Tagebuch – 4. Oktober 2023

Alltagsschnipsel

Geschlafen hatte ich bis halb sieben. Als ich aufstand und ins Bad lief war es sogar noch dunkel draußen. L schlief weiter. (Das durfte und konnte sie auch.)

Ich war heute Morgen die Erste im Büro und bereitete im Konferenzraum den Storymap Workshop in dem Projekt, das ich als Scrum Master betreue, vor.
Der Workshop verlief komplett anders als von mir geplant. Der Product Owner war super gut vorbereitet, weshalb wir den User Flow optisch nicht erneut abbilden brauchten und sofort tiefer in die Materie einsteigen konnten. 
Den restlichen Tag über führte ich zig Gespräche mit Mitarbeiter*innen und war zur Feierabendzeit total müde und ausgelaugt. 

Mit L und ihrer Oma M traf ich mich nachmittags auf dem Spielplatz im Kressepark. Ich war überrascht, wie kalt es im Vergleich zu gestern war. Trotzdem war es gut, noch mal draußen gewesen zu sein.

Was heute schön war:

Musical.
Spontan besuchten wir abends zu dritt das von Schülerinnen und Schülern in der Thomaskirche in Erfurt aufgeführte christliche Musical “Hiob”. Die Story und die Liedtexte waren stellenweise wirklich fragwürdig, aber die Musik und das Schauspiel waren sehr schön. Insgesamt hatten wir einen tollen, gelungenen Abend.

Tagebuch – 3. Oktober 2023

Alltagsschnipsel

Geschlafen hatten L und ich wieder bis halb acht. Lust aufzustehen hatte ich noch keine. Also blieb ich eine Weile liegen und las in meinem Buch weiter. 

Nach dem Frühstück machte ich nach Ewigkeiten mithilfe einer App mal wieder Liegestütze. Meine Armmuskulatur ist aktuell nämlich sehr verkümmert und das möchte ich wieder ändern. Für die erste Session lief es sehr gut.

Ich bekam gegen Mittag einen riesigen Schreck wegen einer vermeintlich toten Fliege auf dem Badezimmerfußboden, die sich schnell als lebende, ziemlich große Spinne in meiner Hand entpuppte. Mit ihr hatte ich nun wirklich nicht gerechnet, weshalb ich einen spitzen Schrei ausstieß und das arme Tier wieder fallen ließ. Die Spinne stellte sich gleich wieder tot. L befand sich zu der Zeit in der Badewanne und war sichtlich irritiert. Mithilfe eines Glases beförderte ich die Spinne nach draußen.

Am späten Nachmittag fuhren L und ich nach Erfurt. Nach wenigen Kilometern und natürlich mitten auf der Autobahn goss es plötzlich wie aus Eimern. Ich sah stellenweise trotz der Scheibenwischer auf höchster Stufe rein gar nichts mehr und hatte nach langer Zeit wirklich mal wieder Angst im Auto. Es ging aber zum Glück alles gut.

Was heute schön war:

Herbst- und Halloweendekoration.
In der Küche, im Flur sowie im Wohn- und Kinderzimmer dekorierte ich heute Vormittag die Wohnung um. Normalerweise überspringe ich diese Jahreszeit, doch in diesem Jahr hatte ich große Lust, L in ihrer Vorfreude auf Halloween zu bestärken.

Rummelbesuch.
Nachmittags besuchten L und ich die Leipziger Herbstmesse. Wir fuhren zusammen zweimal mit der Achterbahn und kauften ein paar Lose bei der Losbude. L durfte noch zweimal Karussell fahren und ihr Glück mit den Dartpfeilen und den Luftballons versuchen. Mit einigen Süßigkeiten verließen wir anderthalb Stunden später den Jahrmarkt. 


Filmabend.
Gemeinsam mit meiner Schwiegermama schauten wir am Abend den Film “Rico, Oskar und das Herzgebreche” und machten es uns auf dem Sofa gemütlich.

Tagebuch – 2. Oktober 2023

Alltagsschnipsel

Nach einer störungsfreien Nacht wachten L und ich auch heute Morgen wieder gegen halb acht ausgeschlafen auf.
(Uns beiden würde es den Alltag ungemein erleichtern, würde die Schule morgens eine halbe Stunde später beginnen. Ich sollte bei der Wahl einer weiterführenden Schule darauf achten.)

Im Gegensatz zu gestern hatte ich heute ein wenig mehr Lust auf Hausarbeit.
Ich räumte zuerst Ls Kinderzimmer auf, das schon wieder furchtbar aussah. Ich bin mir noch nicht sicher, wie ich damit in Zukunft umgehen werde. Es löst bei L natürlich keinen Lerneffekt aus, wenn ich jedesmal still und heimlich ihre Sachen in Ordnung bringe.
Unterstützung bekam ich von unserem lieben Staubsaugerroboter Miro, der für mich in einigen Zimmern den Staub auf dem Boden einsaugte.
Ekligste Entdeckung des Tages waren einige (zum Glück wenige) Mehlwürmer und -käfer. Ich entsorgte alles in der Kiste Befindliche und reinigte den gesamten kleinen Abstellraum sehr gründlich. Dennoch hatte ich das Gefühl, dass mich von irgendwo noch Würmer oder Käfer auslachten.

Was heute schön war:

Lesen.
Ich hatte im Verlauf des Tages genug Zeit, um in meinem neuen Buch zu lesen. Ich mag den Schreibstil, die Geschichte im Allgemeinen und in diesem fünften Band im Besonderen.

Indoorspielplatz.
L hatte die Idee, heute ins Monkey Town zu fahren. Mittags betraten wir den Indoorspielplatz für einige Stunden. Während L tobte, hatte ich Zeit, um zu lesen und meine Heiße Schokolade zu genießen.

Tagebuch – 1. Oktober 2023

Alltagsschnipsel

In der Nacht träumte ich von M. So ganz bekomme ich die Geschehnisse nicht mehr zusammen, aber ich bin mir ziemlich sicher, dass seine Krankheit diesmal keine Rolle spielte. Dafür standen Arbeitsthemen im Vordergrund. (Nach meinen letzten aufreibenden Wochen wundert mich das nicht.)
Gegen halb acht heute Morgen war Ls und meine Nacht vorbei. Wir waren beide ausgeschlafen und bereit für den neuen Tag.  

Meine erste Amtshandlung war das Herunterladen des neuen Fantasy-Buches meiner Lieblingsautorin. Schon nach den ersten gelesenen Seiten war mir klar, dass die Story genauso spannend weitergeht. Ich freue mich auf zahlreiche schöne Lesestunden.

L ist derzeit im Playmobilfieber. Sie spielt sehr ausgiebig mit ihren vorhandenen Figuren und denkt sich tolle Geschichten aus. Besonders schön daran ist vor allem, dass das iPad nahezu den ganzen Tag unbenutzt herumliegt.

Am Abend beendete ich die Serie „Superstore“. Das war in den letzten Wochen angenehme und lustige Unterhaltung.

Was heute schön war:

Kinobesuch.
Mittags schauten L und ich uns im Cineplex in Leipzig den neuen Checker Tobi-Film in der Vorpremiere an. Der Film ist wunderbar. Bei mir regte er zum Nachdenken bezüglich unserer (deutschen) Art der Lebensführung an. Mir wurde deutlich vor Augen geführt, dass es so viel Wichtigeres im Leben als Schule oder Arbeit gibt. Ich merkte, dass wir den unwichtigen Dingen zu viel Priorität einräumen.
L fand den Film ebenfalls sehr gut. Sie freut sich bereits darauf, wenn er im Stream verfügbar ist.

Hallo Oktober!

Dies & Das

Im Oktober werde ich …

… meine tägliche Sportroutine beibehalten
… ein neues Buch meiner Lieblingsautorin lesen
… mit L ins Kino gehen
… die Herbst-Kleinmesse in Leipzig besuchen
… ein paar Tage bei Ls Oma M verbringen
… meinen ersten Storymap Workshop leiten
… ein Wochenende in Erfurt bei meinen Eltern verbringen
… das Erfurter Oktoberfest besuchen
… mit L nach München fahren
… und dort bei der standesamtlichen Trauung und Hochzeitsfeier meines Bruders und J dabei sein
… vor sechzig Gästen Saxophon spielen
… zwei Thai Massagen genießen
… mit meinem Kollegen/Freund M Mitarbeitergespräche führen
… am Open Space Friday im Büro teilnehmen
… mit L an Halloween um die Häuser ziehen

Tagebuch – 30. September 2023

Alltagsschnipsel

Die erste Nacht ohne merkwürdige Träume, aus denen L weinend und verschwitzt aufwacht, liegt hinter uns. Das dürfte ein gutes Zeichen und L nun endlich auf dem Weg der gesundheitlichen Besserung sein. Sie schnieft und hustet so gut wie überhaupt nicht mehr. Es geht aufwärts.

L und ich schliefen bis kurz nach acht Uhr. Da heute vor allem Entspannung und Ausruhen auf dem Tagesplan stand, blieben wir noch eine ganze Weile im Bett liegen. Gegen zehn Uhr gab es somit erst Frühstück. L wünschte sich Pfannkuchen, die wir mit leckeren süßen Aufstrichen bestrichen.

Den späten Nachmittag nutzte L, um mit ihrer Puppe, die sie sich heute von ihrem Taschengeld kaufte, zu spielen. Die neue Puppe lernte einen Großteil der anderen Puppen kennen und wurde gleich in ein anregendes Spiel verwickelt.
Ich machte es mir derweil auf der Couch im Wohnzimmer gemütlich, hing meinen Gedanken nach und schaute irgendwann weitere Folgen der sechsten (und letzten) Staffel der Serie „Superstore“.

Was heute schön war:

Bummelei am Vormittag.
Nach dem Frühstück widmete ich mich lange meinem Terminkalender „Ein guter Plan“. Ich trug Ereignisse der letzten acht oder neun Tage nach, schloss anschließend den Monat September ab und bereitete den kommenden vor.
Im Keller suchte ich die bereits vorhandene Herbstdekoration heraus und brachte meinen Fund in die Wohnung. L und ich sichteten daraufhin gemeinsam die einzelnen Teile.

Einkaufstour.
Mittags fuhren L und ich ins Paunsdorf Center. Den Spielwarenladen betraten wir insgesamt drei Mal, ehe L sich schließlich für ihre Puppe entscheiden konnte. Zwischendrin gab es einen Eisbecher für mich. (L bockte zu der Zeit und verweigerte die Bestellung eines eigenen Eisbechers, was offenbar den Mann am Nebentisch sehr belustigte.) Nachdem wir für L ein Paar Winterstiefel gekauft hatten, bekam sie ein spätes Mittagessen und hatte danach wieder bessere Laune. Neue Herbstdekoration fanden wir ebenfalls. Morgen werden wir die Wohnung umdekorieren.

Gedanken- und Alltagsschnipsel im September 

Alltagsschnipsel, Dies & Das

Für mich hatte die wochenlang angespannte, nervenaufreibende und schwierige Situation an der Arbeit einen großen Lerneffekt. ich weiß jetzt nämlich sehr genau, was ich beruflich will und was nicht.

Ich mag die Gespräche und den Austausch mit meinen Kolleginnen und Kollegen sehr. Ich höre mir gern ihre Sorgen und Nöte an und habe Freude daran, mir zu überlegen, wie diese Themen aus der Welt geschafft oder verbessert werden können. Ich mag es, Prozesse zu planen, zu organisieren und zu coachen.

Das alles ist meins. Damit kann ich mich gut identifizieren. Darauf möchte ich meinen Fokus legen.

Ich sehe mich hingegen nicht als knallharte Geschäftsfrau oder Managerin, der es bereits so in Fleisch und Blut übergegangen ist, Hiobsbotschaften an ihre Mitarbeiter*innen zu kommunizieren, dass keine Gefühlsregung im Gesicht mehr zu erkennen ist.

Die letzten Wochen haben mir gezeigt, dass dies weder mein Geist noch mein Körper lange aushalten könnte. Ich denke an die Bauchschmerzen, den Stein auf dem Herzen und die Appetitlosigkeit. Mich würde diese Art von Arbeit über kurz oder lang zermürben.


***


Bei meinem Check-up 35 wurde Blut entnommen und untersucht. Bei der Auswertung kam heraus, dass mein Cholesterinwert leicht erhöht ist. 

Besonders übel ist das, da ich mich bereits vegetarisch mit vielen veganen Mahlzeiten ernähre. Auch an Bewegung mangelt es bei mir eher nicht.

Ich hoffe, dass dieser Wert im Moment nur wegen des wochenlangen Stresses erhöht ist. In drei Jahren wird beim nächsten Check-up wieder auf diesen Wert geschaut. Bis dahin brauche ich mir wohl erst mal keine Sorgen zu machen. (Als ob ich so funktionieren würde.)

Tagebuch – 29. September 2023

Alltagsschnipsel

Die Katze ist nun endlich aus dem Sack. Nach wochenlangen Gesprächen, viel Kopfzerbrechen und der intensiven Suche nach Lösungen kennt das Team nun den Fahrplan für das letzte Quartal des Jahres. Nach unserer Verkündung war die Stimmung merklich angespannt und drückend.
Über den Arbeitstag verteilt schaffte ich unglaublich viele büroorganisatorische Aufgaben. Zwischendurch versuchte ich, aufgewühlte und teilweise stark verärgerte Kolleginnen und Kollegen zu besänftigen, indem ich ihnen die Lage in Ruhe erklärte und ihnen versicherte, dass wir an den Projekten genauso weiterarbeiten werden wie bisher.
Nach dem Mittagessen hatte ich das Gefühl, an Ort und Stelle einschlafen zu können. So ein Adrenalinabbau ist schon spannend.

Am Nachmittag fuhren L und ich wieder zurück nach Hause. Wir kamen schnell voran, da auf den Autobahnen nicht allzu viel los war.

Den Abend verbrachte ich ausschließlich mit dem Schauen etlicher Folgen der Serie “Superstore” und meinen Schwedischübungen in der Duolingo App.

Was heute schön war:

Sushi zum Mittagessen.
Ein veganes Sushimenü und eine Schale Edamame auf Firmenkosten schmeckten mir am Mittag zwar sehr gut, schafften es aber nicht, meine Stimmung komplett zu heben.

Tagebuch – 28. September 2023

Alltagsschnipsel

L und ich schliefen bis halb acht Uhr. Unsere Nacht war mit Ausnahme eines kurzen Aufwachens aufgrund eines (Alb)Traums und dem dadurch bei L wieder einsetzenden Hustens für ein paar Minuten störungsfrei.

Den Arbeitstag nutzte ich für die Vorbereitung des morgen stattfindenden Management Updates. In diesem Zuge hatte ich über den Tag verteilt einige Ab- und Rücksprachen. 
Ich vereinbarte einige neue Termine. Ich will vor allem den Oktober nutzen, um wirklich jede Mitarbeiterin und jeden Mitarbeiter bestmöglich mit Arbeit auszulasten. Im ersten Schritt geht dies über die Kommunikation und den Austausch.

Am Nachmittag fuhren L und ich zur nahegelegenen Tankstelle. Ich ließ das Auto betanken und suchte mir mit L noch ein leckeres Eis aus. Dies aßen wir auf der Fahrt nach Erfurt. Obwohl wir im Berufsverkehr landeten, waren die Autobahnen angenehm gefüllt.

Was heute schön war:

Mittagsspaziergang.
Bei angenehm warmen Temperaturen drehten L und ich nach dem Mittagessen eine kleine Runde. Die Idee dazu hatte L. Wir sammelten einige schöne Kastanien, die wir für unsere Herbstdekoration verwenden werden. Mit jedem Schritt merkte ich, wie gut die Bewegung an der Luft tat und wie schnell mein Stresspegel sank.


Filmabend.
Abends machten wir es uns zu dritt auf der Couch von Ls Oma M gemütlich und schauten bei ein paar Knabbereien den tollen Film “Unheimlich perfekte Freunde”.

Tagebuch – 27. September 2023

Alltagsschnipsel

Ich hatte wieder gut geschlafen. Kurz nach dem Einschlafen gestern Abend wachte L verwirrt auf. Sie hatte vermutlich wieder einen merkwürdigen (Alb)Traum. Die restliche Nacht war zum Glück ruhig.

Ich bin mittlerweile davon überzeugt, dass die Erkältungsviren an mir vorbeigezogen sind. Bis auf ein wenig Halskratzen und ganz leichten Schnupfen vor einigen Tagen hatte ich keinerlei ernstzunehmende Krankheitssymptome. Auch Ls Erkältung wird zusehends besser. Ihr Schnupfen hat nachgelassen, dafür kamen ein leichter Husten und ein tränendes Auge hinzu. L und ich verbrachten auch den heutigen Tag wieder gemeinsam zu Hause. Ab morgen sind sowieso Ferien.

Ich kümmerte mich über den Arbeitstag verteilt um sehr viele organisatorische To-dos und erste umstrukturierende Ideen. L spielte nebenher sehr viel und ausgiebig mit ihren Spielsachen, löste hin und wieder mathematische Zauberdreiecke und schaute so gut wie kein fern. Ich finde es richtig toll, dass sie sich so gut selbst beschäftigen konnte. Das ist definitiv neu.

Was heute schön war:

Kurze Einkaufsrunde.
L und ich verließen nachmittags die Wohnung, um das schöne Wetter zu nutzen und ein paar Besorgungen zu erledigen. (Und um wenigstens einmal draußen gewesen zu sein.) Wir nahmen uns für das Abendessen ein leckeres Gericht vom asiatischen Imbiss mit.