Tagebuch – 17. November 2023

Alltagsschnipsel

L und ich konnten heute Morgen bis halb acht schlafen. Ich hatte einen Tag Urlaub, L wurde auf meinen Antrag hin vom Unterricht freigestellt. Obwohl wir länger schlafen konnten, waren wir beide bei weitem nicht ausgeschlafen. Beim Aufwachen hatte ich zu allem Übel Halsschmerzen.

In kurzer Zeit packte ich unsere letzten Sachen für die bevorstehende Reise nach München zusammen und bereitete etwas Reiseproviant vor. Um neun machten wir uns auf den Weg zur S-Bahn-Haltestelle und waren eine halbe Stunde später am Leipziger Hauptbahnhof. 

Als wir mittags in München ankamen, holte uns J, meine Schwägerin, ab. Meine Eltern fuhren im selben Zug wie L und ich, reisten allerdings erste Klasse und befanden sich ab Erfurt somit in einem anderen Wagen als L und ich. Auf sie trafen wir nach Verlassen des Zuges auch.
Zu fünft machten wir uns mit dem Taxi auf den Weg in die Olympiahalle und ließen uns von meinem sehr aufgeregten Bruder den Backstagebereich und die Bühne zeigen.


Nachmittags checkten meine Eltern, L und ich im Motel One ein. Wir hatten sogar nebeneinander liegende Zimmer. L und ich genossen den tollen Ausblick und ruhten uns etwa zwei Stunden lang aus.


Was heute schön war:

Zugfahrt.
Der Zug fuhr trotz zwei vorangegangener Streiktage pünktlich los und kam mit nur zehn Minuten Verspätung nach etwas mehr als drei Stunden Fahrt am Münchener Hauptbahnhof wieder an. Was will man mehr?! L und ich nutzten die Fahrt, um unter anderem einige Matheaufgaben für den Test am kommenden Dienstag zu üben. Nach kurzen Erklärungen meinerseits verstand L, was zu tun ist, und rechnete fleißig und richtig vor sich hin.

Musikfestival.
Etwa anderthalb Stunden vor Beginn des Konzerts trafen meine Eltern, L und ich am Pförtnereingang der Olympiahalle ein. Wir durften sogar nochmals den Backstagebereich betreten, konnten meinen Bruder und seine Bandkollegen sehen und ihnen viel Erfolg und Spaß wünschen. Danach machten wir uns auf die Suche nach einem Getränke- und Essenstand.
Kurz nach neunzehn Uhr begann die Show mit verschiedensten neuen Künstlerinnen und Künstlern. Ihnen gelang es sehr gut, das Publikum einzuheizen. Gegen zwanzig Uhr fünfundvierzig hatte schließlich die Band, in der mein Bruder mitspielt und die dieses Festival eigenfinanziert und selbstorganisiert auf die Beine gestellt hat, ihren großen Auftritt. L jubelte, kreischte, tanzte und klatschte die ganze Zeit über begeistert mit. Das dürfte ihren Onkel M am Schlagzeug sicher mächtig gefreut haben.
Es war ein sehr schöner musikalischer Abend. Ich freue mich, wieder neue Künstlerinnen und Künstler entdeckt zu haben, deren Musik ich mit großer Wahrscheinlichkeit sonst nie kennengelernt hätte.
Ich habe auch schon läuten hören, dass die Drei im nächsten Jahr wieder in der Olympiahalle auftreten wollen.

Tagebuch – 16. November 2023

Alltagsschnipsel

Meine Nacht war deutlich besser als die vorherige. Ich wurde irgendwann in den frühen Morgenstunden wach, schlief aber schnell wieder ein und hatte bis zum Klingeln des Weckers komische Träume.

L ist unglaublich stark. Viel stärker als ich es in ihrem Alter war und stellenweise sogar heute bin.
Sollte sie die zweite Klasse wegen Mathe wiederholen müssen, was meines Erachtens noch nicht entschieden werden kann und sollte, möchte sie das auf einer anderen Schule tun. Vielleicht haben wir Glück und sie kann die Grundschule in unserem Einzugsgebiet besuchen. Oder eine der anderen drei in Markkleeberg. Dieser Gedanke machte ihr Mut, ließ sie morgens lächeln und gab ihr offenbar Kraft. Das beruhigte mich sehr.
Ich weiß, dass es im Leben immer einen Weg gibt, auch wenn man diesen nicht gleich sieht. Dennoch ist der Mensch ein Gewohnheitstier und da nehme ich mich selbst nicht aus. Neues und Unbekanntes wird oft mit Skepsis und Ablehnung aufgenommen. L und ich werden gemeinsam die richtige Entscheidung zur richtigen Zeit treffen.

Ich muss ganz doll auf mich aufpassen. Ich habe Ohrenrauschen, kann nicht ordentlich einatmen, habe ein flaues Gefühl in der Magengegend und durch den ganzen Stress der letzten Zeit oft Kopfschmerzen. Diese Symptome sind eindeutige und wichtige Signale meines Körpers, mir mitzuteilen, dass ich kürzer treten und mich ausruhen muss. Mir und L zuliebe will ich wieder mehr auf mich achtgeben und lernen, besser mit stressigen Phasen, die im Leben immer wiederkehren werden, umzugehen.

Was heute schön war:

Morgenspaziergang.
Ein paar Minuten am Morgen an der frischen Luft zu spazieren, klappte diese Woche ganz wunderbar. Ich bin dankbar, dass ich auch heue die Möglichkeit hatte, so entspannt in den Tag starten zu können.

Badewanne.
Ich kann mich nicht mehr erinnern, wann ich das letzte Mal ein Bad genommen hatte. Umso schöner war heute die Körperpflege im warmen und duftenden Wasser für mich.

Entspannung.
Den Nachmittag und Abend verbrachte ich wieder mit meinem Puzzle und ein paar Folgen einer Serie. Diese Beschäftigungen tun mir im Moment neben Lesen besondern gut, um abzuschalten und herunterzufahren.

Tagebuch – 15. November 2023

Alltagsschnipsel

Ich hatte nicht allzu gut geschlafen. Halb drei wurde ich wach und blieb es auch eine ganze Weile lang. Mein Gedankenkarussell sprang nämlich sofort an und wollte sich einfach nicht mehr abschalten lassen.
Als Viertel nach sechs Uhr der Wecker klingelte, wurde ich mitten aus einem Traum gerissen (ich bin also offenbar wieder eingeschlafen) und brauchte ewig, um richtig wach zu werden.

Im Moment ist sehr viel los in meinem Leben. Vor allem im emotionalen Bereich. Mir ist und wird das ein wenig zu viel. Es fühlt sich an, als würden einige Lebensbereiche in Scherben vor mir liegen, die ich neu oder generell wieder zusammensetzen muss. Vielleicht puzzle ich deshalb im Moment wieder so gern …

Heute erhielt ich eine Nachricht von Ls Klassenlehrerin, die mich sehr überrascht und komplett unvorbereitet getroffen hat. Ich hatte sogar eine leichte Panikattacke. Die Lehrerin meinte, dass es für L vielleicht besser wäre, zum Halbjahr im Fach Mathe zurück in die erste Klasse zu wechseln und im nächsten Schuljahr die zweite Klasse neu zu starten. Soweit so gut.
Mich irritiert diesbezüglich sehr, dass L bisher ausschließlich Zweien (auch in Mathe) geschrieben hat. Ich frage mich nun, wie viel Wert und Aussagekraft diese Zensuren haben, wenn L offenbar große Probleme zu haben scheint. Mir ist aufgefallen, dass es L oft schwerfällt, neue Aufgaben im Unterricht auf Anhieb zu verstehen. Das betrifft bei Weitem aber nicht alle neuen Themen. Wenn wir uns allerdings zu Hause hinsetzen und ich es ihr nochmals in Ruhe erkläre, fällt der Groschen oft nach wenigen Minuten.
Als ich L heute beim Abholen aus der Schule davon erzählte, brach sie direkt in Tränen aus. Sie will die Klasse nicht wiederholen, generell keinen Neustart und ihre Freundinnen nicht verlassen.
Das Gespräch zu dieser Thematik führe ich (leider erst) in vier Wochen mit der Klassenlehrerin und der Erzieherin. Ich verstehe den Gedanken der Lehrerin, bin derzeit aber davon überzeugt, dass es L eher schaden als helfen würde, die zweite Klasse zu wiederholen. Das sagt mir im Moment zumindest mein Bauchgefühl.

Ich bat L am Nachmittag an, dass wir uns nun mehrmals wöchentlich zusammensetzen und Matheaufgaben üben werden. (Damit hatten wir Ende der ersten Klasse phasenweise bereits begonnen.) Hausaufgaben gibt es an ihrer Schule nicht. Deshalb werden wir uns ab sofort selbst welche auferlegen. Das taten wir auch heute. Über eine Stunde lang saßen wir zusammen, rechneten und wiederholten die verschiedensten Aufgaben und erklärten bis dato Unklares. Wieder konnte sie innerhalb weniger Minuten in der Schule unverstandene Aufgaben nach kurzer Zeit richtig lösen.

Mir war abends so unendlich kalt und schwindelig, dass ich mich mit einer Wärmflasche auf die Couch kuschelte und meinen Gedanken nachhing. Es ist erschreckend und faszinierend zugleich zu beobachten, wie stark mein Körper derzeit reagiert.

Was heute schön war:

Morgenspaziergang.
Mir fiel es so schwer wie noch nie, etwas Schönes am heutigen Tag zu finden. Ich ging allerdings wieder einige Minuten am Morgen spazieren. Das war entspannend und tat mir gut. Das war definitiv schön.

Tagebuch – 14. November 2023

Alltagsschnipsel

Ich hatte nachts wieder gut geschlafen und erinnerte mich heute Morgen zumindest daran, viel geträumt zu haben.

Mein Arbeitstag bestand aus einigen Terminen, aus denen sich neue To-dos für mich ergaben, verlief ansonsten aber ruhig.

Unseren Nachmittag und Abend verbrachten L und ich nahezu identisch zu gestern. Wir fuhren nach dem Abholen aus der Schule direkt nach Hause, wuselten dort umher (ich) oder spielten (L) und machten es uns anschließend lesend, fernsehschauend oder puzzelnd im Wohn- oder Schlafzimmer gemütlich. Draußen regnete und stürmte es. Wir verpassten somit überhaupt gar nichts.  

Was heute schön war:

Morgenspaziergang.
Immer wenn es mir möglich ist, spaziere ich morgens ein paar Minuten umher. Das hilft mir sehr, entspannt in den Tag zu starten und einen ersten Blick auf die bevorstehenden Aufgaben zu werfen. Manchmal entdecke ich auf den kurzen Wegen auch lustige oder schöne Dinge. So wie heute.

Dehnübungen.
Das heutige Workout beinhaltete entspannte Übungen für den Rücken- und Hüftbereich. Ich schaffte es zwar nicht annähernd, meine Gliedmaßen so zu bewegen wie im Video gezeigt, spürte die Dehnung dafür dennoch sehr deutlich. Ich fragte mich erneut, wie ich nur jemals damit aufhören konnte.

Tagebuch – 13. November 2023

Alltagsschnipsel

Gegen halb fünf heute Morgen wachte ich erstmalig auf, schlief aber zum Glück schnell wieder ein. Sechs Uhr war ich schließlich richtig wach und nutzte die paar Minuten bis zum Aufstehen, um im Internet auf einigen Seiten zu lesen.

Nachdem ich L auf ihrem Weg in Richtung Schule verabschiedet hatte, ging ich einige Lebensmittel im Rewe Markt einkaufen. Anschließend fuhr ich mit dem Auto zurück nach Hause und begab mich ins Homeoffice. 

Als ich L nachmittags von der Schule abholte, wurde ich mit äußerst schlechter Laune und viel Gemecker begrüßt. An solchen Tagen frage ich mich, warum ich nicht ab und an die langen Öffnungszeiten der Schule für mich nutze. Offenbar war L aber nur unterzuckert. Wir holten ihr etwas zu essen und prompt besserte sich ihre Laune.

Nun ist es täglich bereits gegen sechzehn Uhr dämmrig und nur wenige Minuten später stockdunkel. L und ich verbringen wieder sehr viel Zeit zu Hause. Ich konnte mich abends ohne schlechtes Gewissen gemütlich auf die Couch setzen, lesen, fernsehen und puzzeln.

Was heute schön war:

Morgenspaziergang.
Zehn Minuten lief ich am Morgen durch die herbstliche Gegend in der Nähe von Ls Schule, atmete die frische Luft tief ein und plante gedanklich meinen Tag und die bevorstehende Woche.

Dehnübungen.
Ich habe mir für den November vorgenommen, wieder Dehnübungen in meine Sportroutine zu integrieren. Gerade im Hüftbereich fühle ich mich sehr steif und unbeweglich. Ich suchte mir nachmittags ein passendes Workout für Schultern, Nacken und Rücken heraus und fragte mich während der nächsten fünfundzwanzig Minuten immer wieder, wieso ich vor fast zwei Jahren damit aufgehört hatte.

12 von 12 im November

Alltagsschnipsel

Das Wochenende und somit auch einen Teil des heutigen Tages verbrachten L und ich gemeinsam mit dem Klassenmaskottchen Wolfi bei Ls Oma M in Erfurt.



Guten Morgen Erfurt! Ms Gästezimmer gewährt uns immer diesen Blick in den Innenhof der Wohnanlage.
Mit leichten Kopfschmerzen legte ich mich gestern Abend schlafen, mit leichten Kopfschmerzen wachte ich heute Morgen gegen acht Uhr wieder auf. Ich fühle mich gesundheitlich ein wenig angeschlagen. Vermutlich habe ich mich bei L, die seit Freitag einen leichten Schnupfen hat, angesteckt.



Halb zehn trafen wir drei uns am gedeckten Frühstückstisch …



… und spielten anschließend eine Runde Skip-Bo, bei der L gewann, und danach etwa fünf Minuten lang das mir bis dato unbekannte Spiel „Malefiz“. Aus einem M und mir unbekannten Grund hatte L plötzlich schlechte Laune und wollte die Spielregeln nicht akzeptieren. Als L letztendlich wutschnaubend das Wohnzimmer verließ und Türen knallte, erklärten wir den Spielevormittag für beendet.



Nachdem L noch einen Eierkuchen gegessen hatte, packten wir unsere sieben Sachen zusammen und fuhren auf angenehm gefüllten Autobahnen mit einem Conni-Hörspiel zurück nach Markkleeberg.



Wieder zu Hause angekommen, kochte ich mir eine Tasse meines geliebten Schokocappuccinos sowie eine große Kanne Salbeitee, schaute mir die bisherigen Einträge in Wolfis Abenteuerbuch an, kochte Kartoffeln und Eier und bereitete eine Senfsoße zu. (Auf dieses Gericht hatte ich irgendwie seit der Autofahrt großen Appetit.)
Nach dem späten Mittagessen schauten L und ich uns ihre Schulsachen an, spitzten Stifte, korrigierten einige Seiten im Mathe- und Deutschheft und packten den Schulrucksack für den morgigen Schultag.



Damit nicht wieder eine Woche ohne Wäschewaschen vergeht, stellte ich gleich nach dem Ausräumen unserer kleinen Reisetasche die Waschmaschine an und hing die saubere Kleidung kurze Zeit später im kleinen Abstellraum auf.



Nach einem (vermutlich ersten) Abendessen für L durfte diese in eine mit angenehm warmen Wasser gefüllte Badewanne gehen. Ich nutzte die Zeit, um ihrer Lehrerin eine E-Mail unter anderem wegen einer Freistellung für einen Tag in der kommenden Woche zu schreiben.



Trotz immer noch leichter Kopfschmerzen werde ich L und Wolfi nachher kurz vor dem Schlafengehen noch ein paar Seiten im neuen Kinderbuch vorlesen. L hatte sich das bereits gestern von mir gewünscht und ich vertröstete sie wegen ebendieser Kopfschmerzen auf heute Abend. Ich möchte natürlich auch wissen, wie die Geschichte weitergeht.

Tagebuch – 11. November 2023

Alltagsschnipsel

L und ich schliefen bis acht Uhr am Morgen durch und frühstückten eine gute Stunde später gemeinsam mit ihrer Oma M.

Am Nachmittag fuhren wir nach dem Besuch von Ms Baum im Stadtpark in Erfurt in den Ortsteil Mittelhausen. Gemeinsam mit meiner Schwägerin M, meinem Neffen M und meinem Schwippschwager S futterten wir die gestern gekauften Martinshörnchen. Die Kinder spielten danach schön zusammen, sodass wir Erwachsenen uns unterhalten konnten.

Was heute schön war:

Herbstlese.
Vor einigen Monaten kaufte Ls Oma M Karten für eine Lesung im Rahmen der Erfurter Herbstlese. Der Musiker Max Mutzke las heute Vormittag aus seinem ersten Kinderbuch „Komm mit ins Paradies der Träumer“ vor und lockerte die Veranstaltung mit einigen seiner Songs, die gut zum Inhalt des Buches passten, auf. Uns allen gefiel die einstündige kinderfreundliche Lesung sehr sehr gut.
Im Anschluss kauften wir L auf ihren Wunsch hin das Buch, das sie sich direkt vom Autor signieren ließ.


Baumbesuch.
Nachmittags trafen wir drei uns mit Ls Tante M, ihrem Cousin M und ihrem Onkel S bei Ms Baum. Wir ließen zwei Luftballons mit je einer großen Zahl vierzig darauf und je einem von L und ihrer Oma M geschriebenen Zettel daran in den Himmel zu ihm steigen. Wenig später entdeckten wir am Himmel zwei Regenbögen und wussten, dass unsere Wünsche bei M angekommen waren.


Martinsfeuer.
Mit dem Fanfarenorchester und zahlreichen Fackeln in den Händen zogen wir am Abend durch das Dorf Mittelhausen, um wenig später das Martinsfeuer zu entzünden. Während die Kinder auf dem Sportplatz spielten, wärmten wir Erwachsenen uns am Feuer, tranken Kinderpunsch oder Glühwein und aßen Abendessen.


Filmabend.
Als wir wieder bei Ls Oma M zu Hause waren, machten wir es uns mit Wärmflaschen und Decken auf der Couch gemütlich und schauten den Film „Monky“. Wir haben diesen Film schon mehrfach geschaut. L liebt ihn sehr. Mir ist er allerdings zu traurig. Dennoch ist er perfekt für die Trauerbewältigung nach dem Tod eines geliebten Menschen geeignet.

Tagebuch – 10. November 2023

Alltagsschnipsel

Heute hätte M, mein verstorbener Ehemann und Ls Papa, seinen vierzigsten Geburtstag gefeiert. L und ich sind uns ziemlich sicher, dass er das heute auch getan hat. Vielleicht gemeinsam mit Prinzi, unserem Hund, der nur ein Vierteljahr nach Ms Tod von uns gegangen ist.
Ich bin mir sehr sicher, dass viele Menschen heute an ihn gedacht und sich an den schönen gemeinsamen Erinnerungen erfreut haben.
Alles Gute zum runden Geburtstag, lieber M, wo auch immer du gerade bist. Wir denken jeden Tag an dich und werden dich niemals vergessen. ❤

Wieder viel zu früh und nicht im Einklang mit unserem Biorhythmus starteten L und ich in den Morgen und durchliefen unseren Schul- beziehungsweise Arbeitsalltag. 
Große Freude herrschte allerdings beim Abholen aus der Schule am Nachmittag: Das Klassenmaskottchen Wolfi darf das Wochenende bei uns verbringen. (Letztes Jahr bekam L Wolfi ebenfalls zum Martini-Wochenende mit nach Hause.)

Wir fuhren nachmittags entspannt im Auto nach Erfurt und hörten während der Fahrt ein Conni-Hörspiel. Als dieses endete, schliefen L und Wolfi ein. Wir quartierten uns anderthalb Stunden später für zwei Nächte bei meiner Schwiegermama aka Ls Oma M ein.

Was heute schön war:

Telefonat mit J.
Am Vormittag telefonierte ich mit meiner Freundin J aus Dresden, während ich parallel dazu die letzten finanzbuchhalterischen Unterlagen im Unternehmen online für die Buchhalterin bereitstellte. Das nächste Mal werden J und ich uns vermutlich erst gegen Ende des Monats hören.

Martinsfest.
Den Abend verbrachten Ls Oma M, L und ich auf dem Erfurter Domplatz. Dort versammelten sich viele Menschen mit wunderschönen selbstgebastelten und -gekauften Laternen vor dem Erfurter Dom und der Severikirche und lauschten ab achtzehn Uhr dem Gottesdienst zu Ehren Martin Luthers und Martin von Tours‘. Bevor wir uns im Anger 1, einem Kaufhaus in der Innenstadt, ein paar Martinshörnchen kauften, durfte L noch eine Runde mit dem Karussell fahren.


Filmabend.
Aus der Stadt brachten wir uns zwei leckere Gerichte vom asiatischen Imbiss für das Abendessen mit. Anschließend machten wir es uns zu dritt auf der Couch gemütlich und schauten den ersten Teil von “Die Schule der magischen Tiere”. 

Tagebuch – 9. November 2023

Alltagsschnipsel

Der Wecker riss mich am Morgen mitten aus einem spannenden Traum, der ein reinster Krimi war. Ich erinnere mich, dass unter anderem mein Kollege L vorkam. Irgendjemand in unserer Nähe beschmierte sämtliche Schilder und verteilte schleimigen Glibber an Wänden und Türen. Gerade als wir schlussfolgerten, dass der Täter oder die Täterin vermutlich aus den eigenen Reihen stammt, war meine Nacht vorbei und ich startete leicht verbimmelt in den neuen Tag. 

Am späten Nachmittag mussten L und ich wegen einer kleinen Dummheit meinerseits eine gute halbe Stunde im Stau ausharren. Auf der B2 fand den ganzen Tag über durch die Sächsische Polizei eine Drogenkontrolle statt. Es wurden zahlreiche Fahrzeuge aus dem Verkehr gezogen und kontrolliert. Trotz Navi übersah ich im Dunkeln die richtige Ausfahrt, umfuhr den Stau also nicht wie geplant, sondern landete mittendrin. Ls Begeisterung hielt sich in Grenzen.

Was heute schön war:

Morgenspaziergang.
Ein paar Minuten am Morgen lief ich in aller Ruhe in Schulnähe herum und spazierte durch die vom Laub bunt gefärbte Kleingartenanlage.

Massage.
Mit schmerzenden und verspannten Schultern betrat ich am Mittag das Massagestudio. Die Masseurin fand während der wunderbaren Massage irgendwo im Rückenbereich einen Ausschalter, denn ich fühlte mich nach der Behandlung müde und wie auf Wolken schwebend.

Einkaufstour.
In einem Nebensatz erzählte mir L am Morgen, dass ihre Hausschuhe, die sie in der Schule trägt, zu klein geworden sind. Da wir für eine Schultheateraufführung ohnehin noch ein schwarzes Oberteil für sie benötigten, fuhren wir am Nachmittag in den Pösna Park. Wir mussten uns nicht lange auf die Suche nach den gewünschten Artikeln begeben und konnten kurze Zeit später erfolgreich das Einkaufscenter verlassen.

Tagebuch – 8. November 2023

Alltagsschnipsel

L und ich hatten wieder sehr gut geschlafen.
Ich bin froh darüber, dass die Tage im Jahr, an denen ich nicht gut schlafe, immer weniger werden. Mein Körper einschließlich meines Geistes scheinen sich allmählich von den Schlafstörungen, denen ich in den letzten Jahren ausgesetzt war, erholt zu haben.  

L schien heute einen richtig schönen Schultag gehabt zu haben. Beim Abholen am Nachmittag strahlte sie richtig und erzählte ausnahmslos positiv von ihren Erlebnissen. Ihre Theater AG fand auch statt. Sie werden in wenigen Wochen eine moderne Version des Märchens „Frau Holle“ aufführen. L wird Frau Holles Tochter spielen.
Mein Arbeitstag verlief auch angenehm. Ich war sehr produktiv.

Was heute schön war:

Freizeit mit Erholung.
Da es bereits nach sechzehn Uhr dämmerte, fuhren L und ich nach der Schule direkt nach Hause. Ich machte es mir auf der Couch gemütlich, puzzelte zuerst vor mich hin, las dann in meinem Buch weiter und schaute anschließend noch ein paar Folgen einer neuen Serie. Zwischendrin machte ich zwei Sportübungen, räumte bereits getrocknete Wäsche in unsere Kleiderschränke und hing die frisch gewaschene Kleidung auf den Wäscheständer.

(Im Titelbild zu sehen sind übrigens viele Wildgänse.)