufrieden mit meinem Tagesergebnis.

Was heute schön war:

Zeit für mich.
L wurde heute von A, der Mama ihrer Schulfreundin E, abgeholt. Die beiden Mädels wollten unbedingt den Nachmittag gemeinsam verbringen. So hatte ich ein paar Stunden mehr Zeit, die ich für mich nutzte. Ich fuhr nach der Arbeit ins Paunsdorf Center. Da ich im Urlaub nur mäßigen Erfolg hatte, schaute ich noch mal in einem Bekleidungsgeschäft vorbei und wurde tatsächlich fündig. Ich kaufte mir ein warmes Kleid für den Herbst und Winter und noch drei andere Sachen. Bevor ich L am Abend abholte, aß ich ein leckeres asiatisches Gericht zum Abendbrot und ging ein wenig spazieren.

Ein Wochenende im August

Alltagsschnipsel

Mit Temperaturen von etwas über zwanzig Grad Celsius tagsüber starteten L und ich in das erste Wochenende des Spätsommers. Ein klein wenig traurig bin ich, dass die Badezeit im See und die warmen Sommerabende sich allmählich dem Ende entgegen neigen. Gleichzeitig weiß ich aber, dass in den letzten vier Monaten des Jahres noch wunderbare Ereignisse auf uns zukommen werden, über die ich mich (vor)freue.


Samstag, 26. August 2023


Geträumt hatte ich in der Nacht unfassbar merkwürdiges Zeug, in denen es mal wieder um Kollegen ging. Ich wachte kurz nach halb acht auf und war so geschockt von der Handlung meines Traums, dass ich nicht mehr einschlafen konnte. L wachte nur wenige Minuten nach mir auf. Wir blieben gemütlich im Bett liegen. Ich las einige Seiten in meinem aktuellen Buch.

Nach einem gemeinsamen Frühstück mit L widmete ich mich meinem Terminkalender “Ein guter Plan”. Ich begann bereits, den Monat August abzuschließen und den September vorzubereiten. Das macht mir jedes Mal aufs Neue große Freude.

Für unsere geplante Aktivität am Nachmittag packte ich einen Rucksack, ging anschließend duschen und machte mich ausgehfertig. L tat mir letzteres gleich.
Mittags fuhren wir nach Erfurt. Eine halbe Stunde vor Ankunft gerieten wir in einen Streit, konnten das bestehende Problem aber kurz darauf lösen. Bevor wir uns in unserem ehemaligen Wohngebiet auf die Parkplatzsuche begaben, nutzten wir die freien Minuten bis zum Treffen, um das Auto zu betanken. So hatten wir am Abend keinen unnötigen Stress.

Halb drei nachmittags trafen wir uns mit weiteren zehn Kindern und elf Erwachsenen vor dem Haupteingang des egaparks in Erfurt.
In gemächlichem Tempo liefen wir alle zum Spielplatz, fanden beim Badebereich freie Tische und Bänke, vesperten, tranken Kaffee oder aßen Eis und ließen die Kinder bis zum Abendessen spielen und baden. Kurz nach 18 Uhr herrschte allgemeine Aufbruchstimmung.


Auf nahezu komplett leeren Autobahnen fuhren L und ich kurz darauf im Hellen zurück nach Markkleeberg. L schlief für knapp eine Stunde ein. So konnte ich meinen Gedanken nachhängen.

Wir zogen nach Ankunft zu Hause gleich unsere Schlafsachen an, verbrachten noch etwas Zeit mit dem iPad bzw. iPhone und legten uns beide gegen halb zehn schlafen.


Sonntag, 27. August 2023


Furchtbar geschlafen. Kurz vor zwei Uhr morgens wachte ich auf und fand ewig nicht zurück in den Schlaf. Zudem tat mir alles weh. Als ich kurz nach acht Uhr aufwachte, fühlte ich mich immer noch leicht angeschlagen. 
Ich verwarf daraufhin unseren Sonntagsplan, zum Sommerfest der Muttergesellschaft zu gehen, und beschloss, dass L und ich uns stattdessen ausruhen.

Obwohl ich es sehr schade fand, nicht beim Brunch und dem Austausch mit anderen Kolleginnen und Kollegen der Unternehmensgruppe dabei zu sein, bin ich gleichzeitig auch sehr stolz auf mich. Es dürfte das erste Mal sein, dass ich meine Gesundheit in den Vordergrund stellte und das Pflichtbewusstsein hintenanstellte.

Mit wenigen Unterbrechungen schaute ich nahezu den ganzen Tag lang eine Serie. Zwischendrin verspürte ich den Impuls zu stricken. (Stricken ist eine meiner liebsten Beschäftigungen im Herbst.) L spielte ausgiebig mit ihrem Puppenhaus und war für viele Stunden beschäftigt.
Mit unter eintausend Schritten beendete ich schließlich gegen halb zehn abends meinen Tag.

Tagebuch – 25. August 2023

Alltagsschnipsel

In der Nacht bekam ich etwas mehr als sieben Stunden ungestörten Schlaf. Ich wachte am Morgen vier Minuten vor dem Klingeln des Weckers auf, hätte gut und gern noch weiterschlafen können, fühlte mich aber dennoch bereit für den letzten Arbeitstag in dieser Woche.

L und ich hatten erneut großes Glück: Auf dem Weg zur Schule standen wir nicht im Stau. Entweder ist die Baustelle auf der Bundesstraße nicht mehr vorhanden oder wir waren heute noch zeitiger unterwegs als in den letzten Tagen. Nächste Woche werde ich das genauer beobachten.
Ich konnte somit meine Fahrt ins Büro nach Erfurt pünktlich starten. Sowohl auf der Hin- als auch auf der Rückfahrt waren die Autobahnen leer und ich hörte entspannt je ein Abenteuer von „Die drei ???“ (Folgen siebenundvierzig und achtundvierzig) und anschließend Musik.
Während mir seit letzter Woche vermehrt Autofahrerinnen und -fahrer auffallen, die zu dicht auffahren oder das Tempolimit massivst verletzen, drehte ich heute meine Gedanken in eine positive Richtung um. Ich freute mich auf meinen Fahrten über all diejenigen, die vorausschauend, in einem vernünftigen Tempo und mit genügend Abstand fuhren. Schnell stellte ich fest, dass dies sogar die Mehrheit betraf.

Gemeinsam mit L kaufte ich am Nachmittag ein paar Kleinigkeiten für das Wochenende ein. Die restliche Zeit des Tages verbrachten wir zu Hause.
Gegen Abend zog für ein paar Minuten ein Gewitter auf, welches für kühlere Temperaturen sorgte. Adieu, geliebter Hochsommer!

Was heute schön war:

Open Space Friday.
Eröffnet wurde unser monatlicher Open Space Friday mit interessanten Einblicken in die Themen und die Atmosphäre der Konferenz „WeAreDevelopers“, die vor vier Wochen einige meiner Kolleginnen und Kollegen besucht hatten.
Im Anschluss daran arbeiteten wir gemeinsam daran, ein Firmenleitbild zu finden. Im heutigen (vermutlich letzten) Workshop wurde die SWOT-Analyse ausgewertet und ein Blick auf unsere Außendarstellung geworfen.
Zum Mittagessen gab es für mich eine leckere Portion Sushi.

Tagebuch – 24. August 2023

Alltagsschnipsel

Gestern Abend ging es für L und mich genauso zeitig schlafen wie am Tag zuvor.
In den frühen Morgenstunden befand ich mich offenbar nur in leichtem Schlaf, denn ich bekam mit, wie eine Mücke unaufhörlich um meinen Kopf kreiste. Ich schaffte es aber, noch mal fest einzuschlafen. (Neue Mückenstiche bemerkte ich im Laufe des Tages keine.)

Auf dem Weg zur Schule hatten wir richtig großes Glück: Wir standen nur wenige Minuten im Stau. Ich gehe sogar soweit, das Wort „Stau“ durch „normaler Berufsverkehr“ zu ersetzen. Ein Hörspiel machten L und ich uns dennoch an.

Mit dem Ergebnis meines heutigen Arbeitstags war ich zur Feierabendzeit wieder sehr zufrieden. Spätestens am Montag kann ich ein eiliges und wichtiges To-do final abschließen. Mir fehlt lediglich noch ein Dokument hierfür, das derzeit extern erstellt wird.
In dem einzigen Meeting des Tages konnte ich für das Projekt, in dem ich als Scrum Master tätig bin, ein paar Dinge klären.

Abends hatte ich müde, aber vor allem gerötete Augen, die auch etwas brannten. Das ist bei mir häufig ein erstes Anzeichen einer sich anbahnenden Erkältung. Mein Blick fiel schnell auf die Augentropfen, die auf meinem Schreibtisch stehen. Diese sind offenbar auch für brennende Augen geeignet. Nach dem Befeuchten beider Augen fühlten sich diese schon deutlich besser an.

Was heute schön war:

Saxophon spielen.
Eine Viertelstunde Zeit genehmigte ich mir am Vormittag, um das Stück, welches ich auf der Hochzeit meines Bruder und J spielen werde, zu üben. Zwischenzeitlich zweifelte ich daran, dass die Klavierbegleitung und das Saxophon zusammen harmonierten, nahm mich deshalb beim Spielen auf und stellte erleichtert fest, dass ich mich geirrt hatte.

Mittagessen mit D.
Mit D verbrachte ich meine heutige Mittagspause. Wir trafen uns bei unserem Lieblingsrestaurant und ließen uns das vietnamesische Essen beide gut schmecken. Zu erzählen gab es sehr viel: Urlaub, Gehaltsstrukturen, Zufriedenheit der Menschen, Schulsystem … Es war wieder eine tolle Zeit.

Tagebuch – 23. August 2023

Alltagsschnipsel

Gestern Abend ging ich mit L schlafen. Ich war unfassbar müde. Ich schlief in dieser Nacht viele Stunden ungestört und fühlte mich heute Morgen fit und ausgeschlafen.

Während des morgendlichen Staus auf dem Weg in die Schule, der heutige um einige Meter kürzer war, hörten L und ich ein kurzweiliges Hörspiel von Conni. Wir haben weiterhin beschlossen, uns die Laune nicht vermiesen zu lassen und uns die Wartezeit mit schönen Inhalten zu füllen.

Ein sehr produktiver und schöner Arbeitstag liegt hinter mir. Ich hatte heute wieder einige Termine, an denen ich teilnahm, schaffte es aber dennoch, viele (wichtige) To-dos zu klären oder sogar gleich zu erledigen. Ein wunderbares Gefühl zur Feierabendzeit.
Ich mag es sehr und weiß es zu schätzen, meine Arbeitszeit über den Tag so verteilen zu können, wie es zu meinem Leben passt. Beispielsweise hatte ich so die Möglichkeit, mit L nach der Schule wieder das schöne Sommerwetter nutzen zu können. Als wir am frühen Abend zu Hause waren, war ich gleich motivierter, noch ein paar Dinge abzuarbeiten.

Was heute schön war:

Retrospektive.
Nach vielen Wochen Pause aus verschiedensten Gründen leitete ich um die Mittagszeit eine Retrospektive in dem Projekt, das ich als Scrum Master begleite. Der Austausch tat gut. Auch wenn keine neuen Erkenntnisse oder vielmehr Lösungen zutage kamen, schafften wir es immerhin, unserem Product Owner ein Lächeln zu entlocken. Der war heute nämlich nicht sonderlich gut drauf. Auch in den letzten Wochen machte er öfter ein Gesicht wie sieben Tage Regenwetter.

Eis essen.
Nach der Schule trafen L und ich uns spontan mit S, Ls Schulfreundin L und Hund Sukhi zum Eis essen. Ich wählte wie beim letzten Mal auch die Sorten Stracciatella und Holunder. Wunderbar schmeckte es wieder.

Störmthaler See.
Noch spontaner verwarf ich den heutigen Plan, den Nachmittag etwas ruhiger angehen zu lassen, und stimmte zu, S, L und Hund Sukhi mit zum Störmthaler See zu begleiten. Die Mädels badeten zweimal im Wasser und spielten anschließend sehr intensiv miteinander. S und ich unterhielten uns über die Änderungen in der Schule, die am Montag bekannt wurden, und sammelten erste Themen für den Elternabend in wenigen Wochen.

Tagebuch – 22. August 2023

Alltagsschnipsel

Meine Nacht war nur mittelgut. Ich schlief erneut ziemlich spät ein und wachte erstmals kurz nach halb fünf am Morgen auf. Bis zum Weckerklingeln anderthalb Stunden später döste ich nur noch vor mich hin und fand nicht mehr zurück in den Tiefschlaf.

Auf dem Weg zur Schule war wieder meterlanger Stau, der uns wertvolle Lebenszeit kostete. Heute waren L und ich aber wesentlicher zeitiger unterwegs. (Wir werden in den nächsten Tagen oder Wochen entweder damit leben müssen oder S-Bahn fahren.) Da wir an der Situation nichts ändern konnten, machten wir das Beste daraus und hörten Hörspiele.
Meine Fahrt ins Büro nach Erfurt konnte ich erst zwanzig Minuten später als üblich antreten. Die Hinfahrt verlief unspektakulär. Auf der Rückfahrt hingegen war auf zwei von drei Autobahnen je ein Unfall, sodass ich nur schleppend vorankam. Glücklicherweise wurde L heute von S, der Mama von L, abgeholt, sonst hätte mich mein schlechtes Gewissen vermutlich in den Wahnsinn getrieben. So konnte ich entspannt zurück nach Leipzig fahren und insgesamt drei Hörspielen von „Die drei ???“ lauschen.

Mein Arbeitstag im Büro bestand nur aus Meetings. Abends im Homeoffice konnte ich noch ein paar To-dos abarbeiten.

Was heute schön war:

Gartenbesuch.
Als ich irgendwann am Nachmittag zurück in Leipzig ankam, fuhr ich direkt in S‘ Garten. Die beiden Mädels spielten nach wie vor miteinander und hatten sich viel zu erzählen. Ich freue mich sehr, dass das so gut klappt.
Gemeinsam aßen wir wenig später ein frühes Abendbrot, ehe wir uns alle voneinander verabschiedeten und auf den Nachhauseweg machten.

Tagebuch – 21. August 2023

Alltagsschnipsel

Trotz der unendlichen Wärme in unserer gesamten Dachgeschosswohnung schliefen L und ich gut.
Als heute Morgen kurz vor halb sieben mein Telefonwecker klingelte, fühlte ich mich ausgeschlafen und fit für den Tag. Während ich mich duschte und meine morgendlichen Tätigkeiten im Badezimmer absolvierte, machte sich L parallel fertig für ihren ersten Tag im neuen Schuljahr. Sie geht nun schon in die zweite Klasse.

Die Fahrt zur Schule verlief anders als erwartet. Da seit Wochen ein Teil der Bundesstraße gesperrt ist, fahren nun offenbar sämtliche Fahrzeuge direkt auf der Straße vor unserem Wohnhaus entlang. Wir standen heute Morgen somit ewig lange im Stau. L schaffte es aber dennoch pünktlich in die Schule.

Während ich entspannt in meinen ersten Arbeitstag nach meinem Urlaub starten konnte, erfuhr L ebenfalls viele wichtige Informationen, die im neuen Schuljahr auf sie zukommen werden.
Leider wird ihr Bezugserzieher zum Ende dieses Monats die Schule verlassen. Eine neue Erzieherin wird seine Arbeit übernehmen. Zudem unterrichten einige Lehrerinnen sie nun gar nicht mehr oder ganz andere Fächer als im Vorjahr.
Im Laufe des Tages trudelten immer mehr Informations-E-Mails von der Schule und dem Hort ein. Mir war es irgendwann zu viel.

Am Abend hatte ich nach über sieben Jahren Wartezeit meinen ersten Einsatz: L fing sich am Finger einen Splitter ein und ich durfte ihn entfernen. L war tapfer. Ich war sowieso gelassen. Innerhalb kürzester Zeit war der Splitter draußen und L zufrieden.

Was heute schön war:

Morgenspaziergang.
Eine kleine Runde um die Häuser gönnte ich mir heute Morgen als Start in den ersten Arbeitstag. Kurz zuvor wurde offenbar Rasen gemäht, denn es duftete auf meinen Wegen herrlich danach.

Thai Massage.
Meine Mittagspause nutzte ich für eine Massage. Ich fühlte mich nicht sonderlich verspannt und hatte auch den Eindruck, dass die Masseurin nicht so viele Verspannungen im Nacken- und Rückenbereich lösen brauchte.

Störmthaler See.
Spontan verabredeten wir uns mit S, Ls Schulfreundin L und Hund Sukhi, um gemeinsam die letzten warmen Sommertage zum Baden im See zu nutzen. Das Wasser war herrlich. Es machte unglaublich viel Freude, darin zu schwimmen. Genug zu futtern und zu trinken hatten wir ebenfalls dabei, sodass wir ein paar Stunden bleiben und die Sonne genießen konnten.

Tagebuch – 20. August 2023

Alltagsschnipsel

Wunderbar bis heute Morgen um acht Uhr ausgeschlafen. Ich erinnerte mich, viel geträumt zu haben. Was genau in der Nacht passierte, wusste ich beim Aufwachen aber nicht mehr.

Bevor L und ich am Nachmittag zurück nach Markkleeberg fuhren, besuchten wir Ms Grab auf dem Erfurter Hauptfriedhof. Der Tornado schien dort oben nicht gewütet oder zumindest keine großen Schäden angerichtet zu haben. Wir säuberten das Grab von herabgefallenen Nadeln und einem Ast und gossen die Pflanzen.


Nach der entspannten Heimfahrt, auf der L eine gute Stunde schlief, trug ich sämtliches Gepäck vom Auto in die Wohnung und kümmerte ich darum, dass zumindest die Lebensmittel schnell verräumt wurden. Da es bereits Abend war, verschob ich die restlichen Aufgaben auf die nächsten Tage.

Was heute schön war:

Besuch.
Direkt nach dem Frühstück bei meinen Eltern machten L und ich uns auf den Weg zu unserer ehemaligen Wohnung. Dort trafen wir S und R mit ihren beiden Kindern T und J, unsere ehemaligen Vermieter C und A und die beiden Kinder K und M.
Wir drehten eine Runde und besuchten zwei Spielplätze. Als R hauptsächlich für T und J für zwanzig Minuten einen E-Roller auslieh, sah ich meine Zeit gekommen: Ich sprang über meinen Schatten, schob meine Ängste und Vorbehalte ganz weit nach hinten, stieg auf den E-Roller und fuhr (langsam) eine große Runde. Ob ich mir zutrauen würde, damit im Straßenverkehr zu fahren, weiß ich nicht, aber ich bin wirklich sehr stolz auf mich. Es machte großen Spaß.


Mittagessen.
Da mein Bruder morgen einen Termin in Coburg hat, kam er gegen Mittag mit dem Zug aus München in Erfurt an. Er wird nun eine Nacht bei unseren Eltern verbringen.
Wir nutzten die Fügung des Schicksals und trafen uns am Mittag gemeinsam mit meinen Eltern im Hofbrauhäus am Dom. So konnten L und ich ihn vor seiner Hochzeit im Oktober noch einmal sehen.

Tagebuch – 19. August 2023

Alltagsschnipsel

Gestern Abend schlief ich nach unserem gemeinsamen Filmabend relativ spät ein.
Um sieben Uhr wurde ich von der Kirchenglocke wieder geweckt. Ich blieb noch eine Weile liegen und ließ vor allem L weiterschlafen, ehe ich irgendwann in aller Ruhe duschen ging.

Nach einem kurzen Frühstück verräumte ich sämtliches Gepäck in unser Auto. Halb zehn machten wir uns schließlich auf den Weg nach Erfurt. Wir kamen gut voran. Es gab weder Unfälle, (daraus resultierende) Staus noch sonstige Hindernisse auf unserer knapp dreistündigen Fahrt.
In nicht allzu schöner Erinnerung blieb uns ein Rastplatz kurz hinter Dresden. Dort wurden die Toiletten erneuert, weshalb Dixi Klos aufgebaut waren. Eines sah im Innenbereich schlimmer aus als das andere, weshalb L und ich letztendlich kreativ wurden.

Auf Ks Schuleinführung, die wir am Nachmittag besuchten, wurde etwa zehn Minuten nach unserer Ankunft gezankt. Ich meine hierbei nicht die drei Kinder. Die spielten die gesamte Zeit über schön miteinander. Ich meine die Erwachsenen, die so angespannt waren, dass sich sogar vor den Gästen gestritten wurde. Das hatte ich irgendwie nicht erwartet.
Richtig vor Augen geführt wurde mir, dass in unserer Gesellschaft noch viel Luft nach oben hinsichtlich der Rollenverteilung ist. Während ausnahmslose jede Frau auf der Feier wenigstens ihr Geschirr nach dem Essen in die Küche räumte, saßen alle Männer jeden Alters herum und taten so, als ginge sie das Tisch decken und abräumen absolut nichts an. Das fand ich super spannend. Ich merkte richtig, wie diese Beobachtung etwas mit mir machte.

Was heute schön war:

Mittagessen bei meinen Eltern.
L und ich kamen am Mittag gut in Erfurt an. Wir brachten unser Gepäck zu meinen Eltern, bei denen wir bis morgen übernachten werden. Da wir bis zur Feier noch etwas Zeit hatten, aßen wir gemeinsam Mittagessen und erzählten über unsere Urlaubserlebnisse.

Ks Schuleinführung.
Nachmittags waren L und ich bei Ls ehemaligem Kindergartenfreund K zur Schuleinführung eingeladen. Insgesamt waren wir vierzehn Personen, darunter auch die Kinder. Es gab massig Kuchen zum Vesper und massig Salate und Grillgut zum Abendessen. Da es so unfassbar heiß war, hatte ich nur wenig Hunger und konnte somit nicht alles, was mir zusagte, probieren.
Die Kinder bekamen nicht allzu viel von der angespannten Stimmung mit und hatten ihren Spaß.