Ich hatte wieder gut geschlafen und wachte am Morgen Punkt sechs Uhr von selbst auf. Ich blieb noch eine Weile im kuschelig warmen Bett liegen und las auf einigen Seiten im Internet. Ich mag solche entspannten Starts in den Tag.
Über den Arbeitstag verteilt, an dem ich nur ein längeres Meeting hatte, schaffte ich sehr viel von meiner To-do-Liste. Obwohl ich mir viel Zeit für die Abarbeitung nahm, beunruhigten mich die zunehmenden körperlichen Stresssymptome immer mehr. Schon seit Wochen spüre ich sehr deutlich, dass ich dringend eine Auszeit brauche. Mein Kopf ist unendlich voll und kommt nicht richtig zur Ruhe. Kein Wunder also, dass der Körper nun wieder auf sich aufmerksam macht und Erholung einfordert.
Am Nachmittag hatte L einen Zahnarzttermin. Wir waren eine Viertelstunde früher da als bestellt und hatten großes Glück, denn L kam sofort dran. Ihre Zähne sind nach wie vor gesund und brauchten lediglich gründlich gereinigt werden. Ihr wurde zudem empfohlen, ab sofort Zahnseide zu benutzen. Das ist schön für mich, denn so muss ich abends vor dem Spiegel nicht alleine stehen (und teilweise lustige Verrenkungen machen). In einem halben Jahr wird unser nächster Kontrolltermin stattfinden – dann wieder gemeinsam.
Was heute schön war:
Morgenspaziergang.
Auch heute Morgen spazierte ich einige Minuten in der Nähe von Ls Schule umher und schlenderte diesmal sogar durch die schöne Gartenanlage.
Weihnachtsserie.
Am Abend schaute ich in einem Rutsch die sechsteilige Serie „Ein Sturm zu Weihnachten“ auf Netflix und wurde gut unterhalten. Jetzt im November fühlt es sich auch nicht mehr ganz so merkwürdig an, bereits Weihnachtsfilme und -serien zu schauen.
Autor: Katja
Tagebuch – 1. November 2023
AlltagsschnipselIch hatte sehr gut geschlafen, viel (komisches Zeug) geträumt und wurde heute Morgen Viertel nach sechs, also Viertel sieben, durch das Klingeln des Weckers aus einem dieser Träume gerissen.
L und ich bummelten ein wenig herum, kamen aber dennoch überpünktlich an der Schule an. Seitdem der morgendliche Stau, ausgelöst durch eine Baustelle, nicht mehr existent ist, dürfen wir uns wieder ein wenig Trödelei und einen stressfreieren Start in den Tag erlauben.
Mein heutiger Arbeitstag bestand aus einigen Meetings und meinen To-dos, die jeder Monatsanfang so mit sich bringt. Ich werde leider nach wie vor das Gefühl nicht los, dass es gerade an jeder Ecke brennt. Das ist so schade.
Abends hatte ich unglaublich viel Lust, erste Weihnachtsvorbereitungen zu treffen. So kniete ich eine ganze Weile vor dem Sofa im Wohnzimmer und werkelte glücklich vor mich hin.
Da ich Weihnachten und die Adventszeit so sehr liebe, beginne ich möglichst zeitig im Jahr (spätestens im Oktober) mit den Vorbereitungen. Erstens kann ich so die Ausgaben auf mehrere Monate verteilen, zweitens vermeide ich dadurch sehr viel Stress und mir bleibt mehr Zeit, die Weihnachtszeit zu genießen.
Was heute schön war:
Morgenspaziergang.
Weil der heutige Morgen ein so schöner war, spazierte ich noch ein paar Minuten in der Nähe der Schule umher, bewunderte die bunten Blätter an den Bäumen und auf den Wegen und erfreute mich generell am schönen Herbst. Kurz darauf saß ich zur Musik singend im Auto auf dem Weg ins Homeoffice.
Joggen.
Meine Mittagspause nutzte ich für ein kleines Ründchen an der frischen Luft. Während der ersten beiden Kilometer meinten meine Gedanken, lautstark ihren Unmut über diese Sportaktivität kundtun zu müssen, danach fiel mir das Laufen glücklicherweise leichter. Das Gefühl hinterher nach der erfrischenden Dusche war wieder unbeschreiblich schön.
Poké Bowl.
Zum Abendessen, das aufgrund großen Hungers bei L und mir bereits siebzehn Uhr stattfand, gab es eine zuvor im Rewe Markt selbstgekaufte Poké Bowl für mich, und Sushi für L. Dazu tranken wir je eine Tasse Kinderpunsch.
Hallo November!
Dies & DasIm November werde ich …
… Dehnübungen in mein Sportprogramm integrieren
… L für eine Routineuntersuchung zur Zahnärztin begleiten
… mindestens zwei Thai Massagen genießen
… den Geburtstag meiner Mama feiern
… L zur Geburtstagsfeier ihrer Schulfreundin L begleiten
… einen bunt gefüllten Schuhkarton im Rahmen der Aktion „Weihnachten im Schuhkarton“ abgeben
… das Martinsfest-Wochenende bei Ls Oma M verbringen
… und dabei symbolisch Ms vierzigsten Geburtstag feiern
… einer Lesung der Erfurter Herbstlese beiwohnen
… mit L nach München fahren
… und dort unter anderem dem Konzert der Band SHRX in der Olympiahalle lauschen
… mit L ein Wochenende im Südharz verbringen
… weihnachtlich dekorieren
… und erste Weihnachtsplätzchen backen
… ein paar kindfreie Stunden haben
… und vielleicht den Leipziger Weihnachtsmarkt besuchen
Halloween
AlltagsschnipselGestern Abend brannte bei L von jetzt auf gleich eine Sicherung durch. Sie mutierte zu einem heulenden Häufchen Elend, das böse Worte über sich sagte, und steigerte sich in irgendetwas hinein, das für mich nicht greifbar war. (Auch jetzt weiß ich nicht, was eigentlich los und ihr Problem war.) Nach einer halben Stunde des Bockens und Heulens schlug ich vor, den Tag zu beenden und uns bettfertig zu machen. Sie ließ sich kurz darauf von mir in den Arm nehmen, beruhigte sich allmählich und schlief schnell ein. Verstehe einer die Kinder.
Ich hatte gut geschlafen, L ebenso, und wachte am Morgen gegen halb acht auf. Ich las Britney Spears‘ Buch aus, stand anschließend auf, um L und mir Frühstück zuzubereiten und ein paar Snacks für den geplanten Tagesausflug einzupacken, und machte mich ausgehfertig.
Halb elf verließen L und ich mit ihrem Halloweenkostüm die Wohnung und fuhren ausnahmsweise mit dem Auto in Richtung des Leipziger Zooparks. Wir fanden problemlos einen Parkplatz und trafen wenig später Ls Schulfreundin L, ihren kleinen Bruder J und die Mama M. Da Ls Halloweenkostüm noch im Auto lag und sich abzeichnete, dass das Kind ohne dieses nicht glücklich sein und Spaß haben würde, lief ich zurück und holte es ihr. Im gesamten Zoopark wurde Halloween gefeiert. Es gab viele zusätzliche Stände, Unterhaltung für die Kinder und tolle Mitmachaktionen.
Wir schauten uns nur einige wenige Tiere an und verbrachten die Mittagszeit gemütlich im Außenbereich eines der Restaurants im Zoopark. Dort aßen wir eine Kleinigkeit. Die Kinder konnten anschließend auf dem Spielplatz toben. Zum Aufwärmen und als Schutz vor der einsetzenden kurzen Regenhusche statteten wir dem Aquarium einen Besuch ab, ehe wir uns halb zwei rum wieder auf den Weg nach Hause machten.






Am Nachmittag fuhr ich mit einer als Wednesday Addams verkleideten L nach Leipzig. Dort trafen wir uns mit einer anderen Schulfreundin L, ihrer Mama S und Hund Sukhi. Gemeinsam machten wir uns in einem halloweenbegeisterten Wohngebiet auf die Suche nach Süßem und wurden schnell fündig. Die Kinder hatten Unmengen Spaß daran, ihren Spruch aufzusagen und dafür mit Leckereien belohnt zu werden. Ich freute mich über die zusätzliche Bewegung am Abend und die nette Unterhaltung mit S.
Erschöpft, aber glücklich, und mit reicher Ausbeute kehrten wir abends wieder heim. Nächstes Jahr wird L sicherlich wieder „um die Häuser ziehen“ wollen.










Tagebuch – 30. Oktober 2023
AlltagsschnipselDiese Nacht war nur okay. Es gibt Bücher und Filme, die ich besser nicht vor dem Einschlafen konsumieren sollte, sonst finde ich nicht zur Ruhe. Ein solches Buch lese ich aktuell.
Nach dem gemeinsamen Frühstück mit L telefonierte ich kurz mit meinem Bruder, der heute Geburtstag hat. Anschließend hielt ich mein Versprechen und reparierte mit Nadel und Faden die zwei im neuen Wednesday-Kleid eingerissenen Stellen. Nun schaut das Kleid wieder sehr gut aus und kann morgen an Halloween zum Einsatz kommen.
Einen Großteil des Tages verbrachte ich auf der Couch lesend im kürzlich veröffentlichten Buch von Britney Spears. Ich hatte mich in den letzten Jahren immer mal wieder gefragt, was da bei ihr eigentlich los ist. Nun kenne ich ihre Sicht auf die Geschehnisse. Das Buch liest sich schnell, allerdings ist die Übersetzung eher mäßig und das Lektorat wurde scheinbar komplett vergessen.
Was heute schön war:
Spaziergänge mit L.
Ohne auch nur ein einziges Wort des Unmuts spazierte ich mit L zur Mittagszeit zum naheliegenden Netto Markt, kaufte dort Kleinigkeiten ein und lief mit ihr zurück nach Hause.
Abends fiel leider eine S-Bahn aus. L stimmte meinem Vorschlag zu, die letzte Haltestelle zu laufen, und tat dies gut gelaunt und ohne Gemecker. Es geschehen noch Zeichen und Wunder.
Kinobesuch.
Spontan entschieden wir, nachmittags ins Kino zu gehen. Wir wählten den Film “Die unlangweiligste Schule der Welt” aus. L bekam eine kleine Tüte mit salzigem Popcorn, ich hatte heute keinen Appetit darauf. Im Film wirkten gute Schauspieler mit und es gab einige lustige Momente, dennoch fehlte irgendetwas. Der Film nahm keine richtige Fahrt auf.
Gedanken- und Alltagsschnipsel im Oktober
Alltagsschnipsel, Dies & DasWeil mich die Thematik Geld (wieder einmal) sehr stark beschäftigte, fand ich nach kurzer Recherche im Internet heraus, dass von dem gesamten zur Verfügung stehenden Haushaltsnettoeinkommen, hier zählen neben meinem Nettolohn also auch Ls Kindergeld und ihr Unterhaltsvorschuss vom Jugendamt mit hinein, fünfzig Prozent die Fixkosten, dreißig Prozent die Freizeit und zwanzig Prozent das Sparen ausmachen sollten.
Das wollte ich für L und mich natürlich genauer wissen und so nahm ich mir Mitte des Monats die Zeit und rechnete die prozentuale Verteilung aus.
Unsere monatlichen Fixkosten machen 69 Prozent unseres Haushaltsnettoeinkommens aus, die Kosten für die Freizeit (hier zählen auch Abonnements wie Netflix, Kindle Unlimited und Duolingo, Kulturkosten wie Kino und Schwimmbad, aber auch Urlaube und Geschenke/Aufmerksamkeiten für Dritte hinzu) etwa 19,5 Prozent und gespart werden 11,5 Prozent. Von dem Sparbetrag, der bei uns 11,5 Prozent ausmacht, wandert etwa die Hälfte in Ls Fonddepot. Das soll auch so bleiben.
Ich bin nun am überlegen, wie ich es schaffe, unsere Fixkosten zu reduzieren. Es gibt nur sehr wenige Positionen auf meiner Finanzübersicht, die sich in den nächsten Jahren einsparen lassen. Darunter finden sich Ls Schulgeld, ihre Hortgebühren und mein „Strafkredit“, den ich seit mittlerweile dreieinhalb Jahren abzahle, ohne je etwas davon gehabt zu haben. Von unseren Freizeitausgaben könnte ich einige Abonnements wie Netflix, Duolingo oder Kindle Unlimited kündigen. Die beiden Letztgenannten nutze ich täglich. Diese Abonnements zu kündigen, würde mich sehr traurig stimmen. Das Netflix-Abonnement teile ich mir mit einer anderen alleinerziehenden Mama.
Als ich bei meiner Recherche auch noch über mehrere Seiten stolperte, die meinten, ein Mensch von dreißig Jahren (und da bin ich ja bereits einige Jahre drüber) sollte etwa fünfundvierzig Tausend Euro angespart haben, musste ich schlucken. Mit Ach und Krach habe ich fünfundzwanzig Prozent dieses Betrags erreicht, der hauptsächlich für ein angenehmes Leben im Alter nach Eintritt der Rente gedacht ist.
Ich würde mich nach wie vor als sehr sparsamen, aber nicht geizigen Menschen bezeichnen. Ich tue mich unfassbar schwer damit, mühevoll erspartes Geld für das (Über)Leben im Alltag auszugeben. Gleichzeitig sehe ich es (noch) nicht ein, auf die kleinen Freuden im Alltag zu verzichten. L und ich gehen sehr gerne ins Kino oder in die Schwimmhalle. Zudem schlägt ein sehr reise- und abenteuerlustiges Herz in mir. Ein Leben ohne Reisen wäre für mich ein sehr trostloses. Großartigen Luxus benötige ich im Urlaub nicht, weshalb es mir bisher oft gut gelungen ist, günstig zu verreisen.
In den letzten Monaten spüre ich (unter anderem Dank der Inflation) so deutlich wie noch nie, dass das L und mir zur Verfügung stehende Geld hinten und vorne nicht mehr ausreicht. Ich schaue nahezu täglich meine sehr diszipliniert geführte Finanzübersicht durch, um herauszufinden, wo wir Geld einsparen könnten, finde aber keine zufriedenstellende Lösung. Die allermeisten unserer Fixkosten lassen sich nicht (so einfach) kündigen. Was schließe ich also daraus? Ich werde weiterhin unsere Ausgaben bei Freizeitaktivitäten und ab und an (in weniger guten Monaten) auch beim Sparen kürzen müssen.
Um den Monat nicht mit allzu deprimierenden Gedanken zum Thema Geld zu beenden, möchte ich festhalten, dass ich trotz des immer weniger werdenden Geldes sehr froh bin, mit L schöne Freizeitaktivitäten machen und im Notfall auf einen kleinen Betrag auf dem Sparkonto zurückgreifen zu können. Ich weiß, dass sehr viele andere Menschen weder die eine noch die andere Möglichkeit haben. Dennoch wünsche ich mir eine gerechtere Umverteilung des der gesamten Welt zur Verfügung stehenden Geldes.
Ein Wochenende im Oktober
AlltagsschnipselMit einem leichten Schnupfen bei L starteten wir gestern Nachmittag in das verlängerte Wochenende. (Durch den Reformationstag am kommenden Dienstag haben wir beide am Montag einen Brückentag.)
Samstag, 28. Oktober 2023
Ich hatte in der Nacht nicht so gut geschlafen. Das lag mit Sicherheit daran, dass die Schlafzimmertür im Gegensatz zu sonst geschlossen war und ich wusste, dass ich mich an einer im Wohnzimmer auf unserer Schlafcouch schlafenden Schwiegermama vorbeischleichen müsste, würde ich zur Toilette gehen wollen.
Aufgewacht bin ich gegen sieben Uhr morgens. Es war zwar noch ziemlich dunkel, dennoch blieb ich wach und las auf einigen Seiten im Internet.
Am Vormittag frühstückten wir zu dritt. Anschließend machten Oma M und L Frühsport. Ich nutzte die Gelegenheit und telefonierte mit M, der Mama von Ls Schulfreundin L. Es gibt derzeit Unstimmigkeiten bezüglich der Erstellung eines Lapbooks zur Thematik Igel im Fach Sachunterricht. Nachdem wir darüber gesprochen hatten, verabredeten wir uns lose für den Nachmittag.
Bevor sich Oma M von uns verabschiedete und den Heimweg nach Erfurt antrat, spielten wir gemeinsam ein paar Runden des tollen und irgendwie auch zu Halloween passenden Spiels „Das kleine Gespenst“.
Während L im Kinder- und Wohnzimmer spielte, nahm ich mir lange Zeit für meinen Terminkalender „Ein guter Plan“. Es ist immer wieder erstaunlich festzustellen, wie oft die im Buch abgedruckten Zitate und Anregungen genau zur richtigen Zeit kommen. Ich schloss den Monat Oktober ab und bereitete den November vor. L und ich werden im kommenden Monat sehr viel unterwegs sein.
Nach einem kleinen Mittagessen gemeinsam mit L machte ich es mir auf der Couch bequem und las ein paar Zeilen in meinem aktuellen Buch, während L fern schaute.
Als ich später frisch geduscht und angezogen darauf wartete, mit L das Haus verlassen zu können, gab es leider einen kleinen Streit zwischen uns. Irgendwie hatte sie es nämlich geschafft, ihr neues Halloweenkostümkleid (Wednesdays Kleid) zu zerreißen. Darüber war ich nicht sonderlich begeistert, schließlich kam dieses erst vor zwei Tagen an und war auch recht teuer. Ich versprach ihr, den Schaden am Wochenende zu beheben. Wir vertrugen uns und fuhren mit dem Auto los.
Nachmittags und etwa zwei Stunden später als geplant kamen L und ich schließlich im Paunsdorf Center an und trafen direkt auf L und ihre Mama M. Nach einem kurzen Plausch zogen die beiden ohne uns weiter. L und ich konnten nun in Ruhe nach einem Geburtstagsgeschenk für L schauen, ohne dass diese mitbekam, was wir für sie aussuchten. Ich schaute ebenfalls nach einigen Dingen für den zu befüllenden Schuhkarton. (Auch in diesem Jahr nehme ich wieder an der Aktion „Weihnachten im Schuhkarton“ teil. L und ich haben uns gemeinsam für ein Mädchen im Alter zwischen zwei und vier Jahren entschieden.)
Als wir mit den Einkäufen in den beiden dafür vorgesehenen Läden fertig waren, trafen wir wieder auf M und L. Gemeinsam bummelten wir nun durch die Geschäfte, schauten uns die Auslagen an und kauften nur Kleinigkeiten bzw. nichts. Abends stießen Ls Papa und ihr kleiner Bruder J zu uns. Wir suchten uns einen netten Tisch im „Restaurantbereich“ des Einkaufscenters und holten uns von verschiedenen Imbissen unser Abendessen.

Auf dem Weg nach Hause hielten L und ich noch bei unserem Netto Markt und deckten uns mit einigen wenigen Lebensmitteln für die kommenden Tage ein. Etwa halb acht waren wir wieder in der Wohnung.
Ich verräumte einen Großteil der Einkäufe und spielte anschließend auf ihren Wunsch hin mit L einige Runden UNO. L hat nun Gefallen am UNO-Spiel ab sieben Jahren gefunden und macht ihre Sache wirklich gut. Abwechselnd gewann entweder sie oder ich.
Die restliche Zeit des Tages schaute ich etwas fern, machte meine Italienischübungen in der Duolingo App und integrierte (wegen Schmerzen im unteren Rückenbereich nur) eine kurze Beinübung in den Zähneputzprozess. L durfte den Abend auf ihrem iPad mit YouTube-Videos von Playmobil oder Checker Tobi bzw. Checken Marina ausklingen lassen. (Ich freue mich, dass sie im Moment so großes Interesse an wertvollen Inhalten hat.)
Sonntag, 29. Oktober 2023
Nach einer wunderbaren, ruhigen Nacht wachte ich am Morgen nach etwa zehn Stunden Schlaf um sieben Uhr (neue Zeit) auf. L schlief sogar noch eine ganze Stunde länger. Ich nutzte die Zeit, um in meinem Buch weiterzulesen und im Internet zu surfen.
Wir frühstückten am Vormittag gemeinsam und überlegten, was wir heute unternehmen wollen. L widmete sich anschließend abwechselnd ihrem Spielzeug und dem iPad. Ich verräumte die restlichen Einkäufe und machte nebenbei dreißig Liegestütze.
Bereits gegen halb zwölf hatte L wieder Hunger. Ich kochte ihr ein paar Kartoffeln und bereitete eine leckere Soße zu. Ich war noch satt vom Frühstück.
Kurz nach dem Essen drehten wir eine Badrunde und machten uns ausgehfertig. Wir gingen anschließend in unseren Kellerraum, kramten die Schlittschuhe hervor und machten uns auf den Weg zum Eiszirkus Leipzig.
Die Eishalle war sehr gut besucht. Obwohl L und ich das letzte Mal im Winter 2022 Schlittschuhlaufen waren, kamen wir schnell rein und hatten großen Spaß. Die zwei Stunden, die wir dort waren, vergingen wie im Fluge. Wir wollen unbedingt wieder herkommen, dann aber (Finger)Handschuhe und ein Stirnband oder eine Mütze mitnehmen.


Nachmittags waren wir wieder zu Hause. Ich war ausgehungert und bereitete mir Miniklöße mit Soße zu. L gab sich mit Müsliriegeln und einem Brötchen mit Spekulatiusaufstrich zufrieden. Zum Aufwärmen tranken wir je eine Tasse leckeren Kinderpunsch.
Ich machte es mir auf der Couch gemütlich, absolvierte einige Italienischübungen in der Duolingo App, beendete mein aktuelles Buch, suchte mir direkt ein neues aus und schaute eine halbe Stunde den gestern Abend begonnenen Film weiter.
Halb sieben fragte mich L, ob ich wieder mit ihr Karten spielen wolle. Das wollte ich und so setzten wir uns gemeinsam in die Küche. Wir spielten zuerst zwei Runden lang „Das Neinhorn Kartenspiel“ und im Anschluss daran mehrere Runden UNO. Nebenbei hörten wir Toniebox mit dem Dumbo-Hörspiel, da L meinen permanenten Gesang mit erfundenen Texten und Melodien nicht länger ertrug.
Als sich L eine Stunde später mit ihrem iPad zurückzog, schrieb meine Mama eine Nachricht und berichtete vom heutigen Krankenhausbesuch bei meinem Onkel W. Ihm geht es nach seinem zweiten Schlaganfall den Umständen entsprechend gut. Das Sprechen fällt ihm nach wie vor schwer. Er darf morgen das Krankenhaus verlassen und soll sich für die Reha, die zeitnah stattfinden wird, bereithalten.
Ich drücke ihm die Daumen, dass er es schafft, sein Leben komplett umzukrempeln, sprich fortan auf das Rauchen zu verzichten und sich ein wenig gesünder zu ernähren. Meiner Meinung nach hat er großes Glück gehabt. Es gibt leider Fälle, da wird nicht mal der erste Schlaganfall überlebt.
Ls Schnupfen ist zum Glück schon wieder so gut wie weg. Morgen und übermorgen kann sie somit ausgiebig Halloween feiern.
Tagebuch – 27. Oktober 2023
AlltagsschnipselViertel vor sechs, also Dreiviertel sechs, wachte ich heute Morgen auf. Ich war zwar noch müde, musste aber einsehen, dass es sich zeitlich nicht lohnte, mich auf die andere Seite zu drehen und weiterzuschlafen.
L und ich waren am Morgen sehr gut in der Zeit und verließen mit Knabbereien, Deko und Ls Halloweenkostüm überpünktlich die Wohnung in Richtung Schule.
So konnte ich mich schon kurz nach sieben Uhr mit dem Auto auf den Weg ins Büro nach Erfurt machen. Unterwegs hörte ich mal wieder ein Hörspiel von “Die drei ???” und im Anschluss Musik. Die Hälfte der Fahrt war es draußen stockdunkel und die gesamte Zeit über regnete es ziemlich stark. Auf der Rückfahrt am Nachmittag begleiteten mich meine Kollegen A und H. Wir waren ebenfalls einem Dauerregen ausgesetzt, hatten allerdings viel Spaß.
Teufelin L hatte laut eigener Aussage eine tolle Halloweenparty in der Schule. Ihre Klassenlehrerin war als Zombie und ihre Erzieherin als Piratin verkleidet. Unsere am Sonntag selbst gebackenen Gruselkekse kamen auch gut an, denn die kleine Keksdose war bei Abholung am Nachmittag leergefuttert.
Am frühen Abend bekamen wir Besuch von Ls Oma M. L zeigte ihr gleich drölfzig verschiedene Dinge, die ihre Oma noch nicht gesehen hatte, und freute sich sichtlich über ihre Anwesenheit. Vor und nach dem Abendessen spielten wir zu dritt Skip-Bo und mehrere Runden UNO. Schön war hier, dass jedes Mal eine andere gewann.
Was heute schön war:
Workshop.
In großer Runde fanden wir uns am Vormittag im Büro ein, um gemeinsam in kleinen Gruppen mithilfe verschiedener Methoden neue Produkt- oder Projektideen zu finden. Diese wurden dem Rest anschließend kurz gepitcht. Es waren einige interessante Ideen darunter. Mittags gab es eine Auswahl leckerer Pizzen.
Tagebuch – 26. Oktober 2023
AlltagsschnipselWunderbar und ohne nächtliche Störungen geschlafen. Ich träumte, dass mir S beim Aufräumen meines Kellerabteils geholfen hat und dort unten nun wieder alles tippi toppi ausschaut. Dummerweise war bereits im Traum der Kellerraum ein völlig anderer. Schade.
Der heutige Arbeitstag war erneut sehr fokussiert und produktiv. Ich beschäftigte mich mit Zuarbeiten für eine bestimmte Ausschreibung und im Anschluss mit der Vervollständigung eines Dokuments für die Angebotserstellung.
Auf der Fahrt im Auto nach Hause übte ich mit L ein paar Matheaufgaben zu einem Thema, das sie heute bzw. in den letzten Tagen im Unterricht behandelt hatten.
Sie hat mittlerweile ein gutes Zahlenverständnis entwickelt und versteht die Logik dahinter. Das freut mich sehr für sie. Seit ein paar Wochen hat sie richtig Lust auf Mathematik.
Den Abend ließ ich auf der Couch ausklingen. Ich wechselte zwischen einer Serie mit wenigen Folgen und meinem Buch hin und her.
Was heute schön war:
Gemeinsame Essenszubereitung.
L wünschte sich zum Abendessen Kartoffeln, Spinat und Rührei. Sie hatte großes Interesse daran, mir bei der Zubereitung zu helfen. Da die Kartoffeln bereits geschält im Thermomix vor sich hin köchelten und ich für den Spinat auch nur die Verpackung öffnen und den Inhalt in einen Topf umfüllen musste, bot ich ihr an, unser Rührei zuzubereiten. Das machte sie richtig gut. Keine einzige Eierschale landete in der Pfanne. Angebrannt ist auch nichts.
L hat schon öfter Interesse am Kochen bzw. an der Nahrungszubereitung bekundet. Von mir hat sie das definitiv nicht. Mein erstes Essen kochte ich mir nämlich erst in meinen Zwanzigern.
Liegestütze.
Vor drei Jahren schaffte ich ohne große Schwierigkeiten einhundert Liegestütze. Nicht am Stück, aber immerhin innerhalb von zehn Minuten. Das möchte ich mir nun wieder aufbauen. Heute machte ich fünfundzwanzig und es ging leichter als noch vor einer Woche. Allmählich bekomme ich wieder Muskeln in den Oberarmen.
Tagebuch – 25. Oktober 2023
AlltagsschnipselAm Morgen wachte ich gegen halb vier auf. Sofort sprang mein Gedankenkarussell an. Dieses konnte ich aber glücklicherweise wieder ruhigstellen und bis zum Klingeln des Weckers um Viertel nach sechs, also Viertel sieben, weiterschlafen.
Heute hatte ich einen sehr guten und äußerst produktiven Arbeitstag. Besonders freute ich mich zur Feierabendzeit über erledigte Aufgaben, die schon eine Weile auf meiner To-do-Liste standen.
L wurde am Nachmittag von S, der Mama ihrer Schulfreundin L, von der Schule abgeholt. Die drei fuhren in den Garten. Während die Mädels miteinander spielten, machte S den Garten winterfest. Am späten Nachmittag holte ich L von dort ab.
Zum Abendessen wünschte sich L Nudeln mit Tomatensoße. (Obwohl es bereits am Mittag Nudeln bei ihr gab.) Während die Nudeln auf dem Herd kochten, telefonierten wir mit ihrer Oma M, die überlegt, am Freitag nach Leipzig zu kommen.
Nach dem Essen schickte ich L in die Badewanne. Im Moment hat sie sogar Freude am Haare waschen. Sowas muss ich ausnutzen.
Was heute schön war:
Joggen.
Nach einer (schon wieder) sechswöchigen Pause schnürte ich heute endlich mal wieder meine Laufschuhe. Ich drehte eine kleine Runde in einem angenehmen Tempo und hatte zwischendrin mit meinem inneren Schweinehund zu kämpfen, fühlte mich nach dem Lauf und der anschließenden Dusche aber richtig gut.
Massage.
Mit sehr starken Verspannungen im Schulterbereich (ich frage mich, wie ich das immer schaffe) betrat ich das Massagestudio. Da die Masseurin diesmal auch Schmerzgel neben dem Massageöl verwendete, verließ ich das Studio kurze Zeit darauf mit einem angenehmen Gefühl. Die Behandlung war wieder sehr schön.
