Ich hatte in der Nacht zwar gut geschlafen, aber sehr viel geträumt. Und nahezu in jedem Traum kamen Kopfläuse vor. Die Tatsache, mich gestern Abend ohne gewaschene und von Läusen befreite Haare schlafen legen zu müssen, hat somit nachts für große Unruhe in meinem Kopf gesorgt.
Um acht Uhr wachten L und ich auf. Unser Start in den Tag war total chaotisch und hektisch. Kaum angezogen, fuhren wir zur Apotheke, kauften ein Shampoo gegen die Kopfläuse, massierten uns zu Hause gleich das Mittel in die Haare und spülten es eine Viertelstunde später wieder aus. L, die Haare waschen auf diese Art hasst, überschwemmte in ihrer Panik das halbe Badezimmer. Parallel dazu hatte ich drei wichtige Meetings am Vormittag, an denen ich unbedingt anwesend sein musste und wollte. Zwischendrin bespaßte ich L, ertrug ihre schlechte Laune und übte mit ihr Matheaufgaben. Die Waschmaschine lief bis in die Mittagszeit hinein etwa drölfzig Mal.
Am Nachmittag fuhren wir zu meinen Eltern nach Erfurt. Die Autobahnen waren glücklicherweise leer und wir kamen gut voran.
In Vorbereitung auf das am Montag stattfindende Gespräch mit der Lehrerin schickte mir diese am Abend eine E-Mail, in der sie mir mitteilte, dass sie mit allen Kindern einen Lese-Rechtschreib-Test durchgeführt hat und bei L „Auffälligkeiten“ zu erkennen sind. Prima, dachte ich mir, neben einer angeblichen Matheschwäche hat L nun also auch eine Lese-Rechtschreib-Schwäche.
Ich bin nach wie vor von allen drei Behauptungen nicht überzeugt. Eine Mathe- und Leseschwäche hat sie definitiv nicht. Ob L eine Rechtschreibschwäche hat, möchte ich nun selbst herausfinden. Ab morgen werde ich mich neben Mathe auch vermehrt um Deutsch kümmern.
Was heute schön war:
Stickerbuch.
Meine Eltern sammeln seit Wochen für L und mich Disney-Sticker, die der Rewe Markt als Aktion bis Jahresende verteilt. Nun konnten sie auch das entsprechende Stickeralbum organisieren. Einen Großteil des Abends verbrachte ich damit, die Sticker einzukleben. Da wurden gleich Kindheitserinnerungen wach.
Filmabend.
Mit meiner Mama schauten wir abends gemütlich auf dem Sofa sitzend den Märchenfilm „Frau Holle“.
Autor: Martin
Tagebuch – 7. Dezember 2023
AlltagsschnipselHeute Morgen bin ich mit dem Weckerklingeln aufgewacht und kurz darauf aufgestanden. Ich suchte L und mir Kleidung heraus und wollte L anschließend wecken, doch sie reagierte kaum auf meine Worte und schlief weiter. Da sie seit Tagen einen nicht besser werdenden Schnupfen hat, ließ ich sie kurzentschlossen bei mir zu Hause und legte mich nach Abbestellung des Mittagessens und Abmeldung aus der Schule auch wieder schlafen.
L schlief nach meinem Weckversuch noch zweieinhalb Stunden weiter.
Mein Arbeitstag war heute sehr zerpflückt, beinhaltete neben Meetings und Planungs-To-dos auch Momente der Kinderbespaßung, Übungen für die nächste Woche anstehende Klassenarbeit in Mathe, kochen, waschen und einkaufen. Das Ganze war stellenweise gepaart mit Ls schlechter Laune und Türenknallen. Dennoch war ich am Abend mit dem Erreichten zufrieden.
Beim Wickeln von Papilloten in Ls Haare entdeckte ich am Abend zwei kleine Kopfläuse und entfernte sie. Ihre Schulfreundin L hat ebenfalls welche mit nach Hause gebracht. Der erste Gang am morgigen Tag wird somit in die Apotheke sein. Nun habe ich auch mal Kopfläuse gesehen und bin überrascht, wie unscheinbar und leicht zu übersehen sie sind. Seitdem juckt es mich nun überall.
Was heute schön war:
Sushi.
Zum Abendessen teilten L und ich uns eine kleine Portion Sushi, die wir vom Einkaufen am späten Nachmittag mitgebracht hatten. Das war lecker und sehr schön.
Tagebuch – 6. Dezember 2023
AlltagsschnipselIch konnte gestern Abend, als L bereits schlief, noch unsere Nikolausgeschenke heimlich in und auf unsere Stiefel vor der Wohnungstür packen. Kurz darauf wurde L wach und murmelte im Halbschlaf, dass sie nun wisse, dass ich nicht der Nikolaus bin, da sie spürte, dass ich das Bett nicht verlassen habe.
Glück gehabt würde ich sagen. Nächstes Jahr ist der Zauber sicherlich vorbei.
Ich bin in großer Vorfreude wegen eines geplanten Konzertbesuchs mit mir selbst im nächsten Frühling. Spontan kaufte ich mir gestern Abend ein Ticket des Sängers Ville Valo über die FanSale-Seite von Eventim. (Ich bin nämlich viel zu spät dran und die Karten für das Konzert in Leipzig als eines von dreien in Deutschland waren bereits ausverkauft.) Die Kosten lagen natürlich deutlich über dem ursprünglichen Ticketpreis, überschritten aber noch nicht meine persönliche Schmerzgrenze. So zögerte ich nur kurz, ignorierte meine Gedanken bezüglich der noch fehlenden Kinderbetreuung und des für Dezember nun fehlenden Geldes und entschloss mich zum Kauf. Da ich auch jetzt noch über diesen Entschluss total glücklich bin, war es die richtige Entscheidung. Geld hin oder her.
Sobald ich das Ticket in den Händen halte, werde ich einen Freudentanz veranstalten. Zuletzt sah ich Ville Valo mit der Band HIM vor dreiundzwanzig Jahren in der Messehalle in Erfurt. Wer weiß, wie viele Möglichkeiten sich mir noch bieten würden, ihn noch mal live zu sehen.
So schnell wie heute hüpfte L schon lange nicht mehr aus dem Bett, nachdem ich sie geweckt hatte. Im Schlafanzug begaben wir uns zu unseren Schuhen und freuten uns über die Geschenke, die der Nikolaus hinterlassen hatte. L war sehr glücklich.
Auf dem Weg zur Schule gab es einige Tränen. Schon vor einigen Tagen teilte mir L mit, dass ihr die Rolle, die sie im Theaterstück „Frau Holle“ in moderner Fassung spielen soll, nicht gefällt. Sie kann sich mit der Person und ihren Handlungen rein gar nicht identifizieren. Gemeinsam besprachen wir gestern Abend ihre Möglichkeiten, unter anderem diese, das Thema bei der zuständigen Erzieherin, die die Theater-AG leitet, anzusprechen. Heute Morgen überwogen allerdings die Zweifel oder vielmehr die Angst, es anzusprechen. Glücklicherweise standen ihre Schulfreundin L und die Klassenlehrerin der Parallelklasse vor der Schule und begleiteten sie mit tröstenden Worten ins Gebäude hinein.
Am Nachmittag berichtete mir L, dass ihre Schulfreundin E ihr Beistand leistete, als sie der Erzieherin ihre Bedenken zur Rolle mitteilte. Und siehe da: Es war alles halb so wild. L wurde eine andere kleine Rolle zugeteilt, die ihr obendrein auch gefällt.
Mein heutiger Arbeitstag war sehr terminlastig. Allerdings erhielt ich aus jedem der projektbezogenen Meetings wichtige und wertvolle Informationen, die vor allem dazu beitragen werden, den Prozess, den ich als Scrum Master aufbauen und begleiten werde, zu verbessern.
Was heute schön war:
Wartung und TÜV.
Mein Auto fuhr ich am Morgen zur Werkstatt. Dort bekam ich einen rein elektrischen Ersatzwagen ausgehändigt. Nun habe ich auch die Erfahrung sammeln können, in solch einem Auto durch die Gegend zu fahren. Nachmittags konnte ich mein Fahrzeug gemeinsam mit L wieder abholen. Für die nächsten zwei Jahre hat das Auto nun wieder TÜV. Bei der Wartung wurden zig Sachen erneuert und/oder ausgetauscht. Alles ist prima und wieder wie neu.
Waffeldinner.
Aus Ermangelung anderer Alternativen entschieden L und ich uns einstimmig, zum Abendbrot Waffeln mit Puderzucker und Apfelmus zu essen. Die waren sehr lecker.
Massage.
Seit wenigen Wochen bin ich wieder in Besitz meiner Massage Gun. Da mir diese allerdings ohne das entsprechende Ladegerät und -kabel überreicht wurde, musste ich beides zunächst nachbestellen. Gestern kam das Päckchen an. Alles passte hervorragend. So konnte die Gun über Nacht laden. Heute kam sie erstmals seit langer langer Zeit wieder zum Einsatz. Ich kümmerte mich ausschließlich um meine Waden und Oberschenkel, die ordentlich verspannt sind und diese wunderbare Massage dringend nötig hatten.
#WMDEDGT Dezember 2023
AlltagsschnipselMit dem Klingeln des Weckers wurde ich am Morgen um Viertel nach sechs wach. Ich schaute zuerst auf die Temperaturvorhersage für den heutigen Tag und stellte dabei fest, dass der Winter ab diesem Wochenende pausieren wird und teilweise sogar zweistellige Plusgrade zurückkehren werden.
Mit mäßiger Lust stand ich schließlich auf, legte L und mir Kleidung zurecht und drehte meine morgendliche Badrunde inklusive einer Dusche mit Haare waschen. Zwischendurch rief ich wie eine Schallplatte mit Sprung nach L, der es besonders schwerfiel, wach zu werden und sich anzukleiden. Irgendwie gelang es ihr aber doch, zu mir ins Bad zu kommen und sich fertigzumachen.
Nachdem ich Ls Frühstück und Vesper für ihren Schultag vorbereitet hatte, öffneten wir gemeinsam die vier Adventskalender. Einer gehört ausschließlich mir, zwei L und in die Schokolade des letzten teilen wir beide uns rein.
Im Schneeregen stapften wir kurz darauf zum Auto. Wir waren ein wenig später dran als sonst, was zur Folge hatte, dass wir ein paar Minuten länger im Berufsverkehr standen. Grund zur Sorge hatten wir allerdings keinen. L schaffte es mehr als pünktlich in die Schule.
Bevor ich mich im Auto singend zurück nach Hause fuhr, kaufte ich wenige Lebensmittel, darunter einen kleinen Schokoweihnachtsmann für mich zum morgigen Nikolaustag, im nahegelegenen Supermarkt ein. (L glaubt noch an den Nikolaus und es sähe komisch aus, würde ich morgen trotz geputzter Stiefel nichts darin vorfinden.)
Mit einem leckeren Frühstück inklusive meines heiß geliebten Schokocappuccinos startete ich in meinen Arbeitstag. Dank einer seit Monaten täglich erprobten To-do-Liste kann ich konzentriert, zielorientiert und somit produktiv in die Aufgaben einsteigen. Heute stand Datensicherung, sehr viel Büromanagement und ein wenig Projektarbeit als Scrum Master auf dem Plan.
Nach einer kurzen Mittagspause fand unser Teammeeting statt, welches letztmalig von meinem Kollegen R geleitet wurde. Wir hatten alle wieder großen Spaß mit seinen tollen Ideen.
Nach dem etwas mehr als einstündigen Meeting legte ich eine längere Pause ein und fuhr zu meiner Masseurin des Vertrauens. Sie knetete vor allem im Schulterbereich herum, löste einige Verspannungen und schaffte es, meine Seele zu streicheln und mich für kurze Zeit weit weg zu befördern.
Wie auf Wolken fuhr ich danach zur Postfiliale, gab ein Arbeits- und ein privates Paket auf und machte mich anschließend auf den Weg zur Schule, um L abzuholen. Diese hatte nur mittelgute Laune und nölte mich auf dem Heimweg voll. Das kann ich nicht so leiden.
Zu Hause schnappte sie sich ihr Tablet und schaute Videos auf YouTube. Aktuell liebt sie es, sich Videos anzuschauen, in denen sich Menschen, vorrangig Frauen, ihre langen Haare komplett kurz schneiden. Ich telefonierte währenddessen mit meinem Kollegen A, der in einem Projekt eine Frage zur Erstellung seines Boards im Tool YouTrack hatte. Ich konnte ihm schnell helfen und mich anschließend noch der Sortierung meiner Papierunterlagen widmen.
Schon gegen siebzehn Uhr aßen L und ich Abendbrot. Wir hatten beide Hunger. Bei L könnte die Unterzuckerung auch Ursache der schlechten Laune am Nachmittag gewesen sein. Wir entschieden uns erneut für Grießbrei mit Zucker, Zimt und Apfelmus.
Da es noch so zeitig am Abend war, setzte ich mich an meine Weihnachtsvorbereitungen und schaffte richtig viel. Zwischendrin putzten L und ich unsere Stiefel. Irgendwie gelang es mir, Ls Frage, ob ich diejenige bin, die die Stiefel für den Nikolaustag befüllt, auszuweichen. Sie teilte mir auch mit, dass sie nicht glaubt, dass ich es bin. (Ich gehe dennoch davon aus, dass der Zauber nächstes Jahr definitiv vorbei sein wird.)
Den restlichen Abend werde ich nun lesend und meine Italienischübungen in der Duolingo App absolvierend auf der Couch verbringen.
Da L ein wenig kränkelt, werden wir heute wieder zeitig schlafen gehen und uns vor dem Zubettgehen gegenseitig aus einer kurzen Geschichte vorlesen.
Tagebuch – 4. Dezember 2023
AlltagsschnipselIch fand gestern Abend nur schwer in den Schlaf und schlief in der Nacht auch nicht sonderlich gut. Ich hatte das Gefühl, mich die ganze Zeit über in einer Art Halbschlaf zu befinden. Dennoch erinnerte ich mich nach dem Aufwachen heute Morgen an meinen Traum.
Ich fuhr gemeinsam mit meinem Lieblingssänger, mit dem ich sogar ins Gespräch kam, in der Straßenbahn durch Erfurt. Wir unterhielten uns. Ich befand mich auf dem Weg ins Theater zu einem Auftritt. Wie sich wenig später herausstellte, hatte er dort ebenfalls einen Auftritt und wir begegneten uns erneut.
Irgendwie war mir wegen des schönen Traums den ganzen Vormittag über warm ums Herz. Um das Gefühl zu verstärken, hörte ich ein paar Songs von ihm.
Mein heutiger Arbeitstag war wieder sehr produktiv. Im Moment nehmen die Vorbereitungen für den Geschäftsjahresabschluss und den Forecast für 2024 einen Großteil meiner Zeit ein. Parallel dazu betreue ich nun seit letzter Woche ein zweites Projekt als Scrum Master. Allerdings befinden wir uns in diesem noch am Anfang.
Laut L war auch der Schultag sehr schön. Ihre Lehrerin war krank und die Kinder hatten keinen richtigen Unterricht. Kein Wunder also, dass sie beim Abholen total begeistert war.
Nachmittags hatte L ihre zweite Ballettstunde. Sie ging wieder mit großer Freude hin und berichtete im Nachgang nur positives. Ich glaube, sie hat nun die richtige Freizeitbeschäftigung für sich entdeckt. Ich hoffe, ihre Begeisterung hält noch lange an.
Per Zufall las ich am Morgen im Hausaufgabenheft, dass in der nächsten Woche in Mathe eine Klassenarbeit geschrieben wird. L und ich haben nun eine Woche Zeit, um sie darauf vorzubereiten. Wir starteten am Abend mit ein paar Rechenaufgaben im Bereich bis 100.
Was heute schön war:
Entspanntes Einkaufen.
Sowohl morgens als auch am späten Nachmittag hatte ich in aller Ruhe Zeit, ein paar Lebensmittel für L und mich einzukaufen. Mir gelingt es ausnahmslos immer, mich von der Schnelllebigkeit und der Hektik um mich herum nicht anstecken zu lassen. Das will ich unbedingt beibehalten.
Tagebuch – 3. Dezember 2023
AlltagsschnipselHeute Morgen wurde ich um drei Uhr wach und lag eine Weile herum. Zum Glück konnte ich mein Gedankenkarussell unter Kontrolle bringen und wieder einschlafen.
Gemeinsam mit L wachte ich gegen acht Uhr wieder auf. Lange im Bett blieben wir nicht liegen. L war neugierig und wollte ihr heutiges Türchen bei den Adventskalendern öffnen.
Besonders stolz bin ich darauf, für L und mich ein leckeres, warmes sonntagstypisches Mittagessen gekocht zu haben. Normalerweise essen wir weniger aufwendige Gerichte.
Ab dem frühen Nachmittag versackte für den Rest des kompletten Tages mit meinem neuen Buch auf der Couch. Das war sehr erholsam.
Was heute schön war:
Waffelfrühstück.
Inspiriert durch die leckere Waffel beim Schulweihnachtsmarkt, kramte ich am Morgen unser seit Jahren nicht mehr benutztes Waffeleisen aus dem Schrank hervor und bereitete L und mir zum Frühstück Waffeln zu.
Weihnachtsdekoration.
Einen großen Teil des Vormittags nutzten L und ich für das Aufstellen der Weihnachtsdekoration in unserer Wohnung. Dies umfasste auch das Aufstellen des im letzten Jahr gekauften künstlichen Weihnachtsbaums. L hatte viel Spaß dabei, ihn zu schmücken. Nun sind wir gut für die Adventszeit eingestimmt.
Tagebuch – 2. Dezember 2023
AlltagsschnipselIch träumte vom noch anstehenden Gespräch mit Ls Lehrerin und ihrer Erzieherin. Neben den beiden war auch meine ehemalige Schulfreundin D mit anwesend. Welche Rolle sie genau einnahm, wurde mir nicht ganz klar. Sie schien aber auf meiner Seite zu stehen. Wir tauschten alle unsere Gedanken aus und ich bekräftigte nochmals, dass L das Schuljahr nicht wiederholen wird. Der Traum endete, kurz nachdem Ls Lehrerin beleidigt das Klassenzimmer verließ.
Wach geworden bin ich heute bereits um sieben Uhr.
Den Vormittag verbrachte ich mit Weihnachtsvorbereitungen und dem weihnachtlichen Dekorieren, nachdem ich zuvor die Herbstdeko eingesammelt und weggeräumt hatte. L wechselte zwischen Fernsehen und Spielen hin und her.
Abends saß ich gemütlich mit einer Wärmflasche kuschelnd auf der Couch, las in einem Buch und machte einige Französischübungen in der Duolingo App.
Was heute schön war:
Massage.
Mit meinem elektrischen Massagegerät ließ ich mir den Nacken-, Schulter- und Rückenbereich massieren. Ich sollte mir angewöhnen, das Gerät öfter zu benutzen.
Kindergeburtstagsfeier.
Am Nachmittag besuchten wir das Geburtstagskind J, das heute drei Jahre alt wurde.
Nach einer Tasse Kaffee und einem (viel zu) großen Stück Super Wings Torte machten wir uns gemeinsam mit seinen Eltern R und M sowie seiner Schwester L (Ls Schulfreundin) auf den Weg in einen kleinkindgeeigneten Indoorspielplatz, vor dem noch andere Geburtstagsgäste auf J warteten. Die Kinder tobten und hatten großen Spaß und kamen nur zum Essen, Trinken und Trösten an unseren Tisch.
Tagebuch – 1. Dezember 2023
AlltagsschnipselBis halb fünf morgens hatte ich wunderbar geschlafen. Dann ratterte es in meinem Kopf und ich schaute schnell auf mein Telefon, ob ich einen Anruf verpasst hatte. Nein. Somit ist es L gelungen, in der Schule ein- und durchzuschlafen. Ich bin sehr stolz auf sie.
Ich machte noch mal die Augen zu, konnte aber nicht mehr allzu tief einschlafen.
Gestern Abend hatte es wieder zu schneien angefangen. Als ich nach dem Aufstehen aus dem Fenster schaute, war alles wunderbar weiß. Ich freute mich, die Wohnung erst mal nicht verlassen zu müssen, denn die Straße vor dem Haus sah ziemlich rutschig aus.
In meinen Arbeitstag, der heute zerstückelt war und erst abends endete, konnte ich stressfrei und direkt nach dem Duschen starten. Ich schaffte richtig viel und freute mich über den fertigen Forecast für das kommende Jahr. Nächste Woche werde ich mich der Fertigstellung der To-dos für dieses Geschäftsjahr widmen.
L war heute ein Mittagskind. (Das ist in ihrer Ganztagsschule normalerweise nicht möglich.) Sie erzählte mir freudestrahlend von den Ereignissen der Lesenacht. So erfuhr ich, dass sie zwischen ihrer Mitschülerin E und ihrer Lehrerin lag und beide so laut geschnarcht hatten, dass sie immer wieder wach wurde. Dafür schlief sie am Abend aber innerhalb von einer Minute ein.
Was heute schön war:
Sushi.
Zum Mittagessen holte ich mir eine mittelgroße Portion Sushi, die super lecker war und mich bis in den Abend hinein sättigte.
Erstes Türchen.
Gemeinsam mit L öffnete ich mittags die ersten Türchen der Adventskalender.
Ich habe von meiner Freundin J aus Dresden einen Teekalender geschenkt bekommen und teile mir mit L einen Schokoladenadventskalender. Schokolade lutschend bereitete ich mir gleich eine Tasse mit der heutigen Teesorte zu.
Schulweihnachtsmarkt.
Am Nachmittag fand in Ls Schule ein Weihnachtsmarkt statt. Wie bereits im letzten Jahr gab es auch diesmal wieder viele tolle Bastelangebote. Wir schafften davon nicht einmal die Hälfte.
Für L gab es ein Stück Pizza. Eine mit Puderzucker und Apfelmus bestrichene warme Waffel teilten wir uns, ehe wir uns wieder auf den Heimweg machten.
Hallo Dezember!
Dies & DasIm Dezember werde ich …
… den schulischen Weihnachtsmarkt besuchen
… L zur Geburtstagsfeier von J begleiten
… mit L ins Puppentheater gehen
… zwei Thai Massagen genießen
… das Auto zur Wartung und zum TÜV in die Werkstatt bringen
… den Leipziger und Erfurter und vielleicht kleinere Weihnachtsmärkte besuchen
… ein Wochenende bei meinen Eltern verbringen
… ein Gespräch mit Ls Lehrerin und Erzieherin führen
… L zu einer Kindergeburtstagsfeier bringen
… L zur Hautärztin begleiten
… zur Weihnachtsfeier gehen
… das Weihnachtsfest in Erfurt verbringen
… und viele liebe Menschen treffen
… ein gemütliches Silvester mit L feiern
… vielleicht den Weihnachtszirkus besuchen
… Weihnachtsplätzchen backen
Gedanken- und Alltagsschnipsel im November
Alltagsschnipsel, Dies & DasIch habe beschlossen, das Leben im kommenden Jahr mehr zu genießen.
Ich werde auch weiterhin monatlich etwas Geld zur Seite legen, will aber in Zukunft nicht mehr so streng zu mir sein, wenn ich auf Erspartes zurückgreifen muss. L und ich leben jetzt. Es tut uns nicht gut, wenn wir im Alltag auf schöne kleine Dinge, die uns sehr glücklich machen, verzichten müssen, nur weil das Geld für den Monat aufgebraucht ist.
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Auf das im Dezember stattfindende Gespräch mit Ls Lehrerin und ihrer Erzieherin zu ihren schulischen Leistungen bin ich gespannt wie ein Flitzebogen.
Ich vertrete nach wie vor die Meinung, dass L die Klasse nächstes Jahr nicht wiederholen muss, wenn wir weiterhin fleißig für Mathe und Deutsch üben. Die bisher von L mit nach Hause gebrachten Noten im Einser- und Zweierbereich geben mir zudem Recht.
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Ich bin in diesem Monat über etwas sehr interessantes gestolpert. Ich gehöre zu den Menschen, die schon lange auf der Suche nach ihrem persönlichen Sinn des Lebens sind. Richtig fündig geworden bin ich trotz all der Jahre des Nachdenkens nicht.
Nun wurde ich damit konfrontiert, dass der eigene Sinn des Lebens nicht zwangsläufig ein bestimmter Beruf, ein Talent oder eine Sache, für die man brennt, sein muss. Der Sinn des Lebens kann auch in anderen Menschen gefunden werden.
Darüber habe ich viel nachgedacht. Ich empfinde Freude und Begeisterungsfähigkeit bei vielen verschiedenen Dingen, fand jedoch bisher nichts, das mich langfristig in seinen Bann ziehen und mich in Flammen der Hingabe aufgehen lassen konnte.
Die allergrößte Freude bereitet es mir, für andere Menschen da zu sein, ihnen zuzuhören, sie zu beschenken und mich um sie zu kümmern. Das wurde mir bisher nie langweilig und ich gehe mit all meinem Herzblut voll darin auf. (Ab und an vielleicht sogar ein wenig zu viel.)
Ich würde also soweit gehen zu sagen, dass mein Sinn des Lebens darin besteht, von anderen Menschen gebraucht zu werden und ihnen Liebe und Unterstützung zu schenken.
