Am Silvestermorgen war ich Viertel vor neun Uhr, also Dreiviertel neun ausgeschlafen. Sanft geweckt wurde ich vom Klopfen gegen die Fensterscheibe durch hungrige Vögelchen. (Das Vogelhäuschen befindet sich auf dem Fenstersims.) In den frühen Morgenstunden lag ich erneut eine Weile wach.
Gefrühstückt habe ich ein halbes Croissant mit Frischkäse und Gurkenquark. Danach verschwand ich eine halbe Stunde im Badezimmer und machte mich tagfertig. Während ich am späten Vormittag das Kaninchengehege säuberte, durften sich Elli, Waltraud und Gerda im Flur meiner Eltern die Beine vertreten. Ich baute ihnen dafür extra einen kleinen Parcours auf.
Für mittags halb eins wurde vor ein paar Tagen im italienischen Restaurant „Waldkasino“ ein Tisch für sechzehn Personen reserviert. Meine Oma feierte heute dort ihren dreiundachtzigsten Geburtstag. Von diesen sechzehn Leuten kamen schließlich zehn. So verbrachten wir in sehr gemütlicher Runde eine schöne Zeit bei leckerem Essen. Zudem konnten wir uns alle viel besser unterhalten.




Gegen fünfzehn Uhr machte ich eine kleine Nachmittagsruhe und schlief für etwa zwanzig Minuten ein.
Meiner Mama half ich am frühen Abend bei der Vorbereitung für das Abendessen. Wir waren damit schnell fertig. So konnte ich noch ein bisschen in meinem Sudokuheft rätseln.
Mein Onkel J und seine Frau J kamen halb sieben zu Besuch. L zeigte den beiden ganz stolz unsere drei Kaninchenmädels. Danach gab es Abendessen. Durch eine Anekdote meines Papas blieben wir anschließend eine Stunde lang bei alten Videos von Dieter Hallervorden hängen und amüsierten uns köstlich.



In den späten 90er Jahren erfand mein Papa ein Brettspiel, das wir seitdem zu besonderen Anlässen gemeinsam spielen. So auch heute zu sechst. Durch eine glückliche Fügung wurde ich gleich zu Beginn des Spiels vom König zur Gräfin ernannt und konnte halb zwölf als Schatzmeisterin mit dem zweitgrößten Vermögen gewinnen.
Nur wenige Minuten vor Mitternacht absolvierte ich ein paar Schwedischübungen. Somit habe ich an jedem einzelnen Tag des Jahres Sprachübungen gemacht.
Punkt zwölf Uhr stießen wir mit unseren Sektgläsern auf das neue Jahr an. Vom Fenster aus schauten wir hin und wieder dem Feuerwerk zu. Ich redete zwischendrin immer wieder beruhigend auf unsere drei Zwergkaninchenmädels und die beiden Rosellasittiche meiner Eltern ein. Halb eins machten sich mein Onkel J und seine Frau J auf den Weg zu ihrem Wohnmobil, das ein paar Straßen weiter parkte.
Kurz nach ein Uhr sind L und ich schließlich im Bett verschwunden.
Ein frohes, gesundes und glückliches neues Jahr wünsche ich euch allen!
